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Klima vor Gericht

Greenpeace Magazin Ausgabe 6.18

Klima vor Gericht

Text: Diana Laarz Illustration: Julia Ossko und Eugen Schulz

Wer ist haftbar, wenn Extremwetter Menschen schädigt? Klagen auf Schadenersatz und strengeren Klimaschutz lassen weltweit Konzerne und Regierungen zittern

Der Mann, der die Europäische Union verklagt, ist chancenlos – zumindest gegen seine Hühner. Laut gackernd streiten sie ums Futter, das Telefonat mit Alfredo Sendim gerät turbulent. „Ich verstehe mein eigenes Wort nicht“, ächzt der Landwirt in den Hörer, „gebt endlich Ruhe!“ Schließlich kehrt doch noch gefräßige Stille ein, und Sendim kann berichten, was seine Hühner, seine Farm am Rand des Kontinents und die Brüsseler Politik miteinander zu tun haben.

Es ist Feiertag in Portugal. Nur Alfredo Sendim und ein Kollege arbeiten auf der 500 Hektar großen Farm „Freixo de Meio“. Sie füttern Hühner, Rinder, Schweine, Schafe, Gänse, kontrollieren Weinreben, Feigen- und Olivenbäume. Zwischendurch begutachten sie immer wieder den Horizont. Irgendwo Rauchwolken? Die Angst vor einem Feuer ist immer da. Rund um die Uhr schieben Mitarbeiter der Kooperative, zu der die Farm gehört, Brandwache.

Das ist einer der Gründe, warum Sendim, der Präsident der Genossenschaft, den Europäischen Rat und das EU-Parlament in Straßburg verklagt. Er sagt, der Klimawandel und die Katastrophen, die dieser mit sich bringe, bedrohten seinen Lebensunterhalt. Und die EU trage daran eine Mitschuld. (...)

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