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Rachel Kyte: „Hinter verschlossenen Türen wird Klartext geredet!"

Rachel Kyte: „Hinter verschlossenen Türen wird Klartext geredet!"

Rachel Kyte reist als UN-Sonderbeauftragte für nachhaltige Energie zum Weltwirtschaftsforum in Davos. Im Interview erzählt sie dem Greenpeace Magazin, wie sie bei dem Treffen der Eliten mitmischen will.

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Montag, 22. Januar 2018

Daily Navigator: Zehn­tau­sen­de bei Agrar-Demo, Rückruf bei Audi und faires Gold

nun sind wir also einen Schritt näher dran an der neuen „GroKo“. Ohne viel Begeisterung haben die SPD-Delegierten der Aufnahme von Koalitionsgesprächen zugestimmt. Ein Kritikpunkt bleibt weiter, dass die Ergebnisse der Sondierungsgespräche in weiten Teilen den Status quo verwalten und beispielsweise in der Klimapolitik zu mutlos sind. Nun geht es weiter mit Verhandlungen: Steht erst einmal der mögliche Koalitionsvertrag, folgt eine Befragung aller rund 450.000 SPD-Mitglieder. Rund um Ostern soll dann möglicherweise eine Regierung stehen.

Bis dahin bleibt uns im Navigator viel Zeit für andere Themen: Heute geht es unter anderem um eine Demo für Reformen in der Agrarwirtschaft, einen weiteren Rückruf im Zuge der Dieselaffäre und um eine Studie, wonach viele der meistgeteilten Artikel zum Klimawandel wissenschaftlich kaum haltbar sind.

Wir sind natürlich nicht erst zu Ostern zurück, sondern schon morgen. Bis dahin!

Das Team vom Navigator

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30.000 demonstrieren für neue Agrarwirtschaft

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Am Rande der Grünen Woche sind am Wochenende Zehntausende für eine Wende in der Agrarpolitik auf die Straße gegangen. Die Veranstalter der Demonstration unter dem Motto „Wir haben es satt” sprachen von 33.000 Teilnehmern, die Polizei von „mehreren zehntausend”. Unter anderem forderten sie den Ausstieg aus dem Pflanzengift Glyphosat und neue Impulse in der Agrarpolitik von der kommenden Regierung, beispielsweise mit besseren Bedingungen für Familienbetriebe. Einen Demo-Bericht hat der rbb.

Bericht, 4 Minuten Lesezeit
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Zwangsrückruf bei Audi wegen Dieselaffäre

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Der VW-Konzern kommt aus dem Dieselskandal nicht heraus. Nun hat das Kraftfahrzeug-Bundesamt die Konzernmarke Audi verpflichtet, rund 130.000 Fahrzeuge umzurüsten. Aktuell seien in den V6-Dieselmodellen unzulässige Abschaltvorrichtungen eingebaut, erläutert die Tagesschau.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Energieverbrauch zum Heizen ist gesunken

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Die deutschen Haushalte haben 2017 etwa fünf Prozent weniger Energie zum Heizen verbraucht als im Vorjahr. Finanziell davon profitiert haben aber nur Gaskunden: Ihre Rechnung sank um rund zehn Prozent, Heizölkunden zahlten etwa 16,5 Prozent mehr, berichtet die FAZ. Auslöser des Rückgangs waren besonders die milden Monate März und Oktober. 

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Klimawandel bedroht männliche Schildkröten

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Früher waren sie eine Delikatesse und wurden oft gekocht. Heute ist das zwar verboten, aber die Grünen Meeresschildkröten heißen deshalb oft noch immer „Suppenschildkröten“. Forscher haben jetzt herausgefunden, warum der Klimawandel die Art bedroht: Es gibt kaum noch Männchen. Das liegt daran, dass ihr Geschlecht häufig von den Temperaturen abhängt, unter denen sich die Embryonen in den Eiern entwickeln: Bei um die 28 Grad wächst die Wahrscheinlichkeit für Männchen, bei eher 32 Grad schlüpfen eher Weibchen. Die taz beschreibt in einem kurzen Bericht die faszinierende Tierart.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Klima-Berichte wissenschaftlich oft nicht akkurat

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Viele der meistgeteilten Artikel zum Klimawandel halten einer genaueren wissenschaftlichen Prüfung nicht Stand. Das sagt zumindest das Expertenpanel der Webseite Climate Feedback. Die Kollegen dort haben sich 25 Artikel angesehen, die im vergangenen Jahr besonders häufig geteilt worden. Von den Top 5 hat kein einziger „hohe“ oder „sehr hohe“ Glaubwürdigkeit, stellten die Forscher fest. 

Englische Analyse und Liste, 20 Minuten Lesezeit

Menschen am Montag: Guya Merkle

Guya Merkle hat das Unternehmen ihres Vaters übernommen und einen einzigartigen Luxusbetrieb geschaffen: Die Schmuckdesignerin stellt Stücke aus fairem Gold her.

Die 31-Jährige will die Rohstoffe für ihr Unternehmen nur aus fairen Minen beziehen, erläutert die taz. Hanna Gersmann erzählt nach, wie Merkle durch den Besuch einer Mine in Peru das von ihren Vater übernommene Geschäft komplett auf den Kopf gestellt hat.

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Nachrichten

Ein Jahr Trump
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18.Jan 2018

Trumps Um­welt­po­li­tik: „Das ist kein Witz, sondern wirklich gefährlich!“

Trumps Umweltpolitik: „Das ist kein Witz, sondern wirklich gefährlich!“
Nur ein Jahr im Amt und schon hat US-Präsident Trump fast alle umweltpolitischen Bemühungen seines Vorgängers zu Fall gebracht. Schwer war das nicht, Obama hatte es ihm leicht gemacht 
plastikmüll
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15.Jan 2018

Deutsche Recycling-Wirtschaft profitiert von Chinas Müllimport-Verbot

Deutsche Recycling-Wirtschaft profitiert von Chinas Müllimport-Verbot
Die Entscheidung löste zunächst Panik in Deutschland aus: Wo sollen die rund 800.000 Tonnen Kunststoffabfall hin, die jedes Jahr ins Reich der Mitte verschifft werden? Dabei ist es besser, den Müll als Rohstoff zu betrachten und ihn nicht zu exportieren. Das ist ökologisch sinnvoll und stärkt die Kreislaufindustrie – wenn der Gesetzgeber mitspielt.   
Grüne Woche
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17.Jan 2018

Glau­bens­krieg überwinden: Bio-Landwirte treffen auf kon­ven­tio­nel­le Bauern

Glaubenskrieg überwinden: Bio-Landwirte treffen auf konventionelle Bauern
Auf der weltweit größten Agrar-Messe „Grüne Woche“ spricht die Branche über Zukunftsstrategien. Konventionelle und biologische Landwirtschaft haben seit jeher sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, wie Lebensmittel produziert werden sollten. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) fordert eine Annäherung.
Sondierungsgespräche 2018
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12.Jan 2018

Son­die­rungs­er­geb­nis: „Bei den Um­welt­the­men ist viel auf der Strecke geblieben“

Sondierungsergebnis: „Bei den Umweltthemen ist viel auf der Strecke geblieben“
SPD und Unionsparteien bekennen sich zwar weiterhin zu den Klimazielen, wie sie diese aber erreichen wollen, bleibt unklar. Auch sonst dominieren Absichtserklärungen das Ergebnispapier der Sondierungen, reale Lösungsvorschläge fehlen. 
friedensnobelpreis
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08.Dez 2017

ICAN sieht sich im Kampf gegen Atomwaffen bestärkt

ICAN sieht sich im Kampf gegen Atomwaffen bestärkt
Seit Jahren engagiert sich der Friedensforscher Sascha Hach gegen die Atomkriegsgefahr, mit der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Nuklearwaffen. Wir haben die deutsche Gruppe der nun mit dem Nobelpreis geehrten Organisation in ihren Berliner Büros besucht. Auf der Auszeichnung ausruhen wollen sie sich nicht.

Seit Jahren engagiert sich der Friedensforscher Sascha Hach gegen die Atomkriegsgefahr, mit der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Nuklearwaffen. Wir haben die deutsche Gruppe der nun mit dem Nobelpreis geehrten Organisation in ihren Berliner Büros besucht. Auf der Auszeichnung ausruhen wollen sie sich nicht.

Am Sonntag verleiht das Nobelpreiskomitee in Oslo den Friedensnobelpreis. Dieses Jahr geht er an ICAN, die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Nuklearwaffen. Der 33-jährige Sascha Hach ist geschäftsführendes Vorstandsmitglied der deutschen Sektion von ICAN. In einer Reportage im Greenpeace Magazin 2.17 beschreibt er, wie seine Mitstreiter und er die Deutschen wachrütteln wollen: „Wenn man sich die Auswirkungen einer Atomwaffendetonation in ihrer Reichweite und ihren Facetten klarmacht, kann man nur erschrecken“, sagt er. „Diese grenzenlose Zerstörungskraft negiert jede Achtung vor dem Leben.“

Immer wieder suchen die ICAN-Aktivisten den Dialog mit Politikern und Diplomaten. „Fachwissen, Ernsthaftigkeit und ehrliche Gesprächsbereitschaft sind Pfeiler unserer politischen Arbeit“, sagt Hach. Ein kleinen Schritt ist die Weltgemeinschaft weitergekommen, seitdem das Greenpeace Magazin die ICAN-Gruppe besucht hat. Im September haben 122 Staaten bei den Vereinten Nationen in New York einen Vertrag zum Verbot von Atomwaffen verabschiedet. UN-Generalsekretär António Guterres sprach bei der Eröffnung der Zeremonie von einem „Meilenstein“. Denn auch heute existieren weltweit immer noch etwa 15.000 Nuklearwaffen. Guterres bezeichnete sie als „Endzeit-Waffen“. „Es ist, als ob die Generalversammlung mit dieser Resolution eine neue Ära einläuten will“, sagt Hach. Trotzdem ist er noch nicht am Ziel und will weiterkämpfen für eine Welt ohne Atomwaffen. Er sagt: „Unsere stärkste Waffe ist das Wort.“

US-Umweltpolitik: „Das ist kein Witz, sondern wirklich gefährlich!“

Time to go: Die Aktivisten von ICAN protestieren vor dem Atomwaffenlager Büchel. Foto: Wolfgang Schlupp-Hauck

Die Aufmerksamkeit, die der Friedensnobelpreis gebracht hat, möchte ICAN dazu nutzen, die Zustimmung möglichst vieler Staaten zum Verbotsantrag zu erreichen. Denn vor allem die Länder, auf die es ankommt – die Atommächte, auch Deutschland – haben den Vertrag bislang nicht unterschrieben. Die Unterzeichnerstaaten sollten sich darüber hinaus schon jetzt auf die Konsequenzen vorbereiten. „Sobald der internationale Atomwaffenverbotsvertrag in Kraft tritt, ist den beteiligten Staaten verboten, die Herstellung von Nuklearwaffen zu unterstützen“, erläutert Hach. „Daher sollten die Staaten rechtzeitig Gesetze erlassen, um den Banken in ihren Ländern entsprechende Investitionen zu verbieten.“

Außerdem will ICAN mit der Nobelpreis-Stiftung zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass diese ihr Vermögen nicht in Firmen investiert, die an der Herstellung von Atomwaffen beteiligt sind. „Das Preisgeld sollte in die Arbeit für das Atomwaffenverbot und dessen Umsetzung fließen und damit auch dem Engagement für das Ende der Finanzierung von Atomwaffen zugutekommen“, sagt Xanthe Hall, Mitglied des ICAN-Vorstandes in Deutschland. „Die Atombombenopfer (Hibakusha) sind ein wichtiger Partner in der Kampagne für die Abschaffung von Atomwaffen und nehmen an ihren Aktivitäten, Entscheidungen und Erfolgen aktiv teil.“

Setsuko Thurlow, der den Atombomenabwurf in Hiroshima überlebt hat, nimmt deshalb auch zusammen mit Beatrice Fihn, Internationale ICAN-Geschäftsführerin, diesen Sonntag den Friedensnobelpreis in Oslo entgehen. Wer die Übertragung live mit anschauen möchte, kann dies mit diesem Live-Stream ab 13 Uhr tun. 

Das Porträt von ICAN unseres Autors Dirk Gieselmann erschien im Greenpeace Magazins 2.17. Seitdem haben 122 Staaten bei den Vereinten Nationen in New York einen Vertrag zum Verbot von Atomwaffen verabschiedet.

Wer am Wochenende in Berlin ist und in der Nacht vor der Verleihung mit ICAN feiern möchte, ist ab 22 Uhr im „Mensch Meier“ in der Storkower Str. 121, 10407 Berlin willkommen. Der Eintritt kostet 10 Euro.

hg

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