Di, 2015-03-31 10:30
Lüchow (Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg)

Mit Katzenstreu gegen Wasserzufluss im US-Endlager WIPP

Der Wasserzufluss und die Konvergenzen im Salz des US-amerikanischen Endlagers WIPP bereiten den Mitarbeitern große Sorgen. Im Februar des vergangenen Jahres hatte es dort eine Explosion gegeben.

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI) verfolgt die Vorgänge in Carlsbad im Bundesstaat New Mexiko mit großer Aufmerksamkeit, denn mit Morsleben, der Asse II und Gorleben wurde und wird auch hierzulande auf Salz als bevorzugtes Endlagermedium gesetzt.

Nun berichtet der Deutschlandfunk, Mitarbeiter des US-amerikanischen Energieministeriums hätten die Ursache für den Störfall gefunden. In einem der Fässer mit radioaktiven Abfällen waren Chemikalien zusammen gekommen, die miteinander reagierten. Dabei erwärmte sich der Inhalt des Fasses stark, so dass sich darin ein hoher Druck aufbaute, der den Behälter schließlich bersten ließ. Die Arbeiter in der Anlage hatten offenbar die Marke des Katzenstreus gewechselt, die sie in die Fässer füllten, um Feuchtigkeit zu binden. Vor dem Zwischenfall hatten sie ein Tonmineral-Substrat genutzt. Das Katzenstreu in dem Unglücksfass jedoch bestand aus organischem Material auf Pflanzenbasis. Das reagierte mit Stickstoff-Verbindungen, die sich ebenfalls im Behälter befanden.

BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: "Wer den Film Edgar Hagens – die Reise zum sichersten Ort der Erde – gesehen hat, der gerade in bundesdeutschen Kinos gezeigt wird, wird auch vor Augen haben, wie in Carlsbad die Zustimmung zum Endlager im wahrsten Sinne des Wortes erkauft wurde. Wir wollen kein Katzenklo in Gorleben, um Behälter vor der Feuchtigkeit zu schützen, denn das wäre angesichts des Wasserkontakts des Salzstocks absehbar. Klüger wäre, Gorleben landete endlich auf dem Misthaufen der Nukleargeschichte."
 

Di, 2015-03-31 10:00
Berlin (Bund)

Die Milchquote läuft aus

Es drohen Milch-Überproduktion und Verlust von Wiesen und Weiden
 
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht im Auslaufen der Milchquote zum 1. April 2015 große Risiken für den Tier- und Umweltschutz. „Das Ende der Milchquote wird zu einer noch größeren Überproduktion führen. Die Milcherzeuger geraten unter zusätzlichen Preisdruck, das Höfesterben geht weiter und die Tierhaltung wird in immer größeren Ställen konzentriert. Dies alles wirkt sich negativ auf den Tierschutz und die Umwelt aus“, sagte der agrarpolitische Sprecher des BUND, Jochen Dettmer. Erforderlich seien jetzt flexible Mechanismen zur Steuerung der erzeugten Milchmenge entsprechend der Marktlage. Ziel müsse dabei sein, die Menge dem Inlandskonsum anzupassen. Geschehe dies nicht, drohe die Haltung von Milchkühen vollständig industrialisiert zu werden.
 
Seit dem Jahr 2000 habe sich die Zahl der Milchviehhalter in Deutschland auf derzeit nur noch rund 70000 halbiert. Der BUND-Experte forderte Bundesagrarminister Christian Schmidt auf, eine tier- und umweltgerechte Milcherzeugung und die regionale Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte in Deutschland besser zu fördern. Die dafür vorhandenen EU-Fördermöglichkeiten würden bislang von der Bundesregierung weitgehend ignoriert.
 
Dettmer: „Der Wegfall der Milchquote wird den Leistungsdruck auf die Kühe weiter verstärken. Ein Großteil der Tiere wird bereits auf Hochleistung gezüchtet und erhält statt Weidefutter Mais und Importsoja. Dies trägt auch dazu bei, dass Wiesen umgepflügt und in Ackerland verwandelt werden. Die Folge ist der Verlust vieler seltener Tier- und Pflanzenarten.“
 
Die nach Auslaufen der Quote zu erwartende Milch-Überproduktion wirke sich nicht nur auf die Landwirtschaft in Deutschland und Europa negativ aus. Schon jetzt importierten deutsche Agrarbetriebe ein Drittel der Futtermittel aus Ländern wie Brasilien, Paraguay und Argentinien. Ihr Hauptbestandteil sei gentechnisch verändertes Soja. Der Soja-Anbau gehe in diesen Ländern mit dem großflächigen Einsatz giftiger Pestizide und der Vernichtung wertvoller Naturräume einher, kritisierte Dettmer.
 
Eines der wichtigsten Instrumente zum Erhalt der bäuerlich-ökologischen Milcherzeugung in Deutschland sei eine transparente und verpflichtende Kennzeichnung für Verbraucher. „Fair und ohne Gentechnik produzierte Milch und Weidemilch erweitern stetig ihre Marktanteile. Wer hingegen ganzjährig im Stall gehaltenen Tieren Gentech-Futter verabreicht, muss dies auch auf die Milchverpackungen schreiben. Irreführende Bilder von glücklichen Kühen auf großflächigen grünen Weiden gehören verboten. Auch die Handelsketten müssen den Trend zu mehr Transparenz und Tierschutz mittragen anstatt wertvolle Milch zu verramschen“, forderte Dettmer.

Di, 2015-03-31 09:45
Hamburg (Greenpeace)

Aldi will Kleidung und Schuhe giftfrei produzieren

Deutschlands größter Discounter reagiert auf Greenpeace-Kampagne

Deutschlands größter Discounter Aldi verpflichtet sich, bis zum Jahr 2020 alle umwelt- und gesundheitsschädlichen Chemikalien aus der Textilproduktion zu verbannen. Das Unternehmen veröffentlicht heute einen detaillierten Plan zur Entgiftung und reagiert damit auf die Forderungen der Detox-Kampagne von Greenpeace. Mit dem Textilgeschäft setzt Aldi etwa 2,5 Milliarden Euro jährlich um – das sind knapp zehn Prozent des Gesamtumsatzes von 27,5 Milliarden Euro. „Mit billigsten Textilien lockt Aldi Woche für Woche ihre Kunden in die Läden. Jetzt hat Aldi erkannt, dass diese Ware ohne giftige Chemie produziert sein muss“, sagt Kirsten Brodde, Textilexpertin von Greenpeace.

Aldi Nord und Süd hatten schlecht abgeschnitten, als Greenpeace im Herbst Kinderkleidung und Kinderschuhe verschiedener Discounter auf gefährliche Chemikalien getestet hatte ( http://gpurl.de/kOGsk). In einem Discounter-Einkaufsratgeber attestierte Greenpeace den in Essen und Mühlheim ansässigen Unternehmen auch umweltschädlichen Rohstoffeinsatz sowie Nachholbedarf bei der Wiederverwertbarkeit der Textilien und bei Sozialstandards.

Nun will Aldi gefährliche Schadstoffe wie Alkylphenolethoxylate (APEO) bis Ende Juni 2016 verbannen. Die Abbauprodukte von APEOs sind hochgiftig für Wasserorganismen. Per- und polyfluorierte Chemikalien, die das Immunsystem und die Fortpflanzung schädigen können,  sollen bis spätestens Ende 2016 aus Textilien verschwinden. Aldi will außerdem über das Abwasserproblem aufklären: Damit sich die Bevölkerung im Umfeld der Fabriken über die Chemikalien im Abwasser informieren kann, sollen 80 Prozent der Aldi-Lieferanten ihre Abwasserdaten bis Ende März 2016 offenlegen. Die Verpflichtung bezieht sich auf das gesamte eigene Sortiment an Textilien und Schuhen.  Außerdem gehören alle Heimtextilien wie Handtücher oder Bettwäsche dazu. Bis Ende Juni 2016 will Aldi sogar ein Programm für „nachhaltigen Konsum“ aufsetzen.

Aldi, Lidl, Penny, Tchibo: Discounter wollen entgiften

Mit diesem Schritt schwenken die Discounter insgesamt auf einen sauberen Kurs um. Sowohl Lidl als auch Rewe/Penny und der Hamburger Handelsriese Tchibo haben bereits auf die Greenpeace-Kampagne reagiert und angekündigt, die Produktion zu entgiften. Tchibo will sogar ein Rücknahme- und Recycling-Programm einführen. Dies ist umso bedeutender angesichts des rasant wachsendenden Textilgeschäft der Discounter: Jede Woche werfen die Billig-Supermärkte gewaltige Stückzahlen von Textilien und Schuhen zu Billigpreisen auf den Markt. Aldi ist der neuntgrößte deutsche Modehändler. Auch Lidl und Tchibo zählen zu den Top 10. „Weg vom Viel-und-Billig-Schick – diese Haltung erwarten wir nun auch von den weltweit größten
Einzelhändlern, Wal-Mart, Carrefour und Tesco“, sagt Brodde.

Bereits 24 international führende Modeunternehmen und sechs italienische Zulieferer haben sich gegenüber Greenpeace verpflichtet, ihre Produktion bis 2020 zu entgiften. Denn die Abwässer der Textilfabriken verunreinigen Gewässer weltweit. In den asiatischen Produktionsländern ist das Problem besonders gravierend. In China sind etwa zwei Drittel der Gewässer mit gefährlichen Chemikalien kontaminiert, vor allem aus der Textilindustrie.

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Di, 2015-03-31 08:53
Offenbach/Berlin (dpa)

Sturmtief «Niklas» erreicht Deutschland

Am Morgen erreichte der Sturm bereits den Westen Deutschlands. Im Laufe des Tages sollte «Niklas» noch über etliche andere Bundesländer hinweg fegen. Die Bahn meldete bereits erste Probleme.

Offenbach/Berlin (dpa) - Sturmtief «Niklas» hat am Dienstagmorgen den Westen Deutschlands erreicht und soll im Laufe des Tages über das ganze Land fegen. Auf der Nordseeinsel Helgoland registrierte der Deutsche Wetterdienst (DWD) bereits die ersten Sturmböen. Auch in Nordrhein-Westfalen (NRW) wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 99 Stundenkilometern gemessen.

Auf der Zugspitze seien schon Windgeschwindigkeiten von 154 Stundenkilometern registriert worden, sagte ein DWD-Meteorologe in Offenbach. In NRW wurden bereits einzelne Bahnstrecken gesperrt, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte. Dort habe der Sturm Oberleitungen beschädigt.

«Niklas» sollte vom Westen aus über ganz Deutschland fegen. «Es werden in den kommenden Stunden mehrere Unwetterwarnungen hinzukommen», sagte der Experte. Im Flachland erwarten Experten Windgeschwindigkeiten von bis 100 Stundenkilometern. Die stärksten Böen würden gegen Mittag in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und im nördlichen Sachsen erwartet. Auch in Süddeutschland rechnet der Experte mit Unwettern.

In NRW wurden bis zum frühen Morgen erste Schäden gemeldet, verletzt wurde laut Polizei bisher niemand. Umgeknickte Bäume blockierten Straßen. In Ostwestfalen behinderte in der Nacht Schnee den Verkehr.

Di, 2015-03-31 08:35
Lausanne (dpa)

Schlussrunde der iranischen Atomverhandlungen in Lausanne gestartet

Lausanne (dpa) - Die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm sind in Lausanne in die voraussichtlich letzte Runde gestartet. Außenminister und Vertreter der fünf UN-Vetomächte (USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien) sowie Deutschlands und des Irans kamen am Dienstag zu weiteren Gesprächen zusammen. Die selbst gesetzte Frist für ein Grundsatzabkommen in dem zwölf Jahre dauernden Streit läuft um Mitternacht ab. Der Westen will sicherstellen, dass der Iran Atomkraft zivil nutzen kann, aber keinen Zugang zu Atomwaffen bekommt. Teheran will die Aufhebung von Wirtschaftssanktionen. Bis zuletzt gab es strittige Punkte, hieß es aus Verhandlungskreisen.

Di, 2015-03-31 08:34
Jakarta (dpa)

Indonesien blockiert Extremisten-Webseiten aus Sorge vor Terror

Jakarta (dpa) - Indonesien, das Land mit der größten muslimischen Bevölkerung der Welt, will fast zwei Dutzend Extremisten-Webseiten im Internet blockieren. «Wir sperren solche, die die Radikalisierung (von Muslimen) fördern», sagte am Dienstag ein Sprecher des Informationsministeriums in der Hauptstadt Jakarta.

Betreiber der Webseiten protestierten. «Islamische Medien bekommen einen Maulkorb», schrieb Arrahmah.com. Das Portal sympathisiert oft mit radikalen Muslimen. «Wir brauchen eine faire Erklärung, damit die Regierung nicht als anti-islamisch angesehen wird», schrieb der populäre Prediger Abdullah Gymnastiar auf Twitter. Die meisten der 22 betroffenen Webseiten waren am Dienstag zunächst noch im Netz.

Knapp 90 Prozent der 250 Millionen Einwohner Indonesiens sind Muslime. In dem Land bildeten sich nach dem Ende der Suharto-Diktatur 1998 einige Terrorgruppen. Anfang des Jahrtausends gab es mehrere Terroranschläge. 2002 kamen bei Bombenanschlägen auf der Insel Bali 202 Menschen um, darunter Dutzende Touristen. Spezialeinheiten der Polizei haben die Terrorszene aber weitgehend ausgemerzt. Zahlreiche Extremisten sind verhaftet und verurteilt worden. Die Behörden argwöhnen, dass fast drei Dutzend Indonesier seit Anfang des Jahres versucht haben, sich der IS-Terror-Miliz im Irak anzuschließen.

Geht doch!

Styropor „To Go“

USA Mehr als 70 Städte verbieten aufgeschäumtes Plastik. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio nimmt den Kampf mit dem Müll auf.

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Ab Juli verbannt er Einwegbecher, -teller und andere Behältnisse aus Styropor. Auch Verpackungsfüllmaterial aus Schaumstoff darf dann nicht mehr verwendet werden. Laut Abfallbehörde hat sich eine Wiederverwertung ökologisch und ökonomisch als nicht sinnvoll erwiesen. Jedes Jahr hat die Müllabfuhr in der Metropole fast 30.000 Tonnen Abfall aus aufgeschäumtem Polystyrol eingesammelt, der Großteil stammt aus der Gastronomie. „Diese Produkte verursachen reale Umweltschäden“, sagt de Blasio. Sein Appell fruchtet auch bei Behörden: Ab Sommer sollen Styroporbehälter aus Schulkantinen verschwinden. Warum das Essen künftig auf kompostierbaren statt auf Keramiktellern serviert wird, lässt sich allerdings nicht nachvollziehen. Schon mehr als 70 US-Städte, darunter Washington, San Francisco, Oakland und Seattle, haben sich vom Einwegplastik losgesagt. In Deutschland dagegen wird der biologisch nicht abbaubare Schaumstoff weiterhin großflächig eingesetzt: nicht nur für Fastfood-Verpackungen, sondern auch für die Wärmedämmung von Gebäuden.

Außerdem Interessant

Grenoble Die französische Alpenstadt will die erste werbefreie Stadt Europas werden: Der grüne Bürgermeister Éric Piolle hat alle Reklameverträge gekündigt. Wo bisher freie Sicht auf riesige Plakate herrschen musste, will er Bäume pflanzen lassen. Den Verzicht auf die optische Umweltverschmutzung lässt sich die Stadt jährlich 150.000 Euro kosten – so viel hat Grenoble bisher durch vermietete Werbeflächen pro Jahr eingenommen. Bislang verbietet nur eine Stadt Werbung im öffentlichen Raum: So Paulo in Brasilien, und das schon seit 2010.

Frankreich Mit bis zu zwei Jahren Haft und 300.000 Euro Geldstrafe will Frankreich eingebaute Fehler, die zum vorzeitigen Verschleiß von langlebigen Verbrauchsgütern führen, als Betrug ahnden. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben ist auf dem Weg. Niedersachsen will solche Art der Verbrauchertäuschung auch nicht hinnehmen. Landesverbraucherschutzminister Christian Meyer erwägt eine Verlängerung der Garantie bei bestimmten Produkten.

Hamburg Die Bewohner des Elbufers können ein wenig aufatmen: Im Hafen liegende Kreuzfahrtschiffe werden ab diesem Sommer mit erneuerbarem Landstrom versorgt und können die luftverpestenden Dieselmotoren abstellen. Umweltschützern reicht das nicht. Sie fordern, dass in Zukunft auch Containerschiffe zum Anschluss an den sauberen Landstrom verpflichtet werden.
 

Geht doch!

Fit für Krisen

Weltweit wollen „Transition Town“-Initiativen einen Kultur- und Energiewandel bewirken. Inzwischen gibt es mehr als 4000 in etwa 50 Ländern.

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England: Es begann in der britischen Stadt Totens
Genug geredet, jetzt wird gehandelt! Nach diesem Motto agieren inzwischen mehr als 4000 „Transition Town“-Initiativen in etwa 50 Ländern. Sie alle wollen in ihren Städten den „Übergang“ (Transition) zu einem nachhaltigen Lebensstil einleiten. Gemeinsam bauen sie Solaranlagen auf Hausdächer, führen Regio-Währungen ein, teilen Maschinen, Werkzeug und Besitztümer, reparieren Elektrogeräte, gärtnern auf öffentlichen Plätzen oder gründen Gemeinwohlunternehmen. Dass sich die Erde erwärmt, das Öl zur Neige geht und der Ressourcenverbrauch unsere Lebensgrundlagen zerstört, war längst bekannt, als der britische Umweltaktivist Rob Hopkins im Jahr 2006 in seiner Heimatstadt Totens die erste „Transition Town“-Initiative startete. Ein Weiter-so-wie-bisher kam für ihn und die wachsende Übergangsbewegung nicht in Frage. Gerd Wessling, Netzwerksprecher für die rund 120 Initiativen im deutschsprachigen Raum, begreift das Ganze als langfristiges Experiment. Ihm ist klar, dass Lastenfahrräder und Blumenkübel allein die Welt nicht retten können. Die Summe aller Aktivitäten könnte aber einen Wandel bewirken, hofft er. Wessling fühlt sich bestärkt durch das kontinuierliche Anwachsen der Bewegung. Es zeige, dass die Idee viele anstecke und jeder Einzelne in seinem Umfeld sehr wohl etwas ändern könne.
transition-initiativen.de

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Bodensee: Wild und bunt
Auf rund 65 Hektar blühen in den Landkreisen Schwarzwald-Baar und Konstanz Malven, Steinklee und zwei Dutzend weitere Wildpflanzen. Die bunte Vielfalt erfreut Imker, Jäger, Touristen – und Bauern. Denn sie gewinnen aus der Ernte Biogas. Allerdings liegt der Ertrag dieser Biomasse etwa ein Drittel unter dem von Mais, berichtet die Bodensee-Stiftung. Sie fördert den Wildpflanzenanbau und will so die Monokulturen der Energiepflanzen eindämmen. Dafür müssen weniger Pestizide gespritzt werden.
bioenergie-region-bodensee.de

Steiermark: Laubbläser verboten
Sie stinken, lärmen und verpesten die Luft – deshalb ist der Einsatz von Laubbläsern seit dem 1. Oktober im österreichischen Bundesland Steiermark verboten. Verstöße sollen mit Geldstrafen bis zu 7250 Euro geahndet werden. Ausschlaggebend war eine Studie der Universität Graz: Laubbläser wirbelten am Boden abgelagerte Ruß- und Staubpartikel auf, stellten die Forscher fest. Im Vergleich zur Besenreinigung gelange so zehnmal mehr Feinstaub in die Luft.

Südtirol: Pestizidfreie Gemeinden
Die Gemeinde Malosco in der italienischen Provinz Trentino ist Vorreiter im Kampf gegen Pestizide: Trotz heftigen Widerstands der Bauernlobby hat der Bürgermeister den Einsatz vieler Agrargifte verboten. Er will die Gesundheit seiner Bürger schützen. Auf diesen Präzedenzfall beruft sich die Kommune Mals im benachbarten Vinschgau. Anfang September hat das Dorf abgestimmt: 76 Prozent votierten für ein Verbot aller giftigen, gesundheits- und umweltschädlichen Pestizide auf dem Gemeindegebiet.

Geht doch!

Mehr Vogelschutz

80 Millionen Vögel kommen in Europa jedes Jahr um, weil sie mit Fensterscheiben kollidieren. Die Stadt Bonn will diese Gefahr nun bekämpfen

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Bonn: Stadt will gläserne Vogelfallen vermeiden 

Hunderttausende Vögel kommen jedes Jahr allein in Deutschland um, weil sie mit Fensterscheiben oder Glasfassaden kollidieren. In Europa sterben daran jährlich schätzungsweise 80 Millionen Tiere. Die Stadt Bonn will diese Unfallgefahr nun bekämpfen. Nabu und BUND hatten Unterschriften gesammelt, einen Bürgerantrag gestellt und den Rat der Stadt gedrängt, bei Neubauten Vogelschutzmaßnahmen vorzuschreiben. Außerdem regt das Gremium eine NRW-weit einheitliche Präventionsregelung an. Die Zahl der toten Vögel ließe sich mit einfachen Mitteln senken: Jalousien, Vorhänge, Muster- oder Streifenfolien, die im Abstand von wenigen Zentimetern aufgeklebt werden, nehmen die Tiere wahr und umfliegen das Hindernis. Ebenso reduzieren der Verzicht auf gläserne Eckkonstruktionen, Fassadenbepflanzung, Holzverkleidungen oder UV-Spezialgläser die Crash-Gefahr. Die oft auf Fenstern zu sehenden einzelnen Greifvögel-Silhouetten sind wirkungslos. Naturschutzverbände beobachten, dass das Bewusstsein für die Gefahr langsam wächst – aber gleichzeitig wächst eben auch die Glasfläche. Vorsorgemöglichkeiten gibt es reichlich, doch bisher werden nur wenige Pionierprojekte in die Praxis umgesetzt: Im Münchner Zoo Hellabrunn wurde UV-Spezialglas eingesetzt und in Köln eine 20 Meter hohe Lärmschutzwand mit Streifenfolie versehen.
vogelglas.info

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Brasilien: Digitaler Vorreiter
Das südamerikanische Land garantiert sowohl die Netzneutralität als auch den Schutz der Privatsphäre im Netz. Unternehmer und Internetanbieter dürfen persönliche Daten der Nutzer nicht für kommerzielle Zwecke verwenden und müssen diese über Nutzung und Speicherung ihrer Daten informieren. Darüber hinaus wollte Brasilien Internetkonzerne verpflichten, die Daten brasilianischer Internetnutzer auf Servern in Brasilien zu speichern, Microsoft, Google und Facebook lehnten das aber ab.

Wien: Begrünte Parkplätze
Wo eben noch Autos parkten, wachsen jetzt Radieschen, Minze und Wiesenblumen. Von Mai bis September nehmen zahlreiche Wiener mit Genehmigung des Magistrats öffentliche Parkplätze in Beschlag und wandeln sie in Grünflächen um. Die Idee des Kunstvereins Hinterland macht inzwischen Schule: In der österreichischen Hauptstadt wurden in diesem Jahr schon eine Handvoll Oasen gesichtet, sogar in der Schweiz und im Ruhrgebiet entstehen Ableger.
krongarten.at

Holland: Mehr Raum für Flüsse
Die Niederländer setzen nicht nur auf Deicherhöhungen, um sich vor Fluten zu schützen. Sie renaturieren Flüsse und geben ihnen vor allem mehr Raum – auch wenn dafür manchmal Menschen wegziehen müssen. In Deutschland kritisiert der BUND in einer Bilanz ein Jahr nach der Hochwasserkatastrophe entlang der Elbe zu geringen und falschen Hochwasserschutz. Die Naturschützer fordern auch hierzulande Deichrückverlegungen sowie mehr Rückhalteräume und Überschwemmungsflächen.

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Di, 2015-03-31 08:15
Stuttgart (dpa)

Sturmtief «Niklas» fegt über Südwesten - «Lage ist gefährlich»

Stuttgart (dpa) - Mit Geschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern in der Stunde fegt das Sturmtief «Niklas» am Dienstag über den Südwesten. «Die Lage ist gefährlich», sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Morgen. Bäume können entwurzelt werden oder abknicken. Im Flachland fegen die Orkanböen mit bis zu 110, auf den Schwarzwaldgipfeln mit etwa 140 Kilometern in der Stunde durchs Land.

«Autos sollten heute nicht in der Nähe von Bäumen geparkt werden», sagte der DWD-Sprecher. Außerdem solle man bei Fahrten über Brücken vorsichtig sein, seine Gartenmöbel befestigen und lockere Ziegelsteine auf dem Dach entfernen. Bislang richteten die Sturmböen kaum Schäden im Südwesten an. Einige Bäume stürzten um.
 

Di, 2015-03-31 07:40
Tokio (dpa)

Japan verlängert Sanktionen gegen Nordkorea

Tokio (dpa) - Japan verlängert seine Sanktionen gegen Nordkorea. Die am 13. April auslaufenden Strafmaßnahmen würden zwei Jahre fortgesetzt, gab die Regierung in Tokio am Dienstag bekannt. Japan will damit den Druck auf Nordkorea aufrechterhalten, einen überfälligen Untersuchungsbericht über Entführungen von Japanern durch nordkoreanische Agenten in den 70er und 80er Jahren vorzulegen. Das Regime in Pjöngjang hatte vergangenes Jahr zugesagt, die Fälle neu aufzurollen. Tokio hob daraufhin einen Teil der Sanktionen auf.

Um jetzt Spielraum für Dialog zu behalten, wurden die damals aufgehobenen Strafmaßnahmen nun nicht wieder verhängt. Die weiter bestehenden Sanktionen sollen dafür fortgesetzt werden. Dazu gehört unter anderem ein umfassendes Handelsverbot.

Die von nordkoreanische Agenten in den 70er und 80er Jahren verschleppten Japaner sollten Spionen beibringen, Japanisch zu sprechen, und ihnen zeigen, wie man sich unauffällig in Japan bewegt. Jahrelang stritt das abgeschottete Nordkorea ab, etwas mit dem Verschwinden der Japaner zu tun zu haben. Im September 2002 gab der nordkoreanische Führer Kim Jong Il dann erstmals die Entführungen zu. Pjöngjang gestand, 13 Menschen verschleppt zu haben. Fünf von ihnen konnten nach Japan heimkehren. Nordkoreas Regime behauptete, die acht anderen Japaner seien gestorben und es habe keine weiteren Entführten gegeben. Tokio glaubt dieser Darstellung jedoch nicht.

Di, 2015-03-31 07:30
Berlin (dpa)

Freiheit und Klerus - Die «subversiven» Ideen des Raif Badawi

Wäre Raif Badawi Deutscher, seine Gedanken über Frauenrechte und die Trennung von Religion und Staat würden niemanden schockieren. Doch die Heimat des Verfechters einer liberalen Geisteshaltung ist Saudi-Arabien.

Berlin (dpa) - Als er noch in Freiheit war, kannte ihn außerhalb von Saudi-Arabien kaum jemand. Erst jetzt, wo er im Gefängnis sitzt und auf gerichtliche Anordnung verprügelt wird, verfolgen Millionen Menschen außerhalb des islamischen Königreichs das Schicksal des saudischen Bloggers Raif Badawi. Ob sie sich auch für die philosophischen und gesellschaftspolitischen Äußerungen interessieren, die ihn 2012 hinter Gitter gebracht hatten, zeigt sich diese Woche, wenn bei Ullstein unter dem Titel «1000 Peitschenhiebe» ein Buch mit Texten des Bloggers veröffentlicht wird.

Manche der aus dem Arabischen übersetzten Texte sind für Leser, die noch nie in Saudi-Arabien waren, sicherlich nicht ganz einfach zu verstehen. Doch einige seiner Beobachtungen und Gedankengänge bieten auch denjenigen, die das verschlossene Königreich nicht kennen, einen interessanten Einblick in ein Land, das durch die Entdeckung des Öls binnen weniger Jahrzehnte vom Mittelalter in die Moderne katapultiert worden war.

Das europäische Mittelalter zieht auch Badawi als Vergleichsgröße heran - und zwar um die Machtfülle des Klerus in Saudi-Arabien zu erklären. Er schreibt: «Erinnere dich doch einmal an das Mittelalter zurück. Sieh nur, in welchem Zustand sich damals die europäischen Länder befanden! Dank der Herrschaft des Klerus, der ja im Namen Gottes regiert.» Er fordert seine Landsleute auf, einen Neubeginn zu wagen, und zwar ohne den Klerus. Ohne diesen Neubeginn «können wir uns einfach weiter in unserer Ignoranz suhlen. Einer Ignoranz, die schon langen nicht mehr hinnehmbar ist zu einer Zeit, wo zivilisierte Nationen das Leben genießen», fügt er hinzu.

In einem Text von 2010 kritisiert Badawi, die meisten arabischen Denker hätten es sich aus Angst vor Zensur zur Gewohnheit gemacht, sich um den Kern ihrer Aussagen «herumzuwinden». Er schreibt: «Die arabischen Gesellschaften sind dahingehend ideologisiert, dass jedes freie Denken einen Abfall oder Austritt vom Glauben und von der Sitte bedeutet.»

Das ist kein müßiges Gedankenspiel. Denn auf «Abfall vom Glauben» steht in Saudi-Arabien die Todesstrafe. Das ist auch der Grund, warum Koranzitate in dem von dem Journalisten Constantin Schreiber herausgegebenen Buch mit Texten von Badawi ausgelassen wurden. Der 31-jährige Blogger, dessen Prozess womöglich demnächst neu aufgerollt wird, will keine weitere Angriffsfläche bieten.

Ein Strafgericht hatte den liberalen Aktivisten im Mai 2014 wegen «Beleidigung des Islams» zu 1000 Hieben, zehn Jahren Haft und einer Geldstrafe verurteilt. 50 Stockschläge wurden ihm am 9. Januar vor einer Moschee in der Stadt Dschidda verabreicht. Nachdem der Fall international für Aufsehen gesorgt hatte, wurde die Vollstreckung aus gesundheitlichen Gründen ausgesetzt. Badawis Ehefrau lebt mit den drei gemeinsamen Kindern inzwischen als Flüchtling in Kanada.

Der schmale Band, dessen Erlöse zum Großteil der Familie zugutekommen sollen, hat aber durchaus auch komische Elemente. Mit beißendem Spott macht sich Badawi über einen islamischen Fernsehprediger lustig, der gefordert hatte, Astronomen müssten endlich wegen ihrer Skepsis gegenüber den Experten für islamisches Recht in ihre Schranken gewiesen werden. Badawi rät der Nasa nach der Entdeckung der «Scharia-Astronomie», ihre Teleskope doch liegen zu lassen «und stattdessen vom Wissen unserer Scharia-Astronomen zu profitieren, deren Scharfsicht und Scharfsinn die Sehkraft dieser verderbten Nasa-Teleskope bei weitem übertrifft».
 

Di, 2015-03-31 07:26
Singapur (dpa)

Ölpreise fallen - Iran-Verhandlungen am Blick

Singapur (dpa) - Die Ölpreise sind am Dienstag gefallen. Am Morgen kostete ein Barrel (etwa 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai 55,83 US-Dollar und damit 46 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 67 Cent auf 48,01 Dollar.

Die Teilnehmer an den Ölmärkten blicken am Dienstag auf die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm. Kommt es zu einem Übereinkommen und damit einem Ende der Sanktionen, dürfte das weltweite Überangebot an Rohöl noch zunehmen.

Di, 2015-03-31 07:17
Berlin (dpa)

Bismarckkult: Nicht nur Denkmäler, auch Heringe tragen seinen Namen

Berlin (dpa) - Dem ersten Reichskanzler Otto von Bismarck wurden zahllose Denkmäler gewidmet. Seinen Namen tragen auch Städte, Gewässer und Gebirge. Selbst Heringe, Äpfel, Gurken, Mineralwässer, Schlangen und Vögel blieben nicht vom Bismarckkult verschont.

BISMARCKTÜRME UND -DENKMÄLER: Deutlichster Ausdruck der Verehrung sind hunderte Türme und Statuen - von der Ostsee bis zum Bodensee. Auf den oft über 40 Meter hohen steinernen Türmen wurden Leuchtfeuer entzündet. Das mit insgesamt über 34 Meter Höhe weltweit größte Bismarckdenkmal steht seit 1906 in Hamburg.

BISMARCKHERING: Auf Bitten eines Stralsunder Kaufmanns habe der Kanzler 1871 die Verwendung seines Namens für ein Fischgericht erlaubt, behauptet die Tourismuszentrale der Hansestadt. Auch ein Wirt aus Flensburg reklamierte dies für sich.

BISMARCK-ARCHIPEL: Die Inselkette im westlichen Pazifik trägt seit 1885 den Namen des Reichsgründers. Bis 1914 war sie Teil der Kolonie Deutsch-Neuguinea (heute Papua-Neuguinea). Hier leben auch der Bismarck-Schwalbenstar und eine nach Bismarck benannte Schlange.

BISMARCK-GEBIRGSZÜGE: Auch Berge erinnern an den Politiker: Durch den Nordosten des heutigen Papua-Neuguinea zieht sich ein hohes Gebirge seines Namens. Inmitten Namibias, früher ebenfalls deutsche Kolonie, erheben sich die bis über 2000 Meter hohen Bismarckberge.

BISMARCK IN STÄDTEN: 1883 wurde die heute 67 000 Einwohner zählende Hauptstadt des US-Bundesstaats North Dakota nach dem Deutschen benannt. In Deutschland gibt es nahezu 500 Bismarckstraßen - in Berlin, Augsburg und Gelsenkirchen sogar Bismarckviertel.

BISMARCK-GEWÄSSER: In der Bismarcksee nördlich von Neuguinea versenkten amerikanische Flugzeuge im März 1943 einen Konvoi japanischer Kriegsschiffe. Auf einer Walfangexpedition im Südpolarmeer wurde 1874 eine Meerenge Bismarckstraße getauft.

SCHLACHTSCHIFF: Die «Bismarck» galt als das kampfstärkste deutsche Kriegsschiff im Zweiten Weltkrieg. Bereits auf der ersten Feindfahrt versank der Koloss 1941 mit mehr als 2100 Mann im Atlantik.

Di, 2015-03-31 07:14
Helgoland/Düsseldorf (dpa)

Erste Böen von Sturmtief «Niklas» treffen die Küste

Helgoland/Düsseldorf (dpa) - Das Sturmtief «Niklas» hat am Dienstagmorgen langsam Fahrt aufgenommen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) registrierte am Morgen auf der Nordseeinsel Helgoland erste Sturmböen. Am Vormittag sollten schwere und orkanartige Böen bei Geschwindigkeiten bis zu 120 Kilometern pro Stunde auf die Nordseeküste treffen. Auch in Nordrhein-Westfalen wurden laut DWD Windgeschwindigkeiten von bis zu 99 Stundenkilometern gemessen. Bis zum frühen Morgen wurden nur kleinere Schäden gemeldet, verletzt wurde laut Polizei bisher niemand. Seinen Höhepunkt soll der Sturm voraussichtlich am Nachmittag erreichen. Erst in den Abendstunden soll das Unwetter langsam abklingen.

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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„WIR DACHTEN, STROM KOMMT AUS DER STECKDOSE!“

Doch mit dreckigem RWE-Strom fahren Autos noch klimaschädlicher als mit Benzin. Da helfen auch ein paar Windräder nichts.

IrRWEege befahren

RWE Dreck-Strom – Volltanken für Vollidioten

www.rwe-autostrom.de
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In 16 Stunden um die Welt.
Das schaffen nur die Skrupellosesten.


METRO Group - The Spirit of Commerce

Wir haben nicht nur die letzten Fische aus der geplünderten Nordsee im Angebot, sondern auch kostbare Exoten - und sind auch noch stolz darauf! "Erdbeerfische" aus dem Korallenmeer im Pazifik befördern wir im Nu in unsere Servicetheken. So ermöglichen wir unseren Kunden, beim Fischkauf zugleich an der Ausbeutung tropischer Meere und am Klimachaos mitzuwirken. Schließlich werden beim Flug um die halbe Welt pro Fisch drei Liter Kerosin verheizt. Entdecken Sie den "Spirit of Commerce" - den Geist der skrupellosen Geschäftemacherei!

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Ihr seltsames Verhältnis zu BILD,
Gregor Gysi, Philipp Lahm, Udo Lindenberg, Katharina Saalfrank, 
Barbara Schöneberger und Richard von Weizsäcker? 

„Wir werben ohne Skrupel für Volksverdummung“

Meine schlechte BILDung!

Mehr zum Thema:

www.bild.de/BILD/news/fakten/uebersicht-werbung/werbung.html www.bildblog.de www.greenpeace-magazin.de/luegendetektor
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Grünfärber – Der Käse mit der grünen Hülle

Unseren Grünländer nennen wir „den Käse mit der grünen Seele“ und
„einen natürlichen Genuss, der natürlich schmeckt“. Dabei sind das
natürlichste am Grünländer die „natürlich gereiften Löcher“ – das Drumherum wird aus Milch von Kühen hergestellt, die Gen-Soja aus Amerika im Trog haben. Für die Zukunft geloben wir Besserung. Aber unserer Konkurrenz werben wir jetzt schon mal umweltbewusste Kunden ab.

Echten Biokäse gibt's im Bioladen und im SB-Regal.

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