Liebe Leserinnen und Leser,

wo waren Sie vor 17 Jahren? 2004 hoffte George W. Bush gerade auf seine zweite Amtszeit als US-Präsident, Myspace war in aller Munde – und Tobey Maguire der amtierende Spider-Man. Außerdem paarten sich an Amerikas Ostküste mehrere Milliarden Zikaden, die dann starben und weitere Milliarden Nachkommen im Boden hinterließen. Jetzt tauchen diese wieder auf: Bis Mitte Mai werden sie von North Carolina bis Connecticut Bäume, Straßen und Gebäude bedecken. Zwar sind die gut zwei Zentimeter langen Insekten harmlos, sie haben sich ob des faszinierend-gruseligen Naturschauspiels aber trotzdem den Spitznamen „Die Brut“ eingefangen. Noch Fragen? Der Atlantic hat den Bericht.

Andere Fragen rund um Natur und Nachhaltigkeit beantworten wir selbst übrigens ab jetzt auch – und zwar eine pro Heft. Sie rätseln, warum die Pappschachtel der Tiefkühlerbsen in die gelbe Tonne soll? Oder wie man eigentlich nachweist, dass eine Tierart ausgestorben ist? Und wie sichergestellt wird, dass unser Trinkwasser sauber ist? Dann schicken Sie uns Ihre Frage an auskunft@greenpeace-magazin.de.

Davor aber noch fix: unsere Presseschau!

Tchibo bietet Tesla-Autos im Abo an

Bericht, 3 Minuten Lesezeit

 „Einfach ab in den digitalen Warenkorb und den Bestellknopf klicken, fertig.“ So beschreibt der Kaffeeröster Tchibo das Ordern eines Tesla Model 3 oder eines Fiat 500E. Tchibo springt auf den derzeit wichtigsten Trend im PKW-Handel auf. So hat sich die Anzahl der offerierten Autoabos zwischen Oktober 2020 und März 2021 hierzulande auf insgesamt 380 verschiedene Modelle verdoppelt. Immer handelt es sich um Angebote, bei denen beinahe alles inklusive ist: Wartung, Anmeldung, Reifenwechsel, Vollkaskoversicherung. Nur Strom, Benzin oder Diesel müssen die Nutzer noch selbst tanken und selbst bezahlen. Details liefert das Redaktionsnetzwerk Deutschland

Auf Nord- und Ostsee wird es eng

Bericht, 4 Minuten Lesezeit

Bis zum Jahr 2040 peilt Deutschland in seinen Hoheitsgewässern eine Gesamtleistung von 40 Gigawatt an. Die Offshore-Windkraft mit ihrer hohen und konstanten Stromerzeugung gilt als tragende Säule einer künftigen Versorgung aus erneuerbaren Energien. Je konkreter der Weg dorthin wird, desto klarer erscheint aber auch, dass dies mit erheblichen Verteilungskonflikten verbunden sein wird: Der Raum für Windkraftwerke ist begrenzt. Offen für die Technologie sein muss deshalb nicht nur die Branche selbst, sondern auch die Handelsschifffahrt, die Fischerei und andere Wirtschaftszweige, die um den knappen Raum auf Nord- und Ostsee konkurrierten. Hintergründe gibt es bei welt.de

Botswana eröffnet Jagd auf Elefanten

Bericht, 3 Minuten Lesezeit

In einigen Ländern, dazu zählen Sambia, Südafrika und Tansania, ist die sogenannte „Sportjagd“ auf Elefanten erlaubt. Botswana – das nördliche Nachbarland Südafrikas – ist annähernd so groß wie Frankreich und darf sich mit etwa 130.000 Exemplaren über die größte Elefanten-Population Afrikas freuen. Zu verdanken ist dies unter anderem einem 2014 verhängten Jagdverbot. Jetzt hat Botswanas Regierung hundert neue Lizenzen für die umstrittene Trophäenjagd auf Elefanten erteilt. Kabelo Senyatso, der Direktor der Nationalpark-Behörde, bestätigte am Dienstag, dass zum Auftakt der Jagdsaison der Abschuss von insgesamt 287 Dickhäutern genehmigt worden sei. Der Standard berichtet

WWF zur Zukunft der Ernährung

Interview, 5 Minuten Laufzeit

Wie ernähren sich Menschen in Zukunft, ohne die ökologischen Belastungsgrenzen der Erde zu überschreiten? Insgesamt müsse nachhaltige Ernährung für die Verbraucher einfacher werden, meint WWF-Ernährungsexpertin Tanja Dräger im Gespräch mit dem Deutschlandfunk. Dabei sei vor allem die Politik gefragt. Beispielsweise müssten in Kantinen vegane oder vegetarische Gerichte besser beworben, die Ausbildung von Köchinnen und Köchen modernisiert und bei der Preisgestaltung nachgesteuert werden. Wenn Hühnerfleisch weniger koste als Gemüse, „müssen wir wirklich überlegen: Ist das eine richtige Balance oder sollten wir uns nicht woanders hinbewegen?“

Die pflanzliche Revolution rettet unseren Planeten

Kommentar, 4 Minuten Lesezeit

Der Veggietrend ist keine Lifestylemode – das schreibt Katrin Terpitz im Handelsblatt. Nur so sei die wachsende Weltbevölkerung mit Proteinen zu versorgen, ohne die Umwelt massiv zu schädigen. Die Welt stehe am Anfang einer „pflanzlichen Revolution“, die sich eher schleichend vollziehe, aber nicht weniger umwälzend sei als die digitale Revolution. Fleisch- und Milchproduzenten wandeln sich zu „Protein“-Herstellern – von Danone bis Tönnies. Nicht unbedingt, um den Planeten zu retten, sondern um am rasant wachsenden Milliardenmarkt mitzuverdienen. Denn mittelfristig sind die Margen höher, weil die Wertschöpfungskette viel kürzer ist

Umverteilung: Wohin geben? Und woher nehmen?

Kommentar, 3 Minuten Lesezeit

Die Grünen fordern einen investierenden Staat. Aber bei der Frage, woher das Geld kommen soll, kneifen sie, kommentiert Georg Fülberth im Freitag. In jedem Fall fände ein Verteilungskampf statt. Würden die Unterschichten stärker belastet als die Wohlhabenden, um – zum Beispiel – Klimaneutralität zu erreichen, würden zumindest Teile von ihnen sich noch weiter als bisher den Rechten zuwenden. Im Ergebnis könnte es an Mehrheiten und Legitimation für eine ökologische Politik fehlen. Um das zu verhindern, müsse der – vor allem wohl steuerpolitische – Kampf für eine Umverteilung von oben nach unten, so schwer er auch sein wird, geführt werden

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