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Greenpeace Magazin Ausgabe 4.17

Begegnung mit Geschmack

Wegweiser: Hanna Saliba (66)
Wer Hoffnung nähren will, muss Brücken bauen, sagt Hanna Saliba. Der Hamburger Gastronom kam vor mehr als vierzig Jahren aus Syrien in die Hansestadt, doch seit dem Beginn des Krieges in seiner alten Heimat hat sich auch für ihn viel verändert. Immer wieder treten Landsleute an ihn heran, auf der Suche nach Arbeit, nach Rat, nach Zuversicht. So entwickelte Saliba ein neues Konzept: Imbisse, die feine syrische Spezialitäten anbieten und zugleich Begegnungssalons sind. Der erste, das „Salibaba“, eröffnete im November im Stadtteil Eimsbüttel, fünf Geflüchtete sind hier angestellt. „In den Integrationskursen lernen sie, wer Angela Merkel ist und wie viele Parteien es gibt. Aber das ist zu wenig!“, sagt Saliba. Integration durch Begegnung, so will er seinem Team das Ankommen erleichtern. Die Nachbarschaft geht im „Salibaba“ ein und aus, die jungen Köche unterhalten sich mit den Alteingesessenen über die neuesten Kieznachrichten. Bald schon soll ein neuer Imbiss eröffnet werden, die Leitung übergibt Saliba einem der Mitarbeiter. Hamburg nenne sich „das Tor zur Welt“, sagt er. „Ich will, dass es sich auch so anfühlt und schmeckt.“
salibaba.de

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