Aktuell

Mi, 2017-03-29 00:17
Berlin (dpa)

Hendricks: USA können weltweiten Klimaschutz nicht stoppen

Berlin (dpa) - Die Energiepolitik von US-Präsident Donald Trump kann nach Einschätzung von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks den Klimaschutz nicht stoppen. «Die USA sind wichtig, aber diese weltweite Entwicklung lässt sich nicht mehr zurückdrehen», sagte die SPD-Politikerin. Dass Trump am Vortag Teile der Klimapolitik seines Amtsvorgängers Barack Obama rückgängig gemacht hatte, kritisierte Hendricks nicht direkt. Eine ehrgeizige Klimapolitik liege «im ureigensten Interesse der USA», sagte sie aber. Die Vereinigten Staaten seien schon heute stark von Auswirkungen des Klimawandels wie Hurrikans und Dürren betroffen.

Trump hatte die bisher weitreichendsten Schritte unternommen, zentrale Bestimmungen zum Klimaschutz abzubauen. Er unterzeichnete am Dienstag ein Dekret, mit dem Kernstücke der Umweltpolitik der Vorgängerregierung aufgeweicht werden sollen.

Di, 2017-03-28 21:26
Brüssel/Washington (dpa)

EU bedauert neue Klimapolitik der USA

Brüssel/Washington (dpa) - Die EU-Kommission hat die Abkehr der US-Regierung von wichtigen Klimaschutzmaßnahmen bedauert. «Jetzt wird man sehen, mit welchen anderen Mitteln die USA ihre Zusagen aus dem Pariser Abkommen erreichen wollen», erklärte Umweltkommissar Miguel Arias Cañete am Dienstagabend in Brüssel.

Er bekräftigte die Unterstützung der Europäischen Union für den Weltklimapakt von Paris, den auch die USA unter dem damaligen Präsidenten Barack Obama ratifiziert hatten. Dessen Nachfolger Donald Trump kippte jetzt jedoch wichtige Klimaschutzbestimmungen, um wieder verstärkt Kohle einzusetzen. Diese gilt als klimaschädlich.

Arias Cañete betonte, umso wichtiger sei, dass Europa verlässlich die globale Führungsposition beim Klimaschutz behalte. «Wir werden uns an Paris halten, wir werden Paris verteidigen, und wir werden Paris umsetzen», erklärte er und meinte damit das gleichnamige Abkommen.

Di, 2017-03-28 20:29
Washington (dpa)

Trump weicht zentrale Klimaschutzregelungen auf

Washington (dpa) - US-Präsident Donald Trump hat die bisher weitreichendsten Schritte unternommen, um zentrale Bestimmungen zum Klimaschutz abzubauen. Trump unterzeichnete am Dienstag ein Dekret, mit dem Kernstücke der Umweltpolitik der Vorgängerregierung Barack Obamas aufgeweicht werden sollen.

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Di, 2017-03-28 20:33
Washington (dpa)

Trump weicht Klimaschutzbestimmungen auf

Trump hat der Kohleindustrie versprochen, ihre reihenweise geschlossenen Zechen wieder zu öffnen. Den dabei störenden Klimaschutzregulierungen hat der Präsident den Kampf angesagt. Nun macht er Ernst.

Washington (dpa) - US-Präsident Donald Trump hat die bisher weitreichendsten Schritte unternommen, zentrale Bestimmungen zum Klimaschutz abzubauen. Der Republikaner unterzeichnete am Dienstag ein Dekret, mit dem Kernstücke der Umweltpolitik der Vorgängerregierung aufgeweicht werden sollen.

Seine Regierung beende den Krieg gegen die Kohle, sagte Trump bei der Unterzeichnung im Weißen Haus. Die Entscheidungen würden zu sehr vielen neuen Jobs in den USA führen.

Künftig müssen Bundesbehörden bei Entscheidungen etwa nicht mehr die Auswirkungen des Klimawandels bedenken. Die USA sollten dadurch von ausländischen Energiequellen unabhängig werden, hieß es zur Begründung. Tatsächlich sind die USA bereits heute de facto energieautonom.

Trump hob auch den Stopp der Verpachtung von öffentlichem Land für Kohleförderung auf und er änderte Begrenzungen der Methan-Emissionen in der Öl- und Gasindustrie.

Einen offiziellen Austritt aus dem Pariser Klimaschutzabkommen beschloss die Regierung damit aber nicht.

Trump forderte die Umweltbehörde EPA auf, ein zentrales Vorhaben der Umweltpolitik Barack Obamas zur Begrenzung von Kohlenstoffbelastung durch Kraftwerke zu überdenken. Nach dem «Clean Power Plan» sollte der Kohlendioxid-Ausstoß in den USA bis 2030 im Vergleich zu 2005 um 32 Prozent sinken.

Dieses war ein Grundpfeiler der Klimastrategie des Demokraten gewesen, der Oberste Gerichtshof hatte die Pläne aber auf Eis gelegt. Mehr als zwei Dutzend mehrheitlich republikanisch geführte US-Bundesstaaten und mehrere Unternehmen aus dem Energiesektor hatten vor verschiedenen Gerichten dagegen geklagt.

«Ich unternehme historische Schritte, Regulierungen abzubauen», sagte Trump im Weißen Haus. Die USA würden sauberes Wasser und saubere Luft haben. «Aber so viele der Regulierungen sind so überflüssig.»

«Wir beenden den Diebstahl am amerikanischen Wohlstand», sagte Trump. Er werde weiter voranschreiten, dem Volk die Macht zurückzugeben.

Die Umsetzung von Trumps Verordnung könnte möglicherweise Jahre dauern. Umweltgruppen drohten bereits mit Klagen.

Trump hat versprochen, Arbeitsplätze in der Kohleindustrie zurückzubringen. Das war ein zentraler Punkt seines Wahlkampfes. Mit dem Dekret wolle er sich bei den Menschen in den Kohlegebieten bedanken, die ihm ins Weiße Haus verholfen haben, hieß es vor der Unterzeichnung.

Trump hatte die Existenz eines von Menschen verursachten Klimawandels sehr oft angezweifelt und im Wahlkampf den Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutzabkommen angekündigt.

Di, 2017-03-28 20:38
Washington (dpa)

Schwarzer Dienstag für den Klimaschutz? Trump macht Ernst Von Maren Hennemuth und Hannes Breustedt, dpa

Er hat es immer wieder gepredigt, nun folgen Taten. Donald Trump schraubt den Klimaschutz zurück. Jobs sollen Vorrang haben. Aber selbst Kohlebosse sind skeptisch.

Washington (dpa) - Donald Trump hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass er herzlich wenig von der Klimaschutzpolitik seines Vorgängers Barack Obama hält. Am Dienstag machte er einen großen Schritt, die Errungenschaften des Demokraten zunichte zu machen.

Worum geht es?

Um mehrere Maßnahmen. Trump hob ein Moratorium auf, durch das öffentliches Land nicht mehr zur Förderung von Kohle verpachtet werden konnte. Er änderte Begrenzungen der Methan-Emissionen in der Öl- und Gasindustrie. Und er sagt einem Kernanliegen Obamas den Kampf an: Die Umweltbehörde EPA soll den «Clean Power Plan» auf den Prüfstand stellen.

Damit wollte der Demokrat die CO2-Emissionen amerikanischer Kraftwerke eindämmen. Der Kohlendioxid-Ausstoß sollte bis 2030 im Vergleich zu 2005 um 32 Prozent sinken. Aber mehr als zwei Dutzend mehrheitlich republikanisch geführte US-Bundesstaaten und mehrere Unternehmen aus dem Energiesektor klagten vor verschiedenen Gerichten dagegen. Der Supreme Court, der Oberste Gerichtshof der USA, legte Obamas Pläne vor einem Jahr auf Eis - wegen rechtlicher Bedenken.

Hat Trump so einfach freie Hand?

Nein, es gibt Hürden. Der Präsident und sein EPA-Chef Scott Pruitt stehen vor dem Problem, dass sie etwas neues vorlegen müssen, sobald sie den «Clean Power Plan» aufkündigen. So hat es der Supreme Court vorgegeben. Allerdings gibt es dafür keine Frist, die Regierung könnte das Thema also einfach aussitzen. Dann drohen ihr aber möglicherweise Klagen.

Steigen die USA offiziell aus dem Pariser Klimaschutzabkommen aus?

Nein. Ein offizieller Austritt wäre wohl zu kompliziert und würde Jahre in Anspruch nehmen, vielleicht auch zu viel Aufmerksamkeit erregen. Stattdessen scheint sich die Strategie der Regierung aufs Nichtstun zu beschränken: einfach keine Anstrengungen zur Umsetzung des Abkommens zu unternehmen. Das ist zwar nicht im Sinne des Vertrags, es drohen aber keinerlei Sanktionen - und für das Ziel des Regelwerks ist es genauso schädlich wie ein Austritt.

Wie schätzen Experten den Inhalt des Dekrets ein?

Mark Muro von der Washingtoner Denkfabrik Brookings meint, es sei eine weitgehend symbolische Geste. «Lasst uns nicht vergessen, dass Trumps großer Erlass zum Kohlenstoff größtenteils zahnlos und überschätzt ist», schrieb Muro bei Twitter.

Michael Gerrard, Professor für Klimarecht an der Columbia Universität, erwartet dagegen fatale Konsequenzen. Schon mit dem «Clean Power Plan» hätten die USA die Zusagen des Pariser Abkommens nur schwer einhalten können, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Ohne die Vorgaben sei es praktisch unmöglich. Die Politik beruhe auf der Leugnung des Klimawandels sowie dem Wunsch, der Kohleindustrie einen Gefallen zu tun.

Kommen die Jobs in den Zechen nun zurück?

Daran glauben nicht mal die größten Unterstützer von Trumps Kurs. «Er sollte seine Erwartungen zurückschrauben», sagte etwa Robert Murray, Chef des größten privaten US-Kohlekonzerns Murray Energy, dem «Guardian». Selbst wenn neue Werke mit «sauberen» Fördertechnologien gebaut würden, geht Murray nicht davon aus, dass sich der Marktanteil von Kohle-Energie signifikant steigern lässt.

Laut Zahlen der für die Branche zuständigen Behörde Mine Safety and Health Administration ist die Zahl der Beschäftigten in der US-Kohleindustrie von 2008 bis 2015 von knapp 128 000 auf rund 98 500 Mitarbeiter gefallen. In den 1970er Jahren verdienten noch etwa 250 000 Menschen ihr Geld in diesem Wirtschaftszweig.

Doch selbst die größten Gegner der Obama-Regulierung räumen ein, dass die Stellen vor allem dem technischen Fortschritt zum Opfer gefallen sind, der sich nicht rückgängig machen lässt. «Trump kann die Jobs nicht zurückbringen», glaubt Kohle-Boss Murray. Es könne nur darum gehen, Chancengleichheit mit der Konkurrenz aus Bereichen wie Wind- oder Solarenergien herzustellen, die hohe Subventionen einstreiche.

Kann Trump den Trend zu erneuerbaren Energien stoppen?

«Der größte Teil der Fortschritte, die das Land bei der Reduzierung von Abgasen gemacht hat, wurde durch Marktkräfte herbeigeführt und nicht durch Politik», meint Brookings-Experte Muro. Der technologische Wandel habe die Kosten erneuerbarer Energien bereits erheblich gesenkt und damit ein Umdenken bei Investoren und Unternehmen bewirkt. Bald schon würden Wind und Solar ohne staatliche Bezuschussung wettbewerbsfähig werden.

Tatsächlich hat die Finanzwelt längst begonnen, in bedeutendem Ausmaß Investitionen aus fossilen Energien abzuziehen. So haben sich etwa Nachfahren des US-Öltycoons John D. Rockefeller mit zahlreichen anderen Großinvestoren zu einer «Divestment»-Bewegung zusammengeschlossen, die Gelder von traditionellen Energiequellen wie Kohle oder Ölsand in erneuerbare Alternativen umschichtet.

Die «Clean Energy Revolution» sei angesichts der mittlerweile verfestigten Tech- und Markttrends gar nicht mehr aufzuhalten, erklärt Muro.

Di, 2017-03-28 19:38
Sofia (dpa)

Bulgariens Nationalisten rufen zu breiter Koalition auf

Sofia (dpa) - Bulgariens Nationalisten haben Wahlsieger GERB und den Sozialisten eine breite Regierungskoalition mit Beteiligung des nationalistischen Wahlbündnisses vorgeschlagen. Damit soll in dem neu gewählten Parlament eine stabile Regierung zustande kommen. «Dies wäre das natürlichste Kabinett mit mehr als 200 (der 240) Parlamentariern», sagte der Mitvorsitzender des Bündnisses Vereinigte Patrioten, Waleri Simeonow, am Dienstag im Staatsfernsehen in Sofia.

Nach der vorgezogenen Parlamentswahl am 26. März zeichnet sich in dem ärmsten EU-Land eine schwierige Regierungsbildung ab. Die Bürgerlichen (GERB) haben die Wahl mit 32,6 Prozent gewonnen, die absolute Mehrheit aber deutlich verfehlt.

«(Sozialisten-Chefin Kornelia) Ninowa und (GERB-Vorsitzender Boiko) Borissow müssen ihr Ego überwinden - keiner von ihnen sollte Ministerpräsident werden», forderte Simeonow. Die Nationalisten hätten beiden Parteien ihren Vorschlag mitgeteilt. «Und es gab keine hysterische Reaktion», betonte Simeonow.

Ninowa und Borissow lehnten im Wahlkampf eine große Koalition ihrer Parteien ab. Ninowa beharrt darauf auch nach der Wahl. Die Nationalisten, die gegenüber Flüchtlingen feindlich eingestellt sind, wurden mit 9,07 Prozent zur drittstärksten politischen Kraft  nach den Sozialisten (27,2). Auch die etablierte Türkenpartei DPS (8,99) und eine neue populistische Partei Wolja (Wille, 4,15) ziehen ins Parlament ein.

Di, 2017-03-28 19:39
Berlin (dpa)

Nahles warnt vor Hoffnungen auf schnelle Flüchtlingsintegration

Berlin (dpa) - Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hat vor zu großen Hoffnungen auf eine schnelle Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt gewarnt. «Das wird kein Sprint, das wird ein Marathonlauf», sagte sie am Dienstagabend bei der Verabschiedung des langjährigen Vorstandschefs der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise. 

Nahles lobte die Modernisierungsleistungen Weises für die BA und seine Durchschlagskraft als Chef des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF). «Das BAMF ist heute leistungsfähiger denn je.» Angesichts eines sich ausbreitenden Nationalismus in Europa müsse der soziale Fortschritt erlebbar gemacht werden, sagte Nahles zudem.

Weise wechselt nach 13 Jahren an der Spitze der Nürnberger Bundesbehörde in den Ruhestand. Auf ihn folgt der frühere Hamburger Arbeits- und Sozialsenator Detlef Scheele.

Di, 2017-03-28 19:49
Warschau (dpa)

Polens Regierung streitet Berichte über Rückzug aus Eurokorps ab

Warschau (dpa) - Polens Regierung hat Medienberichte über einen Rückzug des Landes aus dem europäischen Truppenverband Eurokorps dementiert. «Es ist nicht wahr, dass Polen sich aus dem Eurokorps zurückzieht. Halten wir uns an die Fakten», schrieb Regierungssprecher Rafal Bochenek am Dienstagabend bei Twitter als Reaktion auf einen Bericht des polnischen Radiosenders RMF FM. Dieser hatte unter Berufung auf einen EU-Diplomaten gemeldet, Polens Verteidigungsminister Antoni Macierewicz wolle das Engagement Polens in der multinationalen Einheit zurückfahren. Die rund 120 polnischen Soldaten sollten demnach in den kommenden Jahren schrittweise abgezogen werden. Das polnische Verteidigungsministerium äußerte sich dazu auf dpa-Anfrage zunächst nicht.

Bislang hatte Polen eigentlich eine Rahmennation des Eurokorps werden wollen. Laut dem Medienbericht entschied Macierewicz sich wegen Polens verstärktem Engagement bei der Aufrüstung der Nato-Ostflanke sowie aus Kostengründen um. Der Europkorps habe für Polen aus militärischer Sicht keinen Nutzen gehabt, hieß es außerdem weiter in dem Bericht.

Das Eurokorps wurde 1993 auf Initiative des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl und des französischen Staatspräsidenten François Mitterrand geschaffen. Der schnelle multinationale Eingreifverband für Krisenfälle ist sowohl für die Nato als auch für die Europäische Union einsatzbereit.

Di, 2017-03-28 19:00
Berlin (dpa)

Spitzen von Union und SPD suchen Lösungen bei Streitthemen

Berlin (dpa) - Die Spitzen von Union und SPD treffen sich an diesem Mittwoch im Kanzleramt (20.00 Uhr), um Lösungen bei strittige Themen zu finden. Erstmals beim Koalitionsausschuss dabei ist der neue SPD-Vorsitzende Martin Schulz. Sechs Monate vor der Bundestagswahl schätzt man die Einigungschancen in der Koalition als gering ein. Das gilt für Maßnahmen gegen Sozialmissbrauch von Asylbewerbern, eine Kürzung des Kindergeldes von EU-Ausländern, ein Verbot des Versandhandels für verschreibungspflichtige Medikamente, die Ehe für alle oder eine Begrenzung von Managergehältern. Schulz wollte ursprünglich wegen einer zeitgleich stattfindenden Veranstaltung der SPD-Fraktion nicht an dem Treffen teilnehmen. Das sorgte für Kritik vonseiten der Union.

Di, 2017-03-28 18:49
Wolfsburg (dpa)

VW Aufsichtsrat spricht gesamtem VW-Vorstand Vertrauen aus

Wolfsburg (dpa) - Der Aufsichtsrat von Volkswagen spricht dem Vorstand des Autobauers trotz einer laufenden Prüfung auf Schadenersatzansprüche infolge des Abgasskandals sein Vertrauen aus. Der Aufsichtsrat schlage den Anteilseignern zur Hauptversammlung im Mai eine Entlastung des gesamten Vorstands für das Geschäftsjahr 2016 vor, teilte VW am Dienstag mit. Dabei stütze man sich auf eine umfassende rechtliche Prüfung. «Der Aufsichtsrat drückt damit sein Vertrauen in den gesamten Vorstand aus, die umfassende Neuausrichtung des Konzerns weiter erfolgreich voranzutreiben.»

Die Entlastung des Vorstands ist normalerweise ein standardmäßiger Vorgang bei der jährlichen Hauptversammlung eines Unternehmens. Mit ihr bestätigen die Eigentümer, dass der Vorstand seine Arbeit ordnungsgemäß gemacht hat. Die diesjährige VW-Hauptversammlung ist für den 10. Mai geplant.

Volkswagen weist in seiner Erklärung darauf hin, «dass mit der vorgeschlagenen Entlastung kein Verzicht auf mögliche Schadensersatzansprüche gegen einzelne Personen verbunden ist». Entsprechend seiner gesetzlichen Pflichten prüfe der Aufsichtsrat seit Bekanntwerden des Abgasskandals, ob er verpflichtet sei, Schadensersatzansprüche gegen einzelne Vorstandsmitglieder geltend zu machen. Diese Prüfung dauere derzeit noch an.

Di, 2017-03-28 19:00
Berlin (dpa) 

Diesel-Ärger wirft Schatten auf Daimlers Hauptversammlung

Berlin (dpa) - Diesel und Würstchen waren die bewegenden Themen im vergangenen Jahr bei der Hauptversammlung von Daimler. Auch an diesem Mittwoch (10.00 Uhr) dürfte das zurückliegende Erfolgsjahr bei der Aktionärsversammlung in Berlin vorwiegend in den Vorträgen von Vorstand und Aufsichtsrat thematisiert werden. Die Anteilseigner dürften sich aber für die jüngst bekannt gewordenen Ermittlungen der Stuttgarter Staatsanwaltschaft gegen Daimler-Mitarbeiter wegen des Verdachts auf Abgas-Manipulationen bei Dieselautos interessieren. Daimler betont gebetsmühlenartig, sich an geltendes Recht zu halten.

Der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) stößt ferner das Lkw-Kartell auf, das die EU aufgedeckt hatte. Die EU-Kommission hatte Daimler und andere Lastwagenbauer im vergangenen Sommer wegen unerlaubter Preisabsprachen zu einer Strafe von 2,9 Milliarden Euro verdonnert. Die DSW kritisiert, dass der Aufsichtsrat keine Schadenersatzforderungen an Manager und Vorstände geltend gemacht hatte. Daimler-Chef Dieter Zetsche selbst verantwortete von 1999 bis 2000 im Vorstand das Lkw-Geschäft.

Mit Spannung wird zudem der Auftritt eines Aktionärs erwartet, der den Antrag stellte, artgerecht - also unbekleidet - bei der Hauptversammlung aufzukreuzen. «Unter artgerechter Kleidung würde ich das Nacktsein deswegen verstehen (...)», schreibt er. Zumindest am Buffet will man in diesem Jahr für Ruhe sorgen: Für die Verpflegung der Aktionäre sei auch in diesem Jahr hinreichend gesorgt, sagte eine Sprecherin. Der Streit zweier Aktionäre um Würstchen hatte 2016 einen kleinen Polizeieinsatz ausgelöst, dabei hatte der Autobauer für die rund 5500 anwesenden Aktionäre 12 500 Würstchen aufgetischt.

Di, 2017-03-28 18:10
Berlin (dpa)

Union macht Weg frei für Gesetz zu mehr Lohngerechtigkeit für Frauen

Berlin (dpa) - Die Union macht den Weg frei für das von SPD- Ministerin Manuela Schwesig eingebrachte «Entgelt-Transparenz-Gesetz» zu mehr Lohngerechtigkeit für Frauen. Bei einer Abstimmung der CDU- und CSU-Bundestagsabgeordneten habe die große Mehrheit am Dienstag für den von der Familienministerin vorgelegten Gesetzentwurf votiert - unter Berücksichtigung von Ausnahmeregelungen, teilte ein Sprecher mit. 40 Parlamentarier hätten mit Nein gestimmt.

Kern des Gesetzes, das nun noch vor der Bundestagswahl verabschiedet werden kann, ist ein Auskunftsrecht in Betrieben mit mehr als 200 Beschäftigten über die Bezahlung vergleichbarer Gruppen. Der Union war wichtig, dass Betriebe ausgenommen werden, die tarifgebunden sind oder den Tarifvertrag anwenden und einen Betriebsrat haben.

Der Wirtschaftsflügel der Union hatte zuvor Bedenken gegen zu viel Bürokratie angemeldet. Andere Fachpolitiker von CDU und CSU pochten aber darauf, Frauen das Signal zu geben, dass sie in der Arbeitswelt Männern gleichberechtigt gegenüberstünden.

Laut Statistischem Bundesamt verdienen Frauen im Durchschnitt 21 Prozent weniger als Männer. Das liegt aber vor allem daran, dass sie häufiger in schlechter bezahlter Teilzeit arbeiten oder in schlechter bezahlten Vollzeitjobs wie der Pflege. Doch auch bei vergleichbaren Qualifikationen, Tätigkeiten und Erwerbsbiografien werden Frauen immer noch um 6 Prozent schlechter bezahlt als Männer.

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Entdecken Sie, was Ihre Unterschrift für das Klima tun kann.

Wenn wir alle mithelfen, die bestehenden Verhältnisse zu verändern, können wir die globale Erwärmung in den Griff bekommen. Entdecken Sie, was Ihre Unterschrift bewirken kann. Wechseln Sie zu einem Ökostromanbieter: www.atomausstieg-selber-machen.de Unterschreiben Sie den Appell gegen neue Kohlekraftwerke an Kanzlerin Merkel: www.zukunft-statt-kohle.de Unterstützen Sie das Volksbegehren gegen die Ausweitung der Vattenfall-Braunkohleförderung in Brandenburg: www.keine-neuen-tagebaue.de Und unterzeichnen Sie die Klimaerklärung: www.klimaunterschrift-vattenfall.de

PS: Die deutschen Vattenfall-Kohlekraftwerke stoßen jährlich rund 70 Mio. Tonnen CO2 aus – doppelt so viel wie Bangladesch. Hinzu kommen Neubauprojekte mit 18,5 Mio. Tonnen – das entspricht den Gesamtemissionen der sieben Sahel-Staaten vom Senegal bis zum Sudan. Der Klimawandel bedroht all diese Länder in ihrer Existenz.

Vattenfall
Nichts für Engagierte

 

 

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Wer setzt eigentlich unsere Zukunft in den Sand? Wir machen so was. Wir denken uns kreative Werbekampagnen aus, um unsere schmutzige Vergangenheit als Ruhrkohle AG zu vertuschen. Wir setzen natürlich weiterhin auf den guten alten Klimakiller Kohle. Evonik. Neuer Name, alte Sünden.

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In Zeiten von Klimawandel und Ölknappheit lautet unser Motto: Alles, was irgendwie gut klingt, jubeln wir den Leuten als Lösung unter.

Dem Klimawandel zu begegnen und gleichzeitig immer mehr Menschen mit Kraftstoff zu versorgen, geht leider nicht. Eigentlich müsste man deshalb mehr Rad, Bus und Bahn fahren, aber das wäre ja schlecht fürs Geschäft. Also versuchen wir bei Shell kreativ zu werben.

Wir prahlen zum Beispiel mit unseren Investitionen in die Windenergie – dabei sind wir aus Englands größtem Offshore-Wind-Projekt kürzlich ausgestiegen, weil es uns nicht gemügend Profit versprach. Und wir schwafeln von Kraftstoffen aus Wasserstoff, Algen, Holzabfällen und Stroh – obwohl völlig ungewiss ist, ob die je in großem Stil nutzbar werden.

Es ist uns nicht einmal peinlich, mit der Kohlevergasung zu werben, die bei der Herstellung von Flüssigkohle eine Rolle spielt. Dabei sind Autos, die mit Treibstoff aus Kohle fahren, für das Klima der Super-GAU.
 

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Deutschlands ungeliebte Klimaschützer verursachen jede Menge CO2-Emissionen. Auch dann, wenn sie gerade nicht in Flammen stehen, wie das AKW Krümmel am 28. Juni.
Der Klimawandel ist uns ein willkommener Anlass für eine Desinformations-Kampagne, die das ramponierte Image unserer Branche aufpolieren soll. Also verbreiten wir intensiv die Lüge, Kernkraftwerke würden „null“ CO2-Emissionen verursachen. Und verschweigen einfach, wie viel Kohlendioxid der AKW-Betrieb indirekt bei Uranförderung, Anreicherung, Anlagenbau etc. frei setzt - nämlich rund 31 Gramm pro Kilowattstunde (durchschnittlicher Wert für deutsche Meiler, Öko-Institut 2007). Nicht nur Windräder sind da klimafreundlicher, sondern auch Erdgas-Blockheizkraftwerke. Denn die nutzen auch die anfallende Wärme - die in AKWs einfach verpufft.

www.klimaschuetzer.de

Foto: Kernkraftwerk Krümmel
Jahreserzeugung: 10 Mrd. kWh
Jahres-CO2-Ausstoß: 310.000 Tonnen

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EXTRA FÜR SIE KORRUMPIERT: DIE JUNGS VON TRIO RWE PROKLIMA STROM: RADIOAKTIV! Eigentlich eine bekloppte Idee, unseren billigsten Strom extra teuer verkaufen zu wollen. Schließlich stammt unser PROFIT-, äh, PROKLIMA STROM aus längst abgeschriebenen Atomkraftwerken und alten Wasserkraftwerken und bringt fürs Klima rein gar nichts*. Womit soll man für sowas Werbung machen? Da da da dachten wir uns, apropos bekloppt, warum holen wir nicht diese 80er-Jahre-Band aus der Mottenkiste, die kommt doch aus Großenkneten...

ZU ECHTEM ÖKOSTROM WECHSELN!
www.atomausstieg-selber-machen

*Etliche Ökostromanbieter sichern ihren Kunden dagegen zu, die Erlöse in den Ausbau der erneuerbaren Energien zu stecken. Damit stehen sie für eine echte Energiewende – und sind dazu noch billiger als der RWE PROKLIMA STROM.

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Rauf, rein, runter
Rauf mit den CO2-Emissionen, rein ins Inferno, runter mit der Moral, E wie entsetzlich.
Ein Unternehmen von E.ON
www.E-Wie-Einfach.de, Tel: 0800 44 11 800 80

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Fertigfraß ist fertig!
Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb, selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit
*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter.

Erschienen in Ausgabe 3.14

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Im Paradies ist kein Platz für Klimakiller

The Romance of Travel is over
Singapore Airlines – A Star Alliance Member

www.singaporeair.com
Foto: An Bord der neuen Boeing 777-300ER

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Qualitäts-Scout Martin V. durfte sich mal den Schneiderhof im Chiemgau an schauen. Einen von 100.000 Bauernhöfen in Deutschland, von denen McDonald‘s nach eigenen Angaben Rindfleisch für BicMäc & Co. bezieht. Martin V. kennt jetzt also 0,001% der McDonald's-Fleischlieferanten – und staunt über die „ländliche Idylle“. Wie idyllisch es auf den 99.999 anderen Höfen zugeht, weiß er aber leider immer noch nicht. McDonald's selber übrigens auch nicht.

KEINE AHNUNG, WO'S HERKOMMT

Mehr Informationen unter
www.foodwatch.de/mcdonalds-film

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