Greenpeace Magazin

Ausgabe 6.00

"Es geht um die Kinder, nicht um die Staatshäupter!" "Sehr richtig!" piepste die Maus

Dieses Zitat stammt aus Erich Kästners Buch „Die Konferenz der Tiere“, in dem eine wunderbare neue Welt beschrieben wird.

Unter dem Druck der Tiere verpflichten sich darin die Regierungen der Welt, alle Waffen abzuschaffen, Wissenschaft und Technik nur noch für friedliche Zwecke zu nutzen und dem Wohl der Kinder höchste Priorität zu geben.

Ich habe das Buch noch einmal gelesen — es hat nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Denn in Wirklichkeit ist nichts davon geschehen.

Wir haben weltweit recherchiert, um Ihnen einen Überblick über die Lage der Kinder zu geben. Wir haben viele positive Geschichten entdeckt, aber auch das Gegenteil: Haarsträubende Skandale!

Warum behandeln wir minderjährige Asylsuchende bei uns wie lästige Eindringlinge und machen ihnen das Leben schwer (Seite 17)? Wieso sehen wir zu, wie durch verpestete Luft Allergien und Bronchialerkrankungen unserer Kinder sprunghaft zunehmen (Seite 32)? Warum sterben immer noch mitten in Sarajevo Kinder beim Spielen durch Minen (Seite 38)?

Wir gucken nicht nur hin, sondern wollen etwas tun — mit Ihrer Hilfe: Für jeden Abonnenten, den Sie für uns werben, und für jedes Abonnement, das Sie verschenken, stellen wir den Minenräumern der bosnischen Hauptstadt zehn Mark zur Verfügung (Seite 43). So viel kostet das Räumen von zwei Quadratmetern vermintem Gelände am „Fetten Berg“ in Sarajevo. Ihre Prämie für ein Abo kann Leben retten. Machen Sie mit!

Mit freundlichen Grüßen

Jochen Schildt, Chefredakteur

PS: Häufig werden wir danach gefragt — ja, das Greenpeace Magazin finanziert sich allein über den Verkauf, ohne Anzeigen und ohne Spendengeld von Greenpeace.
 

Von JOCHEN SCHILDT