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kampagne / 02.Sep 2015

Müllflut stoppen: „Werde ein Becherheld!“

Wer sich seinen Coffee to go in einen mitgebrachten Mehrwegbecher füllen lässt, ist laut Deutscher Umwelthilfe ein „Becherheld“. Um die Müllflut durch den Unterwegs-Konsum zu stoppen, schlägt sie eine 20-Cent-Abgabe pro Becher vor.

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PRODUKT
der Woche
Do, 2015-09-03 03:45
Düsseldorf (dpa)

Landkreistag fordert Ausnahmen vom Mindestlohn für Asylbewerber

Düsseldorf (dpa) - Der Landkreistag schlägt vor, dass Firmen Asylbewerbern befristet weniger als den gesetzlichen Mindestlohn zahlen dürfen. Denkbar sei ein Zeitraum von drei Monaten, sagte Hauptgeschäftsführer Hans-Günter Henneke der «Rheinischen Post» (Donnerstag). Viele Flüchtlinge hätten nur unzureichende Sprachkenntnisse. Hinzu komme, dass die konkrete Berufserfahrung oftmals erst noch erworben werden müsse. Die Aussetzung des Mindestlohns «würde einen guten Beitrag zur Integration leisten und helfen, dass Flüchtlinge umso schneller in Deutschland Fuß fassen», sagte Henneke. Um Missbrauch zu vermeiden, sollte die Ausnahme eng befristet sein.

Do, 2015-09-03 02:31
Berlin/London (dpa)

Berlin, London und das «Brünch» - Wie sich Frühstück ändert Von Caroline Bock und Teresa Dapp, dpa

Brötchen, Käse und Marmelade: Frühstücken geht auch anders. In den Großstädten stehen manche Schlange dafür. Das Berliner Frühstück wird sogar nach London exportiert.

Berlin/London (dpa) - Herr Lehmann, die Hauptfigur aus dem Kinofilm und dem gleichnamigen Roman, hasst sie: diese «geradezu unmenschliche Ansammlung von Frühstückern», die sich in seiner Berliner Kneipe tummelt. Er bestellt lieber morgens um elf Schweinebraten. Frühstücken bis in den Nachmittag war in Deutschland schon zu Zeiten von Herrn Lehmann anno 1989 in - und ist es heute noch. Besonders in Berlin, der Hauptstadt der Hipster und von Menschen mit «Projekten», die es nicht eilig haben, ins Büro zu kommen.

Was heute anders ist: In Großstädten hat sich ein richtiger Hype entwickelt, ähnlich wie bei den Burger-Imbissen. An manchen Cafés stehen die Leute Schlange. Aber nicht für Wurst und Käse, sondern für internationales Essen - French Toast, Eggs Benedikt, Pancakes oder die mexikanische Eierspezialität Huevos Rancheros. Gerne auf den Karten: Avocados in jeglicher Form, Bloody Mary und «Flat White», eine Art starker Cappuccino.

Das «House of Small Wonder» in Berlin-Mitte etwa ist ein Ableger eines Cafés aus Brooklyn und serviert Essen mit europäisch-japanischem Twist. Der Inhaber ist ein Israeli, der mit einer Japanerin verheiratet ist. Das ist typisch für Berlin im Jahr 2015: Die Stadt ist internationaler geworden. Die zugezogenen Ausländer, die «Expats», prägen Kunst, Nachtleben und auch die Gastroszene. Ihre Amtssprache: Englisch.

«Ich wollte nicht das verkaufen, was man in anderen Cafés bekommt», sagt Shaul Margulies (39) vom «House of Small Wonder». Er sagt, dass es ihm gar nicht so recht ist, wenn die Gäste die Wendeltreppe zum Café hoch anstehen und eine halbe Stunden warten müssen. Dann nämlich wachsen die Erwartungen, die Kommentare im Internet können genervt sein. Generell laufe das Café gut, sagt er. Und die deutsche Bürokratie mag der Gastronom tatsächlich. Die sei viel besser als in New York.

Ähnlich international ist «The California Breakfast Slam» («Ca.B.Slam») im In-Viertel von Neukölln. Dort gibt es amerikanisch-mexikanisch angehauchte Küche: Hausgemachte Biscuits oder Frühstücks-Burritos, das sind gefühlte Teigfladen. Und natürlich die amerikanischen Pfannkuchen (Pancakes). Auf seiner Homepage lockt das Café mit «Foodporn», Bildern von «Essensporno». Ein Insider-Tipp für Touristen in Berlin: Frühstücken in türkischen Cafés, mit frisch gebackenen Sesamkringeln, Rührei, Oliven, Schafskäse und Sucuk, der scharfen Wurst. Das ist um einiges billiger als die Bio-Gerichte in den angesagten Läden. Ein Gläschen Tee gibt es für 80 Cent.

Generell geht der Trend weg vom Büfett und hin zu individuellen Gerichten, hat Matze Hielscher (35) vom Stadtmagazin «Mit Vergnügen» beobachtet. «Das ist wirklich eine andere Welt. Es ist nicht mehr: Wir schmieren uns jetzt ein Brötchen.» Ein Laden wie das «House of Small Wonders» wäre vor zehn Jahren nicht denkbar gewesen. Hielscher kennt auch den großen Frühstücksmarkt in der Kreuzberger Markthalle IX, der Weizengras-Smoothies und vietnamesischen Porridge verkauft. «Das war mir aber zu voll.»

Die Stadt werde auf jeden Fall internationaler und beim Essen etwas gesetzter. «Die Berliner werden es nicht gerne hören: Es wird immer mehr ein bisschen München.» Was aber anders ist: In Berlin ist Sonntag ein Ausgehtag - nach dem Frühstück geht es in die Clubs. Hielscher sagt: «Das ist auf jeden Fall nicht wie in München.»

Auch der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) hat den Wandel der Frühstückskultur bemerkt. «Der Gast von heute weiß mehr, ist mobiler, internationaler, hat mehr Auswahlmöglichkeiten und achtet zudem mehr auf Qualität, Herkunft, aber auch auf den Preis», sagt Sprecherin Stefanie Heckel. Die Ansprüche seien gewachsen. Der Verband findet sogar: «Niemals zuvor konnte der Gast so gut, so vielfältig und abwechslungsreich frühstücken wie heute.»

In Deutschland ist die Zahl der Cafés zuletzt gestiegen und lag 2013 bei mehr als 11 000. Berlin galt früher als kulinarische Wüste. Das ist längst vorbei. Das Frühstück wird sogar exportiert: Eine Berlinerin will die Londoner zum deutschen Brunch bekehren. «Brünch» nennt Noemi Dulischewski (29) ihr Pop-up. «Ich wollte, dass es deutsch klingt.» In unregelmäßigen Abständen bucht sie Räume und tischt auf, was an der Themse als typisch deutsch gilt: Fritz Cola und Club Mate, Sauerteig-Brot, Pflaumenmus, Nutella, Vanillequark und Eier mit Remoulade. Dazu legt schon mal ein DJ auf, Alkohol gibt es auch - für die passende Clubatmosphäre beim Wochenendfrühstück.

In London kann das Frühstück den Ausflug ins Nachtleben ersetzen. Im «Breakfast Club» erreicht die Musik in den Filialen schon morgens um acht fast Clublautstärke. Es gibt zwar keinen Türsteher, aber eine Stunde Warten ist am Wochenende locker drin, auch mal mehr. Die Gäste, fast ausschließlich zwischen Anfang 20 und Ende 30, nehmen es gelassen. In London gehört Anstehen zum Abendessen dazu. Hier steht man eben vormittags. Ob sich das auch in Deutschland durchsetzen wird?

Do, 2015-09-03 01:30
(dpa)

Ein Arzt ohne Grenzen - Albert Schweitzer starb vor 50 Jahren Von Gerd Roth, dpa

Lambaréné ist sein Werk. Albert Schweitzers Urwaldhospital steht als Zeichen der Hilfe für andere. 50 Jahre nach seinem Tod ist seine «Ehrfurcht vor dem Leben» mit Blick auf Flüchtlinge topaktuell.

Lambaréné/Straßburg (dpa) - Er war wohl einer der ersten Ärzte ohne Grenzen. Der dreifach promovierte Albert Schweitzer ließ Philosophie und Theologie in Europa hinter sich, um als Mediziner in Afrika vor allem eines zu tun: Kranken und Bedürftigen zu helfen. 1913 gründete er ein Krankenhaus am Ogooué-Fluss in Französisch-Äquatorialafrika, aus dem später auch das heutige Gabun hervorging. Der Name Lambaréné steht noch immer als Synonym für gelebte Hilfe. In dem berühmten Urwaldhospital starb der 90-Jährige am 4. September 1965.

50 Jahre später bemühen sich gemeinnützige Organisationen weltweit, neben der Unterstützung für das Krankenhaus auch das geistige Erbe des Multitalents wachzuhalten. Die Schweitzersche «Lehre der Ehrfurcht vor dem Leben» ist gerade in Zeiten von Hass und Übergriffen auf Flüchtlinge topaktuell.

«Ethik ist ein Kompass, der uns hilft in einer Welt, in der alles drunter und drüber geht», sagt Miriam Böhnert, Leiterin des Deutschen Albert-Schweitzer-Zentrums in Frankfurt am Main. Allerdings fällt es heute nicht mehr so leicht wie noch zu seinen Lebzeiten, Schweitzer zu vermitteln. «Es ist schwierig, an junge Leute heranzukommen», berichtet Böhnert. Ein knalliges «Schweitzer-Video auf Youtube» ist nicht ihre Sache. Selbst in den rund 200 Albert-Schweitzer-Schulen in Deutschland seien «viele Lehrer schlicht überfordert». Auch finanzielle Unterstützung wird laut Böhnert zur Altersfrage: «Die meisten Spender sind 50 plus.»

Einhard Weber, Vorsitzender des Deutschen Hilfsvereins für das Albert-Schweitzer-Spital, kann noch prägende persönliche Erinnerungen abrufen. So trägt für ihn etwa das Jahr 1954 zwei Überschriften: «Fußballweltmeisterschaft für Deutschland und Friedensnobelpreis für Schweitzer.» Schweitzer hatte die Auszeichnung zwar zwei Jahre zuvor zugesprochen bekommen, nahm sie aber erst 1954 entgegen.

Dass große Ereignisse wie ein WM-Titel und die Leistung eines einzelnen Menschen ähnlich viel Aufmerksamkeit erfahren, kann Weber heute nicht mehr beobachten. «Dabei ist Schweitzers Ethik jenseits der Religion aktuell wie nie.» Weber zählt als Beispiele die Klimaentwicklung genauso auf wie Atomrüstung oder Umweltfragen. Der Philosoph, Theologe und Mediziner Schweitzer engagierte sich als Pazifist gegen die Atombewaffnung und für den Umweltschutz.

Noch als deutscher Staatsangehöriger wurde der Sohn eines Pfarrers am 14. Januar 1875 im elsässischen Kaysersberg geboren. Erst mit dem Vertrag von Versailles wurde Schweitzer 1920 zum Franzosen. Für Vereinschef Weber war er aber vor allem polyglott.

Nach dem Studium von Theologie und Philosophie entschied sich Schweitzer für eine Ausbildung zum Mediziner, um Menschen direkt helfen zu können. Mit Ehefrau Helene reiste er 1913 nach Afrika, um sein später so berühmtes Urwaldkrankenhaus zu gründen.

Die Nachricht vom weißen Doktor und Missionsarzt verbreitete sich schnell im zentralafrikanischen Land. Der Mediziner erarbeitet sich den Ruf eines Nganga, eines Heilers, der mit überirdischen Kräften selbst noch aus der Ferne Gutes bewirken kann.

Die Finanzierung von Lambaréné war schon damals nicht gesichert. Der Arzt sammelte in Europa mit Vortrags- und Konzertreisen Geld für sein Projekt. Schweitzer war ein versierter Organist, der für seine Interpretationen von Johann Sebastian Bach bekannt war. Über den Komponisten hatte er schon 1908 eine Monografie verfasst.

Auch heute ist das Krankenhaus in Trägerschaft einer internationalen Stiftung in finanziellen Nöten. Im vergangenen Jahr wurden rund 27 000 Menschen dort behandelt, etwa 250 Mitarbeiter stehen dafür bereit. Doch während von Stiftungen aus Deutschland und der Schweiz laut Vereinschef Weber jährlich zusammen etwa 650 000 Spendeneuro fließen, will die Regierung in Gabun ihre Zuschüsse drastisch kürzen. Im laufenden Haushalt fehlen bereits rund 500 000 Euro.

Geht doch!

Hoffnung für Hähnchen

Biobrütereien in der Alpenrepublik beenden ab 2017 das massenhafte Kükentöten
 

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Da männliche Küken später keine Eier legen, werden sie direkt nach dem Schlupf getötet. Damit wollen österreichische Biobrütereien spätestens ab 2017 Schluss machen: Im Nachbarland einigten sie sich mit dem Biodachverband und dem Lebensmitteleinzelhandel darauf, in Zukunft Bioeier nur noch dann als „bio“ zu kennzeichnen, wenn Henne und Hahn aufgezogen werden. Gelingen soll das mit einer robusten Legerasse, deren Brudertiere bei der Mast Fleisch ansetzen, wenn auch langsamer und weniger als sonst üblich. Die Branche rechnet mit Mehrkosten von zwei bis drei Cent pro Ei. Die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ hat die landesweite Lösung mit auf den Weg gebracht und hofft nun, dass diese wegweisend für ganz Europa sein wird. In Deutschland gibt es bislang nur kleine Projekte wie etwa die „Bruderhahn-Initiative“ oder „Ei-Care“. Doch auch hierzulande bewegt sich etwas: Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) will das Kükensterben mithilfe der Geschlechtsbestimmung im Ei beenden. Noch ist diese Technik nicht marktreif – und laut Deutschem Tierschutzbund auch nicht ausreichend: „Wir müssen das System ändern, dafür brauchen wir andere Zuchtlinien und andere Haltungssysteme.“
 

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New York: Essen als Chance
Frisch aus dem Knast entlassenen Jugendlichen gibt das Sozialprojekt „Drive Change“ in New York City eine Perspektive: Im Team des mobilen „Snowday Food Truck“ schnippeln sie Gemüse, braten Hühnchen und bieten verschiedene Mittagessen an. Die jungen Menschen verdienen ihr eigenes Geld – für manche ist es der erste legale Job. Vor allem soll ihnen die Arbeit bei der Integration helfen, denn bisher werden zwei von drei jugendlichen Straftätern innerhalb von drei Jahren rückfällig.
snowdayfoodtruck.com

Italien: Soli-Kaffee
Von Neapel aus geht eine solidarische Idee um die Welt: Gäste können einen Kaffee bestellen – und zwei zahlen. Den Gratiskaffee bekommt irgendwann ein Obdachloser, der sich ein Heißgetränk nicht leisten kann. In Neapel wird diese Tradition schon seit mehr als hundert Jahren in der Weihnachtszeit gepflegt. Inzwischen gibt es die Geste der Nächstenliebe in fast 20 Ländern. Auch in Deutschland besteht in einigen Lokalen die Möglichkeit, einen Kaffee zu spenden.
coffeesharing.com

San Francisco: Warnung vor Limo
Werbeanzeigen für Softdrinks müssen laut Beschluss des Stadtrats von San Fransisco künftig mit Warnhinweisen versehen werden. So soll der Verbraucher erfahren, dass der zugesetzte Zucker Fettleibigkeit, Diabetes und Karies verursachen kann. Ein solches Warnlabel könnte es auch landesweit geben, die Demokraten haben einen entsprechenden Gesetzentwurf für den US-Staat Kalifornien eingereicht. Schon im vergangenen Jahr hatte Berkeley dem hohen Zuckerkonsum den Kampf angesagt. Als erste US-Stadt besteuerte die Nachbarin San Franciscos im November 2014 zuckerhaltige Getränke.
 

Geht doch!

Drohnen als Förster

Unbemannte Flugkörper sollen pro Jahr weltweit eine Milliarde Bäume pflanzen

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Jährlich werden auf der Erde rund 26 Milliarden Bäume gefällt. Der ehemalige Nasa-Ingenieur Lauren Fletcher nimmt den Kampf gegen die globale Entwaldung auf. Um den Schwund wettzumachen, entwickelte seine in Oxford ansässige, gemeinnützige Firma Bio Carbon Engineering eine innovative Drohne. Diese scannt auch unzugängliche Gegenden, kartografiert baumlose Regionen und bestimmt die Bodenart. Zusammen mit Ökologen entscheidet das Unternehmen, welche Bäume wo gepflanzt werden. Dann wird der Flugkörper ein zweites Mal losgeschickt. Per Druckluft schießt er kleine Saatgut-Kapseln in den Boden. Die Kapseln sind biologisch abbaubar und schützen das keimende Saatgut in der ersten Zeit. „Der industriellen Waldvernichtung können wir nur mit industrieller Aufforstung begegnen“, ist Fletcher überzeugt. Das Projekt befindet sich in der Entwicklungsphase, erste Tests sind im Laufe des Jahres geplant. Obwohl dem britischen Start-up noch Investoren fehlen, hofft Fletcher, dass die Firma schon bald Regierungen für Aufforstungsprojekte begeistern und jedes Jahr eine Milliarde Bäume pflanzen kann.
biocarbonengineering.com

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Frankreich: Wegwerfverbot für Essbares
Mit einem Ende Mai verabschiedeten Gesetz will die französische Nationalversammlung die Verschwendung von Lebensmitteln eindämmen: Große Supermärkte werden verpflichtet, überschüssige Produkte künftig an gemeinnützige Einrichtungen zu spenden. Für Menschen ungeeignete Reste können laut Beschluss des Parlaments auch kompostiert oder als Tierfutter verwendet werden. Dabei wandern in Frankreich pro Person und Jahr „nur“
bis zu 30 Kilogramm ungenutzt in den Müll. Hierzulande fallen pro Kopf und Jahr rund 82 Kilo Essensabfälle an.
 

Münster: Pestizidfreie Kommune
Seit 1989 dürfen in Münster auf kommunalen Flächen der westfälischen Stadt keine Pestizide mehr eingesetzt werden. Sprießendes Unkraut wird mit Heißluftwalzen oder Wildkrautbürsten entfernt. Diese Verfahren sind zwar aufwendiger und teurer, aber giftfrei. Dank einer Beratung durch den BUND verzichten inzwischen etliche Kommunen auf Pestizide. Dem Vorreiter Münster folgten zum Beispiel Saarbrücken, Tübingen und Bielefeld.
bund.net/pestizidfrei

Berlin: „Berliner Pflanze“
Heimischen Dünger stellen die Berliner Wasserwerke her, indem sie Phosphat aus Klärschlamm zurückgewinnen. Der Wasserversorger verkauft das recycelte Düngemittel unter dem Namen „Berliner Pflanze“ an Landwirte. Das Verfahren haben sich die Ingenieure patentieren lassen. Es dürfte weltweit auf Nachfrage stoßen, denn die globalen Phosphatvorräte gehen zur Neige.
bwb.de/berlinerpflanze
 

Geht doch!

Landgang für Bohrinseln

Nordsee 20 Jahre nach Brent Spar: Ein Riesenkatamaran wrackt ausgediente Plattformen ab, um sie an Land zu entsorgen

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Rund 600 alte Stahlkolosse stehen in der Nordsee. Seit Anfang der 70er-Jahre haben sie Gas und Öl aus dem Meeresboden gepumpt. Nun versiegen die Vorkommen, und die Bohrinseln müssen entsorgt werden. Im Mai 1995 hatte Greenpeace die Shell-Plattform Brent Spar besetzt, in der Folge boykottierten Autofahrer europaweit Shell-Tankstellen. Der Konzern lenkte schließlich ein und ließ die Brent Spar an Land schleppen. Seit 1998 verbietet das internationale Übereinkommen zum Schutz des Nordostatlantiks, die sogenannte Ospar-Konvention, grundsätzlich die Versenkung von Plattformen. Um die Anlagen abzuschleppen, hat die Schweizer Unternehmensgruppe Allseas nun für 1,3 Milliarden Euro eigens einen Riesenkatamaran gebaut. In diesen Tagen soll das größte Arbeitsschiff der Welt zu seinem ersten Einsatz in See stechen. Mit Spezialkränen kann die 124 Meter breite „Pioneering Spirit“ bis zu 48.000 Tonnen heben, das entspricht mehr als 80 voll beladenen Airbus 380. „Abtransport und Entsorgung werden die Industrie Milliarden kosten“, sagt David Booth von der Universität Sydney. Bis 2025 werden weltweit 6500 Öl- und Gasplattformen überflüssig sein – ein Geschäft mit Zukunft.
Illustration: Christoph Niemann

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Dänemark
Während hierzulande neue Kohlekraftwerke wie in Hamburg-Moorburg ans Netz gehen, will Dänemark schon 2025 kohlefrei sein – fünf Jahre schneller als
geplant. Energieminister Rasmus Helveg Petersen lässt derzeit prüfen, ob die Regierung die Nutzung von Kohle als Brennstoff verbieten kann. Bislang deckt sie ein Fünftel des dänischen Strombedarfs. Der Anteil der Windenergie soll weiter steigen: bis 2020 von 30 auf 50 Prozent.

Mexiko-Stadt
Wer auf Bus oder Bahn wartet, soll Fitnessübungen machen. Mit dieser Kampagne will die Verwaltung der mexikanischen Hauptstadt das Übergewicht in der Bevölkerung bekämpfen. An Haltestellen wurden Gesundheitsposten eingerichtet, die als Belohnung für zehn Kniebeugen ein Gratisticket ausgeben. Die vor gut einem Jahr eingeführte Fast-Food-Steuer konnte die Adipositas-Epidemie nicht eindämmen. Rund 70 Prozent der Mexikaner sind übergewichtig oder gar fettleibig.

Schweden
Weltweit tragen 37 gefährdete Umweltschützer und Menschenrechtsaktivisten ein GPS-Armband. Im Notfall müssen sie nur die Glieder auseinanderziehen, um Alarm auszulösen. Die schwedische Menschenrechtsorganisation Civil Rights Defenders organisiert sofort Hilfe im Umfeld der Aktivisten. „Das Armband hat mich von der Angst befreit“, sagt die Kenianerin Phyllis Omido. Sie kämpft in Mombasa gegen die Bleiverseuchung ihres Stadtviertels und ist schon mehrmals bedroht worden.
nataliaproject.org

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Mi, 2015-09-02 23:46
Leipzig (dpa)

Ost-Regierungschefs wollen Flüchtlingsunterbringung verbessern

Leipzig (dpa) - Vor dem nahenden Winter wollen Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen die vielen Tausend Flüchtlinge besser unterbringen und bürokratische Hürden beseitigen. Die Regierungschefs der drei Länder kündigten am Mittwochabend in einer Sondersendung des MDR zudem an, Neonazis und Rassisten weiter klar entgegenzutreten. Alle drei lobten zudem das Engagement der vielen Ehrenamtlichen.

«Wir stehen vor einer Herausforderung, die ungeahnt ist», sagte Sachsens Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU) angesichts der sich abzeichnenden Flüchtlingszahlen in diesem Jahr. In Heidenau bei Dresden, wo es Krawalle vor einer Asylunterkunft gab, habe er teils «tiefen Hass gegen alles Fremde» verspürt. Dies sei aber nicht die Mehrheit. «Heidenau ist anders», sagte Tillich. Man dürfe vor gewalttätigem Protest nicht weichen. Daher sei es auch richtig, die rechtsextreme NPD zu verbieten.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sagte dazu, damit werde zumindest verhindert, dass die NPD Steuergelder erhalte. Von Anschlägen wie in Tröglitz lasse man sich nicht beeindrucken.

Die Unterbringung der Flüchtlinge in Zelten oder Turnhallen zeige eine Überforderung, sagte Thüringens Regierungschef Bodo Ramelow (Linke). «Deswegen müssen wir die Kapazitäten dringend erweitern.»

Mi, 2015-09-02 21:06
Sanaa (dpa)

Viele Tote bei Doppelanschlag auf Moschee im Jemen

Sanaa (dpa) - Bei einem Doppelanschlag auf eine Moschee im Jemen sind nach Angaben der Nachrichtenagentur Saba mindestens 28 Menschen getötet worden. Wie das von den Huthi-Rebellen kontrollierte und ehemals staatliche Medium berichtete, wurden 75 weitere verletzt.

Ein Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde sagte der Deutschen Presse-Agentur, zwei Selbstmordattentäter hätten sich am Mittwoch in der Hauptstadt Sanaa zum Zeitpunkt des Abendgebets in die Luft gesprengt, ein Täter mit einem Bombengürtel im Gotteshaus und einer in einem mit Sprengstoff beladenen Fahrzeug außerhalb des Gebäudes. Letzterer habe seinen Wagen zur Detonation gebracht, als die Rettungskräfte eintrafen, meldete Saba. 

Über den Kurznachrichtendienst Twitter verbreiteten Dschihadisten ein mutmaßliches Bekennerschreiben der Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Sanaa wird seit Monaten von schiitischen Huthi-Rebellen kontrolliert. In dem Bürgerkriegsland sind aber auch die sunnitisch-extremistischen Terrorgruppen Al-Kaida und der IS aktiv, die wegen des Machtvakuums immer stärker werden.

Mi, 2015-09-02 21:50
York (dpa) 

UN-Sicherheitsrat berät über Flüchtlingskrise

New York (dpa) - Die Flüchtlingskrise in Europa, Afrika und dem Nahen Osten wird auch Thema im UN-Sicherheitsrat. Das mächtigste UN-Gremium werde das Problem in diesem Monat auf die Tagesordnung setzen, sagte Moskaus UN-Botschafter Witali Tschurkin am Mittwoch in New York. Russland führt den Rat in diesem Monat, der durch das Treffen der Staats- und Regierungschefs zur Vollversammlung Ende September geprägt ist.

Dem Sicherheitsrat liegt nach wie vor ein Resolutionsentwurf vor, der eine Ausweitung der Kontrollen im Mittelmeer vorsieht. Die internationalen Schiffsverbände könnten dann nicht nur in internationalen Gewässern, sondern auch direkt vor der Küste Libyens nach Schleppern suchen, die Flüchtlinge in oft nicht seetüchtigen Booten auf die lebensgefährliche Fahrt schicken.

Mi, 2015-09-02 20:22
Sanaa (dpa)

Mindestens 20 Tote bei Doppelanschlag auf Moschee im Jemen

Sanaa (dpa) - Bei einem Doppelanschlag auf eine Moschee im Jemen sind nach Angaben aus Gesundheitsbehörden mindestens 20 Menschen getötet worden. Demnach sprengten sich zwei Selbstmordattentäter am Mittwoch in der Hauptstadt Sanaa zum Zeitpunkt des Abendgebets in die Luft, ein Täter mit einem Bombengürtel im Gotteshaus und einer in einem mit Sprengstoff beladenen Fahrzeug außerhalb des Gebäudes. Dutzende Menschen seien verletzt worden, hieß es - einige davon so schwer, dass die Zahl der Toten vermutlich weiter steigen werde.

Über den Kurznachrichtendienst Twitter verbreiteten Dschihadisten ein mutmaßliches Bekennerschreiben der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Sanaa wird seit Monaten von schiitischen Huthi-Rebellen kontrolliert. In dem Bürgerkriegsland sind aber auch die sunnitisch-extremistischen Terrorgruppen Al-Kaida und Islamischer Staat (IS) aktiv, die wegen des Machtvakuums immer stärker werden.

Mi, 2015-09-02 20:15
Hamburg (dpa)

Baukran drohte auf Wohnhäuser in Hamburg zu stürzen

Hamburg (dpa) - Ein instabiler 35 Meter hoher Baukran hat am Mittwoch in Hamburg Anwohner in Angst versetzt und die Feuerwehr in Atem gehalten. Mehrere Stunden lang sah es so aus, als könnte der Kran im Stadtteil Eilbek auf Wohnhäuser stürzen.

Grund war ein technischer Defekt. Eine Strebe in der Aufhängung des Kranauslegers war aus unbekannter Ursache gerissen. Dadurch wurde der Kran instabil, sagte ein Feuerwehrsprecher. Es habe die Gefahr bestanden, dass der 45 Meter lange Ausleger abbrechen könnte. Zur Sicherheit seien die umliegenden 20 Häuser am Mittag geräumt worden. Die Bewohner wurden im Großraumrettungswagen der Feuerwehr und in Bussen untergebracht.

Für den Abbau des Gitterkrans wurden neben einem Teleskopmastfahrzeug der Technik- und Umweltschutzwache auch zwei Autokräne eingesetzt. Die Demontage des Krans lief noch am Abend. Ein Feuerwehrsprecher ging aber davon aus, dass alle Bewohner noch am Abend die Erlaubnis erhalten würden, in ihre Wohnungen zurückzukehren.

Mi, 2015-09-02 20:01
Berlin (dpa)

Berlin, Paris und Rom für faire Verteilung von Flüchtlingen in der EU

Berlin (dpa) - Deutschland, Frankreich und Italien machen sich zusammen für Reformen in der europäischen Asylpolitik stark. In einem Papier für ein Treffen der EU-Außenminister am Wochenende in Luxemburg, das der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegt, drängen alle drei Länder auf schnellere Asylverfahren und eine «gerechtere Verteilung» von Flüchtlingen in Europa. Wörtlich heißt es darin: «Die EU-Mitgliedsländer sollten eine größere Solidarität zeigen.»

Das Fünf-Seiten-Papier wurde von Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sowie seinen Kollegen Laurent Fabius (Frankreich) und Paolo Gentilini (Italien) entwickelt. Darin heißt es weiter: «Europa muss Flüchtlinge, die Schutz brauchen, auf menschliche Art und Weise schützen - egal, in welchem EU-Land sie ankommen. Kein Flüchtlingsstrom kann ein Grund für die katastrophalen humanitären Bedingungen sein, die wir in den vergangenen Wochen gesehen haben. Deshalb brauchen wir abgestimmte Verfahren und Institutionen sowie gemeinsame Standards in Europa.»

Zugleich müsse es aber auch eine effizientere «Rückführungspolitik» für Flüchtlinge geben, die auf illegalem Weg nach Europa kommen. Dazu gehöre dringend auch eine Verständigung innerhalb der EU, welche Staaten als sichere Herkunftsländer eingestuft werden können. Das Dreier-Papier baut auf einem Zehn-Punkte-Plan auf, den Steinmeier mit Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) entworfen hatte.

Das italienische Außenministerium teilte dazu mit, die Minister verlangten gemeinsam eine «starke» Antwort auf die Flüchtlingskrise. Das Dokument wurde an die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini weitergeleitet, um es beim informellen EU-Außenministertreffen am Freitag in Luxemburg diskutieren zu lassen.

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À la Saison

Royale Reneklode

(Prunus domestica subsp. italica)
Sie ist die wenig bekannte Königin der Hauspflaumen – oder zumindest eine ziemliche Prinzessin auf der Erbse. Und sie hat ihren hässlichen Namen auf keinen Fall verdient. Warum, erfahren Sie hier

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Das Deutsche verdankt dem Französischen wohlklingende Worte wie Aubergine, Bonbon und Croûton. Auch Éclair und Filet sind Einwanderer, die nicht zur Überintegration gezwungen wurden, ganz anders als die Kuvertüre und die Reneklode. Ein Wort, das sich im Mund nicht wie Steinobst, sondern wie ein Stein anfühlt und nur entfernt an seine Herkunft erinnert. Können Sie das Original aus dem Ärmel schütteln, aus der Lamäng (la main), wie der Deutsche sagt? Reine-Claude, Königin Claudia, nennen unsere Nachbarn die rare Süße. Ränklod müssten wir schreiben, wenn wir – wie im Fall der Kuvertüre – wenigstens den Klang des Wortes nachahmen wollten. Aber das wäre noch hässlicher.

Claudia von Frankreich war eine Renaissance-Dame, die Franz dem Ersten zwischen 1515 und 1524 acht Kinder gebar, jung starb und wenn vielleicht nicht den König, so doch Renekloden über alles geliebt haben soll. Es ist nicht klar, ob die Früchte möglicherweise auch nach dem Obstkundler René Claude heißen könnten. Auf jeden Fall dürften sie zu Reine Claudes Zeit der Dernier Cri (letzte Schrei) gewesen sein. Kam das aus Armenien stammende Rosengewächs – anders als das Gros der Pflaumenarten – doch nicht schon in der Antike, sondern erst im Spätmittelalter nach Europa.

Zart (délicate) wie ihre Namenspatronin und damit im Wortsinn eine Delikatesse ist die Reneklode. In der weitverzweigten Pflaumenfamilie ist sie die Prinzessin auf der Erbse: Sie ist schwer zu finden, und man erkennt sie an ihrer empfindlichen Haut. Weil sie behandelt werden will wie ein rohes Ei und schnell verdirbt, drückt sich der Handel vor ihr. Liebhaber pflanzen sie am besten im eigenen Obstgarten oder finden sie mit Glück auf dem Wochenmarkt – und auch dort nur selten. Von allen Vertreterinnen ihres Klans hat sie die kürzeste Ernteperiode. Renekloden reifen nur im Juli und August.

Doch der Beschaffungsaufwand lohnt sich. Das aprikosengroße, runde Obst, das je nach Sorte grasgrün, gelblich grün oder rötlich violett leuchtet, ist nicht nur erfrischender und saftiger als Hauspflaumen, Mirabellen und Zwetschgen, es hat dank seines würzigen Spiels von Süße und Säure auch ein intensiveres Aroma als die bürgerliche Verwandtschaft. Frisch vom Baum schmecken die im süddeutschen Raum auch Reinklaue, Ringlo oder Renglotta genannten Früchte am besten. Ihr üppiges grünweißes Fruchtfleisch ist meist fest mit dem Kern verwachsen, sodass die Verarbeitung – außer im Rezept rechts – mühsam ist. Für unverdrossene Fruchtpuler eignen sich Konfitüre (confiture) und Mus hervorragend zum Transport eines Stückchens Sommer in die kalte Jahreszeit. Renekloden passen aber auch zu Deftigem wie Wild und dunklen Soßen. Und falls es danach ein Digestif (Verdauungsschnaps) sein darf: Reneklodenbrände sind rar, aber umwerfend.

Gesund ist Ihre Majestät sowieso. Sie enthält mehr Eisen als andere Arten und viel weniger Zucker als ihr Geschmack vermuten lässt. Außerdem ist sie reich an Kalium, Vitamin A und hilft gegen Vitamin-B-Mangelsymptome wie eingerissene Mundwinkel. Und eben diese sollten wir nicht hängen lassen. Es muss doch möglich sein, eine Frucht von solcher Qualität formschön ins Deutsche zu übertragen. Die Schweizer nennen sie Edel-, die Österreicher Zuckerpflaume. Die Norweger und Italiener übersetzen unfrei: Reine-Claude und regina claudia. Und wir? Finden im Duden doch noch die alternative Schreibweise Reineclaude. Es ist nicht die empfohlene, aber bitte greifen Sie zu! Und genießen Sie den Augenschmaus. Wir schreiben doch hier auch nicht Allasäsong drüber.

Frisch vom Baum gibt's die Reneklode ab August.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen
 

À la Saison

Königliche Karotte

(Daucus carota subsp. sativus)
Viele Kinder glauben ja, dass Kühe lila sind und Möhren orange. Stimmt aber nicht. Wie ein ehedem unscheinbares Wurzelgemüse zu seinem knalligen Äußeren kam, erzählen wir hier.


 

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Früher war mehr Natur! Alles wuchs wild und frei, wie der Genpool es vorgesehen hatte. Es gab keine Bayers, Syngentas und Monsantos, die Ferkel oder Brokkoli patentieren ließen. Und Kinder glaubten noch nicht, dass Kühe lila sind. So weit, so wahr. Allerdings dachten Kinder auch zu Großmutters Zeiten schon, Möhren seien orange. Ein Irrtum! Karotten gibt es auch in den Farben weiß, gelb, rot und violett,
wie wir vom Wochenmarkt wissen, seit alte Sorten wieder modern sind.

Wilde Vorfahren der Gartenmöhre wurden möglicherweise schon vor 5000 Jahren in Asien kultiviert. Manche Forscher vermuten den Ursprung in Afghanistan, dem Iran, Irak oder Anatolien. Über Spanien und Italien soll die Doldenblütlerin nach Mittel- und Westeuropa gelangt sein. Eine Möhre in Orange wird erstmals 1721 schriftlich erwähnt – und zwar von niederländischen Gartenbauern, die große Karottenzüchter waren. In den Sandböden ihrer Heimat liegen die Wurzeln der orangen Rübe, die von gelben Sorten abstammen soll. Der Legende nach experimentierten königstreue Gärtner aus politischen Gründen mit der Farbskala: Sie wollten Wilhelm von Oranien (französisch: orange, niederländisch: oranje) für den Unabhängigkeitskampf gegen Spanien danken.

Bewiesen ist das ebenso wenig wie die Geschichte, dass Niederländer im Zweiten Weltkrieg zum Ehrentag der Königin mit royalen Rüben um die Häuser zogen. Vermutlich wäre es keinem Besatzer aufgefallen. Schließlich hatten die niederländischen Sorten „Horn“ und „Long Orange“ schon Jahrhunderte zuvor die Rübenzucht der Deutschen unterwandert. Der Name der Möhre geht auf althochdeutsche und slawische Ausdrücke für Wurzel zurück. Mit mehr als 600.000 Tonnen Erntemenge im Jahr ist sie in Deutschland Volksgemüse. Gut so. Denn sie ist die wichtigste heimische Karotinquelle. Der Farbstoff sorgt für einen gesunden Hautton, der Sonnencremes jedoch keineswegs überflüssig macht. Aus Beta-Karotin stellt der Körper Vitamin A her, das für das Sehvermögen wichtig ist. Außerdem enthalten Mohrrüben viele B-Vitamine, Vitamin C, Kalium, Kalzium und Eisen. Sie sind gut für das Immunsystem, wirken harntreibend und blutreinigend. Ihren milden Geschmack verdanken sie ihrem für ein Gemüse recht hohen Zuckergehalt, ätherischen Ölen und Fruchtsäuren.

Die zarten Möhrchen, die jetzt vom Feld kommen, haben eine so dünne Haut, dass man sie nicht schälen muss und roh knabbern kann. Der Körper kann Karotinoide allerdings besser verwerten, wenn Mohrrüben mit etwas Fett gegart werden. Sie sind eine der süßen, erdigen Grundlagen feiner Schmorküche und helfen, schwere Rotweinsoßen zu verfeinern. Die meisten Kinder lieben Möhrengemüse. Erwachsenen ist die Zuckerwurzel solo oft zu monoton.

„Karotten schätzen es, wenn man sie mit Familienmitgliedern zusammenbringt“, empfiehlt der britische Koch Nigel Slater – also mit anderen Doldenblütlern wie Kerbel, Koriander, Kreuzkümmel, Petersilie und Dill. Konsequent als Süßspeise behandeln die Schweizer Rübchen, wenn sie daraus schwere Torten (Rüeblichueche) zaubern – in der Tradition der Römer, die eine carota ebenfalls gerne mal als Dessert verzehrten.

Carota heißt „die Gebrannte“ und deutet auf ein ursprünglich feuerrotes Äußeres hin. Allerdings waren einige der in Asien kultivierten Karotten auch schon blau-blütig, bevor sie auf Holländer trafen, genauer gesagt – lila. Liebe Kinder, die Schokoladenonkels haben sich in der Spezies geirrt. Nicht die Kühe sind lila: It’s the carrot, stupid!

Neu frisch vom Feld gibt's die Karotte ab Juni, regional verfügbar ist sie den ganzen Winter über.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

 

À la Saison

Schlangenmordende Schwarzwurzel

(Scorzonera hispanica)
Die Schwarzwurzel hieß noch im 17. Jahrhundert „Schlangenmord“ oder „Vipergras“. Tatsächlich ist sie eine zu Unrecht vergessene Wunderwurzel

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„Die Wurtzel“ sei „fleischig, saftig und voll Milch“ sowie „süß von Geschmacke, wann sie gesotten worden“, schrieb der französische Chemiker und Arzt Nicolas Lémery 1698 in ein Lexikon. Den Zeitgenossen mochte das gewagt erscheinen. War die Schwarzwurzel doch erst seit kurzem etwas zu Essen. Im Deutschen trug das neue Gemüse die Beinamen „Schlangenmord“ und „Vipergras“, die eher nach Hexenkessel als nach Eintopf klangen.

Schuld war der italienische Botaniker und Mediziner Pietro Andrea Mattioli, der die antike Heilpflanze 1544 erstmals wissenschaftlich beschrieben hatte. Der kaiserliche Leibarzt verwandte die Wurzel des Korbblütlers nicht nur gegen Wundfieber und Knochenbrüche, sondern auch „wider den Natterbiß“. Er taufte sie Scorzonera hispanica nach ihrem Herkunftsland Spanien und dem Namen einer schwarzen Giftschlange. Außerdem setzte er das Gewächs auch „wider die fallende Seuche, zu den Pocken und für die Pest“ ein, wie Lémery 150 Jahre
später notierte. Sie ist, kurzum, eine zu Unrecht vergessene Wunderwurzel.

„Proletenspargel“ oder „Spargel des armen Mannes“ heißt Mattiolis Zaubergemüse im Volksmund heute. Eine Delikatesse, die hierzulande – außer in Bayern – kaum groß--flächig angebaut wird. Wir importieren sie aus Belgien, Frankreich und den Niederlanden, wo man offenbar weiß, was gut ist. In Wahrheit ist der im Inneren elfenbeinfarbene „Winterspargel“ dem Original überlegen, nicht nur was seine Länge von bis zu einem halben Meter angeht. Die kalzium-, eisen-, magnesium- und vitaminreiche Schwarzwurzel gibt es nicht nur mitten in der kalten Jahreszeit, sie ist auch robust, lagerfähig und wird nicht holzig.

Es ist richtig, dass ihre korkige Rinde beim Schälen ohne Handschuhe hässliche Flecken von großer Haltbarkeit in die Haut gerbt. Und es stimmt, dass ihr milchiger Saft klebt wie Pattex, wenn man sie – Tipp aus dem Kochbuch – erst nach dem Garen häutet. Und damit sie nicht braun anläuft, gehören etwas Zitrone und Milch ins Kochwasser. Ja, die Zubereitung der Scorzonera ist eine Zumutung. Genau das macht sie zur „alten Sorte“ und – einige Jahre nach ihrer nordamerikanischen Schwester Topinambur – zur zumindest unter Spitzenköchen wiederentdeckten Rarität.

Sei es, dass der Kopenhagener René Redzepi sie im Restaurant Noma mit Gotland-Trüffeln als Hors d’œuvre anrichtet, der spanische Molekularkoch Ferran Adrià sie zu Steinbutt serviert oder in einem Berner Grandhotel das Steak auf „seinem Bett von Schwarzwurzelragout“ kommt – sie harmoniert. Anders als der geltungssüchtige Spargel kann, aber muss sie kein Solo auf dem Teller spielen. Ganz gleich ob die Sorte „Hoffmanns Schwarzer Pfahl“, „Schwarzer Peter“ oder „Russischer Riese“ heißt – in der Schwarzwurzel verbindet sich das Beste (unbittere) des Spargels mit zarten Nussaromen und winterlicher Erdigkeit. Besonders gut schmeckt sie zu zerlassener Butter und gerösteten Semmelbröseln. Aber auch mit Béchamelsoße oder im Soufflé und selbst roh in den Salat geraspelt ist sie ein Genuss.

In Sachen Pest hat Mattioli die Wunderwurzel aber zweifellos überschätzt. Der Gelehrte starb 1577 am „Schwarzen Tod“ – und das vermutlich nicht, weil gerade keine Schwarzwurzel zur Hand war.

Neu frisch vom Feld gibt's die Schwarzwurzel ab Oktober, regional verfügbar ist sie den ganzen Winter über.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

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Mi, 2015-09-02 20:17
Berlin (dpa)

Union gegen sofortiges Bargeld und Gesundheitskarte für Flüchtlinge

Die Kanzlerin erwartet eine anständige Aufnahme von Asylbewerbern. Das ändert aber nichts an der harten Haltung ihrer Union gegen sogenannte Wirtschaftsflüchtlinge. Anreize für Asylanträge wollen CDU und CSU deshalb schmälern. Das muss nun mit der SPD beredet werden.

Berlin (dpa) - Die Union geht mit einem 12-Punkte-Plan zur Flüchtlingspolitik in das Gespräch mit der SPD im Koalitionsausschuss am Sonntagabend. Der Vorstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion beschloss am Mittwochabend ein entsprechendes Papier zur Flüchtlingshilfe und zur gleichzeitigen Bekämpfung von Asylmissbrauch während einer Klausurtagung mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin.

Darin heißt es, auf Dauer werde Deutschland eine Größenordnung von 800 000 Asylbewerbern wie in diesem Jahr nicht schultern können. Die Union will nun sogenannte Wirtschaftsflüchtlinge ohne Aussicht auf Anerkennung als Asylbewerber strikt fernhalten. Nach ihrer Einschätzung sind das rund die Hälfte der Flüchtlinge, viele kommen vom Westbalkan. Anreize sollen verhindert werden.

Gefordert wird, an Asylbewerber in der Erstaufnahme kein Bargeld mehr auszuzahlen. Stattdessen soll es Sachleistungen geben. Die Union sperrt sich auch gegen eine von einigen Bundesländern geforderte Gesundheitskarte für Asylbewerber, die zum Bürokratieabbau in den Kommunen dienen soll. Diese stehe für eine kostenlose Gesundheitsversorgung in Deutschland und biete wie Bargeld Anreize für Asylanträge. Beide Themen gelten als Konfliktpotenzial mit der SPD.

CDU und CSU wollen ferner eine Ausweitung des Kreises der sicheren Herkunftsstaaten um Albanien, Montenegro und das Kosovo. Hier könnte die notwendige Einigung mit den Grünen im Bundesrat schwierig werden.

Flüchtlinge mit guter Bleibeperspektive sollen nach dem Willen der Union schnell arbeiten und Geld verdienen dürfen - die anderen schnell zurückgeschickt und für sie bis dahin die Residenzpflicht wieder eingeführt werden.

Asylbewerber sollen so lange in den Erstaufnahmeeinrichtungen der Länder bleiben, bis über ihren Antrag entschieden ist. Bei Ablehnung sollen sie direkt aus der Erstaufnahmeeinrichtung abgeschoben werden. Für alle abgelehnten Asylbewerber solle ein Wiedereinreiseverbot von grundsätzlich drei bis fünf Jahren gelten. Notfalls müsse auf EU-Ebene die Frage der Wiedereinführung der Visapflicht für die Westbalkanstaaten diskutiert werden. Die Bundesländer müssten eine einheitliche Abschiebungspraxis sicherstellen.

Die Union will, dass der Bund seine Hilfe für Länder und Kommunen zur Unterbringung der Flüchtlinge aufstockt, nennt aber keine Zahlen. Der Bundestag soll Gesetzesänderungen schnell beschließen - etwa beim Vergabe-, Bau- und Energierecht. Um schnell und unkompliziert Wohnraum zu schaffen, müssten Standards kurzfristig herabgesetzt werden. Integrationsprogramme und Sprachkurse sollen ausgebaut werden. Der Bundesfreiwilligendienst soll stärker in die Flüchtlingshilfe einbezogen, und es sollen mindestens 5000 zusätzliche Plätze zur Unterstützung von Hauptamtlichen bei der Flüchtlingshilfe zur Verfügung gestellt werden.

Die geplanten Aufnahmezentren für Flüchtlinge in Griechenland und Italien (Hotspots), sollen mit Geld und Personal unterstützt werden. Zur Bekämpfung von Fluchtursachen soll enger mit den Herkunftsländern und Transitstaaten zusammengearbeitet werden. Fragile staatliche Institutionen müssten stabilisiert und Fluchtursachen, die durch den Klimawandel entstehen, beseitigt werden.

Mi, 2015-09-02 19:32
München (dpa)

Bayern will in Flüchtlingskrise mehr Geld und schnelle Entscheidungen

München (dpa) - Angesichts steigender Flüchtlingszahlen fordert Bayern mehr finanzielle Unterstützung des Bundes für die Länder und eine Reihe schneller politischer Weichenstellungen. «Hier geht es nicht um Millionen, sondern um Milliarden», sagte Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) am Mittwochabend nach einer Sondersitzung des bayerischen Kabinetts in München. Die notwendigen Maßnahmen und die Finanzverantwortung müssten auch binnen weniger Wochen klar sein. Konkret forderte Seehofer unter anderem schnellere Asylverfahren, mehr Wohnungsbau, eine schärfere Bestrafung der Schleuserkriminalität und eine stärkeren Kampf gegen Asylmissbrauch.

Seehofer nannte die aktuelle Situation in der Flüchtlingspolitik das «dritte Megathema» dieses Jahrhunderts - nach der Finanz- und Wirtschaftskrise und nach der Atomkatastrophe von Fukushima mit der anschließenden Energiewende in Deutschland. Seehofer rief dazu auf, in diesen Fragen über Parteigrenzen hinaus zu denken. Demokraten müssten zusammenstehen - damit Extremisten keine Chance hätten.

Seehofer betonte, an erster Stelle stehe die Solidarität gegenüber Schutzbedürftigen - das habe man an den vergangenen Tagen am Münchner Hauptbahnhof erlebt. Auf der anderen Seite müsse man aber Asylmissbrauch abwehren, «den es auch gibt und den man auch als solchen benennen muss».

Mi, 2015-09-02 19:00
Mainz (dpa)

SPD im Bundestag beharrt auf Einwanderungsgesetz

Mainz (dpa) - Die SPD-Bundestagsfraktion dringt darauf, dass spätestens bis zur Bundestagswahl 2017 ein Einwanderungsgesetz kommt. In einem Papier für ein zweitägiges Treffen in Mainz heißt es: «Wir fordern unseren Koalitionspartner auf, mit uns noch in dieser Legislaturperiode einen Gesetzentwurf auf den Weg zu bringen.» Das Asylrecht sei das falsche Verfahren, um die notwendige Einwanderung qualifizierter Arbeitskräfte zu steuern.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Montag gesagt, für sie sei das Einwanderungsgesetz wegen der enormen Flüchtlingszahlen derzeit keine vordringliche Aufgabe. SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann forderte bei «Spiegel Online» eine Grundsatzeinigung der Koalition bis Ende 2015.

Die Bundestags-SPD verlangt auch mehr Plätze für Flüchtlinge in den Erstaufnahmestellen, der Bund solle sich ebenfalls beteiligen. Die Klausur der Sozialdemokraten in Mainz beginnt am (morgigen) Donnerstag um 14.00 Uhr und endet am Freitag.

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Deutsche See – Wir schalten auf stur 

HÖCHSTE QUANTITÄT UND SKRUPELLOSE GESCHÄFTE MIT WALFÄNGERN.

Unser Rotbarsch stammt aus Beständen vor den Küsten Islands. Dort haben wir Verbündete gefunden, die unsere große Leidenschaft für Geld teilen. Das kleine Inselvolk ist seit 2006 wieder auf Waljagd. Denn rund um Island erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem. Der Schutz dieses Naturschatzes liegt einigen Isländern genauso fern wie uns. Geld, das wir dem Fischereiunternehmen HB Grandi für den Rotbarsch überweisen, fließt in die illegale Jagd auf gefährdete Finnwale.

Unseren Rotbarsch beziehen wir von unserem Komplizen: HB GRANDI – Fieser Fisch

greenpeace-magazin.de/deutschesee

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Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
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„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.
 

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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„Ich hab's nicht so mit Broteschmieren.“

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“
 

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

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Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

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Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Immer noch – umweltschädlicher Becher
Becher wird künftig vielleicht recycelt.
ActiIrreführus – bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

 

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Tödlich. 

Hungerlöhne. Ausbeutung. Selbstmord.

Das iPhone, auch in Weiß nicht unschuldiger. iSlave4

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Die lohnt sich für Bahn- und Stromkonzernchefs.  Jetzt 3 Monate „ausgesetzt“. Satte 25%. So groß ist der Atom-Anteil im Strommix der Bahn. Der Super-Spar-Strom stammt aus dem Risiko-AKW Neckarwestheim. Zwar hat Schwarz-Gelb Block 1 jetzt urplötzlich stillgelegt, aber Block 2 soll laut derzeit „ausgesetzter“ Laufzeitverlängerung, die Bahnchef Rüdiger Grube lautstark gefordert hat, bis etwa 2037 am Netz bleiben. Obwohl auch dieser Reaktor total veraltet ist und in einem Erdbebengebiet steht. Die Bahn riskiert viel.

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WENN ES DARUM GEHT, UNSERE MÜLLBERGE GUT AUSSEHEN ZU LASSEN, STIEHLT CHRISTOPHE GEORGE CLOONEY DIE SCHAU. 
Christophe ist Projektleiter für Nachhaltige Entwicklung bei Nespresso. Er hilft uns, die miese Ökobilanz unserer Alukapseln zu beschönigen. „Aluminium ist zu 100 % und unendlich oft recycelbar und trägt so zum Schutz natürlicher Ressourcen bei“, schreiben wir in der Werbung. Dabei landen in Deutschland nur 70 % des Aluminiums im Gelben Sack. Und für die Folien der Kapseln verwenden wir sowieso Primär-Aluminium, dessen Herstellung extrem energieaufwendig ist. Weil in Nespresso-Maschinen nur Nespresso-Kapseln passen, sind unsere Kunden also genötigt, nachhaltig die Umwelt zu versauen. Und müssen dafür auch noch bis zu 35 Euro pro Pfund Kaffee zahlen. 

ERPRESSO
Die Leere des Portemonnaies
 

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Schaurige Leistung.
Wir schicken im Januar wieder unsere fiesen Touaregs zur Rallye Dakar. Denn wir fürchten weder Klimawandel noch Hirnverbranntheit, sondern nur, als Langweiler-Automarke zu gelten.

Jaja, schon klar, ein Hersteller namens „Volkswagen Group“ sollte eigentlich bei der Entwicklung vernünftiger, sparsamer Autos Weltspitze sein, aber das wäre doch irgendwie zu naheliegend. Deshalb bauen wir lieber spritschluckende Audis, Bugattis, Lamborghinis, Phaetons und Touaregs und bieten unsere effizienten „Blue Motion“-VWs nur mit Aufpreis an. So landen wir zwar beim CO2-Ranking des europäischen Umweltverbands „Transport & Environment“ noch hinter BMW auf dem drittletzten Rang. Aber dafür belegen unsere „Race Touaregs“ regelmäßig die ersten Plätze bei der gefährlichsten Rallye der Welt (60 Tote seit 1978). Und das ist uns noch nicht mal peinlich.

VW. Das Böse.
 

 

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Schneller Geld verschleudern! Stuttgart 21: bis zu 8,7 Mrd. € Ulm-Stuttgart: bis zu 10 Mrd. € Gesamtkosten: bis zu 18,7 Mrd. € Einen Sparpreis gibt's mal wieder nicht. Wer Bahn fährt, verliert Geld: einfach überteuerte Fahrkarten kaufen und Hirn abschalten. Und als Steuerzahler blechen sie sogar doppelt. So kann die Bahn ihren Größenwahn ausleben und Kostenexplosionen von Projekten wie Stuttgart 21 und der Neubaustrecke Stuttgart-Ulm finanzieren. Aber nur solange der Vorrat an willfährigen Politikern reicht.

 

www.kopfbahnhof-21.de  Der Widerstand macht mobil.

Erschienen in Ausgabe 6.10
 

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