Liebe Leserinnen und Leser,

Fans des animierten Films erinnern sich vielleicht noch an das Wollhaarmammut Manni. Im Kassenschlager „Ice Age“ trifft das von Otto Waalkes vertonte Riesenfaultier Sid auf jenen gemächlichen Säuger, dessen ganzer Name eigentlich Manfred lautet. Gemeinsam mit Säbelzahntiger Diego begeben sich die ungleichen Freunde auf ein Abenteuer, um der drohenden Eiszeit zu entkommen. Manni entpuppt sich unter seiner mürrischen Schale als sensibler Weggefährte, der sich unter anderem darum sorgt, das letzte lebende Mammut auf der Erde zu sein.

Wie eine Idee Hollywoods klingt auch der Plan des Genetik-Pioniers George Church von der renommierten Harvard-Universität: Gemeinsam mit einem finanzkräftigen Unternehmer möchte er die vor Jahrtausenden ausgestorbenen Verwandten von Manni wiederbeleben. Mithilfe uralter Mammut-DNA, heute lebender Elefanten und genetischer Werkzeuge sollen die eiszeitlichen Riesen im Labor neu gezüchtet und in der Arktis ausgewildert werden. Laut Forschern könne dies die Biodiversität erhöhen, das arktische Ökosystem retten und den Kampf gegen den Klimawandel unterstützen. Etliche Investoren sind bereits eingestiegen; die eigens gegründete Firma hat umgerechnet 13 Millionen Euro eingesammelt. „Wir hoffen, dass das erste Kalb in vier bis sechs Jahren zur Welt kommen wird“, sagt Finanzier Ben Lamm dem Standard – das sei ambitioniert, liege aber im Bereich des Möglichen.

Wir halten Sie natürlich auf dem Laufenden, beschäftigen uns jedoch erst mal mit den noch existierenden Lebewesen unseres Planeten. Auf geht’s!

Energiewende erfordert dreimal so viel Geld

Bericht, 3 Minuten Lesezeit

Die Energiewende verläuft nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) weltweit viel zu langsam. Mit den derzeitigen Plänen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen gelänge der Weltgemeinschaft bis zum Jahr 2050 gerade einmal eine Verringerung von 40 Prozent, heißt es im neuen Jahresbericht der Behörde. Im Pariser Klimaschutzabkommen von 2015 ist für die Mitte des Jahrhunderts Treibhausgasneutralität festgeschrieben. Innerhalb der nächsten zehn Jahre müssten sich die Investitionen mehr als verdreifachen, um die Klimaziele des Pariser Abkommens noch zu erreichen. Der Bericht benennt auch erfreuliche Entwicklungen: Der Anteil an erneuerbaren Energien wie Wind- und Solarenergie sei im Jahr 2020 weiter gewachsen. Elektrofahrzeuge stellten neue Verkaufsrekorde auf. Diese Fortschritte reichten jedoch nicht aus, um die globalen Treibhausgasemissionen bis 2050 netto auf null zu bringen. Die „Hartnäckigkeit des Status quo“ konterkariere diese Entwicklungen, berichtet Spiegel Online

Klimaaktivisten fechten Bundestagswahl an

Hintergrund, 2 Minuten Lesezeit

Dass sie in Wahlen auf Bundesebene keine Stimme haben, finden Linus Steinmetz und Franziska Wessel von Fridays for Future undemokratisch. Deswegen haben die Aktivisten einen offiziellen Wahleinspruch beim zuständigen Wahlprüfungsausschuss des Deutschen Bundestags eingelegt. „Der Ausschluss junger Menschen vom Wahlvolk lässt sich nicht in Einklang mit den demokratischen Prinzipien der Volkssouveränität und des allgemeinen und gleichen Wahlrechts bringen“, heißt es darin. „Das Mindestwahlalter ist daher abzuschaffen.“ Unterstützt wird die Aktion von der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen. Die Abschaffung der Volljährigkeitsgrenze bei Wahlen gehört zu deren Forderungen. „Die Politik orientiert sich überwiegend an den Interessen und Forderungen der Älteren, obwohl die Zukunft der jungen Generation von den aktuellen Wahlen entscheidend beeinflusst wird“, heißt es zur Begründung in einem Positionspapier der Stiftung. Mehr zum Thema liefern die klimareporter°

Bienen: Mehr Parasiten durch blühende Monokulturen

Hintergrund, 3 Minuten Lesezeit

Große blühende Felder ziehen Bienen an und bieten ihnen für eine kurze Zeit im Jahr reichlich Nahrung. Doch wie wirken sich landwirtschaftlich angebaute Blühpflanzen auf die Gesundheit der Bienen aus? Eine neue Studie kommt zu dem Ergebnis, dass blühende Monokulturen zwar tatsächlich die Anzahl der Wildbienen erhöhen, allerdings auch zur Ausbreitung von Parasiten beitragen. „Das Vorhandensein von Parasiten bei Wildbienen stand in einem signifikant positiven Zusammenhang mit der Anzahl der Bienen“, berichten die Forscher. Kamen also durch eine Monokultur besonders viele Bienen miteinander in Kontakt, erhöhte sich auch das Risiko für die Ausbreitung von Parasiten. Abhilfe können den Forschern zufolge vielfältige, nicht-landwirtschaftlich genutzte Blühpflanzen in der Umgebung schaffen. „Wir gehen davon aus, dass Diversifizierungsmaßnahmen wie das Anlegen von blühenden Hecken gesunde Wildtierpopulationen in der Landwirtschaft fördern können, insbesondere wenn sie in der gesamten Landschaft in einem hohen Verhältnis zu intensiv bewirtschafteten Flächen eingesetzt werden“, so die Forscher. Details gibt es bei wissenschaft.de

Extrem feuchte Hitze betrifft überproportional dicht besiedelte Regionen

Hintergrund, 4 Minuten Lesezeit

Die Welt wird nicht nur heißer, sondern auch feuchter. Neue Forschungsergebnisse von Wissenschaftlern der Washington State University zeigen, dass Menschen, die in Gebieten leben, in denen extrem feuchte Hitze bereits eine erhebliche Gefahr darstellt, die Hauptlast dieser Entwicklung tragen – das berichtet Science X. Laut der Studie, die Anfang des Monats im Fachblatt „Geophysical Research Letters“ veröffentlicht wurde, erleben zwar viele Regionen einen statistisch signifikanten Anstieg. Allerdings zeigen sich besonders besorgniserregende Trends in den bevölkerungsreichen Regionen in Süd- und Südostasien und im Südosten der USA. Diese Regionen bewegen sich laut Forschern bereits an der Grenze der Überlebensfähigkeit. So würden Tätigkeiten in der Landwirtschaft, Bauarbeiten oder Rikscha-Transporte mit Fahrradantrieb während der heißen Tageszeiten praktisch unmöglich

Wunden des Regenwalds bleiben über 40 Jahre bestehen

Meldung, 1 Minute Lesezeit

Mehr als 20 Jahre lang hat eine Forschergruppe ein Stück Wald in der westafrikanischen Elfenbeinküste studiert, um zu ermitteln, ob und – falls ja – wie schnell das Ökosystem nach einem Kahlschlag in seinen ursprünglichen Zustand zurückkehrt. Im Fachblatt „Forest Ecology and Management“ kommen sie jetzt zum Schluss: womöglich gar nicht. Bisher sei man in der Forstwirtschaft davon ausgegangen, dass es etwa 30 Jahre dauere, bis sich ein Wald erneuert und „man überhaupt nur darüber nachdenken kann, ihn wieder wirtschaftlich zu nutzen“, sagt Koautor Raffael Ernst von den Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen in Dresden. „Nun sehen wir, dass es wohl eher 40 bis 60 Jahre braucht, bis das ursprüngliche Ökosystem in seiner Tiefe und Breite wiederhergestellt ist.“ Vor allem große, strukturgebende Bäume würden im nachgewachsenen Wald fehlen. Das Spektrum Magazin berichtet

Vom Familienbetrieb zum globalen Fahrradriesen

Bericht, 2 Minuten Lesezeit

Mit einem neuerlichen Großzukauf treibt der niederländische Familienkonzern Pon Holdings seinen steilen Aufstieg zu einem der führenden globalen Fahrradanbieter voran. Die in Deutschland wenig bekannte Gesellschaft hat sich innerhalb von zehn Jahren ein Konglomerat von Fahrradmarken zusammengekauft – beginnend 2011 mit dem Erwerb von „Gazelle“ sowie als Meilenstein dem Kauf des damals größten deutschen Fahrradanbieters Derby Cycle mit Marken wie „Kalkhoff“ und „Focus“. Nun übernimmt Pon für eine Milliarde kanadische Dollar (700 Millionen Euro) die Fahrrad-Tochtergesellschaft des kanadischen Mischkonzerns Dorel Industries. Hinter Pon steht eine der reichsten Familien der Niederlande. Zum Kerngeschäft gehört der Autohandel, einschließlich dem Import von Volkswagen. Der Gedanke hinter der strategischen Rückbesinnung aufs Fahrrad: Pon wolle zu einem breiter aufgestellten „Mobilitätsunternehmen“ werden, heißt es bei faz.net

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