Guten Abend,

das Auto ist den Deutschen lieb – und teuer. Sogar viel teurer, als die meisten denken: Eine am Donnerstag im Wissenschaftsmagazin Nature veröffentlichte Studie hat ergeben, dass die monatlichen Kosten für die Blechkisten in der Regel um mehr als 50 Prozent unterschätzt werden. Wäre das anders, könnte das Verlangen nach dem Besitz eines Autos um bis zu 37 Prozent sinken, so das Fazit der Forscher. Das wären mal eben 18 Millionen Privatfahrzeuge weniger auf deutschen Straßen.

Diese Meldung passt perfekt zum Schwerpunkt des neuen Greenpeace Magazins, der von der (Auto-)Mobilität von morgen handelt. Wie mag es wohl aussehen, das Auto der Zukunft? Und was muss sich im Straßenverkehr ganz allgemein ändern, damit Umweltschutz, Gesundheit und Lebensqualität nicht auf der Strecke bleiben? Einen kleinen Vorgeschmack bekommt man derzeit  in US-Städten wie Boston, Minneapolis und Berkeley, im kanadischen Calgary, in Bogotà, Berlin und Budapest. Dort haben die Stadtverwaltungen Straßen zu Fußgänger- und Radfahrzonen umgewidmet, damit die Menschen in der Krisensituation besser Abstand halten können. Ob das von Dauer sein wird, ist natürlich noch nicht abzusehen. Denn schon liegt zumindest hierzulande die Autolobby der Regierung mit dem Vorschlag einer Kaufprämie zur Ankurbelung des Absatzes in den Ohren.

Bevor wir in die Zukunft schauen, lohnt ein Blick in die Vergangenheit. Schließlich wurde Deutschland nicht über Nacht und ganz von selbst zum Autoland. Fred Grimm analysiert, wie es dazu kam, und navigiert durch den Wildwuchs von Interessenverbänden, Rechtsvorschriften und Finanzströmen. Zur Debatte beim „Autogipfel“ haben wir drei Expertinnen geladen, ein eher ungewohntes Bild. Die Mobilitätsberaterin, die BMW-Nachhaltigkeitsstrategien und die Verkehrswissenschaftlerin sind sonst in Diskussionsrunden meist allein unter Männern.

Bei uns kommen noch mehr Frauen zu Wort. Silke Burmester sinniert darüber, warum sich auf den Straßen jede selbst die Nächste ist, Frauke Ladleif schmiedet Pläne für ein verkehrsberuhigtes Land und Teresa Kraft muss erfahren, dass es gar nicht so einfach ist, wenn man das im Mikrokosmos vor der eigenen Haustür in die Tat umzusetzen versucht.

Mit der persönlichen Mobilitätswende klappt es dagegen manchmal schon ziemlich gut. Bauern, Unternehmer, Pendlerinnen und Familien auf dem Land und in der Stadt zeigen, wie sie ihre täglichen Wege ohne Auto bewältigen, dessen Nutzung reduzieren oder sich an E-Mobilität gewöhnen. Schön, dass jede und jeder Einzelne etwas tun kann – aber für einen echten Umschwung beim Verkehr muss auch die Regierung ran.

Wir ziehen ferner eine Kostenbilanz, rechnen vor, was das Tempolimit tatsächlich bringt, prüfen, mit welchem Antrieb sich die Klimaschutzziele am besten erreichen lassen, und beantworten die wichtigsten Fragen von Leserinnen und Lesern.

Außerdem lesen Sie im Magazin, was Biologen tun, um Australiens atemberaubendes Great Barrier Reef zu retten und wie eine bislang unberührte Insel in Montenegro den Plänen eines Investors für den Bau von Luxusdomizilen zum Opfer zu fallen droht. In Teil 3 unseres mehrmonatigen Langzeittests zeigen wir, welche Lebensmittel weiterhin einwandfrei sind, und geben Frischetipps für den häuslichen Umgang mit Lebensmitteln. Auch eine Premiere ist zu feiern: Applaus für das Greenie Magazin, unser Umweltmagazin für schlaue Kids – ganz im Zeichen der Wiese und mit großem Tierposter.

Apropos feiern, am nächsten Freitag kommt ja der Mai, und deshalb legen dieses kleine Rundschreiben und ich eine Pause ein. Viel Spaß beim Lesen des neuen Greenpeace Magazins, gern auch auf dem Balkon, im Garten oder (allein) auf einer Parkbank!

Enthüllt – Die Zukunft des Autos

Kerstin Eitner
Redakteurin

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