Jetzt abonnieren Magazinarchiv durchsuchen

Greenpeace Magazin Ausgabe 6.07

Die Bernstorffs

Text: Martina Wimmer

Seit 30 Jahren streitet der Familienclan gegen das geplante Endlager Gorleben – der Widerstandsgeist wird vererbt.

Vor dem Essen wird gebetet. Der Sohn verzieht leicht das Gesicht, der Vater weist ihn zurecht, alle senken den Kopf und murmeln „Amen“. „Do you know what ‚Kanon‘ is?“, fragt der Vater die junge weißblonde Musikerin aus Russland zu seiner Rechten. Sie lächelt höflich. Der Vater beginnt zu singen, die Großmutter stimmt fröhlich ein. Sie hat ihren Jaguar vor dem Seitenflügel geparkt, wie jeden Tag um diese Zeit. Die Schüsseln kreisen, außer den anwesenden Familienmitgliedern sind im Esszimmer versammelt: zwei Jagdfreunde des Sohnes und vier junge Musiker aus St. Petersburg, letztere die Protagonisten des abendlichen Schlosskonzerts. Man spricht über Rehe und die Waldwirtschaft, über den Künstler Daniel Richter und die Telefonscherze des Komiker-Trios „Studio Braun“. „Mensch!“, sagt der Vater. „Die sollten mich mal anrufen: Hallo, Herr Graf, hier ist die Brennelementlager Gorleben GmbH, wir würden unseren Müll gerne in ihrem Keller deponieren.“ Die Runde lacht, die Musiker verstehen nichts und legen in schweigender Zustimmung zur gelösten Atmosphäre eine Scheibe Fleisch nach. Es gibt Kassler mit Ananas, zum Dessert Bananencreme mit Schokostreuseln. Willkommen am Mittagstisch der Familie von Bernstorff im Schloss zu Gartow im Wendland.

Der Mittagstisch ist eine Institution im Hause, die längste Zeit saßen sie hier selbst ohne Gäste schon zu acht, Vater, Mutter, Großmutter, drei Söhne, zwei Töchter. Eine gute Stunde am Tag zum Austausch und zum Abschalten, manchmal mögen sie selber überrascht gewesen sein, wie turbulent das Leben auf dem platten Land sein kann. In einem Dorf, das keine 1500 Einwohner zählt und in einem Kreis liegt, der die dünnste Besiedlung Niedersachsens aufweist. Ein Umstand, der vor 30 Jahren mit dazu geführt hat, dass der einstige Ministerpräsident Ernst Albrecht im sieben Kilometer entfernten Salzstock Gorleben ein Endlager für hochradioaktiven Atommüll plante.

Damals war Andreas Graf von Bernstorff 35 Jahre, seine Frau Anna 25, und ihr Erstgeborener noch nicht mal auf der Welt. Heute ist Fried von Bernstorff 28, studierter Betriebswirt und angehender Erbe. Nicht nur des Besitzes von 5700 Hektar Forst und 650 Hektar Land, sondern auch des Widerstandsgeistes  seiner Erzeuger. Unter einem Teil des Waldes nahe Gorleben liegt der Salzstock, für den die Regierung dem Grafen 30 Millionen Mark geboten hatte. Geld, das er abgelehnt hat. Immerhin ein Drittel des Salzstocks, der als Lagerstätte für den strahlenden Müll dienen soll, gehört ihm. Auch die Gräfin war Streiterin der ersten Stunde im Vorstand der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg. 1979, 1981, 1983, 1985 und 1992 wurden ihre Nachkommen geboren, erst Fried, dann Elise, Adrian, Jasper und Charlotte.

Parallel dazu schrieb die Geschichte in der Region der Bernstorff‘schen Grafschaft ein leidiges Kapitel deutscher Atompolitik. 1979 finden erste Probebohrungen statt, 1983 stimmt das Bundeskabinett der Erkundung des Gorlebener Salzstocks zu. 1995 werden die ersten Castor-Behälter mit strahlendem Müll im oberirdischen Zwischenlager deponiert. 1998 ändert die damalige Umweltministerin Angela Merkel das Atomgesetz, um störrische Grundbesitzer auch schon vor dem Bau des Endlagers, in der Erkundungsphase, enteignen zu können. Von dem Gesetz wird nicht Gebrauch gemacht, 1998 schreibt die rot-grüne Koalition in ihren Koalitionsvertrag: „An der Eignung des Salzstocks in Gorleben bestehen Zweifel.“ 2000 spricht die Regierung im Atomkonsens ein Moratorium für die Erkundung des Salzstocks aus, das bis heute fortdauert. 2005 tritt die „Gorleben-Veränderungssperren-Verordnung“ in Kraft. Zehn Jahre darf in der Region Gorleben kein Vorhaben genehmigt werden, das den Endlagerbau behindern könnte – eine deutliche Reaktion auf die Pläne der Salinas GmbH im gräflichen Teil des Salzstocks Salz abzubauen. Irgendwann wird der mittlerweile elfte Castor-Transport nach Gorleben rollen. Die Erkundung alternativer Standorte bleibt nach wie vor aus.

Spricht man mit Eltern und Kindern der gräflichen Familie über die gemeinsame Vergangenheit, werden aus dem kollektiven Bernstorff-Gedächtnis Bilder hervorgekramt, die ein Familienalbum der etwas anderen Art ergeben. 1995, der erste Castor-Transport, der Vater lässt Bäume fällen, um die Straße zu sperren, die ganze Sippschaft sitzt davor. Ein anderes Mal ruft er am Transporttag eine Jagd auf Wildschweine aus.

20 Jäger postieren sich in den Wäldern an der Castor-Strecke und ballern was das Zeug hält. Sohn Fried organisiert als Internatszögling eine Klassenfahrt zur Demo, damit seine Mitschüler mal sehen, dass in Gorleben keine Radikalen, sondern Ärzte, Anwälte und Bauern demonstrieren. Nesthäkchen Charlotte begrüßt als Kleinkind den örtlichen Kirchenmann bei einem Besuch mit den harten Worten: „Kein Pastor!“ Als Teenie wird sie bei einer Sitzblockade eingekesselt. Fast hätte sie den Protest verpasst, weil sie am selben Tag erst aus Schottland von der Fuchsjagd kam. Aber die Gräfin hat sie am Flughafen abgeholt und von dort direkt zum Ort des Geschehens gebracht. Und sagt dazu beiläufig: „Das ist doch besser, als wenn sie sich nachts in der Disco herumtreibt.“

Denn neben dem ökologischen Gewissen herrschen im Hause Bernstorff durchaus eine streng konservative Moral und ein aristokratischer Lebensstil. Über dem Kaminsims grüßt die niederländische Königin Beatrix von einer Weihnachtskarte. Und wenn der Graf auf die Terrasse schreitet, um die geplante Sanierung seines Schlossparks zu erläutern, wird er vom gekonnten Klavierspiel seiner Tochter begleitet.

Beim nächsten Castor-Transport wird Charlotte in einem Internat in Südafrika weilen, zwei ihrer älteren Brüder studieren in Hamburg, die Schwester in Gießen. Dafür hat Fried, der Älteste, vor acht Monaten die Junggesellenbude seines Vaters bezogen, im oberen Stock des Barockschlosses. Die Mittagessen sind überschaubarer geworden, indes die Themen nicht weniger. Es ist ja nicht so, dass die Bernstorffs hauptberuflich gegen Gorleben protestieren. Großgrundbesitz braucht verantwortungsvolle und umsichtige Führung, so verlangt es das Familienstatut seit 300 Jahren. Und er wird nicht geteilt, sondern von Generation zu Generation an den Erstgeborenen weitergegeben. Zu treuen Händen, im wahren Wortsinn. Das war für den Grafen vor seinem Engagement gegen die Atomenergie der allererste Grund, kein Stück von seinem Wald zu verkaufen.

Drei Schlosstore müssen Vater und Sohn passieren, die Gartower Hauptstraße überqueren, dann sind sie an ihrem Arbeitsplatz. Hinter der reich verzierten Tür eines denkmalgeschützten Backsteinhauses schaltet die Bernstorff‘sche Forstverwaltung. Geordnet in Abteilungen, bei denen Außenstehende leicht den Überblick verlieren: naturgemäße Forstwirtschaft, Verkauf von FSC-zertifiziertem Holz, forstwirtschaftliche Betriebskonzeption, Beratung von Forstunternehmern, Landwirtschaft, Biogasanlage, Immobilien, Jagd, Feriengäste, Schlosskonzerte. Und Sohn Fried hat noch zwei neue Geschäftszweige eingebracht. Unter dem Label „Bernstorff Wooden Flooring“ verkauft er bis zu sechs Meter lange, hochwertige Kiefernholzdielen an anspruchsvolle Kunden, auf Wunsch in zwölf verschiedenen Farben, von „Erikaviolett“ bis „Zinkgelb“. Im lichten Laubwald, der Richtung Elbufer steht, plant er zudem einen „Ruheforst“, man kann sich dort in naher Zukunft für 500 bis 7000 Euro ein Plätzchen für die eigene Urne buchen.

Seinen Terminplan koordiniert der Senior in seinem Handy, wenn er in Fahrt ist, tippt er schneller als es die Tasten erlauben und poltert: „Ich könnte das Ding in den Ofen schmeißen.“ An einem durchschnittlichem Frühlingstag spuckt der Arbeitsspeicher aus: Vormittags Treffen mit örtlichen Politikern und Mitstreitern zwecks weiterem Vorgehen in Sachen Endlager. Im Kreistag von Lüchow-Dannenberg gibt es zwar erstmals eine Mehrheit gegen Gorleben, aber das Thema droht aus den Köpfen der Menschen zu verschwinden. Jenseits der Kreisgrenzen dächten viele doch, der Müll sei schon drin im Salzstock, so der Graf. Dass der frühere niedersächsische Ministerpräsident und jetzige Umweltminister Sigmar Gabriel seit Amtsantritt keine offizielle Aufwartung im Wendland gemacht hat, nimmt man ihm übel.

Am zweiten Termin des Tages werden Energiefragen im Kleinen debattiert. Unweit des gräflichen Gutes zeugt eine Biogasanlage vom Willen, Alternativen zur Kernenergie auch aktiv zu praktizieren. Sieben Landwirte sind an der Biogas Gartow GmbH & Co. KG beteiligt, 50 Prozent der Anteile hält die Familie Bernstorff. Die Anlage heizt bereits das Altenheim, das örtliche Schwimmbad und Teile des gräflichen Gutes, passt außerdem bestens ins eigene Weltbild und in die Struktur des Betriebes.

Der Graf pflügt sich in Breitkord und Pullover von Termin zu Termin. Besprechung mit Denkmalpflegern: Im Hof des Forstamts oder im alten Speicher soll ein Café entstehen. Verhandlung mit einem Jagdpächter. Verabschiedung eines Forstangestellten. Goldene Hochzeit eines ehemaligen Mitarbeiters. Da muss man sich sehen lassen. Die übrigen Familienmitglieder, nach dem Verbleib des Vaters befragt, zucken nur mit den Schultern: Wir sehen ihn auch nicht oft. Zum Mittagessen halt. Und seine Frau bittet ihn bisweilen deutlich zum gemeinsamen Spaziergang.

Es liegt also nicht in der Natur der Sache, wenn man den Bernstorffs an einem Donnerstag im Frühling geschlossen im eigenen Wald begegnet. Der Besitz ist groß, im Norden zur Elbe hin Laubwald wie aus dem Malbuch des Naturromantikers: Eichen, Buchen, Eschen, Erlen, Hasen, Adler, Kraniche, Biosphärenzone. Südlich der Landstraße 256, den ganzen Weg nach Gorleben:  die „Gartower Tannen“, viel Nutzholz, Kiefern, Douglasien. Aufrecht gewachsene Stämme, einige über 200 Jahre alt, das Kapital des Unternehmens Bernstorff.

Ein paar 100 Meter hinter dem Gartower Ortsrand, wo der Weg schon tief in den Wald eintaucht, duckt sich das gräfliche Forsthaus Falkenmoor, pittoreskes Fachwerk zwischen stattlichen Kiefern. Im Garten des Hauses steht der Graf und stößt mit Förster von Mirbach ins Horn. Das Signal bedeutet: Die Sau ist tot. Das Tier dreht sich in beachtlicher Größe auf einem eigens vom hiesigen Wildmetzger angefertigten Grill seiner finalen Bestimmung entgegen. Die gesamte Belegschaft des Bernstorff‘schen Betriebes feiert mit der gräflichen Familie das „Stuppenfest“. Die Haupteinschlagszeit ist vorbei, und ein junger Forstassistent begeht seinen Abschied. Die Gesellschaft ist überschaubar, etwa 15 Mitarbeiter, darunter zwei Förster, beschäftigt das Familienunternehmen. Wenn die Transporte rollen, bekommt die Belegschaft geschlossen frei zum Demonstrieren. Einer sagt: „Das Engagement des Grafen und seiner Familie macht diesen Ort zu etwas sehr Besonderem.“ Und betont, dass er dabei nicht nur die politische Haltung loben wolle, sondern auch das Verantwortungsgefühl  gegenüber dem Wald und der Natur.

Der Bernstorff‘sche Forst ist einer der größten Privatwälder Deutschlands, die das Siegel des FSC (Forest Stewardship Council) tragen. Das Label garantiert verarbeitenden Betrieben und dem Endverbraucher, dass das Holz aus Wäldern stammt, deren Besitzer keine Pestizide einsetzen, keine Kahlschläge machen, keine Monokulturen pflegen und auf Naturverjüngung setzen. Naturnähe und Wirtschaftlichkeit sind nicht immer gut zu vereinbaren und Konflikte mit Umweltschützern vorprogrammiert. Die schnell wachsende Douglasie etwa, die von den Bernstorffs mit Erfolg kultiviert wurde und sich mittlerweile munter selbst aussät, ist den FSC-Prüfern ein Dorn im Auge, weil sie kein hiesiges Gewächs ist, sondern ursprünglich aus Nordamerika stammt. „Dabei wächst die Douglasie seit 170 Jahren in Deutschland,“ murrt Fried, der angehende Erbe. „Angeblich war der Baum sogar schon mal vor der Eiszeit hier.“ Andere Naturschützer versuchten dagegen vor ein paar Jahren den Bernstorff‘schen Laubwald in Elbufernähe als schützenswerten Urwald zu klassifizieren. Darüber kann sich der junge Graf noch mehr ereifern. „Wir haben selber Teile unseres Waldes aus der Nutzung genommen, um dort Vögel nicht zu stören. Aber wenn du freiwillig Naturschutz praktizierst als Waldbesitzer, kommt schnell mal jemand und macht eine Verordnung daraus.“ Der Streit um das Elbholz ging bis vors Gericht. Die Bernstorffs bekamen Recht, sie konnten beweisen, dass die altehrwürdigen Eichen, die dort wachsen, von ihren Vorfahren gepflanzt worden waren. Der nächste Stress im Laubwald steht allerdings schon an. Der angehende Ruheforst erhöhe, so die Beschwerde, den Publikumsverkehr im Wald, 32 Verbände mussten zustimmen, sogar der Sportfischerverband, obwohl gar kein Wasser in der Nähe ist. Der angehende Waldbesitzer seufzt, allzu oft müsse er als Feindbild herhalten, obwohl seine Familie seit Generationen den Wald schütze.

Adrian von Bernstorff, der zweite Sohn, betritt den Wald am liebsten mit der Waffe in der Hand. Er ist der leidenschaftliche Jäger der Sippschaft. Wenn er die Paragraphen seines Jura-Studiums vorübergehend aus seinem Kopf verbannen will, fährt er von Hamburg heim aufs Land und bezieht einen Hochsitz in dem Stück Forst, das er als Ausgleich für seinen Erbverzicht bekommen hat. Er genieße die Ruhe, das vollkommene Sein in der Natur. Das Schießen, das Töten, sei dabei kein Sport und schon gar kein Spaß, sondern nüchtern betrachtet forstwirtschaftliche Notwendigkeit. Es gelte den Wildbestand unter Kontrolle zu halten, damit die jungen Triebe nicht abgebissen würden und der Wald nachwachsen könne. Bei den Bernstorffs ist die Jagd auch ein zusätzlicher Wirtschaftsfaktor, man verpachtet Reviere und beherbergt Jagdgäste. Adrian von Bernstorff hat die Begeisterung fürs Jagen selbst entwickelt, der Vater, die Brüder, keine großen Jäger allesamt. Nur die jüngste, Charlotte, fiebert auf den 16. Geburtstag hin, das Mindestalter um einen Jagschein zu erwerben. Derweil noch schießt sie zur Übung aus dem Wohnzimmerfenster auf Äpfel. Ihr Vater gibt dagegen unumwunden zu, dass er insgeheim immer hofft, kein Tier würde ihm vor die Flinte laufen.

Während Adrian in seinem Waldstück eine Blockhütte bauen möchte, in der er schlafen kann, wann immer ihm die Welt ohne Bäume auf die Nerven geht, tritt sein älterer Bruder gerne mal die Landflucht an, verbringt die Wochenenden in Hamburg bei Freunden, gönnt sich, wo es geht, noch Auszeit von den dräuenden Gutsherrenpflichten. Im Schloss, das er dann irgendwann bewohnen wird, hat er in einem der bald hundert Zimmer aber schon ein Zeichen gesetzt. Rechts neben der Eingangshalle, in der vor historischen Kachelwänden ein hölzerner Hirsch in Originalgröße den Besucher empfängt, leuchtet im hellen Dielenboden ein knallroter Streifen. Es ist der Showroom von „Bernstorff Wooden Flooring“, seiner Parkettfirma, stilecht bestückt mit einem rot leuchtenden Lacktisch und grauen Filzstühlen des Designers Konstantin Gricic. „Wer soll auf so was sitzen?“, mosert Andreas Graf von Bernstorff, während er die modernen Pretiosen in einen Seitengang schleppt. An diesem Samstagnachmittag jedenfalls stehen sie nur im Weg. Es ist Schlosskonzert in Gartow, nur der Lacktisch darf im Showroom stehen bleiben, er soll abends als Tresen dienen. Im Obergeschoss lächeln die Bernstorffs milde von einem monumentalen Familienporträt, Gräfin Anna von Bernstorff und Tochter Charlotte arrangieren Blumenschmuck auf barocken Beistelltischen. Vater Graf, Sohn Adrian und dessen Freunde rücken die Klappstühle für das zu erwartende Publikum zurecht. Der junge Jäger hat sich leidlich davon erholt, dass er von den Konzertproben um seinen Nachmittagsschlaf gebracht wurde und in der eigenen Badewanne einen russischen Musiker vorfand. Mit vereinten Kräften werden ächzende Schiebetüren geöffnet, das Familienunternehmen läuft wie geschmiert.

Schlussendlich haben einzig die Konzertabende im Hause Bernstorff eine noch längere Tradition als der Widerstand gegen das Endlager. Und wenn, Herr Graf von Bernstorff, nach 30 Jahren am Ende der Kampf doch vergebens gewesen sein sollte und die Castoren in den Salzstock wandern? „Dann wird unser Elan in andere wichtige Sachen fließen.“ Es gibt keinen Grund, daran zu zweifeln.