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So, 2016-09-25 07:30
Bühl (dpa)

Verband: Christbaum-Preise bleiben stabil - makellose Bäume bevorzugt

Frohe Weihnachten schon mal - Christbäume werden in diesem Jahr nicht teurer als 2015. Auch die Vorlieben der Deutschen haben sich nicht verändert: Am liebsten eine Nordmanntanne und kerzengrade!

Bühl (dpa) - Für einen Weihnachtsbaum müssen Verbraucher nicht mehr hinblättern als im vergangenen Jahr. Die Preise für Nordmanntanne und Co. bleiben nach Einschätzung des Bundesverbandes der Weihnachtsbaumerzeuger (BWS) weiter stabil. In den vergangenen drei Jahren seien relativ wenig Bäume durch Frost geschädigt worden, sagte Geschäftsführer Martin Rometsch der Deutschen Presse-Agentur. Ein harter Wintereinbruch könne die «Ernte» der Bäume zwar noch beeinträchtigen und damit für etwas höhere Preise sorgen. Dies sei aber wenig wahrscheinlich.

Insgesamt steige der Kundenwunsch nach Premiumbäumen in makellosem Zustand weiter. Aber: «Beste Qualität bleibt knapp», sagte Rometsch. Durchschnittlich könne ein Landwirt, der Christbäume anbaut, nur mit 50 Prozent sogenannter A-Qualität rechnen; 30 bis 40 Prozent sei B- und C-Ware. Rund zehn Prozent gelten als Ausschuss.

Der BWS rechnet für 2016 mit unveränderter Nachfrage nach etwa 24 bis 25 Millionen Christbäumen. Des Deutschen liebster Christbaum bleibt dabei die Nordmanntanne. Dafür müssen die Verbraucher zwischen 18 und 23 Euro pro Meter zahlen. Die Blaufichte, abgeschlagen auf Platz zwei der liebsten Weihnachtsbäume in Deutschland, kostet 10 bis 12 Euro und die Rotfichte 6 bis 8 Euro pro Meter.

Wegen der Nachfrage nach Bäumen ohne Makel steige der Pflegeaufwand stetig. Zehn Jahre etwa stehe ein Weihnachtsbaum, bevor er geschlagen wird, sagte Rometsch. Bis dahin seien regelmäßige Schnittkorrekturen nötig «für einen optimalen pyramidalen Aufbau». Manchmal sei aber auch alle Pflege umsonst. «Dann lässt sich einmal ein schwerer Vogel auf der Spitze nieder, sie bricht ab, und Sie können den Baum nicht mehr verkaufen.»

Rund 90 Prozent aller in Deutschland verkauften Christbäume stammen BWS-Angaben zufolge inzwischen aus Deutschland. Der Rest komme aus Dänemark. Die dänische Branchenvereinigung Danske Juletræer berichtete hingegen von fünf Millionen nach Deutschland exportierter Bäume. Das würde etwa 20 Prozent des Gesamtabsatzes hierzulande entsprechen.

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) schätzt die Zahl der Produzenten auf 2000 bis 4000, die im Neben- oder Haupterwerb Weihnachtsbäume anbauen. Die Angaben zur Anbaufläche schwanken den Angaben zufolge zwischen 30 000 und 50 000 Hektar. Zwei Drittel der deutschen Christbäume werden in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen produziert.

So, 2016-09-25 07:30
Karlsruhe (dpa)

Letzte Hoffnung Karlsruhe - Bundesverfassungsgericht wird 65 Von Anja Semmelroch, dpa

Mehr als 200 000 Verfassungsklagen haben die Karlsruher Richter seit 1951 geprüft. Jedes Jahr kommen um die 6000 neue Verfahren hinzu. Wie ist das zu schaffen? Ein Blick hinter die Kulissen.

Karlsruhe (dpa) - In Raum 530 stapelt sich das Unrecht der Republik sonnengelb bis unter die Decke, das echte und das gefühlte. Ein paar Kartons, Ordner, aber vor allem unzählige gelbe Umlaufmappen, dicke, nicht so dicke, schlanke. In den meterhohen offenen Regalen türmen sich die Aktenzeichen bis knapp unter die Neonlampen an der Decke. «Archiv» steht im Büroflur auf dem Schild neben der Tür. Der fensterlose Raum ist die Herzkammer des Bundesverfassungsgerichts.

Für viele Kläger lagert hier die letzte Hoffnung. Ihren Rechtsstreit haben sie in allen Instanzen verloren. Nun appellieren sie an das Grundgesetz und die Verfassungshüter: Womöglich muss ihr Fall doch noch einmal aufgerollt werden, wenn die Karlsruher Richter einen Grundrechtsverstoß feststellen. In Raum 530 harren ihre Beschwerdeschriften der Entscheidung, manchmal jahrelang.

Denn hier ist ihre Geschichte eine von vielen. Jedes Jahr landen um die 6000 neue Verfassungsklagen in Karlsruhe - Tendenz steigend.

Wenn die beiden Senate aus je acht Richtern in den großen Verfahren verhandeln oder ihre Urteile verkünden, stehen Übertragungswagen und Reporter vor dem gläsernen Gebäudekomplex am Rande des Schlossparks. Aber das kommt nur an ein paar Tagen im Jahr vor. Der allergrößte Teil der Arbeit passiert hinter verschlossenen Türen, ohne Aufhebens.

Die offensichtlich aussichtslosen Beschwerden, die schon formal die Anforderungen nicht erfüllen, sortieren Juristen direkt aus dem Posteingang aus. Rechtspfleger schreiben den Klägern, dass sie zum Beispiel die Monatsfrist versäumt oder den Rechtsweg nicht ausgeschöpft haben. «Es gibt aber auch Bürger, die zurückschreiben, das interessiert mich alles nicht - ich will, dass das ein Richter sieht», erläutert Stephan Stadtler (57), der seit 1990 im Haus arbeitet und das Gericht wie kaum ein Zweiter kennt.

Also bekommt auch diese Beschwerde ein Aktenzeichen und wird je nach Zuständigkeit dem Ersten oder Zweiten Senat zugeleitet. «Jeder hat einen Anspruch darauf, eine richterliche Entscheidung zu bekommen», sagt Markus Jerxsen. «Dann bekommen wir diese Verfahren auf den Tisch», ergänzt seine Kollegin Isabel Röcker. Die Mittdreißiger sind zwei der etwa 70 wissenschaftlichen Mitarbeiter am Gericht.

Ohne sie liefe hier nicht viel. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter, meist Richter und Staatsanwälte, die von den Landesjustizbehörden für zwei oder drei Jahre nach Karlsruhe abgeordnet werden, bilden den Unterbau der beiden Senate. Jeder Verfassungsrichter ist in seinem Senat und den Kammern an etwa 1000 Verfahren im Jahr beteiligt. Zu schaffen ist das nur, indem sein persönlicher Stab aus je vier Mitarbeitern ihm einen großen Teil der Vorbereitungen abnimmt.

Jerxsen und Röcker holen Stellungnahmen ein, bereiten die Rechtslage auf, formulieren Entscheidungsvorschläge vor. Manchmal geht das recht schnell. «Wenn man viele einfache Fälle zu bearbeiten hat, kann man mehrere pro Woche erledigen», sagt Röcker. In großen Verfahren wie dem zum beschleunigten Atomausstieg, das die 35-Jährige für den Berichterstatter Michael Eichberger betreut, kann das Votum nach monatelangem Feilen aber auch an die 1000 Seiten lang sein. Am Ende dürfte ein hundertseitiges Urteil stehen.

Der überwiegende Teil aller Kläger findet dagegen im Briefkasten einen Beschluss mit einem einzigen Satz: «Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.» Manches ist auf den ersten Blick abwegig: Da sind die Verfassungsklagen gegen die Sommerzeit oder die fünfstelligen Postleitzahlen. Oder der Mieter, der überzeugt ist, über den Funkrauchmelder an seiner Zimmerdecke ausspioniert zu werden.

Viele versuchen es ohne Anwalt, mal auf Hunderten Seiten, mal mit einem Dreizeiler, und die Anforderungen sind nicht gerade gering. «Der Kläger muss klar und deutlich machen, warum das ein verfassungsrechtliches Problem ist», sagt Jerxsen. Aber es gibt auch den Gefangenen, der aus seiner Zelle ohne Hilfe seine Haftbedingungen beanstandet - und damit Erfolg hat. «Auch wenn etwas handschriftlich auf Karopapier kommt - es wird gründlich geprüft», sagt Röcker.

Allzu viel Hoffnung macht die Statistik allerdings nicht. Mehr als 200 000 Verfassungsbeschwerden hat das Gericht seit seiner Eröffnung im September 1951 geprüft. Nur 2,3 Prozent davon hatten Erfolg.

Längst nicht alle geben sich damit zufrieden. Stadtler erzählt gern von der älteren Dame, die irgendwann in den 90er Jahren zur Eingangstür marschierte, einen Hammer aus ihrer Handtasche holte und aus Wut über die Ablehnung ihrer Beschwerde das Glas einschlug. Im Normalfall wenden sich enttäuschte Kläger noch einmal schriftlich ans Gericht. Knapp 3000 solcher sogenannter Gegenvorstellungen gingen 2015 ein. Auch sie müssen noch einmal geprüft und beantwortet werden.

So, 2016-09-25 06:00
Bern (dpa)

Schweizer entscheiden über Geheimdienst, Renten und grüne Wirtschaft

Darf der Geheimdienst Wohnungen verwanzen? Sollen die Renten um zehn Prozent steigen? Und muss die Volkswirtschaft gründlich ökologisch umgebaut werden? Schweizer befinden darüber in einem Referendum.

Bern (dpa) - Rund fünf Millionen Wahlberechtigte können am Sonntag in der Schweiz wieder bei Volksabstimmungen wichtige Entscheidungen für ihr Land treffen. Darüber wird abgestimmt:

Bundesgesetz über den Nachrichtendienst: Zur Terrorabwehr soll der Geheimdienst Telefonate abhören, Wohnungen verwanzen und Computer anzapfen dürfen. Das sieht ein Gesetz vor, das 2015 vom Parlament gebilligt wurde. Gegner warnen vor der Entstehung eines «Schnüffelstaates». Per Unterschriftensammlung setzten sie ein Referendum über das Gesetz durch. Die Befürworter erklären, die vorgesehenen Eingriffe in Grundrechte seien auf einige wenige und zudem klar begründete Verdachtsfälle beschränkt. Vor solchen Überwachungen müsse schließlich stets die Zustimmung von Regierungsstellen und des Verwaltungsgerichtes eingeholt werden.

Volksinitiative «AHVplus»: Die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) - so heißt in der Schweiz die obligatorische Rentenversicherung - muss nach Überzeugung der Gewerkschaften um zehn Prozent angehoben werden. Nur so könne verhindert werden, dass Ruheständler Abstriche an ihrer verfassungsmäßig garantierten «gewohnten Lebenshaltung» hinnehmen müssen. Die Arbeitgeberverbände sowie die Rechts- und Mitteparteien lehnen dies als nicht finanzierbar ab. Zudem würde die Annahme des Vorschlags die geplante und in Arbeit befindliche umfassende Rentenreform aushebeln. Damit soll ab 2020 gewährleistet werden, dass die Höhe der Renten auch dann aufrecht erhalten werden kann, wenn die Generation der «Babyboomer» in den Ruhestand geht und dadurch die Zahl der Rentenberechtigten stark steigen wird.

Volksinitiative «Für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Wirtschaft (Grüne Wirtschaft)»: Dieses Projekt der Grünen Partei bezeichneten Regierung und Wirtschaftsbände zwar als sympathischen und verständlichen Ansatz. Praktikabel und finanzierbar sei es jedoch nicht, zudem drohe der Verlust von Arbeitsplätzen. Bis 2050 - so Initiatoren - soll das Alpenland über eine vollkommen nachhaltige Wirtschaft verfügen. Nötig sei die Schaffung einer allumfassenden «Kreislaufwirtschaft», die auf langlebige Produkte setzt und Abfälle weitestgehend als Rohstoffe wiederverwendet. Der «ökologische Fußabdruck» der Schweiz müsse drastisch reduziert werden. Denn wenn jeder Erdenbewohner so eine Lebenshaltung hätte wie ein Schweizer, bräuchte die Menschheit bald drei statt des einen Planeten.

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So, 2016-09-25 05:26
Berlin (dpa)

Agrarminister Schmidt: Entspannung in Milchkrise nicht überbewerten

Berlin (dpa) - Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt warnt angesichts erster Entspannungstendenzen in der Milchkrise vor einem Verschleppen der nötigen Konsequenzen. «Jetzt ist noch die Zeit, um Dinge strukturell zu ändern», sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. «Die Molkereien müssen mithelfen, dass die Entspannung nicht überbewertet wird und Bauern nun in der Hoffnung auf bessere Preise gleich wieder mehr produzieren.» Beide Seiten sollten über Lösungen für eine strategische Mengensteuerung reden.

«Die Preise bei Butter und Käse gehen erfreulicherweise wieder in eine vernünftige Richtung», sagte der Minister. «Die Milchmenge ist in diesem Jahr schon deutlich heruntergegangen.» Ein Überangebot auf den europäischen Märkten gilt als zentrale Ursache für seit Monaten existenzbedrohend niedrige Preise. Damit Erzeuger ihre Mengen mehr steuern, könnten Molkereien «besser als bisher signalisieren, wie viel Milch sie angesichts welcher Absatzmöglichkeiten für bestimmte Produkte benötigen», schlug Schmidt vor.

So, 2016-09-25 05:00
Hamburg (dpa)

Windenergie-Branche trifft sich in Hamburg - Offshore ist im Kommen Von Eckart Gienke, dpa

Nicht nur Deutschland hat seine Energiewende. Viele Industriestaaten setzen verstärkt auf erneuerbare Energien. Der Offshore-Windenergie auf See kommt dabei besondere Bedeutung zu. Vor diesem Hintergrund beginnt am Dienstag die Messe WindEnergy in Hamburg.

Hamburg (dpa) - Bei der Hamburger Windenergie-Messe WindEnergy dreht sich in der kommenden Woche (27.-30.9.) alles um Rotoren, Getriebe und Fundamente. Mehr als 1200 Aussteller aus 34 Nationen stellen ihre Produkte und Dienstleistungen vor. Erwartet werden rund 33 000 Fachbesucher aus aller Welt. Die Veranstaltung, die erst zum zweiten Mal nach 2014 in Hamburg abgehalten wird, hat sich damit als Weltleitmesse ihrer Branche etabliert. Sie zielt auf den internationalen Markt. Zur Eröffnung am Dienstag hat sich auch Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) angesagt.

Die Lage der Windenergie-Branche ist grundsätzlich gut, doch die Märkte verändern sich. «Die globalen Wachstumstreiber für den Ausbau der erneuerbaren Energien bleiben weiterhin intakt und führen insgesamt auch künftig zu weiterem Wachstum», sagt Günter Tallner von der Commerzbank. Der weltweite Energiebedarf wächst; der Klimawandel, die unsichere Versorgungslage bei anderen Energieträgern und abnehmende Kosten stützen die Nachfrage nach erneuerbaren Energien.

Das gilt vor allem für die Windenergie auf See. An Land flacht sich die Wachstumskurve langsam ab, auch wenn Länder wie Kanada, Mexiko und Südafrika hier noch große Investitionen planen. Dagegen geht es bei der Offshore-Windenergie weltweit erst richtig los. Experten sehen enorme Wachstumspotenziale. Bei großen Energieverbrauchern wie den USA und China stecke die Entwicklung der Offshore-Windenergie noch in den Kinderschuhen, während Europa ein ganzes Stück weiter und damit auch Technologieführer sei. «In den nächsten zehn Jahren wird der Anteil der Offshore-Windenergie beim jährlichen Zubau von 5 auf 25 Prozent zunehmen», heißt es bei der Commerzbank.

Das eröffnet den deutschen Offshore-Herstellern Siemens und Senvion neue Exportchancen, ebenso wie Zulieferern und Dienstleistern. Deutsche Windkraftanlagen an Land - hier sind die Unternehmen Enercon und Nordex erste Adressen - haben weltweit einen guten Ruf. Schon jetzt liegt der Exportanteil der deutschen Hersteller bei rund 50 Prozent, doch da ist noch Luft nach oben. «Für den Export brauchen wir aber einen starken Heimatmarkt», fordert Andreas Wagner, Geschäftsführer der Stiftung Offshore Windenergie in Berlin.

In der deutschen Nord- und Ostsee wird der Ausbau der Windenergie jedoch bald abgebremst. Nur bis zum Jahr 2020 ist der Weg klar. Die Kapazitäten vor der Küste von heute 3,5 Gigawatt werden sich auf mehr als 7 Gigawatt verdoppeln. Das entspricht ungefähr fünf bis sechs großen Kernkraftwerken oder rund 1500 Windkraftwerken. Doch danach greift das neue Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), und aus dem Strom wird ein Rinnsal. In den Jahren 2021 und 2022 dürfen noch jeweils 500 Megawatt Offshore-Windkraft dazu gebaut werden, von 2023 bis 2025 dann 700 Megawatt. Die Begrenzung soll den Strompreis in Schach halten, über den der Ausbau der Offshore-Windenergie wesentlich finanziert wird.

Gleichzeitig werden die Anlagen immer größer und leistungsfähiger. Gegenwärtig sind Windkraft-Anlagen von 3,8 bis 6,2 Megawatt Leistung im Bau, doch sind schon Kraftwerke mit 8,0 Megawatt auf dem Markt und bestellt. 10 Megawatt Leistung und mehr scheinen technologisch machbar. Folge: In den 2020er Jahren wird jährlich nur noch ein neuer Windpark in der Nordsee gebaut. «Der Faden könnte reißen», befürchtet Wagner. Um technologisch vorn zu bleiben und die Kosten mehr und mehr zu senken, müssten kontinuierlich neue Projekte geplant und gebaut werden - auch in Deutschland.

So, 2016-09-25 04:15
Bühl (dpa)

Verband: Preise für Christbäume bleiben stabil

Bühl (dpa) - Die Preise für Weihnachtsbäume bleiben nach Einschätzung des Bundesverbandes der Weihnachtsbaumerzeuger (BWS) auch in diesem Jahr stabil. In den vergangenen drei Jahren seien relativ wenig Bäume durch Frost geschädigt worden, sagte Geschäftsführer Martin Rometsch der Deutschen Presse-Agentur. Ein harter Wintereinbruch könne die «Ernte» der Bäume zwar noch beeinträchtigen und damit für etwas höhere Preise sorgen. Dies sei aber wenig wahrscheinlich. Insgesamt steige der Kundenwunsch nach Premiumbäumen in makelloser Qualität weiter.

Der BWS rechnet für 2016 mit unveränderter Nachfrage nach etwa 24 bis 25 Millionen Christbäumen; rund 80 bis 85 Prozent davon Nordmanntannen. Für diese müssen die Verbraucher zwischen 18 und 23 Euro pro Meter zahlen.

À la Saison

Woher nimmt der Apfel seine Zauberkraft?

(Malus domestica)

Ohne ihn säßen wir noch im Paradies. Doch wir sollten Eva nicht gram sein. Den Apfel durften wir beim Auszug ja mitnehmen. Und der schmeckt einfach paradiesisch.

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Woher nimmt der Apfel seine Zauberkraft?

Beginnen wir ausnahmsweise bei Adam, Eva und dem Baum der Erkenntnis. Dass dieser ein Apfelbaum gewesen sein soll, steht in der Bibel nirgends. Doch die Selbstverständlichkeit, mit der aus dem Wort „Frucht“ im Lauf der Jahrtausende „Apfel“ wurde, zeigt, dass dieser die Frucht schlechthin ist. Es gibt kein wichtigeres Kulturobst. Vom goldenen Zankapfel in Homers Ilias bis zum Reichsapfel als Emblem kaiserlicher Macht, von Martin Luthers Versprechen, im Angesicht des Weltuntergangs ein Apfelbäumchen zu pflanzen bis zu Schneewittchens Biss in ein vergiftetes Exemplar, von Wilhelm Tells Armbrustakrobatik bis zu Isaac Newtons von Fallobst inspiriertem Schwerkraft-gesetz, von René Magrittes Granny Smiths bis zu den Apple Records der Beatles und schließlich zum globalen Siegeszug als Firmenlogo einer kalifornischen Computermarke – ist die abendländische Geschichte ein gewaltiger Apfelstrudel. Unmöglich, sie ganz zu erzählen.

Dabei ist die Paradiesfrucht noch weit älter als das Alte Testament. Lange ging man davon aus, dass die ersten Äpfel um 3000 vor Christus im Baltikum wuchsen. Mithilfe von DNA-Analysen fanden Oxford-Forscher vor zehn Jahren jedoch heraus, dass Malus domestica seinen Ursprung wohl in Zentralasien hat. Sie fanden seinen Vorfahren, den Asiatischen Wildapfel, an den Hängen des Tienschan im Norden Chinas. Vielleicht schmecken Äpfel aus kühlerem Klima deshalb so gut.

Schon die Germanen machten daraus Mus und Met. Wie die Frucht nach Europa gekommen war, ist unklar. Der Ruf eines wundervollen Heilmittels eilte ihr voraus. Das englische Sprichwort An apple a day keeps the doctor away ist so berühmt, dass es sogar jenseits der anglophonen Welt oft unübersetzt zur Anwendung kommt. In vielen Fällen notgedrungen – wie Max Goldt einst mit dem Versuch deutlich machte, die Sentenz ins Deutsche zu übertragen. Das Resultat „Ein Apfel am Tag und der Arzt fährt nach Prag“ entschuldigte er mit der Bemerkung, es sei erstaunlich, wie wenige Wörter sich auf Tag reimten. Immerhin erlaube das dem Mediziner eine sicher wohlverdiente Städtereise. Experten sagen übrigens, dass ein Apfel am Tag zwar keine Garantie ist, den Arzt dauerhaft an die Moldau zu verabschieden. Doch die Chancen stehen nicht schlecht –
so viel Gutes enthält die Frucht, vor allem Pektin, Vitamin C und Flavonoide.

Der wichtigste Grund für die Aura des Apfels, der schon Eva verfiel, ist natürlich sein Geschmack. Er hat eine aromatische Bandbreite von Zitronen- über Erdbeer- bis hin zu Walnussnoten. Abseits der fünf, sechs globalen Handelsmarken sorgen alte würzige Varietäten für Küchenglück. Interessanter als in Klassikern mit Kuchenteig, Zimt und Nelken verhält der Apfel sich zu den erdigen Komponenten von Wildbret, Blutwurst oder Roter Bete. Apfelsoße kontrastiert auf der Zunge perfekt zum Fett gegrillter Makrele. Und was wären Kohlsalat oder Rotkohl ohne die süße Säure? Zu Hartkäse mit roher Zwiebel passt das Kernobst ebenso wie zu Nüssen und dunklen Beeren. Unschlagbar ist es in Kombination mit Beifuß als Füllung der Weihnachtsgans.

Aber noch ist Sommer, die Ernte beginnt gerade erst. Bis der letzte Cox gepflückt ist, vergehen noch Monate. Die Frucht schlechtin ist – streng botanisch gesehen – übrigens eine Scheinfrucht! Niemand entlarvt das Blendwerk eleganter als die 2004 in Leipzig gegründete Satire-Organisation Front Deutscher Äpfel. Die FDÄ parodiert rechtsextreme Parteien und spielte mit der Wahl ihres Namens auf den damaligen NPD-Vorsitzenden Holger Apfel an. Die Künstler und Aktivisten agitieren gegen eine Überfremdung des deutschen Obstbestands und fordern: „Südfrüchte raus!“ Jemand sollte ihnen sagen, dass auch der Apfel ein Ausländer ist. 

Frisch vom Baum gibt's Äpfel ab Septemberl

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Himmlische Himbeere

(Rubus idaeus)

Was haben glühende RAF-Terroristinnen und eiskalte Banker gemeinsam? Sie machen zu oft Ferien im Himbeerreich. Da wollen Sie auch hin? Ein Wegweiser.

 

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Himmlische Himbeere

Schokolade, Zigaretten, Marshmallows – für diese Schätze aus dem „Himbeerreich“ bedankt sich Gudrun Ensslin 1968 per Gefängnispost bei ihrem Verlobten und bestellt noch eine luxuriöse Feuchtigkeitscreme hinterher. Die üppige BRD-Warenwelt versüßt der Pfarrerstochter, die kurz darauf die RAF mitgründen wird, ihr Zellenleben. Das Dialektische daran ist Ensslins Haftgrund: Brandanschläge auf zwei Kaufhäuser. „Wer Himbeerreiche anzündet, kann nicht erwarten, deren Früchte zu ernten“, sinniert 2013 der Chauffeur Hans Helmut Hinz. Er meint aber keine konsumaffinen Linksterroristinnen, sondern bonusgetriebene Bankvorstände, deren Limousinen er durch die Finanzkrise kutschiert. Hinz ist eine Figur aus dem Theaterstück „Das Himbeerreich“. Dessen Autor Andres Veiel will uns ausdrücklich nicht sagen, dass Banker Terroristen sind. Aber eines wissen sie wohl so gut wie Bombenleger (und wir alle): Wo Himbeeren wachsen, wartet das Paradies.

Rubingleich funkeln die fragilen Früchte am stacheligen Strauch. Sie duften betörend, netzen die Fingerspitzen purpurn wie Theaterblut und zergehen sonnenwarm auf der Zunge – seit Jahrtausenden. Samenfunde in Steinzeitsiedlungen belegen, dass es sich um eine der ältesten Naschereien der Welt handelt. Die Himbeere ist echt „paläo“. Kultiviert wurde sie schon im alten Rom, wo sie als Heilpflanze auch gegen Schlangenbisse und Skorpionstiche helfen sollte. Der Erfolg ist fraglich. Gesund ist die Himbeere aber durchaus. Sie enthält enorme Mengen Vitamin C, viel Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen. Das stärkt den Kreislauf, das Immunsystem und wirkt entgiftend sowie entzündungshemmend.

Die Römer nannten die Beere, die eigentlich eine Sammelsteinfrucht ist, Rubus idaeus – nach der Nymphe Ida. Einst soll die Tochter des kretischen Königs ein weinendes Kind in den Bergen gefunden haben, den jungen Göttervater Jupiter. Als sie ihm eine Himbeere pflückte, stach sie sich an den Dornen. Blut tropfte auf die ehedem weißen Früchte und färbte sie rot. Toll, diese antiken Sagen. Diese aber hat der französische Arzt Henri Leclerc 1925 für sein Buch „Les fruits de France“ dreist erfunden. Es ist auch eher öde, dass wohl der türkische Berg Ida Namenspate des Obstes war. Und „Himbeere“ kommt vom althochdeutschen Wort hintperi – Beere der Hirschkuh, vielleicht weil sie sich in lichten Wäldern so wohlfühlt.

In der Küche ist diese Frucht ein Naturtalent: Sie ist vollkommen, so wie sie ist. Ein paar gute Begleiter gibt es aber doch. Alles Cremige unterstreicht ihren Wohlgeschmack, Ziegenkäse steht im würzigen Kontrast dazu. Mit Pfirsich (Melba!), Mandel und Rosenwasser verträgt sie sich schwesterlich. Immerhin stammen sie alle aus der Großfamilie der Rosengewächse. Haselnüsse stehen ihr – traditionell in Linzertorte – ebenfalls gut. Auch dunkle Schokolade, Minze und – ja – Zucker, etwa in Marmelade, kann sie aushalten. Die Kerne mögen stören, sorgen aber auch für feine Holznoten. Nicht zuletzt harmoniert das berauschende Aroma reifer Himbeeren ausgezeichnet mit Alkohol, in Sekt etwa oder köstlichem Himbeergeist.

Es gibt auch schwarze, weiße, rosa und gelbe Sorten. Sobald Himbeeren zu sehr glänzen, ist aber Vorsicht geboten. Etwa in Hollywood. Seit 1981 verleihen Cineasten am Vorabend der Oscars den Antipreis „Goldene Himbeere“. Der Name der Plastiktrophäe spielt auf die Redewendung to blow a raspberry an: laut losprusten. Die so geehrten Schauspieler erscheinen selten persönlich. Im Jahr 2005 stellte sich Halle Berry aka Catwoman der Schmach und sprach die wahren Worte: „Wer kein guter Verlierer ist, kann kein guter Gewinner sein.“ So golden munden Niederlagen nur mit Himbeere. Liebe Banker, es ist nie zu spät, die eigene Leistung infrage zu stellen. Möge der Sommer himbeerreich sein.

Frisch vom Feld gibt's Himbeeren ab Juni.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Sagenhafter Spinat

(Spinacia oleracea)

Damit du groß und stark wirst? Von wegen! Spinat enthält gar nicht besonders viel Eisen. Weiß leider jedes Kind. Doch woher nimmt Popeye dann seine stahlharten Fäuste? Es ist... Ein Küchenkrimi.

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Sagenhafter Spinat

„Ich hab’ es geschafft. Der Spinat gab mir Kraft!“, singt ein Zeichentrickmann mit ballongroßen Unterarmen zu Militärmusik. „Ich bin Popeye der Seeheemann!“ Wir schreiben den 13. März 1942, und der Spinatmatrose hat irgendwo im Pazifik eine japanische Flotte zerlegt – im Alleingang, versteht sich. Alles, was er dafür braucht, ist eine Dose Spinat auf ex. Schon kommen die Superkräfte. Es ist die Zeit, in der selbst Comic-Helden im Dienst der US-Kriegspropaganda stehen. Die Botschaft „Der Spinat gab mir Kraft“ (im englischen Original: Strong to the finish, ’cos he eats his spinach) geht nicht nur an die Soldaten da draußen, sondern mindestens ebenso an deren Kinder daheim.

„Iss deinen Spinat!“ Wie viele Generationen hat dieser Befehl wohl gequält. Wie viel Leid war in der Welt, seit ein obskurer Chemiker im 19. Jahrhundert ein Komma falsch gesetzt und den Eisengehalt auf das Zehnfache potenziert hatte? Das Fuchsschwanzgewächs enthält gar nicht mehr von dem Spurenelement als andere Gemüse, enthüllte der Krebsexperte Terence Hamblin 1981 im British Medical Journal und folgerte spitz: „Als Eisenquelle hätte Popeye besser die Dosen verzehren sollen.“ Gute Pointe? Hier ist eine bessere: Den Rechenfehler hat es nie gegeben. Der Volksglaube, mit dem Hamblin ausgerechnet unter der Überschrift Fake! (Schwindel) aufräumte, ist selbst eine Sage. Ein „Supermythos“, wie Mike Sutton sagt. Der Kriminologe machte sich 2010 auf Spurensuche und fand: keine Quelle, nirgends. Als er Hamblin damit konfrontierte, mailte der zurück, er könne sich nicht recht erinnern. Er sei sich aber sicher, die Geschichte nicht erfunden zu haben.

Verbürgt sind Popeyes Verdienste um den Spinatabsatz in den USA. Dort hat der Matrose seine eigene Marke. Mehrere Gemeinden widmeten ihm Denkmäler. Crystal, Texas, und Alma, Alabama, konkurrieren sogar um den selbst erdachten Titel „Welthauptstadt des Spinats“. Er ist ein globales Gemüse. Im Fernen Osten zum ersten Mal kultiviert, verdankt er seinen Namen dem persischen aspanakh oder einem arabischen Poeten, der ihn als isfanatsch, Prinz aller Gemüse, pries. Im frühen Mittelalter erreichte er Spanien und verdrängte ein paar Jahrhunderte später auch seine Verwandte, die Gartenmelde, aus der deutschen Küche.

Frühjahrsspinat taugt zu mehr als grüner Pampe in Rahm. Zitrusfrüchte, auch Zitronengras stehen in frischem Kontrast zu den erdigeren Noten seiner Blätter. Als Salat oder gedünstet verträgt er sich mit gerösteten Pinienkernen, gebratenem Speck, salzigen Anchovis und beliebigen Mengen Knoblauch. Auch Joghurt schmeichelt ihm, wie die indische Küche beweist. Und Eiergerichte wie Soufflé ergänzt Spinat aufs Feinste. Aber natürlich: An kalten Apriltagen hat auch der durchpürierte Klassiker mit Muskat und „Blubb“ seine tröstende Berechtigung. Nur ein halber Mythos ist, dass man Spinat nicht wieder aufwärmen darf. Er enthält zwar Nitrat, das Bakterien in krebserregendes Nitrit umwandeln. Stellt man Reste aber rasch in den Kühlschrank, kann man die Entstehung giftiger Substanzen verzögern. Spinat à la Saison, frisch vom Feld und in Bioqualität, enthält übrigens am wenigsten Nitrat.

Und Superkräfte setzt der zarte Grüne wirklich frei. Forscher haben Eiweiße aus seinen Blättern isoliert und tüfteln damit an „Spinatzellen“ für künstliche Fotosynthese, die einst mehr leisten sollen als Solarzellen. Popeyes spinach power speist sich allerdings aus einer anderen Quelle: Im Juli 1932 isst der Matrose zum ersten Mal Spinat – frisch vom Beet. Seine Freundin Olivia ruft: „Lieber Himmel, bist du ein Pferd?“ Popeye spricht mit Pfeife im Mund: „Spinat ist voller Vitamin A. Das macht Menschen stark und gesund.“ Wie wahr. Und hoffentlich gilt das auch für Kettenraucher.

Frisch vom Feld gibt's Spinat ab März.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

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So, 2016-09-25 04:27
York/Damaskus (dpa)

UN-Sicherheitsrat berät über Luftangriffe auf Aleppo

Die Lage in Aleppo ist verheerend. Kein Wasser, keine Ärzte. Der UN-Sicherheitsrat unternimmt einen neuen Anlauf.

New York/Damaskus (dpa) - Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in New York kommt noch am Sonntag zu Beratungen über die Luftangriffe in Aleppo zusammen. Nach UN-Informationen hatten Großbritannien, die USA und Frankreich das Treffen in der Nacht beantragt. Danach werden die 15 Mitglieder des höchsten UN-Entscheidungsgremiums am Sonntag um 17.00 Uhr MESZ (11.00 Uhr Ortszeit) über die verheerende Lage in der syrischen Stadt beraten. Dort sollen zwei Millionen Menschen von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten sein. 

UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon hatte sich zuvor «erschüttert über die verheerende militärische Eskalation» im Aleppo geäußert. Nach Worten seines Sprechers Stephane Dujarric sagte Ban am Samstag in New York, er sei alarmiert über Berichte von Luftangriffen mit Brandbomben und anderen Bomben, die selbst Bunker sprengen könnten. Aleppo sei der «anhaltendsten und schwersten Bombardierung» seit Beginn der Syrienkrise 2011 ausgesetzt.

Nach dem Abbruch der Waffenruhe in der vergangenen Woche hatte Damaskus Angriffe auf die von Rebellen kontrollierten Teile der Stadt verschärft. US-Außenminister John Kerry hatte sich am Samstag in Boston mit vier europäischen Außenministern ausgesprochen. Er verlangte von Syrien ein sofortiges Ende der Luftangriffe. «Was in Aleppo passiert, ist inakzeptabel. Das sprengt alle Dimensionen», sagte Kerry. Zugleich rief er Russland auf, seinen Einfluss auf Syriens Machthaber Baschar al-Assad geltend zu machen. 

In Aleppo sind seit Ende der Waffenruhe mehr als 180 Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien auch mindestens 26 Kinder, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Am Samstag erschütterten massive Luftangriffe der syrischen Armee und ihrer Verbündeten den dritten Tag in Folge den von Rebellen gehaltenen Ostteil der Stadt. Dort harren noch mehr als 250 000 Menschen unter widrigsten Umständen aus.

Die zwischen Russland und den USA vereinbarte Waffenruhe hatte nicht einmal eine Woche lang gehalten. Die schweren Bombardements bedeuten nach den Worten von UN-Syrienvermittler Staffan de Mistura «eine Rückkehr zum offenen Konflikt». Aus seiner Sicht sei es die schlimmste humanitäre Tragödie seit dem Zweiten Weltkrieg, sagte de Mistura dem arabischen Sender «Al-Dschasira».

Syriens Machthaber Baschar al-Assad hatte vor Wiederaufnahme der Luftangriffe auf Aleppo am Donnerstag eine Bodenoffensive angekündigt, um die Stadt vollständig zurückzuerobern. Im Umland Aleppos rückten Regimetruppen nach Gefechten gegen die Aufständischen vor. Die angekündigte Militäroperation begann damit aber offensichtlich noch nicht.

Raketen seien am Samstag auf mindestens 13 Bezirke im heftig umkämpften Ostteil niedergegangen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Mindestens 32 Menschen seien dabei gestorben. Die Rettungshelfer der Weißhelme berichteten von mehr als 50 Toten und Hunderten Verletzten.

Ein Aktivist sagte, Artilleriefeuer und international geächtete Fassbomben würden die Rettungsmaßnahmen für die unter den Trümmern verschütteten Menschen erschweren.

Die wenigen noch arbeitsfähigen Krankenhäuser Aleppos seien mit den vielen Verwundeten überfordert. Es fehle an medizinischer Ausrüstung und Personal. «Wir haben nicht genug Ärzte, um mit der hohen Zahl an Verletzten fertig zu werden», sagte Ibrahim al-Hadsch, Sprecher der Weißhelme in Aleppo. Seit Juli konnten keine Arzneien in den belagerten Ostteil gebracht werden.

Für Hunderttausende Menschen in der gesamten Stadt gibt es laut Unicef nach dem Angriff auf ein Pumpwerk und der Abschaltung einer weiteren Einrichtung zudem kein fließendes Wasser.

Frustration nach dem vorläufigen Scheitern der diplomatischen Bemühungen in New York war auch UN-Vermittler de Mistura anzumerken: «Ich bin nun 46 Jahre bei den UN, 19 Kriege inklusive Afghanistan und den Balkan, was kompliziert genug war. Ich habe niemals so viele Parteien mit so vielen unterschiedlichen Zielen gesehen wie in diesem Konflikt», sagte er Al-Dschasira.

«Was als friedlicher Aufstand begann und sich dann zu einer gewaltsamen Unterdrückung wendete und danach zu einer Militarisierung sowohl des Aufstandes als auch der Unterdrückung, wurde ein regionaler Stellvertreterkrieg und danach ein konkurrierender internationaler Einsatz. Das ist das größte Problem in diesem Konflikt», sagte er.

In der zentralsyrischen Homs erreichte unterdessen ein Hilfskonvoi mit 36 Lastwagen den Bezirk Al-Waer. Nach einem Abkommen zwischen Regierung und Rebellen hatten Hunderte Aufständische das belagerte Al-Waer Anfang der Woche verlassen. Die Lieferung, an der auch die Vereinten Nationen beteiligt waren, enthielt dem Internationalen Roten Kreuz zufolge Nahrung, Medizin und Wasser für 75 000 Menschen. Am Montag war ein Konvoi der UN angegriffen worden. Mehr als 20 Zivilisten starben.

So, 2016-09-25 04:01
York (dpa)

UN-Sicherheitsrat berät über Luftangriffe auf Aleppo

New York (dpa) - Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in New York kommt noch am Sonntag zu Beratungen über die Luftangriffe in Aleppo zusammen. Nach UN-Informationen hatten Großbritannien, die USA und Frankreich das Treffen in der Nacht beantragt. Danach werden die 15 Mitglieder des höchsten UN-Entscheidungsgremiums am Sonntag um 1700 Uhr MESZ (11.00 Uhr Ortszeit) über die verheerende Lage in der syrischen Stadt beraten. Dort sollen zwei Millionen Menschen von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten sein. 

So, 2016-09-25 00:44
Washington (dpa)

Trump droht mit Einladung von Ex-Clinton-Geliebter zur TV-Debatte

Washington (dpa) - Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat damit gedroht, zur Fernsehdebatte am Montag (Ortszeit) mit Hillary Clinton eine frühere Geliebte ihres Mannes mitzubringen. Der Immobilienmogul reagierte damit auf eine Mitteilung des milliardenschweren Geschäftsmannes Mark Cuban, nach der er beim TV-Duell in der ersten Reihe sitzen werde. Cuban ist ein lautstarker Trump-Gegner und fester Clinton-Unterstützer.

Wenn Cuban in der ersten Reihe sitzen wolle, dann werde er vielleicht Gennifer Flowers direkt neben ihn setzen, twitterte Trump am Samstag. Flowers hatte während Bill Clintons Präsidentschaftswahlkampf 1992 über eine langjährige Affäre mit dem Demokraten berichtet und Clinton das zunächst bestritten. Dann räumte er 1998 unter Eid aber eine frühere sexuelle Beziehung mit ihr ein, bestritt allerdings Einzelheiten von Flowers' Darstellung.

Sie selber schrieb am Samstag auf Twitter: «Hi Donald. Du weißt, dass ich in Deiner Ecke bin und definitiv bei der Debatte sein werde.»

Das TV-Duell - das erste von insgesamt drei zwischen den beiden Kandidaten - findet um 21 Uhr Ortszeit am Montagabend (3 Uhr am Dienstagmorgen MESZ) statt.

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Sa, 2016-09-24 21:02
York (dpa)

«New York Times» unterstützt Clinton

New York (dpa) - Knapp sechs Wochen vor der US-Wahl hat sich die «New York Times» offiziell hinter die Demokratin Hillary Clinton gestellt. Sie habe eine langjährige Erfahrung und eine Menge pragmatische Ideen vorzuweisen, hieß es in einem am Samstag online veröffentlichten Meinungsartikel des Editorial Board. Das ist das für Kommentare zuständige Journalisten-Gremium der Zeitung.

Der Republikaner Donald Trump dagegen habe nur viel versprochen, aber nichts Konkretes über sich selber oder seine Pläne offenbart. Die Zeitung kündigte einen gesonderten Kommentar an, in dem sie darlegen will, warum Trump nach ihrer Auffassung «der schlechteste Kandidat ist, den eine größere Partei in der modernen Geschichte nominiert hat».

Clinton habe die nötigen Fähigkeiten, die politischen Herausforderungen der nächsten Jahre zu meistern, heißt es weiter. «Unsere Unterstützung wurzelt in Respekt für ihren Intellekt, ihre Erfahrung, Zähigkeit und ihren Mut», den sie in ihrer langen Karriere gezeigt habe.

Sa, 2016-09-24 19:09
Berlin (dpa)

Gauck zum Tod Mannheimers: Deutschland verliert großartigen Menschen

Berlin (dpa) - Bundespräsident Joachim Gauck hat den verstorbenen Holocaust-Überlebenden Max Mannheimer als «einen großartigen Menschen und einen bedeutenden Zeitzeugen» gewürdigt. In einem Kondolenzschreiben an den Sohn Ernst Mannheimer schreibt Gauck: «Er, der durch die Hölle mehrerer Konzentrationslager ging, trat unermüdlich für Rechtsstaat und Demokratie ein. Niemals hat er Rache oder Vergeltung das Wort geredet, sondern immer Zeichen der Versöhnung gesetzt.» Mannheimer war am Freitag im Alter von 96 Jahren in einer Münchner Klinik gestorben.

In dem am Samstagabend vom Bundespräsidialamt veröffentlichten Kondolenzschreiben heißt es weiter, Max Mannheimer sei es eine «innere Verpflichtung» gewesen, «als Zeitzeuge die Erinnerung an die dunkelsten Jahre der deutschen Geschichte wach zu halten» und vor allem junge Menschen vor den Gefahren von Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit zu warnen. «Seine Stimme ist nun verstummt, aber was er uns sagte, wird in Erinnerung bleiben», so Gauck. «Mit dem Tod von Max Mannheimer haben wir einen großen Verlust erlitten. Wir werden ihn niemals vergessen.»

Sa, 2016-09-24 19:55
Mainz (dpa)

Deutschland sucht die nächste Weinkönigin - Sechs Finalistinnen

Mainz (dpa) - 6 von 13 Kandidatinnen haben es ins Finale zur Deutschen Weinkönigin geschafft. «Es war ein sehr knappes Ergebnis», sagte ein Sprecher des Deutschen Weininstituts am Samstag zum Vorentscheid in Mainz. Die Kandidatinnen mussten beispielsweise Ideen für den Online-Weinhandel einbringen oder den Unterschied zwischen Sekt und Perlwein erklären.

Die verbliebenen Kandidatinnen konkurrieren am kommenden Freitag in Mainz um die Krone. Sie alle wollen die 68. Botschafterin des deutschen Weins werden, mit Hunderten Terminen im In- und Ausland während der einjährigen Amtszeit.

Die Kandidatinnen sind bereits Weinköniginnen ihrer Anbaugebiete. Sie wurden in einem Trainingslager des Deutschen Weininstituts mit Englisch-Seminar, Kamera- und Rhetorik-Training sowie Stilberatung und Fotoshooting auf die Wahl vorbereitet.

Diese Kandidatinnen haben das Finale zur Deutschen Weinkönigin erreicht: Christina Schneider (Franken), Anja Antes (Hessische Bergstraße), Lena Endesfelder (Mosel), Clarissa Peitz (Nahe), Louisa Follrich (Rheingau) und Mara Walz (Württemberg).

Geht doch!

Können Regierungen Unsinn einfach verbieten?

Saures für Süßes – ein Pioniergesetz verbietet Naschereien, die Kinder mit Spielzeug locken

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Können Regierungen Unsinn einfach verbieten?

Mit einem strengen Gesetz will Chile seine Kinder und Jugendlichen vor ungesunder Nahrung schützen: Seit Anfang Juli dürfen Süßigkeiten mit einer Spielzeug-Beigabe im ganzen Land nicht mehr verkauft werden. Überraschungseier von Ferrero und Kindermenüs von McDonald’s sind jetzt also illegal. Die Neuregelung legt außerdem fest, welche Lebensmittel als gesundheitsschädlich gelten. Alle, die pro 100 Gramm mehr als 400 Milligramm Salz, vier Gramm gesättigter Fettsäuren, 275 Kalorien oder zehn Gramm Zucker enthalten, müssen gut sichtbar mit Warnhinweisen gekennzeichnet sein. An Schulen dürfen sie nicht verkauft oder beworben werden. Der Grund für das Gesetz: In Chile ist inzwischen jedes dritte Kind unter sechs Jahren übergewichtig. Hersteller und auch einige Kritiker der Süßigkeitenindustrie bezweifeln aber, dass ein Verbot die richtige Maßnahme ist, um eine gesündere Ernährung zu erreichen. Entscheidend sei die konsumierte Menge, eine bessere Aufklärung der Kinder und vor allem gute Vorbilder – zum Beispiel gesünderes Schulessen.

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San Francisco: Styropor gebannt
Konsequent verfolgt San Francisco seine „Zero Waste“- Strategie: Die kalifornische Stadt verbietet ab Juli 2017 Kaffeebecher, Einweggeschirr und Lebensmittelverpackungen aus Styropor. Mit dem Bann dieser  Wegwerfprodukte will sie ihrem Ziel,  bis 2020 müllfrei zu sein, einen großen Schritt näherkommen. Inzwischen machen rund 100 US-Städte gegen Waren aus Schaumkunststoff mobil.

Russland: Gentechnik unerwünscht
Gentechnisch modifizierte Organismen dürfen in Russland künftig weder angebaut noch importiert werden. Einzige Ausnahme: Zu Forschungszwecken sind gentechnisch veränderte Pflanzen und Tiere erlaubt. Bei Verstößen drohen Geldstrafen von bis zu 6500 Euro. Das beschloss die Staatsduma in dritter und abschließender Lesung.

Marokko: Plastiktüten ade
Mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von jährlich 900 Plastiktüten zählt das nordafrikanische Land zu den Negativ-Spitzenreitern. Doch seit Juli sind dort Kunststofftüten verboten – mit Ausnahme von Gefrier- und Müllbeuteln. Hierzulande soll eine Anfang Juli eingeführte Gebühr den Verbrauch drosseln.

 

Geht doch!

Konfliktfrei surfen

Konzerne müssen Rohstoffe aus Krisengebieten offenlegen – Europa ringt um eine verpflichtende Regelung

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Konfliktfrei surfen

Ausgerechnet die USA machen vor, wie man große Firmen an die kurze Leine nimmt – zumindest in punkto Konfliktrohstoffe. Der „Dodd-Frank Act“ verpflichtet börsennotierte Unternehmen, offenzulegen, ob Handys, Laptops oder Autos Mineralien enthalten deren Verkauf Kriege oder bewaffnete Kämpfe in der DR Kongo und deren Nachbarländern finanziert. Dass das seit 2010 geltende Transparenzgesetz für Gold, Tantal, Wolfram und Zinn Wirkung zeigt, belegt nun ein Report des „Enough Project“: Inzwischen gebe es im Kongo mehr als 160 Minen, die als „konfliktfrei“ gelten, ermittelte die US-Organisation. Auch EU-Bürger wollen keine „blutigen“ Produkte. Deshalb verhandeln EU-Kommission, -Parlament und -Rat derzeit über eine Sorgfaltsregelung. Wie verbindlich diese sein wird, ist bislang offen. „Die EU-Regeln dürfen nicht hinter die US-Standards zurückfallen, das wäre ein Armutszeugnis“, sagt Christian Wimberger von der Christlichen Initiative Romero. Selbst eine verpflichtende Regelung für Konfliktmineralien könne nur ein erster Schritt sein. Als nächstes müsse der verbindliche Schutz von Menschenrechten und Umwelt auf alle industriellen Bergbauprojekte wie die Förderung von Coltan, Kupfer und Kohle ausgeweitet werden.
ci-romero.de (Rohstoffkampagne)
stop-mad-mining.org

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Mailand: Cash fürs Radeln
Seit Jahren leiden die Mailänder unter Staus und schlechter Luft. Nun ergreift die Verwaltung der norditalienischen Metropole eine ungewöhnliche Maßnahme: Sie will jedem Pendler, der künftig mit dem Rad zur Arbeit fährt, eine Pauschale von 25 Cent pro gefahrenem Kilometer zahlen. Für das Anreizprogramm stehen insgesamt 35 Millionen Euro bereit. Die Fahrten sollen per App dokumentiert werden.

London: Strom von der Themse
Im Mai hat die britische Hauptstadt den größten schwimmenden Solarpark der Welt in Betrieb genommen. Für 7,3 Millionen Euro wurden in der Themse 23.000 Paneele mit einer Kapazität von 6,3 Megawatt verankert. Der produzierte Strom soll die Wasseraufbereitungsanlagen in und um London versorgen. Der Vorteil der schwimmenden Sonnenkraftwerke: Sie sind leichter und billiger herzustellen als Anlagen an Land, werden durch das fließende Wasser konstant gekühlt und nehmen keinen Platz weg.

Frankreich: Palmöl – teurer durch Steuer
Um den Konsum zu drosseln und so die verheerenden Umweltschäden des Plantagenanbaus zu mindern, will die französische Regierung Palmöl besteuern: Ab 2017 sollen 30 Euro pro Tonne fällig werden, bis 2020 wird sich die Abgabe verdreifachen. In Deutschland ist bislang keine Palmölsteuer geplant. Der „Save Wildlife Conservation Fund“ drängt die Politik hierzulande schon länger zu diesem Schritt. Anders als in Frankreich dürfte sogenanntes „nachhaltiges Palmöl“ allerdings nicht ausgenommen werden, sagt eine Sprecherin der Stiftung, da es dafür noch immer keine verlässlichen Zertifizierungen gebe.
zeropalmoel.de

Geht doch!

Saubere Profite

Als erste deutsche Stadt investiert die westfälische Kommune nur noch in ethisch-ökologische Anlagen

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Saubere Profite

Dem Stadtkämmerer von Münster bereiten die RWE-Verluste keine schlaflosen Nächte: Als erste deutsche Stadt hat die westfälische Grünen-Hochburg zum Jahresbeginn alle Geldgeschäfte mit Klimasündern eingestellt. Rückstellungen für die Beamtenpensionen – das sind immerhin 460 Millionen Euro – dürfen nicht mehr in Fonds angelegt werden, die Aktien von Öl- und Kohleunternehmen beinhalten. Mehr noch: Auch Atomenergiekonzerne, Gentechnikfirmen und Rüstungsindustrie sind tabu. Drahtzieher dieser „Divestment“-Premiere waren die örtliche Fossil-Free-Gruppe und die Grünen. Seit Sommer 2013 machten die Klima-Aktivisten Druck auf der Straße, und die Partei überzeugte schließlich den Stadtrat. „Jeder, der nicht will, dass seine Stadt durch ihre Geldgeschäfte den Klimawandel befeuert, kann eine solche Kampagne starten“, sagt Tine Langenkamp von der Klimaschutzorganisation 350.org. „Dafür muss man kein Finanzexperte sein.“ Vom Ausstieg profitiere nicht nur das Klima, er rechne sich auch noch. „Ethisch-ökologische Geldanlagen können sogar mehr Renditen abwerfen als konventionelle“, sagt der grüne Fraktionsvorsitzende Otto Reiners, „deshalb erwarten wir einen Domino-Effekt.“
gofossilfree.wordpress.com
gofossilfree.org/de

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Frankreich: La vie est belle
Eben noch hat Frankreich Schlagzeilen gemacht, weil Supermärkte keine Lebensmittel mehr wegwerfen dürfen und in Restaurants „Doggy Bags“ eingeführt werden. Nun gibt das Nachbarland in anderen Bereichen Gas: In den nächsten fünf Jahren sollen tausend Kilometer Straßenbelag mit neuartigen Solarpaneelen ausgerüstet werden – bereits zwanzig Quadratmeter könnten den Strombedarf eines Single-Haushalts decken. Und schon in diesem Sommer werden in Paris tausend E-Roller stehen, die jeder mieten kann – sie sollen für bessere Luft sorgen.

Thailand: Autarke Solarschule
In der Sisaengtham-Schule im Nordosten Thailands lernen schon kleine Kinder, nachhaltig zu leben: Sie pflanzen nicht nur ihr eigenes Gemüse an, sondern installieren und reparieren auch Solarzellen. Ziel des als „Solar-Mönch“ bekannten Gründers Phra Khru Wimon Panyakhun ist es, dass sich die Schule in allen Bereichen selbst versorgt. Die Energieernte deckt bereits den Bedarf. Außerdem entwickelten die Kinder mobile Ladestationen, mit denen Bauern die Bewässerungspumpen für ihre Reisfelder mit der Kraft der Sonne statt mit Dieselgeneratoren betreiben können.

Kamerun: Häuser aus Plastikmüll
Roger Milla, die afrikanische Fußball-Legende aus Kamerun, betreibt in seinem Heimatland eine Recyclinganlage. Aus Plastikmüll werden dort Bausteine gepresst: „Wir wollen die Umweltverschmutzung verringern und Arbeitsplätze für Jugendliche schaffen“, sagt Milla. Ein ähnliches Projekt verfolgt die dänische Ingenieurstudentin Lise Fuglsang Vestergard in Indien: Sie lässt zerkleinerten Plastikmüll im „Solargrill“ zu Ziegelsteinen einschmelzen. 

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Sa, 2016-09-24 18:41
Boston (dpa)

Kerry fordert sofortigen Stopp von Luftangriffen auf Aleppo

Boston (dpa) - US-Außenminister John Kerry hat von Syrien ein sofortiges Ende der Luftangriffe auf die Stadt Aleppo verlangt. «Was in Aleppo passiert, ist inakzeptabel. Das sprengt alle Dimensionen», sagte Kerry am Samstag bei einem Treffen mit vier europäischen Außenministern in seiner Heimatstadt Boston.

Zugleich rief er Russland auf, seinen Einfluss auf Syriens Machthaber Baschar al-Assad geltend zu machen, damit die Angriffe gestoppt werden. «Russland muss ein Exempel statuieren und keinen Präzedenzfall schaffen, der für die ganze Welt nicht hinnehmbar ist», sagte Kerry.

Bei dem Treffen mit Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sowie den Ressortchefs aus Großbritannien, Frankreich und Italien sollte es auch um die Beziehungen zwischen Europa und den USA gehen. Der 72-jährige Kerry wird nach der US-Präsidentenwahl im November in einer neuen Regierung aller Voraussicht nach nicht mehr dabei sein - unabhängig vom Ausgang der Wahlen.

Sa, 2016-09-24 18:25
York (dpa)

Bruce Springsteen über Trump: USA von einem Idioten belagert

New York (dpa) - Die US-Rocklegende Bruce Springsteen (67; «Born in the U.S.A.») hat den Kandidaten der Republikaner für das Weiße Haus, Donald Trump, als «Idioten» beschimpft. In einem Interview des «Rolling Stone» sagte Springsteen, sein Land sei «praktisch unter Belagerung durch einen Idioten». Die Situation sei «tragisch, eine Tragödie für unsere Demokratie». Das Magazin veröffentlichte Auszüge des Interviews am Samstag.

Trumps Ideologien, darunter der Nationalismus für ein weißes Amerika, und die von ihm propagierte alternative konservative Bewegung seien «äußerst gefährlich», meint der Rocksänger. Trumps Rezept? Er biete «einfache Lösungen für überaus komplizierte Probleme, irreführende Antworten auf schwierige Fragen», sagt Springsteen. Für ihn selbst komme nur Hillary Clinton in Frage. «Ich glaube, sie würde eine sehr, sehr gute Präsidentin sein.»

Sa, 2016-09-24 19:00
Luka (dpa)

Bosnische Serben starten Machtkampf mit Verfassungsgericht

Banja Luka (dpa) - Rund 1,2 Millionen Serben in Bosnien-Herzegowina sind am Sonntag zu einem Referendum aufgerufen, um ihren umstrittenen Nationalfeiertag am 9. Januar beizubehalten. Damit soll in verfassungswidriger Weise ein Beschluss des obersten Gerichts null und nichtig gemacht werden, der sowohl den nur von Serben begangenen Feiertag als auch die Abstimmung selbst verbietet. Die USA und die EU haben sich vergeblich bemüht, das Referendum zu verhindern. Denn sie sehen darin einen Schritt in Richtung Abspaltung der serbischen Landeshälfte vom Gesamtstaat.

Sa, 2016-09-24 19:00
Bern (dpa)

Schweizer entscheiden über Abhörbefugnis für Geheimdienst

Bern (dpa) - In der Schweiz sind an diesem Sonntag rund fünf Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, über eine Ausweitung der Befugnisse des Geheimdienstes zu entscheiden. Zur Abstimmung steht ein vom Parlament bereits gebilligtes Gesetz, das es dem Nachrichtendienst des Bundes (NDB) erlaubt, in begründeten Einzelfällen zur Terrorabwehr Telefonate abzuhören, Wohnungen zu verwanzen und Computer anzuzapfen.

Laut einer Umfrage der Mediengruppe Tamedia wollen 58 Prozent der Referendumsteilnehmer dafür stimmen. Meinungsforscher erklärten, nach den Anschlägen in Paris und Brüssel sowie in den deutschen Städten Würzburg und Ansbach sei die Zustimmung zu dem Gesetz gewachsen.

Gegner warnten vor der Entstehung eines «Schnüffelstaates». Hingegen erklärten Befürworter des Gesetzes, es seien strenge Regeln für Überwachungen vorgesehen. Bewilligungen dafür müssten jeweils bei der Regierung und beim höchsten Verwaltungsgericht beantragt werden.

Abgestimmt wird in der Schweiz auch über zwei Volksinitiativen: Die Gewerkschaften wollen erreichen, dass die gesetzliche Rente um zehn Prozent angehoben wird. Die Grüne Partei hat ein Programm für einen ökologischen Umbau der Volkswirtschaft vorgelegt. Ziel ist eine allumfassende Kreislaufwirtschaft, die auf langlebige Produkte setzt und Abfälle weitestgehend als Rohstoffe wiederverwendet.

Sa, 2016-09-24 17:13
Damaskus (dpa)

Nach Zusammenbruch der Waffenruhe mehr als 180 Tote in Aleppo

Kein Wasser, keine Ärzte: Die belagerten Rebellengebiete von Aleppo sind nach dem Zusammenbruch der Waffenruhe das Ziel nicht endender Gewalt.

Damaskus (dpa) - In der umkämpften syrischen Stadt Aleppo sind seit Ende der Waffenruhe mehr als 180 Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien auch mindestens 26 Kinder, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Am Samstag erschütterten massive Luftangriffe der syrischen Armee und ihrer Verbündeten den dritten Tag in Folge den von Rebellen gehaltenen Ostteil der Stadt. Dort harren noch mehr als 250 000 Menschen unter widrigsten Umständen aus.

Die zwischen Russland und den USA vereinbarte Waffenruhe hatte nicht einmal eine Woche lang gehalten. Die schweren Bombardements bedeuten nach den Worten von UN-Syrienvermittler Staffan de Mistura «eine Rückkehr zum offenen Konflikt». Aus seiner Sicht sei es die schlimmste humanitäre Tragödie seit dem Zweiten Weltkrieg, sagte de Mistura dem arabischen Sender «Al-Dschasira».

Syriens Machthaber Baschar al-Assad hatte vor Wiederaufnahme der Luftangriffe auf Aleppo am Donnerstag eine Bodenoffensive angekündigt, um die Stadt vollständig zurückzuerobern. Im Umland Aleppos rückten Regimetruppen nach Gefechten gegen die Aufständischen vor. Die angekündigte Militäroperation begann damit aber offensichtlich noch nicht.

Raketen seien am Samstag auf mindestens 13 Bezirke im heftig umkämpften Ostteil niedergegangen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Mindestens 32 Menschen seien dabei gestorben. Die Rettungshelfer der Weißhelme berichteten von mehr als 50 Toten und Hunderten Verletzten.

Ein Aktivist sagte, Artilleriefeuer und international geächtete Fassbomben würden die Rettungsmaßnahmen für die unter den Trümmern verschütteten Menschen erschweren.

Die wenigen noch arbeitsfähigen Krankenhäuser Aleppos seien mit den vielen Verwundeten überfordert. Es fehle an medizinischer Ausrüstung und Personal. «Wir haben nicht genug Ärzte, um mit der hohen Zahl an Verletzten fertig zu werden», sagte Ibrahim al-Hadsch, Sprecher der Weißhelme in Aleppo. Seit Juli konnten keine Arzneien in den belagerten Ostteil gebracht werden.

Für Hunderttausende Menschen in der gesamten Stadt gibt es laut Unicef nach dem Angriff auf ein Pumpwerk und der Abschaltung einer weiteren Einrichtung zudem kein fließendes Wasser.

Frustration nach dem vorläufigen Scheitern der diplomatischen Bemühungen in New York war auch UN-Vermittler de Mistura anzumerken: «Ich bin nun 46 Jahre bei den UN, 19 Kriege inklusive Afghanistan und den Balkan, was kompliziert genug war. Ich habe niemals so viele Parteien mit so vielen unterschiedlichen Zielen gesehen wie in diesem Konflikt», sagte er Al-Dschasira.

«Was als friedlicher Aufstand begann und sich dann zu einer gewaltsamen Unterdrückung wendete und danach zu einer Militarisierung sowohl des Aufstandes als auch der Unterdrückung, wurde ein regionaler Stellvertreterkrieg und danach ein konkurrierender internationaler Einsatz. Das ist das größte Problem in diesem Konflikt», sagte er.

In der zentralsyrischen Homs erreichte unterdessen ein Hilfskonvoi mit 36 Lastwagen den Bezirk Al-Waer. Nach einem Abkommen zwischen Regierung und Rebellen hatten Hunderte Aufständische das belagerte Al-Waer Anfang der Woche verlassen. Die Lieferung, an der auch die Vereinten Nationen beteiligt waren, enthielt dem Internationalen Roten Kreuz zufolge Nahrung, Medizin und Wasser für 75 000 Menschen. Am Montag war ein Konvoi der UN angegriffen worden. Mehr als 20 Zivilisten starben.

Sa, 2016-09-24 16:24
Bickenbach (dpa)

Alnavit ruft Smoothiepulver wegen möglicher Keimbelastung zurück

Bickenbach (dpa) - Der Biokost-Anbieter Alnavit hat wegen einer möglichen Keimbelastung zwei seiner Smoothiepulver zurückgerufen. Betroffen sind die 120-Gramm-Packung des Produkts «Grashüpfer» mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 22. April 2017 und die 105-Gramm-Packung «Pflanzenfreund» mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 26. April 2017, wie das Unternehmen am Samstag im südhessischen Bickenbach mitteilte.

Da nicht ausgeschlossen werden könne, dass in den Lebensmitteln mit E. Coli-Bakterien verunreinigtes Gerstengraspulver enthalten sei, würden die Chargen vorsorglich zurückgerufen. Verbraucher könnten sie gegen andere umtauschen. Andere Alnavit-Produkte seien nicht betroffen. Die Bakterien kann zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Fieber führen. Ob die Produkte bundesweit in den Handel gelangten, war zunächst unklar.

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Presto, presto statt Buon appetito – jetzt gibt’s Pasta als Prodotto finito!
So lernen schon die Bambini, wie man Bio-Nudeln zubereitet: Folie einstechen und ab in die Mikrowelle.

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Das Wissen zu den Anlagetricks von morgen.

Und die Skrupellosigkeit meines Beraters. 
Unsere Experten analysieren globale Trends im Geldwäschesektor. Panama war gestern, morgen finden wir anderswo ein trockenes Plätzchen für Ihr Schwarzgeld. Vertrauen Sie uns: Wir mischen aus Tradition in jedem Finanzskandal mit. Und ob Waffenfabriken, Atom- oder Kohlekraftwerke – wir stecken Ihr Geld in jede tödliche Industrie.
Mehr Infos: greenpeace-magazin.de/deutschebank

Unser Wissen für Ihr schmutziges Geld.
Gewissenlos aus Gewinnsucht

Kohleschlote? Atomwaffensilos? Keine Ahnung. Wir lassen Gras über die Sachen wachsen.

 

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STUPID.T ist die erste und einzige Maschine, die auf Knopfdruck Zweifel an der Zukunftsfähigkeit der menschlichen Zivilisation erzeugt. Man stecke eine überteuerte Einwegkapsel mit etwas 08/15-Tee ins Gerät, betätige die Taste – und schon gibt’s jede Menge bunten Alu- und Plastikabfall.

Entdecken Sie die neue, besonders überflüssige Art der Müllerzeugung.
Mehr auf greenpeace-magazin.de/special-t.

 

 

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Der Marktführer bei Industriewurst*

*in Plastik verpackt, bei Aldi & Co. verkloppt

Mehr über die Wursttruppe unter greenpeace-magazin.de/boeklunder

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Komplett neben der Spur.

Der Lüguan. Lässt Kontrollen links liegen.

Jeder hat doch mal eine abwegige Idee. Warum sollte das bei den Ingenieuren und Managern von Volkswagen anders sein. Wenn es einfach nicht klappen will, einen Motor so hinzubekommen, dass er sauber läuft und trotzdem ordentlich Wums hat, kann man schon mal die ausgetretenen Pfade verlassen und die Schikanen kontrollwütiger Umweltfreaks ausmanövrieren. Dass da ein paar Asthmatiker am Straßenrand ins Gras beißen, dass Kundenrechte und fairer Wettbewerb auf der Strecke bleiben, dass am Ende der ganze Konzern erst auf die schiefe Bahn und dann ins Schleudern gerät, das alles sieht von hinten betrachtet natürlich dreckig aus. Aber da lag nun mal so verdammt viel Schotter auf der Straße.

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AUSSEN GRÜN.*
INNEN BRAUN.*
KALORIEN-AMPEL ROT.**

Die neue Coca-Cola Lie hat ein grünes Etikett. Das soll ja bei Imageproblemen helfen.
Es sind aber immer noch drei gehäufte Teelöffel Zucker in einer 0,33-Liter-Flasche. Schließlich macht nicht die Cola dick, sondern Bewegungsmangel, haben Forscher*** herausgefunden.
Mehr Infos unter greenpeace-magazin.de/coke

*  MIT FARBSTOFF
** COCA-COLA LIE MIT STEVIA-EXTRAKT ENTHÄLT 37 % WENIGER ZUCKER. DAS REICHT IMMER NOCH, UM MIT EINER MINI-FLASCHE DIE VON DER WHO EMPFOHLENE TAGESDOSIS ZU KNACKEN. DIE KALORIEN-AMPEL LEUCHTET WEITER IM SCHÖNSTEN COLA-ROT.
*** DIE COCA-COLA GESPONSERT HAT 

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Deutsche See – Wir schalten auf stur 

HÖCHSTE QUANTITÄT UND SKRUPELLOSE GESCHÄFTE MIT WALFÄNGERN.

Unser Rotbarsch stammt aus Beständen vor den Küsten Islands. Dort haben wir Verbündete gefunden, die unsere große Leidenschaft für Geld teilen. Das kleine Inselvolk ist seit 2006 wieder auf Waljagd. Denn rund um Island erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem. Der Schutz dieses Naturschatzes liegt einigen Isländern genauso fern wie uns. Geld, das wir dem Fischereiunternehmen HB Grandi für den Rotbarsch überweisen, fließt in die illegale Jagd auf gefährdete Finnwale.

Unseren Rotbarsch beziehen wir von unserem Komplizen: HB GRANDI – Fieser Fisch

greenpeace-magazin.de/deutschesee

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Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
Mehr zu Lidls Schönfärberei jetzt auf www.greenpeace-magazin.de/lidl

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„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

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greenpeace-magazin.de/sixt

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

Keine Anzeige!

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

Keine Anzeige!

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb, selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.
 

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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„Ich hab's nicht so mit Broteschmieren.“

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“
 

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

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Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

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