Greenpeace Magazin Ausgabe 5.03

Ernährung

Mönche werden zu Gärtnern

Eine Bananenstaude vor dem Haus liefert kostenlos gesunde Nahrung – eine Selbstverständlichkeit, so scheint es, doch nicht in Kambodscha. In dem lange Jahre von Terror und Bürgerkriegen geplagten südostasiatischen Land ist das Wissen um den Anbau traditioneller Nutzpflanzen vielerorts verloren gegangen; nur wenige Dorfbewohner bauen Gemüse oder Früchte in ihren kleinen Vorgärten an. Hauptsächlich ernähren sich die Menschen von Reis, aber vor allem die Kinder leiden unter der einseitigen Ernährung. Das „Obstbaumprojekt“ in Zentralkambodscha (Provinz Kampong Thom) will jetzt das Wissen um den Gartenbau wiederbeleben. Dieses Projekt hat die kambodschanische Umweltorganisation „Grünes Dach“ (Mlup Baitong) zusammen mit buddhistischen Klöstern und mit Hilfe der finnisch-deutschen Umweltorganisation „Werde“ entwickelt. Inzwischen lernen zwölf Mönche und 15 Dorfbewohner, wie man Samen sammelt, Bäume und Gemüse pflanzt und pflegt. Dieses Wissen sollen sie an ihre Dorfgemeinschaften weitergeben. In vier Tempeln wurden Baumschulen eingerichtet. Insgesamt profitieren 42 Dörfer und 6000 Menschen von dem Obstbaumprojekt. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite von Werde: www.kaapeli.fi/~werde.