Greenpeace Magazin Ausgabe 6.01

Atomgefahr im Keller

Atomkraftwerke im Keller von Bürohäusern und Apartmentblocks

– so stellen sich japanische Forscher die Stromversorgung von morgen vor. Ursprünglich sollten die kompakten, sechs Meter hohen und zwei Meter breiten „Rapid-L-Reaktoren“ Mondkolonien versorgen, nun sollen sie erst einmal die Souterrains von Tokio erobern. Atomexperten beurteilen die Anlagen skeptisch. „Die Kettenreaktion ist bei dieser Technik schwer zu kontrollieren“, sagt der Hannoveraner Reaktorexperte Helmut Hirsch. Außerdem bestehe Brand- und Explosionsgefahr, da flüssiges Natrium als Kühlmittel diene, das sehr heftig mit Luft und Wasser reagiere. Unbekannt ist bislang, wie viel Brennstoff ein solcher innerstädtischer Keller-Reaktor enthalten soll.