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Mo, 2016-09-26 04:55
Lübeck (dpa)

Verfall der Rohstoffpreise macht Dräger zu schaffen

Lübeck (dpa) - Der Verfall der Rohstoffpreise macht dem Medizintechnik- und Sicherheitstechnikkonzern Drägerwerk zu schaffen. «Krisen in den vergangenen 30 Jahren haben uns wenig ausgemacht», sagte Unternehmenschef Stefan Dräger der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Seit vergangenem Jahr werfe aber insbesondere der drastische Preisrückgang beim Öl das Unternehmen zurück. Vor allem Schwellenländer hätten aufgrund des niedrigen Ölpreises nur noch wenig Geld für Investitionen übrig.

Hoffnung auf bessere Geschäfte macht sich Dräger in China. Dabei verwies er auf die Entwicklungen durch die Zwei-Kinder-Politik. Seit Anfang des Jahres dürfen Ehepaare zwei Kinder bekommen. Damit gab die chinesische Regierung die strikte Ein-Kind-Politik auf, die Ende der 1970er Jahre eingeführt und bei Nichteinhaltung mit Strafen belegt worden war. Drägerwerk stellt unter anderem Brutkästen und Beatmungsgeräte für Frühgeburten her. Das chinesische Gesundheitswesen wachse deutlich, sagte Dräger.

Mo, 2016-09-26 04:55
Moskau (dpa)

Bomben und Feuerpausen: Ein Jahr russischer Militär-Einsatz in Syrien Von Wolfgang Jung, dpa

Vor einem Jahr griff Russland in den Syrien-Konflikt ein. Aus Moskaus selbsterklärtem «Anti-Terror-Kampf» ist ein massiver Militäreinsatz geworden. Viele sehen das Leid der Zivilbevölkerung noch vergrößert. Kann und will der Kreml zu einer politischen Lösung beitragen?

Moskau (dpa) - Kremlchef Wladimir Putin setzte am 30. September 2015 russische Kampfbomber zu einem offiziellem Einsatz in Syrien in Bewegung. Präsident Baschar al-Assad habe um diese Hilfe gebeten, teilte der Oberbefehlshaber mit. Bodentruppen entsandte Putin bisher nicht. Fragen und Antworten zur ersten Militäraktion des Kremls außerhalb der ehemaligen Sowjetunion seit Ende des Kalten Krieges:

Was hat Russland aus eigener Sicht bisher in Syrien erreicht?

Mit seinem umstrittenen Eingreifen hat der Kreml den Kriegsverlauf maßgeblich beeinflusst. Russland hat seinem Verbündeten Baschar al-Assad etwa in der Oasenstadt Palmyra zu militärischem Erfolg verholfen und Moskaus Einfluss im Nahen Osten fester verankert. Präsident Wladimir Putin hat sich als Kämpfer gegen den Terrorismus inszeniert und Russland gleichermaßen auf die Weltbühne zurück gebombt. «Moskau ist als Akteur im Nahen Osten wichtiger geworden», sagt der Politologe Dmitri Trenin vom Moskauer Carnegie Center. Vorwürfe, Russland vergrößere das Leid der Zivilbevölkerung und sorge für noch mehr Flüchtlinge, weist Moskau zurück.

Wie lange will der Kreml das Engagement fortsetzen?

Auf unbestimmte Zeit möchte sich Russland nicht in den Krieg hineinziehen lassen. Das Trauma des Afghanistan-Feldzugs, bei dem etwa 15 000 Sowjetsoldaten starben, ist sehr präsent. Der Kreml lotet daher auch Chancen für eine politische Lösung aus. In Genf nimmt Außenminister Sergej Lawrow an Gesprächen über Feuerpausen teil. «Klar ist aber, dass Moskau nur eine russlandfreundliche Führung in Syrien dulden will. Seine Militärbasen möchte der Kreml nicht verlieren», sagt der russische Militärexperte Pawel Felgenhauer.

Hat Russland wirklich Interesse an einer diplomatischen Lösung?

Moskau stimme mit Washington überein, dass der Krieg militärisch nicht zu gewinnen sei - das betont Minister Lawrow bei Treffen mit UN-Vermittler Staffan de Mistura immer wieder. Nahost-Experten wie Wladimir Frolow stellen das in Frage. Aus Russlands jüngsten Handlungen entstehe der Eindruck, dass einige in Moskau den Krieg für gewinnbar halten könnten, meint er. Dazu passt die angekündigte Verlegung des Flugzeugträgers «Admiral Kusnezow» vor Syriens Küste.

Welche politischen Rückschläge gibt es bisher für das Riesenreich?

Nicht erst nach der Zerstörung eines UN-Hilfskonvois nahe Aleppo wird massive Kritik an Russland laut. Als Moskau die Vorwürfe zurückweist, sagt US-Außenminister John Kerry: «Ich habe meinem Kollegen aus Russland zugehört und fühlte mich (...) wie in einem Paralleluniversum.» Auch Moskaus Plan, durch ein Engagement in Syrien die westliche Isolation wegen der Ukraine-Krise aufzuweichen, schlug bisher fehl. Dem russischen Militärexperten Michail Chodarenko zufolge wächst im Kreml die Ernüchterung über Syriens Armee. Seit Monaten verzeichne sie keinen großen Erfolg, schrieb Chodarenko bei dem Internetportal Gaseta.ru. «So werden Kriege nicht gewonnen.»

Wie sieht Russlands Bevölkerung den Einsatz in dem entfernten Land?

Ein großer Teil blickt mit Skepsis auf das Engagement. Es gibt keine Zustimmung wie etwa bei Russlands Einmischung in der Ukraine. Putin weiß, dass der Syrien-Krieg zuerst zu Hause gewonnen werden muss. «Unsere Soldaten sind nicht in Gefahr», betont der Oberbefehlshaber. Bilder von zivilen Opfern durch die verheerenden Fassbomben sind in den Staatsmedien kaum zu sehen. Es wirkt oft wie ein Krieg ohne Tote.

Wie viele eigene Opfer zählt Moskau? Was kostet der Einsatz?

Moskauer Medien zufolge kamen bisher etwa 20 russische Soldaten in Syrien ums Leben. Allerdings tötete eine Bombe im Herbst 224 Menschen an Bord eines russischen Urlaubsfliegers auf dem Rückweg von Ägypten. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) übernahm die Verantwortung und begründete das Attentat auch mit Russlands Engagement im Nahen Osten. Schätzungen zufolge kostet der Krieg Russland täglich drei Millionen Euro. Gut angelegtes Geld, findet wohl der Rüstungsmonopolist Rosoboronexport. Durch den Militäreinsatz sei das Interesse an russischen Waffen weltweit gewachsen, die Auftragsbücher seien voll, sagte Vizegeneraldirektor Sergej Goreslawski der Agentur Interfax.

Mit welcher Schlagkraft ist Russland in Syrien?

Auch nach einem angeblichen Teilabzug im März verfügt der Kreml in Syrien weiter über ein mächtiges Arsenal. Schätzungen zufolge hat Russland in Militärbasen etwa 4000 Soldaten zusammengezogen. Seit 1971 nutzt Moskau den Hafen von Tartus als einzigen Stützpunkt im Mittelmeer. Vor der Küste ankern weitere Kriegsschiffe. Kampfjets, Hubschrauber und moderne Flugabwehrsysteme sind in einer Militärbasis in der Provinz Latakia stationiert. Zusätzlich fliegen strategische Bomber vom Typ Tupolew Tu-160 von Russland aus massiv Einsätze.

Warum hat sich Russland eigentlich in den Krieg eingemischt?

Putin hatte die Luftangriffe mit einem Präventivschlag begründet. Terroristen müssten in Syrien getötet werden, bevor sie nach Russland einsickern, hieß es. «Die Sicherheit Russlands wird auch in Syrien verteidigt», meinte Regierungschef Dmitri Medwedew. Russland möchte «die Syrer selbst» über Assad bestimmen lassen. Strategisch hatte der Kreml eingegriffen, um das verbündete Regime zu stabilisieren und sich eine bessere Machtposition im Nachkriegssyrien zu sichern.

Mo, 2016-09-26 05:00
Berlin (dpa)

Minister Schmidt bereitet staatliches Tierwohl-Label vor

Berlin (dpa) - Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt will die Vorbereitungen für ein staatliches Tierwohl-Label vorantreiben. «Der Verbraucher soll verlässlich wissen, dass mit dem, was er bezahlt, ein höherer Tierwohl-Standard umgesetzt wird», sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. «Mit dem Label wollen wir einheitliche Anforderungen festlegen, die von Branchenorganisationen überprüft werden. Das soll in die Breite gehen und nicht nur für kleine Nischenprodukte gelten.» Bei Schweinen könne es sich etwa um mehr Platz, Stroh am Boden oder Spielmaterial im Stall handeln.

Den Entwurf vorstellen will Schmidt bei der Grünen Woche Ende Januar 2017 in Berlin, wie er der «Stuttgarter Zeitung» und den «Stuttgarter Nachrichten» (Montag) sagte. Geplant sei ein mehrstufiges System mit ein, zwei oder drei Sternen. Geben solle es «eine Basiskategorie für Fleisch von Tieren, deren Haltungsbedingungen über dem gesetzlichen Standard liegen sowie ein oder zwei weitere Premiumstufen, bei denen die Haltungsbedingungen noch deutlicher darüber hinausgehen».

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Mo, 2016-09-26 04:30
Delhi (dpa)

Neu Delhi im Rauch: Eine Stadt kämpft gegen das Dengue-Fieber Von Stefan Mauer, dpa

In Neu Delhi grassiert das Dengue-Fieber. Trotz steigender Mittel im Kampf gegen die übertragenden Mücken bekommt die Stadt die Tropenkrankheit nicht in den Griff.

Neu Delhi (dpa) - Erst ist ein Brummen und Zischen zu hören, dann kommt der Rauch, dann ein süßlich-herbes Stechen in der Nase. Wer dieser Tage in der indischen Hauptstadt Neu Delhi lebt, hat gute Chancen, eine so genannte Vernebelung zu erleben. So nennt man es in der Landwirtschaft, wenn ganze Felder mit Insektenvernichtungsmitteln eingesprüht werden. Nur dass in der Metropole keine Felder, sondern dicht besiedelte Wohngegenden mehrere Stockwerke hoch von potenziell ungesundem Rauch überzogen werden.

Der Nebel ist ein Versuch der Behörden, einem in dieser Jahreszeit besonders hartnäckigen Feind zu Leibe zu rücken. Kurz nach der Regenzeit, die im August endet, steigt die Zahl der Moskitos in der Stadt sprunghaft an. Das ist nicht nur nervtötend, sondern sogar potenziell tödlich. Denn Neu Delhi hat trotz der beeindruckenden Wachstumsgeschichte der indischen Wirtschaft immer noch kein Mittel gegen von Mücken übertragene Tropenkrankheiten gefunden. Im Gegenteil: In den vergangenen Jahren war die Zahl der Toten durch Dengue-Fieber sogar besonders hoch.

Symptome von Dengue sind starkes Fieber und Kopfschmerzen, begleitet von starken Schmerzen in Muskeln und Gelenken. Wegen der Gelenkschmerzen wird die Krankheit auch Knochenbrecherfieber genannt. Dengue kann sogar tödlich verlaufen, weil es die Zahl der Blutplättchen deutlich senken und im schlimmsten Fall innere Blutungen und Organversagen auslösen kann.

Bis Mitte September betrug die offizielle Zahl der Dengue-Erkrankungen in Neu Delhi knapp 1400. Hinzu kommen mehr als 2600 Fälle von Chikungunya, einer ähnlich verlaufenden, jedoch meist weniger gefährlichen Fieberkrankheit, die ebenfalls von Mücken übertragen wird. Vier Menschen sind laut Stadtverwaltung bislang an den Krankheiten gestorben.

«Damit haben wir weniger Fälle als im vergangenen Jahr», sagt A. C. Dharival, Direktor des Nationalen Kontrollprogramms für Vektorübertragene Krankheiten. Vektoren nennt man in der Medizin Organismen, die Krankheiten übertragen - also im Fall von Dengue Moskitos. Im vergangenen Jahr habe es gut 3800 Dengue-Fälle gegeben.

Allerdings gibt es massive Zweifel an den offiziellen Zahlen. Lokale Medien berichten von Dutzenden Dengue-Toten und mehreren tausend Erkrankungen. «Delhis Dengue-Bluff» titelt etwa die Zeitung «Hindustan Times» und berichtet, selbst Einblick in mindestens 19 Sterbeurkunden gehabt zu haben, in denen Dengue-Fieber als Todesursache stand. Auch im vergangenen Jahr hatten Medien statt der offiziellen 3800 Fälle von mindestens 15 000 Erkrankungen berichtet und von mehr als 60 Toten.

Geht es nach dem «National Green Tribunal», einem Gericht für Umweltschutzfälle in Neu Delhi, sind vor allem die Behörden der Hauptstadt dafür verantwortlich, dass das Moskitoproblem überhand nimmt. In einer Mitteilung bezeichnete es die Reaktion der Behörden auf den jüngsten Dengue- und Chikungunya-Ausbruch als «peinlich und schockierend». Es warf der Stadtverwaltung vor, völlig unvorbereitet auf das jährlich wiederkehrende Phänomen gewesen zu sein.

Kritiker der Vernebelungen sagen, dass die Insektizide nur sehr kurz und sehr begrenzt wirken. Ein viel größeres Problem sei, dass die Moskitos sich in den Tausenden wilden Müllkippen der Stadt insbesondere nach der Regenzeit leicht vermehren könnten. Geld, um dagegen vorzugehen, ist vorhanden: Als Teil der so genannten «Mission sauberes Indien» der Zentralregierung wird zum Beispiel eine Art Solidaritätszuschlag auf verschiedene Steuern erhoben und für Reinigungsprojekte zur Verfügung gestellt. Laut einer aktuellen Studie des liberalen indischen Think-Tanks CCS hat Neu Delhi bisher aber nur einen winzigen Bruchteil dieses Geldes ausgegeben.

Kapil Mishra, in der Hauptstadt für Wasser zuständig, hat inzwischen in einem offenen Brief dazu aufgerufen, über Parteigrenzen hinweg den Kampf gegen die Krankheiten zu unterstützen. Dazu gehört auch die Suche nach Freiwilligen für weitere Vernebelungsaktionen. Bis Ende Oktober, wenn die Brutsaison der Moskitos vorbei ist, werden die Wohnviertel Neu Delhis also weiter unter Rauch gesetzt.

Mo, 2016-09-26 04:30
Cartagena (dpa)

Historischer Friedensvertrag mit linken Rebellen in Kolumbien

Der Krieg in Kolumbien gilt als ältester Konflikt auf dem amerikanischen Kontinent. Der Frieden mit den marxistischen Farc könnte nun das endgültige Ende einer Ära einleiten - der der bewaffneten Guerillabewegungen in Lateinamerika.

Cartagena (dpa) - Nach über 50 Jahren Bürgerkrieg will Kolumbien mit einer historischen Vereinbarung die Weichen für eine friedliche Zukunft stellen. Die kolumbianische Regierung und die marxistischen Farc-Rebellen unterzeichnen am Montag (17.00 Uhr Ortszeit/24.00 MESZ) einen Friedensvertrag. Im Beisein von zahlreichen Staats- und Regierungschefs sowie UN-Generalsekretär Ban Ki Moon wird in Cartagena de Indias an der kolumbianischen Karibikküste das seit 2012 mit internationaler Hilfe auf Kuba ausgehandelte Abkommen besiegelt.

Die noch rund 8000 Kämpfer der «Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens» (Farc) sollen demnach in 28 Zonen ihre Waffen abgeben. In dem Konflikt zwischen Militär, rechten Paramilitärs und linken Guerillagruppen wurden über 220 000 Menschen getötet, rund sechs Millionen Menschen wurden aus ihren Orten vertrieben.

Am 2. Oktober sollen die Kolumbianer über das Abkommen abstimmen. Die kleinere Rebellengruppe ELN kündigte am Sonntag an, ihre Angriffe an diesem Tag einzustellen, um den Menschen eine sichere Teilnahme zu ermöglichen.

Mehr als ein halbes Jahrhundert lang tobte der Krieg mit den Farc in Kolumbien - der Konflikt gilt als der älteste in Lateinamerika. Die Rebellen hatten 1964 zu den Waffen gegriffen, um gegen das Elend der armen Landbevölkerung zu protestieren. Fünf Jahre zuvor war der Sieg der kubanischen Revolution zum Vorbild für zahlreiche linke Guerillagruppen auf dem ganzen Kontinent avanciert.

Auch die Farc wollten durch Waffengewalt gegen die Ungerechtigkeit kämpfen und einen Politikwechsel erzwingen. Später wichen die Ideale oft der Entführung von Zivilisten als Kampfpraxis, finanziert wurde der Kampf seit langem auch durch den Drogenhandel. Mit den Farc tritt nun die größte der wenigen noch verbliebenen Guerillabewegungen in Lateinamerika ab.

Die Farc-Rebellen streben nun ein politisches Projekt an. Das Abkommen sieht nun eine Sonderjustiz von maximal acht Jahren Gefängnis für verübte Verbrechen vor, außerdem eine gerechtere Landverteilung und eine Bekämpfung des Drogenanbaus. Ökonomen rechnen mit einem deutlichen Wirtschaftswachstum durch das Friedensabkommen.

Auch die linke ELN-Guerilla führte bereits erste Gespräche über die Entwaffnung ihrer rund 1500 Kämpfer. Die Regierung fordert aber die Freilassung aller Geiseln als Bedingung für die Aufnahme von Friedensverhandlungen.

Mo, 2016-09-26 04:00
Berlin (dpa)

Pro Asyl sieht politische Motive hinter schwankender Asyl-Anerkennung

Berlin (dpa) - Die Menschrechtsorganisation Pro Asyl vermutet hinter stark schwankenden Anerkennungsquoten von Asylbewerbern die Einflussnahme des Bundesinnenministeriums. «Es drängt sich der Verdacht auf, dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bei der Anerkennung von Syrern, Eritreern, Irakern und Afghanen Vorgaben des Bundesinnenministeriums folgt», sagte der Geschäftsführer Günter Burkhardt der Zeitung «Die Welt» (Montag). Bundesinnenminister Thomas de Maizière müsse offenlegen, ob sein Haus die Entscheidungen über Asylanträge beeinflusse.

Die Organisation kritisierte, die Anerkennungsquoten bei den Hauptherkunftsländern Syrien, Afghanistan, Irak und Eritrea befänden sich im freien Fall. Die Gesamtschutzquote von Afghanen sei von rund 80 Prozent auf unter 50 Prozent gesunken, obwohl sich die Sicherheitslage in dem Land verschlechtert habe. «Es gibt mehr Binnenvertriebene, Tote und Verletzte, daher ist nicht erklärbar, wieso die Anerkennungsquoten so drastisch sinken», sagte Burkhardt.

Syrer und Eritreer hätten im vergangenen Jahr fast immer Flüchtlingsschutz nach der Genfer Konvention erhalten. Im laufenden Jahr erhielten sie zunehmend den schwächeren subsidiären Schutz, bei dem kein Familiennachzug vorgesehen sei, kritisierte Pro Asyl.

À la Saison

Woher nimmt der Apfel seine Zauberkraft?

(Malus domestica)

Ohne ihn säßen wir noch im Paradies. Doch wir sollten Eva nicht gram sein. Den Apfel durften wir beim Auszug ja mitnehmen. Und der schmeckt einfach paradiesisch.

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Woher nimmt der Apfel seine Zauberkraft?

Beginnen wir ausnahmsweise bei Adam, Eva und dem Baum der Erkenntnis. Dass dieser ein Apfelbaum gewesen sein soll, steht in der Bibel nirgends. Doch die Selbstverständlichkeit, mit der aus dem Wort „Frucht“ im Lauf der Jahrtausende „Apfel“ wurde, zeigt, dass dieser die Frucht schlechthin ist. Es gibt kein wichtigeres Kulturobst. Vom goldenen Zankapfel in Homers Ilias bis zum Reichsapfel als Emblem kaiserlicher Macht, von Martin Luthers Versprechen, im Angesicht des Weltuntergangs ein Apfelbäumchen zu pflanzen bis zu Schneewittchens Biss in ein vergiftetes Exemplar, von Wilhelm Tells Armbrustakrobatik bis zu Isaac Newtons von Fallobst inspiriertem Schwerkraft-gesetz, von René Magrittes Granny Smiths bis zu den Apple Records der Beatles und schließlich zum globalen Siegeszug als Firmenlogo einer kalifornischen Computermarke – ist die abendländische Geschichte ein gewaltiger Apfelstrudel. Unmöglich, sie ganz zu erzählen.

Dabei ist die Paradiesfrucht noch weit älter als das Alte Testament. Lange ging man davon aus, dass die ersten Äpfel um 3000 vor Christus im Baltikum wuchsen. Mithilfe von DNA-Analysen fanden Oxford-Forscher vor zehn Jahren jedoch heraus, dass Malus domestica seinen Ursprung wohl in Zentralasien hat. Sie fanden seinen Vorfahren, den Asiatischen Wildapfel, an den Hängen des Tienschan im Norden Chinas. Vielleicht schmecken Äpfel aus kühlerem Klima deshalb so gut.

Schon die Germanen machten daraus Mus und Met. Wie die Frucht nach Europa gekommen war, ist unklar. Der Ruf eines wundervollen Heilmittels eilte ihr voraus. Das englische Sprichwort An apple a day keeps the doctor away ist so berühmt, dass es sogar jenseits der anglophonen Welt oft unübersetzt zur Anwendung kommt. In vielen Fällen notgedrungen – wie Max Goldt einst mit dem Versuch deutlich machte, die Sentenz ins Deutsche zu übertragen. Das Resultat „Ein Apfel am Tag und der Arzt fährt nach Prag“ entschuldigte er mit der Bemerkung, es sei erstaunlich, wie wenige Wörter sich auf Tag reimten. Immerhin erlaube das dem Mediziner eine sicher wohlverdiente Städtereise. Experten sagen übrigens, dass ein Apfel am Tag zwar keine Garantie ist, den Arzt dauerhaft an die Moldau zu verabschieden. Doch die Chancen stehen nicht schlecht –
so viel Gutes enthält die Frucht, vor allem Pektin, Vitamin C und Flavonoide.

Der wichtigste Grund für die Aura des Apfels, der schon Eva verfiel, ist natürlich sein Geschmack. Er hat eine aromatische Bandbreite von Zitronen- über Erdbeer- bis hin zu Walnussnoten. Abseits der fünf, sechs globalen Handelsmarken sorgen alte würzige Varietäten für Küchenglück. Interessanter als in Klassikern mit Kuchenteig, Zimt und Nelken verhält der Apfel sich zu den erdigen Komponenten von Wildbret, Blutwurst oder Roter Bete. Apfelsoße kontrastiert auf der Zunge perfekt zum Fett gegrillter Makrele. Und was wären Kohlsalat oder Rotkohl ohne die süße Säure? Zu Hartkäse mit roher Zwiebel passt das Kernobst ebenso wie zu Nüssen und dunklen Beeren. Unschlagbar ist es in Kombination mit Beifuß als Füllung der Weihnachtsgans.

Aber noch ist Sommer, die Ernte beginnt gerade erst. Bis der letzte Cox gepflückt ist, vergehen noch Monate. Die Frucht schlechtin ist – streng botanisch gesehen – übrigens eine Scheinfrucht! Niemand entlarvt das Blendwerk eleganter als die 2004 in Leipzig gegründete Satire-Organisation Front Deutscher Äpfel. Die FDÄ parodiert rechtsextreme Parteien und spielte mit der Wahl ihres Namens auf den damaligen NPD-Vorsitzenden Holger Apfel an. Die Künstler und Aktivisten agitieren gegen eine Überfremdung des deutschen Obstbestands und fordern: „Südfrüchte raus!“ Jemand sollte ihnen sagen, dass auch der Apfel ein Ausländer ist. 

Frisch vom Baum gibt's Äpfel ab Septemberl

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Himmlische Himbeere

(Rubus idaeus)

Was haben glühende RAF-Terroristinnen und eiskalte Banker gemeinsam? Sie machen zu oft Ferien im Himbeerreich. Da wollen Sie auch hin? Ein Wegweiser.

 

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Himmlische Himbeere

Schokolade, Zigaretten, Marshmallows – für diese Schätze aus dem „Himbeerreich“ bedankt sich Gudrun Ensslin 1968 per Gefängnispost bei ihrem Verlobten und bestellt noch eine luxuriöse Feuchtigkeitscreme hinterher. Die üppige BRD-Warenwelt versüßt der Pfarrerstochter, die kurz darauf die RAF mitgründen wird, ihr Zellenleben. Das Dialektische daran ist Ensslins Haftgrund: Brandanschläge auf zwei Kaufhäuser. „Wer Himbeerreiche anzündet, kann nicht erwarten, deren Früchte zu ernten“, sinniert 2013 der Chauffeur Hans Helmut Hinz. Er meint aber keine konsumaffinen Linksterroristinnen, sondern bonusgetriebene Bankvorstände, deren Limousinen er durch die Finanzkrise kutschiert. Hinz ist eine Figur aus dem Theaterstück „Das Himbeerreich“. Dessen Autor Andres Veiel will uns ausdrücklich nicht sagen, dass Banker Terroristen sind. Aber eines wissen sie wohl so gut wie Bombenleger (und wir alle): Wo Himbeeren wachsen, wartet das Paradies.

Rubingleich funkeln die fragilen Früchte am stacheligen Strauch. Sie duften betörend, netzen die Fingerspitzen purpurn wie Theaterblut und zergehen sonnenwarm auf der Zunge – seit Jahrtausenden. Samenfunde in Steinzeitsiedlungen belegen, dass es sich um eine der ältesten Naschereien der Welt handelt. Die Himbeere ist echt „paläo“. Kultiviert wurde sie schon im alten Rom, wo sie als Heilpflanze auch gegen Schlangenbisse und Skorpionstiche helfen sollte. Der Erfolg ist fraglich. Gesund ist die Himbeere aber durchaus. Sie enthält enorme Mengen Vitamin C, viel Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen. Das stärkt den Kreislauf, das Immunsystem und wirkt entgiftend sowie entzündungshemmend.

Die Römer nannten die Beere, die eigentlich eine Sammelsteinfrucht ist, Rubus idaeus – nach der Nymphe Ida. Einst soll die Tochter des kretischen Königs ein weinendes Kind in den Bergen gefunden haben, den jungen Göttervater Jupiter. Als sie ihm eine Himbeere pflückte, stach sie sich an den Dornen. Blut tropfte auf die ehedem weißen Früchte und färbte sie rot. Toll, diese antiken Sagen. Diese aber hat der französische Arzt Henri Leclerc 1925 für sein Buch „Les fruits de France“ dreist erfunden. Es ist auch eher öde, dass wohl der türkische Berg Ida Namenspate des Obstes war. Und „Himbeere“ kommt vom althochdeutschen Wort hintperi – Beere der Hirschkuh, vielleicht weil sie sich in lichten Wäldern so wohlfühlt.

In der Küche ist diese Frucht ein Naturtalent: Sie ist vollkommen, so wie sie ist. Ein paar gute Begleiter gibt es aber doch. Alles Cremige unterstreicht ihren Wohlgeschmack, Ziegenkäse steht im würzigen Kontrast dazu. Mit Pfirsich (Melba!), Mandel und Rosenwasser verträgt sie sich schwesterlich. Immerhin stammen sie alle aus der Großfamilie der Rosengewächse. Haselnüsse stehen ihr – traditionell in Linzertorte – ebenfalls gut. Auch dunkle Schokolade, Minze und – ja – Zucker, etwa in Marmelade, kann sie aushalten. Die Kerne mögen stören, sorgen aber auch für feine Holznoten. Nicht zuletzt harmoniert das berauschende Aroma reifer Himbeeren ausgezeichnet mit Alkohol, in Sekt etwa oder köstlichem Himbeergeist.

Es gibt auch schwarze, weiße, rosa und gelbe Sorten. Sobald Himbeeren zu sehr glänzen, ist aber Vorsicht geboten. Etwa in Hollywood. Seit 1981 verleihen Cineasten am Vorabend der Oscars den Antipreis „Goldene Himbeere“. Der Name der Plastiktrophäe spielt auf die Redewendung to blow a raspberry an: laut losprusten. Die so geehrten Schauspieler erscheinen selten persönlich. Im Jahr 2005 stellte sich Halle Berry aka Catwoman der Schmach und sprach die wahren Worte: „Wer kein guter Verlierer ist, kann kein guter Gewinner sein.“ So golden munden Niederlagen nur mit Himbeere. Liebe Banker, es ist nie zu spät, die eigene Leistung infrage zu stellen. Möge der Sommer himbeerreich sein.

Frisch vom Feld gibt's Himbeeren ab Juni.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Sagenhafter Spinat

(Spinacia oleracea)

Damit du groß und stark wirst? Von wegen! Spinat enthält gar nicht besonders viel Eisen. Weiß leider jedes Kind. Doch woher nimmt Popeye dann seine stahlharten Fäuste? Es ist... Ein Küchenkrimi.

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Sagenhafter Spinat

„Ich hab’ es geschafft. Der Spinat gab mir Kraft!“, singt ein Zeichentrickmann mit ballongroßen Unterarmen zu Militärmusik. „Ich bin Popeye der Seeheemann!“ Wir schreiben den 13. März 1942, und der Spinatmatrose hat irgendwo im Pazifik eine japanische Flotte zerlegt – im Alleingang, versteht sich. Alles, was er dafür braucht, ist eine Dose Spinat auf ex. Schon kommen die Superkräfte. Es ist die Zeit, in der selbst Comic-Helden im Dienst der US-Kriegspropaganda stehen. Die Botschaft „Der Spinat gab mir Kraft“ (im englischen Original: Strong to the finish, ’cos he eats his spinach) geht nicht nur an die Soldaten da draußen, sondern mindestens ebenso an deren Kinder daheim.

„Iss deinen Spinat!“ Wie viele Generationen hat dieser Befehl wohl gequält. Wie viel Leid war in der Welt, seit ein obskurer Chemiker im 19. Jahrhundert ein Komma falsch gesetzt und den Eisengehalt auf das Zehnfache potenziert hatte? Das Fuchsschwanzgewächs enthält gar nicht mehr von dem Spurenelement als andere Gemüse, enthüllte der Krebsexperte Terence Hamblin 1981 im British Medical Journal und folgerte spitz: „Als Eisenquelle hätte Popeye besser die Dosen verzehren sollen.“ Gute Pointe? Hier ist eine bessere: Den Rechenfehler hat es nie gegeben. Der Volksglaube, mit dem Hamblin ausgerechnet unter der Überschrift Fake! (Schwindel) aufräumte, ist selbst eine Sage. Ein „Supermythos“, wie Mike Sutton sagt. Der Kriminologe machte sich 2010 auf Spurensuche und fand: keine Quelle, nirgends. Als er Hamblin damit konfrontierte, mailte der zurück, er könne sich nicht recht erinnern. Er sei sich aber sicher, die Geschichte nicht erfunden zu haben.

Verbürgt sind Popeyes Verdienste um den Spinatabsatz in den USA. Dort hat der Matrose seine eigene Marke. Mehrere Gemeinden widmeten ihm Denkmäler. Crystal, Texas, und Alma, Alabama, konkurrieren sogar um den selbst erdachten Titel „Welthauptstadt des Spinats“. Er ist ein globales Gemüse. Im Fernen Osten zum ersten Mal kultiviert, verdankt er seinen Namen dem persischen aspanakh oder einem arabischen Poeten, der ihn als isfanatsch, Prinz aller Gemüse, pries. Im frühen Mittelalter erreichte er Spanien und verdrängte ein paar Jahrhunderte später auch seine Verwandte, die Gartenmelde, aus der deutschen Küche.

Frühjahrsspinat taugt zu mehr als grüner Pampe in Rahm. Zitrusfrüchte, auch Zitronengras stehen in frischem Kontrast zu den erdigeren Noten seiner Blätter. Als Salat oder gedünstet verträgt er sich mit gerösteten Pinienkernen, gebratenem Speck, salzigen Anchovis und beliebigen Mengen Knoblauch. Auch Joghurt schmeichelt ihm, wie die indische Küche beweist. Und Eiergerichte wie Soufflé ergänzt Spinat aufs Feinste. Aber natürlich: An kalten Apriltagen hat auch der durchpürierte Klassiker mit Muskat und „Blubb“ seine tröstende Berechtigung. Nur ein halber Mythos ist, dass man Spinat nicht wieder aufwärmen darf. Er enthält zwar Nitrat, das Bakterien in krebserregendes Nitrit umwandeln. Stellt man Reste aber rasch in den Kühlschrank, kann man die Entstehung giftiger Substanzen verzögern. Spinat à la Saison, frisch vom Feld und in Bioqualität, enthält übrigens am wenigsten Nitrat.

Und Superkräfte setzt der zarte Grüne wirklich frei. Forscher haben Eiweiße aus seinen Blättern isoliert und tüfteln damit an „Spinatzellen“ für künstliche Fotosynthese, die einst mehr leisten sollen als Solarzellen. Popeyes spinach power speist sich allerdings aus einer anderen Quelle: Im Juli 1932 isst der Matrose zum ersten Mal Spinat – frisch vom Beet. Seine Freundin Olivia ruft: „Lieber Himmel, bist du ein Pferd?“ Popeye spricht mit Pfeife im Mund: „Spinat ist voller Vitamin A. Das macht Menschen stark und gesund.“ Wie wahr. Und hoffentlich gilt das auch für Kettenraucher.

Frisch vom Feld gibt's Spinat ab März.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

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Mo, 2016-09-26 02:05
(dpa)

Zweite Rebellengruppe unterstützt Friedensreferendum in Kolumbien

Bogotá (dpa) - Die kleinere kolumbianische Rebellengruppe ELN will die geplante Abstimmung über den Friedensvertrag zwischen der Regierung und der linken Farc-Rebellen unterstützen. Die ELN-Kämpfer würden am Tag der Abstimmung über das Abkommen ihre Angriffe einstellen, sagte Sprecher Pablo Beltrán am Sonntag einem Rebellensender. Ziel sei es, dass die Menschen an dem Friedensreferendum am 2. Oktober teilnehmen könnten.

Die marxistischen Farc-Rebellen wollen den als historisch bezeichneten Friedensvertrag am Montag unterzeichnen und damit das Ende ihres 52 Jahre langen Krieges mit dem kolumbianischen Staat besiegeln. Die Vereinbarung wurde seit Ende 2012 auf Kuba ausgehandelt. Die 8000 Farc-Kämpfer sollen danach ihre Waffen abgeben.

Auch die linke ELN-Guerilla führte bereits erste Gespräche mit der kolumbianischen Regierung zur Entwaffnung ihrer rund 1500 Kämpfer. Die Regierung fordert aber die Freilassung aller Geiseln als Bedingung für die Aufnahme von Friedensverhandlungen.

So, 2016-09-25 23:40
Madrid (dpa)

Spanien: Regionalwahlen stärken Position von Rajoy in Madrid

Regionalwahlen in den spanischen Autonomen Gemeinschaften Galicien und Baskenland könnten sich auf die seit neun Monaten anhaltende politische Blockade in Madrid auswirken. Die Sozialisten schnitten sehr schlecht ab und könnten nun ihren Widerstand gegen Mariano Rajoy aufgeben.

Madrid (dpa) - Spaniens geschäftsführender Ministerpräsident Mariano Rajoy ist aus den Regionalwahlen im Baskenland und in Galicien als politischer Sieger hervorgegangen. Die konservative Volkspartei (PP) des 61-Jährigen gewann am Sonntag in der Autonomen Gemeinschaft Galicien - Rajoys Heimatregion - wie vor vier Jahren erneut mit absoluter Mehrheit. Im Baskenland, wo die PP keine wichtige Rolle spielt, mussten die Konservativen im Vergleich zum letzten Urnengang aus dem Jahr 2012 nur geringe Verluste hinnehmen.

Die PP wird sich aber vor allem über das schlechte Abschneiden der Sozialisten (PSOE) freuen, die die Position des umstrittenen Parteichefs Pedro Sánchez innerhalb der PSOE schwächen dürfte. Sánchez hat bisher eine neue Amtszeit Rajoys in Madrid blockiert. Andere ranghohe Sozialisten, die sich im Gegensatz zum 44-Jährigen für die Tolerierung einer PP-Regierung aussprechen, könnten nun intern Oberwasser gewinnen. Wegen einer Patt-Situation hat Spanien seit Dezember 2015 keine voll funktionstüchtige Regierung mehr.

Im Baskenland wurden die Sozialisten von der linken Protestpartei Podemos (Wir können) vom dritten auf den vierten Platz verdrängt, wie die regionale Wahlbehörde nach Auszählung aller Stimmen mitteilte. Sie verlieren demnach sieben ihrer bisher 16 Sitze im Regionalparlament in der Hauptstadt Vitoria. In Galicien verlor die PSOE unterdessen vier ihrer bisher 18 Sitze. Die Sozialisten sind im Parlament von Santiago de Compostela zwar weiter die zweite Kraft, ein Linksbündnis um Podemos hat aber nun auch 14 Sitze.

In Galicien wird PP-Spitzenkandidat Alberto Núñez Feijóo - seit 2009 an der Macht - weiter regieren. Im Baskenland gewann die Nationalistenpartei PNV des seit 2012 regierenden Iñigo Urkullu mit einem ähnlichen Ergebnis wie vor vier Jahren. Die absolute Mehrheit verpasste die PNV mit rund 37,6 Prozent der Stimmen aber deutlich. Insgesamt waren am Sonntag rund vier Millionen Spanier zur Stimmabgabe aufgerufen.

Das Nationalparlament in Madrid hatte erst Anfang September die Kandidatur des seit 2011 regierenden Rajoy für eine Wiederwahl als Ministerpräsident abgeschmettert. Die Nein-Stimmen der PSOE-Abgeordneten waren dabei entscheidend.

Die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone hat seit der Parlamentswahl vom 20. Dezember wegen einer Pattsituation keine voll funktionstüchtige Regierung. Bei der Neuwahl am 26. Juni hatte sich die PP zwar als stärkste Kraft behauptet, die im Dezember verlorene absolute Mehrheit allerdings erneut deutlich verpasst.

Wenn sich die Parteien in Madrid bis zum 31. Oktober nicht auf die Wahl eines Regierungschefs einigen, muss König Felipe VI. gemäß Verfassung das Parlament auflösen und für den ersten Weihnachtstag erneut Neuwahlen ansetzen.

So, 2016-09-25 23:43
Düsseldorf (dpa)

Mieter findet 80-Zentimeter-Python auf seiner Türschwelle

Düsseldorf (dpa) - Ein Mann in Düsseldorf hat auf seiner Haustürschwelle eine rund 80 Zentimeter lange Königspython gefunden. Wie das Tier am Sonntag dort hingekommen war, blieb zunächst völlig unklar, wie die Feuerwehr am Sonntag mitteilte. Ein Reptilienexperte fing das ungiftige Tier mit einem Schlangenhaken ein. Die Python könne sich nun unter Quarantäne in einer speziellen Box erholen und werde Gesundheitschecks unterzogen, hieß es. Wenn sich kein Besitzer melde, bekomme die Schlange wahrscheinlich ein neues Zuhause in einem Tierpark.

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So, 2016-09-25 22:14
Luka (dpa)

Bosnische Serben erteilen Verfassungsgericht Abfuhr

Banja Luka (dpa) - Mit einem Rekordergebnis von 99,8 Prozent haben sich die Serben in Bosnien-Herzegowina gegen das Verfassungsgericht gestellt. Das berichteten die Behörden am Sonntagabend in Banja Luka nach ersten Auszählungen eines verfassungswidrigen Referendums. Damit soll der nur in der serbischen Landeshälfte begangene Nationalfeiertag am 9. Januar beibehalten werden. Das Verfassungsgericht hatte dieses Datum ebenso verboten wie die Abstimmung selbst.

Die USA und die EU hatten vergeblich versucht, das Referendum zu unterbinden und nicht näher bezeichnete Sanktionen angedroht. Washington und  Brüssel sehen darin einen weiteren Schritt zur immer wieder angedrohten Abspaltung des serbischen Landesteils von diesem Balkanstaat.

So, 2016-09-25 21:44
York/Damaskus (dpa)

Heftiger Streit um Syrien im UN-Sicherheitsrat - «Kriegsverbrechen»

Die USA und Russland haben sich bei Beratungen zum Leid in Aleppo gegenseitig die Schuld zugeschoben. UN-Chef Ban Ki-Moon spricht von «Barbarei» und «Kriegsverbrechen». Derweil setzen das syrische Regime und seine Verbündeten die Bombardements fort.

New York/Damaskus (dpa) - Schlagabtausch im UN-Sicherheitsrat: Nach den heftigsten Bombardierungen Aleppos im gesamten syrischen Bürgerkrieg haben sich Russland und die westlichen Staaten am Sonntag in New York gegenseitig die Schuld für die Eskalation der Gewalt vorgeworfen. Am Rande der Sondersitzung nahm der als zurückhaltend bekannte UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon kein Blatt mehr vor den Mund. Was in Aleppo geschehe, sei «Barbarei» und «Kriegsverbrechen», sagte er vor Journalisten. 

Vorangegangen war in den vergangenen Tagen ein Bombenhagel des syrischen Regimes und seiner Alliierten auf die Rebellengebiete der belagerten Stadt. In Aleppo und seinem Umland wurden mehr als 230 Zivilisten getötet. Moskau ist ein einflussreicher Verbündeter von Machthaber Baschar al-Assad.

«Glaubt Russland wirklich, dass es Vertrauen gewinnen kann, wenn es auf der einen Seite über Waffenruhe verhandelt und auf der anderen das Regime unterstützt, das Aleppo bombardiert?», fragte der französische UN-Botschafter Francois Delattre in New York.

«Frieden nach Syrien zu bringen, ist inzwischen fast unmöglich», entgegnete sein russischer Kollege Witali Tschurkin. Er beschuldigte Washington «nicht ausreichend Einfluss auf die mit ihnen verbündeten Gruppen auszuüben» und damit seine Verpflichtungen für die Waffenruhe nicht zu erfüllen. 

Bans Sonderbeauftragter für den Syrien-Konflikt, Staffan de Mistura, appellierte an die USA und Russland, dem gebrochenen Waffenstillstandsabkommen noch eine Chance zu geben. «Als naiver UN-Vertreter hoffe ich, daran glauben zu dürfen, dass ihre Zusagen ernst gemeint waren», drängte er die beiden Vetomächten. 

Bereits am Samstag hatten die Außenminister unter anderem der USA, Deutschlands und Großbritanniens laut offizieller Übersetzung heftige Kritik an Moskau geübt. Die Geduld sei «im Hinblick auf Russlands fortgesetzte Unfähigkeit oder die fehlende Bereitschaft, seinen Verpflichtungen nachzukommen, nicht unbegrenzt», betonten die Minister nach einem Treffen in Boston. Moskau wies die Kritik zurück.

Nach dem Dauerfeuer der Vortage setzten die syrische und russische Luftwaffe am Sonntagvormittag ihre Angriffe für einige Stunden aus. Die Bombardements gingen nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte im Tagesverlauf aber weiter. Am Sonntag seien wieder mindestens 23 Menschen in Aleppo getötet worden, darunter wenigstens zwei Kinder.

Das syrische Regime hatte vor Wiederaufnahme der Luftangriffe am Donnerstag eine Bodenoffensive angekündigt, um die Stadt vollständig zurückzuerobern. Aleppo ist die letzte verbliebene Großstadt in Syrien, in der Rebellen noch größere Gebiete kontrollieren. Mindestens 250 000 Menschen harren im belagerten Ostteil der Stadt trotz widrigster Lebensumstände aus. In ganz Aleppo sollen zwei Millionen Menschen von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten sein.

Regierungstruppen und Kämpfer der mit ihnen verbündeten Milizen verloren das am Samstag eroberte Flüchtlingslager Handarat im Norden der Rebellengebiete am Sonntag allerdings wieder an die Aufständischen. Assads Truppen werden neben Russland auch vom Iran und der Schiitenmiliz Hisbollah unterstützt. Auch Milizen aus Afghanistan und dem Irak sollen unter den Unterstützern sein.

Die westlichen Außenminister forderten von Russland ein Ende der eskalierenden Gewalt. Es liege an Moskau, die diplomatischen Bemühungen zu retten. Die Ereignisse in Syrien, insbesondere in Aleppo, stünden im eklatanten Widerspruch zur russischen Behauptung, eine diplomatische Lösung in Syrien zu unterstützen. Neben den USA, Deutschland und Großbritannien unterstützen auch Frankreich, Italien und die EU-Außenbeauftragte die Forderungen. Frankreich teilte zudem mit, Russland und der Iran könnten sich «Komplizen der in Aleppo begangenen Kriegsverbrechen» machen.

Zudem kritisierte die Erklärung der Außenminister die wiederholten Berichte über eingesetzte Chemiewaffen durch das syrische Regime und den verheerenden Angriff auf einen UN-Hilfskonvoi vor einer Woche. Die USA und Russland machen sich gegenseitig für den Vorfall verantwortlich, bei dem am Montag 21 Zivilisten getötet worden waren.

Die Gewalteskalation in Syrien nach dem Zusammenbruch der Waffenruhe legt Beobachtern aus Washington und Moskau zufolge den Schluss nah, dass Russland und die Syrische Regierung es für möglich halten, den Krieg militärisch gewinnen zu können. Aleppo gilt als wichtigstes Schlachtfeld in dem fünfeinhalb Jahren andauernden Konflikt, der bereits mehr als 300 000 Menschenleben gefordert hat. Eine Eroberung der Stadt könnte für das Regime einen Wendepunkt im Bürgerkrieg bedeuten.

So, 2016-09-25 21:25
York (dpa)

Zeitung: Trump würde ganz Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen

New York (dpa) - Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump würde einem Medienbericht zufolge als US-Präsident Jerusalem als ungeteilte Hauptstadt Israels anerkennen. Das sagte er nach Angaben der Zeitung «Haaretz» dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu am Sonntag bei einem fast 90-minütigen Treffen in New York zu.

US-Medien nannten es bemerkenswert, dass Netanjahu zu dem Gespräch eigens in den Trump Tower kam. Er hält sich im Rahmen der UN-Generaldebatte in New York auf. Für den Abend (Ortszeit) war auch ein Treffen mit Trumps demokratischer Rivalin Hillary Clinton geplant.

In dem Gespräch «stimmte Trump zu, dass die militärische Hilfe für Israel und Kooperation bei der Raketenabwehr eine ausgezeichnete Investition für Amerika sind», zitierte «Haaretz» aus einer Mitteilung der Trump-Kampagne.

Der Republikaner habe weiter für den Fall seines Wahlsieges «eine außergewöhnliche strategische, technologische, militärische und geheimdienstliche Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern versprochen.

Unklar blieb zunächst, ob sich Trump um das Treffen bemüht hat oder ob es umgekehrt war. US-Medien spekulierten, Trump habe am Vorabend seiner ersten TV-Debatte mit Clinton demonstrieren wollen, dass er auf der außenpolitischen Bühne bestehen würde. Dass er im krassen Gegensatz zur Ex-Außenministerin auf diesem Gebiet über keinerlei Erfahrung verfügt, gilt als eine seiner stärksten Schwächen.

Im Nahost-Konflikt ist der künftige Status der Stadt mit heiligen Stätten von Juden, Muslimen und Christen besonders heftig umstritten. Israel beharrt auf Jerusalem als seiner «ewigen und unteilbaren» Hauptstadt. Dagegen beanspruchen die Palästinenser den von Israel annektierten Ostteil Jerusalems als Hauptstadt ihres künftigen Staates.

Geht doch!

Können Regierungen Unsinn einfach verbieten?

Saures für Süßes – ein Pioniergesetz verbietet Naschereien, die Kinder mit Spielzeug locken

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Können Regierungen Unsinn einfach verbieten?

Mit einem strengen Gesetz will Chile seine Kinder und Jugendlichen vor ungesunder Nahrung schützen: Seit Anfang Juli dürfen Süßigkeiten mit einer Spielzeug-Beigabe im ganzen Land nicht mehr verkauft werden. Überraschungseier von Ferrero und Kindermenüs von McDonald’s sind jetzt also illegal. Die Neuregelung legt außerdem fest, welche Lebensmittel als gesundheitsschädlich gelten. Alle, die pro 100 Gramm mehr als 400 Milligramm Salz, vier Gramm gesättigter Fettsäuren, 275 Kalorien oder zehn Gramm Zucker enthalten, müssen gut sichtbar mit Warnhinweisen gekennzeichnet sein. An Schulen dürfen sie nicht verkauft oder beworben werden. Der Grund für das Gesetz: In Chile ist inzwischen jedes dritte Kind unter sechs Jahren übergewichtig. Hersteller und auch einige Kritiker der Süßigkeitenindustrie bezweifeln aber, dass ein Verbot die richtige Maßnahme ist, um eine gesündere Ernährung zu erreichen. Entscheidend sei die konsumierte Menge, eine bessere Aufklärung der Kinder und vor allem gute Vorbilder – zum Beispiel gesünderes Schulessen.

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San Francisco: Styropor gebannt
Konsequent verfolgt San Francisco seine „Zero Waste“- Strategie: Die kalifornische Stadt verbietet ab Juli 2017 Kaffeebecher, Einweggeschirr und Lebensmittelverpackungen aus Styropor. Mit dem Bann dieser  Wegwerfprodukte will sie ihrem Ziel,  bis 2020 müllfrei zu sein, einen großen Schritt näherkommen. Inzwischen machen rund 100 US-Städte gegen Waren aus Schaumkunststoff mobil.

Russland: Gentechnik unerwünscht
Gentechnisch modifizierte Organismen dürfen in Russland künftig weder angebaut noch importiert werden. Einzige Ausnahme: Zu Forschungszwecken sind gentechnisch veränderte Pflanzen und Tiere erlaubt. Bei Verstößen drohen Geldstrafen von bis zu 6500 Euro. Das beschloss die Staatsduma in dritter und abschließender Lesung.

Marokko: Plastiktüten ade
Mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von jährlich 900 Plastiktüten zählt das nordafrikanische Land zu den Negativ-Spitzenreitern. Doch seit Juli sind dort Kunststofftüten verboten – mit Ausnahme von Gefrier- und Müllbeuteln. Hierzulande soll eine Anfang Juli eingeführte Gebühr den Verbrauch drosseln.

 

Geht doch!

Konfliktfrei surfen

Konzerne müssen Rohstoffe aus Krisengebieten offenlegen – Europa ringt um eine verpflichtende Regelung

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Konfliktfrei surfen

Ausgerechnet die USA machen vor, wie man große Firmen an die kurze Leine nimmt – zumindest in punkto Konfliktrohstoffe. Der „Dodd-Frank Act“ verpflichtet börsennotierte Unternehmen, offenzulegen, ob Handys, Laptops oder Autos Mineralien enthalten deren Verkauf Kriege oder bewaffnete Kämpfe in der DR Kongo und deren Nachbarländern finanziert. Dass das seit 2010 geltende Transparenzgesetz für Gold, Tantal, Wolfram und Zinn Wirkung zeigt, belegt nun ein Report des „Enough Project“: Inzwischen gebe es im Kongo mehr als 160 Minen, die als „konfliktfrei“ gelten, ermittelte die US-Organisation. Auch EU-Bürger wollen keine „blutigen“ Produkte. Deshalb verhandeln EU-Kommission, -Parlament und -Rat derzeit über eine Sorgfaltsregelung. Wie verbindlich diese sein wird, ist bislang offen. „Die EU-Regeln dürfen nicht hinter die US-Standards zurückfallen, das wäre ein Armutszeugnis“, sagt Christian Wimberger von der Christlichen Initiative Romero. Selbst eine verpflichtende Regelung für Konfliktmineralien könne nur ein erster Schritt sein. Als nächstes müsse der verbindliche Schutz von Menschenrechten und Umwelt auf alle industriellen Bergbauprojekte wie die Förderung von Coltan, Kupfer und Kohle ausgeweitet werden.
ci-romero.de (Rohstoffkampagne)
stop-mad-mining.org

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Mailand: Cash fürs Radeln
Seit Jahren leiden die Mailänder unter Staus und schlechter Luft. Nun ergreift die Verwaltung der norditalienischen Metropole eine ungewöhnliche Maßnahme: Sie will jedem Pendler, der künftig mit dem Rad zur Arbeit fährt, eine Pauschale von 25 Cent pro gefahrenem Kilometer zahlen. Für das Anreizprogramm stehen insgesamt 35 Millionen Euro bereit. Die Fahrten sollen per App dokumentiert werden.

London: Strom von der Themse
Im Mai hat die britische Hauptstadt den größten schwimmenden Solarpark der Welt in Betrieb genommen. Für 7,3 Millionen Euro wurden in der Themse 23.000 Paneele mit einer Kapazität von 6,3 Megawatt verankert. Der produzierte Strom soll die Wasseraufbereitungsanlagen in und um London versorgen. Der Vorteil der schwimmenden Sonnenkraftwerke: Sie sind leichter und billiger herzustellen als Anlagen an Land, werden durch das fließende Wasser konstant gekühlt und nehmen keinen Platz weg.

Frankreich: Palmöl – teurer durch Steuer
Um den Konsum zu drosseln und so die verheerenden Umweltschäden des Plantagenanbaus zu mindern, will die französische Regierung Palmöl besteuern: Ab 2017 sollen 30 Euro pro Tonne fällig werden, bis 2020 wird sich die Abgabe verdreifachen. In Deutschland ist bislang keine Palmölsteuer geplant. Der „Save Wildlife Conservation Fund“ drängt die Politik hierzulande schon länger zu diesem Schritt. Anders als in Frankreich dürfte sogenanntes „nachhaltiges Palmöl“ allerdings nicht ausgenommen werden, sagt eine Sprecherin der Stiftung, da es dafür noch immer keine verlässlichen Zertifizierungen gebe.
zeropalmoel.de

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Saubere Profite

Als erste deutsche Stadt investiert die westfälische Kommune nur noch in ethisch-ökologische Anlagen

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Saubere Profite

Dem Stadtkämmerer von Münster bereiten die RWE-Verluste keine schlaflosen Nächte: Als erste deutsche Stadt hat die westfälische Grünen-Hochburg zum Jahresbeginn alle Geldgeschäfte mit Klimasündern eingestellt. Rückstellungen für die Beamtenpensionen – das sind immerhin 460 Millionen Euro – dürfen nicht mehr in Fonds angelegt werden, die Aktien von Öl- und Kohleunternehmen beinhalten. Mehr noch: Auch Atomenergiekonzerne, Gentechnikfirmen und Rüstungsindustrie sind tabu. Drahtzieher dieser „Divestment“-Premiere waren die örtliche Fossil-Free-Gruppe und die Grünen. Seit Sommer 2013 machten die Klima-Aktivisten Druck auf der Straße, und die Partei überzeugte schließlich den Stadtrat. „Jeder, der nicht will, dass seine Stadt durch ihre Geldgeschäfte den Klimawandel befeuert, kann eine solche Kampagne starten“, sagt Tine Langenkamp von der Klimaschutzorganisation 350.org. „Dafür muss man kein Finanzexperte sein.“ Vom Ausstieg profitiere nicht nur das Klima, er rechne sich auch noch. „Ethisch-ökologische Geldanlagen können sogar mehr Renditen abwerfen als konventionelle“, sagt der grüne Fraktionsvorsitzende Otto Reiners, „deshalb erwarten wir einen Domino-Effekt.“
gofossilfree.wordpress.com
gofossilfree.org/de

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Frankreich: La vie est belle
Eben noch hat Frankreich Schlagzeilen gemacht, weil Supermärkte keine Lebensmittel mehr wegwerfen dürfen und in Restaurants „Doggy Bags“ eingeführt werden. Nun gibt das Nachbarland in anderen Bereichen Gas: In den nächsten fünf Jahren sollen tausend Kilometer Straßenbelag mit neuartigen Solarpaneelen ausgerüstet werden – bereits zwanzig Quadratmeter könnten den Strombedarf eines Single-Haushalts decken. Und schon in diesem Sommer werden in Paris tausend E-Roller stehen, die jeder mieten kann – sie sollen für bessere Luft sorgen.

Thailand: Autarke Solarschule
In der Sisaengtham-Schule im Nordosten Thailands lernen schon kleine Kinder, nachhaltig zu leben: Sie pflanzen nicht nur ihr eigenes Gemüse an, sondern installieren und reparieren auch Solarzellen. Ziel des als „Solar-Mönch“ bekannten Gründers Phra Khru Wimon Panyakhun ist es, dass sich die Schule in allen Bereichen selbst versorgt. Die Energieernte deckt bereits den Bedarf. Außerdem entwickelten die Kinder mobile Ladestationen, mit denen Bauern die Bewässerungspumpen für ihre Reisfelder mit der Kraft der Sonne statt mit Dieselgeneratoren betreiben können.

Kamerun: Häuser aus Plastikmüll
Roger Milla, die afrikanische Fußball-Legende aus Kamerun, betreibt in seinem Heimatland eine Recyclinganlage. Aus Plastikmüll werden dort Bausteine gepresst: „Wir wollen die Umweltverschmutzung verringern und Arbeitsplätze für Jugendliche schaffen“, sagt Milla. Ein ähnliches Projekt verfolgt die dänische Ingenieurstudentin Lise Fuglsang Vestergard in Indien: Sie lässt zerkleinerten Plastikmüll im „Solargrill“ zu Ziegelsteinen einschmelzen. 

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So, 2016-09-25 19:55
dpa - Deutsche Presseagentur GmbH

Ban spricht von «Barbarei» und «Kriegsverbrechen» in Aleppo

New York(dpa) - Der Abwurf von sogenannten bunkerbrechenden Bomben auf Aleppo ist nach Worten von UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon nichts anderes als «Barbarei». Ban sagte am Sonntag in New York: «Wir dürfen nicht vergessen, dass Krankenhäuser und Schulen wegen der Kämpfe nur noch im Keller arbeiten können. Diese Bomben sprengen nicht Bunker, sie vernichten Menschen, die nach dem letzten noch verbliebenen Zufluchtsort suchen.» 

Das internationale Recht lasse keine Zweifel zu, wiederholte Ban in einer Erklärung am UN-Hauptsitz: «Der systematische Einsatz von weitreichenden Waffen in dicht besiedelten Gebieten ist ein Kriegsverbrechen.» Wie lange wollten Regierungen, die Einfluss auf das Chaos haben, derartige Verbrechen noch erlauben, fragte Ban am Rande einer Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates zu Aleppo. Er appelliere an alle Betroffenen, «den Alptraum zu beenden.»

Zuvor hatte Bans Sonderbeauftragter für den Syrien-Konflikt, Staffan de Mistura, an die USA und Russland appelliert, das gebrochene Waffenstillstandsabkommen zu retten. Er sehe noch einen Funken Hoffnung zur Rückkehr zu der Vereinbarung, sagte de Mistura vor dem Sicherheitsrat. «Als naiver UN-Vertreter hoffe ich, daran glauben zu dürfe, dass ihre Zusagen (zur Waffenruhe) ernst gemeint waren», sagte de Mistura mit Blick auf Moskau und Washington.

So, 2016-09-25 19:00
Cartagena (dpa)

Historischer Friedensvertrag in Kolumbien wird unterzeichnet

Cartagena (dpa) - Nach über 50 Jahren Konflikt unterzeichnen die kolumbianische Regierung und die marxistischen Farc-Rebellen am Montag (17.00 Uhr Ortszeit/24.00 MESZ) einen Friedensvertrag. Im Beisein von zahlreichen Staats- und Regierungschefs sowie UN-Generalsekretär Ban Ki Moon wird in Cartagena an der kolumbianischen Karibikküste das seit 2012 mit internationaler Hilfe auf Kuba ausgehandelte Abkommen besiegelt.

Die noch rund 8000 Kämpfer der «Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens» (Farc) sollen in 28 Zonen ihre Waffen abgeben. In dem Konflikt zwischen Militär, rechten Paramilitärs und linken Guerillagruppen wurden über 220 000 Menschen getötet, rund sechs Millionen Menschen wurden aus ihren Orten vertrieben.

Das Abkommen sieht eine Sonderjustiz von maximal acht Jahren Gefängnis für verübte Verbrechen vor, außerdem eine gerechtere Landverteilung und eine Bekämpfung des Drogenanbaus. Ökonomen rechnen mit einem deutlichen Wirtschaftswachstum durch das Friedensabkommen. Am 2. Oktober muss das Volk dem Abkommen noch zustimmen. Die Farc-Rebellen streben nun ein politisches Projekt an.

So, 2016-09-25 19:00
Calais (dpa)

Hollande in Calais - Flüchtlingslager soll geräumt werden

Calais (dpa) - Die Situation rund um das Flüchtlingslager von Calais sorgt seit Monaten für Zündstoff in Frankreich. Nun reist Präsident François Hollande am Montag (8.15 Uhr) erstmals in seiner Amtszeit in die Hafenstadt am Ärmelkanal, wo Tausende Migranten in Behelfsunterkünften campieren. Die französischen Behörden bereiten derzeit die Räumung des Lagers vor: Die Migranten sollen auf Aufnahmezentren im ganzen Land verteilt werden.

Hollande wird das als «Dschungel von Calais» bekannte Lager selbst nicht besuchen, trifft aber Vertreter von Polizei, örtlicher Wirtschaft und Hilfsorganisationen. Seit Jahren sammeln sich in Calais Migranten, die illegal nach Großbritannien gelangen wollen. Inzwischen sind Hafen und Ärmelkanaltunnel streng abgeriegelt.

Seit dem Frühjahr 2015 ist auf einem Brachland ein Lager aus Zelten, Hütten und inzwischen auch staatlich finanzierten Containern entstanden.

Nach Angaben der Behörden leben dort 6500 bis 7500 Menschen, Hilfsorganisationen sprechen sogar von mehr als 10 000 Migranten. Flüchtlinge versuchen immer wieder, auf Lastwagen nach Großbritannien zu klettern. In der Region gibt es großen Unmut über die Situation, die auch mit Blick auf die Präsidentschaftswahl im kommenden Frühjahr brisant ist.

So, 2016-09-25 18:12
Düsseldorf (dpa)

NRW: Starkes SPD-Votum für Kraft - Dämpfer für Grünen-Spitzenfrau

Hannelore Kraft bekommt beim Parteitag der NRW-SPD Rückendeckung. Vor dem Wahljahr 2017 ist das Votum der Basis besonders wichtig für die Regierungschefin. Sie setzt weiter auf Rot-Grün. Die Grünen auch?

Düsseldorf (dpa) - SPD und Grüne in NRW haben auf Parteitagen die Weichen für die Landtagswahl im kommenden Jahr gestellt. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) wurde am Samstag in Bochum mit 98,45 Prozent der Delegiertenstimmen als Landesvorsitzende bestätigt. Die Regierungschefin signalisierte, dass sie weiter auf Rot-Grün setze. Beim Parteitag des Koalitionspartners in Oberhausen dagegen gibt es eine klare Kampfansage an die SPD.

Von 452 Delegierten votierten 445 für Kraft, 4 gegen sie und 3 enthielten sich. Kraft steht bereits seit 2007 an der Spitze des mit rund 110 000 Mitgliedern stärksten SPD-Landesverbands. Vor zwei Jahren war sie mit einer Zustimmung von 95,2 Prozent gewählt worden. «Ich freue mich sehr über die Wiederwahl von Hannelore Kraft in NRW», teilte SPD-Generalsekretärin Katarina Barley mit. «Sie kämpft wie eine Löwin für gute Arbeit zu fairen Löhnen und für eine starke Wirtschaft.»

Kraft sagte mit Blick auf die Wahl im Mai 2017: «Wir kämpfen alleine. Aber wenn's geht, machen wir mit den Grünen gerne weiter.» Umfragen sehen derzeit keine Mehrheit mehr für Rot-Grün, taxieren die AfD auf rund elf Prozent.

Umstritten ist in NRW seit langem die Regelung zum «Turbo-Abitur». Die NRW-SPD einigte sich nun darauf, Schülerinnen und Schülern Alternativen zu acht Jahren Gymnasium (G8) anbieten zu wollen. Die Delegierten des Landesparteitags in Bochum stimmten mit großer Mehrheit für ein flexibles Modell als Vorschlag für Beratungen im Oktober. Dazu hat Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) alle relevanten Akteure eingeladen. Der Antrag der gemeinsam mit den Grünen regierenden SPD sieht aber vor, dass G8 Regelfall bleiben soll.

Die Grünen ziehen erneut mit ihrer Schulministerin Löhrmann in den Landtagswahlkampf. Die Delegierten wählten die 59-Jährige zum dritten Mal zur Spitzenkandidatin, verpassten ihr aber gleichzeitig einen Dämpfer. Mit knapp 81 Prozent der Stimmen schnitt sie wesentlich schlechter ab als 2012.

Deutlich mehr Rückhalt an der Parteibasis fand NRW-Umweltminister Johannes Remmel mit einer klaren Kampfansage in Richtung SPD. «Wir wollen mehr grün», sagte Remmel. «Auch wenn es manche nicht wahrhaben wollen: Die Abenddämmerung der Kohle hat längst begonnen.» Die rund 270 Delegierten wählten den 54-Jährigen mit fast 90 Prozent der Stimmen auf Platz zwei der Landesliste. In NRW wird am 14. Mai 2017 ein neuer Landtag gewählt.

So, 2016-09-25 18:07
London (dpa)

Johnson: Russland beging in Syrien möglicherweise Kriegsverbrechen

London (dpa) - Russland hat nach Ansicht des britischen Außenministers Boris Johnson in Syrien möglicherweise ein Kriegsverbrechen begangen. Es müsse geprüft werden, ob der jüngste Angriff auf einen Hilfskonvoi bei Aleppo mit dem Wissen ausgeführt wurde, dass es sich um ein ziviles Ziel handele. «Das ist ein Kriegsverbrechen», sagte Johnson dem britischen Sender BBC.

Russland mache sich schuldig, «den Krieg zu verlängern, ihn viel grausamer zu machen», fügte er am Sonntag hinzu. Bei der Bombardierung von UN-Lastwagen bei Aleppo wurden mehr als 20 Menschen getötet. Russland und Syrien bestreiten, für den Angriff verantwortlich zu sein. 

So, 2016-09-25 19:00
Hamburg (dpa)

«Deutschlandkongress» von CDU und CSU zum Thema Umwelt

Hamburg (dpa) - Rund ein Jahr vor der Bundestagswahl machen CDU und CSU mit ihrer gemeinsamen Veranstaltungsreihe «Deutschlandkongress» am Montag (11.00 Uhr) Station in Hamburg. Im Zentrum stehen die Themen Ressourcenknappheit und Umwelt. Nach Parteiangaben wollen CDU und CSU unter anderem diskutieren, «wie wir beim Klimaschutz besser mit unseren internationalen Partnern zusammenarbeiten und wie wir effizienter mit den begrenzten Ressourcen umgehen können». Dazu zähle auch die Landwirtschaft und der Umgang mit Lebensmitteln. Als Hauptredner werden CDU-Vize Julia Klöckner und Agrarminister Christian Schmidt (CSU) erwartet.

Zum Auftakt der Veranstaltungsreihe hatten sich die Schwesterparteien am Samstag in Würzburg mit dem Zusammenhalt der Gesellschaft befasst. Weitere Treffen sind am 1. Oktober in München (Innovation und Digitalisierung), am 15. Oktober in Frankfurt/Main (Europa und seine Rolle in der Welt), am 2. November in Bonn (Bevölkerungsentwicklung und Migration) sowie zum Abschluss am 7. November in Berlin zum Thema «Innere und äußere Sicherheit».

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So lernen schon die Bambini, wie man Bio-Nudeln zubereitet: Folie einstechen und ab in die Mikrowelle.

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STUPID.T ist die erste und einzige Maschine, die auf Knopfdruck Zweifel an der Zukunftsfähigkeit der menschlichen Zivilisation erzeugt. Man stecke eine überteuerte Einwegkapsel mit etwas 08/15-Tee ins Gerät, betätige die Taste – und schon gibt’s jede Menge bunten Alu- und Plastikabfall.

Entdecken Sie die neue, besonders überflüssige Art der Müllerzeugung.
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Der Marktführer bei Industriewurst*

*in Plastik verpackt, bei Aldi & Co. verkloppt

Mehr über die Wursttruppe unter greenpeace-magazin.de/boeklunder

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Komplett neben der Spur.

Der Lüguan. Lässt Kontrollen links liegen.

Jeder hat doch mal eine abwegige Idee. Warum sollte das bei den Ingenieuren und Managern von Volkswagen anders sein. Wenn es einfach nicht klappen will, einen Motor so hinzubekommen, dass er sauber läuft und trotzdem ordentlich Wums hat, kann man schon mal die ausgetretenen Pfade verlassen und die Schikanen kontrollwütiger Umweltfreaks ausmanövrieren. Dass da ein paar Asthmatiker am Straßenrand ins Gras beißen, dass Kundenrechte und fairer Wettbewerb auf der Strecke bleiben, dass am Ende der ganze Konzern erst auf die schiefe Bahn und dann ins Schleudern gerät, das alles sieht von hinten betrachtet natürlich dreckig aus. Aber da lag nun mal so verdammt viel Schotter auf der Straße.

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AUSSEN GRÜN.*
INNEN BRAUN.*
KALORIEN-AMPEL ROT.**

Die neue Coca-Cola Lie hat ein grünes Etikett. Das soll ja bei Imageproblemen helfen.
Es sind aber immer noch drei gehäufte Teelöffel Zucker in einer 0,33-Liter-Flasche. Schließlich macht nicht die Cola dick, sondern Bewegungsmangel, haben Forscher*** herausgefunden.
Mehr Infos unter greenpeace-magazin.de/coke

*  MIT FARBSTOFF
** COCA-COLA LIE MIT STEVIA-EXTRAKT ENTHÄLT 37 % WENIGER ZUCKER. DAS REICHT IMMER NOCH, UM MIT EINER MINI-FLASCHE DIE VON DER WHO EMPFOHLENE TAGESDOSIS ZU KNACKEN. DIE KALORIEN-AMPEL LEUCHTET WEITER IM SCHÖNSTEN COLA-ROT.
*** DIE COCA-COLA GESPONSERT HAT 

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Deutsche See – Wir schalten auf stur 

HÖCHSTE QUANTITÄT UND SKRUPELLOSE GESCHÄFTE MIT WALFÄNGERN.

Unser Rotbarsch stammt aus Beständen vor den Küsten Islands. Dort haben wir Verbündete gefunden, die unsere große Leidenschaft für Geld teilen. Das kleine Inselvolk ist seit 2006 wieder auf Waljagd. Denn rund um Island erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem. Der Schutz dieses Naturschatzes liegt einigen Isländern genauso fern wie uns. Geld, das wir dem Fischereiunternehmen HB Grandi für den Rotbarsch überweisen, fließt in die illegale Jagd auf gefährdete Finnwale.

Unseren Rotbarsch beziehen wir von unserem Komplizen: HB GRANDI – Fieser Fisch

greenpeace-magazin.de/deutschesee

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Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
Mehr zu Lidls Schönfärberei jetzt auf www.greenpeace-magazin.de/lidl

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„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
Mehr infos hier

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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb, selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.
 

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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„Ich hab's nicht so mit Broteschmieren.“

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“
 

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

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Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

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