Guten Abend,

wenn die Wirtschaft brummt, ist alles andere auch gut? Längst ist klar, dass diese Gleichung nicht aufgeht und Wachstum um jeden Preis mehr schadet als nutzt. Müll und Abgase, Lärm und Wasserverschmutzung, Ausbeutung von Mensch, Natur und Ressourcen, Kinderarbeit, Gesundheitsschäden, Tierleid, Artensterben, Klimaerhitzung…Man könnte ewig so weitermachen (und wäre am Ende ganz schön deprimiert). Wo soll das alles hinführen?

Höchste Zeit, mal darüber nachzudenken, was in der Wirtschaft anders laufen könnte und müsste, fand die Redaktion des Greenpeace Magazins. Das Ergebnis ist die neue Ausgabe „Unsere Chance – für eine Wirtschaft zum Wohle aller“. Wir haben uns gefragt: Ist eine gerechte Wirtschaft möglich? Eine, die Mensch und Umwelt in den Mittelpunkt stellt? Die sich am Gemeinwohl orientiert – statt auf Kosten anderer zu wirtschaften?

Die Turbo-Globalisierung, die wir in den letzten Jahren und Jahrzehnten mit zunehmender Atem- und Fassungslosigkeit erlebt haben, ist kein Naturgesetz, sondern menschengemacht. Glücklicherweise, denn das heißt im Umkehrschluss, dass der Mensch sein Agieren auch wieder ändern kann. Fred Grimm analysiert, wie die Globalisierung entstanden ist, wer davon profitiert und wer nicht.

Der niederländische Historiker Rutger Bregman ist im Gegensatz zu vielen Zeitgenossen fest überzeugt, dass der Mensch „im Grunde gut“ ist – so lautet der Titel seines neuen Buches. Im Interview spricht er mit meinem Kollegen Wolfgang Hassenstein darüber, warum er das denkt, was es für historische Belege dafür gibt und was das für die Wirtschaft bedeuten könnte.

Wir schauen uns Beispiele von Firmen an, die nach dem von dem österreichischen Vordenker Christian Felber entwickelten Prinzip der „Gemeinwohl-Ökonomie“ wirtschaften, und besuchen die „Sterngartenodyssee“. Die befindet sich nicht irgendwo im Weltraum, sondern in Berlin, Halle und Leipzig sowie auf verschiedenen Bauernhöfen in der Umgebung und ist eine Solawi, eine Solidarische Landwirtschaft. Das bedeutet, kurz gesagt: Alle Mitglieder arbeiten mit, indem sie bei der Ernte mit anpacken oder das Gemüse in die Städte liefern.

Unsere Autorin Theresa Bäuerlein plädiert in ihrem Essay dafür, alles Leben als untrennbares Ganzes und damit uns selbst als Teil der Natur zu sehen. Außerdem haben wir Infoseiten mit Alternativen zusammengestellt – zur Reform der Handels- und Finanzbeziehungen, zu einer anderen Berechnung von Kosten und Wohlstand und zur Schonung von Ressourcen durch Kreislaufwirtschaft.  

„Weiter so“ ist keine Option. Ein gutes Leben für möglichst alle bedeutet, Konzepte für eine gerechte und umweltverträgliche Wirtschaft zu etablieren, Unternehmen so umzubauen, dass sie auf Kooperation statt Konkurrenz setzen und letztlich vom Ich zum Wir zu gelangen. Das Gute ist, dass seit Beginn der Corona-Krise in Politik, Ökonomie und Gesellschaft eine breite Diskussion darüber eingesetzt hat, an der sich übrigens auch Vertreter und Vertreterinnen der internationalen Bewegung der Gemeinwohl-Ökonomie beteiligen. Hoffen wir, dass es nicht bei der Debatte bleibt.

In Teil 2 des Hefts erwarten Sie unter anderem ein Reisebericht über den Besuch bei Umweltaktivisten und -aktivistinnen in Polen, die letzte Folge unseres Langzeittests mit Lebensmitteln, die teilweise noch Monate nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums genießbar sind, und eine Fotoreportage über Monique Pool und ihre Schutzbefohlenen – sie leitet in Surinam eine Rettungsstation für Faultiere. Erstaunliche Tiere, die uns zeigen, wie entspanntes Abhängen geht.

Sollten Sie am Wochenende den Programmpunkt „Abhängen“ eingeplant haben, spricht nichts dagegen, währenddessen entspannt das neue Greenpeace Magazin durchzublättern. Viel Spaß beim Lesen!

Sehr zum Wohl! Zum Gemeinwohl!

Kerstin Eitner
Redakteurin

PS: Wer nicht so gern abhängen mag, sondern lieber schweißtreibenden Tätigkeiten nachgeht, sollte sich einen Vorrat von unserem Bio-Deo zum Selbermachen anlegen. Jetzt eine Woche 20 Prozent reduziert.

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