Aktuell

Do, 2017-03-23 00:48
München (dpa)

«Die versunkene Stadt Z»: Abenteuerspektakel mit Robert Pattinson Von Fabian Nitschmann, dpa

Wilde Tiere, Indianer-Angriffe und fremde Krankheiten: Der Forscher Percival Fawcett kämpfte Anfang des 20. Jahrhunderts im Regenwald mit vielen Gefahren. «Die versunkene Stadt Z» erzählt seine Lebensgeschichte. Mit dabei: Robert Pattinson.

München (dpa) - Robert Pattinson ist kaum wiederzuerkennen. Ein langer Vollbart und eine kleine, kreisrunde Brille verstecken die markanten Gesichtszüge, für die der «Twilight»-Star bekannt ist. Doch schauspielerisch macht das keinen Unterschied: Im Film «Die versunkene Stadt Z» kann der 30-Jährige als vernünftigstes Mitglied einer Abenteurer-Gruppe überzeugen.

Im Mittelpunkt steht aber jemand anders: «Die versunkene Stadt Z» erzählt die Geschichte des britischen Forschers Percival Fawcett (Charlie Hunnam, 36, «Sons of Anarchy»), der für Landvermessungen nach Bolivien geschickt wird. Fawcett kämpft sich gemeinsam mit seinem Begleiter Henry Costin (Robert Pattinson) und einem kleinen Team durch den Dschungel im Amazonas-Gebiet. Dort stößt er auf Spuren einer alten Zivilisation und ist fest davon überzeugt: Mitten im Urwald muss eine Stadt gestanden haben. Er nennt sie «Z».

Im London des frühen 20. Jahrhunderts begegnet Fawcett vor allem Skeptikern dieser Theorie. Für sie sind die Naturvölker nichts anderes als «Wilde». Das Drehbuch von James Gray («Helden der Nacht») basierend auf einem Buch von David Grann hält für den Zuschauer an diesen Stellen sehenswerte Wortgefechte bereit, denn Fawcett pocht darauf, die Kulturen des Amazonas-Gebiets weiter erkunden zu können. Mit Erfolg.

Noch zwei weitere Male folgt der Film dem überzeugten Forscher in die beeindruckenden Welten des Urwalds, in denen die Abenteurer mit wilden Tieren, überraschenden Angriffen der Einheimischen und immer wieder mit Krankheiten zu kämpfen haben. Jeder Vorfall für sich sorgt für spannungsgeladene Momente und birgt viel Authentizität. Denn Regisseur James Gray ließ den Film tief im kolumbianischen Regenwald drehen. Die Schwierigkeiten der Film-Crew reichten von Schlangen bis hin zu Ausbrüchen von Denguefieber.

Die spannenden Momente können allerdings nur spärlich überdecken, dass dem stolze 140 Minuten langen Film ein großer Spannungsbogen fehlt. «Die versunkene Stadt Z» möchte zu viel erzählen und erzählt daher eine Biografie in Abschnitten statt mit einem roten Faden. Daran ändert auch die gute schauspielerische Leistung sämtlicher Hauptdarsteller nichts.

Neben den bildstarken Ausflügen in den Regenwald spielt immer wieder das fehlende Familienleben Fawcetts eine Rolle. Der Brite ist Vater von drei Kindern, deren erste Jahre er in Südamerika schlicht verpasst. Tatsächlich reiste Fawcett weit öfter nach Südamerika, als der Film zeigt.

Die Thematik des fehlenden Familienlebens flackert stellenweise auf und gipfelt in einem heftigen Streit Fawcetts mit seinem ältesten Sohn. Da die fast krankhafte Obsession des Forschers aber nicht allzu deutlich wird, werden es die Spannungen mit seiner Familie auch nicht. Außer liebevollen Briefen seiner Frau (Sienna Miller) ist vom Leben der Familie während der Reisen nichts zu sehen.

Eben jener Sohn, der sich eine schallende Ohrfeige des Vaters einhandelt, ist einige Jahre nach dem Ersten Weltkrieg - Fawcett war in Frankreich stationiert und musste auch in dieser Zeit auf jegliches Familienleben verzichten - bereit, mit dem Vater zu einer letzten Reise aufzubrechen. Der plötzliche Abenteuerdrang und die Leidenschaft des Sohnes für das Lebensprojekt des Vaters überraschen. Sicher ist aber: Die Reise im Jahr 1925 wird verhängnisvoll.

Do, 2017-03-23 00:45
Berlin (dpa)

Kinostart 30. März - Kinostarts

Scarlett Johansson in Manga-Verfilmung «Ghost in the Shell» (Mit KORR und Foto)

Berlin (dpa) - Scarlett Johansson ist Star der ersten Realverfilmung von «Ghost in the Shell» nach dem gleichnamigen japanischen Manga. In dem Science-Fiction-Thriller spielt Johansson («The First Avenger: Civil War», «Lucy») einen Cyborg mit Superkräften - halb Mensch, halb Maschine. Als Anführerin einer Sondereinsatztruppe hat sie die Aufgabe, die gefährlichsten Kriminellen der Welt zu stoppen. Sie muss Hacker jagen, die sich in die menschliche Psyche einloggen und ihre Opfer auf diese Weise kontrollieren und steuern - dabei deckt sie ein Geheimnis um ihre eigene Vergangenheit auf. Die original Manga-Story von Masamune Shirow wurde schon in zahlreichen Zeichentrickfilmen und -serien erzählt. Regie bei der Realverfilmung führte Rupert Sanders («Snow White and the Huntsman»). (Ghost in the Shell, USA 2017, 106 Min., FSK noch o.A., von Rupert Sanders, mit Scarlett Johansson, Juliette Binoche, Takeshi Kitano, http://ghostintheshell.tumblr.com/) ACHTUNG: Wegen einer Sperrfrist des Verleihs sendet dpa die Besprechung erst am 29. März.

«Die versunkene Stadt Z»: Abenteuer mit Robert Pattinson (Mit KORR und Foto)

Berlin (dpa) - Der Brite Percival Fawcett (Charlie Hunnam) wird 1906 zu Landvermessungen nach Bolivien geschickt. Gemeinsam mit seinem Trupp rund um Begleiter Henry Costin (Robert Pattinson) kämpft er sich durch den südamerikanischen Regenwald und findet Spuren einer alten Zivilisation. Er ist davon überzeugt: Mitten im Urwald muss eine Stadt gestanden haben. Er nennt sie «Z». Zurück in England kämpft Fawcett gegen Skeptiker seiner Theorie - und organisiert zwei weitere Südamerika-Expeditionen. Dort haben die Abenteurer mit wilden Tieren, überraschenden Angriffen von Einheimischen und immer wieder mit Krankheiten zu kämpfen. Regisseur James Gray ließ den Film im Urwald drehen - und präsentiert so eindrucksvolle Bilder. (Die versunkene Stadt Z, USA 2016, 140 Min, von James Gray, mit Charlie Hunnam, Robert Pattinson, Sienna Miller, http://www.studiocanal.de/kino/die_versunkene_stadt_z)

Aki Kaurismäkis berührendes Drama «Die andere Seite der Hoffnung» (Mit KORR und Foto)

Berlin (dpa) - Der syrische Flüchtling Khaled kommt mit einem Schiff in Helsinki an und beantragt Asyl. Doch weil die finnischen Behörden finden, dass es in Aleppo gar nicht so schlimm ist, soll Khaled abgeschoben werden. Er haut allerdings ab und trifft durch Zufall auf Wikström, der dem Flüchtling Unterschluss bietet und in seinem Restaurant arbeiten lässt. «Die andere Seite der Hoffnung» ist das aktuellste Werk des finnischen Regisseurs Aki Kaurismäki («Der Mann ohne Vergangenheit», «Le Havre»). Bei der Berlinale wurde er für das melancholische Märchen kürzlich mit dem Bären für die beste Regie ausgezeichnet. (Die andere Seite der Hoffnung, Finnland 2017, 98 Min., FSK o.A., von Aki Kaurismäki, mit Sherwan Haji, Sakari Kuosmanen, Ilkka Koivula, http://www.pandorafilm.de/filme/die-andere-seite-der-hoffnung.html)

Computeranimierte Komödie «The Boss Baby» mit ernstem Kern (Mit KORR und Foto)

München (dpa) - Baby gegen Welpen: Um den Konflikt dreht sich die computeranimierte 3D-Komödie «The Boss Baby» aus dem Hause DreamWorks. Eine Firma will nie mehr alternde Hunde entwickeln und damit die Liebe der Menschen von drolligen Babys auf das eigene possierliche Produkt lenken. Die Babys lassen sich das nicht bieten und starten eine Mission: Einer der Manager ist der kleine Bruder von Tim Templeton. Der Siebenjährige sieht sich plötzlich mit einem Brüderchen konfrontiert, der nicht nur Brei spuckend und mit Schnuller daherkommt - sondern im Anzug samt Aktenköfferchen. Der wahre Kern der Geschichte ist der Zwist zwischen Geschwistern und die Veränderung, die ein Baby mit sich bringt. Darüber hinaus lassen die Macher der bunten Fantasie aber freien Lauf und zeigen die Brüder bei ihrem rasanten Rettungsmanöver (The Boss Baby, USA 2016, 86 Min., FSK keine Angabe, von Tom McGrath, http://www.bossbaby-derfilm.de/)

«Una und Ray»: Beängstigendes Missbrauchsdrama über Täter und Opfer

Leipzig (dpa) - Ein Mann missbraucht ein Kind. Er wird verurteilt, geht ins Gefängnis, beginnt nach der Entlassung ein neues Leben. Jahre später begegnet ihm in dem Kinofilm «Una und Ray» sein früheres Opfer - und ein furioser Dialog-Showdown beginnt. Das Missbrauchsdrama von Regisseur Benedict Andrews basiert auf dem Theaterstück «Blackbird» des Briten David Harrower. Es ist eine intensive, harte Kinokost mit zwei formidablen Darstellern: Rooney Mara («Verblendung») spielt eine fragile Frau, deren seelische Wunden nicht verheilen wollen. Ben Mendelsohn («Bloodline») überzeugt schauspielerisch als verurteilter Pädophiler, der Schulgefühle verdrängt hat. («Una und Ray», Großbritannien 2017, FSK ab 12, 94 Minuten, von Benedict Andrews, mit Rooney Mara, Ben Mendelsohn, Riz Ahmed, Tara Fitzgerald, Tobias Menzies)

Ein Skandal Ende der 40er Jahre - «A United Kingdom» (Mit KORR und Foto)

Berlin (dpa) - Sie könnten unterschiedlicher nicht sein: ein schwarzer Mann und eine weiße Frau Ende sind Ende der 40er Jahre ein Paar und natürlich eine Provokation. Ihre Familien, die eine in Engeland, die andere in Afrika, lehnen die Beziehung genauso ab wie die Regierung des Britischen Empires, die eine diplomatische Auseinandersetzung mit dem rassistischen Apartheid-Regime in Südafrika fürchtet. Die Geschichte hinter dem Film «A United Kindom» ist wahr. David Oyelowo als designierter König des späteren Botsuana und Rosamund Pike als englische Sekretärin überzeugen in ihren Rollen auch durch ihre starken Dialoge. Der Film von Amma Asante ist geprägt von Kontrasten: Einerseits das düstere und verregnete London, andererseits das helle, warme Botsuana. (A United Kingdom, Großbritannien 2016, 111 Min., FSK ab 6, von Amma Asante, mit David Oyelowo, Rosamund Pike, Jack Davenport, http://www.aunitedkingdom.de/)

Oscar-nominierte Doku «Im Am Not Your Negro»

Berlin (dpa) - Martin Luther King Jr., Malcolm X und Medgar Evers - diese drei schwarzen Männer und Bürgerrechtsaktivisten wurden alle in den 1960er Jahren ermordet. Die Dokumentation «I Am Not Your Negro» spürt nun die Hintergründe für diese Taten auf - und gibt zugleich einen Überblick über das heutige Leben und den Alltag von Afroamerikanern in den USA. Der Film wird so zu einer Collage über die Geschichte des Rassismus im Land. Regie führte der auf Haiti geborene Raoul Peck, der kürzlich auch das Drama «Der junge Karl Marx» mit August Diehl in die Kinos brachte. «I Am Not Your Negro» wurde bei der diesjährigen Berlinale mit dem Panorama Publikumspreis ausgezeichnet und war in der Kategorie Beste Dokumentation auch für einen Oscar nominiert. (I Am Not Your Negro, USA 2016, 93 Min., FSK keine Angabe, von Raoul Peck, http://www.not-your-negro.de)

«Zazy»: Drama um gefährliche Machtspiele

Berlin (dpa) - Auf den ersten Blick handelt es sich bei Zazy um eine sympathische junge Frau. In einem idyllisch gelegenen Ort im Trentino absolviert die 18-Jährige eine Ausbildung zur Schneiderin. Eigentlich aber würde Zazy lieber im Showgeschäft reüssieren. Als sie auf Marianna trifft, eine elegante Dame, deren Mann als Moderator im Fernsehen tätig ist, wittert Zazy ihre Chance. Zusammen mit ihrem Freund macht sie sich daran, Marianna zu manipulieren und mit ihr zu spielen. Zazy hofft, auf diesem Wege endlich ihrem großen Ziel näher zu kommen. Ruby O. Fee, die die Zazy spielt, war vor einigen Monaten in der Teenie-Komödie «Verrückt nach Fixi» zu sehen. Die Regie kommt von M.X. Oberg («Stratosphere Girl»). (Zazy, D/Italien 2016, 104 min, FSK ab 16, von M.X. Oberg, mit Ruby O. Fee, Petra van de Voort, Paul Boche, www.realfictionfilme.de)

«Gaza Surf Club»: Wellenreiter in Krisenregion

Berlin (dpa) - Der Gazastreifen am östlichen Mittelmeer ist eine Region, mit der man gemeinhin eher weniger positive Schlagzeilen in Verbindung bringt. Dass es auch Hoffnungsvolles über diesen schmalen, zwischen Israel und Ägypten gelegenen Küstenstreifen zu berichten gibt, das zeigt uns nun Philip Gnadt mit seiner Dokumentation. Gnadt widmet sich in «Gaza Surf Club» einer Gruppe von Jugendlichen und jungen Männern, die auf dem Meer nach ein wenig Freiheit und etwas Glück suchen. Sie tun dies in schwarzen Neopren-Anzügen und auf bunten Surfbrettern. Wellenreiten ist ihre Art des Protestes. Seine Welt-Premiere feierte der Film im vergangenen Jahr beim Toronto International Film Festival. (Gaza Surf Club, D 2016, 87 min, FSK ab 0, von Philip Gnadt und Mickey Yamine, www.gazasurfclub.de)

«Tanna»: Liebesgeschichte im Südwestpazifik

Berlin (dpa) - Zusammen mit Filmen wie «Toni Erdmann» von Maren Ade und «The Salesman» konkurrierte «Tanna» in diesem Jahr um einen Oscar in der Kategorie bester fremdsprachiger Film. Der Oscar ging an Asghar Farhadis «The Salesman». Für «Tanna» haben die beiden Filmemacher Bentley Dean und Martin Butler sieben Monate auf einer südpazifischen Insel gelebt. Dort ließen die Regisseure sich von den Einheimischen zu einer Liebesgeschichte inspirieren. Es geht um verfeindete Stämme, den Gegensatz von Tradition und Aufbruch, um «eine verbotene Liebe» (so der deutsche Untertitel des Films): Heimlich haben sich Wawa und Dain ihre Treue versprochen. Um einen Streit zu beenden, aber soll Wawa das Mitglied eines verfeindeten Stammes heiraten. (Tanna, Australien/Vanuatu 2015, 100 min, FSK keine Angabe, von Bentley Dean und Martin Butler, mit Mungau Dain, Marie Wawa, Chief Charlie Kahla, www.kairosfilm.de)

Dorfbewohner träumen von Bananenbäumen

Oberndorf (dpa) - Die Oberndorfer sind stinksauer: Ihre Grundschule soll geschlossen werden. Das wollen sich die Bewohner des niedersächsischen Dorfes im Dokumentarfilm «Von Bananenbäumen träumen» nicht gefallen lassen. Finanzielle Mittel müssen her, damit ihr Dorf an der Oste lebenswert bleibt. Drei Jahre hat die Hamburger Filmemacherin Antje Hubert die Dorfbewohner bei ihrem Kampf begleitet. Sie gründen eine Aktiengesellschaft und machen das zu Geld, wovon sie am meisten haben: Gülle. Die wird in einer eigens gebauten Biogasanlage zu Energie umgewandelt, mit der dabei entstehenden Abwärme werden Speisefische in Warmwasserbecken gezüchtet. Sie werden an die Gastronomie verkauft. Eines Tages könnten gleich neben den Welsen auch Bananenbäume wachsen. Solche Visionen sind wichtig, finden die Dorfbewohner. Denn nur so kommt man seinen Zielen näher. (Von Bananenbäumen träumen, D 2016, 92 Min., FSK 0, von Antje Hubert, http://vbbt-derfilm.de/)

Mi, 2017-03-22 23:03
Berlin (dpa)

Zeitung: Regierung warnt in Bericht vor Spaltung der Gesellschaft

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung warnt nach einem Zeitungsbericht vor einer zu starken sozialen Spaltung der Gesellschaft. «Sind die Unterschiede zwischen Arm und Reich zu groß und wird erworbener Reichtum als überwiegend leistungslos empfunden, so kann dies die Akzeptanz der Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung verringern», heißt es im Armuts- und Reichtumsbericht der Regierung, der der «Süddeutschen Zeitung» (Donnerstag) vorliegt.

Weniger privilegierte Bürger empfänden «ihre Anstrengungen vielfach als nicht ausreichend respektiert». Für die Menschen sei es sehr wichtig, «dass sie und ihre Kinder den erreichten Status verbessern oder wenigstens erhalten können». Gebe es Zweifel, «kann dies in allen Gesellschaftsschichten zu Verunsicherung führen», stellt die Regierung demnach fest. Verwiesen wird nach Angaben der Zeitung auf eine Studie, der zufolge «die berufliche Aufstiegsmobilität von Generation zu Generation abgenommen hat».

In einer früheren Fassung des federführenden Arbeitsministeriums waren nach der Abstimmung mit dem Kanzleramt Passagen gestrichen worden, wonach Menschen mit mehr Geld mehr Einfluss auf politische Entscheidungen haben als Einkommensschwache. Dies war in der SPD sowie bei Grünen und Linken auf Kritik gestoßen. Beim Wegfall dieser Passagen ist es in der vorläufig letzten, an die anderen Ministerien weitergeleiteten Fassung geblieben, wie das Blatt schreibt.

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Mi, 2017-03-22 21:42
London (dpa)

Doppelanschlag erschüttert London - 4 Tote und 20 Verletzte

Mitten im Zentrum von London rast ein Auto in Fußgänger entlang einer belebten Brücke. Vor dem Parlamentsgebäude attackiert der Angreifer dann einen Polizisten. Die britische Polizei geht von Terrorattacken aus.

London (dpa) - Bei einem Doppelanschlag am britischen Parlament in London sind nach Angaben der Polizei vier Menschen getötet worden, unter ihnen auch der Täter. Mindestens 20 weitere Menschen seien verletzt, sagte ein Sprecher von Scotland Yard am Mittwoch. Die Polizei nahm Ermittlungen wegen Terrorverdachts auf und ging von einem Einzeltäter aus. Verbündete reagierten bestürzt und sicherten den Briten Unterstützung zu. Die Identität des Täters war am Abend noch unklar.

Der Doppelanschlag von London wurde auf den Tag genau ein Jahr nach den Terrorattacken von Brüssel verübt, bei denen islamistische Selbstmordattentäter 32 Menschen mit sich in den Tod gerissen und mehr als 300 weitere verletzt hatten.

Die britische Premierministerin Theresa May kündigte an, dass die Terrorwarnstufe trotz des Doppelanschlags nicht erhöht wird. Nach einer Sitzung mit ihrem Sicherheitskabinett im Regierungssitz Downing Street bestätigte sie auch, dass es sich bei dem Angreifer um einen Einzeltäter handelte. Den Anschlag bezeichnete sie als «krank und verkommen». Das Leben werde wie gewohnt weitergehen. «Morgen früh wird das Parlament zusammentreten wie immer.» Nach der aktuellen Warnstufe in Großbritannien gilt ein Anschlag bereits als «sehr wahrscheinlich».

Unter den Verletzten in London sind mindestens drei französische Schüler, wie das französische Außenministerium in Paris mitteilte. Auch zwei rumänische Staatsbürger sollen rumänischen Behörden zufolge verletzt worden sein. Unklar blieb zunächst, ob auch deutsche Staatsangehörige betroffen sind.

Kanzlerin Angela Merkel reagierte bestürzt und sagte den Briten Solidarität im Anti-Terror-Kampf zu. «Auch wenn der Hintergrund dieser Taten noch präzise aufzuklären ist, bekräftige ich für Deutschland und seine Bürger: Im Kampf gegen jede Form von Terrorismus stehen wir fest und entschlossen an der Seite Großbritanniens», erklärte Merkel in Berlin. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagte: «In diesen Stunden sind wir Deutsche dem britischen Volk in besonderer Weise verbunden.»

May hatte das Sicherheitskabinett einbestellt. Sicherheitsberater und Geheimdienstvertreter, Rettungskräfte und Politiker trafen sich am Abend. «Die Gedanken der Premierministerin und der Regierung sind bei denen, die bei diesem abstoßenden Vorfall getötet und verletzt wurden und bei ihren Familien», teilte ein Regierungssprecher mit. Das britische Unterhaus hatte zuvor seine Sitzung unterbrochen.

Am Mittwochnachmittag sei ein Autofahrer zunächst auf der Brücke neben dem Parlament in mehrere Fußgänger gerast, unter ihnen drei Polizisten, sagte ein Sprecher von Scotland Yard. Danach krachte das Auto in den Zaun des Parlaments. Der Mann griff auf dem Parlamentsgelände dann einen Polizisten mit einem Messer an. Der Angreifer wurde von anderen Polizisten niedergeschossen, er starb an seinen Verletzungen.

Auch der angegriffene Polizist überlebte die Attacke nicht, obwohl ein Politiker ihm mit Erste-Hilfe-Maßnahmen zu Hilfe kam. Zwei weitere Menschen sollen auf der Brücke ums Leben gekommen sein. Eine Frau stürzte von der Brücke in die Themse, Rettungskräfte bargen sie lebend.

In Luftaufnahmen im Fernsehen war zu sehen, wie mehrere Menschen auf der Westminster-Brücke vor dem britischen Parlament am Boden lagen und behandelt wurden. Ein Autowrack war auf dem Fußgängerweg vor dem Zaun des Parlamentsgeländes zu sehen. Weite Teile des Regierungsviertels waren abgesperrt.

Königin Elizabeth II. hielt sich während der mutmaßlichen Terrorangriffe am Londoner Parlament im Buckingham-Palast auf. Ein Palastsprecher äußerte sich nicht zu konkreten Sicherheitsmaßnahmen und verwies auf die Polizei. Die Nachrichtenagentur PA berichtete, dass die Tore geschlossen seien und bewaffnete Polizisten die Zugänge bewachten.

Die Polizei rief Zeugen auf, Filmaufnahmen und Fotos an die Ermittler zu senden. Zugleich bat sie Augenzeugen um Zurückhaltung. Sie sollten keine Bilder und Videos von Verletzten in Umlauf bringen.

Als Reaktion auf die mutmaßlichen Terrorangriffe hat das Regionalparlament in Schottland die für Mittwochabend vorgesehene Abstimmung über ein erneutes Unabhängigkeitsreferendum verschoben.

Beim letzten Terroranschlag in London hatten im Juli 2005 vier Muslime mit britischem Pass in der Londoner U-Bahn und einem Bus Sprengsätze gezündet. 56 Menschen starben, etwa 700 wurden verletzt.

Mi, 2017-03-22 19:07
Boulder (dpa)

Meereis der Arktis - Erneut Negativrekord

Boulder (dpa) - Jedes Jahr kurz vor Ende des Winters erreicht das Meereis der Arktis seine größte Ausbreitung, doch die Eisdecke war bei einer Messung zu diesem Zeitpunkt noch nie so klein wie 2017. Sie habe sich nur auf 14,42 Millionen Quadratkilometer ausgebreitet, teilten die US-Raumfahrtbehörde Nasa und die Klimabehörde NSDIDC (National Snow and Ice Data Center) am Mittwoch mit. Das sei die geringste Ausdehnung seit Beginn der Satellitenmessungen vor 38 Jahren. Bereits in den beiden vergangenen Jahren waren Negativrekorde aufgestellt worden. Ursache für die geringe Ausbreitung 2017 seien ein warmer Herbst und Winter in der Arktis gewesen, hieß es.

Mi, 2017-03-22 19:32
Boulder (dpa)

Meereis der Arktis - Erneut Negativrekord

Schon wieder schlechte Nachrichten aus der Arktis: Die Meereisdecke hat den Höhepunkt dieses Winters erreicht - und ist so klein wie nie seit Beginn der Messungen. Selbst erfahrene Forscher zeigen sich geschockt.

Boulder (dpa) - Jedes Jahr kurz vor Ende des Winters erreicht das Meereis der Arktis seine größte Ausbreitung, doch die Eisdecke war bei einer Messung zu diesem Zeitpunkt noch nie so klein wie 2017. Sie habe sich nur auf 14,42 Millionen Quadratkilometer ausgebreitet, teilten die US-Raumfahrtbehörde Nasa und die Klimabehörde NSIDC (National Snow and Ice Data Center) am Mittwoch mit.

Das sei die geringste Maximal-Ausdehnung seit Beginn der Satellitenmessungen vor 38 Jahren, betonte die Behörde. Bereits in den beiden vergangenen Jahren waren Negativrekorde aufgestellt worden. 

Ursache für die geringe Ausbreitung 2017 seien ein warmer Herbst und Winter in der Arktis gewesen, mit Temperaturen rund 2,5 Grad Celsius über dem Durchschnitt. Messungen eines Satelliten der Europäischen Raumfahrtagentur ESA ergaben zudem, dass das Eis geringfügig dünner war als in den vergangenen vier Jahren.

«Ich beobachte das Wetter in der Arktis seit mehr als 35 Jahren und so etwas wie das, was wir in den vergangenen zwei Jahren erlebt haben, habe ich noch nie auch nur ansatzweise gesehen», sagte NSIDC-Direktor Mark Serreze. 2015 hatte sich die Meereisdecke auf 14,517 Millionen Quadratkilometer ausgebreitet, 2016 auf 14,52 Millionen.

Die maximale Ausbreitung der Meereisdecke wurde am 7. März gemessen, seitdem schmilzt das Eis mit Beginn der wärmeren Jahreszeiten wieder. Die minimale Ausbreitung wird jedes Jahr meist im September gemessen.

Mi, 2017-03-22 19:19
Boulder (dpa)

Meereis der Arktis - Erneut Negativrekord

Boulder (dpa) - Jedes Jahr kurz vor Ende des Winters erreicht das Meereis der Arktis seine größte Ausbreitung, doch die Eisdecke war bei einer Messung zu diesem Zeitpunkt noch nie so klein wie 2017. Sie habe sich nur auf 14,42 Millionen Quadratkilometer ausgebreitet, teilten die US-Raumfahrtbehörde Nasa und die Klimabehörde NSIDC (National Snow and Ice Data Center) am Mittwoch mit. Das sei die geringste Ausdehnung seit Beginn der Satellitenmessungen vor 38 Jahren. Bereits in den beiden vergangenen Jahren waren Negativrekorde aufgestellt worden. Ursache für die geringe Ausbreitung 2017 seien ein warmer Herbst und Winter in der Arktis gewesen, hieß es.

Mi, 2017-03-22 19:22
Boulder (dpa)

Meereis der Arktis - Erneut Negativrekord

Schon wieder schlechte Nachrichten aus der Arktis: Die Meereisdecke hat den Höhepunkt dieses Winters erreicht - und ist so klein wie nie seit Beginn der Messungen. Selbst erfahrene Forscher zeigen sich geschockt.

Boulder (dpa) - Jedes Jahr kurz vor Ende des Winters erreicht das Meereis der Arktis seine größte Ausbreitung, doch die Eisdecke war bei einer Messung zu diesem Zeitpunkt noch nie so klein wie 2017. Sie habe sich nur auf 14,42 Millionen Quadratkilometer ausgebreitet, teilten die US-Raumfahrtbehörde Nasa und die Klimabehörde NSIDC (National Snow and Ice Data Center) am Mittwoch mit.

Das sei die geringste Maximal-Ausdehnung seit Beginn der Satellitenmessungen vor 38 Jahren, betonte die Behörde. Bereits in den beiden vergangenen Jahren waren Negativrekorde aufgestellt worden. 

Ursache für die geringe Ausbreitung 2017 seien ein warmer Herbst und Winter in der Arktis gewesen, mit Temperaturen rund 2,5 Grad Celsius über dem Durchschnitt. Messungen eines Satelliten der Europäischen Raumfahrtagentur ESA ergaben zudem, dass das Eis geringfügig dünner war als in den vergangenen vier Jahren.

«Ich beobachte das Wetter in der Arktis seit mehr als 35 Jahren und so etwas wie das, was wir in den vergangenen zwei Jahren erlebt haben, habe ich noch nie auch nur ansatzweise gesehen», sagte NSIDC-Direktor Mark Serreze. 2015 hatte sich die Meereisdecke auf 14,517 Millionen Quadratkilometer ausgebreitet, 2016 auf 14,52 Millionen.

Die maximale Ausbreitung der Meereisdecke wurde am 7. März gemessen, seitdem schmilzt das Eis mit Beginn der wärmeren Jahreszeiten wieder. Die minimale Ausbreitung wird jedes Jahr meist im September gemessen.

Mi, 2017-03-22 20:00
London (dpa)

Doppelanschlag erschüttert London - 4 Tote und 20 Verletzte

Mitten im Zentrum von London rast ein Auto in Fußgänger entlang einer belebten Brücke. Vor dem Parlamentsgebäude attackiert der Angreifer dann einen Polizisten. Die britische Polizei geht von Terrorattacken aus.

London (dpa) - Bei einem Doppelanschlag am britischen Parlament in London sind nach Angaben der Polizei vier Menschen getötet worden, unter ihnen auch der Täter. Mindestens 20 weitere Menschen seien verletzt, sagte ein Sprecher von Scotland Yard am Mittwoch. Die Polizei nahm Ermittlungen wegen Terrorverdachts auf. Sie ging dabei zunächst von einem Einzeltäter aus. Verbündete reagierten bestürzt und sicherten den Briten Unterstützung zu.

Der Doppelanschlag von London wurde auf den Tag genau ein Jahr nach den Terrorattacken von Brüssel verübt, bei denen islamistische Selbstmordattentäter 32 Menschen mit sich in den Tod gerissen und mehr als 300 weitere verletzt hatten.

Unter den Verletzten in London sind mindestens drei französische Schüler, wie das französische Außenministerium in Paris mitteilte. Auch zwei rumänische Staatsbürger sollen rumänischen Behörden zufolge verletzt worden sein. Unklar blieb zunächst, ob auch deutsche Staatsangehörige betroffen sind.

Kanzlerin Angela Merkel reagierte bestürzt und sagte den Briten Solidarität im Anti-Terror-Kampf zu. «Auch wenn der Hintergrund dieser Taten noch präzise aufzuklären ist, bekräftige ich für Deutschland und seine Bürger: Im Kampf gegen jede Form von Terrorismus stehen wir fest und entschlossen an der Seite Großbritanniens», erklärte Merkel in Berlin. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagte: «In diesen Stunden sind wir Deutsche dem britischen Volk in besonderer Weise verbunden.»

Die britische Premierministerin Theresa May bestellte das Sicherheitskabinett ein. Sicherheitsberater und Geheimdienstvertreter, Rettungskräfte und Politiker trafen sich am Mittwochabend. «Die Gedanken der Premierministerin und der Regierung sind bei denen, die bei diesem abstoßenden Vorfall getötet und verletzt wurden und bei ihren Familien», teilte ein Regierungssprecher mit. Das britische Unterhaus hatte zuvor seine Sitzung unterbrochen.

Am Mittwochnachmittag sei ein Autofahrer zunächst auf der Brücke neben dem Parlament in mehrere Fußgänger gerast, unter ihnen drei Polizisten, sagte ein Sprecher von Scotland Yard. Danach krachte das Auto in den Zaun des Parlaments. Der Mann griff auf dem Parlamentsgelände dann einen Polizisten mit einem Messer an. Der Angreifer wurde von anderen Polizisten niedergeschossen, er starb an seinen Verletzungen.

Auch der angegriffene Polizist überlebte die Attacke nicht, obwohl ein Politiker ihm mit Erste-Hilfe-Maßnahmen zu Hilfe kam. Zwei weitere Menschen sollen auf der Brücke ums Leben gekommen sein. Eine Frau stürzte von der Brücke in die Themse, Rettungskräfte bargen sie lebend.

In Luftaufnahmen im Fernsehen war zu sehen, wie mehrere Menschen auf der Westminster-Brücke vor dem britischen Parlament am Boden lagen und behandelt wurden. Ein Autowrack war auf dem Fußgängerweg vor dem Zaun des Parlamentsgeländes zu sehen. Weite Teile des Regierungsviertels waren abgesperrt.

Königin Elizabeth II. hielt sich während der mutmaßlichen Terrorangriffe am Londoner Parlament im Buckingham-Palast auf. Ein Palastsprecher äußerte sich nicht zu konkreten Sicherheitsmaßnahmen und verwies auf die Polizei. Die Nachrichtenagentur PA berichtete, dass die Tore geschlossen seien und bewaffnete Polizisten die Zugänge bewachten.

Die Polizei rief Zeugen auf, Filmaufnahmen und Fotos an die Ermittler zu senden. Zugleich bat sie Augenzeugen um Zurückhaltung. Sie sollten keine Bilder und Videos von Verletzten in Umlauf bringen.

Als Reaktion auf die mutmaßlichen Terrorangriffe hat das Regionalparlament in Schottland die für Mittwochabend vorgesehene Abstimmung über ein erneutes Unabhängigkeitsreferendum verschoben.

Beim letzten Terroranschlag in London hatten im Juli 2005 vier Muslime mit britischem Pass in der Londoner U-Bahn und einem Bus Sprengsätze gezündet. 56 Menschen starben, etwa 700 wurden verletzt.

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Die chinesische Stadt Shenzhen betreibt einen effektiven lokalen Emissionshandel. London investiert fast 900 Millionen Euro in neue Fahrradwege. Und Kopenhagen will bis 2025 CO2-neutral werden. „Städte sind der Schlüssel zur nachhaltigen Zukunft“, sagt Frank Jensen, Bürgermeister der dänischen Hauptstadt. Indem sie die besten Ideen und Lösungen teilten, könnten aus guten lokalen Ansätzen großartige globale Lösungen werden.
C40.org

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Experten für steile Anstiege

Eine radikale Agrarwende mit 20 Prozent Bioanbaufläche hat Renate Künast als erste grüne Bundeslandwirtschaftsministerin in Berlin vor 15 Jahren versprochen. Daraus wurde bekanntlich nichts. Österreich hingegen hat diese Messlatte jetzt gerissen: 20,3 Prozent seiner landwirtschaftlichen Fläche werden biologisch bewirtschaftet. Damit ist die Alpenrepublik amtierender Europameister im Bioanbau. Schon lange werden Ökobauern im Nachbarland besser gefördert als die konventionelle Landwirtschaft. Zudem liegen viele Flächen in schwer zu bewirtschaftenden Höhenlagen, die sich für den Ökoanbau anbieten. Auf ein anderes Siegertreppchen schafft es die Schweiz. Beim Kauf von Biolebensmitteln bleiben die Eidgenossen Weltspitze. Wie aus dem jährlichen Bericht „The World of Organic Agriculture“ hervorgeht, der im Februar 2017 zur Biofach-Messe in Nürnberg erscheinen wird, berappen die Schweizer durchschnittlich 262 Euro pro Kopf und Jahr. Zum Vergleich: Die Österreicher gaben im Jahr der Erhebung 127 und die Deutschen 97 Euro aus.
fibl.org (Suchworte: organic agriculture 2016)

Außerdem Interessant

Schweiz: Die Letzten ihrer Art
Um die gefährdete Alpenflora zu retten, haben sich in der Schweiz zwanzig Botanische Gärten zusammengefunden. Sie vermehren Samen von bedrohten Wildpflanzen, um diese in ihren natürlichen Habitaten wieder anzusiedeln. Mit dem Projekt „Die Letzten ihrer Art“ helfen die Botanischen Gärten, die alpine Biodiversität zu erhalten.
botanica-suisse.org

Alpen: Ein Spiel für gutes Klima
Die Alpen sind besonders vom Klimawandel betroffen – doch was können ihre Bewohner für den Klimaschutz tun? Das sollen Familien und  Wohngemeinschaften in sieben Alpenländern spielerisch herausfinden. Die Alpenorganisation Cipra hat dafür das Spiel 100max entwickelt, bei dem die Teilnehmer zwei Wochen im Jahr ihren Fußabdruck mit Punkten bewerten sollen. Wer nicht auf Anhieb das 100-Punkte-Ziel für einen „guten Tag“ schafft, darf sich auf viele Anregungen freuen, wie sich das familiäre CO2-Konto reduzieren lässt. Mitspielen kann jeder – mit einem Klick auf 100max.org

Schweiz: Nah am Berg
Wenn der Postbus nicht ganz bis zum Startpunkt von Bergtouren fährt, könnten gutwillige Wanderer die geplante ökologische Anreise mit dem Zug wieder abblasen. Um das zu verhindern, hat die Umweltorganisation Mountain Wilderness das Alpen-Taxi ins Leben gerufen. In der Schweiz überbrücken mehr als 300 lokale Taxis, Rufbusse oder auch Seilbahnen das letzte Stück zum Berg – da kann das eigene Auto getrost in der Garage bleiben.
alpentaxi.ch

Geht doch!

Abgasfrei unterwegs

Konsequenter Klimaschutz: Diesel und Benziner sollen von der Straße verschwinden

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Abgasfrei unterwegs

Ausgerechnet ein Land, das seinen Reichtum Öl und Gas zu verdanken hat, will den Benzinhahn zuerst zudrehen. Ab 2025 sollen in Norwegen keine Autos mit Verbrennungsmotor mehr zugelassen werden. Fünf Jahre später müssen laut dem Gesetzentwurf auch neue Schiffe und Fähren abgasfrei fahren. Mit dem Bann der fossilen Antriebe verfolgt die norwegische Regierung eine konsequente Klimapolitik. Denn der Transportsektor ist für rund ein Drittel des CO2-Ausstoßes in dem skandinavischen Land verantwortlich. Bereits heute ist Norwegen Vorreiter in Sachen Elektromobilität. 15 Prozent aller neu zugelassenen PKWs fahren mit Strom, der nahezu vollständig aus Wasser- und Windkraft gewonnen wird. In Deutschland liegt der Elektroauto-Anteil noch immer im Promillebereich. Während Umweltschützer das Ende für Verbrennungsmotoren begrüßen, reagiert die Autolobby erbost. Norwegen befinde sich auf dem Weg in eine „ökologische Planwirtschaft“, empörte sich Matthias Wissmann, der Präsident des deutschen Verbandes der Automobilindustrie. Im kommenden Jahr soll der viel diskutierte Nationale Transportplan in Norwegen verabschiedet werden. Ähnliche Pläne verfolgen auch Indien, Österreich und die Niederlande.

Außerdem Interessant

Österreich: Sonnenstrom vom Balkon
Seit Juli dürfen Mieter in Österreich an ihrem Balkon oder auf ihrer Terrasse Mini-Solarmodule bis maximal 600 Watt installieren und den Strom direkt nutzen. In der Schweiz und den Niederlanden gibt es ähnliche Regelungen. In Deutschland bewegen sich die mehreren Tausend angeschlossenen „Guerilla“-Fotovoltaikanlagen noch immer in einem juristischen Graubereich. Obwohl bislang keine Zwischenfälle bekannt sind, streiten Verbände und Hersteller über mögliche Sicherheitsrisiken. Greenpeace Energy bietet die mobilen Solarpaneele bereits an. „Ärgerliche Hürden, die ihren Sinn verloren haben und der Energiewende schaden, gehören abgeschafft“, sagt Nils Müller vom Ökostromanbieter.

Berlin: Saubere Geldanlagen
Der Berliner Senat hat beschlossen, seine Geldanlagen künftig klimaneutral und nachhaltig zu investieren. Dafür wird ein sogenannter Ökoindex entwickelt, der keine Firmen beinhalten darf, die Geschäfte mit Waffen, Atomenergie oder fossilen Brennstoffen machen. Soziale und andere Nachhaltigkeitskriterien sollen später noch folgen. Die Fossil-Free-Bewegung feiert den Pionierschritt der Berliner  Finanzbehörde und hofft, dass andere Bundesländer nachziehen werden.

Italien: Weniger Essen im Müll
Nach Frankreich macht nun auch Italien Ernst mit dem Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung: Von fünf Millionen Tonnen weggeworfenem Essen soll jedes Jahr eine Million Tonnen gerettet werden. Supermärkte, die – auch abgelaufene – Waren spenden, müssen weniger Abfallgebühren zahlen. Außerdem sollen Italiener ermutigt werden, ihre Pizza- und anderen Reste im Restaurant in bislang verpönten „Doggy Bags“ mitzunehmen. In Italien sind rund sechs Millionen Menschen auf Lebensmittelspenden angewiesen.

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Mi, 2017-03-22 18:15
London (dpa)

Polizei: Vier Tote und 20 Verletzte bei Terroranschlägen in London

Mitten im Zentrum von London rast ein Auto zuerst in eine Menschengruppe. Dann attackiert der Angreifer einen Polizisten. Die britische Polizei geht von einem Terroranschlägen aus.

London (dpa) - Bei einem Doppelanschlag am britischen Parlament sind nach Angaben der Polizei vier Menschen getötet worden, unter ihnen auch der Täter. Mindestens 20 weitere Menschen seien verletzt worden, sagte ein Sprecher von Scotland Yard am Mittwoch in London. Die Polizei nahm Ermittlungen wegen Terrorverdachts auf. Sie ging dabei von einem Einzeltäter aus.

Unter den Verletzten sind mindestens drei französische Schüler, wie das französische Außenministerium in Paris mitteilte. Unklar blieb zunächst, ob auch deutsche Staatsangehörige unter den Opfern sind.

Der Doppelanschlag von London ereignete sich auf den Tag genau ein Jahr nach den Terrorattacken von Brüssel. Drei islamistische Selbstmordattentäter rissen am 22. März 2016 am Flughafen und in der U-Bahn 32 Menschen mit in den Tod und verletzten mehr als 300 weitere.

Kanzlerin Angela Merkel hat bestürzt auf die mutmaßlichen Terroranschläge reagiert und den Briten Solidarität im Anti-Terror-Kampf zugesagt. «Auch wenn der Hintergrund dieser Taten noch präzise aufzuklären ist, bekräftige ich für Deutschland und seine Bürger: Im Kampf gegen jede Form von Terrorismus stehen wir fest und entschlossen an der Seite Großbritanniens», erklärte Merkel am Mittwoch in Berlin. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagte: «In diesen Stunden sind wir Deutsche dem britischen Volk in besonderer Weise verbunden.»

Die britische Premierministerin Theresa May bestellte das Sicherheitskabinett ein. Sicherheitsberater und Geheimdienstvertreter, Rettungskräfte und Politiker würden noch am Mittwochabend zusammenkommen, sagte ein Regierungssprecher in London. Das britische Unterhaus hatte zuvor seine Sitzung unterbrochen.

Am Mittwochnachmittag habe ein Autofahrer zunächst auf der Brücke neben dem Parlament mehrere Menschen verletzt, unter ihnen drei Polizisten, sagte ein Sprecher von Scotland Yard. Demnach krachte das Auto in den Zaun des Parlaments. Der Mann griff auf dem Parlamentsgelände dann einen Polizisten mit einem Messer an. Der Angreifer wurde von anderen Polizisten niedergeschossen, der Polizist starb an den Folgen seiner Verletzungen. Eine Frau stürzte von der Brücke in die Themse, Rettungskräfte bargen sie lebend.

In Luftaufnahmen war zu sehen, wie mehrere Menschen auf der Westminster-Brücke vor dem britischen Parlament am Boden lagen und behandelt wurden. Ein Autowrack war auf dem Fußgängerweg vor dem Zaun des Parlamentsgeländes zu sehen. Weite Teile des Regierungsviertels waren abgesperrt.

Königin Elizabeth II. hielt sich während der mutmaßlichen Terrorangriffe am Londoner Parlament im Buckingham-Palast auf. Ein Palastsprecher äußerte sich nicht zu konkreten Sicherheitsmaßnahmen und verwies auf die Polizei. Die Nachrichtenagentur PA berichtete, dass die Tore geschlossen seien und bewaffnete Polizisten die Zugänge bewachten.

Die Polizei rief Zeugen auf, Filmaufnahmen und Fotos an die Ermittler zu senden. Zugleich bat sie Augenzeugen um Zurückhaltung. Sie sollten keine Bilder und Videos von Verletzten in Umlauf bringen.

Als Reaktion auf die mutmaßlichen Terrorangriffe hat das Regionalparlament in Schottland die für Mittwochabend vorgesehene Abstimmung über ein erneutes Unabhängigkeitsreferendum verschoben.

Beim letzten Terroranschlag in London hatten im Juli 2005 vier Muslime mit britischem Pass in der Londoner U-Bahn und einem Bus Sprengsätze gezündet. 56 Menschen starben, etwa 700 wurden verletzt.

Mi, 2017-03-22 17:46
Berlin (dpa)

«Kein Job wie jeder andere»: Neuer Bahnchef will 150 Prozent geben Von Burkhard Fraune und Sascha Meyer, dpa

Nach zwei Minuten ist die erste Rede des Grube-Nachfolgers schon beendet. Richard Lutz will bei der Bahn das Rad nicht neu erfinden. Aber er muss das Unternehmen aus einer Zwickmühle befreien.

Berlin (dpa) - Der Neue gibt sich bescheiden. «Bahnchef ist kein Job wie jeder andere», sagt Richard Lutz, jetzt Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn. Es ist einer der schwierigsten Posten der Republik.

Ja, er empfinde Respekt vor der Aufgabe. Denn Lutz weiß, wovon er spricht: Im gläsernen Bahn-Tower hat er den erklärten Anti-Diplomaten Hartmut Mehdorn erlebt, für den Umarmer Rüdiger Grube gearbeitet - und am Ende beide zurücktreten sehen. Nun steht Lutz selbst in der ersten Reihe, bleibt sogar noch Finanzchef, und verspricht: «Ich will und werde das zu 150 Prozent machen.» Der Weg ist vorgezeichnet:

«ZUKUNFT BAHN»

Das laufende Programm soll Service und Qualität für die Kunden verbessern und die Güterbahn aus ihrer Krise führen, Lutz stellt dieses «Spielsystem» nicht in Frage. 2016 habe es erste Erfolge gebracht. Zudem erwarten dies der Bund als Eigentümer. Jetzt gebe es die Chance, die modernste Bahn zu entwickeln, die es in Deutschland je gab, meint Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). Das Programm hat mehrere Teile.

PÜNKTLICHER WERDEN

2016 wurde das Ziel knapp verfehlt, dass 80 Prozent der Fernzüge pünktlich sein sollen - wobei die «Unpünktlichkeit» nach Bahn-Definition erst sechs Minuten nach der Fahrplanzeit beginnt. Langfristiges Ziel sind 85 Prozent. Dafür ist einiges angeschoben, etwa Störungssensoren für Weichen und besser gebündelte Bauvorhaben. Und die Türen schließen jetzt 20 Sekunden, bevor der Uhrzeiger auf die Abfahrtzeit springt.

KUNDEN BESSER INFORMIEREN

Immer mehr Bahnsteige erhalten mehrzeilige Zuganzeiger, damit Kunden früher sehen, ob sie richtig stehen. 108 Bahnhöfe bekommen bis 2020 neue «DB Information»-Stände, wo es neben persönlicher Beratung Selbstbedienungsschalter gibt. Die Reiseauskunft per Internet-Seite und App wird mit aktuellen Verkehrsdaten gefüttert, um schnell entscheiden zu können. Auch die zweite Klasse im ICE hat jetzt kostenloses WLAN erhalten. Die Digitalisierung sieht Lutz als zentrale Herausforderung, dafür soll es einen eigenen Vorstand geben.

MEHR QUALITÄT IN ZUG UND BAHNHOF

Eine zunehmende Zahl von Fernzügen kommt zum «Reset», einer Grundreinigung mit Reparaturen und teils Sitzaustausch. Nach und nach löst der neue ICE-4 ältere ICE-Züge auf den wichtigen Strecken ab. Zusätzliches Geld fließt, um große Bahnhöfe besser zu putzen. Sensoren sollen Störungen an Fahrstühlen und Rolltreppen melden.

KONKURRENZ IM SCHACH HALTEN

Niedrige Spritpreise, Billigflieger und Fernbusse haben es dem Fernverkehr lange schwer gemacht. Zuletzt fuhren aber wieder viele Menschen mit ICE- und Intercity - vor allem, weil es mehr Sparpreis-Fahrscheine gab. Bei der Bilanzvorlage am Donnerstag wird Lutz verkünden, dass der Umsatz im Fernverkehr im vergangenen Jahr um rund 100 Millionen Euro auf mehr als vier Milliarden Euro gewachsen ist. Schub dürfte auch die neue Verbindung Berlin-München bringen, die der neue Chef im Dezember eröffnet. Fahrtzeit: vier Stunden.

Ideen sind notwendig im Regionalverkehr, wo sich die Bahn zuletzt bei Ausschreibungen immer mal wieder geschlagen gegeben musste, weil Konkurrenten günstiger waren. Im vergangenen Sommer lag der Bahn-Marktanteil am Regionalverkehr noch bei 70,8 Prozent.

GÜTERBAHN SANIEREN

DB Cargo ist neben der Digitalisierung die große Herausforderung, sagt Lutz. Auch hier soll ein eigenes Vorstandsmitglied ran. Der Schienengüterverkehr in Deutschland ist seit Jahren ein Sanierungsfall. Abgesehen von Gütern wie Eisenerz und Kohle sind viele Transporte kleinteilig, es mangelt an Effizienz. Der Bahn-Marktanteil sinkt, Umsatz und Transportleistung gehen zurück. Dobrindt will in den nächsten Monaten eine politischen «Werkzeugkasten» zusammenstellen, um mehr Güter auf die Schiene zu bekommen.

STUTTGART 21 IM GRIFF HALTEN

Der Bau des Tiefbahnhofs und der Tunnelstrecken in und um Stuttgart bleibt ein Termin- und Kostenrisiko. Platzt der Rahmen von 6,7 Milliarden Euro, droht Streit darum, wer die Mehrkosten finanziert. In der Bahn-Führung liegt das Projekt bei Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla, dem Ambitionen auf den Chefposten nachgesagt wurden.

SCHULDEN BEGRENZEN

Lutz steht auch für einen bis Mitte 2016 auf 18,1 Milliarden Euro gestiegenen Schuldenberg. Der Bahn-Eigentümer Bund kündigte im September an, dem Unternehmen in den kommenden vier Jahren 2,4 Milliarden Euro extra für Züge und Technik zur Verfügung zu stellen. Dobrindt dringt darauf, die Finanzsituation zu stabilisieren - und beschreibt selbst die Zwickmühle, in der Lutz steckt: Er müsse die Balance zwischen wirtschaftlicher Stabilität und einer noch stärkeren Kundenorientierung finden.

Mi, 2017-03-22 18:00
Leipzig (dpa)

Bundesverwaltungsgericht verhandelt über Abschiebung von Flüchtlingen

Leipzig (dpa) - Mehrere staatenlose Palästinenser wollen am Donnerstag (10.00 Uhr) vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig ihre Abschiebung nach Bulgarien verhindern. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hatte festgestellt, dass den Flüchtlingen aus Syrien kein Asylrecht zustehe, weil sie aus einem sicheren Drittstaat nach Deutschland eingereist seien. Die Betroffenen hatten zunächst in Bulgarien subsidiären Schutz erhalten. Später waren sie über Ungarn und Österreich nach Deutschland gekommen. Hier hatten sie erneut Asylanträge gestellt, die das Bundesamt ablehnte und die Abschiebung nach Bulgarien anordnete.

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ICH WILL GAR NICHT WISSEN, WAS IN DER WELT WIRKLICH LOS IST.

Bleib in DEINER FILTERBLASE

Wenn du seriöse Wissenschaft und gut recherchierten Journalismus ablehnst, kannst du dir deine Meinung mit einseitigen Informationen und Fake News immer wieder bestätigen lassen und bei uns deinen Hass loswerden.

Mache Facebook zu deinem Fakebook.
greenpeace-magazin.de/fakebook

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DES BISSL KLIMAWANDEL ISS UNS WUASCHT: MIA MACHEN WINTER!

- 1450 Schneekanonen
- 5 km2 beschneite Pisten
- Lifte für 300.000 Touristen/Stunde
- Flughafenshuttle

Lesen Sie mehr auf greenpeace-magazin/zillertal

 

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Ich bin verwirrt. Klimawandel? Saure Meere? Sterbende Riffe? Nie gehört. Und was um Himmels Willen haben Flugzeuge damit zu tun? Die Antwort findet Dorie auf greenpeace-magazin.de/dorie

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Presto, presto statt Buon appetito – jetzt gibt’s Pasta als Prodotto finito!
So lernen schon die Bambini, wie man Bio-Nudeln zubereitet: Folie einstechen und ab in die Mikrowelle.

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Das Wissen zu den Anlagetricks von morgen.

Und die Skrupellosigkeit meines Beraters. 
Unsere Experten analysieren globale Trends im Geldwäschesektor. Panama war gestern, morgen finden wir anderswo ein trockenes Plätzchen für Ihr Schwarzgeld. Vertrauen Sie uns: Wir mischen aus Tradition in jedem Finanzskandal mit. Und ob Waffenfabriken, Atom- oder Kohlekraftwerke – wir stecken Ihr Geld in jede tödliche Industrie.
Mehr Infos: greenpeace-magazin.de/deutschebank

Unser Wissen für Ihr schmutziges Geld.
Gewissenlos aus Gewinnsucht

Kohleschlote? Atomwaffensilos? Keine Ahnung. Wir lassen Gras über die Sachen wachsen.

 

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STUPID.T ist die erste und einzige Maschine, die auf Knopfdruck Zweifel an der Zukunftsfähigkeit der menschlichen Zivilisation erzeugt. Man stecke eine überteuerte Einwegkapsel mit etwas 08/15-Tee ins Gerät, betätige die Taste – und schon gibt’s jede Menge bunten Alu- und Plastikabfall.

Entdecken Sie die neue, besonders überflüssige Art der Müllerzeugung.
Mehr auf greenpeace-magazin.de/special-t.

 

 

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Der Marktführer bei Industriewurst*

*in Plastik verpackt, bei Aldi & Co. verkloppt

Mehr über die Wursttruppe unter greenpeace-magazin.de/boeklunder

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Komplett neben der Spur.

Der Lüguan. Lässt Kontrollen links liegen.

Jeder hat doch mal eine abwegige Idee. Warum sollte das bei den Ingenieuren und Managern von Volkswagen anders sein. Wenn es einfach nicht klappen will, einen Motor so hinzubekommen, dass er sauber läuft und trotzdem ordentlich Wums hat, kann man schon mal die ausgetretenen Pfade verlassen und die Schikanen kontrollwütiger Umweltfreaks ausmanövrieren. Dass da ein paar Asthmatiker am Straßenrand ins Gras beißen, dass Kundenrechte und fairer Wettbewerb auf der Strecke bleiben, dass am Ende der ganze Konzern erst auf die schiefe Bahn und dann ins Schleudern gerät, das alles sieht von hinten betrachtet natürlich dreckig aus. Aber da lag nun mal so verdammt viel Schotter auf der Straße.

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AUSSEN GRÜN.*
INNEN BRAUN.*
KALORIEN-AMPEL ROT.**

Die neue Coca-Cola Lie hat ein grünes Etikett. Das soll ja bei Imageproblemen helfen.
Es sind aber immer noch drei gehäufte Teelöffel Zucker in einer 0,33-Liter-Flasche. Schließlich macht nicht die Cola dick, sondern Bewegungsmangel, haben Forscher*** herausgefunden.
Mehr Infos unter greenpeace-magazin.de/coke

*  MIT FARBSTOFF
** COCA-COLA LIE MIT STEVIA-EXTRAKT ENTHÄLT 37 % WENIGER ZUCKER. DAS REICHT IMMER NOCH, UM MIT EINER MINI-FLASCHE DIE VON DER WHO EMPFOHLENE TAGESDOSIS ZU KNACKEN. DIE KALORIEN-AMPEL LEUCHTET WEITER IM SCHÖNSTEN COLA-ROT.
*** DIE COCA-COLA GESPONSERT HAT 

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Deutsche See – Wir schalten auf stur 

HÖCHSTE QUANTITÄT UND SKRUPELLOSE GESCHÄFTE MIT WALFÄNGERN.

Unser Rotbarsch stammt aus Beständen vor den Küsten Islands. Dort haben wir Verbündete gefunden, die unsere große Leidenschaft für Geld teilen. Das kleine Inselvolk ist seit 2006 wieder auf Waljagd. Denn rund um Island erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem. Der Schutz dieses Naturschatzes liegt einigen Isländern genauso fern wie uns. Geld, das wir dem Fischereiunternehmen HB Grandi für den Rotbarsch überweisen, fließt in die illegale Jagd auf gefährdete Finnwale.

Unseren Rotbarsch beziehen wir von unserem Komplizen: HB GRANDI – Fieser Fisch

greenpeace-magazin.de/deutschesee

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Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
Mehr zu Lidls Schönfärberei jetzt auf www.greenpeace-magazin.de/lidl

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„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
Mehr infos hier

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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb, selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.
 

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

„Ich hab's nicht so mit Broteschmieren.“

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“
 

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