Greenpeace Magazin

Ausgabe 2.13

Nazis unerwünscht

Bier ja, Rassismus nein: Regensburger Gastronomen werden für aufrechte Haltung gegen Diskriminierung und Ausgrenzung geehrt

Nazis unerwünscht

Bayern: Weil sie sich weigern, Rassisten  zu bedienten, bekommen Gastwirte in Regensburg den Zivilcourage-Preis
Nach einem rassistisch motivierten Angriff auf einen Barkeeper im Sommer 2010 gründeten einige Regensburger Wirte die Initiative „Keine Bedienung für Nazis“. In einer gemeinsamen Erklärung, die inzwischen mehr als 160 Regensburger Gastronomen unterzeichnet haben, heißt es: „Wir sagen Nein zu Intoleranz und Rassismus. Nazis und andere Rassisten haben in unseren Räumen nichts zu suchen. Wir werden diese Leute nicht bedienen.“ Den Wirten geht es vor allem darum, Diskriminierung und Ausgrenzung im Keim zu ersticken und Rassisten den öffentlichen Raum zu entziehen. Mittlerweile findet das Regensburger Bündnis in anderen Städten wie etwa Nürnberg und Landshut Nachahmer. Mitte November wurde die Anti-Nazi-Initiative darüber hinaus mit dem Zivilcourage-Preis „Das unerschrockene Wort“ geehrt. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung vergeben 16 deutsche Lutherstädte alle zwei Jahre. Eine Broschüre, die Wirten erklärt, wie und woran sie die ungebetenen Gäste erkennen und wie sie sich verhalten sollen, gibt es zum Herunterladen unter
keinebedienungfuernazis.de

Australien: Wegweisender Meeresschutz
Die australische Regierung hat das weltweit größte Netzwerk von Meeresschutzgebieten eingerichtet. In dem insgesamt 3,1 Millionen Quadratkilometer großen Areal, das auch die bedrohten Korallenriffe umfasst, ist der kommerzielle Fischfang deutlich eingeschränkt. Allerdings kritisiert Greenpeace, dass in einigen der Gebiete nach Öl und Gas gebohrt werden darf.

Tokelau: Nichts als Sonne
Auf der Südseeinsel Tokelau wurden alle Dieselgeneratoren abgestellt, denn die drei zu Neuseeland gehörenden Atolle versorgen sich nun komplett durch Solarenergie. Der Archipel mit seinen rund 1500 Einwohnern leistet mit der sieben Millionen Dollar teuren Energiewende Pionierarbeit für die gesamte Pazifikregion. Das für fossile Energien künftig eingesparte Geld soll in soziale Projekte fließen.

Niederlande: Ende der Pelztierzucht
In Holland wird es ab 2024 keine Pelzfarmen mehr geben. Mit dem Verbot der Nerzzucht verabschiedet sich einer der weltweit größten Pelzproduzenten aus dem Geschäft: Bislang wurden in dem Land sechs Millionen Nerze gezüchtet. Schon 2008 traten Verbote für das Halten von Füchsen und Chinchillas zur Pelzgewinnung in Kraft. In Deutschland ist keine Rede von einem Verbot der