Mittwoch, 22. November 2017

Daily Navigator: Radioaktivität über Europa ungefährlich, Polen stoppt Abholzung und Ideen gegen Plastikflaschen

gleich zwei Meldungen zum Thema Atomkraft stehen heute in unserem Navigator ganz oben, beide Events sind laut Behörden aber ungefährlich: Im Ural wurde im September erhöhte Radioaktivität gemessen. Und in Frankreich sind Brennstäbe nicht ausreichend kontrolliert worden. 

Positiver sind da Meldungen aus Polen: Unsere Nachbarn hören nach Druck der EU auf, den eigenen Urwald im Nordosten des Landes abzuholzen. Unsere weiteren Themen hängen dagegen ein wenig zwischen Baum und Borke: Wir blicken darauf, wie sich etwas gegen die Müllschwemme durch Einweg-Plastikflaschen für Wasser tun lässt – und wir fragen, ob sich deutsche Autobauer nicht zu größeren Investitionen in Start-ups motivieren sollten.

Zum Abschluss blicken wir einmal nüchterner darauf, ob wir wirklich bald alle in selbstfahrenden Autos sitzen – und was es eigentlich wirklich dafür bräuchte. Zudem möchten wir noch einmal das geschätzte Augenmerk auf eine besondere Geschichte bei uns lenken: In einer großen Reportage schauen wir, was Hightech und Biolandbau miteinander zu tun haben. Unser Autor Christopher Piltz war zu Gast in einem der größten ökologischen Betriebe Deutschlands.

Morgen sind wir mit neuen Nachrichten zurück. Bis dahin!

Das Team vom Navigator

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Erhöhte Radioaktivität über Europa ungefährlich

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Vor zwei Monaten sind an mehreren Orten Europas erhöhte Werte von Ruthenium-106 gemessen wurden, ein radioaktiver Stoff, dessen Spur ins südliche Ural nach Russland führt. Die Konzentration sei aber nur gering gewesen, teilte das Bundesamt für Strahlenschutz mit; es habe keine Gefahr für die Bevölkerung bestanden. Gemessen wurde eine Aktivität von fünf Milienbecquerel. Kurz nach der Explosion des Reaktors in Tschernobyl wurden mehrere Tausend Becquerel festgestellt. Weitere Fragen und Antworten hat die Frankfurter Allgemeine.

Überblick, 3 Minuten Lesezeit
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Französischer AKW-Betreiber hat Brennstäbe unzureichend geprüft

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Der französische Energiekonzern EDF hat mehrere Brennstäbe in Atomkraftwerken unzureichend kontrolliert. Der Zulieferer Areva hat das Unternehmen darüber informiert, dass es bei 14 Brennstäben Mängel bei der Qualitätskontrolle zur Dichtigkeit gab. Die mangelnde Kontrolle habe keine Auswirkungen auf den Betrieb – und auch ein Sicherheitsrisiko habe nicht bestanden, hieß es laut taz

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Polen stoppt Abholzung von Urwald-Gebieten

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Zuletzt hat der Europäische Gerichtshof den Polen ein Zwangsgeld von mindestens 100.000 Euro pro Tag angedroht – doch jetzt macht das Land einen Rückzieher und stoppt die Abholzung des geschützten Urwalds Bialowieza. Bisher hatte die Regierung immer argumentiert, dass deren Fällung im Nordosten des Landes dem Kampf gegen Borkenkäferbefall diene. Als Hintertürchen kann das Land nun noch Gebiete definieren, in denen ein Abholzen aus Sicherheitsgründen möglich ist, berichtet die Tagesschau.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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McKinsey-Studie: Deutsche Autobauer müssen mehr investieren

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Alteingesessenen Autoherstellern fällt die Kooperation mit Start-ups in der Mobilitätsbranche zu schwer. Das ist das Ergebnis einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey. Die Berater haben dafür mehr als 1.000 Transaktionen seit 2010 analysiert. Von rund 111 Milliarden US-Dollar, die seitdem in neue Unternehmen aus den Bereichen autonomes Fahren, E-Mobilität, Connectivity und Carsharing investiert wurden, stammten nur sechs Prozent von Autoherstellern und Zulieferern. Der Großteil kommt von Private-Equity-Gesellschaften und Risikokapitalgebern, zitiert das mobility mag aus der Studie.

Zusammenfassung, 4 Minuten Lesezeit
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Ideen gegen Plastikmüll durch Wasserflaschen

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In Deutschland werden jedes Jahr 21 Milliarden Einwegflaschen mit Getränken verkauft, die meisten davon für Mineralwasser. Anfang 2019 soll ein neues Verpackungsgesetz dafür sorgen, dass 70 Prozent der Getränke in Mehrwegflaschen verkauft werden. Aktuell geht der Trend aber eindeutig zu billigen Einwegflaschen vom Discounter, für die zwar ein Pfand fällig wird, die aber trotzdem nicht mehrfach benutzt werden. Umweltverbände fordern deshalb zusätzliche Abgaben für diese Flaschen, fasst der Deutschlandfunk die Lage zusammen. Zum Thema Leitungswasser hat auch die taz einen Bericht über Altötting. Dort war das Leitungswasser jahrelang belastet. 

Hintergrund mit Audioclip, 4 Minuten Lesezeit

Meinung am Mittwoch: Das Märchen vom selbstfahrenden Auto

Auch bei uns haben wir schon häufiger von künftig selbstfahrenden Autos berichtet. Doch wer über die juristischen und gesellschaftlichen Herausforderungen hinaus blickt, der merkt, dass es bis dahin noch ein langer Weg ist.

Fahrerlose Autos, die sich per App bestellen lassen und die ihre Passagiere dann automatisch zum Zielort bringen: In den vergangenen Monaten scheint es beinahe so, als sei dies eine Utopie, die schon in wenigen Jahren Realität sein kann. Doch für Mobile Geeks blickt Bernd Rubel einmal darauf, was für die Verwirklichung dieser Probleme alles nötig wäre. Es fehle bisher unter anderem an einer interdisziplinären Debatte, genauen strafrechtlichen Vorgaben für Unfälle und mehr Realismus bei Tech-Jüngern, schreibt er.

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Wie High-Tech
den Biolandbau
vor­an­bringt

Ein Besuch in einem der größten
ökologischen Betriebe Deutschlands

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Nachrichten

Klimaschutz – eine Frage der globalen Gerechtigkeit

Klimaschutz – eine Frage der globalen Gerechtigkeit

Zum Abschluss der Klimakonferenz in Bonn steht die Frage im Raum, welche Kompensationen Entwicklungsländern zustehen und welche Rolle Menschenrechte in der Umsetzung des Pariser Abkommens spielen sollen. Abseits der Konferenz arbeiten bereits Wissenschaftler und Juristen daran, zu klären, wer in Zukunft Verantwortung für Klimaschäden übernehmen muss.

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Nachrichten

Weltklimakonferenz
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17.Nov 2017

„Die reichen Länder drücken sich vor ihrer Ver­ant­wor­tung“

„Die reichen Länder drücken sich vor ihrer Verantwortung“
Jan Kowalzig, Referent für Klimawandel und Klimapolitik bei Oxfam, war zwei Wochen lang auf der COP23 in Bonn. Seine Bilanz ist durchwachsen: Insbesondere bei der Erstellung eines Regelbuchs für die Umsetzung des Pariser Abkommens seien die Verhandlungen gut vorangekommen. Von Deutschland sei ein positives Signal ausgegangen – und ein fatales.
UN-Klimakonferenz
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13.Nov 2017

Eine Öko-Vision als Staatsziel? Was hinter den deutschen Kli­ma­schutz­zie­len steckt

Eine Öko-Vision als Staatsziel? Was hinter den deutschen Klimaschutzzielen steckt
Diese Woche entscheidet sich in Bonn, wie das Pariser Abkommen mit Leben gefüllt wird. Dabei stehen auch die nationalen Langfriststrategien im Mittelpunkt. Deutschland rühmt sich, dabei Vorreiter zu sein. Schaut man auf den Klimaschutzplan 2050, sieht das jedoch anders aus. Eine Analyse.
UN-Klimakonferenz COP23
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15.Nov 2017

Afrika: Un­ter­stüt­zung beim Ausbau von er­neu­er­ba­ren Energien lohnt sich

Afrika: Unterstützung beim Ausbau von erneuerbaren Energien lohnt sich
Der Tag, an dem 30 Staats- und Regierungschefs sowie über 100 Minister in Bonn erwartet werden, gilt gleichzeitig als Afrika-Tag der Klimakonferenz. Der heißeste aller Kontinente benötigt Unterstützung, um die Lebensbedingungen trotz Klimawandel zu verbessern. Dass sich Afrika aber bereits auf den Weg gemacht hat und vor allem die Solarenergie boomt, zeigt eine Reportage im aktuellen Greenpeace-Magazin. 
Weltklimarat
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10.Nov 2017

IPCC-Forscherin: „Kli­maskep­ti­ker versuchen, Wis­sen­schaft­ler persönlich zu dis­kre­di­tie­ren“

IPCC-Forscherin: „Klimaskeptiker versuchen, Wissenschaftler persönlich zu diskreditieren“
Was hier drin steht, hat Gewicht: Die Berichte des Weltklimarats IPCC sind oft die wichtigste Referenz für die Beschreibung des Klimawandels. 2018 soll der nächste erscheinen. Daniela Jacob ist eine von fast 1000 Autoren. Im Interview beschreibt die Forscherin, wie sie die Mammutaufgabe bewältigt – und was sie auf Kritik erwidert.
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„Wir
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