Fr, 2015-02-27 11:58
Madrid (dpa)

Acht Spanier nach Teilnahme am Ukraine-Krieg daheim festgenommen

Madrid (dpa) - Acht Spanier, die im Ukraine-Krieg für prorussische Einheiten gekämpft haben sollen, sind nach der Rückkehr in ihr Heimatland festgenommen worden. Die Festnahmen seien am Freitagmorgen zeitgleich in Madrid und anderen Städten Spaniens erfolgt, teilte das spanische Innenministerium mit.

Wie die staatliche Nachrichtenagentur efe unter Berufung auf die Behörden berichtete, wird den Festgenommenen - darunter drei früheren Angehörigen der spanischen Streitkräfte - unter anderem Mord, illegaler Besitz von Waffen und Sprengstoff sowie Teilnahme an Aktionen im Ausland wider den Interessen Spaniens zur Last gelegt.

Im Rahmen der Polizeiaktion in den Autonomen Gemeinschaften Madrid, Katalonien, Navarra, Asturien, Murcia und Extremadura seien auch mehrere Hausdurchsuchungen durchgeführt worden, hieß es. Die Festgenommenen hätten im Kriegsgebiet im Donbass im Osten der Ukraine gekämpft. Weitere Informationen wurden zunächst nicht bekanntgegeben.

Fr, 2015-02-27 11:50
Moskau (dpa)

Lawrow warnt Ukraine vor Fortsetzung ihrer Nato-Pläne

Moskau (dpa) - Russland hat die prowestliche ukrainische Regierung zu einer Abkehr ihres Nato-Kurses aufgefordert. Falls Kiew sich weiter dem westlichen Verteidigungsbündnis annähere, drohe dem krisengeschüttelten Land die Spaltung, warnte Außenminister Sergej Lawrow am Freitag in Moskau. Zudem würden Vertrauen und Stabilität in den transatlantischen Beziehungen gestört, sollte die Ukraine ihren blockfreien Status aufgeben, sagte er der Agentur Interfax zufolge.

Die Nato hatte mehrfach betont, es gebe in Brüssel derzeit keinen Beschluss zur möglichen Aufnahme der früheren Sowjetrepublik.

Lawrow warf den USA vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise eine «beispiellose antirussische Kampagne» vor. Es sei Washington aber nicht gelungen, eine breite Koalition gegen Moskau zu schmieden. «Die überwiegende Mehrheit der Länder in der Welt - und auch in Europa - will normale Beziehungen mit Russland», unterstrich der Minister.

Fr, 2015-02-27 11:48
Den Haag (dpa)

Weltstrafgericht bestätigt Freispruch für Ex-Rebellenführer des Kongo (Foto-Archiv)

Den Haag (dpa) - Der Internationale Strafgerichtshof hat den Freispruch für den ehemaligen kongolesischen Rebellenführer Mathieu Ngudjolo Chui bestätigt. Es sei nicht zweifelsfrei erwiesen, dass der 44-Jährige Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen habe, urteilte das Gericht am Freitag in Den Haag. Damit bestätigte das Gericht das Urteil aus erster Instanz vom Dezember 2012 und wies die Einwände der Anklage als unbegründet zurück. Es ist der erste endgültige Freispruch des Weltstrafgerichtes. Die Anklage hatte Ngudjolo vor allem ein Massaker im ost-kongolesischen Dorf Bogoro 2003 vorgeworfen.

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Fr, 2015-02-27 11:35
Kopenhagen (dpa)

Weiterer Verdächtiger nach Anschlägen von Kopenhagen festgenommen

Kopenhagen (dpa) - Knapp zwei Wochen nach den Terroranschlägen von Kopenhagen hat die Polizei am Freitagmorgen einen weiteren Verdächtigen festgenommen. Der junge Mann könnte dem Attentäter Omar Abdel Hamid El-Hussein im Zusammenhang mit den Angriffen auf ein Kulturcafé und eine Synagoge geholfen haben, berichteten die Ermittler. Er sollte am Samstag vor Gericht hinter verschlossenen Türen verhört werden. Zwei weitere mögliche Helfer des Terroristen sitzen bis mindestens Ende März in Untersuchungshaft. Der 22-jährige El-Hussein hatte am Valentinstag und in der folgenden Nacht insgesamt zwei Menschen getötet und fünf verletzt, bevor ihn die Polizei erschoss.

Fr, 2015-02-27 11:18
Madrid (dpa)

Globales Geschäft erhöht Gewinn bei Hochtief-Mehrheitsaktionär ACS

Madrid (dpa) - Der spanische Baukonzern ACS, Mehrheitsaktionär der Essener Hochtief AG, hat dank einer anziehenden Nachfrage in seinem internationalen Geschäft im vergangenen Jahr mehr verdient. Wie das Unternehmen am Freitag in Madrid mitteilte, verbesserte die ACS-Gruppe das Nettoergebnis 2014 im Vergleich zu 2013 um 2,2 Prozent auf 717 Millionen Euro.

Die Gewinnerhöhung sei in erster Linie den internationalen Aktivitäten zu verdanken und trotz Wechselkursschwankungen gelungen. Bei Ausklammerung währungsbedingter Einbußen hätte der Ertrag um 4,3 Prozent zugenommen, hieß es.

Laut der Jahresbilanz 2014 fiel der Umsatz des 1997 durch Fusion zweier Unternehmen gegründeten Madrider Konzerns um 0,8 Prozent auf knapp 34,9 Milliarden Euro. 84 Prozent aller Erlöse seien dabei außerhalb Spaniens erwirtschaftet worden. Mit einem Anteil von 34 Prozent am Gesamtumsatz sei Nordamerika der wichtigste Markt gewesen.

2012 hatte ACS noch Verluste von 1,9 Milliarden Euro verzeichnet, die größtenteils auf eine Sanierung der ACS-Beteiligung am spanischen Energiekonzern Iberdrola zurückgegangen waren.

Die Grupo ACS von Firmenpräsident Florentino Pérez, der auch dem Fußball-Traditionsclub Real Madrid vorsteht, ist vor allem in den Bereichen Bau, Energie, Telekommunikation und Infrastruktur tätig. Sie beschäftigt weltweit mehr als 160 000 Mitarbeiter.

Fr, 2015-02-27 10:51
Istanbul (dpa)

Polizei nimmt Verdächtigen vor US-Konsulat in Istanbul fest

Istanbul (dpa) - Die türkische Polizei hat nach einem Bombenalarm einen Verdächtigen vor dem US-Konsulat in Istanbul festgenommen. Die Nachrichtenagentur DHA meldete, der Mann habe am Freitag damit gedroht, einen Sprengsatz zu zünden. Er sei daraufhin von Sondereinsatzkräften festgenommen worden. Der Verdächtige sei möglicherweise psychisch krank. Die Zeitung «Hürriyet» berichtete, die Polizei habe die Umgebung abgeriegelt.

2013 hatte ein Selbstmordattentäter einen Anschlag auf die US-Botschaft in Ankara verübt. Der Angreifer riss einen türkischen Wachmann mit in den Tod. Eine marxistische Gruppe bekannte sich zu der Tat.

Geht doch!

Styropor „To Go“

USA Mehr als 70 Städte verbieten aufgeschäumtes Plastik. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio nimmt den Kampf mit dem Müll auf.

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Ab Juli verbannt er Einwegbecher, -teller und andere Behältnisse aus Styropor. Auch Verpackungsfüllmaterial aus Schaumstoff darf dann nicht mehr verwendet werden. Laut Abfallbehörde hat sich eine Wiederverwertung ökologisch und ökonomisch als nicht sinnvoll erwiesen. Jedes Jahr hat die Müllabfuhr in der Metropole fast 30.000 Tonnen Abfall aus aufgeschäumtem Polystyrol eingesammelt, der Großteil stammt aus der Gastronomie. „Diese Produkte verursachen reale Umweltschäden“, sagt de Blasio. Sein Appell fruchtet auch bei Behörden: Ab Sommer sollen Styroporbehälter aus Schulkantinen verschwinden. Warum das Essen künftig auf kompostierbaren statt auf Keramiktellern serviert wird, lässt sich allerdings nicht nachvollziehen. Schon mehr als 70 US-Städte, darunter Washington, San Francisco, Oakland und Seattle, haben sich vom Einwegplastik losgesagt. In Deutschland dagegen wird der biologisch nicht abbaubare Schaumstoff weiterhin großflächig eingesetzt: nicht nur für Fastfood-Verpackungen, sondern auch für die Wärmedämmung von Gebäuden.

Außerdem Interessant

Grenoble Die französische Alpenstadt will die erste werbefreie Stadt Europas werden: Der grüne Bürgermeister Éric Piolle hat alle Reklameverträge gekündigt. Wo bisher freie Sicht auf riesige Plakate herrschen musste, will er Bäume pflanzen lassen. Den Verzicht auf die optische Umweltverschmutzung lässt sich die Stadt jährlich 150.000 Euro kosten – so viel hat Grenoble bisher durch vermietete Werbeflächen pro Jahr eingenommen. Bislang verbietet nur eine Stadt Werbung im öffentlichen Raum: So Paulo in Brasilien, und das schon seit 2010.

Frankreich Mit bis zu zwei Jahren Haft und 300.000 Euro Geldstrafe will Frankreich eingebaute Fehler, die zum vorzeitigen Verschleiß von langlebigen Verbrauchsgütern führen, als Betrug ahnden. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben ist auf dem Weg. Niedersachsen will solche Art der Verbrauchertäuschung auch nicht hinnehmen. Landesverbraucherschutzminister Christian Meyer erwägt eine Verlängerung der Garantie bei bestimmten Produkten.

Hamburg Die Bewohner des Elbufers können ein wenig aufatmen: Im Hafen liegende Kreuzfahrtschiffe werden ab diesem Sommer mit erneuerbarem Landstrom versorgt und können die luftverpestenden Dieselmotoren abstellen. Umweltschützern reicht das nicht. Sie fordern, dass in Zukunft auch Containerschiffe zum Anschluss an den sauberen Landstrom verpflichtet werden.
 

Geht doch!

Fit für Krisen

Weltweit wollen „Transition Town“-Initiativen einen Kultur- und Energiewandel bewirken. Inzwischen gibt es mehr als 4000 in etwa 50 Ländern.

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England: Es begann in der britischen Stadt Totens
Genug geredet, jetzt wird gehandelt! Nach diesem Motto agieren inzwischen mehr als 4000 „Transition Town“-Initiativen in etwa 50 Ländern. Sie alle wollen in ihren Städten den „Übergang“ (Transition) zu einem nachhaltigen Lebensstil einleiten. Gemeinsam bauen sie Solaranlagen auf Hausdächer, führen Regio-Währungen ein, teilen Maschinen, Werkzeug und Besitztümer, reparieren Elektrogeräte, gärtnern auf öffentlichen Plätzen oder gründen Gemeinwohlunternehmen. Dass sich die Erde erwärmt, das Öl zur Neige geht und der Ressourcenverbrauch unsere Lebensgrundlagen zerstört, war längst bekannt, als der britische Umweltaktivist Rob Hopkins im Jahr 2006 in seiner Heimatstadt Totens die erste „Transition Town“-Initiative startete. Ein Weiter-so-wie-bisher kam für ihn und die wachsende Übergangsbewegung nicht in Frage. Gerd Wessling, Netzwerksprecher für die rund 120 Initiativen im deutschsprachigen Raum, begreift das Ganze als langfristiges Experiment. Ihm ist klar, dass Lastenfahrräder und Blumenkübel allein die Welt nicht retten können. Die Summe aller Aktivitäten könnte aber einen Wandel bewirken, hofft er. Wessling fühlt sich bestärkt durch das kontinuierliche Anwachsen der Bewegung. Es zeige, dass die Idee viele anstecke und jeder Einzelne in seinem Umfeld sehr wohl etwas ändern könne.
transition-initiativen.de

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Bodensee: Wild und bunt
Auf rund 65 Hektar blühen in den Landkreisen Schwarzwald-Baar und Konstanz Malven, Steinklee und zwei Dutzend weitere Wildpflanzen. Die bunte Vielfalt erfreut Imker, Jäger, Touristen – und Bauern. Denn sie gewinnen aus der Ernte Biogas. Allerdings liegt der Ertrag dieser Biomasse etwa ein Drittel unter dem von Mais, berichtet die Bodensee-Stiftung. Sie fördert den Wildpflanzenanbau und will so die Monokulturen der Energiepflanzen eindämmen. Dafür müssen weniger Pestizide gespritzt werden.
bioenergie-region-bodensee.de

Steiermark: Laubbläser verboten
Sie stinken, lärmen und verpesten die Luft – deshalb ist der Einsatz von Laubbläsern seit dem 1. Oktober im österreichischen Bundesland Steiermark verboten. Verstöße sollen mit Geldstrafen bis zu 7250 Euro geahndet werden. Ausschlaggebend war eine Studie der Universität Graz: Laubbläser wirbelten am Boden abgelagerte Ruß- und Staubpartikel auf, stellten die Forscher fest. Im Vergleich zur Besenreinigung gelange so zehnmal mehr Feinstaub in die Luft.

Südtirol: Pestizidfreie Gemeinden
Die Gemeinde Malosco in der italienischen Provinz Trentino ist Vorreiter im Kampf gegen Pestizide: Trotz heftigen Widerstands der Bauernlobby hat der Bürgermeister den Einsatz vieler Agrargifte verboten. Er will die Gesundheit seiner Bürger schützen. Auf diesen Präzedenzfall beruft sich die Kommune Mals im benachbarten Vinschgau. Anfang September hat das Dorf abgestimmt: 76 Prozent votierten für ein Verbot aller giftigen, gesundheits- und umweltschädlichen Pestizide auf dem Gemeindegebiet.

Geht doch!

Mehr Vogelschutz

80 Millionen Vögel kommen in Europa jedes Jahr um, weil sie mit Fensterscheiben kollidieren. Die Stadt Bonn will diese Gefahr nun bekämpfen

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Bonn: Stadt will gläserne Vogelfallen vermeiden 

Hunderttausende Vögel kommen jedes Jahr allein in Deutschland um, weil sie mit Fensterscheiben oder Glasfassaden kollidieren. In Europa sterben daran jährlich schätzungsweise 80 Millionen Tiere. Die Stadt Bonn will diese Unfallgefahr nun bekämpfen. Nabu und BUND hatten Unterschriften gesammelt, einen Bürgerantrag gestellt und den Rat der Stadt gedrängt, bei Neubauten Vogelschutzmaßnahmen vorzuschreiben. Außerdem regt das Gremium eine NRW-weit einheitliche Präventionsregelung an. Die Zahl der toten Vögel ließe sich mit einfachen Mitteln senken: Jalousien, Vorhänge, Muster- oder Streifenfolien, die im Abstand von wenigen Zentimetern aufgeklebt werden, nehmen die Tiere wahr und umfliegen das Hindernis. Ebenso reduzieren der Verzicht auf gläserne Eckkonstruktionen, Fassadenbepflanzung, Holzverkleidungen oder UV-Spezialgläser die Crash-Gefahr. Die oft auf Fenstern zu sehenden einzelnen Greifvögel-Silhouetten sind wirkungslos. Naturschutzverbände beobachten, dass das Bewusstsein für die Gefahr langsam wächst – aber gleichzeitig wächst eben auch die Glasfläche. Vorsorgemöglichkeiten gibt es reichlich, doch bisher werden nur wenige Pionierprojekte in die Praxis umgesetzt: Im Münchner Zoo Hellabrunn wurde UV-Spezialglas eingesetzt und in Köln eine 20 Meter hohe Lärmschutzwand mit Streifenfolie versehen.
vogelglas.info

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Brasilien: Digitaler Vorreiter
Das südamerikanische Land garantiert sowohl die Netzneutralität als auch den Schutz der Privatsphäre im Netz. Unternehmer und Internetanbieter dürfen persönliche Daten der Nutzer nicht für kommerzielle Zwecke verwenden und müssen diese über Nutzung und Speicherung ihrer Daten informieren. Darüber hinaus wollte Brasilien Internetkonzerne verpflichten, die Daten brasilianischer Internetnutzer auf Servern in Brasilien zu speichern, Microsoft, Google und Facebook lehnten das aber ab.

Wien: Begrünte Parkplätze
Wo eben noch Autos parkten, wachsen jetzt Radieschen, Minze und Wiesenblumen. Von Mai bis September nehmen zahlreiche Wiener mit Genehmigung des Magistrats öffentliche Parkplätze in Beschlag und wandeln sie in Grünflächen um. Die Idee des Kunstvereins Hinterland macht inzwischen Schule: In der österreichischen Hauptstadt wurden in diesem Jahr schon eine Handvoll Oasen gesichtet, sogar in der Schweiz und im Ruhrgebiet entstehen Ableger.
krongarten.at

Holland: Mehr Raum für Flüsse
Die Niederländer setzen nicht nur auf Deicherhöhungen, um sich vor Fluten zu schützen. Sie renaturieren Flüsse und geben ihnen vor allem mehr Raum – auch wenn dafür manchmal Menschen wegziehen müssen. In Deutschland kritisiert der BUND in einer Bilanz ein Jahr nach der Hochwasserkatastrophe entlang der Elbe zu geringen und falschen Hochwasserschutz. Die Naturschützer fordern auch hierzulande Deichrückverlegungen sowie mehr Rückhalteräume und Überschwemmungsflächen.

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Fr, 2015-02-27 10:48
Seoul (dpa)

Südkorea will Laufzeit für umstrittenen Atomreaktor verlängern

Seoul (dpa) - In Südkorea soll gegen Sicherheitsbedenken von Umweltgruppen und Anwohnern die Laufzeit des zweitältesten Atomreaktors deutlich verlängert werden. Die Kommission für Nuklearsicherheit stimmte am Freitag nach langer Diskussion zu, dass der 32 Jahre alte Reaktor Wolsong-1 im Südwesten bis November 2022 in Betrieb bleibt. Zwei der neun Mitglieder hätten an der Abstimmung nicht teilgenommen, teilte die Kommission mit. 

Der 678-Megewatt-Schwerwasserreaktor soll jetzt im April oder Mai wieder angefahren werden, nachdem er 2012 nach Ablauf der ursprünglich 30 Jahre geltenden Betriebsgenehmigung abgeschaltet wurde.

Die staatliche Gesellschaft für Wasser- und Atomkraft hatte als Betreiber des Wolsong-Atomkraftwerks den Reaktor in der Zwischenzeit nachgerüstet. Südkorea gewinnt rund ein Drittel seines Strombedarfs von 23 Reaktoren, die im Land stehen. 

Auf Wolsong-1 seien im Vergleich zu den Wolsong-Reaktoren 2 bis 4 nicht die modernsten Technologiestandards angewandt worden, wurde das Kommissionsmitglied Kim Ik Jung vom TV Sender Arirang zitiert. Kim habe die Abstimmung aus Protest boykottiert. Auch AKW-Gegner und Anwohner hatten eine Stilllegung des Reaktors gefordert. 

Fr, 2015-02-27 10:42
Moskau (dpa)

Russland hat weitere Vorauszahlung von Ukraine für Gas erhalten

Moskau (dpa) - Im Gaskonflikt mit der Ukraine hat Russland eine Vorauszahlung von 15 Millionen Dollar (rund 13 Mio. Euro) für Lieferungen im März erhalten. Der Betrag decke jedoch lediglich die Kosten für einen weiteren Tag, sagte Sergej Kuprijanow vom Energiemonopolisten Gazprom am Freitag in Moskau. Das zuletzt vom ukrainischen Staatskonzern Naftogaz bezahlte Gas reiche nur noch bis zum Wochenende, hatte Gazprom gewarnt. Die EU-Kommission will an diesem Montag erneut zwischen Russland und der Ukraine im Gasstreit vermitteln. Sowohl Moskau als auch Kiew bestätigten ihre Teilnahme an dem Treffen in Brüssel.

Fr, 2015-02-27 10:42
Berlin (dpa)

«Ich bin Jude und habe keine Angst» Von Nils Bastek, dpa

Viele Juden leben nach den Anschlägen in Europa in Angst. Manche trauen sich nicht mal, sich auf der Straße als Jude zu zeigen. Wie kommen junge, jüdische Menschen in Berlin damit klar? Sie spüren den «Antisemitismus in der Luft».

Berlin (dpa) - Er habe noch keine Angst, sagt Michael Groys. Aber er spüre die Uhr ticken, es sei nur eine Frage der Zeit, wann es in Deutschland passieren werde. «Diesen Gedanken haben viele von uns, und er macht sie nervös.»

Michael redet von einem terroristischen Anschlag. Er lebt seit 16 Jahren in Berlin und studiert Verwaltungswissenschaften an der Universität Potsdam. Er ist 23 Jahre jung. Und Jude.

«Antisemitismus liegt in der Luft, das ist spürbar. Die Frage ist nur, wie man damit umgeht», sagt er. Das sieht auch sein Freund Mike Samuel Delberg so, der neben ihm auf der Couch sitzt. Beide sind elegant gekleidet mit Hemd und Jackett. Mike trägt Krawatte, Michael ein Einstecktuch. «Paris liegt um die Ecke und Kopenhagen vor der Haustür. Deutschland ist gedanklich immer so weit weg vom Terror, aber ich hoffe innigst, dass wir nicht fahrlässig werden», sagt Mike.

Die jüngsten, tödlichen Angriffe auf Juden in der dänischen und der französischen Hauptstadt haben ihr Leben und das der rund 35 000 Juden in Berlin verändert. Michael ist Vorsitzender des Jüdischen Studentenzentrums. Gemeinsam mit Mike organisiert er jeden Monat mehrere Veranstaltungen für jüdische Studenten aus der Umgebung. Etwa 300 junge Leute kommen dann im Schnitt in ihre Einrichtung in der Nähe des berühmten Kurfürstendamms. Hier essen sie, feiern Partys oder laden Künstler oder Politiker zu Diskussionen ein.

Einmal hätten sie einen Gesandten der japanischen Botschaft dagehabt, sagt Mike. Er habe so viel mit ihnen getrunken, dass er nachher japanische Volkslieder gesungen habe. «Wir wollen den Durst der jungen Juden stillen. Den Durst nach feiern, lieben, leben.» Sie machen das ehrenamtlich. Ein jüdisches Bildungszentrum und eine andere Jugendorganisation übernehmen die Kosten, etwa für die Miete. Ein neuer Posten wird nun hinzukommen. «Die Sicherheit werden wir nach den jüngsten Anschlägen erhöhen müssen. Es wird Streifenwagen der Polizei und einen privaten Sicherheitsdienst geben», sagt Michael. Details will er nicht nennen - aus Sicherheitsgründen.

Das offene Judentum sei noch immer keine Normalität in Deutschland. Dazu passt der jüngste Ratschlag des Zentralrats der Juden, in deutschen Problemvierteln keine Kippa zu tragen. «Judentum ist für einige Leute etwas negativ Besonderes. Und so lange sich das nicht ändert, wird es für uns kein Gefühl der Sicherheit geben», sagt Mike.

Laut einer Studie der Amadeu-Antonio-Stiftung gab es im vergangenen Jahr in Deutschland 864 Straftaten mit antisemitischem Hintergrund - rund zehn Prozent mehr als 2013. Die Anschläge in Kopenhagen und Paris wurden von mutmaßlichen Islamisten verübt. Ist der Islam mittlerweile die größte Bedrohung für das Judentum, auch in Deutschland, vielleicht auf den Straßen Berlins?

«Nein. Terrorismus hat keine Religion. Die größte Gefahr geht von der Mehrheitsgesellschaft aus», sagt Michael. Von denen, die schweigen, sagt Mike. «Von der Masse.» Nach Israel auszuwandern, sei für sie aber keine Option. «Es ist schon so, dass wir uns wohlfühlen in Deutschland. Aber es ist auch gut zu wissen, dass es nach den ganzen Anschlägen in Europa ein Land gibt, dass einem bedingungslos den Rücken stärkt.»

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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„WIR DACHTEN, STROM KOMMT AUS DER STECKDOSE!“

Doch mit dreckigem RWE-Strom fahren Autos noch klimaschädlicher als mit Benzin. Da helfen auch ein paar Windräder nichts.

IrRWEege befahren

RWE Dreck-Strom – Volltanken für Vollidioten

www.rwe-autostrom.de
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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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In 16 Stunden um die Welt.
Das schaffen nur die Skrupellosesten.


METRO Group - The Spirit of Commerce

Wir haben nicht nur die letzten Fische aus der geplünderten Nordsee im Angebot, sondern auch kostbare Exoten - und sind auch noch stolz darauf! "Erdbeerfische" aus dem Korallenmeer im Pazifik befördern wir im Nu in unsere Servicetheken. So ermöglichen wir unseren Kunden, beim Fischkauf zugleich an der Ausbeutung tropischer Meere und am Klimachaos mitzuwirken. Schließlich werden beim Flug um die halbe Welt pro Fisch drei Liter Kerosin verheizt. Entdecken Sie den "Spirit of Commerce" - den Geist der skrupellosen Geschäftemacherei!

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Ihr seltsames Verhältnis zu BILD,
Gregor Gysi, Philipp Lahm, Udo Lindenberg, Katharina Saalfrank, 
Barbara Schöneberger und Richard von Weizsäcker? 

„Wir werben ohne Skrupel für Volksverdummung“

Meine schlechte BILDung!

Mehr zum Thema:

www.bild.de/BILD/news/fakten/uebersicht-werbung/werbung.html www.bildblog.de www.greenpeace-magazin.de/luegendetektor
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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Grünfärber – Der Käse mit der grünen Hülle

Unseren Grünländer nennen wir „den Käse mit der grünen Seele“ und
„einen natürlichen Genuss, der natürlich schmeckt“. Dabei sind das
natürlichste am Grünländer die „natürlich gereiften Löcher“ – das Drumherum wird aus Milch von Kühen hergestellt, die Gen-Soja aus Amerika im Trog haben. Für die Zukunft geloben wir Besserung. Aber unserer Konkurrenz werben wir jetzt schon mal umweltbewusste Kunden ab.

Echten Biokäse gibt's im Bioladen und im SB-Regal.

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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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2500 Kilometer lang und weithin zubetoniert

An der [einst] traumhaften Mittelmeerküste der Türkei warten eindrucksvolle Entdeckungen auf Sie. Erleben Sie ein [noch vor wenigen Jahren] unvergleichliches Paradies mit [ehemals] bezaubernden Stränden, einer [zuvor] türkisblauen See und [früher mal] verwunschenen Stränden [wo nun Touristen Partys feiern]. Suchen Sie mit der Lupe nach Plätzen wie diesem für eine Reise in die Vergangenheit - vor dem Massentourismus.

Mittelmeer hat's schwer

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