Greenpeace Magazin Ausgabe 1.96

Liebe Leserin, liebe Leser,

Umweltschutz ist in aller Munde, doch längst nicht in jedermanns Sinn. Rund um den Globus wird die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen ungehemmt fortgesetzt. Zugleich suchen immer mehr engagierte Menschen in Wirtschaft, Politik und Privatleben nach Alternativen zum Raubbau an der Natur. Nie gab es für ein politisches Umweltmagazin so viele Themen wie heute.

Unsere Konsequenz: Das Greenpeace Magazin wird von dieser Ausgabe an alle zwei Monate erscheinen, mit sechs Heften im Jahr. So können wir Sie aktueller und umfassender informieren als bisher. Am vielfältigen Inhalt des GPM werden wir hingegen festhalten: an opulent ins Bild gesetzten Reportagen und Porträts, an Meldungen und Berichten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, an Streitgesprächen und Kommentaren. Weil wir unabhängig bleiben wollen, wird es im GPM auch künftig keine Anzeigen der werbenden Wirtschaft geben. Um so mehr sind wir auf Ihre Treue angewiesen. Falls Sie einer unserer rund 122.000 Abonnenten sind, kostet Sie das GPM künftig 30 Mark im Jahr, also weiterhin fünf Mark pro Heft – frei Haus geliefert. Am Kiosk müssen wir den Heftpreis allerdings auf 5,80 Mark erhöhen. Falls Sie das Magazin also im Zeitschriftenhandel kaufen, empfehlen wir Ihnen das Abo – dann sparen Sie Geld und Wege.

In jedem Fall werden wir Ihnen für Ihr Geld auch in Zukunft einen angemessenen journalistischen Gegenwert bieten – zum Beispiel die Titelgeschichte dieses Heftes über den Wandel der Berufe im Zeitalter der Ökologie.

Ab Seite 10 können Sie nachlesen, welche Perspektiven der Umweltschutz Berufsanfängern oder -umsteigern bietet.

Manch romantische Vorstellung über das Wesen professioneller Umweltschützer mag bei der Lektüre enttäuscht werden. Gefragt sind heute weniger heißblütige Idealisten als nüchterne Fachleute für Abwasser und Müllberge. Mehr denn je aber bietet die moderne Arbeitswelt dem einzelnen die Chance, ökologisches Wissen und Wollen in die Tat umzusetzen, sei es im Büro oder in der Fabrik, auf dem Acker oder im Wald. Für den Schutz der Umwelt ist diese Erkenntnis durchaus erfreulich. Denn – das wußte schon Erich Kästner – es gibt nichts Gutes, außer man tut es.

Ihre GPM-Redaktion

Von MANFRED PIETSCHMANN