Nachrichten

Rachel Kyte: „Hinter verschlossenen Türen wird Klartext geredet!"

Rachel Kyte: „Hinter verschlossenen Türen wird Klartext geredet!"

Rachel Kyte reist als UN-Sonderbeauftragte für nachhaltige Energie zum Weltwirtschaftsforum in Davos. Im Interview erzählt sie dem Greenpeace Magazin, wie sie bei dem Treffen der Eliten mitmischen will.

Weiterlesen
Mittwoch, 24. Januar 2018

Daily Navigator: Deutsch­land droht EU-Strafe, Dürre in Kapstadt und Mistkäfer im Wald

die vielen Schauplätze des heutigen Navigators würden eine Weltkarte ordentlich füllen: Wir schauen auf den Süden Deutschlands, wo zwei Automobilunternehmen ihre Carsharing-Angebote zusammenlegen wollen. Wir blicken auf eine Vorstadt San Franciscos, die gegen Ölkonzerne klagt. Und wir schauen auf die schlimmste Dürre des letzten Jahrhunderts in Kapstadt. Außerdem: Alaska, Japan, Südostasien – und der Wald.

Auf unserer Webseite geht es zudem nach Davos. Wir haben die UN-Sonderbeauftragte für nachhaltige Energie gefragt, wie sinnvoll das Treffen wichtiger Politiker und Firmenlenker dort ist. Ihr Fazit fällt überraschend positiv aus.

Wir wünschen anregende Lektüre und sind morgen zurück. Bis dahin!

Das Team vom Navigator

Mehr
emoji

Verpasstes EU-Klimaziel: Deutschland droht Strafe

mehr

Während der Sondierungsgespräche ist bereits herausgekommen, dass Union und SPD ihr selbst gestecktes Klimaziel aufgeben und davon ausgehen, die Treibhausgase bis 2020 nicht um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 zu reduzieren. Nun sieht es laut taz auch noch so aus, als verfehle die Bundesregierung das verbindliche EU-Ziel für 2020. Damit droht Deutschland eine Strafe, die an andere Mitgliedsstaaten zu zahlen ist. Schlechter stehen nur Irland und Malta da, führt der Tagesspiegel aus.

Bericht, 4 Minuten Lesezeit
emoji

BMW und Daimler legen Carsharing zusammen

mehr

Die Autohersteller BMW und Daimler wollen künftig ihre Mietwagenflotten DriveNow und Car2Go zusammenlegen. Die internen Tochtergesellschaften und die Technik im Hintergrund sollen dabei fusionieren. Beide Einzelmarken sollen aber weiter existieren, berichtet die FAZ.

Bericht, 4 Minuten Lesezeit
emoji

Erneut klagt US-Stadt gegen Ölkonzerne

mehr

Die kalifornische Stadt Richmond ist die neunte US-Stadt, die gegen Ölfirmen klagt, um Schadenersatz für die Kosten des Klimawandels zu bekommen. Der auf drei Seiten von Wasser umgebene Vorort von San Francisco klagt gegen 29 Öl-Multis. Eine Summe ist nicht bekannt, berichtet Reuters.

Englischer Bericht, 2 Minuten Lesezeit
emoji

Leitungswasser in Kapstadt könnte im April abgestellt werden

mehr

Lenken wir für einen Moment den Blick auf Südafrika: Das Land erlebt derzeit die schlimmste Dürre des letzten Jahrhunderts, schreibt der Guardian. Für Kapstadt liegen nun Zahlen vor, wonach am 12. April vermutlich private Wasserleitungen abgestellt werden – und es somit Leitungswasser nur noch an öffentlichen Ausgabestellen geben wird.

Englischer Bericht, 3 Minuten Lesezeit
emoji

Wie Mistkäfer im Untergrund arbeiten

mehr

Auch in gut belebten Wäldern finden sich auf dem Boden selten Tierköttel. Der Grund: Mistkäfer vergraben den Dung schnell im Waldboden; sie sind „Entsorgungsbetriebe der Natur“. Der Deutschlandfunk betrachtet die Tiere und stellt fest, dass Forscher oft selbst nicht wissen, woher sie stammen.

Reportage, 3 Minuten Lesezeit

Meinung am Mittwoch: Grund für mehrere Vulkanausbrüche: Zufall

Drei Erdbeben und Vulkanausbrüche in Alaska, Japan und Südostasien haben in jüngster Zeit für Schlagzeilen gesorgt. Doch woher kommen sie?

Experten glauben zumindest, dass es zwischen den drei Ereignissen keinen Zusammenhang gibt. Im mit vielen Karten illustrierten Gespräch mit der Deutschen Welle vermutet Seismologe Torsten Dahm eher Zufall. 

Daily Navigator abonnieren?

Nachrichten

Ein Jahr Trump
/
18.Jan 2018

Trumps Um­welt­po­li­tik: „Das ist kein Witz, sondern wirklich gefährlich!“

Trumps Umweltpolitik: „Das ist kein Witz, sondern wirklich gefährlich!“
Nur ein Jahr im Amt und schon hat US-Präsident Trump fast alle umweltpolitischen Bemühungen seines Vorgängers zu Fall gebracht. Schwer war das nicht, Obama hatte es ihm leicht gemacht 
plastikmüll
/
15.Jan 2018

Deutsche Recycling-Wirtschaft profitiert von Chinas Müllimport-Verbot

Deutsche Recycling-Wirtschaft profitiert von Chinas Müllimport-Verbot
Die Entscheidung löste zunächst Panik in Deutschland aus: Wo sollen die rund 800.000 Tonnen Kunststoffabfall hin, die jedes Jahr ins Reich der Mitte verschifft werden? Dabei ist es besser, den Müll als Rohstoff zu betrachten und ihn nicht zu exportieren. Das ist ökologisch sinnvoll und stärkt die Kreislaufindustrie – wenn der Gesetzgeber mitspielt.   
Grüne Woche
/
17.Jan 2018

Glau­bens­krieg überwinden: Bio-Landwirte treffen auf kon­ven­tio­nel­le Bauern

Glaubenskrieg überwinden: Bio-Landwirte treffen auf konventionelle Bauern
Auf der weltweit größten Agrar-Messe „Grüne Woche“ spricht die Branche über Zukunftsstrategien. Konventionelle und biologische Landwirtschaft haben seit jeher sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, wie Lebensmittel produziert werden sollten. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) fordert eine Annäherung.
Sondierungsgespräche 2018
/
12.Jan 2018

Son­die­rungs­er­geb­nis: „Bei den Um­welt­the­men ist viel auf der Strecke geblieben“

Sondierungsergebnis: „Bei den Umweltthemen ist viel auf der Strecke geblieben“
SPD und Unionsparteien bekennen sich zwar weiterhin zu den Klimazielen, wie sie diese aber erreichen wollen, bleibt unklar. Auch sonst dominieren Absichtserklärungen das Ergebnispapier der Sondierungen, reale Lösungsvorschläge fehlen. 
Mehr davon? Schauen Sie in unserem Nachrichten-Archiv vorbei.
Weiterlesen

Das
Ko­pen­ha­gen-
Ex­pe­ri­ment

Fahrrad gegen U-Bahn und E-Auto:
Eine Rallye in drei Runden

Weiterlesen

Fri­luft­s­liv - Norwegens
Tür zur Natur

Zwischen Kristiansand und Nordmeer suchen die Menschen gern das Weite. „Freiluftleben“ lernt man hier sogar in der Schule. Jens Kvernmo weiß, worauf es ankommt

Weiterlesen

Wöchentlichen Newsletter bestellen?

Die afri­ka­ni­sche
Solar-Re­vo­lu­ti­on

Wie Start-ups den Kontinent erhellen

Weiterlesen

Geht doch!

Greenpeace Magazin - Geht doch: Mehr E-Auto wagen

Mehr E-Auto wagen

Deutschland: Die Umweltprämie für Elektroautos nimmt Fahrt auf

Greenpeace Magazin - Geht doch: Zeitbomben auspumpen

Zeitbomben auspumpen

Norwegen: Das skandinavische Land lässt Schiffswracks auspumpen, bevor sie bersten

Greenpeace Magazin - Geht doch: Giftfrei brutzeln

Giftfrei brutzeln

Hawaii: Wie die Inselkette Fische und Korallen vor Schäden durch Sonnencreme schützen will

Mehr als 6000 Schiffswracks aus dem Zweiten Weltkrieg liegen auf dem Grund der Weltmeere. Mit ihnen sind bis zu 15 Millionen Tonnen Treibstoff, Rohöl und Schiffsdiesel untergegangen. Langsam zerfrisst die Korrosion die Stahltanks. Wenn nichts geschieht, werden die ersten nach Berechnungen der norwegischen Küstenbehörde „Kystverket“ in zehn bis zwanzig Jahren bersten und eine Umweltkatastrophe auslösen. Nur ein Land handelt präventiv: Norwegen ließ bereits sieben küstennah liegende Wracks leerpumpen. Das Auspumpen des Öls kostet zwar Millionen, Strandsäuberungen nach Ölunfällen sind aber um ein Vielfaches teurer. „Alle wissen das, doch das noch unsichtbare Problem wird totgeschwiegen“, sagt Christian Heynen. Sieben Jahre recherchierte der Filmemacher aus Remscheid zu den Schiffen am Meeresgrund. Sein Dokumentarfilm „Vergessene Wracks – Schwarze Tränen der Meere“ läuft derzeit auf verschiedenen Filmfestivals. Oft hatte er sich vergeblich um Unterstützung der Behörden bemüht, nur Norwegen zeigte sich kooperativ. „Die Deutschen sind fein raus“, sagt der Dokumentarfilmer. „In ihrem Hoheitsgebiet liegen nur wenige Wracks. Und bei ihren andernorts gesunkenen Kriegsschiffen können sie sich auf höhere Gewalt berufen und sich so juristisch aus der Verantwortung stehlen.“

Außerdem Interessant

Costa Rica: In Zukunft plastikfrei
In vier Jahren will Costa Rica nicht nur CO2-neutral sein, bis dahin soll es im ganzen Land auch kein Einwegplastik mehr geben. Um das als erstes Land der Welt zu schaffen, erarbeitet die Regierung Leitlinien für Hersteller und legt Förderprogramme auf. Zusätzlich unterstützt sie die Erforschung alternativer Materialien – zum Beispiel Bioplastik aus Bananenschalen.

Wallmerod: Gesund wachsen
In Deutschland wird jeden Tag eine Fläche von fast 100 Fußballfeldern versiegelt – aus natürlichem Boden wird Bauland. Wallmerod im Westerwald will dem etwas entgegensetzen. Die Verbandsgemeinde, die aus 21 Dörfern besteht, weist seit 13 Jahren keine Neubaugebiete aus – und wächst trotzdem. Baulücken werden geschlossen und Sanierungen leerstehender Altbauten gefördert. Das ist ökologisch sinnvoll und findet bereits Nachahmer: Die Nachbargemeinde Westerburg mit insgesamt fünf Dörfern setzt das Modell Wallmerod ebenfalls um.

China: Alte Faser neu entdeckt
Als Alternative zur sehr durstigen und bei Schädlingen beliebten Baumwolle haben Forscher in der nordöstlichen Provinz Heilongjiang neue Hanfsorten entwickelt. Die Anbaufläche wuchs dort von 1000 auf 30.000 Hektar, im nächsten Jahr soll sie nochmals verdoppelt werden. Die Entwicklung ist auch ein Schritt weg von der billigen Massenproduktion von Textilien: Kleidung aus Hanf ist reißfester und langlebiger, braucht zudem weniger Wasser und hat einen kleineren CO2-Fußabdruck.