Aktuell

Nachrichten-
archiv

Nachrichten-
archiv

Die Welt besser machen.
Wie? Steht im Greenpeace Magazin!

6 Ausgaben im Jahr
gedruckt oder als App
ab 29,50 Euro

Sa, 2016-08-27 05:55
Osnabrück (dpa)

Austrittsdrohung: Tierschutzbund und Initiative Tierwohl wollen reden

Wie geht es weiter mit der Initiative Tierwohl von Landwirtschaft und Lebensmittel? Der Tierschutzbund droht, seine Beratertätigkeit aufzugeben, wenn nicht mehr auf ihn gehört wird. Einstweilen setzen beide Seiten aber noch auf Gespräche.

Osnabrück (dpa) - Im Streit um die Initiative Tierwohl bleiben die Fronten verhärtet. Doch auch nach der Drohung des Deutschen Tierschutzbundes, aus der Initiative Tierwohl auszusteigen, wollen beide Seiten den Kontakt aufrechterhalten. «Ich möchte die Gespräche nicht abbrechen lassen», sagte der Geschäftsführer der Initiative Tierwohl, Alexander Hinrichs, der Deutschen Presse-Agentur. Auch der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder, setzt auf Gespräche. Er habe noch die Hoffnung, dass sich etwas bewegen lasse, sagte er.

In der Initiative Tierwohl erhalten freiwillig teilnehmende Bauern für zusätzliche Leistungen wie mehr Platz im Stall, mehr Tageslicht oder artgerechtere Trinkmöglichkeiten Geld aus einem Fonds. Das soll auf breiter Front Anreize geben, die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Haltungsstandards zu übertreffen. Der Handel will von 2018 bis 2020 die Mittel von 65 Millionen Euro auf 100 Millionen Euro aufstocken.

Nach Schröders Ansicht gehen die Verbesserungen nicht weit genug. Er forderte den Bauernverband, die Fleischindustrie und den Handel auf, die Förderkriterien nochmals zu überarbeiten. Für den 8. September ist ein Krisengespräch angesetzt. Der Tierschutzbund gehört zum Beraterausschuss der Initiative. Schröder droht damit, diesen Ausschuss zu verlassen.

Es gebe keinen strategischen Masterplan, der über die nächsten drei Jahre hinausweise, sagte Schröder. Es fehle damit eine Strategie, wie substanziell mehr Tierwohl in den Ställen erreicht werden könne.

Primäres Ziel der Initiative Tierwohl sei es, in einer möglichst großen Anzahl von Betrieben die Haltungsstandards zu verbessern, sagte dazu Hinrichs. Die Anforderungen sollten im nächsten Schritt für alle verbindlich erhöht werden. «Wir können darüber diskutieren, wie wir schrittweise mehr Anreize schaffen können für Landwirte, die mehr machen wollen.» Alle Details für den Zeitraum 2018 bis 2020 seien noch nicht endgültig entschieden, es gebe noch Gespräche.

Sa, 2016-08-27 05:01
Osnabrück (dpa)

Im Streit um Initiative Tierwohl sind Gespräche geplant

Osnabrück (dpa) - Im Streit um die Initiative Tierwohl bleiben die Fronten verhärtet, aber die Organisatoren des Programms und der Deutsche Tierschutzbund wollen zunächst den Kontakt aufrechterhalten. «Ich möchte die Gespräche nicht abbrechen lassen», sagte der Geschäftsführer der Initiative Tierwohl, Alexander Hinrichs, der Deutschen Presse-Agentur. Auch der Präsident des, Thomas Schröder, setzt auf Gespräche. Er habe noch die Hoffnung, dass sich etwas bewegen lasse, sagte er.

Die Initiative Tierwohl ist ein freiwilliges Programm, bei dem Bauern für verbesserte Tierhaltung Geld aus einem Fonds bekommen, in den der Handel einzahlt. Nach Schröders Ansicht gehen die geplanten Anforderungen an die Tierhalter nicht weit genug. Daher droht der Tierschutzbund mit seinem Austritt aus der Initiative.

Sa, 2016-08-27 05:00
Berlin (dpa)

Kauder gegen Abzug der deutschen Soldaten aus Incirlik

Berlin (dpa) - Im Streit um das Besuchsverbot für Abgeordnete des Bundestags auf der türkischen Luftwaffenbasis Incirlik hat sich Unionsfraktionschef Volker Kauder gegen einen Abzug der deutschen Soldaten ausgesprochen. «Die Soldaten sind nicht dort, um dem türkischen Präsidenten einen Freundschaftsdienst zu erweisen», sagte der CDU-Politiker dem «Stader Tageblatt» (Samstag). «Wir sind nicht wegen Erdogan dort und sollten deswegen auch nicht wegen Erdogan dort abziehen», ergänzte er mit Blick auf den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan.

Kauder räumte aber ein, dass das Verhalten der türkischen Regierung, den Abgeordneten den Besuch der Soldaten zu verweigern, eine Belastung für die deutsch-türkischen Beziehungen sei. «Aber deswegen zu sagen, wir steigen aus der Nato-Mission gegen die Bekämpfung des IS auch nur zeitweilig aus, scheint mir derzeit überzogen.»

Die SPD hatte der Regierung in Ankara am Freitag eine Frist gesetzt. «Wenn bis Oktober keine deutschen Abgeordneten nach Incirlik fahren können, empfehle ich, das Mandat nicht zu verlängern, sondern auslaufen zu lassen», sagte ihr Fraktionschef Thomas Oppermann den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland.

Deutsche «Tornado»-Aufklärungsjets unterstützen von Incirlik aus die Bombardements gegen die Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien und im Irak. Das Bundestagsmandat dafür läuft Ende des Jahres aus, dann muss neu abgestimmt werden. Ohne die SPD gilt eine Mehrheit für eine Verlängerung als ausgeschlossen.

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im EU-Parlament, Elmar Brok, sieht Anzeichen dafür, dass die Türkei ihre Position ändern wird. «Die Verhandlungen zwischen Berlin und Ankara sind auf einem erfolgversprechenden Weg», sagte der CDU-Politiker der «Passauer Neuen Presse» (Samstag). «Alle Seiten wollen jetzt eine vernünftige Lösung, damit die Kuh vom Eis kommt.»

Sa, 2016-08-27 03:33
Genf (dpa)

USA und Russland uneins über Details für Syrien-Waffenruhe

Neue Hoffnung für Syrien? Nach Gesprächen in Genf betonen die Außenminister Moskaus und Washingtons die Notwendigkeit einer Waffenruhe. Etliche Einzelheiten bleiben aber offen.

Genf (dpa) - Die USA und Russland haben sich grundsätzlich auf das Ziel einer Waffenruhe im Syrien-Konflikt verständigt. Jedoch müssten noch etliche Einzelheiten geklärt werden, erklärten die Außenminister beider Länder, John Kerry und Sergej Lawrow, am späten Freitagabend nach mehr als zwölfstündigen Verhandlungen in Genf. In diplomatischen Kreisen hieß es, trotz der langen Gespräche sei «lediglich ein kleiner gemeinsamer Nenner bestätigt worden». Detailfragen sollen nun Experten beider Regierungen in den kommenden Tagen in Genf klären.

Ungeachtet aller Appelle von Hilfsorganisationen wurde bei den Ministergesprächen kein Verbot für Luftangriffe in der umkämpften nordsyrischen Stadt Aleppo erreicht. Lawrow sagte dazu: «Wir reden nicht davon, dass jemand nicht mehr fliegt. Wir reden darüber, dass die Luftwaffe, die am syrischen Himmel aktiv ist, effektiv (die islamistischen Terrororganisationen) IS und Al-Nusra bekämpft.»

Kerry sagte, es gehe darum, eine zuverlässige Waffenruhe zu erreichen. «Wir wollen keine Vereinbarung, die nicht durchsetzbar wäre.» Zwischen Washington und Moskau seien die meisten technischen Fragen über Schritte zu einer Waffenruhe und zur Verbesserung der humanitären Nothilfe in Syrien geklärt worden, betonte Kerry.

Auch Lawrow erklärte, man sei sich beim Ziel einer Kampfpause und Wiederaufnahme der Friedensgespräche zwischen den Konfliktgegnern einig. «Wir haben unsere Bemühungen fortgesetzt, die Gebiete zu reduzieren, bei denen es noch an gegenseitigem Verständnis und Vertrauen fehlt», erklärte der russische Minister. Dies sei ein Fortschritt.

Lawrow ergänzte, Russland habe erstmals von den USA eine Liste derjenigen syrischen Gruppen erhalten, die sich über die internationale Koalition einer Waffenruhe anschließen wollten. «Ohne eine Abgrenzung zwischen normalen, gesunden Oppositionskräften und Terroristen sehe ich keine Möglichkeit, eine wirklich dauerhafte und vollgültige Einstellung der Kampfhandlungen zu erreichen», sagte er. In dieser Frage hätten sich Russland und die USA einander genähert.

Unterdessen konnten nach vier Jahren Belagerung durch syrische Regierungstruppen die ersten Bewohner den Ort Daraja am südlichen Rand der Hauptstadt Damaskus verlassen. Der regimenahe libanesische TV-Kanal Al-Mayadeen meldete am Freitag, Busse transportierten Männer, Frauen und Kinder in andere Orte, darunter seien Rebellen.

Lawrow sagte dazu laut der russischen Nachrichtenagentur Tass, seines Wissens seien alle Menschen aus Daraja in Sicherheit gebracht worden, die dies wünschten. Der UN-Beauftragte für Syrien, Staffan de Mistura, forderte Russland und die USA auf, die Sicherheit von Zivilisten und Rebellen zu gewährleisten, die Daraja verlassen.

Die belagerte Rebellenhochburg war seit 2012 regelmäßig Ziel von Luftangriffen des Regimes mit international geächteten Fassbomben. Für die syrische Armee ist der Ort wichtig, weil er direkt an einem Militärflughafen liegt. Die zuletzt rund 8000 in Daraja eingeschlossenen Menschen litten Aktivisten zufolge unter Mangelernährung. Im Juni hatte erstmals nach knapp vier Jahren ein Hilfskonvoi mit Nahrungsmitteln den Ort erreicht.

Sa, 2016-08-27 03:05
Berlin (dpa)

FDP-Chef: Schwarz-gelbe Mehrheit 2017 bedeutet noch keine Koalition

Berlin (dpa) - Gut ein Jahr vor der nächsten Bundestagswahl geht die FDP auf Distanz zum einstigen Koalitionspartner CDU/CSU. Zwar gebe es noch eine größere Schnittmenge mit der CDU, sagte der FDP-Vorsitzende Christian Lindner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstag). Aber auch hier habe man sich in der Flüchtlings-, Finanz- und Rechtspolitik voneinander entfernt. «Eine schwarz-gelbe Mehrheit würde deshalb noch lange keine Koalition bedeuten.»

Der Vorsitzende der derzeit nicht im Bundestag vertretenen FDP gab erneut das Ziel aus, dass seine Partei bei der Wahl 2017 stärker als die rechtspopulistische AfD werden wolle: «Eine Partei, die für die liberalen Grundwerte unseres Landes steht, muss doch stärker sein wollen als diese Mischung gestriger Populisten und Rassisten.»

Von diesem Ziel ist die FDP allerdings noch weit entfernt. Während sie in den Meinungsumfragen bei 5 bis 7,5 Prozent liegt, kommt die AfD auf 9 bis 14 Prozent.

Sa, 2016-08-27 03:37
Genf (dpa)

USA und Russland uneins über Details für Syrien-Waffenruhe

Neue Hoffnung für Syrien? Nach Gesprächen in Genf betonen die Außenminister Moskaus und Washingtons die Notwendigkeit einer Waffenruhe. Etliche Einzelheiten bleiben aber offen.

Genf (dpa) - Die USA und Russland haben sich grundsätzlich auf das Ziel einer Waffenruhe im Syrien-Konflikt verständigt. Jedoch müssten noch etliche Einzelheiten geklärt werden, erklärten die Außenminister beider Länder, John Kerry und Sergej Lawrow, am späten Freitagabend nach mehr als zwölfstündigen Verhandlungen in Genf. In diplomatischen Kreisen hieß es, trotz der langen Gespräche sei «lediglich ein kleiner gemeinsamer Nenner bestätigt worden». Detailfragen sollen nun Experten beider Regierungen in den kommenden Tagen in Genf klären.

Ungeachtet aller Appelle von Hilfsorganisationen wurde bei den Ministergesprächen kein Verbot für Luftangriffe in der umkämpften nordsyrischen Stadt Aleppo erreicht. Lawrow sagte dazu: «Wir reden nicht davon, dass jemand nicht mehr fliegt. Wir reden darüber, dass die Luftwaffe, die am syrischen Himmel aktiv ist, effektiv (die islamistischen Terrororganisationen) IS und Al-Nusra bekämpft.»

Kerry sagte, es gehe darum, eine zuverlässige Waffenruhe zu erreichen. «Wir wollen keine Vereinbarung, die nicht durchsetzbar wäre.» Zwischen Washington und Moskau seien die meisten technischen Fragen über Schritte zu einer Waffenruhe und zur Verbesserung der humanitären Nothilfe in Syrien geklärt worden, betonte Kerry.

Auch Lawrow erklärte, man sei sich beim Ziel einer Kampfpause und Wiederaufnahme der Friedensgespräche zwischen den Konfliktgegnern einig. «Wir haben unsere Bemühungen fortgesetzt, die Gebiete zu reduzieren, bei denen es noch an gegenseitigem Verständnis und Vertrauen fehlt», erklärte der russische Minister. Dies sei ein Fortschritt.

Lawrow ergänzte, Russland habe erstmals von den USA eine Liste derjenigen syrischen Gruppen erhalten, die sich über die internationale Koalition einer Waffenruhe anschließen wollten. «Ohne eine Abgrenzung zwischen normalen, gesunden Oppositionskräften und Terroristen sehe ich keine Möglichkeit, eine wirklich dauerhafte und vollgültige Einstellung der Kampfhandlungen zu erreichen», sagte er. In dieser Frage hätten sich Russland und die USA einander genähert.

Unterdessen konnten nach vier Jahren Belagerung durch syrische Regierungstruppen die ersten Bewohner den Ort Daraja am südlichen Rand der Hauptstadt Damaskus verlassen. Der regimenahe libanesische TV-Kanal Al-Mayadeen meldete am Freitag, Busse transportierten Männer, Frauen und Kinder in andere Orte, darunter seien Rebellen.

Lawrow sagte dazu laut der russischen Nachrichtenagentur Tass, seines Wissens seien alle Menschen aus Daraja in Sicherheit gebracht worden, die dies wünschten. Der UN-Beauftragte für Syrien, Staffan de Mistura, forderte Russland und die USA auf, die Sicherheit von Zivilisten und Rebellen zu gewährleisten, die Daraja verlassen.

Die belagerte Rebellenhochburg war seit 2012 regelmäßig Ziel von Luftangriffen des Regimes mit international geächteten Fassbomben. Für die syrische Armee ist der Ort wichtig, weil er direkt an einem Militärflughafen liegt. Die zuletzt rund 8000 in Daraja eingeschlossenen Menschen litten Aktivisten zufolge unter Mangelernährung. Im Juni hatte erstmals nach knapp vier Jahren ein Hilfskonvoi mit Nahrungsmitteln den Ort erreicht.

In Syrien tobt seit 2011 ein blutiger Bürgerkrieg, in den das Regime von Staatspräsident Baschar al-Assad, diverse Rebellengruppen und die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) involviert sind. Der Konflikt hat laut UN-Angaben rund 400 000 Menschen das Leben gekostet und Millionen in die Flucht getrieben. Zudem lebten noch etwa 600 000 Menschen unter Belagerung. Vor dem Treffen zwischen Kerry und Lawrow hatte sich der UN-Beauftragte de Mistura besorgt über das Schicksal der betroffenen Menschen geäußert. Die Lage sei «äußerst ernst», erklärte er in Genf.

Produkt der Woche Button
Saisonkalender für Obst und Gemüse Alles zu seiner Zeit

Saisonkalender "Alles zu seiner Zeit"

26,50 €
21,20 €

Welche Obst- und Gemüsesorten hierzulande in welchem Monat frisch und knackig vom Feld kommen, verrät Ihnen unser liebevoll und übersichtlich gestalteter Saisonkalender mit dem Titel „Alles zu seiner Zeit“. 

Jetzt bestellen
Sa, 2016-08-27 03:00
Washington (dpa)

Obama schafft vor Hawaii größtes Meeresschutzgebiet der Welt

US-Präsident Barack Obama will mit einer umfassenden Verfügung einzigartige Arten im Ozean bewahren. Vor Hawaii, seiner Heimat, liegt jetzt das größte Meeresschutzgebiet der Welt.

Washington (dpa) - Die USA haben vor Hawaii das größte Meeresschutzgebiet der Welt ausgewiesen. US-Präsident Barack Obama hat die von seinem Vorgänger George W. Bush bereits 2006 eingerichtete Zone am Freitag unter Ausnutzung seiner Exekutivrechte um mehr als das Vierfache ausgeweitet.

Das Papahanaumokuakea Marine National Monument umfasst nun 1,5 Millionen Quadratkilometer. Es löst damit eine Region vor den Cook-Inseln als weltweit größtes Meeresschutzgebiet ab.

In dem erweiterten Areal sind nach Angaben des Weißen Hauses insgesamt 7000 Arten - darunter Wale, Delfine und Haie - zu Hause. Ein Drittel davon sind nur vor Hawaii zu finden. Auch seltene Albatrosse gehören nun zu den geschützten Arten, ebenso wie fünf Spezies von Meeresschildkröten. Unterseevulkane und Korallenriffe sollen ebenfalls vor schädlichen Einflüssen bewahrt werden.

Der auf Hawaii geborene Obama hilft damit auch seiner Heimat - dort befinden sich nun 98 Prozent der geschützten Meeresgewässer der USA.

In der Gegend, Schauplatz zahlreicher Schlachten im Zweiten Weltkrieg, liegen viele Wracks gesunkener Schiffe und abgeschossener Flugzeuge auf Grund, darunter ein Flugzeugträger der US-Flotte. Sie stehen zwar nicht unter Schutz, gelten aber als ausgesprochen wertvolle Objekte für die Wissenschaft.

Das Weiße Haus machte deutlich, dass die massive Ausweitung des Gebietes auch als ein Geschenk an die Ureinwohner Hawaiis betrachtet werden soll. Sie sehen das Meer vor ihren Inseln als heiligen Ort an. In Hawaii hatte es aber auch Widerstände gegen das Schutzgebiet gegeben. Der kommerzielle Fischfang wird damit jenseits der 200-Meilen-Zone verbannt.

Sa, 2016-08-27 01:30
Makkabim (dpa)

Sojaschnitzel für Soldaten - Israels Armee bietet vegane Kost Von Stefanie Järkel, dpa

Israel sieht sich selbst als Land mit der höchsten Veganerrate weltweit. Selbst Kampfsoldaten werden mit Gemüseburgern und lederfreien Stiefeln versorgt. Doch mancher spricht von «vegan-washing».

Makkabim (dpa) - Sojaschnitzel mit Mais, Reis, rote Beete, Süßkartoffeln und Salat: Daniela Joeli sitzt vor ihrem Teller in der Kantine der Militärbasis am Kontrollpunkt Makkabim zwischen Israel und dem palästinensischen Westjordanland. Ihre schwarze M16-Maschinenpistole hängt über ihrer Schulter. Sie legt die Waffe auch beim Essen nicht ab. Die 19-jährige Israelin ist Kampfsoldatin - und Veganerin.

«Ich bleibe nicht hungrig nach dem Essen. Ich bekomme alles, was ich brauche: Proteine, Eisen, Vitamine und Mineralien», sagt die 1,62 Meter große, blonde Frau in grüner Uniform über das Angebot bei der Armee. «Die betreiben hier großen Aufwand.»

Seit Anfang 2015 bietet die israelische Armee ihren schätzungsweise rund 176 500 Soldaten auch vegane Ernährung an. «Wir ziehen jeden zur Armee ein», sagt Oberstleutnant Dana Steinfeld, Chef der Essensabteilung. «Deswegen muss ich auch für jeden eine Lösung bieten.» Wer Veganer sei, könne der Armee auch als Veganer dienen. In Israel muss grundsätzlich jeder 18-Jährige zum Militärdienst - für mindestens zwei Jahre. Die Armee spricht vorsichtig von mehr als 500 veganen Soldaten.

Israel bezeichnet sich selbst als das Land mit der höchsten Veganerquote weltweit. Das Außenministerium schreibt auf seiner Internetseite von rund 300 000 Veganern. Eine Studie im Auftrag der israelischen Tageszeitung «Globes» und dem Fernsehsender «Channel 2» ging 2014 von knapp fünf Prozent Veganern in der Bevölkerung aus. Dies wären bei 8,2 Millionen Einwohnern mehr als 400 000 Menschen.

Daniela Joeli kam im Februar 2015 zur Armee und wechselte später in die «Such- und Rettungseinheit» des Heimatfrontkommandos. Sie holt Menschen aus umgestürzten Bussen, erklärt sie, wird aber auch gerufen, wenn etwa Palästinenser Brandflaschen auf fahrende Autos werfen.

Am Anfang habe das Essen für die Veganer eher aus den Beilagen der anderen Gerichte bestanden wie Kartoffeln und Gemüse, sagt sie. Heute gibt es veganen Käse aus Nüssen, Soja-Joghurt, Reismilch, Gemüseburger, Würste aus Tofu oder Linsen und Sojaflocken, die sich beim Kauen wie Hühnerfleisch anfühlen. Joelis Lieblingsgericht ist Couscous mit Karotten, Kürbis und Kichererbsen.

Joelis Eltern und ihre Geschwister sind alle Vegetarier. Sie selbst hörte mit acht Jahren auf, Fleisch und Fisch zu essen. «Es war erst keine ideologische Sache, wurde es aber über die Jahre», sagt sie. «Ich mochte Fleisch nicht besonders, und ich mag Tiere sehr - also macht es Sinn, sie nicht zu essen.» Mit 16 wurde sie Veganerin.

Dass der Anteil der Veganer in Israel so hoch ist, führt die Bloggerin Ori Schavit auch darauf zurück, dass die mediterrane Küche im Land viel auf Gemüse und Früchte setze, auf Hummus und Falafel, vegane Kost. «Du bleibst niemals hungrig, wenn Du Veganer in Israel bist», sagt die 44-Jährige, die über Essen ohne tierische Produkte schreibt. Außerdem sei die jüdische Bevölkerung gewöhnt, auf Auszeichnungen beim Essen zu achten - wie koscher. Bei der koscheren Küche werden unter anderem strikt Fleisch und Milchprodukte getrennt.

Doch es gibt auch Kritik an Israels Auftreten als vegane Nation. In sozialen Netzwerken wird dem Land unter dem Begriff «Vegan-Washing» vorgeworfen, von der Besatzung der Palästinensergebiete ablenken und sich ein besseres Image verschaffen zu wollen. «Nein zum Vegan-Washing von Israels Besatzung von Palästina», heißt es in einem Beitrag auf Facebook. Ähnlich wird auch Israels Werbung mit Toleranz für Homosexuelle als «Pink-washing» bezeichnet.

Soldatin Joeli hat ihre M16 zwar immer bei sich, im Einsatz geschossen habe sie aber noch nie, sagt sie. Ihre Ausrüstung ist ebenfalls weitgehend vegan. Seit neun Jahren bietet die Armee auch Stiefel aus Synthetik an, nicht nur aus Leder. Auch für die Barretts aus Wolle fand die Armee teilweise Alternativen aus Polyester.

Die rund 177 000 Soldaten bei der Bundeswehr in Deutschland können von solch einem Angebot nur träumen: Seit 1999 gibt es zwar vegetarisches Essen, aber kein veganes. Und: «Spezielle Ausrüstung beziehungsweise Bekleidung für Veganer hält die Bundeswehr bisher nicht vor», sagt ein Sprecher. Allerdings bezeichnen sich in Deutschland laut einer Studie des Marktforschungsinstituts YouGov auch nur 0,7 Prozent der Menschen als strenge Veganer.

Doch selbst Israelin Joeli hat noch einen Wunsch offen. Zur Ausrüstung der Soldaten gehören Schutzhelme - mit Lederriemen. «Unglücklicherweise muss ich die immer noch nutzen», sagt sie. Aber die Armee versuche bereits, ihr einen veganen Helm zu besorgen.

Sa, 2016-08-27 00:34
Washington (dpa)

Republikaner Wolfowitz will Clinton wählen

Washington (dpa) - Paul Wolfowitz, einer der führenden neokonservativen US-Republikaner aus der Zeit von George W. Bush, will bei der Präsidentenwahl Hillary Clinton wählen. Der ehemalige stellvertretende US-Verteidigungsminister sagte dem Nachrichtenmagazin «Spiegel», er könne Donald Trump bei der Wahl im November nicht als Kandidaten seiner Partei unterstützen.

«Ich wünschte, es gäbe einen Kandidaten, für den ich überzeugt stimmen könnte», sagte Wolfowitz dem «Spiegel». «Ich werde wohl Hillary Clinton wählen müssen.»

Gegen die Ex-Außenministerin habe er zwar große Vorbehalte, er halte Trump aber für ein Sicherheitsrisiko. Trump habe unter anderem eine große Nähe zu Russlands Präsidenten Wladimir Putin, «das finde ich verstörend».

Wolfowitz reiht sich damit in eine wachsende Gruppe prominenter Republikaner ein, die Trump öffentlich ihre Unterstützung versagen. Darunter sind zahlreiche Senatoren und Gouverneure, aber auch eine große Gruppe von Sicherheitsexperten der Republikaner.

Geht doch!

Können Regierungen Unsinn einfach verbieten?

Saures für Süßes – ein Pioniergesetz verbietet Naschereien, die Kinder mit Spielzeug locken

weiterlesen
Können Regierungen Unsinn einfach verbieten?

Mit einem strengen Gesetz will Chile seine Kinder und Jugendlichen vor ungesunder Nahrung schützen: Seit Anfang Juli dürfen Süßigkeiten mit einer Spielzeug-Beigabe im ganzen Land nicht mehr verkauft werden. Überraschungseier von Ferrero und Kindermenüs von McDonald’s sind jetzt also illegal. Die Neuregelung legt außerdem fest, welche Lebensmittel als gesundheitsschädlich gelten. Alle, die pro 100 Gramm mehr als 400 Milligramm Salz, vier Gramm gesättigter Fettsäuren, 275 Kalorien oder zehn Gramm Zucker enthalten, müssen gut sichtbar mit Warnhinweisen gekennzeichnet sein. An Schulen dürfen sie nicht verkauft oder beworben werden. Der Grund für das Gesetz: In Chile ist inzwischen jedes dritte Kind unter sechs Jahren übergewichtig. Hersteller und auch einige Kritiker der Süßigkeitenindustrie bezweifeln aber, dass ein Verbot die richtige Maßnahme ist, um eine gesündere Ernährung zu erreichen. Entscheidend sei die konsumierte Menge, eine bessere Aufklärung der Kinder und vor allem gute Vorbilder – zum Beispiel gesünderes Schulessen.

Außerdem Interessant

San Francisco: Styropor gebannt
Konsequent verfolgt San Francisco seine „Zero Waste“- Strategie: Die kalifornische Stadt verbietet ab Juli 2017 Kaffeebecher, Einweggeschirr und Lebensmittelverpackungen aus Styropor. Mit dem Bann dieser  Wegwerfprodukte will sie ihrem Ziel,  bis 2020 müllfrei zu sein, einen großen Schritt näherkommen. Inzwischen machen rund 100 US-Städte gegen Waren aus Schaumkunststoff mobil.

Russland: Gentechnik unerwünscht
Gentechnisch modifizierte Organismen dürfen in Russland künftig weder angebaut noch importiert werden. Einzige Ausnahme: Zu Forschungszwecken sind gentechnisch veränderte Pflanzen und Tiere erlaubt. Bei Verstößen drohen Geldstrafen von bis zu 6500 Euro. Das beschloss die Staatsduma in dritter und abschließender Lesung.

Marokko: Plastiktüten ade
Mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von jährlich 900 Plastiktüten zählt das nordafrikanische Land zu den Negativ-Spitzenreitern. Doch seit Juli sind dort Kunststofftüten verboten – mit Ausnahme von Gefrier- und Müllbeuteln. Hierzulande soll eine Anfang Juli eingeführte Gebühr den Verbrauch drosseln.

 

Geht doch!

Konfliktfrei surfen

Konzerne müssen Rohstoffe aus Krisengebieten offenlegen – Europa ringt um eine verpflichtende Regelung

weiterlesen
Konfliktfrei surfen

Ausgerechnet die USA machen vor, wie man große Firmen an die kurze Leine nimmt – zumindest in punkto Konfliktrohstoffe. Der „Dodd-Frank Act“ verpflichtet börsennotierte Unternehmen, offenzulegen, ob Handys, Laptops oder Autos Mineralien enthalten deren Verkauf Kriege oder bewaffnete Kämpfe in der DR Kongo und deren Nachbarländern finanziert. Dass das seit 2010 geltende Transparenzgesetz für Gold, Tantal, Wolfram und Zinn Wirkung zeigt, belegt nun ein Report des „Enough Project“: Inzwischen gebe es im Kongo mehr als 160 Minen, die als „konfliktfrei“ gelten, ermittelte die US-Organisation. Auch EU-Bürger wollen keine „blutigen“ Produkte. Deshalb verhandeln EU-Kommission, -Parlament und -Rat derzeit über eine Sorgfaltsregelung. Wie verbindlich diese sein wird, ist bislang offen. „Die EU-Regeln dürfen nicht hinter die US-Standards zurückfallen, das wäre ein Armutszeugnis“, sagt Christian Wimberger von der Christlichen Initiative Romero. Selbst eine verpflichtende Regelung für Konfliktmineralien könne nur ein erster Schritt sein. Als nächstes müsse der verbindliche Schutz von Menschenrechten und Umwelt auf alle industriellen Bergbauprojekte wie die Förderung von Coltan, Kupfer und Kohle ausgeweitet werden.
ci-romero.de (Rohstoffkampagne)
stop-mad-mining.org

Außerdem Interessant

Mailand: Cash fürs Radeln
Seit Jahren leiden die Mailänder unter Staus und schlechter Luft. Nun ergreift die Verwaltung der norditalienischen Metropole eine ungewöhnliche Maßnahme: Sie will jedem Pendler, der künftig mit dem Rad zur Arbeit fährt, eine Pauschale von 25 Cent pro gefahrenem Kilometer zahlen. Für das Anreizprogramm stehen insgesamt 35 Millionen Euro bereit. Die Fahrten sollen per App dokumentiert werden.

London: Strom von der Themse
Im Mai hat die britische Hauptstadt den größten schwimmenden Solarpark der Welt in Betrieb genommen. Für 7,3 Millionen Euro wurden in der Themse 23.000 Paneele mit einer Kapazität von 6,3 Megawatt verankert. Der produzierte Strom soll die Wasseraufbereitungsanlagen in und um London versorgen. Der Vorteil der schwimmenden Sonnenkraftwerke: Sie sind leichter und billiger herzustellen als Anlagen an Land, werden durch das fließende Wasser konstant gekühlt und nehmen keinen Platz weg.

Frankreich: Palmöl – teurer durch Steuer
Um den Konsum zu drosseln und so die verheerenden Umweltschäden des Plantagenanbaus zu mindern, will die französische Regierung Palmöl besteuern: Ab 2017 sollen 30 Euro pro Tonne fällig werden, bis 2020 wird sich die Abgabe verdreifachen. In Deutschland ist bislang keine Palmölsteuer geplant. Der „Save Wildlife Conservation Fund“ drängt die Politik hierzulande schon länger zu diesem Schritt. Anders als in Frankreich dürfte sogenanntes „nachhaltiges Palmöl“ allerdings nicht ausgenommen werden, sagt eine Sprecherin der Stiftung, da es dafür noch immer keine verlässlichen Zertifizierungen gebe.
zeropalmoel.de

Geht doch!

Saubere Profite

Als erste deutsche Stadt investiert die westfälische Kommune nur noch in ethisch-ökologische Anlagen

weiterlesen
Saubere Profite

Dem Stadtkämmerer von Münster bereiten die RWE-Verluste keine schlaflosen Nächte: Als erste deutsche Stadt hat die westfälische Grünen-Hochburg zum Jahresbeginn alle Geldgeschäfte mit Klimasündern eingestellt. Rückstellungen für die Beamtenpensionen – das sind immerhin 460 Millionen Euro – dürfen nicht mehr in Fonds angelegt werden, die Aktien von Öl- und Kohleunternehmen beinhalten. Mehr noch: Auch Atomenergiekonzerne, Gentechnikfirmen und Rüstungsindustrie sind tabu. Drahtzieher dieser „Divestment“-Premiere waren die örtliche Fossil-Free-Gruppe und die Grünen. Seit Sommer 2013 machten die Klima-Aktivisten Druck auf der Straße, und die Partei überzeugte schließlich den Stadtrat. „Jeder, der nicht will, dass seine Stadt durch ihre Geldgeschäfte den Klimawandel befeuert, kann eine solche Kampagne starten“, sagt Tine Langenkamp von der Klimaschutzorganisation 350.org. „Dafür muss man kein Finanzexperte sein.“ Vom Ausstieg profitiere nicht nur das Klima, er rechne sich auch noch. „Ethisch-ökologische Geldanlagen können sogar mehr Renditen abwerfen als konventionelle“, sagt der grüne Fraktionsvorsitzende Otto Reiners, „deshalb erwarten wir einen Domino-Effekt.“
gofossilfree.wordpress.com
gofossilfree.org/de

Außerdem Interessant

Frankreich: La vie est belle
Eben noch hat Frankreich Schlagzeilen gemacht, weil Supermärkte keine Lebensmittel mehr wegwerfen dürfen und in Restaurants „Doggy Bags“ eingeführt werden. Nun gibt das Nachbarland in anderen Bereichen Gas: In den nächsten fünf Jahren sollen tausend Kilometer Straßenbelag mit neuartigen Solarpaneelen ausgerüstet werden – bereits zwanzig Quadratmeter könnten den Strombedarf eines Single-Haushalts decken. Und schon in diesem Sommer werden in Paris tausend E-Roller stehen, die jeder mieten kann – sie sollen für bessere Luft sorgen.

Thailand: Autarke Solarschule
In der Sisaengtham-Schule im Nordosten Thailands lernen schon kleine Kinder, nachhaltig zu leben: Sie pflanzen nicht nur ihr eigenes Gemüse an, sondern installieren und reparieren auch Solarzellen. Ziel des als „Solar-Mönch“ bekannten Gründers Phra Khru Wimon Panyakhun ist es, dass sich die Schule in allen Bereichen selbst versorgt. Die Energieernte deckt bereits den Bedarf. Außerdem entwickelten die Kinder mobile Ladestationen, mit denen Bauern die Bewässerungspumpen für ihre Reisfelder mit der Kraft der Sonne statt mit Dieselgeneratoren betreiben können.

Kamerun: Häuser aus Plastikmüll
Roger Milla, die afrikanische Fußball-Legende aus Kamerun, betreibt in seinem Heimatland eine Recyclinganlage. Aus Plastikmüll werden dort Bausteine gepresst: „Wir wollen die Umweltverschmutzung verringern und Arbeitsplätze für Jugendliche schaffen“, sagt Milla. Ein ähnliches Projekt verfolgt die dänische Ingenieurstudentin Lise Fuglsang Vestergard in Indien: Sie lässt zerkleinerten Plastikmüll im „Solargrill“ zu Ziegelsteinen einschmelzen. 

1 2 3
Fr, 2016-08-26 23:08
Genf (dpa)

USA und Russland grundsätzlich für Waffenruhe in Syrien

Genf (dpa) - Die USA und Russland haben sich grundsätzlich über Schritte zu einer Waffenruhe im Syrien-Konflikt verständigt. Allerdings müssten bis dahin noch Einzelheiten geklärt werden, erklärten die Außenminister beider Länder am späten Freitagabend nach Verhandlungen in Genf. Experten beider Länder sollten sich in den kommenden Tagen zur Klärung noch offener Fragen treffen.

«Wir wollen keine Vereinbarung, die nicht durchsetzbar wäre», sagte US-Außenminister John Kerry bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem Amtskollegen Sergej Lawrow. Auch der russische Außenminister wies darauf hin, dass vor einem möglichen Durchbruch zu einer friedlichen Lösung im Syrien-Konflikt noch etliche einzelne Fragen zu klären seien.

Dazu gehört nach Angaben beider Politiker das Vorgehen gegen terroristische Gruppierungen wie die Al-Nusra-Front. Dennoch seien aber zwischen Washington und Moskau nun die «große Mehrheit» der technischen Debatten über Schritte zu einer Waffenruhe und zur Verbesserung der humanitären Hilfe für notleidende Menschen in Syrien geklärt worden, erklärte der US-Außenminister.

Fr, 2016-08-26 23:17
Genf (dpa)

USA und Russland grundsätzlich für Waffenruhe in Syrien

Neue Hoffnung für Syrien? Nach stundenlangen Verhandlungen bekennen sich Moskau und Washington zu einer Waffenruhe in Syrien - doch wie sie durchgesetzt werden soll, ist immer noch weitgehend offen.

Genf (dpa) - Die USA und Russland haben sich grundsätzlich über Schritte zu einer Waffenruhe im Syrien-Konflikt verständigt. Allerdings müssten bis dahin noch eine Reihe von Einzelheiten geklärt werden, sagten die Außenminister beider Länder am späten Freitagabend nach Verhandlungen in Genf. Experten beider Länder sollten sich in den kommenden Tagen zur Klärung noch offener Fragen treffen.

«Wir wollen keine Vereinbarung, die nicht durchsetzbar wäre», sagte US-Außenminister John Kerry bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem Amtskollegen Sergej Lawrow. Auch der russische Außenminister wies darauf hin, dass vor einem möglichen Durchbruch zu einer friedlichen Lösung im Syrien-Konflikt noch etliche einzelne Fragen zu klären seien.

Dazu gehört nach Angaben beider Politiker das Vorgehen gegen terroristische Gruppierungen wie die Al-Nusra-Front. Dennoch seien aber zwischen Washington und Moskau nun die «große Mehrheit» der technischen Debatten über Schritte zu einer Waffenruhe und zur Verbesserung der humanitären Hilfe für notleidende Menschen in Syrien geklärt worden, erklärte der US-Außenminister.

Auch Lawrow erklärte, man sei sich in den mehr als zwölfstündigen Gesprächen über die Notwendigkeit einig gewesen, eine Einstellung der Kämpfe in Syrien und eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche zwischen den Konfliktgegnern einig gewesen. Dennoch müssten die konkreten Schritte zur Erreichung dieses Ziels erst noch in den kommenden Tagen fest vereinbart werden.

Fr, 2016-08-26 22:48
Genf (dpa)

USA und Russland grundsätzlich einig über Waffenruhe für Syrien

Genf (dpa) - Die USA und Russland haben sich grundsätzlich über Schritte zu einer Waffenruhe im Syrien-Konflikt verständigt. Das erklärten die Außenminister beider Länder, John Kerry und Sergej Lawrow, am späten Freitagabend nach Verhandlungen in Genf. Einzelheiten müssten allerdings noch in den nächsten Tagen durch Experten beider Länder geklärt werden.

À la Saison

Woher nimmt der Apfel seine Zauberkraft?

(Malus domestica)

Ohne ihn säßen wir noch im Paradies. Doch wir sollten Eva nicht gram sein. Den Apfel durften wir beim Auszug ja mitnehmen. Und der schmeckt einfach paradiesisch.

weiterlesen
Woher nimmt der Apfel seine Zauberkraft?

Beginnen wir ausnahmsweise bei Adam, Eva und dem Baum der Erkenntnis. Dass dieser ein Apfelbaum gewesen sein soll, steht in der Bibel nirgends. Doch die Selbstverständlichkeit, mit der aus dem Wort „Frucht“ im Lauf der Jahrtausende „Apfel“ wurde, zeigt, dass dieser die Frucht schlechthin ist. Es gibt kein wichtigeres Kulturobst. Vom goldenen Zankapfel in Homers Ilias bis zum Reichsapfel als Emblem kaiserlicher Macht, von Martin Luthers Versprechen, im Angesicht des Weltuntergangs ein Apfelbäumchen zu pflanzen bis zu Schneewittchens Biss in ein vergiftetes Exemplar, von Wilhelm Tells Armbrustakrobatik bis zu Isaac Newtons von Fallobst inspiriertem Schwerkraft-gesetz, von René Magrittes Granny Smiths bis zu den Apple Records der Beatles und schließlich zum globalen Siegeszug als Firmenlogo einer kalifornischen Computermarke – ist die abendländische Geschichte ein gewaltiger Apfelstrudel. Unmöglich, sie ganz zu erzählen.

Dabei ist die Paradiesfrucht noch weit älter als das Alte Testament. Lange ging man davon aus, dass die ersten Äpfel um 3000 vor Christus im Baltikum wuchsen. Mithilfe von DNA-Analysen fanden Oxford-Forscher vor zehn Jahren jedoch heraus, dass Malus domestica seinen Ursprung wohl in Zentralasien hat. Sie fanden seinen Vorfahren, den Asiatischen Wildapfel, an den Hängen des Tienschan im Norden Chinas. Vielleicht schmecken Äpfel aus kühlerem Klima deshalb so gut.

Schon die Germanen machten daraus Mus und Met. Wie die Frucht nach Europa gekommen war, ist unklar. Der Ruf eines wundervollen Heilmittels eilte ihr voraus. Das englische Sprichwort An apple a day keeps the doctor away ist so berühmt, dass es sogar jenseits der anglophonen Welt oft unübersetzt zur Anwendung kommt. In vielen Fällen notgedrungen – wie Max Goldt einst mit dem Versuch deutlich machte, die Sentenz ins Deutsche zu übertragen. Das Resultat „Ein Apfel am Tag und der Arzt fährt nach Prag“ entschuldigte er mit der Bemerkung, es sei erstaunlich, wie wenige Wörter sich auf Tag reimten. Immerhin erlaube das dem Mediziner eine sicher wohlverdiente Städtereise. Experten sagen übrigens, dass ein Apfel am Tag zwar keine Garantie ist, den Arzt dauerhaft an die Moldau zu verabschieden. Doch die Chancen stehen nicht schlecht –
so viel Gutes enthält die Frucht, vor allem Pektin, Vitamin C und Flavonoide.

Der wichtigste Grund für die Aura des Apfels, der schon Eva verfiel, ist natürlich sein Geschmack. Er hat eine aromatische Bandbreite von Zitronen- über Erdbeer- bis hin zu Walnussnoten. Abseits der fünf, sechs globalen Handelsmarken sorgen alte würzige Varietäten für Küchenglück. Interessanter als in Klassikern mit Kuchenteig, Zimt und Nelken verhält der Apfel sich zu den erdigen Komponenten von Wildbret, Blutwurst oder Roter Bete. Apfelsoße kontrastiert auf der Zunge perfekt zum Fett gegrillter Makrele. Und was wären Kohlsalat oder Rotkohl ohne die süße Säure? Zu Hartkäse mit roher Zwiebel passt das Kernobst ebenso wie zu Nüssen und dunklen Beeren. Unschlagbar ist es in Kombination mit Beifuß als Füllung der Weihnachtsgans.

Aber noch ist Sommer, die Ernte beginnt gerade erst. Bis der letzte Cox gepflückt ist, vergehen noch Monate. Die Frucht schlechtin ist – streng botanisch gesehen – übrigens eine Scheinfrucht! Niemand entlarvt das Blendwerk eleganter als die 2004 in Leipzig gegründete Satire-Organisation Front Deutscher Äpfel. Die FDÄ parodiert rechtsextreme Parteien und spielte mit der Wahl ihres Namens auf den damaligen NPD-Vorsitzenden Holger Apfel an. Die Künstler und Aktivisten agitieren gegen eine Überfremdung des deutschen Obstbestands und fordern: „Südfrüchte raus!“ Jemand sollte ihnen sagen, dass auch der Apfel ein Ausländer ist. 

Frisch vom Baum gibt's Äpfel ab Septemberl

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Himmlische Himbeere

(Rubus idaeus)

Was haben glühende RAF-Terroristinnen und eiskalte Banker gemeinsam? Sie machen zu oft Ferien im Himbeerreich. Da wollen Sie auch hin? Ein Wegweiser.

 

weiterlesen
Himmlische Himbeere

Schokolade, Zigaretten, Marshmallows – für diese Schätze aus dem „Himbeerreich“ bedankt sich Gudrun Ensslin 1968 per Gefängnispost bei ihrem Verlobten und bestellt noch eine luxuriöse Feuchtigkeitscreme hinterher. Die üppige BRD-Warenwelt versüßt der Pfarrerstochter, die kurz darauf die RAF mitgründen wird, ihr Zellenleben. Das Dialektische daran ist Ensslins Haftgrund: Brandanschläge auf zwei Kaufhäuser. „Wer Himbeerreiche anzündet, kann nicht erwarten, deren Früchte zu ernten“, sinniert 2013 der Chauffeur Hans Helmut Hinz. Er meint aber keine konsumaffinen Linksterroristinnen, sondern bonusgetriebene Bankvorstände, deren Limousinen er durch die Finanzkrise kutschiert. Hinz ist eine Figur aus dem Theaterstück „Das Himbeerreich“. Dessen Autor Andres Veiel will uns ausdrücklich nicht sagen, dass Banker Terroristen sind. Aber eines wissen sie wohl so gut wie Bombenleger (und wir alle): Wo Himbeeren wachsen, wartet das Paradies.

Rubingleich funkeln die fragilen Früchte am stacheligen Strauch. Sie duften betörend, netzen die Fingerspitzen purpurn wie Theaterblut und zergehen sonnenwarm auf der Zunge – seit Jahrtausenden. Samenfunde in Steinzeitsiedlungen belegen, dass es sich um eine der ältesten Naschereien der Welt handelt. Die Himbeere ist echt „paläo“. Kultiviert wurde sie schon im alten Rom, wo sie als Heilpflanze auch gegen Schlangenbisse und Skorpionstiche helfen sollte. Der Erfolg ist fraglich. Gesund ist die Himbeere aber durchaus. Sie enthält enorme Mengen Vitamin C, viel Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen. Das stärkt den Kreislauf, das Immunsystem und wirkt entgiftend sowie entzündungshemmend.

Die Römer nannten die Beere, die eigentlich eine Sammelsteinfrucht ist, Rubus idaeus – nach der Nymphe Ida. Einst soll die Tochter des kretischen Königs ein weinendes Kind in den Bergen gefunden haben, den jungen Göttervater Jupiter. Als sie ihm eine Himbeere pflückte, stach sie sich an den Dornen. Blut tropfte auf die ehedem weißen Früchte und färbte sie rot. Toll, diese antiken Sagen. Diese aber hat der französische Arzt Henri Leclerc 1925 für sein Buch „Les fruits de France“ dreist erfunden. Es ist auch eher öde, dass wohl der türkische Berg Ida Namenspate des Obstes war. Und „Himbeere“ kommt vom althochdeutschen Wort hintperi – Beere der Hirschkuh, vielleicht weil sie sich in lichten Wäldern so wohlfühlt.

In der Küche ist diese Frucht ein Naturtalent: Sie ist vollkommen, so wie sie ist. Ein paar gute Begleiter gibt es aber doch. Alles Cremige unterstreicht ihren Wohlgeschmack, Ziegenkäse steht im würzigen Kontrast dazu. Mit Pfirsich (Melba!), Mandel und Rosenwasser verträgt sie sich schwesterlich. Immerhin stammen sie alle aus der Großfamilie der Rosengewächse. Haselnüsse stehen ihr – traditionell in Linzertorte – ebenfalls gut. Auch dunkle Schokolade, Minze und – ja – Zucker, etwa in Marmelade, kann sie aushalten. Die Kerne mögen stören, sorgen aber auch für feine Holznoten. Nicht zuletzt harmoniert das berauschende Aroma reifer Himbeeren ausgezeichnet mit Alkohol, in Sekt etwa oder köstlichem Himbeergeist.

Es gibt auch schwarze, weiße, rosa und gelbe Sorten. Sobald Himbeeren zu sehr glänzen, ist aber Vorsicht geboten. Etwa in Hollywood. Seit 1981 verleihen Cineasten am Vorabend der Oscars den Antipreis „Goldene Himbeere“. Der Name der Plastiktrophäe spielt auf die Redewendung to blow a raspberry an: laut losprusten. Die so geehrten Schauspieler erscheinen selten persönlich. Im Jahr 2005 stellte sich Halle Berry aka Catwoman der Schmach und sprach die wahren Worte: „Wer kein guter Verlierer ist, kann kein guter Gewinner sein.“ So golden munden Niederlagen nur mit Himbeere. Liebe Banker, es ist nie zu spät, die eigene Leistung infrage zu stellen. Möge der Sommer himbeerreich sein.

Frisch vom Feld gibt's Himbeeren ab Juni.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Sagenhafter Spinat

(Spinacia oleracea)

Damit du groß und stark wirst? Von wegen! Spinat enthält gar nicht besonders viel Eisen. Weiß leider jedes Kind. Doch woher nimmt Popeye dann seine stahlharten Fäuste? Es ist... Ein Küchenkrimi.

weiterlesen
Sagenhafter Spinat

„Ich hab’ es geschafft. Der Spinat gab mir Kraft!“, singt ein Zeichentrickmann mit ballongroßen Unterarmen zu Militärmusik. „Ich bin Popeye der Seeheemann!“ Wir schreiben den 13. März 1942, und der Spinatmatrose hat irgendwo im Pazifik eine japanische Flotte zerlegt – im Alleingang, versteht sich. Alles, was er dafür braucht, ist eine Dose Spinat auf ex. Schon kommen die Superkräfte. Es ist die Zeit, in der selbst Comic-Helden im Dienst der US-Kriegspropaganda stehen. Die Botschaft „Der Spinat gab mir Kraft“ (im englischen Original: Strong to the finish, ’cos he eats his spinach) geht nicht nur an die Soldaten da draußen, sondern mindestens ebenso an deren Kinder daheim.

„Iss deinen Spinat!“ Wie viele Generationen hat dieser Befehl wohl gequält. Wie viel Leid war in der Welt, seit ein obskurer Chemiker im 19. Jahrhundert ein Komma falsch gesetzt und den Eisengehalt auf das Zehnfache potenziert hatte? Das Fuchsschwanzgewächs enthält gar nicht mehr von dem Spurenelement als andere Gemüse, enthüllte der Krebsexperte Terence Hamblin 1981 im British Medical Journal und folgerte spitz: „Als Eisenquelle hätte Popeye besser die Dosen verzehren sollen.“ Gute Pointe? Hier ist eine bessere: Den Rechenfehler hat es nie gegeben. Der Volksglaube, mit dem Hamblin ausgerechnet unter der Überschrift Fake! (Schwindel) aufräumte, ist selbst eine Sage. Ein „Supermythos“, wie Mike Sutton sagt. Der Kriminologe machte sich 2010 auf Spurensuche und fand: keine Quelle, nirgends. Als er Hamblin damit konfrontierte, mailte der zurück, er könne sich nicht recht erinnern. Er sei sich aber sicher, die Geschichte nicht erfunden zu haben.

Verbürgt sind Popeyes Verdienste um den Spinatabsatz in den USA. Dort hat der Matrose seine eigene Marke. Mehrere Gemeinden widmeten ihm Denkmäler. Crystal, Texas, und Alma, Alabama, konkurrieren sogar um den selbst erdachten Titel „Welthauptstadt des Spinats“. Er ist ein globales Gemüse. Im Fernen Osten zum ersten Mal kultiviert, verdankt er seinen Namen dem persischen aspanakh oder einem arabischen Poeten, der ihn als isfanatsch, Prinz aller Gemüse, pries. Im frühen Mittelalter erreichte er Spanien und verdrängte ein paar Jahrhunderte später auch seine Verwandte, die Gartenmelde, aus der deutschen Küche.

Frühjahrsspinat taugt zu mehr als grüner Pampe in Rahm. Zitrusfrüchte, auch Zitronengras stehen in frischem Kontrast zu den erdigeren Noten seiner Blätter. Als Salat oder gedünstet verträgt er sich mit gerösteten Pinienkernen, gebratenem Speck, salzigen Anchovis und beliebigen Mengen Knoblauch. Auch Joghurt schmeichelt ihm, wie die indische Küche beweist. Und Eiergerichte wie Soufflé ergänzt Spinat aufs Feinste. Aber natürlich: An kalten Apriltagen hat auch der durchpürierte Klassiker mit Muskat und „Blubb“ seine tröstende Berechtigung. Nur ein halber Mythos ist, dass man Spinat nicht wieder aufwärmen darf. Er enthält zwar Nitrat, das Bakterien in krebserregendes Nitrit umwandeln. Stellt man Reste aber rasch in den Kühlschrank, kann man die Entstehung giftiger Substanzen verzögern. Spinat à la Saison, frisch vom Feld und in Bioqualität, enthält übrigens am wenigsten Nitrat.

Und Superkräfte setzt der zarte Grüne wirklich frei. Forscher haben Eiweiße aus seinen Blättern isoliert und tüfteln damit an „Spinatzellen“ für künstliche Fotosynthese, die einst mehr leisten sollen als Solarzellen. Popeyes spinach power speist sich allerdings aus einer anderen Quelle: Im Juli 1932 isst der Matrose zum ersten Mal Spinat – frisch vom Beet. Seine Freundin Olivia ruft: „Lieber Himmel, bist du ein Pferd?“ Popeye spricht mit Pfeife im Mund: „Spinat ist voller Vitamin A. Das macht Menschen stark und gesund.“ Wie wahr. Und hoffentlich gilt das auch für Kettenraucher.

Frisch vom Feld gibt's Spinat ab März.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

1 2 3
Fr, 2016-08-26 20:07
Washington (dpa)

Obama schafft vor Hawaii größtes Meeresschutzgebiet der Welt

Washington (dpa) - Die USA haben vor Hawaii das größte Meeresschutzgebiet der Welt ausgewiesen. US-Präsident Barack Obama hat das von seinem Vorgänger George W. Bush bereits 2006 geschützte Areal am Freitag unter Ausnutzung seiner Exekutivrechte noch einmal um mehr als das Vierfache ausgeweitet. Es umfasst nun 1,5 Millionen Quadratkilometer. Das Papahanaumokuakea Marine National Monument löst damit ein Schutzgebiet vor den Cook-Inseln als größtes Meeresschutzgebiet der Welt ab.

Obama ist auf Hawaii geboren worden und schützt damit auch seine Heimat - vor Hawaii liegen nun 98 Prozent der geschützten Meeresgewässer der USA. Vor den nördlichen Inseln des US-Bundesstaates Hawaii befinden sich unter anderem die Reviere von 24 Walarten wie etwa Blauwalen. Auch zahlreiche Haie sind dort zu Hause. Geschützt werden aber auch Unterseevulkane und Korallenriffe.

In der Gegend, Schauplatz zahlreicher Schlachten im Zweiten Weltkrieg, liegen viele Wracks gesunkener Schiffe und abgeschossener Flugzeuge auf Grund, darunter ein Flugzeugträger der US-Flotte. Sie stehen zwar nicht unter Schutz, gelten aber als ausgesprochen wertvolle Objekte für die Wissenschaft.

Fr, 2016-08-26 19:47
London (dpa)

Fünf Terrorverdächtige in Großbritannien festgenommen

London (dpa) - Die Polizei in Großbritannien hat am Freitag fünf Terrorverdächtige festgenommen. Wie die West Midlands Police mitteilte, handelt es sich um drei Männer in Birmingham und zwei weitere im mittelenglischen Stoke-on-Trent. In Birmingham sei vorsorglich auch ein Sprengstoffkommando der britischen Armee hinzugerufen worden. Die Männer im Alter von 18 bis 37 Jahren werden verdächtigt, terroristische Taten begangen, geplant oder angezettelt zu haben. Die Festnahmen seien aufgrund von Geheimdienstinformationen erfolgt, teilte die Polizei mit. Mehrere Wohnungen seien durchsucht worden. Die Ermittlungen dauerten an.

Fr, 2016-08-26 19:08
(dpa)

Mehrheit der Kolumbianer will für Friedensvertrag mit Farc stimmen

Bogotá (dpa) - Die Mehrheit der Kolumbianer will bei dem Volksentscheid Anfang Oktober für das Friedensabkommen mit der linken Guerillaorganisation Farc stimmen. 39,2 Prozent seien für den Vertrag, hieß es in einer am Freitag veröffentlichten Umfrage für die Zeitung «El Tiempo» und den Radiosender W. 27,7 Prozent sind demnach gegen das Abkommen mit den Rebellen. 10,5 Prozent sind noch unentschieden und 21,8 Prozent wollen dem Referendum fernbleiben. Es ist das erste Mal, dass die Befürworter über zehn Prozentpunkte vor den Gegnern des Vertrags liegen.

Nach fast vierjährigen Verhandlungen in Kuba hatten sich die Unterhändler der Regierung und der Rebellen am Mittwoch auf das Friedensabkommen geeinigt. Der Vertrag sieht eine Landreform, die politische Beteiligung der Rebellen, neue Ansätze im Kampf gegen den Drogenhandel und eine Entschädigung der Opfer vor. Die Wirksamkeit des Abkommens hängt vom Ausgang der Volksabstimmung am 2. Oktober ab.

Fr, 2016-08-26 18:46
Ruppichteroth (dpa)

Hersteller ruft Hacksteaks aus Penny-Regalen zurück

Ruppichteroth (dpa) - Die Willms Fleisch GmbH hat beim Discounter Penny verkaufte Hacksteaks zurückgerufen. In einzelnen Packungen des Produkts «Bifteki Hacksteak von Schwein und Rind mit Weichkäse, 315g» seien weiße Kunststoffteilchen gefunden worden, teilte das Unternehmen aus Ruppichteroth (Nordrhein-Westfalen) am Freitag mit. Vor dem Verzehr der Produkte mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 26.08.16 bis einschließlich 31.08.16 werde daher dringend abgeraten. Kunden könnten die Produkte im jeweiligen Markt zurückgeben und bekämen den Kaufpreis erstattet

Fr, 2016-08-26 18:08
Hameln (dpa)

Mitarbeiter bei Wartungsarbeiten im AKW Grohnde tödlich verunglückt

Hameln (dpa) - Bei Wartungsarbeiten im nicht-nuklearen Teil des Atomkraftwerks Grohnde in Niedersachsen ist ein Mitarbeiter tödlich verunglückt. Laut Mitteilung des Betreibers PreussenElektra vom Freitag war während der Arbeiten im Bereich der Hilfskesselanlage aus noch ungeklärter Ursache Wasserdampf ausgetreten. Der Mitarbeiter erlitt so schwere Verletzungen, dass er an der Unfallstelle starb. Polizei und Staatsanwaltschaft hätten Ermittlungen aufgenommen, teilte die Betreiberin mit. Das Umweltministerium als atomrechtliche Aufsichtsbehörde wurde ebenfalls unterrichtet.

Das Atomkraftwerk Grohnde bei Hameln läuft seit 1984. Es war im April für längere Zeit abgeschaltet worden, nachdem bei einer regelmäßigen Revision ein Schaden an einer Kühlpumpe entdeckt worden war. In Niedersachsen ist außer Grohnde noch das Atomkraftwerk Emsland in Lingen am Netz. Grohnde soll spätestens am 31. Dezember 2021 abgeschaltet werden, Emsland im Jahr darauf.

Fr, 2016-08-26 18:50
Istanbul (dpa) 

Erdogan eröffnet dritte Bosporus-Brücke mit pompöser Feier

Morgens wird die Türkei von einem neuen schweren Terroranschlag erschüttert, am Nachmittag eröffnet ein gut gelaunter Erdogan ein neues Mega-Infrastrukturprojekt in Istanbul. Seine Botschaft: Die Türkei lässt sich nicht unterkriegen.

Istanbul (dpa) - Mit einer pompösen Feier hat der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan am Freitag in Istanbul eine dritte Bosporus-Brücke eröffnet. Die Hängebrücke, die wie die beiden bestehenden Bauwerke Asien mit Europa verbindet, überspannt die Meerenge an der Öffnung zum Schwarzen Meer auf 1,4 Kilometern Metern Länge. Über die Brücke, die in einer Bauzeit von weniger als vier Jahren fertiggestellt wurde, verlaufen eine achtspurige Autobahn und zwei Eisenbahngleise. Die Kosten des Brückenprojekts wurden mit umgerechnet 3,5 Milliarden Euro angegeben.

«Unser Volk ist solcher Projekte würdig», rief Erdogan vor Tausenden Anhängern seiner islamisch-konservativen Regierungspartei AKP aus, die rote türkische Fahnen mit Stern und Halbmond schwenkten. In seiner Rede erinnerte Erdogan an die Terroranschläge im Land und an den gescheiterten Putschversuch vom 15. Juli. Dieser sei dank des Mutes, der Einheit und Geschlossenheit des türkischen Volkes niedergeschlagen worden. «Diese Werte sind die Garantie für die Zukunft unseres Landes.»

Türkische Fernsehkanäle übertrugen die Feier live. Zu Beginn wurde die Nationalhymne gespielt, ein Gebetrufer trug Verse aus dem Koran vor. Nach seiner Rede durchschnitt Erdogan zusammen mit ausländischen Staatsgästen aus Ländern wie Bahrain, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Mazedonien und Pakistan auf der Tribüne ein rotes Band und bestieg dann mit den Gästen einen Bus, der sie über die Brücke von Europa nach Asien hinüberfuhr.

Die die nach dem osmanischen Sultan Selim I. «dem Gestrengen» benannte Brücke soll Istanbul vor allem vom Schwerlastverkehr entlasten: Die neue Autobahn umgeht das eigentliche Stadtgebiet in einem großen Bogen im Norden. Gegner des Projekts kritisierten, dass der Verkehr infolge der mit dem Bau einhergehenden Verstädterung zu- und nicht abnehmen werde. Umweltschützer beklagten zudem die Zerstörung von Wäldern im Norden Istanbuls.

Für den 20. Dezember kündigte Erdogan die Eröffnung eines weiteren Mega-Infrastrukturprojekts in Istanbul an: In dem Autotunnel unter dem Bosporus («Avrasya-Tunnel») sollen Autos auf zwei Ebenen unter der Meerenge hindurchfahren.

Fr, 2016-08-26 17:46
Stuttgart/Berlin (dpa) 

«Spiegel»: Kretschmann besucht Merkel - Erneute Schwarz-Grün-Debatte

Ein gutes Jahr ist es noch bis zur Bundestagswahl, über mögliche Koalitionen wird aber schon fleißig spekuliert. Dass der Grüne Kretschmann zum vertraulichen Gespräch bei der CDU-Kanzlerin gesessen haben soll, erregt die Gemüter quer durchs Parteienspektrum.

Stuttgart/Berlin (dpa) - Rund ein Jahr vor der Bundestagswahl sollen sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) vertraulich getroffen haben. Das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» berichtete von einem gemeinsamen Abendessen am Sonntagabend in Berlin. Kretschmann ist ein klarer Befürworter eines erstmaligen schwarz-grünen Bündnisses nach der Wahl 2017, auch CDU-Chefin Merkel gilt als aufgeschlossen dafür.

Das Stuttgarter Staatsministerium ging nicht konkret auf den Bericht ein, erklärte aber, dass Merkel und Kretschmann von Zeit zu Zeit miteinander über bundespolitische Themen sprächen. Die CDU äußerte sich nicht. Ein Sprecher der Bundesregierung sagte: «Über mögliche vertrauliche Gespräche und Begegnungen der Bundeskanzlerin geben wir grundsätzlich keine Auskunft.»

Kretschmann hatte im März mit den Grünen die Landtagswahl in Baden-Württemberg gewonnen. Seitdem Bundespräsident Joachim Gauck erklärt hat, nicht für eine weitere Amtszeit zu kandidieren, wird er neben anderen als ein potenzieller Nachfolger gehandelt. Er selbst schweigt dazu. Ihm werden auch eher wenig Chancen eingeräumt - gleichwohl gilt er als Kompromisskandidat, falls sich Union und SPD nicht einigen können.

Kretschmann warb im «Spiegel» erneut für ein Bündnis mit der Union. Schwarz-Grün passe einfach in die Zeit, die geprägt sei von Unsicherheit und Krisen, sagte er. «Es kommt jetzt darauf an, den Zusammenhalt der Gesellschaft zu sichern. Es geht darum, Freiheit und Individualismus zu erhalten und zugleich dem wachsenden Bedürfnis nach Sicherheit gerecht zu werden.»

Offizielle Parteilinie dagegen ist, sich nicht festzulegen: Die Grünen wollen demnach einen eigenständigen Wahlkampf führen, möglichst gut abschneiden und dann sehen, mit wem sie ihre Inhalte am besten durchsetzen können. Das bekräftigte Fraktionschef Anton Hofreiter in der «Berliner Zeitung» (Samstag): «Es wäre ein großer Fehler, sich als Grüne auf Schwarz-Grün festzulegen», sagte er. «Wir bleiben eigenständig.» Dem «Weser Kurier» (Samstag) sagte er, angesichts der Differenzen zwischen CDU und CSU müsse man eher von Schwarz-Schwarz-Grün sprechen.

Hofreiter gehört wie Parteichefin Simone Peter zur Parteilinken, die grundsätzlich eher ein Bündnis mit SPD und Linken befürwortet. Peter schrieb auf Twitter zu Kretschmanns Aussagen: «Für Zusammenhalt, Freiheit und Selbstbestimmung steht diese Union gerade gar nicht. Politischer Wechsel überfällig!».

Für die CSU ist Schwarz-Grün «keine seriöse Option», wie Bayerns Finanzminister Markus Söder dem «Münchner Merkur» (Samstag) sagte. «In diesen unsicheren Zeiten sind die Grünen kein stabiler Partner.»

Auch aus der SPD und von den Linken gab es Kritik an Kretschmanns Kurs. «Kretschmann setzt 2017 auf Recht(s) und Ordnung», schrieb SPD-Vize Ralf Stegner auf Twitter. «Sozial und progressiv war gestern - schwarzgrüne Machtoption ist jetzt offizielles Wahlziel!»

Linke-Fraktionsvize Jan Korte sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass Kretschmann an «seiner Öko-CDU» arbeite, sei bekannt. «Neu ist, dass der Ex-Maoist dabei Hilfe von der Kanzlerin bekommt.» Allen Grünen solle klar sein, dass Schwarz-Grün bedeute, mit den CSU-Politikern Horst Seehofer und Söder «am Stammtisch zu sitzen».

Fr, 2016-08-26 17:21
Minsk (dpa)

Waffenruhe in Ostukraine zu Schulbeginn im Gespräch

Minsk (dpa) - In der Krisenregion Ostukraine könnte es zum Beginn des neuen Schuljahres am 1. September einen neuen Anlauf für eine Waffenruhe geben. «Wir bestehen darauf: Alle Kinder der Gebiete Donezk und Luhansk haben unabhängig von ihrem Wohnort das Recht auf Fürsorge und Sicherheit», schrieb die Sprecherin des ukrainischen Verhandlungsführers Leonid Kutschma am Freitag auf Facebook.

Zuvor hatte in der weißrussischen Hauptstadt Minsk die Dreierkontaktgruppe von Russland, Ukraine und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) getagt.

Der russische Beauftragte Boris Gryslow schloss sich dem Aufruf an. «Wir rufen alle Seiten des Konflikts zu einer vollständigen Feuerpause zum Anfang des Schuljahres auf», sagte er. Eine Reaktion der moskautreuen Separatisten stand zunächst aus.

In Nähe der Frontlinie befinden sich Kiewer Angaben zufolge 126 Schulen und andere Lehreinrichtungen. Im Vorjahr hatte es zum Schulbeginn eine mehrere Tage stabile Waffenruhe gegeben. Insgesamt aber wird der Anfang 2015 in Minsk vereinbarte Friedensplan für die Ostukraine nicht umgesetzt. In den vergangenen Wochen gab es heftige Gefechte mit Toten auf beiden Seiten.

Fr, 2016-08-26 17:30
Washington (dpa)

Bericht: Trumps Wahlkampfchef bricht in Florida das Wahlgesetz

Washington (dpa) - Steve Bannon, neuer Wahlkampfchef von Donald Trump, steht wegen eines möglichen Bruchs des Wahlgesetzes in Florida in der Kritik. Nach einem Bericht des «Guardian» (Freitag) ist Bannon im Bezirk Miami-Dade als Wähler registriert, lebt aber gar nicht dort. Nach dem Wahlgesetz Floridas müssen registrierte Wähler einen permanenten Wohnsitz in dem Bundesstaat haben.

Der «Guardian» zitierte den Besitzer des Hauses, wonach das Gebäude leer stehe und abgerissen werde. Bannon soll es für seine frühere Frau gemietet, aber nie dort gelebt haben. Den Angaben zufolge zog sie in diesem Jahr aus. Trumps Team wollte zu dem Bericht nichts sagen.

Falsche Informationen bei der Wählerregistrierung sind eine Straftat. Diese kann in Florida mit Geldstrafe oder bis zu fünf Jahren Gefängnis belegt werden. Ein Adresswechsel muss rechtzeitig angezeigt werden.

Keine Anzeige

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Presto, presto statt Buon appetito – jetzt gibt’s Pasta als Prodotto finito!
So lernen schon die Bambini, wie man Bio-Nudeln zubereitet: Folie einstechen und ab in die Mikrowelle.

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Das Wissen zu den Anlagetricks von morgen.

Und die Skrupellosigkeit meines Beraters. 
Unsere Experten analysieren globale Trends im Geldwäschesektor. Panama war gestern, morgen finden wir anderswo ein trockenes Plätzchen für Ihr Schwarzgeld. Vertrauen Sie uns: Wir mischen aus Tradition in jedem Finanzskandal mit. Und ob Waffenfabriken, Atom- oder Kohlekraftwerke – wir stecken Ihr Geld in jede tödliche Industrie.
Mehr Infos: greenpeace-magazin.de/deutschebank

Unser Wissen für Ihr schmutziges Geld.
Gewissenlos aus Gewinnsucht

Kohleschlote? Atomwaffensilos? Keine Ahnung. Wir lassen Gras über die Sachen wachsen.

 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

STUPID.T ist die erste und einzige Maschine, die auf Knopfdruck Zweifel an der Zukunftsfähigkeit der menschlichen Zivilisation erzeugt. Man stecke eine überteuerte Einwegkapsel mit etwas 08/15-Tee ins Gerät, betätige die Taste – und schon gibt’s jede Menge bunten Alu- und Plastikabfall.

Entdecken Sie die neue, besonders überflüssige Art der Müllerzeugung.
Mehr auf greenpeace-magazin.de/special-t.

 

 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Der Marktführer bei Industriewurst*

*in Plastik verpackt, bei Aldi & Co. verkloppt

Mehr über die Wursttruppe unter greenpeace-magazin.de/boeklunder

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Komplett neben der Spur.

Der Lüguan. Lässt Kontrollen links liegen.

Jeder hat doch mal eine abwegige Idee. Warum sollte das bei den Ingenieuren und Managern von Volkswagen anders sein. Wenn es einfach nicht klappen will, einen Motor so hinzubekommen, dass er sauber läuft und trotzdem ordentlich Wums hat, kann man schon mal die ausgetretenen Pfade verlassen und die Schikanen kontrollwütiger Umweltfreaks ausmanövrieren. Dass da ein paar Asthmatiker am Straßenrand ins Gras beißen, dass Kundenrechte und fairer Wettbewerb auf der Strecke bleiben, dass am Ende der ganze Konzern erst auf die schiefe Bahn und dann ins Schleudern gerät, das alles sieht von hinten betrachtet natürlich dreckig aus. Aber da lag nun mal so verdammt viel Schotter auf der Straße.

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

AUSSEN GRÜN.*
INNEN BRAUN.*
KALORIEN-AMPEL ROT.**

Die neue Coca-Cola Lie hat ein grünes Etikett. Das soll ja bei Imageproblemen helfen.
Es sind aber immer noch drei gehäufte Teelöffel Zucker in einer 0,33-Liter-Flasche. Schließlich macht nicht die Cola dick, sondern Bewegungsmangel, haben Forscher*** herausgefunden.
Mehr Infos unter greenpeace-magazin.de/coke

*  MIT FARBSTOFF
** COCA-COLA LIE MIT STEVIA-EXTRAKT ENTHÄLT 37 % WENIGER ZUCKER. DAS REICHT IMMER NOCH, UM MIT EINER MINI-FLASCHE DIE VON DER WHO EMPFOHLENE TAGESDOSIS ZU KNACKEN. DIE KALORIEN-AMPEL LEUCHTET WEITER IM SCHÖNSTEN COLA-ROT.
*** DIE COCA-COLA GESPONSERT HAT 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Deutsche See – Wir schalten auf stur 

HÖCHSTE QUANTITÄT UND SKRUPELLOSE GESCHÄFTE MIT WALFÄNGERN.

Unser Rotbarsch stammt aus Beständen vor den Küsten Islands. Dort haben wir Verbündete gefunden, die unsere große Leidenschaft für Geld teilen. Das kleine Inselvolk ist seit 2006 wieder auf Waljagd. Denn rund um Island erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem. Der Schutz dieses Naturschatzes liegt einigen Isländern genauso fern wie uns. Geld, das wir dem Fischereiunternehmen HB Grandi für den Rotbarsch überweisen, fließt in die illegale Jagd auf gefährdete Finnwale.

Unseren Rotbarsch beziehen wir von unserem Komplizen: HB GRANDI – Fieser Fisch

greenpeace-magazin.de/deutschesee

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
Mehr zu Lidls Schönfärberei jetzt auf www.greenpeace-magazin.de/lidl

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
Mehr infos hier

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb, selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.
 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

„Ich hab's nicht so mit Broteschmieren.“

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“
 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

Seiten