Di, 2015-04-28 04:00
Berlin (dpa)

Zahlen und Fakten zu E-Bikes und Fahrrädern

Berlin (dpa) - Gesundheit, Umweltbewusstsein, Mobilität: Viele Menschen vertrauen reiner Pedalkraft oder einem elektrischen Hilfsmotor und fahren Rad. Zahlen und Fakten:

- Rund 32,1 Millionen Fahrräder gab es 2013 in deutschen Haushalten, zehn Jahre zuvor waren es 29,8 Millionen.

- 3,73 Millionen Fahrräder und E-Bikes kamen 2014 neu auf den Markt.

- 2,14 Millionen Fahrräder und E-Bikes wurden 2014 in Deutschland produziert.

- 480 000 E-Bikes wurden 2014 verkauft. Das entspricht etwa 12 Prozent aller Räder, für 2015 wird ein Anteil von 15 Prozent erwartet. Größte Käufergruppe laut Industrie: ältere Radfahrer.

- 71 066 Radfahrer wurden 2013 bei Unfällen verletzt (zum Vergleich 1970: 40 531), 354 wurden getötet (1970: 1835).

- Laut Automobilclub ACE werden nur 40 Prozent der Radunfälle von der Polizei erfasst.

- Nur 15 Prozent aller Radfahrer (2013) trägt laut Bundesanstalt für Straßenwesen einen Helm; bei den 6- bis 10-Jährigen sind es drei Viertel.

Di, 2015-04-28 04:20
Berlin (dpa)

Studie: Immer mehr Wald verschwindet - Amazonas besonders bedroht

Wälder sorgen für sauberes Wasser und gute Luft, sie verhindern auch eine Erosion des Bodens. Doch immer mehr Bäume werden abgeholzt. Umweltschützer haben eine neue Analyse vorgelegt.

Berlin (dpa) - Eine Waldfläche fast fünfmal so groß wie Deutschland könnte nach einer neuen Studie bis 2030 verloren gehen. Weltweit werde die Zerstörung von bis zu 170 Millionen Hektar Wald befürchtet, teilte die Umweltorganisation WWF (World Wide Fund For Nature) am Dienstag in Berlin mit. Nach der Studie müsse mit den größten Verlusten in den Tropen gerechnet werden. Besonders betroffen seien Borneo, die Mekong-Region und das Amazonas-Gebiet.

Im Amazonas sehen die Umweltschützer die stärkste Vernichtung voraus. Fast ein Drittel des größten Regenwaldgebietes der Erde könnte in 15 Jahren keine Bäume mehr haben - das wären 48 Millionen Hektar. Die Studie hat insgesamt elf sogenannte Entwaldungsfronten ausgemacht.

Die letzten großen intakten Waldgebiete könnten einem gigantischen Raubbau zum Opfer fallen, warnte Jörg-Andreas Krüger vom WWF. Die Waldzerstörung heize den Klimawandel an und vernichte den Artenreichtum bei Pflanzen und Tieren.

Als globalen Hauptgrund nennt die Studie die industrielle Landwirtschaft. Die Viehhaltung und der Anbau von riesigen Monokulturen wie Soja und Ölpalmen verschlingen laut WWF immer mehr Flächen. Hinzu kämen der Abbau von Bodenschätzen sowie Infrastrukturprojekte.

Die aus der Entwaldung gewonnenen Produkte landeten zu einem großen Teil in Deutschland und Europa, so WWF-Experte Krüger. Mehr als 50 Prozent der nach Deutschland importierten Mineralien kämen aus Brasilien. Dort würden zeitgleich mehrere negative Entwicklungen aufeinandertreffen. Neben der Expansion der Agrarindustrie wirkten sich auch der Straßen- und Kraftwerksbau negativ auf die Natur aus.

Die Umweltschutzorganisation forderte eine Trendumkehr. Wälder schützten vor Erosion und Fluten und stabilisierten das Klima. «Setzen wir das aufs Spiel, verlieren wir mehr als ein paar Prozente Wirtschaftswachstum», betonte Krüger.

Di, 2015-04-28 04:00
Hamburg (dpa)

Der Kampf gegen die Versenkung der Ölplattform «Brent Spar»

Hamburg (dpa) - Vor 20 Jahren, am 30. April 1995, besetzen Greenpeace-Aktivisten 190 Kilometer nordöstlich der Shetland-Inseln die Ölplattform «Brent Spar». Der niederländisch-britische Mineralölkonzern Shell will den 14 500 Tonnen schweren und 141 Meter hohen Stahlkoloss in 2000 Meter Tiefe im Nordostatlantik versenken. Über Wochen liefern sich Shell und Greenpeace ein Kräftemessen. Autofahrer boykottierten Shell-Tankstellen, es gibt Bombendrohungen und Anschläge.

Greenpeace begründete die Aktion auch damit, dass der Koloss große Mengen schwermetallhaltigen Ölschlamm, radioaktive und andere hochgiftige Abfälle enthalte. Erst Monate später gestand Greenpeace ein, daß die Mengen aufgrund eines Messfehlers zu hoch angegeben worden waren.

Dennoch gilt der Widerstand gegen die Versenkung der «Brent Spar» als eine der spektakulärsten Umweltschutzaktionen und als Nachweis für die Macht der Verbraucher. Denn einen Tag vor der geplanten Versenkung, am 20. Juni 1995, gibt Shell bekannt, auf die Versenkung zu verzichten. Die Plattform wird in Norwegen zerlegt. 1998 wird ein generelles Versenkungsverbot für die etwa 500 Plattformen im Nordost-Atlantik verkündet.

À la Saison

Krautiger Kohlrabi

(Brassica oleracea var. gongylodes)
Ob das deutscheste aller Gemüse wirklich aus Deutschland kommt, liegt – ehrlich gesagt – im Dunkeln. Erfahren Sie mehr über dieses und weitere Geheimnisse aus der Kulturgeschichte des Kohlrabi.

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Es ist ein Irrtum, dass es sich beim deutschesten aller Gemüse um Weißkohl alias Sauerkraut handelt. Zwar hat die vergorene Spezialität den Deutschen in England den Spottnamen Krauts eingetragen, aber fragen Sie mal einen Russen, Ungarn, Japaner, Niederländer, Dänen, Schweden, Franzosen oder Briten, was Kohlrabi in seiner Sprache heißt. Die Antwort mag ka, karalábé, koolrabi, kaalrabi, kålrabbi, colrave oder kohlrabi lauten, phonetisch ist das Ergebnis das gleiche: Die Welt spricht Kohlrabi. Krautiger wird’s nimmer.

Ist es Begeisterung über den süßen, leicht nussigen, dezenten Kohlgeschmack, die Menschen zwischen Washington und Tokio veranlasst, die komisch klingende Knolle im Munde zu führen? Mitnichten. Nur das Wort, nicht das Gemüse kommt ihnen über die Lippen. Kohlrabi ist so deutsch, dass vor allem die Deutschen ihn essen. 40.000 Tonnen im Jahr wachsen hier, und weil das noch zu wenig ist, bauen auch die Niederlande, Polen und Frankreich den Kreuzblütler an – für den Export.

Im Gegensatz zu Weiß- oder Blumenkohl, bei denen Blätter oder Blütenstand verzehrt werden, verdickt sich beim Kohlrabi der untere Teil der oberirdischen Sprossachse und liegt grünweiß oder blauviolett auf der Erdkrume. Innen sind alle Kohlrabis hell. Die größte Sorte heißt „Superschmelz“ und kann – ohne holzig zu werden – zur Größe eines Kohlkopfs anwachsen. Und der einzige Speck, der auch Vegetariern schmeckt, dürfte „Blauer Speck“ sein.

In Wirklichkeit enthält Kohlrabi neben viel Wasser, etwas Zucker und Eiweiß nur 0,1 Prozent Fett. In Deutschland wurde die Knolle im 16. Jahrhundert erstmals erwähnt. Sie war ein Star der Barockküche – beispielsweise in Leipzig, wo sie dem Allerlei den letzten Schliff gab. Das Original hat übrigens nichts mit Erbsen-Möhren-Spargel-Dosenmatsch zu tun, sondern ist ein knackiger Genuss, der – serviert mit heller Soße und luftigen Semmelklößchen – auch Blumenkohl, Morcheln und Flusskrebsschwänze vereint.

Ein Festmahl, das noch nicht ganz vergessen war, als Kurt Tucholskys Alter Ego Peter Panter sich 1928 in einem Speiselokal über breiiges Gemüse beschwerte und die Bedienung antwortete: „Da müssen Sie mal zu meiner Mutter kommen, Herr Panter, die kocht Ihnen ein Leipziger Allerlei ...“ – „Liebe gnädige Frau, es ist so nett von Ihnen ... Aber alle Leute können doch nicht bei Ihrer Mama essen!“

Kohlrabi passt gut zu Rahmsoßen, die auch mal mit Safran oder Chili gewürzt sein dürfen. Am besten gart man ihn im Ganzen und schält und teilt ihn hinterher, damit Aroma und Nährstoffe besser erhalten bleiben: Selen, Senföle und viel Vitamin C stärken das Immunsystem. Roh harmoniert Kohlrabi mit Nüssen, Ziegenkäse, Lachs und Äpfeln. Sein Kraut gehört nicht in den Kompost, denn es enthält viele Mineralien, Karotin, B-Vitamine und Eiweiß. Die zarten Herzblätter schmecken gut in Salat und Suppe oder als Hauptgericht: In Südeuropa bereitet man aus ihrem Grün vegetarische Rouladen oder „Spinat“ zu.

Südeuropa?! Ob das vermeintlich deutsche Gemüse auch aus der Region stammt, in der es so gerne verspeist wird, liegt – um ehrlich zu sein – im Dunkeln. Es könnte genausogut ein Nachfahre des pompejanischen Kohls sein, den der Römer Plinius kurz nach der Zeitenwende beschrieb. Grimms Wörterbuch vermerkte im 19.Jahrhundert, der Begriff Kohlrabi sei „merkwürdig durch seine Gestalt, halb deutsch halb italienisch“. Klar ist: Italien spricht nicht kohlrabisch. Der inoffizielle Kulturbotschafter der Krauts heißt dort cavolo rapa, Kohlrübe.

Neu frisch aus dem Gewächshaus gibt's Kohlrabi ab April, frisch vom Feld im Mai.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen


In jeder Ausagebe des Greenpeace Magazins berichten wir über die Kulturgeschichte von Obst und Gemüse. Unsere neue Ausgabe erhalten Sie am Bahnhofskiosk, in unserem Warenhaus und für nur 33,50€ im Jahresabo

À la Saison

Schlangenmordende Schwarzwurzel

(Scorzonera hispanica)
Die Schwarzwurzel hieß noch im 17. Jahrhundert „Schlangenmord“ oder „Vipergras“. Tatsächlich ist sie eine zu Unrecht vergessene Wunderwurzel

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„Die Wurtzel“ sei „fleischig, saftig und voll Milch“ sowie „süß von Geschmacke, wann sie gesotten worden“, schrieb der französische Chemiker und Arzt Nicolas Lémery 1698 in ein Lexikon. Den Zeitgenossen mochte das gewagt erscheinen. War die Schwarzwurzel doch erst seit kurzem etwas zu Essen. Im Deutschen trug das neue Gemüse die Beinamen „Schlangenmord“ und „Vipergras“, die eher nach Hexenkessel als nach Eintopf klangen.

Schuld war der italienische Botaniker und Mediziner Pietro Andrea Mattioli, der die antike Heilpflanze 1544 erstmals wissenschaftlich beschrieben hatte. Der kaiserliche Leibarzt verwandte die Wurzel des Korbblütlers nicht nur gegen Wundfieber und Knochenbrüche, sondern auch „wider den Natterbiß“. Er taufte sie Scorzonera hispanica nach ihrem Herkunftsland Spanien und dem Namen einer schwarzen Giftschlange. Außerdem setzte er das Gewächs auch „wider die fallende Seuche, zu den Pocken und für die Pest“ ein, wie Lémery 150 Jahre
später notierte. Sie ist, kurzum, eine zu Unrecht vergessene Wunderwurzel.

„Proletenspargel“ oder „Spargel des armen Mannes“ heißt Mattiolis Zaubergemüse im Volksmund heute. Eine Delikatesse, die hierzulande – außer in Bayern – kaum groß--flächig angebaut wird. Wir importieren sie aus Belgien, Frankreich und den Niederlanden, wo man offenbar weiß, was gut ist. In Wahrheit ist der im Inneren elfenbeinfarbene „Winterspargel“ dem Original überlegen, nicht nur was seine Länge von bis zu einem halben Meter angeht. Die kalzium-, eisen-, magnesium- und vitaminreiche Schwarzwurzel gibt es nicht nur mitten in der kalten Jahreszeit, sie ist auch robust, lagerfähig und wird nicht holzig.

Es ist richtig, dass ihre korkige Rinde beim Schälen ohne Handschuhe hässliche Flecken von großer Haltbarkeit in die Haut gerbt. Und es stimmt, dass ihr milchiger Saft klebt wie Pattex, wenn man sie – Tipp aus dem Kochbuch – erst nach dem Garen häutet. Und damit sie nicht braun anläuft, gehören etwas Zitrone und Milch ins Kochwasser. Ja, die Zubereitung der Scorzonera ist eine Zumutung. Genau das macht sie zur „alten Sorte“ und – einige Jahre nach ihrer nordamerikanischen Schwester Topinambur – zur zumindest unter Spitzenköchen wiederentdeckten Rarität.

Sei es, dass der Kopenhagener René Redzepi sie im Restaurant Noma mit Gotland-Trüffeln als Hors d’œuvre anrichtet, der spanische Molekularkoch Ferran Adrià sie zu Steinbutt serviert oder in einem Berner Grandhotel das Steak auf „seinem Bett von Schwarzwurzelragout“ kommt – sie harmoniert. Anders als der geltungssüchtige Spargel kann, aber muss sie kein Solo auf dem Teller spielen. Ganz gleich ob die Sorte „Hoffmanns Schwarzer Pfahl“, „Schwarzer Peter“ oder „Russischer Riese“ heißt – in der Schwarzwurzel verbindet sich das Beste (unbittere) des Spargels mit zarten Nussaromen und winterlicher Erdigkeit. Besonders gut schmeckt sie zu zerlassener Butter und gerösteten Semmelbröseln. Aber auch mit Béchamelsoße oder im Soufflé und selbst roh in den Salat geraspelt ist sie ein Genuss.

In Sachen Pest hat Mattioli die Wunderwurzel aber zweifellos überschätzt. Der Gelehrte starb 1577 am „Schwarzen Tod“ – und das vermutlich nicht, weil gerade keine Schwarzwurzel zur Hand war.

Neu frisch vom Feld gibt's die Schwarzwurzel ab Oktober, regional verfügbar ist sie den ganzen Winter über.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Querulante Quitte

(Cydonia oblonga)
Die Quitte ist ein vergessenes Obst wie viele andere: Wiedersehen macht Mühe. Aber die Mühe lohnt sich. Quitten enthalten mehr Vitamin C als die meisten Äpfel, viele Mineralstoffe und Spurenelemente.

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„Wenn Krieg kommt und ich hätte nichts zu essen, dann ess’ ich die auch“, sagt eine Dame und hält den Quittenschnitz mit spitzen Fingern. „Hässlicher Apfel“, kommentiert ein anderer Teilnehmer. Und eine Oma schüttelt den Kopf: „Würde ich mir nicht kaufen.“ Der Mann von der Marktforschung nickt. Verstanden. Dann fliegt eine Schrift ins Bild. „Wir machen es trotzdem.“ „Quitteschön!“, plakatierte Bionade im Frühjahr 2009 frech. Aber Frechheit siegte nicht. Letzten Sommer musste der Limobrauer die Sorte unter regem Desinteresse der Öffentlichkeit wieder vom Markt nehmen. Was ist das für ein Land, in dem die Leute zwar so etwas Exotisches wie Holundersprudel bechern, aber Quittenbrause boykottieren?

Vor 154 Jahren reimte Wilhelm Busch: „Das Quarz sitzt tief im Bergesschacht, die Quitte stiehlt man bei der Nacht“. Seither hat die Wertschätzung der „Schönen aus dem Morgenland“ rapide abgenommen. In Deutschland liegt der kommerzielle Anbau so am Boden, dass praktisch jede Quitte ein Bio-Liebhaberstück ist. „Quitten für die Menschen zwischen Emden und Zittau“, forderte Max Goldt schon vor 20 Jahren in einem Plädoyer für das „unbeliebteste heimische Obst“. Aber auch er konnte die „Unverzehrbarkeit der Quitte im rohen Zustand“ nicht wegargumentieren: „Zum Zerteilen und Schälen bediene man sich der Erzeugnisse der Firma Black & Decker.“ Es hilft nichts. Die Quitte ist ein vergessenes Obst wie viele andere: Wiedersehen macht Mühe. (Aber die Mühe lohnt sich.)

Das Wort Quitte kommt vom lateinischen malum cidonium – Apfel aus Kydonia. Dort, im heutigen Chania auf Kreta, entdeckten die Römer einst das holzige Obst. Ursprünglich stammt es aus Vorderasien und ist viel älter als seine Kernobstgeschwister Apfel und Birne. Der „Zankapfel“ des Paris ist wohl eigentlich eine Quitte. Die goldene Frucht der Liebesgöttin Aphrodite galt in Griechenland als Symbol von Glück und Fruchtbarkeit. Bräute knabberten daran, um dem Atem Süße zu verleihen.

Quitten helfen aber nicht nur gegen Mundgeruch, sie sind auch gesund. Schon Hippokrates nutzte die rohe Frucht zum Blutstillen. Quitten enthalten mehr Vitamin C als die meisten Äpfel, viele Mineralstoffe und Spurenelemente. Das Wichtigste aber: Sie sind die letzten Sommerfrüchte und bringen, kühl und luftig gelagert, bis nach Weihnachten Sonne auf den Teller. Manch erdigem Herbstmahl verleihen ihre Rosen-, Honig- oder Birnennoten Leichtigkeit. Nuancen von Ananas und Mango wärmen mit tropischer Intensität aus der Region knurrende Wintermägen.

Das sture Obst fördert außerdem die Geduld. Quittengelee braucht zwei, Quittenbrot gar bis zu vier meditative Herbsttage. Noch in den Fünfzigerjahren war Quittenbrot das Konfekt des kleinen Mannes. Doch mit dem Aufstieg der Tafelschokolade begann sein Fall und damit auch der Niedergang der Quitte. Dabei schmeckt sie auch zu Fleisch oder im Apfelkuchen. Und Quittenchutney passt hervorragend zu Jakobsmuscheln. Alles ist erlaubt – außer Quittenmarmelade. Laut einer EG-Verordnung von 1982 darf Marmelade nämlich nur Zitrusfrüchte enthalten. Sonst muss sie Konfitüre heißen. Das ist natürlich grober Unsinn. Schließlich ist die Quitte die Mutter aller Marmeladen. Marmelade kommt von marmelo – Portugiesisch für Quitte.

Neu frisch vom Feld gibt's die Quitte ab Oktober.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Beschwippste Johannisbeere

(Ribes)
Dank ihres fast schon übelriechenden Moschusdufts verliebt man sich in die Johannisbeere eher auf den zweiten Blick. Aber diese Liebe kann umso länger dauern.

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Aus Mario Adorf spricht schiere Verzweiflung: „Isch scheiß dich so was von zu mit meinem Jeld, dass du keine ruhje Minute mehr hast!“, droht er in der Rolle des rheinischen Klebstofffabrikanten Heinrich Haffenloher dem Klatschreporter Baby Schimmerlos. Denn der will ihn partout nicht in seiner Society-Kolumne erwähnen. Die Szene stammt aus der Fernsehserie „Kir Royal“. Mitte der Achtziger ausgestrahlt, heißt die bitterböse Persiflage der Münchner Schickeria nach dem Trendgetränk der Zeit: nicht zu verwechseln mit „Kir“, der nur Sekt enthält. In der königlichen Variante gehört der Johannisbeerlikör bitteschön mit Champagner aufgegossen!

In Wirklichkeit war diese neue Mode mit mindestens 30 Jahren Verspätung über den Rhein geschwappt. Benannt ist der Aperitif nach Félix Kir, dem Bürgermeister von Dijon. Der Legende nach war dem katholischen Geistlichen der Wein in seiner Stammkneipe zu sauer, weshalb er Crème de Cassis vom Nachbartisch hineingoss. Dieser Cocktail mit dem Likör der Schwarzen Johannisbeere soll ihm derart gemundet haben, dass er fortan beim Wirt nur noch „Kir“ bestellte. Im November 1951 erlaubte er einem Cassis-Produzenten, mit seinem Namen zu werben.

Ihren hochdeutschen Namen haben die Früchte, die in Österreich nach ihrem lateinischen Namen Ribiseln und in der Schweiz aus ungeklärten Gründen Meertrübeli heißen, vom traditionellen Erntebeginn am Johannistag: Um den 24. Juni herum reifen zuerst die weißen, dann die roten Rispen. Diese leichtlebigeren Schwestern der bittersüßen Schwarzen Johannisbeere müssen nicht erst verbacken, verkocht oder vergoren werden, um ihr Aroma ganz zu entfalten. Die lieblich-süßen Weißen Johannisbeeren (Ribes album) schmecken zwar zu allem, sogar zu Linsen. Am besten sind sie aber frisch vom Strauch, wo Sonnenlicht ihre Haut durchschimmert. Die delikate Säure Roter Johannisbeeren (Ribes rubrum) bereichert roh zum Beispiel Obstsalate aus süßeren Früchten und harmoniert mit Quark, Vanilleeis und gezuckertem Eischnee.

Die komplexeste der drei Ribiseln aus der Familie der Stachelbeergewächse ist jedoch die Schwarze (Ribes nigrum), die im Juli reift. Dank ihres fast schon übelriechenden Moschusdufts verliebt man sich in sie eher auf den zweiten Blick. Aber diese Liebe kann umso länger dauern: Denn die „Gichtbeere“ ist nicht nur ein Rheumamittel, sie hat auch den höchsten Eisengehalt aller Beeren und mehr als dreimal so viel Vitamin C wie Zitronen. Zudem wirkt diese volksmedizinische Wunderwaffe blutdrucksenkend, entzündungshemmend und vieles mehr. Verständlich, dass ihr Most in Kriegszeiten für Krankenhäuser reserviert war. Prosit ist übrigens auch Latein – und heißt: Es möge nützen!

Neu frisch vom Feld gibt's die Johannisbeere ab Juni.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

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Di, 2015-04-28 04:26
Kathmandu (dpa) 

Zehntausende verlassen nach Erdbeben Kathmandu

Kathmandu (dpa) - Auch der Suche nach Wasser und Nahrung haben Zehntausende Menschen das von einem Erdbeben schwer getroffene Kathmandu-Tal in Nepal verlassen. Die nepalesische Zeitung «Himalayan Times» gab ihre Zahl am Dienstag mit mehr als 72 000 an. In der Hauptstadt des Himalaya-Landes gebe es derzeit keinen Strom und kaum Trinkwasser, sagte Philips Ewert, Einsatzleiter der Hilfsorganisation World Vision vor Ort. Alle großen Geschäfte und Banken seien geschlossen. «Außerdem wollen viele Menschen in ihre Heimatdörfer fahren und schauen, wie es ihren Familien geht», sagte Ewert. Auf Fotos waren völlig überladene Lastwagen und Busse zu sehen, die Kathmandu verließen.

Das Erdbeben der Stärke 7,8 hatte am Samstag große Teile Nepals sowie die angrenzenden Länder Indien und China erschüttert. Im Bebengebiet leben nach UN-Angaben etwa 6,6 Millionen Menschen. Wie viele davon wirklich stark betroffen sind, ist laut Ewert noch nicht abzusehen. Seine Organisation höre immer wieder, dass im Epizentrum die meisten Häuser zerstört seien. «Aber die Region ist noch völlig unzugänglich.»

Di, 2015-04-28 03:30
Hamburg (dpa)

Greenpeace: 8000 Tonnen Öl verschmutzen jährlich die Nordsee

Vor 20 Jahren machten Aktivisten der Umweltschutzorganisation Furore, als sie die zur Versenkung bestimmte Shell-Ölplattform «Brent Spar» besetzten. Jetzt beschreibt Greenpeace in einem Bericht, wie es um die Auswirkungen der Ölförderung in der Nordsee steht.

Hamburg (dpa) - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace stellt am Dienstag (10.00 Uhr) in Hamburg einen Bericht zu den Auswirkungen der Öl- und Gasindustrie in der Nordsee vor. Es sei die größte Industrieregion Europas. Durch den Förderbetrieb würden jährlich mehr als 8000 Tonnen Öl das Meer verdrecken.

Zudem sei die Nordsee voller Förderplattformen, hieß es. Rund 500 Plattformen müssten in den nächsten 30 Jahren abgebaut werden. Die Zerlegung müsse an Land geschehen. Das sei nach der Greenpeace-Kampagne gegen die Versenkung der Ölplattform «Brent Spar» vor 20 Jahren vorgeschrieben.

Am 30. April 1995 besetzten Greenpeace-Aktivisten 190 Kilometer nordöstlich der Shetland-Inseln die «Brent Spar». Der niederländisch-britische Mineralölkonzern Shell wollte den 14 500 Tonnen schweren und 141 Meter hohen Stahlkoloss in 2000 Meter Tiefe im Nordostatlantik versenken. Über Wochen lieferten sich Shell und Greenpeace ein Kräftemessen. Autofahrer boykottierten Shell-Tankstellen, es gab Bombendrohungen und Anschläge.

Einen Tag vor der geplanten Versenkung, am 20. Juni 1995, gab Shell nach. Die Plattform wurde in Norwegen zerlegt. 1998 wurde ein generelles Versenkungsverbot für die etwa 500 Plattformen im Nordost-Atlantik verkündet.

Die Ölfelder in der Nordsee erschöpfen sich zunehmend. Zu den besten Zeiten, Ende der 90er Jahre, wurden mehr als 250 Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr in der Nordsee gefördert. Danach ging die Produktion immer schneller zurück. Mittlerweile ist die Förderung nicht einmal mehr halb so hoch wie vor 20 Jahren.

Di, 2015-04-28 03:30
London (dpa)

Die Briten wollen die Luchse zurück

London (dpa) - Der Luchs soll künftig wieder durch die Wälder Großbritanniens streifen und Rotwild jagen. Nach Auffassung der gemeinnützigen Organisation Lynx UK Trust könnten die Vorbereitungen zur Auswilderung der ersten Tiere im Sommer abgeschlossen sein. Die Organisation fühlt sich in ihrer Auffassung durch eine Umfrage bestärkt: 91 Prozent der 9000 befragten Briten stimmten für die Auswilderung. Dieses Ergebnis wurde am Montag veröffentlicht.

Das Team aus internationalen Wildtier- und Naturschutzexperten klärt nun die Formalitäten, um die Raubkatze mit dem Ohrpinsel an Standorten in Norfolk, Cumbria, Northumberland und Aberdeenshire auszuwildern. Sie planen, dort jeweils bis zu sechs Luchse freizulassen. Für die Versuchsphase von drei bis fünf Jahren werden die Tiere mit einem GPS-Halsband ausgestattet, damit sie überwacht werden können.

Wildlebende Luchse sind in Großbritannien seit mehr als 1300 Jahren ausgestorben. Die Experten hoffen, dass die Auswilderung der Raubkatze eine natürliche Lösung für die zu große Rotwild-Population in Großbritannien ist. In Deutschland gibt es wildlebende Luchse im Bayrischen und im Pfälzer Wald, in Hessen, im thüringischen Nationalpark Hainich und im Schwarzwald. Im Nationalpark Harz läuft seit 1999 ein Projekt zur Wiederansiedlung.

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Di, 2015-04-28 03:00
Hamburg (dpa)

Greenpeace: 8000 Tonnen Öl verschmutzen jährlich die Nordsee

Hamburg (dpa) - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace stellt am Dienstag (10.00 Uhr) in Hamburg einen Bericht zu den Auswirkungen der Öl- und Gasindustrie in der Nordsee vor. Es sei die größte Industrieregion Europas. Durch den Förderbetrieb würden jährlich mehr als 8000 Tonnen Öl das Meer verdrecken. Zudem sei die Nordsee voller Förderplattformen. Rund 500 Plattformen müssten in den nächsten 30 Jahren abgebaut werden. Die Zerlegung müsse an Land geschehen. Das sei nach der Greenpeace-Kampagne gegen die Versenkung der Ölplattform «Brent Spar» vor 20 Jahren vorgeschrieben.

Di, 2015-04-28 02:30
Berlin (dpa)

Verkaufs- und Unfallzahlen steigen - Wie gefährlich sind E-Bikes? Von Christian Thiele, dpa

Sie sind bequem und erreichen mitunter ein hohes Tempo: motorisierte Fahrräder. Immer mehr sind auf Deutschlands Straßen unterwegs. Sind sie gefährlicher als herkömmliche Räder?

Berlin (dpa) - Mit wenig Kraftaufwand und nicht verschwitzt ans Ziel zu radeln - das klingt verlockend. Kein Wunder, dass Pedelecs und E-Bikes immer beliebter werden. Andererseits steigt die Zahl der Unfälle mit diesen Rädern. Wie gefährlich ist Radfahren mit Motor?

Pedelecs sind Räder mit einem Motor, der die Zweiräder bis zu 25 Kilometer pro Stunde schnell macht. E-Bikes, die weit weniger verbreitet sind, erreichen ein höheres Tempo und müssen deshalb ein Nummernschild tragen und auf der Straße fahren. Elektrische Räder sind bei Älteren beliebt, aber nicht mehr nur ein Rentner-Phänomen: «Immer mehr Menschen über 30 interessieren sich dafür - für ihren Arbeitsweg mit dem Fahrrad, damit sie nicht mehr verschwitzt im Büro ankommen», sagt der Münchner Fahrrad-Fachverkäufers Hans Gröss.

Pedelecs waren 2014 bundesweit in rund 3700 Unfälle mit Verletzten verwickelt, wie aus einer Statistik des Automobilclubs ACE hervorgeht, die sich auf Daten des Statistischen Bundesamts stützt. 59 Menschen starben demnach, 1178 verletzten sich schwer. Die meisten Unfälle gab es im Mai und im Juni. Vergleichszahlen werden erst in einem Jahr vorliegen.

Für einige Bundesländer gibt es schon eine Tendenz: Im großen Flächenland Nordrhein-Westfalen stieg die Zahl der Verletzten bei solchen Unfällen von 322 im Jahr 2012 auf 714 im Vorjahr. In Bayern gab es 2014 370 Unfälle mit Pedelecs, 60 mehr als im Vorjahr. In Brandenburg gab es im vergangenen Jahr 38 Unfälle, zehn mehr als 2013. Die meisten Personen seien 45 Jahre und älter gewesen, sagt ein Polizeisprecher. In Bremen waren unter den sechs Schwerverletzten fünf älter als 65.

Dass die Zahlen zum Teil sprunghaft gestiegenen sind, spiegelt die große Nachfrage nach den motorisierten Rädern. Laut dem Zweirad-Industrie-Verband gingen 2014 480 000 E-Bikes über den Ladentisch, 70 000 mehr als im Jahr zuvor. 95 Prozent aller verkauften E-Bikes waren Pedelecs. Inzwischen sei jedes zehnte verkaufte Rad in Deutschland eines mit Elektroantrieb. 2,1 Millionen E-Bikes sollen mittlerweile auf Deutschlands Straßen unterwegs sein. Doch wie gefährlich sind diese Fahrräder?

«Laut statistischen Erhebungen ist das Risiko, bei einem Pedelec-Unfall ums Leben zu kommen, viermal höher als bei Unfällen mit herkömmlichen Rädern», sagt Constantin Hack vom ACE. Die Entwicklung der Unfallzahlen gebe durchaus Anlass zur Besorgnis. Trotzdem: «Diese Räder gehören zu unserer modernen Verkehrswelt, sie haben ihre Zukunft noch vor sich.» Hack forderte deshalb mehr Unfallprävention.

Die Bedenken des ACE teilt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) nicht. «Die Menschen, die regelmäßig Rad fahren, sind auf Pedelecs mit einer ähnlichen Reisegeschwindigkeit unterwegs wie Menschen auf herkömmlichen Rädern», betont Sprecher René Filippek. Ältere Menschen verletzten sich bei Stürzen genauso schwer wie auf Rädern ohne Elektroantrieb.

Untersuchungen bestätigen den ADFC zum Teil. Laut der Technischen Universität Chemnitz sind E-Bikes zwar deutlich schneller und Pedelecs geringfügig schneller unterwegs als Fahrräder ohne Antrieb. Trotzdem kämen selbst E-Bike-Fahrer nicht häufiger in gefährliche Situationen als Räder ohne Motor. Die Deutsche Polizeihochschule kommt nach einer Auswertung von Unfallzahlen aus Baden-Württemberg zu einer ähnlichen Einschätzung. Allerdings seien die Folgen bei Unfällen mit Pedelecs schwerer.

Di, 2015-04-28 01:32
York (dpa)

Zum 65. von Bianca Jagger: Vom Party-Girl zur Umweltaktivistin Von Christina Horsten, dpa

Einst war sie Glamour-Girl, enge Freundin von Andy Warhol und die Ehefrau von Mick Jagger. Inzwischen verbringt Bianca Jagger ihre Zeit lieber als Umwelt-Aktivistin sowie Oma und Uroma.

New York (dpa) - An vielen Stellen wurde Bianca Jaggers 65. Geburtstag bereits vor fünf Jahren gewürdigt. Wurde sie also vor 70 Jahren geboren? Nein, antwortet ihre Sprecherin Annabelle Tillette jetzt im April 2015 auf dpa-Nachfrage. Jagger sei 1950 als Bianca Pérez-Mora Macias in Managua in Nicaragua geboren.

Also ritt Bianca Jagger demnach an ihrem 27. Geburtstag auf einem weißen Pferd ins «Studio 54». Eine Woche zuvor hatte der New Yorker Nachtclub eröffnet und Jagger schien auf dem Höhepunkt ihres Glamour-Lebens: Verheiratet mit Rolling-Stones-Sänger Mick Jagger und eng befreundet mit dem Künstler Andy Warhol galt die braunhaarige Schönheit als angesagtestes Party-Girl der Millionenmetropole.

Doch so glamourös sei das damals alles gar nicht gewesen, meint sie heute. «Ich habe mich gefühlt wie ein Fisch ohne Wasser», sagte sie jüngst der britischen Zeitung «London Evening Standard». «Ich war ein junges Mädchen aus Nicaragua und in dieser Welt mit diesem ganz anderen Hintergrund und diesen ganz anderen Ideen zu sein, war eine überwältigende Erfahrung.»

Knapp vier Jahrzehnte nach der legendär gewordenen Pferde-Szene im «Studio 54» führt sie nun ein völlig anderes Leben: Geschieden von Mick engagiert sie sich als Umwelt-Aktivistin und Feministin und ist leidenschaftliche Oma und Uroma. «Jetzt weiß ich, wer ich bin.»

Ihre 1971 geborene Tochter Jade aus der Ehe mit Mick hat ihr in den 90er Jahren die Enkeltöchter Assisi und Amba geschenkt. Im vergangenen Jahr bekam Jagger fast gleichzeitig einen weiteren Enkelsohn und eine Urenkelin von Jade und Assisi. «Die Babys sind im Abstand von drei Wochen geboren. Es ist wunderbar. Jade liebt es, wieder Mutter zu sein, sie blüht auf. Ich wünsche mir oft, dass ich mehr Kinder gehabt hätte. Ich hätte gerne einen kleinen Jungen gehabt. Aber Oma zu sein ist toll. Mein Enkel ist ein kleiner Engel.»

Geboren in der nicaraguanischen Hauptstadt Managua habe sie eigentlich Ordensschwester werden wollen, sagt Jagger heute. «Ich wollte Nonne und Missionarin sein. Ich war schon immer ein gutes katholisches Mädchen.»

Nach der Scheidung ihrer Eltern zog Jaggers Mutter sie alleine auf und nahm sie mit auf Demonstrationen gegen die Somoza-Diktatur in dem mittelamerikanischen Land. Jagger begann, sich für Politik zu interessieren und ging als 16-Jährige mit einem Stipendium an die Pariser Sorbonne-Universität, um Politikwissenschaften zu studieren.

Auf einer Party nach einem Rolling-Stones-Konzert lernte die junge Nicaraguanerin 1970 Mick Jagger kennen. Ein Jahr später war Bianca Jagger schwanger und das Paar heiratete in St. Tropez. Die darauffolgenden Jahre waren stürmisch, aber nicht unbedingt glücklich. 1978 reichte Bianca Jagger die Scheidung ein, weil der Sänger sie betrogen haben soll.

Die Trennung habe sie traumatisiert - wie zuvor schon die ihrer Eltern, sagte Jagger dem «Standard». «Ich könnte mir niemals vorstellen, noch einmal zu heiraten. Ich könnte einfach nicht noch eine Scheidung mitmachen, es war zu schwer.» Erst 20 Jahre später habe sie wieder mit Freude ein Stones-Konzert besuchen können. «Mit dem Abstand hatte ich Spaß. Ich war eine erwachsene Frau.»

Jaggers Nachnamen hat das Model aber bis heute behalten. «Ich habe mal darüber nachgedacht, ihn aufzugeben», sagte Jagger vor kurzem dem amerikanischen TV-Sender CNN. «Aber nein, ich bin in Nicaragua geboren und sehr traditionell erzogen worden. Es wäre sehr schwer. Und Bianca Jagger ist ein schöner Name.»

Außerdem hilft der Name ihr, Aufmerksamkeit und Geld für wohltätige Zwecke zu bekommen - ihrem neuen Lebensinhalt. Jagger setzt sich vor allem für Menschenrechte und den Umweltschutz ein, reist um die Welt, hält Reden und sammelt Spenden. «Ich bekomme Hilferufe von allen möglichen Seiten. Ich muss darüber nachdenken, wo ich wirklich etwas ausrichten kann. Denn ich kann nicht jedem helfen.»

Geht doch!

Landgang für Bohrinseln

Nordsee 20 Jahre nach Brent Spar: Ein Riesenkatamaran wrackt ausgediente Plattformen ab, um sie an Land zu entsorgen

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Rund 600 alte Stahlkolosse stehen in der Nordsee. Seit Anfang der 70er-Jahre haben sie Gas und Öl aus dem Meeresboden gepumpt. Nun versiegen die Vorkommen, und die Bohrinseln müssen entsorgt werden. Im Mai 1995 hatte Greenpeace die Shell-Plattform Brent Spar besetzt, in der Folge boykottierten Autofahrer europaweit Shell-Tankstellen. Der Konzern lenkte schließlich ein und ließ die Brent Spar an Land schleppen. Seit 1998 verbietet das internationale Übereinkommen zum Schutz des Nordostatlantiks, die sogenannte Ospar-Konvention, grundsätzlich die Versenkung von Plattformen. Um die Anlagen abzuschleppen, hat die Schweizer Unternehmensgruppe Allseas nun für 1,3 Milliarden Euro eigens einen Riesenkatamaran gebaut. In diesen Tagen soll das größte Arbeitsschiff der Welt zu seinem ersten Einsatz in See stechen. Mit Spezialkränen kann die 124 Meter breite „Pioneering Spirit“ bis zu 48.000 Tonnen heben, das entspricht mehr als 80 voll beladenen Airbus 380. „Abtransport und Entsorgung werden die Industrie Milliarden kosten“, sagt David Booth von der Universität Sydney. Bis 2025 werden weltweit 6500 Öl- und Gasplattformen überflüssig sein – ein Geschäft mit Zukunft.
Illustration: Christoph Niemann

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Dänemark
Während hierzulande neue Kohlekraftwerke wie in Hamburg-Moorburg ans Netz gehen, will Dänemark schon 2025 kohlefrei sein – fünf Jahre schneller als
geplant. Energieminister Rasmus Helveg Petersen lässt derzeit prüfen, ob die Regierung die Nutzung von Kohle als Brennstoff verbieten kann. Bislang deckt sie ein Fünftel des dänischen Strombedarfs. Der Anteil der Windenergie soll weiter steigen: bis 2020 von 30 auf 50 Prozent.

Mexiko-Stadt
Wer auf Bus oder Bahn wartet, soll Fitnessübungen machen. Mit dieser Kampagne will die Verwaltung der mexikanischen Hauptstadt das Übergewicht in der Bevölkerung bekämpfen. An Haltestellen wurden Gesundheitsposten eingerichtet, die als Belohnung für zehn Kniebeugen ein Gratisticket ausgeben. Die vor gut einem Jahr eingeführte Fast-Food-Steuer konnte die Adipositas-Epidemie nicht eindämmen. Rund 70 Prozent der Mexikaner sind übergewichtig oder gar fettleibig.

Schweden
Weltweit tragen 37 gefährdete Umweltschützer und Menschenrechtsaktivisten ein GPS-Armband. Im Notfall müssen sie nur die Glieder auseinanderziehen, um Alarm auszulösen. Die schwedische Menschenrechtsorganisation Civil Rights Defenders organisiert sofort Hilfe im Umfeld der Aktivisten. „Das Armband hat mich von der Angst befreit“, sagt die Kenianerin Phyllis Omido. Sie kämpft in Mombasa gegen die Bleiverseuchung ihres Stadtviertels und ist schon mehrmals bedroht worden.
nataliaproject.org

Geht doch!

Styropor „To Go“

USA Mehr als 70 Städte verbieten aufgeschäumtes Plastik. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio nimmt den Kampf mit dem Müll auf.

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Ab Juli verbannt er Einwegbecher, -teller und andere Behältnisse aus Styropor. Auch Verpackungsfüllmaterial aus Schaumstoff darf dann nicht mehr verwendet werden. Laut Abfallbehörde hat sich eine Wiederverwertung ökologisch und ökonomisch als nicht sinnvoll erwiesen. Jedes Jahr hat die Müllabfuhr in der Metropole fast 30.000 Tonnen Abfall aus aufgeschäumtem Polystyrol eingesammelt, der Großteil stammt aus der Gastronomie. „Diese Produkte verursachen reale Umweltschäden“, sagt de Blasio. Sein Appell fruchtet auch bei Behörden: Ab Sommer sollen Styroporbehälter aus Schulkantinen verschwinden. Warum das Essen künftig auf kompostierbaren statt auf Keramiktellern serviert wird, lässt sich allerdings nicht nachvollziehen. Schon mehr als 70 US-Städte, darunter Washington, San Francisco, Oakland und Seattle, haben sich vom Einwegplastik losgesagt. In Deutschland dagegen wird der biologisch nicht abbaubare Schaumstoff weiterhin großflächig eingesetzt: nicht nur für Fastfood-Verpackungen, sondern auch für die Wärmedämmung von Gebäuden.
Illustration: Christoph Niemann

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Grenoble: Bäume statt Werbung
Die französische Alpenstadt will die erste werbefreie Stadt Europas werden: Der grüne Bürgermeister Éric Piolle hat alle Reklameverträge gekündigt. Wo bisher freie Sicht auf riesige Plakate herrschen musste, will er Bäume pflanzen lassen. Den Verzicht auf die optische Umweltverschmutzung lässt sich die Stadt jährlich 150.000 Euro kosten – so viel hat Grenoble bisher durch vermietete Werbeflächen pro Jahr eingenommen. Bislang verbietet nur eine Stadt Werbung im öffentlichen Raum: São Paulo in Brasilien, und das schon seit 2010.

Frankreich: Zu schnell kaputt
Mit bis zu zwei Jahren Haft und 300.000 Euro Geldstrafe will Frankreich eingebaute Fehler, die zum vorzeitigen Verschleiß von langlebigen Verbrauchsgütern führen, als Betrug ahnden. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben ist auf dem Weg. Niedersachsen will solche Art der Verbrauchertäuschung auch nicht hinnehmen. Landesverbraucherschutzminister Christian Meyer erwägt eine Verlängerung der Garantie bei bestimmten Produkten.

Hamburg: Steckdose für Cruiser
Die Bewohner des Elbufers können ein wenig aufatmen: Im Hafen liegende Kreuzfahrtschiffe werden ab diesem Sommer mit erneuerbarem Landstrom versorgt und können die luftverpestenden Dieselmotoren abstellen. Umweltschützern reicht das nicht. Sie fordern, dass in Zukunft auch Containerschiffe zum Anschluss an den sauberen Landstrom verpflichtet werden.
 

Geht doch!

Fit für Krisen

Weltweit wollen „Transition Town“-Initiativen einen Kultur- und Energiewandel bewirken. Inzwischen gibt es mehr als 4000 in etwa 50 Ländern.

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England: Es begann in der britischen Stadt Totens
Genug geredet, jetzt wird gehandelt! Nach diesem Motto agieren inzwischen mehr als 4000 „Transition Town“-Initiativen in etwa 50 Ländern. Sie alle wollen in ihren Städten den „Übergang“ (Transition) zu einem nachhaltigen Lebensstil einleiten. Gemeinsam bauen sie Solaranlagen auf Hausdächer, führen Regio-Währungen ein, teilen Maschinen, Werkzeug und Besitztümer, reparieren Elektrogeräte, gärtnern auf öffentlichen Plätzen oder gründen Gemeinwohlunternehmen. Dass sich die Erde erwärmt, das Öl zur Neige geht und der Ressourcenverbrauch unsere Lebensgrundlagen zerstört, war längst bekannt, als der britische Umweltaktivist Rob Hopkins im Jahr 2006 in seiner Heimatstadt Totens die erste „Transition Town“-Initiative startete. Ein Weiter-so-wie-bisher kam für ihn und die wachsende Übergangsbewegung nicht in Frage. Gerd Wessling, Netzwerksprecher für die rund 120 Initiativen im deutschsprachigen Raum, begreift das Ganze als langfristiges Experiment. Ihm ist klar, dass Lastenfahrräder und Blumenkübel allein die Welt nicht retten können. Die Summe aller Aktivitäten könnte aber einen Wandel bewirken, hofft er. Wessling fühlt sich bestärkt durch das kontinuierliche Anwachsen der Bewegung. Es zeige, dass die Idee viele anstecke und jeder Einzelne in seinem Umfeld sehr wohl etwas ändern könne.
transition-initiativen.de
Illustration: Christoph Niemann

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Bodensee: Wild und bunt
Auf rund 65 Hektar blühen in den Landkreisen Schwarzwald-Baar und Konstanz Malven, Steinklee und zwei Dutzend weitere Wildpflanzen. Die bunte Vielfalt erfreut Imker, Jäger, Touristen – und Bauern. Denn sie gewinnen aus der Ernte Biogas. Allerdings liegt der Ertrag dieser Biomasse etwa ein Drittel unter dem von Mais, berichtet die Bodensee-Stiftung. Sie fördert den Wildpflanzenanbau und will so die Monokulturen der Energiepflanzen eindämmen. Dafür müssen weniger Pestizide gespritzt werden.
bioenergie-region-bodensee.de

Steiermark: Laubbläser verboten
Sie stinken, lärmen und verpesten die Luft – deshalb ist der Einsatz von Laubbläsern seit dem 1. Oktober im österreichischen Bundesland Steiermark verboten. Verstöße sollen mit Geldstrafen bis zu 7250 Euro geahndet werden. Ausschlaggebend war eine Studie der Universität Graz: Laubbläser wirbelten am Boden abgelagerte Ruß- und Staubpartikel auf, stellten die Forscher fest. Im Vergleich zur Besenreinigung gelange so zehnmal mehr Feinstaub in die Luft.

Südtirol: Pestizidfreie Gemeinden
Die Gemeinde Malosco in der italienischen Provinz Trentino ist Vorreiter im Kampf gegen Pestizide: Trotz heftigen Widerstands der Bauernlobby hat der Bürgermeister den Einsatz vieler Agrargifte verboten. Er will die Gesundheit seiner Bürger schützen. Auf diesen Präzedenzfall beruft sich die Kommune Mals im benachbarten Vinschgau. Anfang September hat das Dorf abgestimmt: 76 Prozent votierten für ein Verbot aller giftigen, gesundheits- und umweltschädlichen Pestizide auf dem Gemeindegebiet.

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Di, 2015-04-28 01:17
Salvador (dpa)

Zwölf Tote bei Unwetter in Brasilien

Salvador (dpa) - Mindestens zwölf Menschen sind im Nordosten Brasiliens bei einem Unwetter umgekommen. Die Opfer wurden am Montag von zwei Erdrutschen in Salvador verschüttet, wie das Nachrichtenportal G1 berichtete. Mehrere Menschen werden noch vermisst, drei Verletzte wurden in ein Hospital gebracht. Die starken Regenfälle der vergangenen Wochen haben in der Hauptstadt des Bundesstaates Bahía Überschwemmungen verursacht. Bewohner der Stadtteile an der Küste mussten am Montag auf den Straßen Boote oder Surfbretter benutzen.

Di, 2015-04-28 01:30
Brüssel (dpa)

Plastiktüten verschmutzen die Weltmeere

Brüssel (dpa) - Kunststoff erzeugt für die Umwelt oft riesige Probleme. Plastik macht zum Beispiel einen Großteil des Mülls aus, der die Weltmeere verschmutzt.

Riesige Mengen Plastikmüll gelangen Jahr für Jahr vom Land ins Meer: Allein 2010 waren es zwischen 4,8 und 12,7 Millionen Tonnen, wie Forscher schätzen. Diese Zahlen nannten die Experten aus Australien und den USA im Fachblatt «Science» im Februar. Dabei geht es um verschiedene Plastik-Abfälle.

Umweltexperten fordern vor diesem Hintergrund seit langem, weniger Plastiktüten zu verbrauchen. Jeder EU-Einwohner nutzt im Durchschnitt beinahe 200 Plastiktüten insgesamt pro Jahr, so ein Bericht des Umweltbundesamtes. Am wenigsten werden in Irland verbraucht: Dort seien es im Schnitt 20 Stück, darunter 18 Einwegtüten. In Deutschland sind Studien zufolge von 71 Tüten 64 Einwegtaschen. Für andere Länder werden mehrere hundert Tüten insgesamt gezählt.

Mittlerweile gibt es Kunststoffbeutel, die biologisch abbaubar sind. Aber auch sie sind bei Umweltschützern umstritten.

Wegen seiner Langlebigkeit - Experten gehen von bis zu 450 Jahren aus - ist Plastik eine Gefahr für die Umwelt. Wegen riesiger Müllteppiche im Meer sterben jährlich Hunderttausende Vögel und Meeressäuger. Sie verheddern sich oder fressen Plastik. Winzige Teile könnten über die Nahrungskette auch in den menschlichen Körper gelangen, wie Experten warnen.

Di, 2015-04-28 00:15
Berlin (dpa)

Studie warnt vor globaler Waldvernichtung - Amazonas stark bedroht

Berlin (dpa) - In den nächsten 15 Jahren könnten nach einer neuen Studie weltweit bis zu 170 Millionen Hektar Wald verschwinden. Dies entspreche fast der fünffachen Fläche Deutschlands, teilte die Umweltorganisation WWF (World Wide Fund For Nature) am Dienstag in Berlin mit. Mit den größten Verlusten müsse in den Tropen gerechnet werden. Besonders betroffen seien Borneo, die Mekong-Region sowie das Amazonas-Gebiet. Der Amazonas könnte sogar ein Drittel seiner Waldfläche verlieren. Als Hauptgründe nennt die Studie die Ausweitung der Agrarindustrie, Viehhaltung sowie Straßen- und Kraftwerksbau.

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„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

Erschienen in Ausgabe 3.15

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 5.12

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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"Ich hab's nicht so mit Broteschmieren."

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“

Erschienen in Ausgabe 3.12

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

Erschienen in Ausgabe 2.12

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

Erschienen in Ausgabe 1.12

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Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!


Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

Erschienen in Ausgabe 6.11

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Immer noch - umweltschädlicher Becher Becher wird künftig vielleicht recycelt. ActiIrreführus - bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

Erschienen in Ausgabe 5.11

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Tödlich.  Hungerlöhne. Ausbeutung. Selbstmord. Das iPhone, auch in Weiß nicht unschuldiger. iSlave4

Erschienen in Ausgabe 4.11
 

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Die lohnt sich für Bahn- und Stromkonzernchefs.  Jetzt 3 Monate "ausgesetzt". Satte 25%. So groß ist der Atom-Anteil im Strommix der Bahn. Der Super-Spar-Strom stammt aus dem Risiko-AKW Neckarwestheim. Zwar hat Schwarz-Gelb Block 1 jetzt urplötzlich stillgelegt, aber Block 2 soll laut derzeit "ausgesetzter" Laufzeitverlängerung, die Bahnchef Rüdiger Grube lautstark gefordert hat, bis etwa 2037 am Netz bleiben. Obwohl auch dieser Reaktor total veraltet ist und in einem Erdbebengebiet steht. Die Bahn riskiert viel.

Erschienen in Ausgabe 3.11
 

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WENN ES DARUM GEHT, UNSERE MÜLLBERGE GUT AUSSEHEN ZU LASSEN, STIEHLT CHRISTOPHE GEORGE CLOONEY DIE SCHAU.  Christophe ist Projektleiter für Nachhaltige Entwicklung bei Nespresso. Er hilft uns, die miese Ökobilanz unserer Alukapseln zu beschönigen. „Aluminium ist zu 100 % und unendlich oft recycelbar und trägt so zum Schutz natürlicher Ressourcen bei“, schreiben wir in der Werbung. Dabei landen in Deutschland nur 70 % des Aluminiums im Gelben Sack. Und für die Folien der Kapseln verwenden wir sowieso Primär-Aluminium, dessen Herstellung extrem energieaufwendig ist. Weil in Nespresso-Maschinen nur Nespresso-Kapseln passen, sind unsere Kunden also genötigt, nachhaltig die Umwelt zu versauen. Und müssen dafür auch noch bis zu 35 Euro pro Pfund Kaffee zahlen.  Erpresso Die Leere des Portemonnaies

Erschienen in Ausgabe 2.11
 

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Schaurige Leistung. Wir schicken im Januar wieder unsere fiesen Touaregs zur Rallye Dakar. Denn wir fürchten weder Klimawandel noch Hirnverbranntheit, sondern nur, als Langweiler-Automarke zu gelten. Jaja, schon klar, ein Hersteller namens „Volkswagen Group“ sollte eigentlich bei der Entwicklung vernünftiger, sparsamer Autos Weltspitze sein, aber das wäre doch irgendwie zu naheliegend. Deshalb bauen wir lieber spritschluckende Audis, Bugattis, Lamborghinis, Phaetons und Touaregs und bieten unsere effizienten „Blue Motion“-VWs nur mit Aufpreis an. So landen wir zwar beim CO2-Ranking des europäischen Umweltverbands „Transport & Environment“ noch hinter BMW auf dem drittletzten Rang. Aber dafür belegen unsere „Race Touaregs“ regelmäßig die ersten Plätze bei der gefährlichsten Rallye der Welt (60 Tote seit 1978). Und das ist uns noch nicht mal peinlich. VW Das Böse.

Erschienen in Ausgabe 1.11

 

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Schneller Geld verschleudern! Stuttgart 21: bis zu 8,7 Mrd. € Ulm-Stuttgart: bis zu 10 Mrd. € Gesamtkosten: bis zu 18,7 Mrd. € Einen Sparpreis gibt's mal wieder nicht. Wer Bahn fährt, verliert Geld: einfach überteuerte Fahrkarten kaufen und Hirn abschalten. Und als Steuerzahler blechen sie sogar doppelt. So kann die Bahn ihren Größenwahn ausleben und Kostenexplosionen von Projekten wie Stuttgart 21 und der Neubaustrecke Stuttgart-Ulm finanzieren. Aber nur solange der Vorrat an willfährigen Politikern reicht.

 

www.kopfbahnhof-21.de  Der Widerstand macht mobil.

Erschienen in Ausgabe 6.10
 

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Wir fördern Gier und Pfusch. Statt Alternativen. Seit Jahren basteln wir fleißig an unserem grünen Image. Doch anstatt konsequent auf erneuerbare Energien zu setzen, plündern wir die letzten Ölreserven unseres Planeten – zum Beispiel im Golf von Mexiko. Ohne Skrupel. Ohne Rücksicht auf Verluste. Und ohne Plan B, falls was schiefgeht – wie jetzt. bp big problems

Erschienen in Ausgabe 4.10

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Ohne Garantie: Palmöl und Urwald in Harmonie Terror Activ. Unser neuer Reiniger glänzt mit einem zweifelhaften Siegel. Damit putzen wir alles weg. Sogar den Regenwald.

 

www.regenwald.org/rspo-siegel

Erschienen in Ausgabe 3.10

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