Aktuell

Mo, 2017-03-27 20:24
Washington (dpa)

Weißes Haus: Trump zu Zusammenarbeit mit Demokraten bereit

Washington (dpa) - US-Präsident Donald Trump ist nach seiner Niederlage bei der Abschaffung von «Obamacare» zu einer Zusammenarbeit mit den Demokraten bereit. Das sagte sein Sprecher Sean Spicer am Montag. Es handle sich dabei bis zum einem gewissen Grad um einen Kurswechsel, sagte Spicer. Er fügte hinzu: «Wir müssen sehen, wie wir unsere Mehrheiten bekommen.» Der Präsident meine das durchaus ernst.

Trump steht mit seinen angekündigten Vorhaben wie einer großen Steuerreform und Investitionen in die Infrastruktur vor der Schwierigkeit, angesichts der Zerrissenheit der Republikaner möglicherweise keine parlamentarischen Mehrheiten zu erhalten.

Eigentlich kontrollieren die Republikaner beide Kongresskammern. Aber am Freitag war ein Gesetz, das die Gesundheitsversicherung «Obamacare» ersetzen sollte, im Repräsentantenhaus am Widerstand in den Reihen der Republikaner gescheitert.

Verantwortlich waren vor allem die gut 30 Mitglieder des «Freedom Caucus», einer Gruppe sehr konservativer Abgeordneter. Würde Trump sie künftig aus Gesetzesvorhaben herausrechnen wollen, müssten für eine Mehrheit 18 Demokraten mit den Republikanern stimmen.

Nächster Prüfstein ist die Finanzierung der US-Regierung, um einen drohenden Stillstand zu verhindern, einen so genannten «Government Shutdwon» wie zuletzt 2013. Stichtag ist bereits der 29. April, gleichzeitig der 100. Tag der Amtszeit Präsident Trumps.

Angesichts kontinuierlicher, wochenlanger Angriffe Trumps auf die Demokraten bleibt abzuwarten, wie sie auf das Angebot reagieren.

Mo, 2017-03-27 20:46
Damaskus/Tampa (dpa)

Offensive bei syrischem Damm nach Drohungen ausgesetzt

Im Kampf gegen den IS ist der Euphrat-Damm strategisch wichtig. Die Terrormiliz droht mit dem Bruch des Dammes. Die Offensive um die Talsperre wird unterbrochen.

Damaskus/Tampa (dpa) - Kurdisch geführte Truppen haben ihre Offensive auf einen strategisch wichtigen Staudamm in der Nähe der syrischen Stadt Al-Rakka kurzzeitig gestoppt. Hintergrund waren Drohungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), der Damm könne einstürzen. Die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) kündigten am Montag eine mehrstündige einseitige Waffenruhe an, um Ingenieuren den Zugang zu dem Euphrat-Damm zu ermöglichen.

Hinter dem Damm staut sich der Assad-See, nur wenige Dutzend Kilometer stromabwärts liegt die IS-Hochburg Al-Rakka. Die Dschihadisten hatten am Wochenende über ihr Sprachrohr Amak indirekt mit dem Einsturz des Bauwerks gedroht. Wegen «US-Luftangriffen und eines hohen Wasserstandes» drohe Dammbruch.

Es blieb bei widersprüchlichen Meldungen zunächst unklar, ob die Ingenieure den Damm tatsächlich betreten konnten. Die Stromproduktion dort war am Wochenende eingestellt worden. Es wird vermutet, dass der Kontrollraum schwer beschädigt ist.

Das US-Militär erklärte am Montag, man habe keine signifikanten Schäden an dem Damm feststellen können. Nach allem was man wisse, sei er funktionsfähig, sagte Sprecher John Thomas vom Zentralkommando in Tampa. Die IS-Terroristen hätten Verwirrung und Panik stiften wollen, indem sie behauptet hätten, die Talsperre sei von der Koalition angegriffen worden. Daraufhin habe ein Teil der örtlichen Bevölkerung begonnen, die Gegend zu verlassen.

Angesichts der von westlichen Staaten unterstützten Offensive auf Al-Rakka und das vom IS beherrschte Umland wird schon länger befürchtet, dass die Terrormiliz die ganze Region fluten könnte.

Am Sonntagabend gelang dem Bündnis, das von der kurdischen Miliz YPG geführt wird, die Eroberung eines nahegelegenen Flughafens. Der IS hatte diesen seit 2014 kontrolliert.

Mo, 2017-03-27 19:55
York (dpa)

Kunst zu Migration: Ai Weiwei baut Metallzäune in New York

New York (dpa) - Mit Blick auf das Thema Migration will der chinesische Konzeptkünstler Ai Weiwei Dutzende Zäune und Installationen in New York bauen. Er «verwandelt den Sicherheitszaun aus Metalldraht in ein kraftvolles künstlerisches Symbol», teilte der Public Art Fund mit, der das Projekt finanziert. Die Werke sollen ab Mitte Oktober bis Februar 2018 auf Hausdächern und Haltestellen, zwischen Gebäuden, aber auch als freistehende Skulpturen an bekannten Orten in mehreren Bezirken der Metropole zu sehen sein. Titel ist «Good Fences Make Good Neighbors» - gute Zäune machen gute Nachbarn.

Der heute 59-Jährige kam in den 1980er Jahren selbst als Einwanderer nach New York und hat sich bereits mehrfach mit dem Schicksal von Flüchtlingen auseinandergesetzt, zuletzt mit einem monumentalen Schlauchboot in der tschechischen Nationalgalerie. Die Zäune in New York sollen Metaphern sein in einer Stadt, «die Millionen Einwanderern lang als Tor zu den Vereinigten Staaten diente», wie der Public Art Fund mitteilte.

Ai Weiwei lebte von 1983 bis 1993 in New York, heute pendelt er zwischen Ateliers in Peking und Berlin. «Hindernisse sind genutzt worden, um uns zu spalten, aber als Menschen sind wir alle gleich. Einige sind privilegierter als andere, aber mit diesem Privileg geht eine Verantwortung einher, mehr zu tun», sagte er.

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Mo, 2017-03-27 19:00
Moskau (dpa)

Iranischer Präsident Ruhani bei Putin in Moskau

Moskau (dpa) - Der russische Präsident Wladimir Putin empfängt am Dienstag in Moskau seinen iranischen Kollegen Hassan Ruhani. Bei dem Treffen soll die wirtschaftliche Zusammenarbeit vertieft werden. Es gehe um Energie und Verkehr, teilte der Kreml mit. Ruhani kündigte an, sein Land werde die nukleare Kooperation mit Moskau fortsetzen. Symbol dafür sei das von Russland gebaute iranische Atomkraftwerk Buschehr. Der Iran ist ein großer Kunde für Industriegüter, Rüstung und Kernkrafttechnik aus Russland. Im Syrien-Krieg kämpfen beide Länder aufseiten von Präsident Baschar al-Assad. Nach Ruhanis Angaben trifft er zum neunten Mal mit Putin zusammen.

Mo, 2017-03-27 18:05
Washington (dpa)

Trump will Handlungsfähigkeit demonstrieren: «Amt für Innovation»

Im Weißen Haus gibt es viele Räte, Berater und Gruppierungen. Jetzt hebt Trump das «Amt für Innovation» aus der Taufe. Der Präsident dürfte damit vor allem zeigen wollen, dass der Geschäftsmann in ihm Kurs halten will. Trotz aller Widrigkeiten in der Tagespolitik.

Washington (dpa) - Kurz nach seiner schweren Niederlage bei der Abschaffung von «Obamacare» versucht US-Präsident Donald Trump, Handlungsfähigkeit und die Bereitschaft für neue Wege zu demonstrieren. Am Montag wollte er ein «Amt für amerikanische Innovation» vorstellen, das im Weißen Haus angesiedelt ist und von seinem Schwiegersohns Jared Kushner (36) geführt wird.

Die «Washington Post» berichtete unter Berufung auf eine Stellungnahme Trumps, diese Behörde solle in Zusammenarbeit mit Wirtschaftsexperten die Regierung effizienter machen.

«Unabhängig von ihrer politischen Einstellung können alle Amerikaner sehen, dass das Stagnieren der Regierung unsere Fähigkeit, richtig zu funktionieren, behindert hat», sagte Trump demnach. Jetzt wolle er «Ergebnisse produzieren».

Damit bezieht Trump sich offensichtlich auch auf das Scheitern eines republikanischen Alternativ-Gesetzentwurfes zur Gesundheitsversicherung «Obamacare». Das Gesetz war am Freitag an heftigem Widerstand in den eigenen Reihen gescheitert.

Medienberichten zufolge zeigte Trump sich überrascht über das Ausmaß, in dem sich das politische System in der US-Hauptstadt selbst blockieren kann. Es wird vermutet, dass das «Amt für amerikanische Innovation» als eine Art Sachverständigenrat demonstrieren soll, dass das Weiße Haus auch unabhängig von Partei- und Tagespolitik agieren kann.

Allerdings sind für die Gesetzgebung und das Umsetzen von Politik nach wie vor die beiden Kammern des Kongresses unabdingbar.

Kushner sagte in einem Interview, sein Team solle führende Talente aus Wirtschaft und Regierung zusammenbringen: «Die Regierung sollte geführt werden wie eine große amerikanische Firma. Wir hoffen, dass wir für unsere Kunden, die Bürger, Erfolg und Effizienz erreichen können.» Zunächst wolle sich das Amt um die Angelegenheiten von Kriegsveteranen kümmern und um den Kampf gegen Opiat-Abhängigkeit.

Kushner ist mit Trumps Tochter Ivanka verheiratet. Er fungiert als Berater des Präsidenten und ist unter anderem in diplomatischen Missionen für Nahostfragen oder Mexiko unterwegs. Politische oder Regierungserfahrung hat er nicht.

Mo, 2017-03-27 18:34
Damaskus (dpa)

Offensive bei syrischem Damm nach Einsturz-Drohungen ausgesetzt

Damaskus (dpa) - Kurdisch geführte Truppen haben ihre Offensive auf einen strategisch wichtigen Staudamm in der Nähe der syrischen Stadt Al-Rakka gestoppt. Hintergrund sind Drohungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), der Damm könne einstürzen. Die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) kündigten am Montag eine mehrstündige einseitige Waffenruhe an, um Ingenieuren den Zugang zu dem Euphrat-Damm zu ermöglichen.

Hinter dem Damm staut sich der Assad-See, nur wenige Dutzend Kilometer stromabwärts liegt die IS-Hochburg Al-Rakka. Die Dschihadisten hatten am Wochenende über ihr Sprachrohr Amak indirekt mit dem Einsturz des Bauwerks gedroht. Wegen «US-Luftangriffen und eines hohen Wasserstandes» sei der Damm vom Zusammenbruch bedroht.

Es blieb bei widersprüchlichen Meldungen zunächst unklar, ob die Ingenieure den Damm tatsächlich betreten konnten. Die Stromproduktion dort war am Wochenende eingestellt worden. Es wird vermutet, der Kontrollraum sei schwer beschädigt.

Angesichts der von westlichen Staaten unterstützten Offensive auf Al-Rakka und das vom IS beherrschte Umland wird schon länger befürchtet, dass die Terrormiliz die ganze Region fluten könnte.

Am Sonntagabend gelang dem Bündnis, das von der kurdischen Miliz YPG geführt wird, die Eroberung eines nahegelegenen Flughafens. Der IS hatte diesen seit 2014 kontrolliert.

Mo, 2017-03-27 18:19
Belfast (dpa)

Frist für Regierungsbildung in Nordirland abgelaufen - Keine Neuwahl

Die Koalition in Belfast bricht auseinander - aus einer Neuwahl gehen dieselben zwei Parteien als Sieger hervor. Auf eine neue Regierung können sie sich aber nicht einigen. Wie geht es weiter?

Belfast (dpa) - Die Frist für eine Regierungsbildung in Nordirland nach der Wahl am 2. März ist ohne Einigung abgelaufen. Eine zweite Neuwahl in diesem Jahr soll es aber nicht geben, wie der britische Nordirland-Minister James Brokenshire am Montag in Belfast erklärte. Er gab stattdessen der katholisch-republikanischen Sinn-Fein-Partei und der protestantisch-unionistischen DUP ein «kurzes Zeitfenster» von wenigen Wochen, um sich auf eine neue Koalition zu einigen. Brokenshire sagte allerdings nicht, was passiert, wenn es weiter keine Fortschritte geben sollte.

Dem Karfreitagsabkommen von 1998 und anderen Abmachungen zufolge müssen die jeweils stärksten Parteien aus beiden konfessionellen Lagern eine Regierungskoalition bilden. Die bisherige Koalition zwischen Sinn Fein und der DUP zerbrach im Januar im Streit über ein aus dem Ruder gelaufenes Förderprogramm für erneuerbare Energien. Aus den darauf folgenden Wahlen am 2. März ging Sinn Fein gestärkt hervor und konnte bis auf einen Parlamentssitz zur DUP aufschließen.

Am Sonntag brach Sinn Fein aber die Koalitionsgespräche ab. «Der Gesprächsprozess ist am Ende», teilte Parteichefin Michelle O'Neill mit. Sinn Fein werde vor Ablauf der Frist niemanden für die Posten der Parlamentssprecher oder Minister nominieren. DUP-Chefin Arlene Foster gab den Schwarzen Peter zurück. «Bislang gab es wenig Anzeichen, dass Sinn Fein an einem Abkommen interessiert ist», sagte sie. Sinn Fein habe sich so verhalten, «als wenn sie die einzigen Teilnehmer wären, deren Mandat zählte», legte Foster am Montag nach.

Am Montag wurde zunächst eine Parlamentssitzung zur Nominierung neuer Minister abgesagt. Am Nachmittag lief dann die Frist ab. Brokenshire musste damit per Gesetz Neuwahlen ausrufen. Ihm ist dafür allerdings kein fester zeitlicher Rahmen gesetzt. Die Wahl muss nur innerhalb eines «angemessenen Zeitraums» stattfinden. Medien hatten auch spekuliert, dass London die Kompetenzen der Regionalregierung vorübergehend an sich ziehen könnte. Der bürokratische Dienst Nordirlands soll nun laut Brokenshire vorübergehend die Behörden leiten.

Für die britische Regierung von Premierministerin May ist die Hängepartie in Nordirland eine Last, die sie nur ungern in die Brexit-Verhandlungen mitnehmen will. An diesem Mittwoch will May den geplanten EU-Austritt offiziell machen. Dann tickt die Uhr für die zweijährigen Austrittsverhandlungen.

Eine der kniffligsten Fragen um den Brexit wird die Zukunft der inneririschen Grenze sein. Da Großbritannien den Europäischen Binnenmarkt und die Zollunion verlassen will, werden Grenzkontrollen zwischen dem britischen Landesteil Nordirland und dem EU-Mitglied Republik Irland fast unvermeidbar. Doch das wäre ein herber Rückschlag für den Friedensprozess, der dem Jahrzehntelangen Bürgerkrieg in Nordirland ein Ende gesetzt hat. Eine Lösung dafür zu finden, scheint ohne funktionierende Regierung in Belfast schwierig.

Mo, 2017-03-27 18:31
Damaskus (dpa)

Offensive bei syrischem Damm nach Einsturz-Drohungen ausgesetzt

Damaskus (dpa) - Kurdisch geführte Truppen haben ihre Offensive auf einen strategisch wichtigen Staudamm in der Nähe der syrischen Stadt Al-Rakka gestoppt. Hintergrund sind Drohungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), der Damm könne einstürzen. Die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) kündigten am Montag eine mehrstündige einseitige Waffenruhe an, um Ingenieuren den Zugang zu dem Euphrat-Damm zu ermöglichen.

Hinter dem Damm staut sich der Assad-See, nur wenige Dutzend Kilometer stromabwärts liegt die IS-Hochburg Al-Rakka. Die Dschihadisten hatten am Wochenende über ihr Sprachrohr Amak indirekt mit dem Einsturz des Bauwerks gedroht. Wegen «US-Luftangriffen und eines hohen Wasserstandes» sei der Damm vom Zusammenbruch bedroht.

Es blieb bei widersprüchlichen Meldungen zunächst unklar, ob die Ingenieure den Damm tatsächlich betreten konnten. Die Stromproduktion dort war am Wochenende eingestellt worden. Es wird vermutet, der Kontrollraum sei schwer beschädigt.

Angesichts der von westlichen Staaten unterstützten Offensive auf Al-Rakka und das vom IS beherrschte Umland wird schon länger befürchtet, dass die Terrormiliz die ganze Region fluten könnte.

Am Sonntagabend gelang dem Bündnis, das von der kurdischen Miliz YPG geführt wird, die Eroberung eines nahegelegenen Flughafens. Der IS hatte diesen seit 2014 kontrolliert.

Mo, 2017-03-27 17:26
Brüssel (dpa)

EU-Staaten weiter uneins über Zulassung von Genmais-Sorten

Gentechnik sehen in Deutschland viele skeptisch. In Europa kommen genmanipulierte Pflanzen vor allem als Tierfutter zum Einsatz. Der Anbau auf dem Feld ist höchst umstritten. Werden demnächst drei neue Maissorten zugelassen?

Brüssel (dpa) - Die Zulassung dreier gentechnisch veränderter Maissorten für den Anbau in Europa ist weiter ungewiss. Unter Vertretern der 28 EU-Staaten kam bei einem Treffen am Montag in Brüssel laut EU-Diplomaten nicht die nötige Mehrheit zustande. Ein erster Anlauf war bereits im Januar gescheitert.

Die drei Maissorten sind nach Eingriffen ins Erbgut widerstandsfähig gegen bestimmte Schädlinge. Eine von ihnen ist bereits heute als Saatgut zugelassen, die Genehmigung steht aber zur Erneuerung an.

Deutschland hat sich wie andere Länder auch bei der Abstimmung enthalten. Damit schiebe die Bundesregierung die «unpopuläre Entscheidung an die EU-Kommission ab», beklagte der Grünen-Bundestagsabgeordnete Harald Ebner. «Dann wird dieselbe Bundesregierung diese «EU-Entscheidung» wieder bejammern. Das ist unredlich, verantwortungslos und leistet EU-Verdrossenheit und Populismus Vorschub.»

Da die Länder sich nicht einig geworden sind, kann die EU-Kommission am Ende im Alleingang entscheiden. Sie hält die Maissorten für sicher. Es wäre die erste Zulassung von gentechnisch verändertem Saatgut seit 2010. «Kommissionspräsident Juncker muss jetzt Farbe bekennen, ob er die weitgehende Gentechnik-Freiheit auf den Äckern in der EU erhalten will oder nicht», forderte Heike Moldenhauer vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland.

Mo, 2017-03-27 17:51
Cupertino (dpa)

Arbeitszeiten bei Apple-Zulieferern etwas gesunken

Cupertino (dpa) - Apple hat im vergangenen Jahr Fortschritte bei den Arbeitszeiten in den Betrieben seiner Zulieferer gemacht. 98 Prozent hätten die Richt-Arbeitswoche von 60 Stunden eingehalten, teilte Apple in seinem jährlichen Bericht zur Lage bei den Zulieferern am Montag mit. Ein Jahr zuvor lag die Quote bei 97 Prozent. Im vergangenen Jahr waren die iPhone-Verkäufe bis zum Herbst erstmals zurückgegangen, wodurch auch weniger Überstunden nötig gewesen sein durften.

Die Zahl der Prüfungen in Zulieferer-Betreiben stieg binnen eines Jahres von 640 auf 705. Im Jahr 2007 waren es erst 39 Kontrollen gewesen. Der Konzern hatte nach Kritik an den Arbeitsbedingungen bei seinen Zulieferern vor allem in China den Fokus darauf verstärkt. Zudem wird stärker auf die Reduzierung des CO2-Ausstoßes und die Abwasser-Reinigung geachtet.

Mo, 2017-03-27 17:30
York (dpa)

UN-Vollversammlung verhandelt über Verbot von Atomwaffen

New York (dpa) - Mehr als 70 Jahre nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki haben die Vereinten Nationen Verhandlungen über ein Verbot von Atomwaffen begonnen. 123 der 193 Mitgliedstaaten unterstützen die am Montag in New York begonnenen Gespräche. Da aber keiner der mutmaßlich neun Staaten, die weltweit Atomwaffen besitzen, an den Gesprächen teilnehmen, sind die Erfolgsaussichten unklar.

«Wir müssen realistisch sein. Glaubt irgendjemand, dass Nordkorea einem Verbot von Atomwaffen zustimmen würde? Nordkorea würde jubeln, während wir alle in Gefahr wären», sagte die UN-Botschafterin der USA, Nikki Haley. Sie erklärte, gemeinsam mit den Vertretern fast 40 weiterer Staaten nicht an den Verhandlungen teilzunehmen. Die Gespräche über ein Verbot behinderten Bemühungen nuklearer Abrüstung, sagte Großbritanniens UN-Botschafter Matthew Rycroft.

Zu den Unterstützern zählen neben den EU-Ländern Österreich, Irland und Schweden auch Mexiko, Brasilien und Südafrika. Deutschland hält sich wie die meisten Nato-Staaten mit der Begründung heraus, dass die Gespräche ohne die Atommächte keine Chancen hätten. Selbst Japan, das in Hiroshima und Nagasaki als einziges Land Angriffe mit Atombomben erlitten hatte, stimmte gegen die Verhandlungen.

Die meisten nuklearen Sprengköpfe besitzen die USA und Russland. Auch Großbritannien, Frankreich, China, Indien und Pakistan zählen zu den Atommächten. Israel hat den Besitz von Atomwaffen nie zugegeben, aber auch nicht dementiert. Wie weit das weitgehend abgeschottete Nordkorea bei der Entwicklung von Atomwaffen ist, ist unklar.

Mo, 2017-03-27 16:11
Odelzhausen (dpa)

Eingesperrte Katze drückt Notruftaste

Odelzhausen (dpa) - Eine eingesperrte Katze hat in Odelzhausen bei München mit Hilfe von modernster Technik auf sich aufmerksam gemacht. Wie die Polizei am Montag mitteilte, hatte sich das Tier am Sonntagabend unbemerkt in das Firmenauto ihrer Besitzerin geschlichen und war dort von der 55-Jährigen eingesperrt worden.

Findig drückte die Katze die manuelle Notruftaste des Autos, ein SOS-Knopf, den man mindestens drei Sekunden lang herunterpressen muss. Weil der dadurch alarmierte Autohersteller daraufhin den Grund für den Notruf nicht herausfinden konnte, alarmierte er die Polizei. Als die Beamten am Fahrzeug eintrafen, hatte die Autobesitzerin allerdings schon von sich aus ihre Katze entdeckt und befreit.

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Entdecken Sie, was Ihre Unterschrift für das Klima tun kann.

Wenn wir alle mithelfen, die bestehenden Verhältnisse zu verändern, können wir die globale Erwärmung in den Griff bekommen. Entdecken Sie, was Ihre Unterschrift bewirken kann. Wechseln Sie zu einem Ökostromanbieter: www.atomausstieg-selber-machen.de Unterschreiben Sie den Appell gegen neue Kohlekraftwerke an Kanzlerin Merkel: www.zukunft-statt-kohle.de Unterstützen Sie das Volksbegehren gegen die Ausweitung der Vattenfall-Braunkohleförderung in Brandenburg: www.keine-neuen-tagebaue.de Und unterzeichnen Sie die Klimaerklärung: www.klimaunterschrift-vattenfall.de

PS: Die deutschen Vattenfall-Kohlekraftwerke stoßen jährlich rund 70 Mio. Tonnen CO2 aus – doppelt so viel wie Bangladesch. Hinzu kommen Neubauprojekte mit 18,5 Mio. Tonnen – das entspricht den Gesamtemissionen der sieben Sahel-Staaten vom Senegal bis zum Sudan. Der Klimawandel bedroht all diese Länder in ihrer Existenz.

Vattenfall
Nichts für Engagierte

 

 

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Wer setzt eigentlich unsere Zukunft in den Sand? Wir machen so was. Wir denken uns kreative Werbekampagnen aus, um unsere schmutzige Vergangenheit als Ruhrkohle AG zu vertuschen. Wir setzen natürlich weiterhin auf den guten alten Klimakiller Kohle. Evonik. Neuer Name, alte Sünden.

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In Zeiten von Klimawandel und Ölknappheit lautet unser Motto: Alles, was irgendwie gut klingt, jubeln wir den Leuten als Lösung unter.

Dem Klimawandel zu begegnen und gleichzeitig immer mehr Menschen mit Kraftstoff zu versorgen, geht leider nicht. Eigentlich müsste man deshalb mehr Rad, Bus und Bahn fahren, aber das wäre ja schlecht fürs Geschäft. Also versuchen wir bei Shell kreativ zu werben.

Wir prahlen zum Beispiel mit unseren Investitionen in die Windenergie – dabei sind wir aus Englands größtem Offshore-Wind-Projekt kürzlich ausgestiegen, weil es uns nicht gemügend Profit versprach. Und wir schwafeln von Kraftstoffen aus Wasserstoff, Algen, Holzabfällen und Stroh – obwohl völlig ungewiss ist, ob die je in großem Stil nutzbar werden.

Es ist uns nicht einmal peinlich, mit der Kohlevergasung zu werben, die bei der Herstellung von Flüssigkohle eine Rolle spielt. Dabei sind Autos, die mit Treibstoff aus Kohle fahren, für das Klima der Super-GAU.
 

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Deutschlands ungeliebte Klimaschützer verursachen jede Menge CO2-Emissionen. Auch dann, wenn sie gerade nicht in Flammen stehen, wie das AKW Krümmel am 28. Juni.
Der Klimawandel ist uns ein willkommener Anlass für eine Desinformations-Kampagne, die das ramponierte Image unserer Branche aufpolieren soll. Also verbreiten wir intensiv die Lüge, Kernkraftwerke würden „null“ CO2-Emissionen verursachen. Und verschweigen einfach, wie viel Kohlendioxid der AKW-Betrieb indirekt bei Uranförderung, Anreicherung, Anlagenbau etc. frei setzt - nämlich rund 31 Gramm pro Kilowattstunde (durchschnittlicher Wert für deutsche Meiler, Öko-Institut 2007). Nicht nur Windräder sind da klimafreundlicher, sondern auch Erdgas-Blockheizkraftwerke. Denn die nutzen auch die anfallende Wärme - die in AKWs einfach verpufft.

www.klimaschuetzer.de

Foto: Kernkraftwerk Krümmel
Jahreserzeugung: 10 Mrd. kWh
Jahres-CO2-Ausstoß: 310.000 Tonnen

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EXTRA FÜR SIE KORRUMPIERT: DIE JUNGS VON TRIO RWE PROKLIMA STROM: RADIOAKTIV! Eigentlich eine bekloppte Idee, unseren billigsten Strom extra teuer verkaufen zu wollen. Schließlich stammt unser PROFIT-, äh, PROKLIMA STROM aus längst abgeschriebenen Atomkraftwerken und alten Wasserkraftwerken und bringt fürs Klima rein gar nichts*. Womit soll man für sowas Werbung machen? Da da da dachten wir uns, apropos bekloppt, warum holen wir nicht diese 80er-Jahre-Band aus der Mottenkiste, die kommt doch aus Großenkneten...

ZU ECHTEM ÖKOSTROM WECHSELN!
www.atomausstieg-selber-machen

*Etliche Ökostromanbieter sichern ihren Kunden dagegen zu, die Erlöse in den Ausbau der erneuerbaren Energien zu stecken. Damit stehen sie für eine echte Energiewende – und sind dazu noch billiger als der RWE PROKLIMA STROM.

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Rauf, rein, runter
Rauf mit den CO2-Emissionen, rein ins Inferno, runter mit der Moral, E wie entsetzlich.
Ein Unternehmen von E.ON
www.E-Wie-Einfach.de, Tel: 0800 44 11 800 80

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Fertigfraß ist fertig!
Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb, selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit
*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter.

Erschienen in Ausgabe 3.14

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Im Paradies ist kein Platz für Klimakiller

The Romance of Travel is over
Singapore Airlines – A Star Alliance Member

www.singaporeair.com
Foto: An Bord der neuen Boeing 777-300ER

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Qualitäts-Scout Martin V. durfte sich mal den Schneiderhof im Chiemgau an schauen. Einen von 100.000 Bauernhöfen in Deutschland, von denen McDonald‘s nach eigenen Angaben Rindfleisch für BicMäc & Co. bezieht. Martin V. kennt jetzt also 0,001% der McDonald's-Fleischlieferanten – und staunt über die „ländliche Idylle“. Wie idyllisch es auf den 99.999 anderen Höfen zugeht, weiß er aber leider immer noch nicht. McDonald's selber übrigens auch nicht.

KEINE AHNUNG, WO'S HERKOMMT

Mehr Informationen unter
www.foodwatch.de/mcdonalds-film

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