Di, 2015-04-21 10:10
Sydney (dpa)

Mindestens drei Tote bei Unwettern im Osten Australiens

Sydney (dpa) - Bei den schwersten Unwettern seit mehreren Jahren sind im australischen Bundesstaat New South Wales mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Mike Baird, der Regierungschef von New South Wales, sagte am Dienstag, bei den Opfern handele es sich um drei ältere Einwohner der Stadt Dungog. Medienberichten zufolge wurden mehrere Gebäude in der Stadt weggespült.

Die Region zwischen Sydney und der Stadt Newcastle wird seit Montag von schweren Regenfällen heimgesucht. Es kam zu Überschwemmungen. Windböen von bis zu 135 Kilometern in der Stunde rissen Tausende Bäume um, wie der Katastrophenschutz SES mitteilte. Mindestens 200 000 Haushalte waren ohne Strom. Dutzende Menschen saßen in ihren Häusern oder Autos fest. Sydney und andere Häfen im Bundesstaat stellten den Betrieb ein. Das Tiefdruckgebiet bewegte sich in Richtung Süden, die Wetterbehörden warnten vor weiteren Unwettern.

Di, 2015-04-21 09:45
Peking (dpa)

Greenpeace: Maßnahmen gegen Smog in China zeigen Wirkung

Peking (dpa) - Dank der strengeren Regeln zur Luftreinhaltung in China ist der Smog in einigen Städten deutlich zurückgegangen. Das ist das Ergebnis einer am Dienstag veröffentlichten Analyse der Umweltorganisation Greenpeace. «Unsere Analyse zeigt, dass die Maßnahmen der Regierung wirken», sagte Zhang Kai von Greenpeace.

In Peking sei die Belastung mit den besonders gefährlichen Feinstaubpartikeln kleiner als 2,5 Mikrometer (PM 2,5) im ersten Quartal 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent zurückgegangen. In der angrenzenden Provinz Hebei, die wegen der starken Stahl- und Zementindustrie besonders von Smog betroffen ist, gingen die Smog-Werte demnach sogar um 31 Prozent zurück.

Trotzdem ist China noch weit von einer Lösung des Smog-Problems entfernt. Nur eine von zehn Städten in China hält laut Greenpeace die Grenzwerte für saubere Luft ein. «Trotz der leichten Verbesserungen in wichtigen Städten wie Peking zeichnen die Daten insgesamt noch ein düsteres Bild», sagte Zhang Kai.

Di, 2015-04-21 09:24
Abuja (dpa)

Todesfall-Häufung in Nigeria: Männer tranken gepanschten Gin

Abuja (dpa) - Gepanschter Gin soll eine Erkrankungswelle mit inzwischen 19 Toten im Süden Nigerias ausgelöst haben. Weitere Patienten zeigten mit ähnliche Symptome. Das stütze die Vermutung, dass die Ursache keine Infektion sei, wird Gesundheitsminister Fidelis Nwankwo in einer Mitteilung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zitiert. Es gebe Hinweise, dass die Betroffenen mit Methanol verunreinigten selbst gebrannten Gin tranken.

Seit dem 15. April waren in der Stadt Ode-Irele insgesamt 24 Fälle erfasst worden, in denen Männer zwischen 20 und 75 Jahren zunächst über starke Kopfschmerzen klagten und ihre Sehkraft verloren. Tests hatten keine Hinweise auf eine Infektion mit Viren oder Bakterien ergeben.

Gepanschter Alkohol ist weltweit immer wieder Ursache von Todesfällen. Bei fehlerhafter Herstellung entsteht neben dem gewünschten Ethanol auch giftiges Methanol. Mitunter werden alkoholische Getränke zudem für mehr Profit von Händlern mit Methanol gestreckt. Im Körper wird es zu Formaldehyd und Ameisensäure abgebaut. Sie schädigen Gehirn, Sehnerven, Leber und Nieren irreparabel. Zudem übersäuert das Blut. Unbehandelt endet eine Vergiftung oft tödlich.

Viele Menschen in der Region hatten zunächst befürchtet, es könne sich um einen Ebola-Ausbruch handeln. In Westafrika haben sich seit vergangenem Jahr mehr als 25 000 Menschen mit dem Ebolavirus infiziert, mehr als 10 000 sind gestorben. Am schwersten betroffen waren Liberia, Guinea und Sierra Leone.

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Di, 2015-04-21 09:27
Berlin (dpa)

«Bild»: Deutscher in Afghanistan verschwunden

Berlin (dpa) - Ein deutscher Entwicklungshelfer in Afghanistan ist in der nordafghanischen Stadt Kundus verschwunden. Die «Bild»-Zeitung berichtet unter Berufung auf deutsche Sicherheitskreise, der Mann arbeite für die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Im Auswärtigen Amt in Berlin hieß es am Dienstag, ein Krisenstab befasse sich mit dem Fall. Eine Entführung des Deutschen wird nicht ausgeschlossen.

Laut «Bild» soll bereits ein Verhandlungsteam auf dem Weg sein. Die Polizei in Kundus wollte zunächst weder einen Entführungs- noch einen Vermisstenfall bestätigen.

Zuletzt war im vergangenen Oktober in Afghanistan ein deutscher Entwicklungshelfer nach mehr als zweieinhalb Jahren Geiselhaft freigekommen. Der Mitarbeiter der Deutschen Welthungerhilfe war im Januar 2012 von Extremisten aus einem Haus in der ostpakistanischen Stadt Multan verschleppt worden. Die «Bild»-Zeitung hatte zur Freilassung berichtet, der Deutsche sei einem Team des Kommandos Spezialkräfte (KSK) in Kabul übergeben worden. Die Soldaten hätten den Auftrag gehabt, den Deutschen nicht gewaltsam zu befreien. Unklar blieb, wie die Freilassung der Geisel erreicht wurde.

Di, 2015-04-21 09:47
Bangkok (dpa)

Thailändischer Zoll beschlagnahmt Hunderte Elefanten-Stoßzähne

Bangkok (dpa) - Zollbehörden in Thailand haben vier Tonnen geschmuggeltes afrikanisches Elfenbein beschlagnahmt. Wie der Sender Thai PBS am Dienstag berichtete, wurden 739 Stoßzähne in einem Container im Bangkoker Hafen Klong Toey entdeckt, ihr Wert liegt bei umgerechnet etwa 5,8 Millionen Euro. Der Container stammte nach Angaben der Zollbehörden aus der Demokratischen Republik Kongo und sollte weiter nach Laos verschifft werden. Elfenbein ist vor allem bei Kunden in China, Vietnam und Thailand beliebt. Nach Schätzungen von Tierschutzbehörden werden jedes Jahr etwa 20 000 afrikanische Elefanten wegen ihrer Stoßzähne getötet.

Di, 2015-04-21 09:20
Berlin (dpa)

«Bild»: Deutscher in Afghanistan verschwunden

Berlin (dpa) - Ein deutscher Entwicklungshelfer in Afghanistan ist in der nordafghanischen Stadt Kundus verschwunden. Die «Bild»-Zeitung berichtet unter Berufung auf deutsche Sicherheitskreise, der Mann arbeite für die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Im Auswärtigen Amt in Berlin hieß es am Dienstag, ein Krisenstab befasse sich mit dem Fall. Eine Entführung des Deutschen wird nicht ausgeschlossen. Laut «Bild» soll bereits ein Verhandlungsteam auf dem Weg sein. Die Polizei in Kundus wollte zunächst weder einen Entführungs- noch einen Vermisstenfall bestätigen.

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Di, 2015-04-21 09:30
Lüchow (Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg)

Ein Ärgernis weniger

Ursprüngliches Planfeststellungsverfahren in Gorleben ist eingestellt

Wenigstens das: Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) legt Wert auf die Feststellung, dass das Planfeststellungsverfahren in Gorleben aus dem Jahr 1977 für erledigt erklärt wurde. Auf Drängen der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) legte das Bundesamt jetzt die entsprechende Vereinbarung vor, die zwischen dem Bund und dem Land Niedersachsen geschlossen wurde.

BfS-Sprecherin Monika Hotopp unterstreicht, weil der Text auch wie eine Absichtserklärung zu lesen ist, auf Nachfrage der BI:" Das Planfeststellungsverfahren ist damit beendet."

Nun könne man sich endlich voll und ausschließlich auf das angeblich neue Suchverfahren konzentrieren, sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: "Nach den Beschlüssen der Endlagerkommission, Gorleben in jedem Fall im Topf zu behalten, ist das eine weitere Herkulesaufgabe, aber wir haben das Planfeststellungsverfahren, den Rahmenbetriebsplan und die Castor-Transporte nach Gorleben abgeräumt, der Kampf geht weiter, bis ein untauglicher Salzstock wie in Gorleben als Atommüllendlager ausgeschieden ist."

Di, 2015-04-21 08:22
Hamburg/Paris (dpa)

Schifffahrtsbüro: Piraterie auf See nimmt wieder zu

Hamburg/Paris (dpa) - Die Piraterie auf See macht der internationalen Schifffahrt wieder stärker zu schaffen. Nach einem stetigen Rückgang sei die Zahl der Angriffe weltweit im ersten Quartal 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Zehntel gestiegen. Das teilte das Internationale Schifffahrtsbüro (IMB) der Internationalen Handelskammer (ICC) am Dienstag in Paris mit.

Das Büro registrierte seit Jahresbeginn 54 Piratenangriffe und bewaffnete Überfälle, mehr als die Hälfte passierte vor den Küsten Südostasiens. Dabei wurden insgesamt 140 Geiseln genommen, dreimal so viele wie im Vergleichszeitraum 2014. Von 13 angegriffen Seeleuten wurden demnach drei verletzt.

Die Zunahme in Südostasien sei ein wachsender Grund zur Sorge, berichtete IMB-Direktor Pottengal Mukundan. Er forderte ein strengeres, koordiniertes und regionales Vorgehen gegen die Piraterie. Vor Südostasien seien seit April 2014 binnen eines Jahres 23 Schiffe entführt worden. Im ersten Quartal wurden fünf Tankschiffe und ein Küstenschlepper gekapert. Die Ölladungen sind laut IMB begehrtes Diebesgut. Vor allem vor Indonesien gelangten mehr Piraten an Bord. In Vietnam würden vermehrt ankernde Schiffe von Bewaffneten überfallen, acht Fälle wurden im 1. Quartal dokumentiert.

Im Gegensatz dazu erfasste das IMB in Ostafrika vor den Küsten Somalias keinen Vorfall. Jedoch blieb es vor Westafrika gefährlich: Vor den Küsten Ghanas sei ein Mann bei einem Angriff auf ein Fischereiboot ums Leben gekommen. Außerdem berichtet das IMB dort über Entführungen von fünf Crewmitgliedern und eines Tankers.

Di, 2015-04-21 07:31
Singapur (dpa)

Ölpreise bewegen sich wenig

Singapur (dpa) - Die Ölpreise haben sich am Dienstag zunächst wenig bewegt. Wesentliche Impulse blieben aus. Am Morgen kostete ein Barrel (etwa 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni 63,41 US-Dollar und damit vier Cent weniger als am Montag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Mai-Lieferung fiel um einen Cent auf 56,37 Dollar.

In den vergangenen Wochen haben sich die Ölpreise spürbar von ihrem Einbruch seit Mitte 2014 erholt. Beobachter warnen jedoch davor, schon von einer Trendwende zu sprechen. Die Rohstoffexperten von der Commerzbank verweisen darauf, dass die Erholung vor allem auf den erwarteten Rückgang der US-Produktion zurückgehe. «Der jüngste Preisanstieg war somit größtenteils spekulativ getrieben.»

Geht doch!

Landgang für Bohrinseln

Nordsee 20 Jahre nach Brent Spar: Ein Riesenkatamaran wrackt ausgediente Plattformen ab, um sie an Land zu entsorgen

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Rund 600 alte Stahlkolosse stehen in der Nordsee. Seit Anfang der 70er-Jahre haben sie Gas und Öl aus dem Meeresboden gepumpt. Nun versiegen die Vorkommen, und die Bohrinseln müssen entsorgt werden. Im Mai 1995 hatte Greenpeace die Shell-Plattform Brent Spar besetzt, in der Folge boykottierten Autofahrer europaweit Shell-Tankstellen. Der Konzern lenkte schließlich ein und ließ die Brent Spar an Land schleppen. Seit 1998 verbietet das internationale Übereinkommen zum Schutz des Nordostatlantiks, die sogenannte Ospar-Konvention, grundsätzlich die Versenkung von Plattformen. Um die Anlagen abzuschleppen, hat die Schweizer Unternehmensgruppe Allseas nun für 1,3 Milliarden Euro eigens einen Riesenkatamaran gebaut. In diesen Tagen soll das größte Arbeitsschiff der Welt zu seinem ersten Einsatz in See stechen. Mit Spezialkränen kann die 124 Meter breite „Pioneering Spirit“ bis zu 48.000 Tonnen heben, das entspricht mehr als 80 voll beladenen Airbus 380. „Abtransport und Entsorgung werden die Industrie Milliarden kosten“, sagt David Booth von der Universität Sydney. Bis 2025 werden weltweit 6500 Öl- und Gasplattformen überflüssig sein – ein Geschäft mit Zukunft.
Illustration: Christoph Niemann

Außerdem Interessant

Dänemark
Während hierzulande neue Kohlekraftwerke wie in Hamburg-Moorburg ans Netz gehen, will Dänemark schon 2025 kohlefrei sein – fünf Jahre schneller als
geplant. Energieminister Rasmus Helveg Petersen lässt derzeit prüfen, ob die Regierung die Nutzung von Kohle als Brennstoff verbieten kann. Bislang deckt sie ein Fünftel des dänischen Strombedarfs. Der Anteil der Windenergie soll weiter steigen: bis 2020 von 30 auf 50 Prozent.

Mexiko-Stadt
Wer auf Bus oder Bahn wartet, soll Fitnessübungen machen. Mit dieser Kampagne will die Verwaltung der mexikanischen Hauptstadt das Übergewicht in der Bevölkerung bekämpfen. An Haltestellen wurden Gesundheitsposten eingerichtet, die als Belohnung für zehn Kniebeugen ein Gratisticket ausgeben. Die vor gut einem Jahr eingeführte Fast-Food-Steuer konnte die Adipositas-Epidemie nicht eindämmen. Rund 70 Prozent der Mexikaner sind übergewichtig oder gar fettleibig.

Schweden
Weltweit tragen 37 gefährdete Umweltschützer und Menschenrechtsaktivisten ein GPS-Armband. Im Notfall müssen sie nur die Glieder auseinanderziehen, um Alarm auszulösen. Die schwedische Menschenrechtsorganisation Civil Rights Defenders organisiert sofort Hilfe im Umfeld der Aktivisten. „Das Armband hat mich von der Angst befreit“, sagt die Kenianerin Phyllis Omido. Sie kämpft in Mombasa gegen die Bleiverseuchung ihres Stadtviertels und ist schon mehrmals bedroht worden.
nataliaproject.org

Geht doch!

Styropor „To Go“

USA Mehr als 70 Städte verbieten aufgeschäumtes Plastik. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio nimmt den Kampf mit dem Müll auf.

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Ab Juli verbannt er Einwegbecher, -teller und andere Behältnisse aus Styropor. Auch Verpackungsfüllmaterial aus Schaumstoff darf dann nicht mehr verwendet werden. Laut Abfallbehörde hat sich eine Wiederverwertung ökologisch und ökonomisch als nicht sinnvoll erwiesen. Jedes Jahr hat die Müllabfuhr in der Metropole fast 30.000 Tonnen Abfall aus aufgeschäumtem Polystyrol eingesammelt, der Großteil stammt aus der Gastronomie. „Diese Produkte verursachen reale Umweltschäden“, sagt de Blasio. Sein Appell fruchtet auch bei Behörden: Ab Sommer sollen Styroporbehälter aus Schulkantinen verschwinden. Warum das Essen künftig auf kompostierbaren statt auf Keramiktellern serviert wird, lässt sich allerdings nicht nachvollziehen. Schon mehr als 70 US-Städte, darunter Washington, San Francisco, Oakland und Seattle, haben sich vom Einwegplastik losgesagt. In Deutschland dagegen wird der biologisch nicht abbaubare Schaumstoff weiterhin großflächig eingesetzt: nicht nur für Fastfood-Verpackungen, sondern auch für die Wärmedämmung von Gebäuden.
Illustration: Christoph Niemann

Außerdem Interessant

Grenoble: Bäume statt Werbung
Die französische Alpenstadt will die erste werbefreie Stadt Europas werden: Der grüne Bürgermeister Éric Piolle hat alle Reklameverträge gekündigt. Wo bisher freie Sicht auf riesige Plakate herrschen musste, will er Bäume pflanzen lassen. Den Verzicht auf die optische Umweltverschmutzung lässt sich die Stadt jährlich 150.000 Euro kosten – so viel hat Grenoble bisher durch vermietete Werbeflächen pro Jahr eingenommen. Bislang verbietet nur eine Stadt Werbung im öffentlichen Raum: São Paulo in Brasilien, und das schon seit 2010.

Frankreich: Zu schnell kaputt
Mit bis zu zwei Jahren Haft und 300.000 Euro Geldstrafe will Frankreich eingebaute Fehler, die zum vorzeitigen Verschleiß von langlebigen Verbrauchsgütern führen, als Betrug ahnden. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben ist auf dem Weg. Niedersachsen will solche Art der Verbrauchertäuschung auch nicht hinnehmen. Landesverbraucherschutzminister Christian Meyer erwägt eine Verlängerung der Garantie bei bestimmten Produkten.

Hamburg: Steckdose für Cruiser
Die Bewohner des Elbufers können ein wenig aufatmen: Im Hafen liegende Kreuzfahrtschiffe werden ab diesem Sommer mit erneuerbarem Landstrom versorgt und können die luftverpestenden Dieselmotoren abstellen. Umweltschützern reicht das nicht. Sie fordern, dass in Zukunft auch Containerschiffe zum Anschluss an den sauberen Landstrom verpflichtet werden.
 

Geht doch!

Fit für Krisen

Weltweit wollen „Transition Town“-Initiativen einen Kultur- und Energiewandel bewirken. Inzwischen gibt es mehr als 4000 in etwa 50 Ländern.

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England: Es begann in der britischen Stadt Totens
Genug geredet, jetzt wird gehandelt! Nach diesem Motto agieren inzwischen mehr als 4000 „Transition Town“-Initiativen in etwa 50 Ländern. Sie alle wollen in ihren Städten den „Übergang“ (Transition) zu einem nachhaltigen Lebensstil einleiten. Gemeinsam bauen sie Solaranlagen auf Hausdächer, führen Regio-Währungen ein, teilen Maschinen, Werkzeug und Besitztümer, reparieren Elektrogeräte, gärtnern auf öffentlichen Plätzen oder gründen Gemeinwohlunternehmen. Dass sich die Erde erwärmt, das Öl zur Neige geht und der Ressourcenverbrauch unsere Lebensgrundlagen zerstört, war längst bekannt, als der britische Umweltaktivist Rob Hopkins im Jahr 2006 in seiner Heimatstadt Totens die erste „Transition Town“-Initiative startete. Ein Weiter-so-wie-bisher kam für ihn und die wachsende Übergangsbewegung nicht in Frage. Gerd Wessling, Netzwerksprecher für die rund 120 Initiativen im deutschsprachigen Raum, begreift das Ganze als langfristiges Experiment. Ihm ist klar, dass Lastenfahrräder und Blumenkübel allein die Welt nicht retten können. Die Summe aller Aktivitäten könnte aber einen Wandel bewirken, hofft er. Wessling fühlt sich bestärkt durch das kontinuierliche Anwachsen der Bewegung. Es zeige, dass die Idee viele anstecke und jeder Einzelne in seinem Umfeld sehr wohl etwas ändern könne.
transition-initiativen.de
Illustration: Christoph Niemann

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Bodensee: Wild und bunt
Auf rund 65 Hektar blühen in den Landkreisen Schwarzwald-Baar und Konstanz Malven, Steinklee und zwei Dutzend weitere Wildpflanzen. Die bunte Vielfalt erfreut Imker, Jäger, Touristen – und Bauern. Denn sie gewinnen aus der Ernte Biogas. Allerdings liegt der Ertrag dieser Biomasse etwa ein Drittel unter dem von Mais, berichtet die Bodensee-Stiftung. Sie fördert den Wildpflanzenanbau und will so die Monokulturen der Energiepflanzen eindämmen. Dafür müssen weniger Pestizide gespritzt werden.
bioenergie-region-bodensee.de

Steiermark: Laubbläser verboten
Sie stinken, lärmen und verpesten die Luft – deshalb ist der Einsatz von Laubbläsern seit dem 1. Oktober im österreichischen Bundesland Steiermark verboten. Verstöße sollen mit Geldstrafen bis zu 7250 Euro geahndet werden. Ausschlaggebend war eine Studie der Universität Graz: Laubbläser wirbelten am Boden abgelagerte Ruß- und Staubpartikel auf, stellten die Forscher fest. Im Vergleich zur Besenreinigung gelange so zehnmal mehr Feinstaub in die Luft.

Südtirol: Pestizidfreie Gemeinden
Die Gemeinde Malosco in der italienischen Provinz Trentino ist Vorreiter im Kampf gegen Pestizide: Trotz heftigen Widerstands der Bauernlobby hat der Bürgermeister den Einsatz vieler Agrargifte verboten. Er will die Gesundheit seiner Bürger schützen. Auf diesen Präzedenzfall beruft sich die Kommune Mals im benachbarten Vinschgau. Anfang September hat das Dorf abgestimmt: 76 Prozent votierten für ein Verbot aller giftigen, gesundheits- und umweltschädlichen Pestizide auf dem Gemeindegebiet.

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Di, 2015-04-21 07:44
Stuttgart (dpa) 

Bosch schließt Zellfertigung für E-Auto-Batterien in Europa nicht aus

Stuttgart (dpa) - Eine Fertigung von Batteriezellen für E-Autos ist für den Zulieferer Bosch noch nicht vom Tisch. «Es wird eine Zellproduktion in Europa geben, wenn die Nachfrage groß genug ist», sagt auch Boschs Leiter E-Mobilität und Batterietechnologie, Joachim Fetzer, im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. «Offen ist, wer diese aufbaut und betreibt.» Aktuell sehe man auch bei Bosch keinen Anreiz, in eine Zellfertigung zu investieren, so Fetzer. Das könne sich aber ändern: «Die Frage ist: Wann ist der richtige Zeitpunkt für Investitionen in eine Zellproduktion.»

Batterien gelten als der Schlüssel zum Erfolg für E-Autos. Sie sind nicht nur wesentlich für den Preis verantwortlich, sondern bestimmen auch die Reichweite. Während der E-Auto-Pionier Tesla in Nevada zusammen mit dem japanischen Lithium-Ionen-Spezialisten Panasonic aufbaut, wird Daimler die bislang einzige Zellfertigung im Laufe des Jahres einstellen. Die deutschen Hersteller sehen derzeit mehr Wettbewerbsvorteile in der Batterietechnologie, die auf den Zellen aufbaut. Daimlers Entwicklungsvorstand Thomas Weber sprach zudem jüngst von «Überkapazitäten» bei den Zellen. Die Nationale Plattform Elektromobilität hat sich zum Ziel gesetzt, in diesem Jahr Möglichkeiten für eine integrierte Batterie- und Zellproduktion in Deutschland auszuloten.

Di, 2015-04-21 06:30
Essen (dpa)

Zur falschen Zeit am falschen Ort - RWE stolpert durch Energiewende

Die Energiewende erschüttert RWE in den Grundfesten. Viele Kritiker vermissen darauf eine überzeugende Antwort des Managements. Bei der Hauptversammlung dürfte es hoch hergehen.

Essen (dpa) - RWE würde so gerne «vorweggehen», wie es in der Werbung heißt. Doch die Realität sieht anders aus. Die Energiewende hat den Stromriesen in die wohl tiefste Krise seiner fast 120-jährigen Geschichte gestürzt. Die Aktionäre werden langsam ungeduldig. Bei der Hauptversammlung an diesem Donnerstag dürfte viel Kritik laut werden. Denn vor allem die kommunalen Aktionäre brauchen die Dividendeneinnahmen dringend für ihre Haushalte. Kritiker vermissen eine überzeugende Strategie des Managements, um das Ruder endlich herum zu reißen.

Vorstandschef Peter Terium wird wohl erneut um Geduld bitten müssen. Schon bei der Vorlage der Jahresbilanz hatte er mehrfach betont, «Schritt für Schritt» vorgehen zu wollen. Das macht die Konkurrenz anders: Eon hat eine radikale Aufspaltung zwischen konventioneller Stromerzeugung und Erneuerbarer Energie angekündigt und damit viel Beifall gefunden. Das setzt RWE und seinen Chef unter erheblichem Druck - auch wenn Terium Anfang März mit der vorzeitigen Vertragsverlängerung bis 2021 vom Aufsichtsrat einen starken Vertrauensbeweis bekommen hat.

Bislang bemühen sich die Essener, das alte Geschäftsmodell der Stromversorger zu verteidigen und weiterhin von der Erzeugung bis zum Vertrieb alles aus einer Hand anzubieten. Statt eines radikalen Strategiewechsels à la Eon versucht RWE, gegen die Krise anzusparen. Doch es gelingt dem Management nicht, die Kosten so schnell zu drücken wie die Gewinne wegbrechen. Vor allem die sinkenden Preise für Strom im Großhandel machen dem Unternehmen zunehmend zu schaffen.

«Irgendwie schafft es der Konzern immer, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein», stellen die Analysten der französischen Großbank Société Générale in ihrer jüngsten Studie zum Energiemarkt fest. Das Aus beim Atomstrom, der Boom bei den Erneuerbaren, an dem RWE bisher vergleichsweise wenig beteiligt ist, und zuletzt auch noch die von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) geplante Einführung einer Klimaschutzabgabe für Kohlekraftwerke - RWE hat mit vielen Problemen zu kämpfen.

Bei der Bilanz-Vorlage im März versuchte sich der Vorstand in Zweckoptimismus. Auch wenn das «Tal der Tränen» noch nicht durchschritten sei, habe der Konzern Mut gefasst, sagte Vorstandschef Terium. «Wir blicken nach vorn - voller Zuversicht.» Die grimmigen Mienen des gesamten Vorstandes bei der Rede wollten dies aber so gar nicht untermauern.

Das Management kann oft nicht, wie es will. Viele verschiedene Interessen bremsen den Konzern. Seit langem ein Politikum bei RWE ist der große Einfluss von Städten und Kreisen überwiegend aus Nordrhein-Westfalen. Sie halten knapp ein Viertel der Aktien und mit vier von zehn überproportional viele Aufsichtsratsposten.

Bei möglichen Sparprogrammen muss der RWE-Vorstand deshalb in besonderem Maß auf Standortinteressen achten. Hinzu kommen mit Verdi und der IG BCE zwei konkurrierende Gewerkschaften im Kampf um Besitzstände aus goldenen Zeiten.

Die klammen Kommunen pochen auf ihre Dividenden. Schon die Halbierung der Auszahlung im vergangenen Jahr hatte ihnen schwer zu schaffen gemacht. In diesem Jahr soll die Dividende zumindest stabil bei einem Euro pro Aktie bleiben, auch wenn RWE sich das angesichts der bescheidenen Zukunftsaussichten und hoher Schulden kaum leisten kann.

Auch eine mögliche Kapitalerhöhung ist schwer durchzusetzen. Denn die Kommunen würden in einem solchen Fall an Einfluss verlieren, da sie selbst kaum frisches Geld in den Konzern geben könnten. Zuletzt hatten etwa bereits Gerüchte über einen Einstieg von Scheichs aus Abu Dhabi für Grummeln bei den kommunalen Anteilseignern gesorgt.

Dem Vernehmen nach möchte Aufsichtsratschef Manfred Schneider den Einfluss der Kommunen künftig begrenzen und ihnen einen Platz im Kontrollgremium wegnehmen. Doch die wehren sich. In einem Positionspapier listen sie ihr Wirken für den Konzern auf. So böten sie Schutz vor Übernahmen, Unterstützung in politischen Diskussionen und den Zugang zu den für die Energiewende wichtigen Verteilnetzen in den Regionen.
 

Di, 2015-04-21 06:01
Mannheim (dpa)

Kartelle

Mannheim (dpa) - Kartelle sind Vereinbarungen zwischen Unternehmen, die zum Beispiel mit Absprachen über Preise, Gebiete oder Absatzmengen den Wettbewerb ausschalten, einschränken oder verfälschen. Rechtlich und wirtschaftlich bleiben die Firmen weitgehend selbstständig. Kartelle, die den Wettbewerb spürbar beschränken, sind illegal.

Die Preise in einem Kartell liegen meist höher als im Fall des freien Wettbewerbs. Für die Verbraucher sind sie daher in der Regal negativ. Es gibt auch legale Kartelle - sie unterliegen der Einkommens- oder Körperschaftsteuer sowie der Gewerbesteuer.

Di, 2015-04-21 06:00
Mannheim (dpa)

Zuckerhersteller in Bedrängnis: Kartell stößt Kunden bitter auf

Erst kam das Bußgeld vom Bundeskartellamt, jetzt gehen erste Klagen ein: Illegale Absprachen zwischen Zuckerherstellern rufen deren Kunden auf den Plan. Ein großes Verfahren steht im Frühsommer an. Weitere könnten folgen.

Mannheim (dpa) - Es ist keine leichte Zeit für die großen Zuckerhersteller: Der niedrige Preis des Rohstoffs belastet ihre Bilanz, die auslaufende Zuckermarktordnung lässt sie in eine ungewisse Zukunft blicken - und nun droht auch noch eine Klagewelle wegen überhöhter Preise. Am 3. Juli zieht zunächst Bonbonhersteller Vivil vor das Mannheimer Landgericht.

Er befürchtet, zu viel für Zucker gezahlt zu haben und verlangt von Europas größtem Zuckerhersteller Südzucker 1,3 Millionen Euro Schadenersatz. Es könnte zu noch mehr Prozessen kommen. Allein Südzucker hat nach Angaben eines Sprechers drei Klagen in dieser Sache auf dem Tisch, Details will er nicht nennen. Nordzucker sowie Pfeifer & Langen (Diamant-Zucker) wollen sich nicht dazu äußern, ob auch sie mit Klagen konfrontiert sind.

Andere Unternehmen prüfen ebenfalls Klagen, etwa der Aachener Süßwarenhersteller Lambertz. «Wir haben Akteneinsicht beim Kartellamt beantragt und werden demnächst unsere Entscheidung treffen», erklärt ein Unternehmenssprecher.

Der Hintergrund: Im Jahr 2009 waren Wettbewerbswächter eher zufällig auf die Spur eines Kartells in der Branche gestoßen, als sie ein Fusionsvorhaben prüften. Aus Sicht des Bundeskartellamts haben sich Südzucker, Nordzucker und Pfeifer & Langen über Jahre hinweg über Verkaufsgebiete, Quoten und Preise abgesprochen. Die Behörde brummte Südzucker mit 195,5 Millionen Euro die höchste Einzelstrafe auf.

«Das interessiert natürlich die Firmen und Abnehmer der betroffenen Zuckerhersteller, da sie nunmehr geltend machen, einen Schaden aufgrund überhöhter Preise erlitten zu haben», sagt der Hamburger Kartellrechtsexperte Bernd Fleischer von der Kanzlei Rose & Partner. Es dürfte aus seiner Sicht allerdings schwierig werden, den konkreten Schaden nachzuweisen und zu beziffern. Immerhin müssten die Unternehmen aber nicht mehr den Kartellverstoß an sich nachweisen. Theoretisch könnten Fleischer zufolge auch Konsumenten gegen die Zuckerhersteller klagen. Da sie in der Regel aber nicht massenhaft betroffen sind, seien diese Fälle eher unwahrscheinlich.

«Ausschließen tun wir gar nichts», sagt der Südzucker-Sprecher. «Für alle Rechtsrisiken, die wir sehen, bilden wir als gute Kaufleute Rücklagen.» Das Unternehmen fürchtet auch um sein Image. «Das ist ganz schlimm. Wir bekommen ja keine Ruhe ins Haus. Es ist natürlich ärgerlich, wenn Verbraucher uns mit solchen Dingen in Verbindung bringen.» Es habe kein Schuldeingeständnis von Südzucker gegeben. «Wir haben es mit einem Vergleich beendet, damit das Unternehmen keinen Schaden nimmt. Der Imageschaden ist natürlich trotzdem da.»

Analyst Wolfgang Vasterling von Nord/LB Company Research warnt allerdings davor, den Schaden für den Konzern zu hoch anzusetzen. «Für Südzucker ist viel wichtiger, dass der Zuckerpreis eingebrochen ist und dass sie zum dritten Mal in Folge einen Ertragseinbruch haben werden.» Aktionäre interessiere das Kartell wenig. Als die Vivil-Klage Ende März bekanntwurde, sackte die Südzucker-Aktie allerdings ab.

Die Aussicht auf mögliche Klagen kommt für die Zuckerhersteller zur Unzeit. Die Branche steht vor einer historischen Reform - und ist nervös: Sie wird sich von Herbst 2017 an dem Weltmarkt öffnen müssen. Mit dem Wegfall der Zuckermarktordnung steht ihr eine riesige Umstellung bevor. Diese hat den europäischen Markt bislang strikt über Produktionsquoten, Einfuhrzölle und Subventionen reguliert. Ohne vorgegebene Quoten fällt die Sicherheit weg, die bislang selbstverständlich war. Sicherheit - momentan ein Fremdwort für die Branche.
 

Di, 2015-04-21 05:30
Bonn (dpa)

Expertin besorgt: Illegaler Handel mit geschützten Tieren boomt

Schnitzereien aus Elfenbein, lebende Papageien oder Leguane. Der illegale Handel mit geschützten Tier- oder Pflanzenarten über das Internet boomt. Experten wollen effektiver gegensteuern.

Bonn (dpa) - Zehntausendfach werden geschützte Tier- und Pflanzenarten im Internet angeboten - ein Wachstumsmarkt, der Anlass zu großer Sorge auch in Deutschland gibt. Das sagte die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Professor Beate Jessel, vor Beginn eines Expertentreffens am Dienstag in Bonn der Deutschen Presse-Agentur. Neben dem BfN wollten der Internationale Tierschutz-Fonds (IFAW), die Umweltministerien von Bund und NRW sowie Betreiber von Internet-Plattformen über Strategien gegen den illegalen Online-Handel beraten.

Frage: Mit welcher Größenordnung haben wir es zu tun?

Antwort: Eine Studie des Internationalen Tierschutz-Fonds hat erschreckende Ergebnisse gebracht. Innerhalb von nur sechs Wochen wurden 9500 Verkaufsangebote in 16 Staaten aufgedeckt, die sich auf 33 000 Wildtiere und deren Bestandteile bezogen haben. Deutschland hatte einen erheblichen Anteil, mit 1660 Angeboten, die sich auf 5000 Wildtiere oder deren Produkte bezogen. Der Internethandel steigt auch bei uns, denn er ist weltweit, er ist anonym und er ist 24 Stunden geöffnet. Aber auch bei den Beschlagnahmungen kam es zu einer deutlich steigenden Tendenz.

Frage: Was wird illegal angeboten und gekauft?

Antwort: Spitzenreiter sind Elfenbein und die verschiedensten Produkte daraus, die ein Drittel des Angebots ausmachen. Elfenbein kommt nicht nur vom Elefanten, sondern es wird auch vom Walross, Zahnwalen oder Flusspferden illegal verarbeitet. Je ein Viertel machen exotische Vögel aus sowie Reptilien, Echsen, Leguane. Eine nicht unerhebliche Rolle spielen auch geschützte Pflanzen wie etwa bestimmte Orchideenarten. Große Sorge bereitet uns der Markt mit Medizinprodukten, etwa mit Diät- und Schlankheitsprodukten sowie Nahrungsergänzungsmitteln, die Bestandteile geschützter Pflanzen enthalten.

Frage: Ist dem Käufer immer klar, dass er illegal online bestellt?

Antwort: Man sollte grundsätzlich große Vorsicht und höchste Sensibilität an den Tag legen, wenn es um Angebote von lebenden Tieren oder um Elfenbein-Produkte geht. Einem Verkaufsangebot muss ein Legalitätsnachweis beigefügt sein. Wichtig wäre, dass die Provider nicht im Kleingedruckten verstecken, dass der Verkäufer die gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten hat. Das muss viel klarer für den Verbraucher herausgestellt werden.

Frage: Welche Verpflichtungen sehen Sie noch auf Betreiberseite?

Antwort: Sehr effektiv im Kampf gegen den illegalen Artenhandel wären Selbstverpflichtungen der Provider, dass sie dafür sorgen, dass solche Angebote gar nicht ins Netz gehen. Bekanntestes Beispiel ist eBay, das seine Angebote systematisch nach den Suchworten «Elfenbein» und «Ivory» screent. Seitdem ist das Angebot deutlich zurückgegangen. Wir würden uns wünschen, dass eine solche Selbstverpflichtung breite Praxis wird.

Frage: Mit welchen Strafen muss man rechnen?

Antwort: Es gibt beträchtliche Strafspannen. Es spielt eine Rolle, ob nur fahrlässig oder mit Vorsatz gehandelt wurde, ob die Tat gewerbsmäßig oder als Wiederholungstat begangen wurde. Es ist eine Geldstrafe möglich von bis zu 50 000 Euro und eine Gefängnisstrafe bis fünf Jahre.

ZUR PERSON: Prof. Beate Jessel (52) leitet das BfN seit Ende 2007.
 

Di, 2015-04-21 05:24
Hamburg (dpa)

Vier ehemalige Conergy-Vorstände vor Gericht

Bereits 2011 hatte die Staatsanwaltschaft vier Spitzenmanager des Hamburger Solarkonzerns Conergy wegen Marktmanipulation und Insiderhandel angeklagt. Nun wird den Ex-Konzernchefs der Prozess gemacht.

Hamburg (dpa) - Wegen Marktmanipulation, Bilanzfälschung und Insiderhandel stehen drei Ex-Vorstände und der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende des Solarunternehmens Conergy von Mittwoch (9.15 Uhr) an vor dem Hamburger Landgericht.

In der Bilanz für 2006 sollen die Konzern-Chefs unter anderem Umsätze mit Tochtergesellschaften falsch ausgewiesen und dadurch bewusst den Aktienkurs des Unternehmens falsch hochgetrieben haben. Im Zeitraum von Dezember 2006 bis April 2007 sollen die Manager dann im Wissen um die gefälschte Bilanz ihre selbst gehaltenen Unternehmensaktien für insgesamt rund 42 Millionen Euro brutto verkauft haben. Dadurch sollen die Ex-Konzernchefs laut Staatsanwaltschaft jeweils Gewinne in der Höhe von 108 000 Euro bis rund 16,5 Millionen Euro erzielt haben.

Die Staatsanwaltschaft hatte schon im Juli 2011 Anklage gegen die ehemaligen Konzern-Vorstände erhoben. Damals hatte der Ex-Vorstandschef Hans-Martin Rüter die Vorwürfe öffentlich als «schlichtweg falsch» zurückgewiesen. Der 49-jährige Unternehmensgründer war bis Ende 2007 Vorstandsvorsitzender des Conergy-Konzerns.

Durch die Vorwürfe war Conergy 2007 in eine schwere Krise geschlittert und stand kurz vor der Pleite. 2013 war das Unternehmen wegen Preisverfalls für Solarmodule und sinkenden Absatzzahlen in Probleme geraten und hatte Insolvenz angekündigt. US-Investor Kawa Capital hatte vor zwei Jahren wesentliche Teile von Conergy in dem Insolvenzverfahren übernommen. Im März 2015 kündigte der Energiekonzern RWE eine Beteiligung an.

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„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

Erschienen in Ausgabe 3.15

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
Mehr infos hier

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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 5.12

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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"Ich hab's nicht so mit Broteschmieren."

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“

Erschienen in Ausgabe 3.12

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

Erschienen in Ausgabe 2.12

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

Erschienen in Ausgabe 1.12

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Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

Erschienen in Ausgabe 6.11

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Immer noch - umweltschädlicher Becher Becher wird künftig vielleicht recycelt. ActiIrreführus - bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

Erschienen in Ausgabe 5.11

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Tödlich.  Hungerlöhne. Ausbeutung. Selbstmord. Das iPhone, auch in Weiß nicht unschuldiger. iSlave4

Erschienen in Ausgabe 4.11
 

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Die lohnt sich für Bahn- und Stromkonzernchefs.  Jetzt 3 Monate "ausgesetzt". Satte 25%. So groß ist der Atom-Anteil im Strommix der Bahn. Der Super-Spar-Strom stammt aus dem Risiko-AKW Neckarwestheim. Zwar hat Schwarz-Gelb Block 1 jetzt urplötzlich stillgelegt, aber Block 2 soll laut derzeit "ausgesetzter" Laufzeitverlängerung, die Bahnchef Rüdiger Grube lautstark gefordert hat, bis etwa 2037 am Netz bleiben. Obwohl auch dieser Reaktor total veraltet ist und in einem Erdbebengebiet steht. Die Bahn riskiert viel.

Erschienen in Ausgabe 3.11
 

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WENN ES DARUM GEHT, UNSERE MÜLLBERGE GUT AUSSEHEN ZU LASSEN, STIEHLT CHRISTOPHE GEORGE CLOONEY DIE SCHAU.  Christophe ist Projektleiter für Nachhaltige Entwicklung bei Nespresso. Er hilft uns, die miese Ökobilanz unserer Alukapseln zu beschönigen. „Aluminium ist zu 100 % und unendlich oft recycelbar und trägt so zum Schutz natürlicher Ressourcen bei“, schreiben wir in der Werbung. Dabei landen in Deutschland nur 70 % des Aluminiums im Gelben Sack. Und für die Folien der Kapseln verwenden wir sowieso Primär-Aluminium, dessen Herstellung extrem energieaufwendig ist. Weil in Nespresso-Maschinen nur Nespresso-Kapseln passen, sind unsere Kunden also genötigt, nachhaltig die Umwelt zu versauen. Und müssen dafür auch noch bis zu 35 Euro pro Pfund Kaffee zahlen.  Erpresso Die Leere des Portemonnaies

Erschienen in Ausgabe 2.11
 

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Schaurige Leistung. Wir schicken im Januar wieder unsere fiesen Touaregs zur Rallye Dakar. Denn wir fürchten weder Klimawandel noch Hirnverbranntheit, sondern nur, als Langweiler-Automarke zu gelten. Jaja, schon klar, ein Hersteller namens „Volkswagen Group“ sollte eigentlich bei der Entwicklung vernünftiger, sparsamer Autos Weltspitze sein, aber das wäre doch irgendwie zu naheliegend. Deshalb bauen wir lieber spritschluckende Audis, Bugattis, Lamborghinis, Phaetons und Touaregs und bieten unsere effizienten „Blue Motion“-VWs nur mit Aufpreis an. So landen wir zwar beim CO2-Ranking des europäischen Umweltverbands „Transport & Environment“ noch hinter BMW auf dem drittletzten Rang. Aber dafür belegen unsere „Race Touaregs“ regelmäßig die ersten Plätze bei der gefährlichsten Rallye der Welt (60 Tote seit 1978). Und das ist uns noch nicht mal peinlich. VW Das Böse.

Erschienen in Ausgabe 1.11

 

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Schneller Geld verschleudern! Stuttgart 21: bis zu 8,7 Mrd. € Ulm-Stuttgart: bis zu 10 Mrd. € Gesamtkosten: bis zu 18,7 Mrd. € Einen Sparpreis gibt's mal wieder nicht. Wer Bahn fährt, verliert Geld: einfach überteuerte Fahrkarten kaufen und Hirn abschalten. Und als Steuerzahler blechen sie sogar doppelt. So kann die Bahn ihren Größenwahn ausleben und Kostenexplosionen von Projekten wie Stuttgart 21 und der Neubaustrecke Stuttgart-Ulm finanzieren. Aber nur solange der Vorrat an willfährigen Politikern reicht.

 

www.kopfbahnhof-21.de  Der Widerstand macht mobil.

Erschienen in Ausgabe 6.10
 

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Wir fördern Gier und Pfusch. Statt Alternativen. Seit Jahren basteln wir fleißig an unserem grünen Image. Doch anstatt konsequent auf erneuerbare Energien zu setzen, plündern wir die letzten Ölreserven unseres Planeten – zum Beispiel im Golf von Mexiko. Ohne Skrupel. Ohne Rücksicht auf Verluste. Und ohne Plan B, falls was schiefgeht – wie jetzt. bp big problems

Erschienen in Ausgabe 4.10

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Ohne Garantie: Palmöl und Urwald in Harmonie Terror Activ. Unser neuer Reiniger glänzt mit einem zweifelhaften Siegel. Damit putzen wir alles weg. Sogar den Regenwald.

 

www.regenwald.org/rspo-siegel

Erschienen in Ausgabe 3.10

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