Guten Abend,

über die Veränderungen durch Klimawandel und Erderhitzung kann man reden, auch debattieren, aber sie sind auch deutlich zu sehen. Nicht irgendwann in ferner Zukunft, sondern genau jetzt. Falls irgendwer noch einen Anstoß braucht oder Argumentationshilfen, um für den morgigen Klimastreik zu werben: bitte sehr.

Ein Streifenmuster hat es zu einiger Berühmtheit gebracht – die Verschiebung von Blau zu Rot veranschaulicht den Klimawandel auf einfache und verständliche Art und Weise.

Der Fotograf Josh Haner, der für die New York Times arbeitet, dokumentiert die Folgen der Erderwärmung weltweit – zu Lande, zu Wasser und in der Luft.

Die Arktis erwärmt sich schneller als jede andere Region der Erde. Ein Foto, auf dem Hunde einen Schlitten durchs Wasser statt über das Eis ziehen, wurde zum Symbol dafür. 

Grönland verzeichnete 2019 eine rekordverdächtige Eisschmelze. Ein Team der University of New York, das den Helheim-Gletscher untersuchte, stellte fest: Warm und wässrig ist es dort.

Der norwegische Archipel Spitzbergen wird schon bald nicht mehr das sein, was er lange Zeit war. Der schmelzende Permafrost lässt die Häuser von Longyearbyen, der nördlichsten Stadt der Welt, ins Schwanken geraten.

In Island wurde im August erstmals ein Gletscher zu Grabe getragen. Der Okjökull ist so weit abgeschmolzen, dass er seinen Gletscherstatus verloren hat. Weitere werden folgen, so die Befürchtungen in Island.

Das große Schmelzen macht natürlich auch vor den Alpen nicht Halt – und hinterlässt zahlreiche Ruinen des Wintersportzeitalters, von dem wir uns allmählich verabschieden müssen.

Am anderen Ende der Welt, in Neuseeland, muss man sich ebenfalls darauf einstellen, dass das Eis der höchsten Gipfel sich immer weiter zurückzieht. Und es wird niemanden verwundern, dass in der Antarktis ganz neue Landschaften entstehen.

Klimaflüchtlinge? Da denkt man an Menschen aus Überschwemmungs- oder Dürregebieten in Asien oder Afrika. Aber auch in Nordamerika gibt es Orte, die akut durch tauenden Permafrost, steigende Meeresspiegel oder immer schwerere Hurrikans bedroht sind – zum Beispiel Shishmaref, Alaska, oder Gatineau in der kanadischen Provinz Quebec am Ottawa-Fluss. Dort rät die Regierung zum Umzug und unterstützt diesen finanziell, wenn die Reparaturkosten den Gebäudewert um 50 Prozent übersteigen. Mancherorts werden die Häuser aber auch kurzerhand höhergelegt.

Bevor Sie jetzt in Traurigkeit und Düsternis versinken, lassen Sie sich lieber von Schülerinnen des Mädchengymnasiums im britischen Torquay musikalisch aufmuntern. Mit ihrer schmissigen Interpretation des alten Billy-Joel-Hits "We didn't start the fire" werben die Girls für die Unterstützung einer Petition an die Regierung, sie möge auch junge Leuten zu Rate ziehen, wenn es um die künftige Klimapolitik geht. Viel Vergnügen!

Bilder einer Umwälzung

Kerstin Eitner
Redakteurin

PS: Das Plakat zum Klimastreik, zur Mahnung an das Klimakabinett und zur Einstimmung auf die Heißzeit – jetzt eine Woche lang 20 Prozent reduziert.

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Es ist fünf vor zwölf, daran lässt diese aufrüttelnde Doku über den Klimawandel und die Rettung unserer Welt keinen Zweifel.