Greenpeace Magazin Ausgabe 1.02

Land unter für eine Südsee-Kultur

Die Vertreter der durch den Klimawandel bedrohten kleinen Inselgruppen sind mit dem Ausgang des Klimagipfels von Marrakesch im November unzufrieden.

„Wenn der Meeresspiegel weiter steigt, werden wir unsere Heimat verlassen müssen. Da haben uns die Ergebnisse der Konferenz wirklich nicht geholfen“, kommentiert Paaniani Laupepa, stellvertretender Umweltminister der Inselnation Tuvalu. „Den Industriestaaten bleiben zu viele Schlupflöcher, für unseren Schutz reichen die angestrebten CO2-Reduzierungen nicht aus.“ Schon jetzt leiden die 10.000 Bewohner des aus neun Atollen bestehenden Staates unter immer heftigeren Stürmen, neuen Wetterphänomenen und der Versalzung der Frischwasserdepots im Inselgrund. Tuvalus Anfrage an Australien und Neuseeland, seine Bürger als Klimaflüchtlinge aufzunehmen, wurde zurückgewiesen. „Dann sollten die Industriestaaten uns aber wenigstens helfen, unser Land nicht zu verlieren; etwa indem sie Energie sparen“, fordert Laupepa.