Do, 2015-05-28 16:25
Lübeck (dpa)

Keine Haft für Nadeln im Hack Von Eva-Maria Mester, dpa

Aus Protest gegen Massentierhaltung steckt eine 60-Jährige in Supermärkten Nadeln in Fleischwaren. Dafür bekommt sie eine Bewährungsstrafe. Mit dem Thema sei sie nun durch, sagt sie.

Lübeck (dpa) - Mit Nadeln in Hack, Grillwürstchen und anderen abgepackten Fleischwaren hat eine heute 60-Jährige aus Schleswig-Holstein Verbrauchern den Appetit auf Fleisch verderben wollen. Am Donnerstag verurteilten die Richter am Lübecker Landgericht sie deshalb zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren und einer ambulanten Therapie in einer psychiatrischen Tagesklinik. Ohne sichtbare Emotionen nahm die Frau das Urteil auf, verzichtete aber nach einem kurzen Blickwechsel mit ihrem Verteidiger noch im Gerichtssaal auf Rechtsmittel. «Ich bin traurig, dass ich so vielen Menschen Sorgen gemacht habe», sagte sie in ihrem Schlusswort.

In der Urteilsbegründung sparte der Vorsitzende Richter nicht mit Vorhaltungen. «Wir sind davon überzeugt, dass Sie die Gefährdung von Menschen bewusst in Kauf genommen haben. Wer so etwas tut, der weiß, dass es gefährliche Folgen haben kann, eine Nadel zu verschlucken», sagte er. Mit dem Urteil folgte das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte ein Jahr auf Bewährung gefordert.

Die Angeklagte hatte bereits zum Prozessauftakt gestanden, aus Protest gegen Massentierhaltung in Supermärkten in Eutin und Umgebung abgepacktes Fleisch mit Nadeln präpariert zu haben. «Ich dachte, die Leute essen das Fleisch nicht, wenn sie die Nadeln sehen», hatte sie ausgesagt. Doch längst nicht alle Käufer entdeckten die Nadeln rechtzeitig. Zwei Frauen verletzten sich bei der Fleischzubereitung leicht an den Nadeln, zwei andere Verbraucher bemerkten die Fremdkörper erst, als sie sie im Mund hatten. 

Sie habe sich seit langem mit den Folgen der Massentierhaltung für Tier und Mensch beschäftigt, hatte die gelernte Krankenschwester und Altenpflegerin vor Gericht ausgesagt. Mit der Zeit sei in ihr das Bewusstsein gereift, dass «dieses Industriefleisch voller Rückstände ist und krank macht». Schließlich habe sie an nichts anderes mehr denken können, hatte sie zu Prozessbeginn erklärt. Inzwischen habe sie aber mit dem Thema Massentierhaltung abgeschlossen, sagte die 60-Jährige am Donnerstag.

Von den ursprünglich angeklagten 26 Fällen wurden einige vorläufig eingestellt, andere zu einer Tat zusammengefasst. Am Ende verurteilte das Gericht die Angeklagte wegen gemeingefährlicher Vergiftung und gefährlicher Körperverletzung in 14 Fällen zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren.

Die Aussetzung zur Bewährung begründete das Gericht unter anderem mit den in nicht-öffentlicher Sitzung gemachten Aussagen des psychiatrischen Sachverständigen. Danach litt die Angeklagte zur Tatzeit unter schweren Depressionen und war deshalb nur eingeschränkt steuerungsfähig. Das Gericht erteilte der Angeklagten daher die Auflage, sich einer ambulanten Therapie zu unterziehen und sich regelmäßig den Ärzten in einer Fachklinik vorzustellen. 

Do, 2015-05-28 16:11
Moskau (dpa)

Putins neues Staatsgeheimnis: Tote Soldaten in Friedenszeiten

Moskau (dpa) - Nach Berichten über den Tod von russischen Soldaten im ukrainischen Konfliktgebiet Donbass hat Kremlchef Wladimir Putin Verluste in den Streitkräften zum Staatsgeheimnis erklärt. Das am Donnerstag von dem Ex-Geheimdienstchef unterzeichnete Dekret verbietet es, über den Tod von Angehörigen des Verteidigungsministeriums bei Spezialeinsätzen in Friedenszeiten zu berichten. Bei Verstößen drohen bis zu sieben Jahre Haft.

Die Opposition und Soldatenmütter sowie Medien hatten immer wieder Fälle von im Donbass getöteten russischen Militärangehörigen öffentlich gemacht. Kommentatoren werteten den Ukas Putins - die erste Änderung dieser Art seit 20 Jahren - als Reaktion auf diese Enthüllungen. Die Novelle dürfte es vor allem Angehörigen erschweren, Todesfälle von Soldaten aufzuklären. Bisher galt lediglich der Verlust von Soldaten in Kriegszeiten als Staatsgeheimnis.

Russland bestreitet internationale Vorwürfe, Soldaten im Kriegsgebiet Ostukraine einzusetzen. Das offizielle Moskau räumt lediglich ein, dass es freiwillige russische Staatsbürger bei den Kämpfen im Donbass gebe. Mit dem Ukas reagiere Präsident Putin auf die neue instabile Lage in der Welt, lobte der Abgeordnete Franz Klinzewitsch von der Regierungspartei Geeintes Russland.

Do, 2015-05-28 16:31
Berlin (dpa)

So tickt die SPD: VDS + TTIP = dicke Luft Von Tim Braune, dpa

Kotau vor der «Law-and-order»-Union, oder «maasvoller» Kompromiss? SPD-Chef Gabriel wusste, was er sich mit dem Ja zur Vorratsdatenspeicherung einbrockt. Wie geht die Kraftprobe mit den eigenen Leuten aus?

Berlin (dpa) - Für ein paar Tage hat Sigmar Gabriel alles ziemlich weit hinter sich gelassen. Der SPD-Chef und Vizekanzler, der bei den Wählern durch sein robustes Auftreten in der Spionage-Affäre laut Demoskopen jüngst an Statur gewonnen haben soll, entspannt im Pfingsturlaub in Griechenland. Per SMS bekam er nun die Nachricht aufs Sonnendeck, dass das Kabinett das Comeback für die Vorratsdatenspeicherung auf den Weg gebracht hat.

Auf den ersten Blick ein Erfolg für Gabriel. Ohne ihn wäre es dazu nämlich nie gekommen. Per Machtwort im Radio zwang der Parteivorsitzende im März seinen Justizminister Heiko Maas zum Einlenken im langen Streit mit der Union. Gabriel will in der Innen- und Sicherheitspolitik eine aus seiner Sicht offene Flanke gegenüber der Union schließen.

Nun ist die Regelung beschlossene Sache, soll im Hauruck-Verfahren noch vor der Sommerpause durch den Bundestag und im Juli in Kraft treten. Maas verkauft die Lösung mit eng begrenzten Speicherfristen als Kompromiss, der mit der alten, von Gerichten gekippten Vorratsdatenspeicherung nichts mehr zu tun habe. Also Ende gut, alles gut?

Keineswegs. Denn Segelfreund und SPD-Skipper Gabriel empfing am Mittelmeer auch die Nachricht, dass sich in der Partei was zusammenbraut. Um die 100 SPD-Gliederungen - vom Ortsverein bis zum Landesverband - haben im Willy-Brandt-Haus für den bevorstehenden Parteikonvent am 20. Juni schon Protestnoten gegen die Vorratsdatenspeicherung eingereicht.

«Diese Zahl kann man nicht einfach wegwischen», sagte der Wortführer der Gegner, der SPD-Netzpolitiker Lars Klingbeil, der «Süddeutschen Zeitung» und der «Frankfurter Rundschau». Der Aufschrei kommt nicht überraschend. Die SPD war beim Datenabsaugen immer gespalten. Netzpolitiker und Jusos dagegen, Innen- und Rechtspolitiker dafür, viele hängen dazwischen.

Beim Parteitag 2011 ging das Kräftemessen 60:40 für die Befürworter aus. Darauf beruft sich die Parteispitze um Gabriel. Das Gesetz von Maas sei maßvoll, schöpfe den von der Partei seinerzeit gewährten Spielraum nicht einmal komplett aus. Der Konvent selbst sei doch eine gute Gelegenheit für die Funktionärsebene, richtig Dampf abzulassen - mehr aber auch nicht, heißt es. Praktischerweise bleibt die Öffentlichkeit bei dem Treffen draußen vor der Tür.

Formal kann der Konvent, zu dem mehr als 200 Delegierte aus der ganzen Republik anreisen, den Parteitagsbeschluss nicht aushebeln. Doch gerade bei den Linken in der SPD-Bundestagsfraktion gibt es einige, die gerne Hand ans Gesetz legen würden. So wird diskutiert, ob man nicht eine Befristung oder Überprüfung einbauen könnte, also nach zwei, drei Jahren Laufzeit zu schauen, ob das Gesetz im Anti-Terror-Kampf wirklich wirkt oder als Placebo nur die Bevölkerung unter Generalverdacht stellt.

«Das ist ein Vorschlag, der eine Brücke bauen könnte», meint Parteivize Ralf Stegner. Gabriel will das dem Vernehmen nach auf gar keinen Fall. Schnüre man das Maßnahmenpaket auf, werde die Union womöglich auf Verschärfungen dringen, die die SPD gerade erfolgreich verhindert habe.

So oder so ist das Ganze kein Gewinnerthema. Grüne und FDP reiben sich die Hände, wollen sich als Bürgerrechtsparteien auf Kosten der SPD profilieren. Die Linkspartei wirft den Genossen gar einen Kotau vor der «Law-and-Order-Union» vor - mitten in der Spionageaffäre um die Kooperation des Auslandsgeheimdienstes BND mit dem US-Dienst NSA beim Ausspähen von Politikern und Konzernen.

Beim Konvent wird auch Gabriels Zwischenbilanz beim umstrittenen Handelsabkommen TTIP der EU mit den USA auf dem Prüfstand stehen. Auch ein heikles Thema, wenngleich der Wirtschaftsminister hier weniger zu befürchten hat als bei den Vorratsdaten. Gabriel zog unlängst in Brüssel im Sinne der Basis rote Linien. Sonderrechte für Konzerne sollen entschäft werden, außerdem könnte TTIP erst 2017 beschlussreif sein. Im Bundestagswahlkampf wäre das ein Fall für den nächsten SPD-Kanzlerkandidaten - der absehbar Sigmar Gabriel heißen dürfte, wenn nicht noch eine große Überraschung passiert.

À la Saison

Schlangenmordende Schwarzwurzel

(Scorzonera hispanica)
Die Schwarzwurzel hieß noch im 17. Jahrhundert „Schlangenmord“ oder „Vipergras“. Tatsächlich ist sie eine zu Unrecht vergessene Wunderwurzel

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„Die Wurtzel“ sei „fleischig, saftig und voll Milch“ sowie „süß von Geschmacke, wann sie gesotten worden“, schrieb der französische Chemiker und Arzt Nicolas Lémery 1698 in ein Lexikon. Den Zeitgenossen mochte das gewagt erscheinen. War die Schwarzwurzel doch erst seit kurzem etwas zu Essen. Im Deutschen trug das neue Gemüse die Beinamen „Schlangenmord“ und „Vipergras“, die eher nach Hexenkessel als nach Eintopf klangen.

Schuld war der italienische Botaniker und Mediziner Pietro Andrea Mattioli, der die antike Heilpflanze 1544 erstmals wissenschaftlich beschrieben hatte. Der kaiserliche Leibarzt verwandte die Wurzel des Korbblütlers nicht nur gegen Wundfieber und Knochenbrüche, sondern auch „wider den Natterbiß“. Er taufte sie Scorzonera hispanica nach ihrem Herkunftsland Spanien und dem Namen einer schwarzen Giftschlange. Außerdem setzte er das Gewächs auch „wider die fallende Seuche, zu den Pocken und für die Pest“ ein, wie Lémery 150 Jahre
später notierte. Sie ist, kurzum, eine zu Unrecht vergessene Wunderwurzel.

„Proletenspargel“ oder „Spargel des armen Mannes“ heißt Mattiolis Zaubergemüse im Volksmund heute. Eine Delikatesse, die hierzulande – außer in Bayern – kaum groß--flächig angebaut wird. Wir importieren sie aus Belgien, Frankreich und den Niederlanden, wo man offenbar weiß, was gut ist. In Wahrheit ist der im Inneren elfenbeinfarbene „Winterspargel“ dem Original überlegen, nicht nur was seine Länge von bis zu einem halben Meter angeht. Die kalzium-, eisen-, magnesium- und vitaminreiche Schwarzwurzel gibt es nicht nur mitten in der kalten Jahreszeit, sie ist auch robust, lagerfähig und wird nicht holzig.

Es ist richtig, dass ihre korkige Rinde beim Schälen ohne Handschuhe hässliche Flecken von großer Haltbarkeit in die Haut gerbt. Und es stimmt, dass ihr milchiger Saft klebt wie Pattex, wenn man sie – Tipp aus dem Kochbuch – erst nach dem Garen häutet. Und damit sie nicht braun anläuft, gehören etwas Zitrone und Milch ins Kochwasser. Ja, die Zubereitung der Scorzonera ist eine Zumutung. Genau das macht sie zur „alten Sorte“ und – einige Jahre nach ihrer nordamerikanischen Schwester Topinambur – zur zumindest unter Spitzenköchen wiederentdeckten Rarität.

Sei es, dass der Kopenhagener René Redzepi sie im Restaurant Noma mit Gotland-Trüffeln als Hors d’œuvre anrichtet, der spanische Molekularkoch Ferran Adrià sie zu Steinbutt serviert oder in einem Berner Grandhotel das Steak auf „seinem Bett von Schwarzwurzelragout“ kommt – sie harmoniert. Anders als der geltungssüchtige Spargel kann, aber muss sie kein Solo auf dem Teller spielen. Ganz gleich ob die Sorte „Hoffmanns Schwarzer Pfahl“, „Schwarzer Peter“ oder „Russischer Riese“ heißt – in der Schwarzwurzel verbindet sich das Beste (unbittere) des Spargels mit zarten Nussaromen und winterlicher Erdigkeit. Besonders gut schmeckt sie zu zerlassener Butter und gerösteten Semmelbröseln. Aber auch mit Béchamelsoße oder im Soufflé und selbst roh in den Salat geraspelt ist sie ein Genuss.

In Sachen Pest hat Mattioli die Wunderwurzel aber zweifellos überschätzt. Der Gelehrte starb 1577 am „Schwarzen Tod“ – und das vermutlich nicht, weil gerade keine Schwarzwurzel zur Hand war.

Neu frisch vom Feld gibt's die Schwarzwurzel ab Oktober, regional verfügbar ist sie den ganzen Winter über.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Krautiger Kohlrabi

(Brassica oleracea var. gongylodes)
Ob das deutscheste aller Gemüse wirklich aus Deutschland kommt, liegt – ehrlich gesagt – im Dunkeln. Erfahren Sie mehr über dieses und weitere Geheimnisse aus der Kulturgeschichte des Kohlrabi.

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Es ist ein Irrtum, dass es sich beim deutschesten aller Gemüse um Weißkohl alias Sauerkraut handelt. Zwar hat die vergorene Spezialität den Deutschen in England den Spottnamen Krauts eingetragen, aber fragen Sie mal einen Russen, Ungarn, Japaner, Niederländer, Dänen, Schweden, Franzosen oder Briten, was Kohlrabi in seiner Sprache heißt. Die Antwort mag ka, karalábé, koolrabi, kaalrabi, kålrabbi, colrave oder kohlrabi lauten, phonetisch ist das Ergebnis das gleiche: Die Welt spricht Kohlrabi. Krautiger wird’s nimmer.

Ist es Begeisterung über den süßen, leicht nussigen, dezenten Kohlgeschmack, die Menschen zwischen Washington und Tokio veranlasst, die komisch klingende Knolle im Munde zu führen? Mitnichten. Nur das Wort, nicht das Gemüse kommt ihnen über die Lippen. Kohlrabi ist so deutsch, dass vor allem die Deutschen ihn essen. 40.000 Tonnen im Jahr wachsen hier, und weil das noch zu wenig ist, bauen auch die Niederlande, Polen und Frankreich den Kreuzblütler an – für den Export.

Im Gegensatz zu Weiß- oder Blumenkohl, bei denen Blätter oder Blütenstand verzehrt werden, verdickt sich beim Kohlrabi der untere Teil der oberirdischen Sprossachse und liegt grünweiß oder blauviolett auf der Erdkrume. Innen sind alle Kohlrabis hell. Die größte Sorte heißt „Superschmelz“ und kann – ohne holzig zu werden – zur Größe eines Kohlkopfs anwachsen. Und der einzige Speck, der auch Vegetariern schmeckt, dürfte „Blauer Speck“ sein.

In Wirklichkeit enthält Kohlrabi neben viel Wasser, etwas Zucker und Eiweiß nur 0,1 Prozent Fett. In Deutschland wurde die Knolle im 16. Jahrhundert erstmals erwähnt. Sie war ein Star der Barockküche – beispielsweise in Leipzig, wo sie dem Allerlei den letzten Schliff gab. Das Original hat übrigens nichts mit Erbsen-Möhren-Spargel-Dosenmatsch zu tun, sondern ist ein knackiger Genuss, der – serviert mit heller Soße und luftigen Semmelklößchen – auch Blumenkohl, Morcheln und Flusskrebsschwänze vereint.

Ein Festmahl, das noch nicht ganz vergessen war, als Kurt Tucholskys Alter Ego Peter Panter sich 1928 in einem Speiselokal über breiiges Gemüse beschwerte und die Bedienung antwortete: „Da müssen Sie mal zu meiner Mutter kommen, Herr Panter, die kocht Ihnen ein Leipziger Allerlei ...“ – „Liebe gnädige Frau, es ist so nett von Ihnen ... Aber alle Leute können doch nicht bei Ihrer Mama essen!“

Kohlrabi passt gut zu Rahmsoßen, die auch mal mit Safran oder Chili gewürzt sein dürfen. Am besten gart man ihn im Ganzen und schält und teilt ihn hinterher, damit Aroma und Nährstoffe besser erhalten bleiben: Selen, Senföle und viel Vitamin C stärken das Immunsystem. Roh harmoniert Kohlrabi mit Nüssen, Ziegenkäse, Lachs und Äpfeln. Sein Kraut gehört nicht in den Kompost, denn es enthält viele Mineralien, Karotin, B-Vitamine und Eiweiß. Die zarten Herzblätter schmecken gut in Salat und Suppe oder als Hauptgericht: In Südeuropa bereitet man aus ihrem Grün vegetarische Rouladen oder „Spinat“ zu.

Südeuropa?! Ob das vermeintlich deutsche Gemüse auch aus der Region stammt, in der es so gerne verspeist wird, liegt – um ehrlich zu sein – im Dunkeln. Es könnte genausogut ein Nachfahre des pompejanischen Kohls sein, den der Römer Plinius kurz nach der Zeitenwende beschrieb. Grimms Wörterbuch vermerkte im 19.Jahrhundert, der Begriff Kohlrabi sei „merkwürdig durch seine Gestalt, halb deutsch halb italienisch“. Klar ist: Italien spricht nicht kohlrabisch. Der inoffizielle Kulturbotschafter der Krauts heißt dort cavolo rapa, Kohlrübe.

Neu frisch aus dem Gewächshaus gibt's Kohlrabi ab April, frisch vom Feld im Mai.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen


In jeder Ausagebe des Greenpeace Magazins berichten wir über die Kulturgeschichte von Obst und Gemüse. Unsere neue Ausgabe erhalten Sie am Bahnhofskiosk, in unserem Warenhaus und für nur 33,50€ im Jahresabo

À la Saison

Querulante Quitte

(Cydonia oblonga)
Die Quitte ist ein vergessenes Obst wie viele andere: Wiedersehen macht Mühe. Aber die Mühe lohnt sich. Quitten enthalten mehr Vitamin C als die meisten Äpfel, viele Mineralstoffe und Spurenelemente.

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„Wenn Krieg kommt und ich hätte nichts zu essen, dann ess’ ich die auch“, sagt eine Dame und hält den Quittenschnitz mit spitzen Fingern. „Hässlicher Apfel“, kommentiert ein anderer Teilnehmer. Und eine Oma schüttelt den Kopf: „Würde ich mir nicht kaufen.“ Der Mann von der Marktforschung nickt. Verstanden. Dann fliegt eine Schrift ins Bild. „Wir machen es trotzdem.“ „Quitteschön!“, plakatierte Bionade im Frühjahr 2009 frech. Aber Frechheit siegte nicht. Letzten Sommer musste der Limobrauer die Sorte unter regem Desinteresse der Öffentlichkeit wieder vom Markt nehmen. Was ist das für ein Land, in dem die Leute zwar so etwas Exotisches wie Holundersprudel bechern, aber Quittenbrause boykottieren?

Vor 154 Jahren reimte Wilhelm Busch: „Das Quarz sitzt tief im Bergesschacht, die Quitte stiehlt man bei der Nacht“. Seither hat die Wertschätzung der „Schönen aus dem Morgenland“ rapide abgenommen. In Deutschland liegt der kommerzielle Anbau so am Boden, dass praktisch jede Quitte ein Bio-Liebhaberstück ist. „Quitten für die Menschen zwischen Emden und Zittau“, forderte Max Goldt schon vor 20 Jahren in einem Plädoyer für das „unbeliebteste heimische Obst“. Aber auch er konnte die „Unverzehrbarkeit der Quitte im rohen Zustand“ nicht wegargumentieren: „Zum Zerteilen und Schälen bediene man sich der Erzeugnisse der Firma Black & Decker.“ Es hilft nichts. Die Quitte ist ein vergessenes Obst wie viele andere: Wiedersehen macht Mühe. (Aber die Mühe lohnt sich.)

Das Wort Quitte kommt vom lateinischen malum cidonium – Apfel aus Kydonia. Dort, im heutigen Chania auf Kreta, entdeckten die Römer einst das holzige Obst. Ursprünglich stammt es aus Vorderasien und ist viel älter als seine Kernobstgeschwister Apfel und Birne. Der „Zankapfel“ des Paris ist wohl eigentlich eine Quitte. Die goldene Frucht der Liebesgöttin Aphrodite galt in Griechenland als Symbol von Glück und Fruchtbarkeit. Bräute knabberten daran, um dem Atem Süße zu verleihen.

Quitten helfen aber nicht nur gegen Mundgeruch, sie sind auch gesund. Schon Hippokrates nutzte die rohe Frucht zum Blutstillen. Quitten enthalten mehr Vitamin C als die meisten Äpfel, viele Mineralstoffe und Spurenelemente. Das Wichtigste aber: Sie sind die letzten Sommerfrüchte und bringen, kühl und luftig gelagert, bis nach Weihnachten Sonne auf den Teller. Manch erdigem Herbstmahl verleihen ihre Rosen-, Honig- oder Birnennoten Leichtigkeit. Nuancen von Ananas und Mango wärmen mit tropischer Intensität aus der Region knurrende Wintermägen.

Das sture Obst fördert außerdem die Geduld. Quittengelee braucht zwei, Quittenbrot gar bis zu vier meditative Herbsttage. Noch in den Fünfzigerjahren war Quittenbrot das Konfekt des kleinen Mannes. Doch mit dem Aufstieg der Tafelschokolade begann sein Fall und damit auch der Niedergang der Quitte. Dabei schmeckt sie auch zu Fleisch oder im Apfelkuchen. Und Quittenchutney passt hervorragend zu Jakobsmuscheln. Alles ist erlaubt – außer Quittenmarmelade. Laut einer EG-Verordnung von 1982 darf Marmelade nämlich nur Zitrusfrüchte enthalten. Sonst muss sie Konfitüre heißen. Das ist natürlich grober Unsinn. Schließlich ist die Quitte die Mutter aller Marmeladen. Marmelade kommt von marmelo – Portugiesisch für Quitte.

Neu frisch vom Feld gibt's die Quitte ab Oktober.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Beschwippste Johannisbeere

(Ribes)
Dank ihres fast schon übelriechenden Moschusdufts verliebt man sich in die Johannisbeere eher auf den zweiten Blick. Aber diese Liebe kann umso länger dauern.

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Aus Mario Adorf spricht schiere Verzweiflung: „Isch scheiß dich so was von zu mit meinem Jeld, dass du keine ruhje Minute mehr hast!“, droht er in der Rolle des rheinischen Klebstofffabrikanten Heinrich Haffenloher dem Klatschreporter Baby Schimmerlos. Denn der will ihn partout nicht in seiner Society-Kolumne erwähnen. Die Szene stammt aus der Fernsehserie „Kir Royal“. Mitte der Achtziger ausgestrahlt, heißt die bitterböse Persiflage der Münchner Schickeria nach dem Trendgetränk der Zeit: nicht zu verwechseln mit „Kir“, der nur Sekt enthält. In der königlichen Variante gehört der Johannisbeerlikör bitteschön mit Champagner aufgegossen!

In Wirklichkeit war diese neue Mode mit mindestens 30 Jahren Verspätung über den Rhein geschwappt. Benannt ist der Aperitif nach Félix Kir, dem Bürgermeister von Dijon. Der Legende nach war dem katholischen Geistlichen der Wein in seiner Stammkneipe zu sauer, weshalb er Crème de Cassis vom Nachbartisch hineingoss. Dieser Cocktail mit dem Likör der Schwarzen Johannisbeere soll ihm derart gemundet haben, dass er fortan beim Wirt nur noch „Kir“ bestellte. Im November 1951 erlaubte er einem Cassis-Produzenten, mit seinem Namen zu werben.

Ihren hochdeutschen Namen haben die Früchte, die in Österreich nach ihrem lateinischen Namen Ribiseln und in der Schweiz aus ungeklärten Gründen Meertrübeli heißen, vom traditionellen Erntebeginn am Johannistag: Um den 24. Juni herum reifen zuerst die weißen, dann die roten Rispen. Diese leichtlebigeren Schwestern der bittersüßen Schwarzen Johannisbeere müssen nicht erst verbacken, verkocht oder vergoren werden, um ihr Aroma ganz zu entfalten. Die lieblich-süßen Weißen Johannisbeeren (Ribes album) schmecken zwar zu allem, sogar zu Linsen. Am besten sind sie aber frisch vom Strauch, wo Sonnenlicht ihre Haut durchschimmert. Die delikate Säure Roter Johannisbeeren (Ribes rubrum) bereichert roh zum Beispiel Obstsalate aus süßeren Früchten und harmoniert mit Quark, Vanilleeis und gezuckertem Eischnee.

Die komplexeste der drei Ribiseln aus der Familie der Stachelbeergewächse ist jedoch die Schwarze (Ribes nigrum), die im Juli reift. Dank ihres fast schon übelriechenden Moschusdufts verliebt man sich in sie eher auf den zweiten Blick. Aber diese Liebe kann umso länger dauern: Denn die „Gichtbeere“ ist nicht nur ein Rheumamittel, sie hat auch den höchsten Eisengehalt aller Beeren und mehr als dreimal so viel Vitamin C wie Zitronen. Zudem wirkt diese volksmedizinische Wunderwaffe blutdrucksenkend, entzündungshemmend und vieles mehr. Verständlich, dass ihr Most in Kriegszeiten für Krankenhäuser reserviert war. Prosit ist übrigens auch Latein – und heißt: Es möge nützen!

Neu frisch vom Feld gibt's die Johannisbeere ab Juni.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

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der Woche
Do, 2015-05-28 16:04
Tröglitz (dpa)

Tröglitz bereitet die Ankunft erster Flüchtlinge vor

Tröglitz (dpa) - Knapp zwei Monate nach dem Brandanschlag auf die fast fertige Flüchtlingsunterkunft in Tröglitz bereitet sich der Ort in Sachsen-Anhalt auf die Ankunft der ersten Flüchtlinge vor. Auf ein Spendenkonto seien bisher 650 Euro überwiesen worden, sagte Bürgermeister Manfred Meißner (parteilos) am Donnerstag. Damit sollen Anschaffungen und Unterrichtsmaterialien bezahlt werden. Laut Meißner boten zudem 15 Familien Spielzeug, Kleidung und Möbel an.

Ab Anfang Juni sollen drei Familien in Tröglitz leben. Dazu werde der Kreis zwei Privatwohnungen anmieten, sagte Landrat Götz Ulrich (CDU). Um den Familien die Eingewöhnung zu erleichtern, sei für jede von ihnen ein Pate gefunden worden.

Eigentlich sollten in dem Ort 40 Flüchtlinge untergebracht werden. Unbekannte zündeten Anfang April jedoch das dafür vorgesehene Haus an. Es ist seitdem unbewohnbar. Da es im Ort weitere Wohnungsangebote gibt, hält der Landrat an seinem Plan fest, künftig 40 Asylbewerber in Tröglitz unterzubringen.

Do, 2015-05-28 16:27
Potsdam (dpa)

Experte: Mehr Kooperation im Kampf gegen Extremisten nötig

Potsdam (dpa) - Der Politologe Asiem El Difraoui hat Behörden und Organisationen in Europa zu einer deutlich stärkeren Kooperation im Kampf gegen den islamistischen Terror aufgefordert. Vor allem im Internet müsse den Rekrutierungsstrategien der Extremisten viel mehr entgegengehalten werden. «Da haben wir bislang viel zu wenig. Rechnet man das Material zusammen, kommt man vielleicht auf drei Prozent», sagte El Difraoui am Donnerstag in Potsdam bei einer Tagung der ostdeutschen Verfassungsschutzbehörden.

In Deutschland und anderen europäischen Ländern gebe es große Anstrengungen und viele Projekte zur Prävention. Es mangele jedoch an Vernetzung, kritisierte der Dschihadismusforscher. Er erarbeitet derzeit für die französische Regierung ein Programm zur Deradikalisierung.

Do, 2015-05-28 16:44
Brüssel (dpa)

EU verlängert Sanktionen gegen Assad-Regime

Brüssel (dpa) - Die Europäische Union hat ihre Sanktionen gegen das Regime des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad um ein Jahr verlängert. Die gewaltsame Unterdrückung der Zivilbevölkerung in dem Land gehe weiter, hieß es am Donnerstag in Brüssel zur Begründung. Die Lage in Syrien verschlechtere sich sogar noch immer.

Von den Strafmaßnahmen sind derzeit mehr als 200 Personen und 70 Unternehmen oder Organisationen betroffen. Sie sehen Kontosperrungen, Handelsbeschränkungen und Einreiseverbote in EU-Länder vor. Die Personenliste wurde mit der zeitlichen Verlängerung der Sanktionen erneut ergänzt. Neu auf ihr steht ein ranghoher Militär, der unter anderem für Gewalttaten gegen Zivilisten in Großraum Damaskus verantwortlich sein soll.

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Do, 2015-05-28 16:15
Berlin (dpa)

EU-Zahlungen an Landwirte und Fischer im Internet veröffentlicht

Berlin (dpa) - Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung hat die Empfänger von EU-Zahlungen im Agrar- und Fischereibereich im Internet veröffentlicht. Es würden die Namen der Agrarbetriebe und Landwirte beziehungsweise der Fischereibetriebe und Fischer sowie die Höhe der Zuwendungen angegeben, sagte eine Sprecherin am Donnerstag. Nur Empfänger von weniger als 1250 Euro würden nicht genannt. In den vergangenen Jahren waren nur Gesellschaften und Genossenschaften aufgeführt worden. Jetzt würden auch Einzelpersonen genannt.

Greenpeace begrüßte die Offenlegung der Daten. «Denn nun wird auch ersichtlich, dass es Großbetriebe gibt, die zwar viel Geld erhalten, doch ökologisch kaum etwas leisten», sagte ein Sprecher. Die Organisation bemängelte aber, dass die Internetseite äußerst unübersichtlich sei: «Die Suchmaschine ist eine Zumutung», sagte der Sprecher. Die Suche nach gewünschten Informationen sei schwer.

Do, 2015-05-28 15:56
München (dpa)

Siemens-Chef Kaeser verteidigt Stellenabbau

München (dpa) - Siemens-Chef Joe Kaeser hat den Abbau Tausender Stellen verteidigt und Teile der IG Metall kritisiert. Gerade die Jobkürzungen im schwächelnden Energiegeschäft an Standorten wie Berlin, Erfurt oder Mülheim seien die bittersten aller erforderlichen Maßnahmen, sagte Kaeser der Siemens-Mitarbeiterzeitung. Der Konzern habe aber angesichts der Umstände keine andere Wahl.

Kaeser hatte Anfang Mai erklärt, dass über den Abbau von insgesamt 9000 Arbeitsplätzen durch den Konzernumbau hinaus noch einmal 4500 Jobs weltweit wegfallen sollen, davon 2200 in Deutschland. Hintergrund sind die anhaltenden Schwierigkeiten in der Stromerzeugungssparte (Power & Gas).

Man habe zwar die besten Technologien und hervorragende Mitarbeiter an den betroffenen Standorten. Doch die Energiewende in Deutschland habe Siemens die Basis für das Geschäft hierzulande entzogen. Hingegen schaffe der Konzern in anderen Ländern Jobs in diesen Bereichen. «Diese Situation zeigt, wie dramatisch sich unsere Märkte verschoben haben», sagte Kaeser. Die IG Metall hatte Widerstand gegen die Pläne angekündigt und ruft zu einem Aktionstag am 9. Juni auf.

«Ich habe davon gehört und auch, dass sich der Standort Mülheim hier besonders hervortut, wo ein einzelner Gewerkschaftsfunktionär uns sogar als weltfremd bezeichnet», sagte Kaeser. Er frage sich angesichts der Lage in Nordrhein-Westfalen, wo Energiekonzerne wie Eon existenzbedrohliche Krisen durchmachten, in welcher Welt solche Kollegen lebten. «In unserer jedenfalls nicht», sagte Kaeser.

Die Arbeitnehmer im Siemens-Aufsichtsrat aber wüssten um «die Problematik der Energiewende für unser fossiles Kraftwerksgeschäft in Deutschland», sagte Kaeser. «Die Schlussfolgerungen daraus fallen uns allen nicht leicht.»

Do, 2015-05-28 16:29
Potsdam (dpa)

Experte: «Gruppen wie der IS wissen mehr über uns, als wir über sie» Interview: Marion van der Kraats, dpa

Islamisten erzeugen mit emotionsgeladenen und blutrünstigen Videoclips Hass. Das Internet ist ihr wichtigstes Propagandamittel geworden. Verfassungsschutz und Experten suchen nach Lösungen.

Potsdam (dpa) - Die Bekämpfung des islamistischen Terrors erfordert aus Sicht des Politologen Asiem El Difraoui eine deutlich stärkere Kooperation von Behörden und Organisationen. Vor allem dschihadistischen Rekrutierungsversuchen im Internet werde viel zu wenig Material entgegengesetzt, sagte der Experte in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag in Potsdam. Er erarbeitet derzeit im Auftrag der französischen Regierung ein Programm zur Prävention und Deradikalisierung.

Frage: Extremisten nutzen das Netz, um Anhänger zu rekrutieren. Was sind die auffälligsten Entwicklungen?

Antwort: Die Dschihadisten haben in ihrem «Cyber-Dschihad» ihre Aktivitäten auf das Web 2.0 ausgeweitet. Facebook, Youtube und Twitter sind zu wichtigen Propagandaträgern geworden. Die rasante, offene, direkte und globale Kommunikation auf verschiedenen Kanälen und die emotionsgeladenen, multimedialen Inhalte erzeugen bei den Nutzern das Gefühl, Teil einer internationalen Gemeinschaft oder auch einer dschihadistischen Anti-Kultur zu sein.

Durch das Wegfallen von Sprachbarrieren wurde der Wirkungskreis der Propaganda stark erweitert. Jugendliche können sich einfacher als je zuvor mit den Dschihadisten als Vorbildern identifizieren. Dadurch sinkt die Hemmschwelle, sich dschihadistischen Organisationen anzuschließen. Mittlerweile verlagern sich die Dschihadisten auf wenig bekannte Social Network Tools, die kaum beobachtet werden.

Frage: Warum reagieren manche junge Menschen darauf?

Antwort: Die dschihadistischen Rekrutierer sprechen den deutschen Jugendslang und kennen die Probleme ihres Zielpublikums und ihr Herkunftsmilieu sehr genau. Sie sind mit den Jugend(sub)kulturen westlicher Gesellschaften vertraut und übernehmen gezielt Elemente beispielsweise aus der Popkultur, mit der sie ihre dschihadistischen Narrative anreichern. Gruppen wie der IS wissen mehr über uns, als wir über sie wissen. So finden sie leicht und effektiv Zugang zu verwundbaren Jugendlichen. Diese Narrative wirken gepaart mit der Inszenierung eines heroischen Machismo und eines vorgegaukelten Heilversprechens attraktiv auf bestimmte, verunsicherte junge Menschen, oftmals Männer, aber zunehmend auch Frauen.

Frage: Wie groß schätzen Sie die Gefahr für Deutschland ein? 

Antwort: Die Antikultur des Dschihad findet sich heute überall in Europa und hat zumeist ähnliche, jedoch vielschichtige Ursachen. Die Sinnsuche Jugendlicher, psychologische und sozio-ökonomische und gesellschaftliche Faktoren spielen eine Rolle - oftmals mehr als die unterschiedliche Herkunft der Muslime oder der geschichtliche Kontext, etwa die koloniale Vergangenheit Frankreichs. Über die Gewichtung der unterschiedlichen Radikalisierungsfaktoren gibt es leider keine empirischen Studien. Wir werden noch viel tun müssen vor allem im Bereich der Prävention und Deradikalisierung, um eine weitere Ausbreitung des Dschihadismus zu verhindern. Dies kann gelingen.

ZUR PERSON: Der ägyptisch-deutsche Politologe Dr. Asiem El Difraoui (50) forscht seit langen zum Themenbereich Dschihadismus.

Do, 2015-05-28 16:30
Berlin (Deutsche Umwelthilfe)

Coca-Cola führt mit rechtswidriger Kennzeichnung seiner Einwegflaschen und Getränkedosen Verbraucher in die Irre

Die Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG führt Verbraucher durch eine ordnungswidrige Kennzeichnung seiner Getränke in Einwegplastikflaschen und Getränkedosen in die Irre. Dies ergaben aktuelle Testkäufe der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Demnach verstießen praktisch sämtliche Produkte des Coca-Cola Konzerns gegen die geltende Verpackungsverordnung, wonach auf bepfandeten Einweg-Getränkeverpackungen „deutlich lesbar und an gut sichtbarer Stelle“ auf die Pfandpflichtigkeit hingewiesen werden muss. An keiner Stelle der getesteten Getränkeverpackungen von Coca-Cola erfährt der Käufer, dass er eine werthaltige Verpackung erwirbt.

Während viele Bundesbürger auch ohne Kennzeichnung wissen, dass sie bei Rückgabe leerer Dosen oder Plastikflaschen 25 Cent Pfand zurückerhalten, ist dies den meisten ausländischen Besuchern nicht bekannt. Dies belegen stichprobenhafte Befragungen der DUH an stark frequentierten und touristischen Orten, ebenso wie die hohen Kontrollintervalle von Pfandsammlern an diesen Plätzen. Durch die Nichtkennzeichnung der Pfandpflicht bzw. des Pfandwertes generiert Coca-Cola einen erhöhten Pfandschwund. Die DUH schätzt diesen auf einen jährlichen Millionenbetrag zu Lasten der Verbraucher.

Die DUH hat als klageberechtigter Umwelt- und Verbraucherschutzverband rechtliche Schritte gegen den Erfrischungsgetränkekonzern eingeleitet und diesen am 26.5.2015 aufgefordert, eine strafbewehrte Unterlassungserklärung zu unterzeichnen. Demnach soll Coca-Cola ab sofort den Verkauf von in Einweg abgefüllten, pfandpflichtigen Getränken mit einer ordnungswidrigen Kennzeichnung stoppen. Damit will die DUH den rechtswidrigen Verkauf stoppen und durchsetzen, dass Verbraucher über die Einweg-Pfandpflicht auf Getränkedosen oder Flaschen korrekt informiert werden.

„Coca-Cola Chef Ulrik Nehammer hat nicht nur dem bundesdeutschen Mehrwegsystem den Krieg erklärt. Verbraucher werden rechtswidrig nicht über die Pfandwertigkeit informiert und so Zusatzeinnahmen auf Kosten der getäuschten Verbraucher erzielt“, kritisiert der DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Resch fordert gleichzeitig die Marktkontrollorgane der Bundesländer dazu auf, Ordnungsmittel gegen Coca-Cola zu ergreifen, so wie es die geltende Verpackungsverordnung ausdrücklich für den Fall des Verstoßes gegen die Kennzeichnungspflicht vorsieht.

Die unterlassene Kennzeichnung von Coca-Cola-Einwegflaschen führt auch zu einer zusätzlichen Verwirrung der Verbraucher, ob die jeweilige Flasche eine umweltfreundliche Mehrweg- oder ökologisch nachteilige Einwegverpackung ist. „Coca-Cola versucht gegenüber Verbrauchern die Zunahme seiner unökologischen Einwegflaschen zu vertuschen. Durch den Verzicht auf die vorgeschriebene 'deutlich lesbare' Kennzeichnung sollen Verbraucher im Unklaren gelassen werden, was sie eigentlich kaufen“, erklärt der DUH-Bereichsleiter für Kreislaufwirtschaft Thomas Fischer.

Die derzeitigen Praktiken von Coca-Cola, Verbraucher über die Art der Getränkeverpackung im Unklaren zu lassen, zeigen, wie dringend eine vom Gesetzgeber überwachte Kennzeichnungsregelung für Getränkeverpackungen ist. In den ersten Jahren der Einweg-Pfandpflicht kennzeichnete Coca-Cola seine Flaschen vorbildlich als "Einweg" und vermerkte deutlich lesbar den Pfandbetrag von 25 Cent.

„Umweltministerin Barbara Hendricks und die für die Vollzugskontrolle der Verpackungsverordnung zuständigen Umweltminister der Länder sind nun aufgefordert, die derzeit geltenden Kennzeichnungsvorschriften durch die Einleitung von Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen Coca-Cola durchzusetzen“, fordert Resch.

Bilder von bepfandeten Coca-Cola Einwegflaschen mit korrekter Kennzeichnung aus dem Jahr 2003 und ordnungswidriger Kennzeichnung aus dem Jahr 2015 finden Sie hier

Do, 2015-05-28 15:39
Berlin (dpa)

Über 30 Wolfsfamilien in Deutschland

Berlin (dpa) - In Deutschlands Wäldern leben vermutlich mehr als 30 Wolfsfamilien. Das geht aus der Antwort des Bundesumweltministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen hervor. In dem am Donnerstag verbreiteten Schreiben ist von 25 Wolfsrudeln und acht Paaren die Rede sowie von drei Einzelwölfen.

Erst seit der Jahrtausendwende ist der zuvor ausgerottete Wolf in Deutschland wieder heimisch geworden. Das Tier ist geschützt und darf nicht gejagt werden. Trotzdem wurden seit 1991 nach Angaben des Umweltministeriums 22 Wölfe illegal getötet - zuletzt in diesem Jahr im südlichen Brandenburg.

Do, 2015-05-28 15:54
Delhi (dpa)

Fließender Teer und Salz-Trank: Indien leidet unter Hitzewelle Von Siddhartha Kumar, dpa

«Mörder-Hitzewelle» schreiben indische Zeitungen. Mehr als 1400 Menschen sind in den vergangenen Tagen auf dem Subkontinent gestorben. Um der Hitze zu entkommen, lassen sich die Inder vieles einfallen - nicht immer erfolgreich.

Neu Delhi (dpa) - Der Zebrastreifen in der indischen Hauptstadt Neu Delhi erinnert an einen Marmorkuchenteig, den der Bäcker gerade kräftig durchgerührt hat. Weiß und schwarz verziehen sich, lagern sich übereinander und fließen an der Seite raus. Kein Wunder: Seit Tagen brennt die Sonne erbarmungslos auf Indien nieder. Die Temperaturen liegen bei bis zu 48 Grad. Wer kann, springt deswegen in einen Teich, sucht sich einen Ventilator oder verbringt den Tag im Schatten eines Baumes.

Doch nicht alle schaffen es, der Hitze zu entfliehen. In den vergangenen Tagen starben nach offiziellen Angaben täglich Hunderte Menschen, mehr als 1400 waren es insgesamt. Die meisten davon waren direkten Sonnenstrahlen ausgesetzt - sie gingen trotz der extremen Temperaturen raus zum Arbeiten. «Wir müssen etwas verdienen, um unseren Familien wenigstens zwei Mahlzeiten zu ermöglichen», sagt in Hyderabad der Taxifahrer Naeem Khan.

Etwa ein Viertel der 1,25 Milliarden Menschen in Indien hat keinen Strom. Bei ihnen läuft also kein Deckenventilator, von einer Klimaanlage ganz zu schweigen. Santra Devi gehört zu einer Gruppe Straßenhändler, die normalerweise in der Hauptstadt Neu Delhi kleine Mitbringsel, Wasserpfeifen und Schachbretter verkauft. Nun aber sitzt sie fast den ganzen Tag am Eingang einer U-Bahn-Station, um die gekühlte Luft aus den Tunneln zu genießen. «Touristen gibt es hier jetzt eh fast keine», sagt Devi.

Unweit davon duckt sich eine Frau unter einen Regenschirm. «Aber weil heiße Winde wehen, hilft dieser Schirm auch nicht wirklich», sagt Shweta Singh. Sie hat in diesen Tagen immer eine Wasserflasche bei sich, wohin sie auch geht. «Man muss alle paar Minuten etwas trinken, sonst dörrt die Kehle komplett aus», sagt die Angestellte.

In den südlichen Bundesstaaten Telangana und Andhra Pradesh, die am schwersten von der außergewöhnlichen Hitzewelle betroffen sind, haben die Behörden Tausende Wasserstellen für die Menschen eingerichtet. Sie fordern die Bevölkerung auf, zwischen 11 und 16 Uhr ihre Häuser und Büros nicht zu verlassen. An Bushaltestellen und Bahnhöfen werden Trinklösungen mit Zucker, Salz und anderen Elektrolyten ausgegeben.

Ein nahes Ende der tödlichen Hitze ist derzeit nicht in Sicht. Der Monsunregen, der das Ende des Sommers einläutet und Abkühlung bringt, ist noch Tage oder sogar Wochen entfernt. Im Süden des Landes wird er Anfang Juni erwartet, im Norden erst Anfang Juli.

Pawan Kumar Yadav ist Getränkeverkäufer und könnte sich eigentlich über den guten Absatz freuen. Doch auch er wünscht sich einen kleinen Gewittersturm oder zumindest ein paar Wolken. «Ich habe meine Eiswürfel-Bestellung verdoppeln müssen, auf 80 Kilogramm», sagt er. «Es ist so heiß, dass das Eis innerhalb von Sekunden schmilzt.»

Die aktuelle Hitzewelle ist keineswegs Indiens erste - aber besonders lang und extrem. In diesem Sommer seien schon mehrere Temperaturrekorde gebrochen worden, sagte Y.K. Reddy, Chefmeteorologe von Telangana und Andrah Pradesh. «Noch ungewöhnlicher ist aber, dass die Hitzewelle nicht, wie normalerweise, nach drei Tagen vorbei war, sondern schon seit mehr als einer Woche andauert.» Dafür sei der globale Klimawandel verantwortlich.

Wie schon die Briten zu Kolonialzeiten, versuchen einige Inder, der Hitze mit einem Urlaub in den Himalaya-Bergen zu entkommen. Überraschenderweise sei es in ihrem Bergort nun aber auch 30 Grad warm gewesen, sagt Manju Singha. «Es war unglaublich heiß. Unser ganzer Urlaub war vergeudet. Wir blieben fast den ganzen Tag im Hotelzimmer.»

Geht doch!

Landgang für Bohrinseln

Nordsee 20 Jahre nach Brent Spar: Ein Riesenkatamaran wrackt ausgediente Plattformen ab, um sie an Land zu entsorgen

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Rund 600 alte Stahlkolosse stehen in der Nordsee. Seit Anfang der 70er-Jahre haben sie Gas und Öl aus dem Meeresboden gepumpt. Nun versiegen die Vorkommen, und die Bohrinseln müssen entsorgt werden. Im Mai 1995 hatte Greenpeace die Shell-Plattform Brent Spar besetzt, in der Folge boykottierten Autofahrer europaweit Shell-Tankstellen. Der Konzern lenkte schließlich ein und ließ die Brent Spar an Land schleppen. Seit 1998 verbietet das internationale Übereinkommen zum Schutz des Nordostatlantiks, die sogenannte Ospar-Konvention, grundsätzlich die Versenkung von Plattformen. Um die Anlagen abzuschleppen, hat die Schweizer Unternehmensgruppe Allseas nun für 1,3 Milliarden Euro eigens einen Riesenkatamaran gebaut. In diesen Tagen soll das größte Arbeitsschiff der Welt zu seinem ersten Einsatz in See stechen. Mit Spezialkränen kann die 124 Meter breite „Pioneering Spirit“ bis zu 48.000 Tonnen heben, das entspricht mehr als 80 voll beladenen Airbus 380. „Abtransport und Entsorgung werden die Industrie Milliarden kosten“, sagt David Booth von der Universität Sydney. Bis 2025 werden weltweit 6500 Öl- und Gasplattformen überflüssig sein – ein Geschäft mit Zukunft.
Illustration: Christoph Niemann

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Dänemark
Während hierzulande neue Kohlekraftwerke wie in Hamburg-Moorburg ans Netz gehen, will Dänemark schon 2025 kohlefrei sein – fünf Jahre schneller als
geplant. Energieminister Rasmus Helveg Petersen lässt derzeit prüfen, ob die Regierung die Nutzung von Kohle als Brennstoff verbieten kann. Bislang deckt sie ein Fünftel des dänischen Strombedarfs. Der Anteil der Windenergie soll weiter steigen: bis 2020 von 30 auf 50 Prozent.

Mexiko-Stadt
Wer auf Bus oder Bahn wartet, soll Fitnessübungen machen. Mit dieser Kampagne will die Verwaltung der mexikanischen Hauptstadt das Übergewicht in der Bevölkerung bekämpfen. An Haltestellen wurden Gesundheitsposten eingerichtet, die als Belohnung für zehn Kniebeugen ein Gratisticket ausgeben. Die vor gut einem Jahr eingeführte Fast-Food-Steuer konnte die Adipositas-Epidemie nicht eindämmen. Rund 70 Prozent der Mexikaner sind übergewichtig oder gar fettleibig.

Schweden
Weltweit tragen 37 gefährdete Umweltschützer und Menschenrechtsaktivisten ein GPS-Armband. Im Notfall müssen sie nur die Glieder auseinanderziehen, um Alarm auszulösen. Die schwedische Menschenrechtsorganisation Civil Rights Defenders organisiert sofort Hilfe im Umfeld der Aktivisten. „Das Armband hat mich von der Angst befreit“, sagt die Kenianerin Phyllis Omido. Sie kämpft in Mombasa gegen die Bleiverseuchung ihres Stadtviertels und ist schon mehrmals bedroht worden.
nataliaproject.org

Geht doch!

Styropor „To Go“

USA Mehr als 70 Städte verbieten aufgeschäumtes Plastik. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio nimmt den Kampf mit dem Müll auf.

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Ab Juli verbannt er Einwegbecher, -teller und andere Behältnisse aus Styropor. Auch Verpackungsfüllmaterial aus Schaumstoff darf dann nicht mehr verwendet werden. Laut Abfallbehörde hat sich eine Wiederverwertung ökologisch und ökonomisch als nicht sinnvoll erwiesen. Jedes Jahr hat die Müllabfuhr in der Metropole fast 30.000 Tonnen Abfall aus aufgeschäumtem Polystyrol eingesammelt, der Großteil stammt aus der Gastronomie. „Diese Produkte verursachen reale Umweltschäden“, sagt de Blasio. Sein Appell fruchtet auch bei Behörden: Ab Sommer sollen Styroporbehälter aus Schulkantinen verschwinden. Warum das Essen künftig auf kompostierbaren statt auf Keramiktellern serviert wird, lässt sich allerdings nicht nachvollziehen. Schon mehr als 70 US-Städte, darunter Washington, San Francisco, Oakland und Seattle, haben sich vom Einwegplastik losgesagt. In Deutschland dagegen wird der biologisch nicht abbaubare Schaumstoff weiterhin großflächig eingesetzt: nicht nur für Fastfood-Verpackungen, sondern auch für die Wärmedämmung von Gebäuden.
Illustration: Christoph Niemann

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Grenoble: Bäume statt Werbung
Die französische Alpenstadt will die erste werbefreie Stadt Europas werden: Der grüne Bürgermeister Éric Piolle hat alle Reklameverträge gekündigt. Wo bisher freie Sicht auf riesige Plakate herrschen musste, will er Bäume pflanzen lassen. Den Verzicht auf die optische Umweltverschmutzung lässt sich die Stadt jährlich 150.000 Euro kosten – so viel hat Grenoble bisher durch vermietete Werbeflächen pro Jahr eingenommen. Bislang verbietet nur eine Stadt Werbung im öffentlichen Raum: São Paulo in Brasilien, und das schon seit 2010.

Frankreich: Zu schnell kaputt
Mit bis zu zwei Jahren Haft und 300.000 Euro Geldstrafe will Frankreich eingebaute Fehler, die zum vorzeitigen Verschleiß von langlebigen Verbrauchsgütern führen, als Betrug ahnden. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben ist auf dem Weg. Niedersachsen will solche Art der Verbrauchertäuschung auch nicht hinnehmen. Landesverbraucherschutzminister Christian Meyer erwägt eine Verlängerung der Garantie bei bestimmten Produkten.

Hamburg: Steckdose für Cruiser
Die Bewohner des Elbufers können ein wenig aufatmen: Im Hafen liegende Kreuzfahrtschiffe werden ab diesem Sommer mit erneuerbarem Landstrom versorgt und können die luftverpestenden Dieselmotoren abstellen. Umweltschützern reicht das nicht. Sie fordern, dass in Zukunft auch Containerschiffe zum Anschluss an den sauberen Landstrom verpflichtet werden.
 

Geht doch!

Fit für Krisen

Weltweit wollen „Transition Town“-Initiativen einen Kultur- und Energiewandel bewirken. Inzwischen gibt es mehr als 4000 in etwa 50 Ländern.

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England: Es begann in der britischen Stadt Totens
Genug geredet, jetzt wird gehandelt! Nach diesem Motto agieren inzwischen mehr als 4000 „Transition Town“-Initiativen in etwa 50 Ländern. Sie alle wollen in ihren Städten den „Übergang“ (Transition) zu einem nachhaltigen Lebensstil einleiten. Gemeinsam bauen sie Solaranlagen auf Hausdächer, führen Regio-Währungen ein, teilen Maschinen, Werkzeug und Besitztümer, reparieren Elektrogeräte, gärtnern auf öffentlichen Plätzen oder gründen Gemeinwohlunternehmen. Dass sich die Erde erwärmt, das Öl zur Neige geht und der Ressourcenverbrauch unsere Lebensgrundlagen zerstört, war längst bekannt, als der britische Umweltaktivist Rob Hopkins im Jahr 2006 in seiner Heimatstadt Totens die erste „Transition Town“-Initiative startete. Ein Weiter-so-wie-bisher kam für ihn und die wachsende Übergangsbewegung nicht in Frage. Gerd Wessling, Netzwerksprecher für die rund 120 Initiativen im deutschsprachigen Raum, begreift das Ganze als langfristiges Experiment. Ihm ist klar, dass Lastenfahrräder und Blumenkübel allein die Welt nicht retten können. Die Summe aller Aktivitäten könnte aber einen Wandel bewirken, hofft er. Wessling fühlt sich bestärkt durch das kontinuierliche Anwachsen der Bewegung. Es zeige, dass die Idee viele anstecke und jeder Einzelne in seinem Umfeld sehr wohl etwas ändern könne.
transition-initiativen.de
Illustration: Christoph Niemann

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Bodensee: Wild und bunt
Auf rund 65 Hektar blühen in den Landkreisen Schwarzwald-Baar und Konstanz Malven, Steinklee und zwei Dutzend weitere Wildpflanzen. Die bunte Vielfalt erfreut Imker, Jäger, Touristen – und Bauern. Denn sie gewinnen aus der Ernte Biogas. Allerdings liegt der Ertrag dieser Biomasse etwa ein Drittel unter dem von Mais, berichtet die Bodensee-Stiftung. Sie fördert den Wildpflanzenanbau und will so die Monokulturen der Energiepflanzen eindämmen. Dafür müssen weniger Pestizide gespritzt werden.
bioenergie-region-bodensee.de

Steiermark: Laubbläser verboten
Sie stinken, lärmen und verpesten die Luft – deshalb ist der Einsatz von Laubbläsern seit dem 1. Oktober im österreichischen Bundesland Steiermark verboten. Verstöße sollen mit Geldstrafen bis zu 7250 Euro geahndet werden. Ausschlaggebend war eine Studie der Universität Graz: Laubbläser wirbelten am Boden abgelagerte Ruß- und Staubpartikel auf, stellten die Forscher fest. Im Vergleich zur Besenreinigung gelange so zehnmal mehr Feinstaub in die Luft.

Südtirol: Pestizidfreie Gemeinden
Die Gemeinde Malosco in der italienischen Provinz Trentino ist Vorreiter im Kampf gegen Pestizide: Trotz heftigen Widerstands der Bauernlobby hat der Bürgermeister den Einsatz vieler Agrargifte verboten. Er will die Gesundheit seiner Bürger schützen. Auf diesen Präzedenzfall beruft sich die Kommune Mals im benachbarten Vinschgau. Anfang September hat das Dorf abgestimmt: 76 Prozent votierten für ein Verbot aller giftigen, gesundheits- und umweltschädlichen Pestizide auf dem Gemeindegebiet.

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Do, 2015-05-28 15:29
Berlin (dpa)

29. Mai: Internationaler Tag der UN-Friedenstruppen

Berlin (dpa) - In 16 UN-Friedenseinsätzen sind derzeit gut 106 600 Soldaten, Polizisten und Zivilisten im Einsatz. Sie überwachen Waffenruhen, helfen Flüchtlingen oder beobachten Wahlen. Am Internationalen Tag der UN-Friedenstruppen würdigen die Vereinten Nationen das Engagement der Blauhelme und gedenken der bislang 3348 Opfer bei Einsätzen. Das Datum erinnert an die Genehmigung der ersten UN-Friedensmission am 29. Mai 1948, bei dem der Waffenstillstand zwischen Israel und seinen Nachbarn bewacht wurde. Mittlerweile haben über eine Million Soldaten und zivile Mitarbeiter aus mehr als 120 Staaten an rund 70 Friedenssicherungen teilgenommen.

Do, 2015-05-28 15:06
Kiel/Berlin (dpa)

Albig kritisiert zynische Sprache in Flüchtlingsdebatte

Kiel/Berlin (dpa) - Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) hat einen aus seiner Sicht zynischen Sprachgebrauch in der Flüchtlingsdebatte kritisiert. «Dauernd wird von einer Flut gesprochen, einer Gefahr, die auf uns zurollt und gegen die wir Dämme bauen müssen», sagte Albig dem Magazin «Cicero». «Und wir verlieren dabei - zum Teil vorsätzlich - aus dem Blick, dass die Menschen in den Ländern, aus denen sie fliehen, Gefahr laufen, im Elend zu verrecken.» Das Bild vom angeblich so vollen Boot Deutschland sei zynisch und grausam.

Albig äußerte auch Unverständnis über Behörden, wenn diese nach Anschlägen auf Flüchtlingswohnungen davon sprechen, es sei unklar, ob ein ausländerfeindlicher Hintergrund vorliege. «Ein Satz, bei dem ich innerlich koche, der mich wütend macht», sagte Albig. «Ja, was für ein Hintergrund denn wohl sonst?»

Do, 2015-05-28 15:19
Saarbrücken (dpa)

Nahles dringt auf mehr Geld für Integration von Flüchtlingen

Kommunen und Landkreise werden dem Flüchtlingsansturm kaum noch Herr. Auf einem Bund-Länder-Treffen soll Mitte Juni über weitere Hilfe beraten werden. Davon erhoffen sich die Kreise mehr Geld - und haben Ministerin Nahles auf ihrer Seite.

Saarbrücken (dpa) - Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) dringt auf mehr Bundesmittel für die Integration von Flüchtlingen in den deutschen Arbeitsmarkt. Nicht nur ihre Versorgung, sondern auch die Integration in Deutschland sei eine «gesamtgesellschaftliche Aufgabe», sagte Nahles bei der Jahrestagung des Deutschen Landkreistages am Donnerstag in Saarbrücken.

Die Mittel für Deutschkurse würden im kommenden Jahr knapp und 2017 nicht mehr ausreichen. Sprache sei der «Schlüssel, um auf dem deutschen Arbeitsmarkt anzukommen». Auch müssten die berufsqualifizierenden Kurse bei der Bundesagentur für Arbeit ausgebaut werden. Sie werde sich beim nächsten Bund-Länder-Treffen am Mitte Juni dafür einsetzen, betonte Nahles.

Der Landkreistag verwies darauf, dass in diesem Jahr mit 450 000 Asylanträgen gerechnet werde, rund 250 000 mehr als 2014. Präsident Reinhard Sager (CDU) betonte, die Asylverfahren müssten beschleunigt werden, «damit sich die Kommunen auf Personen mit Bleibeperspektive konzentrieren können.» Er sagte: «Die Kommunen dürfen hierbei nicht alleine gelassen werden».

Gleichzeitig forderte er, mit den von Berlin ab 2018 geplanten fünf Milliarden Euro jährlich müssten «zielgenau» die Kommunen gestärkt werden. Die Mittel dürften nicht weiter an die Länder gegeben werden, die diese dann möglicherweise teilweise nicht weiterreichten. Als «sauberste Lösung» bezeichnete Sager die Erhöhung des kommunalen Anteils an der Umsatzsteuer.

Die Vertreter des Landkreistages hatten zwei Tage lang über die Finanzierung der klammen Kommunen beraten. In den 295 Landkreisen leben nach Angaben des Verbandes rund 55 Millionen Menschen - also gut zwei Drittel der Deutschen.

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„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

Erschienen in Ausgabe 3.15

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

Keine Anzeige!

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Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 5.12

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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"Ich hab's nicht so mit Broteschmieren."

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“

Erschienen in Ausgabe 3.12

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

Erschienen in Ausgabe 2.12

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

Erschienen in Ausgabe 1.12

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Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

Erschienen in Ausgabe 6.11

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Immer noch - umweltschädlicher Becher Becher wird künftig vielleicht recycelt. ActiIrreführus - bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

Erschienen in Ausgabe 5.11

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Tödlich.  Hungerlöhne. Ausbeutung. Selbstmord. Das iPhone, auch in Weiß nicht unschuldiger. iSlave4

Erschienen in Ausgabe 4.11
 

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Die lohnt sich für Bahn- und Stromkonzernchefs.  Jetzt 3 Monate "ausgesetzt". Satte 25%. So groß ist der Atom-Anteil im Strommix der Bahn. Der Super-Spar-Strom stammt aus dem Risiko-AKW Neckarwestheim. Zwar hat Schwarz-Gelb Block 1 jetzt urplötzlich stillgelegt, aber Block 2 soll laut derzeit "ausgesetzter" Laufzeitverlängerung, die Bahnchef Rüdiger Grube lautstark gefordert hat, bis etwa 2037 am Netz bleiben. Obwohl auch dieser Reaktor total veraltet ist und in einem Erdbebengebiet steht. Die Bahn riskiert viel.

Erschienen in Ausgabe 3.11
 

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WENN ES DARUM GEHT, UNSERE MÜLLBERGE GUT AUSSEHEN ZU LASSEN, STIEHLT CHRISTOPHE GEORGE CLOONEY DIE SCHAU.  Christophe ist Projektleiter für Nachhaltige Entwicklung bei Nespresso. Er hilft uns, die miese Ökobilanz unserer Alukapseln zu beschönigen. „Aluminium ist zu 100 % und unendlich oft recycelbar und trägt so zum Schutz natürlicher Ressourcen bei“, schreiben wir in der Werbung. Dabei landen in Deutschland nur 70 % des Aluminiums im Gelben Sack. Und für die Folien der Kapseln verwenden wir sowieso Primär-Aluminium, dessen Herstellung extrem energieaufwendig ist. Weil in Nespresso-Maschinen nur Nespresso-Kapseln passen, sind unsere Kunden also genötigt, nachhaltig die Umwelt zu versauen. Und müssen dafür auch noch bis zu 35 Euro pro Pfund Kaffee zahlen.  Erpresso Die Leere des Portemonnaies

Erschienen in Ausgabe 2.11
 

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Schaurige Leistung. Wir schicken im Januar wieder unsere fiesen Touaregs zur Rallye Dakar. Denn wir fürchten weder Klimawandel noch Hirnverbranntheit, sondern nur, als Langweiler-Automarke zu gelten. Jaja, schon klar, ein Hersteller namens „Volkswagen Group“ sollte eigentlich bei der Entwicklung vernünftiger, sparsamer Autos Weltspitze sein, aber das wäre doch irgendwie zu naheliegend. Deshalb bauen wir lieber spritschluckende Audis, Bugattis, Lamborghinis, Phaetons und Touaregs und bieten unsere effizienten „Blue Motion“-VWs nur mit Aufpreis an. So landen wir zwar beim CO2-Ranking des europäischen Umweltverbands „Transport & Environment“ noch hinter BMW auf dem drittletzten Rang. Aber dafür belegen unsere „Race Touaregs“ regelmäßig die ersten Plätze bei der gefährlichsten Rallye der Welt (60 Tote seit 1978). Und das ist uns noch nicht mal peinlich. VW Das Böse.

Erschienen in Ausgabe 1.11

 

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Schneller Geld verschleudern! Stuttgart 21: bis zu 8,7 Mrd. € Ulm-Stuttgart: bis zu 10 Mrd. € Gesamtkosten: bis zu 18,7 Mrd. € Einen Sparpreis gibt's mal wieder nicht. Wer Bahn fährt, verliert Geld: einfach überteuerte Fahrkarten kaufen und Hirn abschalten. Und als Steuerzahler blechen sie sogar doppelt. So kann die Bahn ihren Größenwahn ausleben und Kostenexplosionen von Projekten wie Stuttgart 21 und der Neubaustrecke Stuttgart-Ulm finanzieren. Aber nur solange der Vorrat an willfährigen Politikern reicht.

 

www.kopfbahnhof-21.de  Der Widerstand macht mobil.

Erschienen in Ausgabe 6.10
 

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Wir fördern Gier und Pfusch. Statt Alternativen. Seit Jahren basteln wir fleißig an unserem grünen Image. Doch anstatt konsequent auf erneuerbare Energien zu setzen, plündern wir die letzten Ölreserven unseres Planeten – zum Beispiel im Golf von Mexiko. Ohne Skrupel. Ohne Rücksicht auf Verluste. Und ohne Plan B, falls was schiefgeht – wie jetzt. bp big problems

Erschienen in Ausgabe 4.10

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Ohne Garantie: Palmöl und Urwald in Harmonie Terror Activ. Unser neuer Reiniger glänzt mit einem zweifelhaften Siegel. Damit putzen wir alles weg. Sogar den Regenwald.

 

www.regenwald.org/rspo-siegel

Erschienen in Ausgabe 3.10

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