Greenpeace Magazin Ausgabe 6.98

Auf Tauchstation

In Großbritannien entsteht das erste große Strömungskraftwerk.

Im Jahr 2000 will Peter Fraenkel, Projektleiter der britischen Firma „IT Power“, an der Südwestküste Englands das erste größere Unterwasserkraftwerk installieren. Die von der Europäischen Union geförderte Anlage soll 300 Kilowatt Strom erzeugen, die dann ins öffentliche Netz eingespeist werden. Angetrieben vom strömenden Wasser, wird sich der Rotor langsam drehen und einen Generator in Bewegung setzen. Der Unterwasser-Betrieb stellt hohe Anforderungen an die Technik. „In letzter Zeit hat die Offshore-Industrie aber so große Fortschritte gemacht, daß ihre Konstruktionen mittlerweile Jahrzehnte im Meerwasser überstehen“, sagt Fraenkel. Um den Zugang für Wartungsarbeiten zu erleichtern und die Schiffahrt zu warnen, wird der Aufbau wie ein kleiner Leuchtturm über den Meeresspiegel ragen. Weil Wasser eine höhere Dichte als Luft hat, kommt die Anlage mit einem Rotordurchmesser von unter 20 Metern aus. Windräder dagegen messen oft 60 Meter.