Greenpeace Magazin Ausgabe 6.98

Der Ontario-See als Klimaanlage

Torontos Hochhäuser sollen künftig durch Wasser aus dem Ontario-See gekühlt werden.

Dazu soll eine Pipeline, die ohnehin für die Versorgung der Stadt notwendig wird, Wasser aus etwa 70 Metern Tiefe im Ontario-See heranschaffen. Bevor es in das Versorgungssystem der Stadt eingespeist wird, gibt das vier Grad kalte Wasser seine Kälte an einen zweiten Kreislauf ab, der dann die zentralen Klimaanlagen mit Kälte versorgt. So soll 90 Prozent des bisher von den Klimaanlagen benötigten Stroms gespart werden. Auch die ozonschicht-schädlichen Kühlmittel, bisher immerhin 450 Tonnen FCKW, werden dann nicht mehr gebraucht. Der See soll dadurch nicht wärmer werden: Die bislang für die Stromversorgung der Klimaanlagen nötigenKohlekraftwerke liegen am Lake Ontario – und werden wegen des gesunkenen Stromverbrauchs wohl weniger erwärmtes Kühlwasser einleiten.