Sa, 2015-03-07 01:51
New York (dpa)

UN-Chef Ban verurteilt Nimrud-Zerstörung durch IS

New York (dpa) - UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die Zerstörung der jahrtausendealten Stadt Nimrud im Nord-Irak durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) scharf verurteilt. Er sei zutiefst verstört von dieser Tat, sagte Ban laut Mitteilung am Freitag (Ortszeit) in New York. Politische und religiöse Machthaber in der Region rief Ban dazu auf, die Tat ebenso zu verurteilen. «Die absichtliche Zerstörung unseres gemeinsamen kulturellen Erbes ist ein Kriegsverbrechen und ein Angriff auf die Menschlichkeit.» Nimrud ist eine bedeutende assyrische Ruinenstätte knapp 40 Kilometer südlich der IS-Hochburg Mossul.

Sa, 2015-03-07 01:30
Fukushima (dpa)

«Vergesst uns nicht» - Vier Jahre nach der Tsunami-Hölle in Japan Von Lars Nicolaysen, dpa vom 6. und 5.3.

Vier Jahren ist es her, dass ein gewaltiger Tsunami in Folge eines schweren Erdbebens weite Gebiete im Nordosten Japans verwüstete. Doch der Wiederaufbau der Region kommt nur quälend langsam voran. Weiterhin leiden Tausende von Menschen unter der Entwurzelung.

Fukushima (dpa) - Um die Wohncontainer weht ein eiskalter Wind. Auf den Dächern der Barackensiedlung in der Stadt Aizu Wakamatsu türmt sich der Schnee einen Meter hoch. «Ich habe mich an den vielen Schnee gewöhnt. Das kannten wir bei uns zu Hause am Strand nicht. Aber ich lebe ja nun schon vier Jahre hier», erzählt Jin Kowata. In sein Haus in Okumamachi in unmittelbarer Nähe des Atomkraftwerks Fukushima Daiichi werde er nie mehr zurückkehren. Als es dort am 11. März 2011 in Folge eines Erdbebens der Stärke 9,0 und eines gewaltigen Tsunamis zum bisher schlimmsten Atomunfall seit Tschernobyl kam, musste Kowata mit Zehntausenden anderen fliehen. Im 90 Kilometer entfernten Aizu Wakamatsu fühlt er sich relativ sicher. «Ich werde mich wohl hier niederlassen». Doch bis er ein neues Zuhause hat, dauert es noch.

Heute, vier Jahre nach der Dreifach-Katastrophe in der nordöstlichen Region Tohoku, leben noch immer rund 93 000 Menschen in containerähnlichen Behelfsunterkünften. Sie sind wie Kowata aus Angst vor der Strahlung geflohen, andere sind Überlebende des mörderischen Tsunamis, der damals in den am schwersten betroffenen Provinzen Miyagi, Iwate und Fukushima fast 19 000 Menschen in den Tod riss und mehr als eine Million Gebäude teils völlig zerstörte. Etwa weitere 3000 Menschen sollen bereits an den gesundheitlichen Folgen des jahrelangen Lebens in den provisorischen Behelfsunterkünften gestorben sein - oder Selbstmord begangen haben. Derweil haben Zehntausende die Region inzwischen verlassen, wohl für immer.

Wenn kurz nach dem 4. Jahrestag der Dreifach-Katastrophe die Delegierten einer UN-Weltkonferenz zur Reduzierung von Katastrophenrisiken in Tohokus größter Stadt Sendai zusammenkommen, werden sie entlang der Pazifikküste große Flächen brachliegenden Landes vorfinden. Die gewaltigen Trümmerberge sind zwar beseitigt. Der Wiederaufbau der Tsunami-Region aber kommt nur schleppend voran.

Am Geld liegt es nicht. Nur 40 Prozent der vom Staat bisher für Wiederaufbau-Projekte bereitgestellten Gelder wurden nach amtlichen Angaben auch tatsächlich ausgegeben. Der Rest wurde unter anderem deswegen nicht genutzt, weil viele Städte und Dörfer in der Region weiter darüber debattieren, ob sie ihre früheren Gemeinden aufgeben und weg vom Meer ziehen oder gigantische Betonschutzwälle errichten. Die Regierung des rechtskonservativen Ministerpräsidenten Shinzo Abe behauptet, die Mauern seien nötig. Allein Miyagis 830 Kilometer lange Küste soll zu rund 30 Prozent mit Beton abgeschirmt werden. Doch Kritiker halten «Japans große Mauer» für höchst zweifelhaft.

Kritiker befürchten nicht nur eine irrsinnige Verschandelung der Landschaft und Zerstörung der Natur. Sie warnen auch vor einem trügerischen Sicherheitsgefühl durch die geplanten Betonbollwerke. Zwar gibt es Beispiele, wo bei der Tsunami-Katastrophe von vor vier Jahren bereits zuvor betonierte Küstenschutzwälle Menschenleben gerettet haben. In anderen Fällen aber kamen Menschen gerade deswegen ums Leben, weil sie nicht rechtzeitig flüchteten, sondern sich auf die Schutzmauern verließen, die aber dem Tsunami nicht standhielten.

Von Seiten vieler Regionalregierungen wird der Bau der Betonwände jedoch als Bedingung angeführt, bevor mit dem Wiederaufbau begonnen werden könne. Neben diesem Dilemma kosten auch die langwierigen Verhandlungen mit den Landbesitzern sowie die bürokratischen Abläufe bei der Erschließung von Waldflächen oder dem Neubau großer Gebäude wertvolle Zeit. Im Falle Fukushimas kommt außerdem noch die großflächig vom Staat angelegte Dekontaminierung der verstrahlten Gebiete hinzu, die ebenfalls nur schleppend vorankommt. Immer mehr Menschen geben die Hoffnung auf und kehren der Region den Rücken.

Zurück bleiben die Alten. «Ich habe niemandem, mit dem ich mich unterhalten kann. Es ist traurig, aber was soll man machen», schilderte eine 80-Jährige in der Lokalzeitung «Kahoku Shimpo». Sie lebt auch nach vier Jahren weiter in einer der containerähnlichen Behelfsunterkünfte in der in Miyagi liegenden Stadt Iwanuma. Ihr Haus fiel dem Tsunami zum Opfer, ihr Mann kam ums Leben. Die Familie ihres Sohnes, mit der sie früher zusammenlebte, ist in eine Wohnung in der Innenstadt gezogen. Iwanuma gilt als positives Beispiel, wo der Wiederaufbau weiter weg von der Küste relativ zügig vorankommt.

Doch die 80-Jährige zögert, auch aus Sorge vor der Miete. Andererseits fehle ihr die Kraft, ein neues Haus zu bauen. Sie werde ihr weiteres Schicksal ihrem Sohn überlassen, sagt die Japanerin resigniert. Was viele Opfer in den engen Containerbehausungen nach vier Jahren mit am meisten quält, ist die Angst, vergessen zu werden.

Sa, 2015-03-07 01:00
Tampa/Al-Bagdadi (dpa)

USA: Iraks Armee erobert wichtige Stadt von IS-Kämpfern zurück

Tampa/Al-Bagdadi (dpa) - Die irakische Armee hat nach US-Angaben Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aus der umkämpften Stadt Al-Bagdadi vertrieben. Unterstützt worden seien die Streitkräfte dabei von Stammeskämpfern aus der westlichen Region Anbar, teilte das US-Militär am Freitag mit. Zudem habe die internationale Allianz begleitend Luftangriffe auf IS-Stellungen in und um Al-Bagdadi geflogen.

Den Kämpfern am Boden sei es dabei gelungen, die Polizeistation und drei Brücken über den Euphrat zurückzuerobern. Die Brücken seien seit September unter Kontrolle des IS gewesen. Darüber hinaus gelang es der irakischen Armee demnach mit Unterstützung der internationalen Koalition, IS-Kämpfer aus sieben Dörfern im Nordwesten der Stadt in Richtung der Stadt Haditha zu drängen.

IS-Extremisten hatten sich in der Gegend seit längerem heftige Gefechte mit Truppen der Regierung geliefert. Al-Bagdadi liegt rund 120 Kilometer westlich von Bagdad. In der Nähe trainieren US-Ausbilder irakische Soldaten auf dem Militärflugplatz Ain al-Assad.

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Sa, 2015-03-07 00:15
Augsburg/Berlin (dpa)

Buschkowsky sieht islamische Fundamentalisten auf dem Vormarsch

Augsburg/Berlin (dpa) - Heinz Buschkowsky (SPD), der scheidende Bürgermeister von Berlin-Neukölln, sieht islamische Fundamentalisten auf dem Vormarsch. In einigen Kindergärten in Neukölln trügen heute schon dreijährige Mädchen Kopftuch, sagte Buschkowsky der «Augsburger Allgemeinen» (Samstag). «So etwas hat es vor fünf Jahren noch nicht gegeben.» Salafisten forderten Mädchen vor Schulen des Bezirks auf, Hidschab zu tragen «anstelle der sündigen Jeans». Hidschab bedeutet Verhüllung.

Eltern würden bei Klassenreisen muslimische Betreuer verlangen und wollten dem Hausmeister das Betreten der Turnhalle verbieten, wenn ihre Töchter dort seien. «Nicht die Integration schreitet voran, sondern eine Art Landnahme durch fundamentalistische Überreligiösität», sagte der konfliktfreudige SPD-Politiker. Er kritisierte «diese Heuchelei von der einzigartigen Erfolgsgeschichte der Integration in Deutschland».

Neukölln wird oft als Problembezirk Berlins bezeichnet. Mehr als 320 000 Menschen leben dort. Rund 40 Prozent von ihnen haben einen Migrationshintergrund.

Fr, 2015-03-06 17:54
Wiesbaden (dpa)

Affäre Biblis: Röttgen zeigt mit dem Finger auf Hessen Von Thomas Maier, dpa

Die fehlerhafte Stilllegung des AKW Biblis kann sehr teuer werden. Doch wer ist schuld und muss Schadenersatz zahlen? Ex-Umweltminister Röttgen macht Hessen verantwortlich. Aber das sehen nicht alle so.

Wiesbaden (dpa) - Es waren damals sehr hektische Tage in Berlin: Vor genau vier Jahren vollzieht Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Atompolitik eine dramatische Kehrtwende. Wenige Tage nach der Nuklearkatastrophe im japanischen Fukushima nimmt der Bund im Konsens mit den Ländern die sieben ältesten Atommeiler aus Sicherheitsgründen vom Netz - zunächst für drei Monate bis zum endgültigen Ausstieg.

Doch bei der Umsetzung des Moratoriums, das mit der «Gefahrenabwehr» im Atomgesetz begründet wurde, machten die Länder im März 2011 handwerkliche Fehler. So wurde auf die Anhörung der AKW-Betreiber vor der Stilllegungsverfügung verzichtet. RWE als Betreiber des südhessischen Atomkraftwerks Biblis hat deshalb mit Erfolg gegen das Land geklagt - der Konzern will 235 Millionen Euro Schadenersatz. Jetzt streiten der Bund und Hessen über die Verantwortung. Ein Präzedenzfall. Denn in anderen Ländern laufen ähnliche Prozesse.

Als erster Landtag hat nun der hessische mit einem Untersuchungsausschuss den Versuch unternommen, die komplexe Sache aufzuklären. Als bislang prominentester Zeuge aus der Politik vor dem Gremium gab am Freitag Ex-Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) Hessen die Verantwortung am juristischen Desaster. Die Atomaufsicht sei Sache der Länder. Es habe damals weder eine Anweisung des Bundes noch eine «unterschriftsreife Stilllegungsverfügung» gegeben, sagt Röttgen - und schiebt den Ländern den Schwarzen Peter zu.

Der eloquente Jurist, trotz Rausschmiss aus dem Ministerium im Jahr 2012 immer noch ein wichtiger Mann in der Union, treibt seine Argumentation noch weiter. Die Länder hätten sich dem «Wunsch» der Bundesregierung ja auch verweigern können, erklärt er. Er habe Hessens damaliger CDU-Umweltministerin Lucia Puttrich sogar gesagt, dass sie bei der Biblis-Verfügung eigenverantwortlich handle.

Im Kampf Hessens gegen den Bund kommt der schwarz-grünen Landesregierung am Freitag ausgerechnet ein ehemaliger Untergebener Röttgens zu Hilfe. Gerrit Niehaus war im März 2011 als Arbeitsgruppenleiter im Bundesumweltministerium für die Rechtsaufsicht der AKWs zuständig. Es habe zwar keine Weisung des Bundes gegeben, berichtet er dem Ausschuss. Er habe den Ländern jedoch ein neunseitiges Papier zur Umsetzung der Stilllegung geben wollen - mit der Empfehlung, auch die Betreiber anzuhören.

Doch der Expertenrat wanderte in den Papierkorb. «Wir wurden regelrecht ausgeschaltet», kritisiert Niehaus die Ministeriumsführung. Die damals von Bund und Ländern beschlossene Stilllegung der sieben Alt-AKWs bezeichnet er als «hochgradig gewagt», eine «juristische Gratwanderung». Allen sei dies damals bewusst gewesen, sagt Niehaus, der heute im Stuttgarter Umweltministerium arbeitet. Deshalb habe er den Ländern eine genaue Begründung liefern wollen.

Diese hätte der zuständige Fachbeamte im Wiesbadener Umweltministerium, Guntram Finke, auch allzu gerne gehabt. Er hatte bei der Biblis-Verfügung erhebliche Bauchschmerzen, wie er vor dem Ausschuss bereits im November einräumte.

Niehaus' Vorgesetzter in Berlin war damals Gerald Hennenhöfer. Er hatte im Februar im Ausschuss gesagt, der Bund habe den Ländern lediglich eine Formulierungshilfe geschickt. Jetzt werde der Versuch unternommen, «dem Bund den toten Vogel in die Tasche zu schieben». Gut möglich, dass im Falle einer erfolgreichen Schadensersatzklage von RWE am Ende die Gerichte entscheiden müssen, in welche Tasche das Tier nun wirklich gehört.

Fr, 2015-03-06 16:57
Weimar (dpa)

Kinderärzte fordern Kinderbeauftragten - Warnung vor Modedrogen (Foto-Illustration

Braucht Deutschland einen eigenen Kinderbeauftragten. Kinder- und Jugendärzte sagen: Ja. Sie sehen Nachholbedarf bei den Kinderrechten.

Weimar (dpa) - Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) fordert einen vom Bundestag eingesetzten Kinderbeauftragten. Die Rechte von Kindern müssten stärker als bislang bei allen politischen Entscheidungen berücksichtigt werden, sagte Verbandspräsident Wolfram Hartmann am Freitag in Weimar. Der Verband spricht sich seit Jahren - bislang erfolglos - dafür aus, Kinderrechte ausdrücklich im Grundgesetz zu verankern. In Weimar treffen sich bis Sonntag etwa 500 Kinder- und Jugendmediziner aus Deutschland.

Zu den Kindergrundrechten gehört aus Sicht des Verbandes auch ein umfassender Impfschutz für Kinder und Jugendliche. Der jüngste Ausbruch von Masern in Berlin zeige, dass Deutschland weit von dem Ziel entfernt sei, die Krankheit wirklich auszurotten, sagte Hartmann. Allein in Berlin sind seit Beginn der Masernwelle im Oktober 724 Menschen erkrankt, ein Kleinkind starb an der hochansteckenden Krankheit. Fast 90 Prozent von rund 630 befragten Kranken hatten keinen Impfschutz.

Zum Kongressauftakt warnten die Ärzte vor Modedrogen, die von Jugendlichen üblichweise über das Internet beschafft werden. In den vergangenen zehn Jahren seien mehr als 300 neue synthetische Substanzen auf den Markt gekommen. Teilweise seien diese nicht verboten. Solche etwa als Kräutermischung getarnten «Legal Highs» seien nicht als Drogen erkennbar, aber genauso gesundheitsschädlich, sagte Ralf Wischnewski von der Drogenhilfe Köln.

Geht doch!

Styropor „To Go“

USA Mehr als 70 Städte verbieten aufgeschäumtes Plastik. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio nimmt den Kampf mit dem Müll auf.

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Ab Juli verbannt er Einwegbecher, -teller und andere Behältnisse aus Styropor. Auch Verpackungsfüllmaterial aus Schaumstoff darf dann nicht mehr verwendet werden. Laut Abfallbehörde hat sich eine Wiederverwertung ökologisch und ökonomisch als nicht sinnvoll erwiesen. Jedes Jahr hat die Müllabfuhr in der Metropole fast 30.000 Tonnen Abfall aus aufgeschäumtem Polystyrol eingesammelt, der Großteil stammt aus der Gastronomie. „Diese Produkte verursachen reale Umweltschäden“, sagt de Blasio. Sein Appell fruchtet auch bei Behörden: Ab Sommer sollen Styroporbehälter aus Schulkantinen verschwinden. Warum das Essen künftig auf kompostierbaren statt auf Keramiktellern serviert wird, lässt sich allerdings nicht nachvollziehen. Schon mehr als 70 US-Städte, darunter Washington, San Francisco, Oakland und Seattle, haben sich vom Einwegplastik losgesagt. In Deutschland dagegen wird der biologisch nicht abbaubare Schaumstoff weiterhin großflächig eingesetzt: nicht nur für Fastfood-Verpackungen, sondern auch für die Wärmedämmung von Gebäuden.

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Grenoble Die französische Alpenstadt will die erste werbefreie Stadt Europas werden: Der grüne Bürgermeister Éric Piolle hat alle Reklameverträge gekündigt. Wo bisher freie Sicht auf riesige Plakate herrschen musste, will er Bäume pflanzen lassen. Den Verzicht auf die optische Umweltverschmutzung lässt sich die Stadt jährlich 150.000 Euro kosten – so viel hat Grenoble bisher durch vermietete Werbeflächen pro Jahr eingenommen. Bislang verbietet nur eine Stadt Werbung im öffentlichen Raum: So Paulo in Brasilien, und das schon seit 2010.

Frankreich Mit bis zu zwei Jahren Haft und 300.000 Euro Geldstrafe will Frankreich eingebaute Fehler, die zum vorzeitigen Verschleiß von langlebigen Verbrauchsgütern führen, als Betrug ahnden. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben ist auf dem Weg. Niedersachsen will solche Art der Verbrauchertäuschung auch nicht hinnehmen. Landesverbraucherschutzminister Christian Meyer erwägt eine Verlängerung der Garantie bei bestimmten Produkten.

Hamburg Die Bewohner des Elbufers können ein wenig aufatmen: Im Hafen liegende Kreuzfahrtschiffe werden ab diesem Sommer mit erneuerbarem Landstrom versorgt und können die luftverpestenden Dieselmotoren abstellen. Umweltschützern reicht das nicht. Sie fordern, dass in Zukunft auch Containerschiffe zum Anschluss an den sauberen Landstrom verpflichtet werden.
 

Geht doch!

Fit für Krisen

Weltweit wollen „Transition Town“-Initiativen einen Kultur- und Energiewandel bewirken. Inzwischen gibt es mehr als 4000 in etwa 50 Ländern.

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England: Es begann in der britischen Stadt Totens
Genug geredet, jetzt wird gehandelt! Nach diesem Motto agieren inzwischen mehr als 4000 „Transition Town“-Initiativen in etwa 50 Ländern. Sie alle wollen in ihren Städten den „Übergang“ (Transition) zu einem nachhaltigen Lebensstil einleiten. Gemeinsam bauen sie Solaranlagen auf Hausdächer, führen Regio-Währungen ein, teilen Maschinen, Werkzeug und Besitztümer, reparieren Elektrogeräte, gärtnern auf öffentlichen Plätzen oder gründen Gemeinwohlunternehmen. Dass sich die Erde erwärmt, das Öl zur Neige geht und der Ressourcenverbrauch unsere Lebensgrundlagen zerstört, war längst bekannt, als der britische Umweltaktivist Rob Hopkins im Jahr 2006 in seiner Heimatstadt Totens die erste „Transition Town“-Initiative startete. Ein Weiter-so-wie-bisher kam für ihn und die wachsende Übergangsbewegung nicht in Frage. Gerd Wessling, Netzwerksprecher für die rund 120 Initiativen im deutschsprachigen Raum, begreift das Ganze als langfristiges Experiment. Ihm ist klar, dass Lastenfahrräder und Blumenkübel allein die Welt nicht retten können. Die Summe aller Aktivitäten könnte aber einen Wandel bewirken, hofft er. Wessling fühlt sich bestärkt durch das kontinuierliche Anwachsen der Bewegung. Es zeige, dass die Idee viele anstecke und jeder Einzelne in seinem Umfeld sehr wohl etwas ändern könne.
transition-initiativen.de

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Bodensee: Wild und bunt
Auf rund 65 Hektar blühen in den Landkreisen Schwarzwald-Baar und Konstanz Malven, Steinklee und zwei Dutzend weitere Wildpflanzen. Die bunte Vielfalt erfreut Imker, Jäger, Touristen – und Bauern. Denn sie gewinnen aus der Ernte Biogas. Allerdings liegt der Ertrag dieser Biomasse etwa ein Drittel unter dem von Mais, berichtet die Bodensee-Stiftung. Sie fördert den Wildpflanzenanbau und will so die Monokulturen der Energiepflanzen eindämmen. Dafür müssen weniger Pestizide gespritzt werden.
bioenergie-region-bodensee.de

Steiermark: Laubbläser verboten
Sie stinken, lärmen und verpesten die Luft – deshalb ist der Einsatz von Laubbläsern seit dem 1. Oktober im österreichischen Bundesland Steiermark verboten. Verstöße sollen mit Geldstrafen bis zu 7250 Euro geahndet werden. Ausschlaggebend war eine Studie der Universität Graz: Laubbläser wirbelten am Boden abgelagerte Ruß- und Staubpartikel auf, stellten die Forscher fest. Im Vergleich zur Besenreinigung gelange so zehnmal mehr Feinstaub in die Luft.

Südtirol: Pestizidfreie Gemeinden
Die Gemeinde Malosco in der italienischen Provinz Trentino ist Vorreiter im Kampf gegen Pestizide: Trotz heftigen Widerstands der Bauernlobby hat der Bürgermeister den Einsatz vieler Agrargifte verboten. Er will die Gesundheit seiner Bürger schützen. Auf diesen Präzedenzfall beruft sich die Kommune Mals im benachbarten Vinschgau. Anfang September hat das Dorf abgestimmt: 76 Prozent votierten für ein Verbot aller giftigen, gesundheits- und umweltschädlichen Pestizide auf dem Gemeindegebiet.

Geht doch!

Mehr Vogelschutz

80 Millionen Vögel kommen in Europa jedes Jahr um, weil sie mit Fensterscheiben kollidieren. Die Stadt Bonn will diese Gefahr nun bekämpfen

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Bonn: Stadt will gläserne Vogelfallen vermeiden 

Hunderttausende Vögel kommen jedes Jahr allein in Deutschland um, weil sie mit Fensterscheiben oder Glasfassaden kollidieren. In Europa sterben daran jährlich schätzungsweise 80 Millionen Tiere. Die Stadt Bonn will diese Unfallgefahr nun bekämpfen. Nabu und BUND hatten Unterschriften gesammelt, einen Bürgerantrag gestellt und den Rat der Stadt gedrängt, bei Neubauten Vogelschutzmaßnahmen vorzuschreiben. Außerdem regt das Gremium eine NRW-weit einheitliche Präventionsregelung an. Die Zahl der toten Vögel ließe sich mit einfachen Mitteln senken: Jalousien, Vorhänge, Muster- oder Streifenfolien, die im Abstand von wenigen Zentimetern aufgeklebt werden, nehmen die Tiere wahr und umfliegen das Hindernis. Ebenso reduzieren der Verzicht auf gläserne Eckkonstruktionen, Fassadenbepflanzung, Holzverkleidungen oder UV-Spezialgläser die Crash-Gefahr. Die oft auf Fenstern zu sehenden einzelnen Greifvögel-Silhouetten sind wirkungslos. Naturschutzverbände beobachten, dass das Bewusstsein für die Gefahr langsam wächst – aber gleichzeitig wächst eben auch die Glasfläche. Vorsorgemöglichkeiten gibt es reichlich, doch bisher werden nur wenige Pionierprojekte in die Praxis umgesetzt: Im Münchner Zoo Hellabrunn wurde UV-Spezialglas eingesetzt und in Köln eine 20 Meter hohe Lärmschutzwand mit Streifenfolie versehen.
vogelglas.info

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Brasilien: Digitaler Vorreiter
Das südamerikanische Land garantiert sowohl die Netzneutralität als auch den Schutz der Privatsphäre im Netz. Unternehmer und Internetanbieter dürfen persönliche Daten der Nutzer nicht für kommerzielle Zwecke verwenden und müssen diese über Nutzung und Speicherung ihrer Daten informieren. Darüber hinaus wollte Brasilien Internetkonzerne verpflichten, die Daten brasilianischer Internetnutzer auf Servern in Brasilien zu speichern, Microsoft, Google und Facebook lehnten das aber ab.

Wien: Begrünte Parkplätze
Wo eben noch Autos parkten, wachsen jetzt Radieschen, Minze und Wiesenblumen. Von Mai bis September nehmen zahlreiche Wiener mit Genehmigung des Magistrats öffentliche Parkplätze in Beschlag und wandeln sie in Grünflächen um. Die Idee des Kunstvereins Hinterland macht inzwischen Schule: In der österreichischen Hauptstadt wurden in diesem Jahr schon eine Handvoll Oasen gesichtet, sogar in der Schweiz und im Ruhrgebiet entstehen Ableger.
krongarten.at

Holland: Mehr Raum für Flüsse
Die Niederländer setzen nicht nur auf Deicherhöhungen, um sich vor Fluten zu schützen. Sie renaturieren Flüsse und geben ihnen vor allem mehr Raum – auch wenn dafür manchmal Menschen wegziehen müssen. In Deutschland kritisiert der BUND in einer Bilanz ein Jahr nach der Hochwasserkatastrophe entlang der Elbe zu geringen und falschen Hochwasserschutz. Die Naturschützer fordern auch hierzulande Deichrückverlegungen sowie mehr Rückhalteräume und Überschwemmungsflächen.

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Fr, 2015-03-06 15:58
Karlsruhe (dpa)

Masern in Karlsruher Zelthalle für Flüchtlinge

Karlsruhe (dpa) - Nach dem Auftreten von Masern in einer Zelthalle für neu angekommene Flüchtlinge in Karlsruhe haben die Behörden Sofortmaßnahmen gegen eine Ausbreitung der Krankheit ergriffen. Die zurzeit 310 Bewohner der Unterkunft auf dem Gelände einer ehemaligen Kaserne wurden vorsorglich geimpft, wie das Landratsamt Karlsruhe am Freitag mitteilte. Um die Infektionsgefahr zu bannen, sollen die Bewohner zwei Wochen lang nicht in andere Unterkünfte verlegt werden. Ebenso werden in dieser Zeit keine Neuzugänge aufgenommen.

Bei den Masern-Patienten handelt es sich um einen 23-jährigen Mann aus Bosnien-Herzegowina und seine Töchter im Alter von zwei und vier Jahren. Sie wurden in das Städtische Klinikum von Karlsruhe gebracht. Eine akute Ansteckungsgefahr für die Bevölkerung gebe es nicht, sagte der Leiter des Gesundheitsamts, Peter Friebel.

Fr, 2015-03-06 15:53
Tübingen (dpa)

Nach Gates-Einstieg soll Impfstoffhersteller Curevac an die Börse

Der Name Bill Gates scheint zu beflügeln. Rund um eine Tübinger Biotech-Firma löst sein finanzielles Engagement Jubel aus. Der Hauptgesellschafter denkt schon einen Schritt weiter.

Tübingen (dpa) - Nach dem Einstieg von Microsoft-Gründer Bill Gates in die Tübinger Biotech-Firma Curevac erwägt Hauptgesellschafter und SAP-Gründer Dietmar Hopp einen Börsengang. «Bislang gab es in Deutschland wenig Biotech-Börsengänge. Der Name Gates hat aber auch in Deutschland einen guten Klang, und es könnte sein, dass wir mit Curevac am Ende vielleicht, trotz der hiesigen Zurückhaltung, den Börsengang in Deutschland wagen», sagte Hopp dem Wirtschaftsmagazin «Capital» (20. März). In der Heimat von Curevac löste das finanzielle Engagement Gates Jubel und Lob für das Unternehmen aus.

Hopp ist über seine Gesellschaft dievini Hopp BioTech holding mit rund 90 Prozent an Curevac beteiligt. Er hat bisher 145 Millionen Euro in den Impfstoffhersteller investiert und angekündigt, weitere 21 Millionen Euro bereitzustellen. Curevac und die Bill-&-Melinda-Gates-Stiftung hatten am Donnerstagabend angekündigt, dass die Stiftung 46 Millionen Euro in die Firma investiert.

Das Geld soll vorrangig in eine Produktionsanlage fließen. Über die Eigenkapitalbeteiligung hinaus will die Stiftung weitere finanzielle Mittel für Programme zur Entwicklung von Impfstoffen gegen virale, bakterielle und parasitäre Infektionskrankheiten zur Verfügung stellen, darunter HIV. Zugutekommen sollen die Produkte der Kooperation vor allem den Menschen in der Dritten Welt.

25 Prozent der Kapazitäten seien für die Stiftung reserviert, sagte Ingmar Hoerr, Mitbegründer und Geschäftsführer von Curevac, am Freitag. Den Rest will das Unternehmen in der westlichen Welt vertreiben. In der Forschung arbeitet es mit Pharmakonzernen wie Boehringer Ingelheim und Sanofi Pasteuer zusammen.

Aus Sicht von Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) zeigt das Engagement der Gates-Stiftung, dass die Unternehmen im Südwesten weltweit eine hervorragende Reputation genießen. Curevac sei eines der erfolgreichsten Biotechnologieunternehmen im Land. Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) feierte via Facebook: «Bill Gates kommt nach Tübingen. Glückwunsch an unsere Biotechfirma Curevac und den Gründer Ingmar Hoerr. Was für eine Erfolgsgeschichte.» Als neues Titelbild auf seiner Facebook-Seite wählte er das Konterfei des Microsoft-Gründers. «Schon im April gehen wir in den Gemeinderat wegen der Bauleitplanung», kündigte er an.

Hopp wertete die Beteiligung von Gates als Auszeichnung und Bestätigung seines Biotech-Engagements. «Natürlich ist das noch keine endgültige Erfolgsgarantie. Aber in der Fußballersprache würde ich es so formulieren: Dieses Unternehmen ist unser Ronaldo», sagte Hopp. Dem Bericht zufolge ist der SAP-Mitgründer an 17 Biotechfirmen beteiligt, sieben davon gelten demnach inzwischen als erfolglos.

Fr, 2015-03-06 14:55
Paris (dpa)

Entsetzen über Nimrud-Zerstörung durch IS - Unesco: Kriegsverbrechen

Die Terrormiliz Islamischer Staat zerstört alles, was ihrer radikalen Ideologie widerspricht. Erneut zertrümmern die Extremisten im Irak einzigartige altorientalische Kulturgüter. Fachleute sind schockiert.

Paris (dpa) - Die Zerstörung der Jahrtausende alten Stadt Nimrud durch die IS-Terrormiliz im Norden des Iraks hat weltweit Entsetzen ausgelöst. Unesco-Chefin Irina Bokowa nannte die neue Tat des Islamischen Staates (IS) am Freitag ein «Kriegsverbrechen». Der Direkter des Vorderasiatischen Museum in Berlin, Markus Hilgert, sprach von einer «Katastrophe für das Kulturerbe der Menschheit».

Auch der höchste schiitische Geistliche im  Irak, Großajatollah Ali al-Sistani, verurteilte die Zerstörung. Sie sei ein weiterer Beweis für die Brutalität des IS und seiner Feindschaft zum irakischen Volk, erklärte er in seiner Freitagspredigt in Kerbela.

Der IS hatte am Donnerstag nach Angaben des irakischen Altertumministeriums die Stadt Nimrud mit ihren einmaligen Kulturgütern überrannt. Demnach begannen IS-Anhänger damit, die antike Stätte mit schwerem Gerät zu zerstören. Die irakische Nachrichtenseite Al-Mada zitierte Augenzeugen, der IS habe die Zerstörung etwa seit einer Woche vorbereitet.

Nimrud ist eine bedeutende assyrische Ruinenstätte knapp 40 Kilometer südlich der IS-Hochburg Mossul. Dort stehen Überreste von Palästen und einzigartige Torhüterfiguren, geflügelte Stierkörper mit Menschenköpfen. Die historische Stadt wurde um 1270 v. Chr. gegründet und war zeitweilig die Hauptstadt Assyriens.

Erst Ende Februar hatten die Dschihadisten ein Video veröffentlicht, das die Zerstörung assyrischer Kulturgüter zeigt. So zertrümmerten sie Statuen im Museum Mossul und eine einzigartige assyrische Torhüterfigur, die mehr als 2600 Jahre alt ist. In dem Video erklärt ein IS-Anhänger, die Statuen hätten der Vielgötterei gedient. Die Sunnitenmiliz beruft sich dabei auf eine Interpretation des Islams, die die bildliche Darstellung von Menschen und Gott verbietet.

Die Zerstörung in Nimrud sei «noch eine Steigerung gegenüber dem, was in Mossul geschehen ist», sagte der Altorientalist Hilgert der Deutschen Presse-Agentur. «In Nimrud wird auch der archäologische Kontext zerstört, der viel über die Fundstücke erzählt und ihnen erst ihre Bedeutung gibt.» Die neuesten Taten der Islamisten seien ein Weckruf an die internationale Gemeinschaft, erklärte Hilgert.

Auch Unesco-Chefin Bokowa erklärte, angesichts dieser Taten dürfe niemand schweigen. Dieser neue Angriff rufe in Erinnerung, dass die im Irak wütende kulturelle Säuberung nichts und niemanden ausspare, erklärte sie in Paris. Bokowa forderte die Verantwortlichen in der Region auf, «sich gegen diese neue Barbarei zu erheben».

Nach der ersten Zerstörung altorientalischer Kulturgüter durch den IS Ende Februar hatte sie bereits eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates verlangt und sich an den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag gewandt.

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*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

In 16 Stunden um die Welt.
Das schaffen nur die Skrupellosesten.


METRO Group - The Spirit of Commerce

Wir haben nicht nur die letzten Fische aus der geplünderten Nordsee im Angebot, sondern auch kostbare Exoten - und sind auch noch stolz darauf! "Erdbeerfische" aus dem Korallenmeer im Pazifik befördern wir im Nu in unsere Servicetheken. So ermöglichen wir unseren Kunden, beim Fischkauf zugleich an der Ausbeutung tropischer Meere und am Klimachaos mitzuwirken. Schließlich werden beim Flug um die halbe Welt pro Fisch drei Liter Kerosin verheizt. Entdecken Sie den "Spirit of Commerce" - den Geist der skrupellosen Geschäftemacherei!

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Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

Ihr seltsames Verhältnis zu BILD,
Gregor Gysi, Philipp Lahm, Udo Lindenberg, Katharina Saalfrank, 
Barbara Schöneberger und Richard von Weizsäcker? 

„Wir werben ohne Skrupel für Volksverdummung“

Meine schlechte BILDung!

Mehr zum Thema:

www.bild.de/BILD/news/fakten/uebersicht-werbung/werbung.html www.bildblog.de www.greenpeace-magazin.de/luegendetektor
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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Grünfärber – Der Käse mit der grünen Hülle

Unseren Grünländer nennen wir „den Käse mit der grünen Seele“ und
„einen natürlichen Genuss, der natürlich schmeckt“. Dabei sind das
natürlichste am Grünländer die „natürlich gereiften Löcher“ – das Drumherum wird aus Milch von Kühen hergestellt, die Gen-Soja aus Amerika im Trog haben. Für die Zukunft geloben wir Besserung. Aber unserer Konkurrenz werben wir jetzt schon mal umweltbewusste Kunden ab.

Echten Biokäse gibt's im Bioladen und im SB-Regal.

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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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2500 Kilometer lang und weithin zubetoniert

An der [einst] traumhaften Mittelmeerküste der Türkei warten eindrucksvolle Entdeckungen auf Sie. Erleben Sie ein [noch vor wenigen Jahren] unvergleichliches Paradies mit [ehemals] bezaubernden Stränden, einer [zuvor] türkisblauen See und [früher mal] verwunschenen Stränden [wo nun Touristen Partys feiern]. Suchen Sie mit der Lupe nach Plätzen wie diesem für eine Reise in die Vergangenheit - vor dem Massentourismus.

Mittelmeer hat's schwer

keine Anzeige des türkischen Tourismus-Ministers

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