Jetzt abonnieren Magazinarchiv durchsuchen
Darf man als Veganer in den Zoo?

Greenpeace Magazin Ausgabe 4.18

Darf man als Veganer in den Zoo?

Text: Kathrin Burger

Wir beantworten diese und zwanzig weitere Fragen rund um das vegane Leben

Darf man als Veganer in den Zoo?
Strenge ethische Veganer lehnen jede „Tiernutzung“ ab, Zoos und Tierparks sind tabu. Andere sehen einen Nutzen für den Artenschutz oder darin, dass Zoos vielen Menschen den Wert der Vielfalt nahebringen. Es soll sogar Veganer geben, die als Tierpfleger arbeiten.

In welchem Essen, von dem man es nicht erwartet, verbergen sich tierische Produkte?
Die Zutatenliste ist der Freund der Veganer – das gilt selbst dort, wo man es nicht erwartet, etwa beim Bäcker. Fragen Sie danach! Manchmal enthalten Laugenbrezeln, Krapfen und Co. sogar noch Schweineschmalz. Auch der Zusatzstoff E471, der sich ferner in Schnellkochreis und Marmeladen verbirgt, bringt manchmal tierische Stoffe ins Brot. Ebenso kann L-Cystein (E920), das Teige geschmeidiger macht, vom Tier, nämlich aus Schweineborsten oder Vogelfedern, stammen – laut Bäckerzeitung ist das aber passé.

Wenn ich einen Veganer bekocht habe und hinterher feststelle, dass ich aus Versehen ein tierisches Produkt benutzt habe, muss ich es ihm dann beichten?
Es ist ein Graus für alle, die beim Bekochen ihrer veganen Freunde alles richtig machen wollen: Man geht nach einem schönen Abendessen zurück in die Küche, räumt auf – und stellt beim Blick auf die Nudelpackung fest, dass die Lasagneplatten Ei enthielten. „Wenn tatsächlich ein Versehen vorliegt, handelt es sich nicht um eine moralische Schuld“, meint Michael Rosenberger, Moraltheologe an der Katholischen Privat-Universität Linz. „Ob Sie das dem Veganer mitteilen, ist also eher eine atmosphärische Sache.“ Den Veganern selbst rät Tobias Leenaert, bekannter Aktivist und Autor des Buches „How to create a vegan world“, zu Gelassenheit. „Wenn man sich als Veganer über so etwas aufregt, schadet man der Sache. Denn der Koch oder die Köchin wird Veganismus nun fortan mit diesem negativen Erlebnis in Verbindung bringen.“ Leenaert geht noch weiter: Er würde das Gericht sogar essen, wenn er den Fauxpas vorher bemerkt hätte.

Wie verhalte ich mich, wenn mein Kind unbedingt tierische Produkte essen möchte, ich aber auf gar keinen Fall?
Eltern müssen für gute Ernährung ohne Nährstoffmangel sorgen – ansonsten sind sie erst einmal frei, den Speiseplan ihrer Kinder zu gestalten. „Es ist in Ordnung, wenn vegan lebende Eltern ihren Kindern zuhause keine tierischen Produkte zubereiten“, sagt Cordula Lasner-Tietze, Bundesgeschäftsführerin des Kinderschutzbundes. Wichtig sei es, Kindern zu erklären, warum man sich dazu entschieden hat, auf Tierisches zu verzichten. Abseits des Familientischs rät Lasner-Tietze zu Kompromissen. Denn zwar besagen Kinderschutz und Kinderrechte nicht, dass Wünsche von Kindern immer umgesetzt werden müssen. Trotzdem sollte es durchaus ernst genommen werden, wenn die Kinder bei Großeltern oder Freunden Fleisch oder Gummibärchen essen wollen.

Um welche Lebensmittel außer Backwaren geht es noch?
Dass Gelatine für manche Gummibärchen aus Haut und Knochen gewonnen wird, ist keine große Überraschung mehr. Weniger bekannt: Gelatine kommt auch bei der Vitaminisierung von Säften und dem Filtrieren von Wein zum Einsatz sowie bei zahlreichen Convenienceprodukten wie Fertigsaucen, Eintöpfen, Müsliriegeln oder Cerealien. Beim Fruchtgummi selbst wird verstärkt mit dem Verzicht auf Tiermehl geworben – gut für Vegetarier! Veganer aber müssen aufpassen, dass sich darin neben Bienenwachs nicht auch der rote Farbstoff Karmin (E120) verbirgt, der aus weiblichen Schildläusen hergestellt wird und wiederum auch in Getränken vorkommt. Weiteres: Omega-3-Fettsäuren werden aus Fischabfällen gewonnen und Vitamin-D-Zusätze oft aus Wollfett. Vorsicht auch bei Produkten, die „vegan“ klingen: So enthält manche Pflanzenmargarine durchaus Molke.

Ist es möglich, Katzen und Hunde vegan zu halten?
Wölfe fressen Fleisch mit kleinen Pflanzenbeilagen. Haushunde jedoch sind seit rund 30.000 Jahren Begleiter des Menschen und bekommen seither auch pflanzliche Kost gefüttert. Das hat Spuren im Genom hinterlassen: Hunde können auch Kohlenhydrate verdauen und brauchen weniger Eiweiß als Wölfe. Sie mit veganem Hundefutter zu ernähren, ist also möglich, verlangt aber gute Kenntnisse – auch ist veganes Fertigfutter teuer. Katzen sind hingegen obligate Fleischfresser. Für sie ist vollständig vegane Ernährung keine Alternative.

Forscher versuchen, auch Lachse und Forellen vegan zu ernähren. Ist das artgerecht?
Es ist auf jeden Fall ökologisch, da es den Druck auf Kleinfische mindert, die heute in riesigen Mengen für Aquakulturen gefangen werden. Außerdem haben vegan ernährte Fische eine bessere Klimabilanz. Wenn veganes Fischfutter alle wichtigen Nährstoffe enthält und den Fischen schmeckt, ist es nicht weniger artgerecht als die Fischmehlpellets, die in Aquakulturen sonst oft verfüttert werden. Dass der Tierschutz vorsieht, Tieren natürliche Verhaltensweisen bei der Nahrungssuche zu ermöglichen, ist bei beiden ein Problem. Die rein pflanzliche Ernährung ist zusätzlich heikel, weil etwa von Rapsschrot schwer verdauliche Bestandteile abgetrennt werden müssen – hier wird eifrig geforscht.

Darf man als Veganer in den Zoo gehen?
Strenge ethische Veganer lehnen jede „Tiernutzung“ ab, Zoos und Tierparks sind tabu. Andere sehen einen Nutzen für den Artenschutz oder darin, dass Zoos vielen Menschen den Wert der Vielfalt nahebringen. Es soll sogar Veganer geben, die als Tierpfleger arbeiten.

Die alte Ledertasche meines Opas ist doch sicher unbedenklich, wenn ich vegan leben möchte, oder? Das Tier war ja schon tot, bevor ich zur Welt gekommen bin!
Da ist natürlich was dran, und wer aus gesundheitlichen Gründen auf Pflanzenkost setzt, wird hier ohnehin kein Problem haben. Veganer, denen es vor allem um Umweltschutz geht, hätten sogar ein Argument für die Tasche: Deren Nutzung verhindert nämlich den Kauf einer neuen. Strenge ethische Veganer würden ihrer Umwelt hingegen niemals signalisieren, dass das Tragen einer Ledertasche irgendwie okay ist.

Welche Kleidung ist vegan? Und ist diese gleichzeitig umweltfreundlicher?
Nicht nur dank Baumwolle müssen Veganer nicht nackt durchs Leben gehen – von Leinen über Hanf und Viskose bis hin zu Polyester gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich tierfrei einzukleiden. Es gibt nichts, was es nicht gibt: Lyocell/Tencel oder Modal ähneln Seidenstoffen und bestehen aus Eukalyptus- oder Buchenfasern. Aus Brennnesseln, Mais, Algen oder dem tropischen Kapokbaum kann man Wollimitate herstellen. Für Schuhe kommen Bambus, Kork oder Naturkautschuk zum Einsatz. Billiger und meist weniger nachhaltig sind synthetische Materialien, aber auch Baumwolle kann wegen des hohen Wasserverbrauchs ökologisch kritisch sein. Bleiben Recyclingprodukte, doch Aufbereitungsverfahren sind oft noch ineffektiv. Grundsätzlich gilt: Kleidung ist vor allem nachhaltig, wenn man sie lange trägt – ob vegan oder nicht.

Mit welchen Lebensmitteln leben Veganer tatsächlich gesünder?
Quinoa, Amaranth, Soja, Sesam und Algen sind sehr eiweiß- und mineralstoffreich, doch es braucht gar kein exotisches Superfood. Auch Hirse, Kürbiskerne, Nüsse, Linsen, Bohnen, Erbsen, Trockenobst, Grünkohl, Pilze, Lein- und Rapsöl helfen, Tierprodukte zu ersetzen. Die Mischung machts: Eisenhaltiges Grüngemüse sollte gemeinsam mit Vitamin C verzehrt werden, der Körper kann es sonst nicht gut aufnehmen. Bestimmte Aminosäuren kommen in Getreide, andere in Hülsenfrüchten vor – nur beides zusammen kommt an die Güteklasse tierischer Proteine heran. Gute Nachricht für Hobbysportler: Für sie reichen die 50 bis 150 Gramm Soja- oder Seitan-Produkte am Tag, die Ernährungswissenschaftler allen Veganern empfehlen. Im Leistungssport muss dagegen genau auf Kalorienreichtum, Eiweiß und Mineralstoffe geachtet werden. Für alle gilt: Aufgepasst – der Weg von einer sehr bewussten Ernährung zur Essstörung ist oft nicht weit!

Welche vertrauenswürdigen Vegan-Label gibt es und was besagen die genau?
Das gelb-grüne V-Label wird in Deutschland von der 2017 aus dem Vegetarierbund hervorgegangenen Organisation ProVeg vergeben – für Lebensmittel, Kosmetik, Putz- und Reinigungsmittel. Im Siegel selbst wird dann noch einmal zwischen vegetarischen und veganen Produkten unterschieden. Bei Letzterem kann der Verbraucher sicher sein, dass auf allen Produktions- und Verarbeitungsstufen keine tierischen Produkte verwendet wurden – auch nicht als Hilfsstoffe. Das EcoVeg-Label ziert vegane Lebensmittel, die obendrein ökologisch hergestellt sind. Die veganen Varianten der Label NCS (Natural Cosmetics Standard) und NCP (Nature Care Product) erhalten unter anderem Bio-Kosmetikprodukte, Wasch- und Reinigungs- sowie Dünge- und Pflanzenschutzmittel, wenn kein Inhaltsstoff tierischen Ursprungs ist oder auch nur mithilfe von tierischen Stoffen gewonnen wurde. Nur Rohstoffe, die gegen Keime oder Schädlinge wirksam sind, können in anderem Zusammenhang an Tieren getestet worden sein. Für tierfrei hergestellte Schuhe und Kleidung gibt es das „PETA-Approved Vegan“-Logo. Es wird von ProVeg als Orientierungshilfe ausdrücklich begrüßt.

Was tun, wenn Hülsenfrüchte oder Vollkornprodukte bei der Umstellung auf vegan schlecht vertragen werden?
Hülsenfrüchte sollten über Nacht in Wasser eingeweicht und lange gekocht werden, um die blähende Wirkung zu minimieren. Pürieren macht sie ebenso wie Gewürze besser verdaulich. Am besten anfangs nur wenige Hülsenfrüchte oder auch Vollkornprodukte verspeisen, dann langsam die Menge steigern. Auch kleine Portionen helfen dem Darm bei der Verdauung der ungewohnten Kost.

Ist vegan immer auch bio?
Viele vegane Produkte sind nicht ökologisch produziert – das fängt ja schon bei gespritztem Obst und Gemüse an. Veganer sollten aber bedenken, dass für die Tierwelt Bio-Konsum immer besser ist. Blumig gesprochen: Auf Ökofeldern summt, brummt und zwitschert es, über pestizidgetränkten geht nur der Wind.

Wo kann man denn nun Vitamin B12 herbekommen?
Mit einem gut durchdachten Speiseplan können sich Veganer gegen Mangelernährung wappnen. Es gibt jedoch eine Ausnahme: Vitamin B12 ist in ausreichenden Mengen nicht verlässlich über vegane Lebensmittel zu haben. Zwar werden immer wieder hohe Werte in Sauerkraut, Pilzen oder verschiedenen Algen gemessen, allerdings ist noch nicht sicher geklärt, ob und wie die darin enthaltenen Formen vom Menschen in zufriedenstellendem Maß aufgenommen werden können. Wer also keine Nahrungsergänzungsmittel mag, sollte Vitamin-B12-Zahnpasta verwenden.

Sind Milch- und Fleischersatzprodukte eine gesunde Alternative?
Vegane Fleischersatzprodukte werden Fleisch nicht nur immer ähnlicher, sie sind auch wirklich gute Eiweißlieferanten. Allerdings sind einige Produkte stark verarbeitet und mit Fetten, Salz und Zusatzstoffen überfrachtet, Gleiches gilt für pflanzlichen Käse, Joghurt- oder Sahneersatz. Traditionelle Produkte wie purer Tofu, Tempeh oder Seitan schneiden besser ab. Sojamilch hat zwar einen ordentlichen Eiweißgehalt, doch auch hier fehlen Vitamine und Mineralien – es sei denn, sie werden zugesetzt.

Tötet man als Pflanzenesser nicht auch Tiere?
Wer Salat und Obst isst, wird, ohne es zu merken, immer auch die eine oder andere Blattlaus oder Made verspeisen. Und wenn ein Getreidefeld umgepflügt wird, kommen dabei beispielsweise Mäuse, Würmer und Schlangen zu Tode – vielleicht auch Rehkitze. Macht sich also auch der Veganer schuldig, mindestens indem er Tieren erst einen Lebensraum – etwa einen Salatkopf – anbietet, nur um ihn dann wieder zu zerstören? „Schuldig machen wir uns, wenn wir Leid erzeugen, das vermeidbar wäre, also wenn wir uns zum Beispiel finanziell Biofleisch leisten können, aber aus Geiz Billigfleisch aus Massentierhaltung essen“, sagt der Moraltheologe Michael Rosenberger. Dass man bei Ackerbau und Ernte Kleinlebewesen tötet, lasse sich hingegen einfach nicht vermeiden.

Fleisch aus der Petrischale: Wäre das vegan?
Nein, denn erstens werden die dafür nötigen Stammzellen aus Tieren gewonnen. Zweitens brauchen die Zellen für ihr Wachstum ein Nährmedium. Hier gibt es derzeit keine Alternative für das gängigste Wachstumsmittel, das bereits erwähnte und in einem tierquälerischen Verfahren gewonnene fetale Kälberserum. Wägt man die Massentierhaltung gegen derart hergestelltes Kunstfleisch ab, wäre Letzteres jedoch aus tierethischer Sicht immerhin ein Fortschritt.

Leben Veganer umweltfreundlicher, auch wenn sie nicht auf bio achten?
Ja, denn Rind- und Schweinefleisch, Milch und Butter belasten von unseren Lebensmitteln das CO2-Konto mit Abstand am meisten. Tierische Produkte verbrauchen zudem besonders viel Land, Wasser, Energie, Erdöl und Phosphate und hinterlassen eine Menge Nitrat und Ammoniak. Selbst im Bio-Landbau werden diese Stoffe nicht stets und überall in perfekter Kreislaufwirtschaft genutzt und gebunden. Veganer können aber noch mehr „richtig“ machen, ohne ganz auf bio zu setzen, indem sie etwa auf industriellen Milch- und Fleischersatz verzichten, auf kurze Transportwege achten und Verpackungsmüllorgien möglichst großräumig meiden.

Ist das Sezieren von Fröschen im Medizin-Grundstudium für einen Veganer vertretbar?
Die Veganer-Gemeinde ist nicht die katholische Kirche – es gibt also keine Autorität, die mit Blick auf eine Zwangslage „Sünden“ vergeben könnte. Für strikte ethische Veganer hieße das wohl, lieber das Studium zu schmeißen, als ein Tier zu benutzen. Doch längst tut sich etwas: So drängt die Organisation „SATIS – für humane Ausbildung“ auf Alternativen zum Tieresezieren. Mit Erfolg: Bereits vier Bundesländer haben sich dazu verpflichtet, an Hochschulen „die Entwicklung von Methoden und Materialien voranzutreiben, die die Verwendung von lebenden oder eigens hierfür getöteten Tieren verringern oder ganz ersetzen können“. Die Reizleitung an zuckenden Nerven kann man auch in einem Video oder einem interaktiven Computerprogramm studieren – nicht nur am Froschbein. Anatomie lässt sich an lebensechten Modellen, plastinierten Präparaten oder konservierten Körpern von Tieren examinieren, die eines natürlichen Todes gestorben sind. Die Frage, ob das aus ihrer Sicht schon zu weit geht, beantwortet Veganern allerdings wiederum keine höhere Instanz.

Kommen tierversuchsfreie Produkte wirklich ohne das Leid von Tieren aus?
Während es bis in die Neunzigerjahre keine vertrauenswürdigen Siegel für Produkte ohne Tierversuche gab, sind es mit „Leaping Bunny“ und „Hase mit schützender Hand“ heute gleich zwei. Jedoch: Auch die so zertifizierten Produkte sind nicht ganz frei von Tierleid. Denn sie werden in Zellkulturen getestet, in denen normalerweise fetales Kälberserum (FBS) als Nährlösung dient. Kälberföten wird hierzu Blut aus dem Herzen abgezweigt. Die Prozedur ist in Deutschland verboten, das Serum gibt es hier trotzdem. „Ärzte gegen Tierversuche“ rät, Hersteller zu noch intensiverer Suche nach Alternativen zu animieren – und zugleich auf die existierenden Siegel zu achten.

Wenn das Huhn ohnehin da ist, kann ich doch auch seine Eier einfach essen, oder etwa nicht?
Wer war zuerst da, das Ei als Nahrungsmittel oder der Mensch, der es isst? Es lohnt ein Blick in die freie Natur: Wildhühner legen eine bestimmte Anzahl von Eiern und brüten sie aus. Nur wenn der Mensch die Eier wegnimmt, legt die Henne weiter. Hier ist völlig klar: Der Mensch beklaut das Tier, absolutes Veganer-No-Go. In der Hühnerhaltung verwendete Legerassen produzieren dagegen immer weiter, ohne die Eier selbst zu „brauchen“. Ein Freibrief? Gerade nicht, meint Vegan-Aktivist Tobias Leenaert. Denn nur ein Rückgang der Nachfrage führe langfristig zu einem Rückgang der Produktion.