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Wie Schüler in Kolumbien lernen, die Artenvielfalt zu schützen

Wie Schüler in Kolumbien lernen, die Artenvielfalt zu schützen

Im größten Kaffeeanbaugebiet Kolumbiens lernen Kinder, wie wichtig Insekten für die Pflanzenbestäubung sind – sodass sie vielleicht sogar ihre Eltern dazu bringen, weniger Pestizide zu spritzen. Unser Autor hat das pädagogische Artenvielfaltsprojekt besucht.

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Dienstag, 25. September 2018

Daily Navigator: Al­ter­na­ti­ve No­bel­prei­se für Wald­pro­jek­te in der Wüste, Grüne wollen Kli­ma­schutz im Grund­ge­setz und tote Bienen

es wird grün heute im Navigator! Der Alternative Nobelpreis geht in diesem Jahr an zwei Männer, die in der Sahelzone versuchen, die Wüste zurückzudrängen – indem sie Bäume pflanzen. Die Grünen wagen sich dagegen an den Artikel 20a des Grundgesetzes: Sie wollen, dass der Klimaschutz in den Umweltparagrafen aufgenommen wird. 

Außerdem berichten wir über eine neue Studie, die das Bienensterben mit dem Unkrautvernichter Glyphosat in Verbindung bringt.

Passend dazu geht es auf unserer eigenen Seite um ein pädagogisches Projekt im größten Kaffeeanbaugebiet Kolumbiens, bei dem Kinder lernen, wie wichtig Insekten für die Pflanzenbestäubung sind – in der Hoffnung, dass sie vielleicht sogar ihre Eltern dazu bringen, weniger Pestizide zu spritzen. 

Da halten wir doch die Daumen gedrückt und melden uns morgen zurück. Bis dahin!

Das Team vom Navigator

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Alternativer Nobelpreis für zwei Männer, die die Sahelzone wieder grün machen

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Als Yacouba Sawadogo die ersten Bäume pflanzte, erklärten ihn seine Nachbarn für verrückt. Doch mit seiner Weiterentwicklung eines traditionellen Verfahrens zur Landsanierung brachte es der Bauer aus Burkina Faso zu einem ganzen Wald – mitten in der Sahelzone. Fast 40 Hektar ist der heute groß, bestehend aus etwa 60 verschiedenen Baum- und Buscharten. Dafür bekommt Sawadogo in diesem Jahr den Alternativen Nobelpreis, der zum 39. Mal von der Right Livelihood Award Stiftung verliehen wird. Die taz berichtet. Unter den Preisträgern ist auch Tony Rinaudo: Der Agrarökonom hat ein Renaturierungs­system für Bauern entwickelt, mit dem bisher alleine im Niger mehr als sechs Millionen Hektar Wald aufgeforstet werden konnten. Ein ausführliches Porträt über Rinaudo hat der Tagesspiegel.

Bericht, 6 Minuten Lesezeit
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Grüne wollen Pflicht zum Klimaschutz ins Grundgesetz schreiben

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Gehört der Umweltschutz ins Grundgesetz? Mehr als zehn Jahre stritt die Politik über diese Frage, erst 1994 fand sich eine Mehrheit dafür. Seither muss der Staat „die natürlichen Lebensgrundlagen“ schützen, „auch in Verantwortung für die künftigen Generationen“. Weitere acht Jahre gingen ins Land, bis sich dieser Schutz auch auf Tiere erstreckte. Nun wollen die Grünen nach einem Bericht der SZ die nächste Erweiterung von Artikel 20a – um den Klimaschutz. Einen entsprechenden Gesetzentwurf hat der Grünen-Fraktionsvorstand demnach am Montag angenommen. Stimmt die Fraktion am Dienstag zu, soll der Entwurf noch diese Woche in den Bundestag eingebracht werden. Hätten die Grünen Erfolg mit ihrem Vorstoß, wäre das Pariser Klimaabkommen denkbar stark abgesichert: Eine Regierung, die Klimaziele nicht durchsetzt, betriebe gewissermaßen Verfassungsbruch.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Räumung des Hambacher Forsts wieder aufgenommen – Gutachten stellt Rodung infrage

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Nach dem Unfalltod eines jungen Journalisten in der vergangenen Woche hat die nordrhein-westfälische Landesregierung die Räumungsarbeiten in dem besetzten Wald wieder aufnehmen lassen. Das berichtet klimareporter° unter Berufung auf die Polizei Aachen. Ein von Greenpeace in Auftrag gegebenes Gutachten legt unterdessen nahe, dass die Rodung des Hambacher Forsts von Oktober an rechtlich unzulässig wäre. Demnach ist die Erlaubnis dafür an Auflagen geknüpft – nämlich, dass es für den Betrieb des Tagesbaus „erforderlich“ beziehungsweise „unerlässlich“ sei, Bäume zu fällen. RWE selbst habe aber eingeräumt, dass diese Notwendigkeit erst ab dem 15. Dezember bestehe. Die mit dem Gutachten beauftragte Rechtsanwältin argumentiert darüber hinaus, es gebe „plausible fachspezifische Hinweise“, wonach eine Abholzung möglicherweise sogar bis Ende Februar 2019 nicht erforderlich sei. Noch weiter geht die bergbauliche Stellungnahme eines Beratungsunternehmens. Und auch an der digitalen Front gibt es derzeit Störfeuer für RWE, wie dpa berichtet: Hacker legten am Montag zeitweise die Webseite des Energiekonzerns lahm. RWE hat Anzeige erstattet.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Studie: Glyphosat soll Ursache für Bienensterben sein

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Bisher fehlten stichhaltige Beweise, dass Glyphosat Insekten sterben lassen kann. Ein Aufsatz im renommierten Wissenschaftsmagazin „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (hier zur Original-Studie) könnte das einem Bericht von Spiegel Online zufolge jetzt ändern. Drei Biologen der University of Texas kommen darin zu dem Schluss, dass der Kontakt mit Glyphosat das Immunsystem von Bienen schwächt. In Versuchen wiesen die Forscher nach, dass Bienen, die zuvor dem Unkrautvernichter ausgesetzt waren, beim anschließenden Kontakt mit Krankheitserregern eher starben als Bienen, die nicht mit der Chemikalie in Berührung gekommen waren. Die Forscher arbeiteten dabei mit Glyphosat-Konzentrationen, die bei der Anwendung in der Natur vorkommen und als unbedenklich gelten.

Bericht, 4 Minuten Lesezeit
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Amerikas Klima-Flüchtlinge

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Während die Trump-Regierung versucht, die öffentliche Aufmerksamkeit auf Menschen zu richten, die aus anderen Ländern in die USA kommen, wirft der britische Guardian ein Schlaglicht auf eine bisher unbemerkte Migrationsbewegung innerhalb Amerikas: Menschen, die ihre Heimat verlassen, weil der Klimawandel sie dazu zwingt – wie Elizabeth Boineau aus Charleston in South Carolina, die ihre Kisten packte, nachdem ein Hurrikan ihr Haus das dritte Jahr in Folge geflutet hatte. Millionen Amerikanern könnte in den kommenden Jahrzehnten ein ähnliches Schicksal drohen. Einer aktuellen Studie zufolge wird bis zum Ende dieses Jahrhunderts allein der Anstieg des Meeresspiegels 13 Millionen Amerikaner zwingen, sich ein neues Zuhause zu suchen – und zwar auf dem Trockenen.

Dossier, 10 Minuten Lesezeit

Debatte am Dienstag: Vorsicht vor Autos im Öko-Mäntelchen

Porsche hat als erster deutscher Autobauer angekündigt, keine Diesel mehr herzustellen. Wir haben gestern darüber berichtet. Überraschend kommt das nicht, schließlich haben Diesel seit der Abgasaffäre ein denkbar schlechtes Image. Aber ist Porsches Vorstoß wirklich der richtige Schritt in eine Zukunft mit klimafreundlicheren Autos?

Mitnichten, findet die Frankfurter Rundschau. Die deutsche Autoindustrie verschlafe wie schon bei der Elektromobilität den Fortschritt, kommentiert Timot Szent-Ivanyi. Die französischen Autobauer Peugeot und Citroën machten vor, dass Diesel nicht mehr Stickoxide ausstoßen müssten als Benziner. Und beim Verbrauch und der Kohlendioxid-Bilanz generell seien sie sogar überlegen. Kein Grund also, aus der Technologie auszusteigen. Vor E-Hybrid-Modellen warnt Szent-Ivanyi explizit: Die, so schreibt er, kämen nur vordergründig im Öko-Mäntelchen daher.

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Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 5.18 Artenvielfalt

Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 5.18 Artenvielfalt

Die Lage ist ernst: Die Insekten verschwinden aus unserer Umwelt und mit ihnen viele Vögel, Fische und Pflanzen. Warum auch wir die Artenvielfalt zum Überleben brauchen, zeigen wir in unserer neuen Ausgabe: Ein Jahr nach der Krefelder Studie über den drastischen Insektenschwund in Deutschland gehen wir der Frage nach, was wahrer Reichtum ist – und wie wir ihn erhalten können.

Artenvielfalt – 5.18

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Nachrichten

Hambacher Forst
/
22.Sep 2018

„Von einem Räu­mungs­stopp kann keine Rede sein“

„Von einem Räumungsstopp kann keine Rede sein“

Im Hambacher Forst ist am vergangenen Mittwoch ein 27-jähriger Journalist aus großer Höhe in die Tiefe gestürzt und verstorben. Die Räumung sei bis auf weiteres unterbrochen, teilte eine Polizeisprecherin am Freitagmorgen mit. Wir haben mit einem Aktivisten gesprochen, dessen Baumhaus in den letzten Tagen geräumt wurde. Er widerspricht der Darstellung der Polizei.

Verkehrswende
/
15.Sep 2018

Europa auf dem Sprung: eine Woche Zukunfts-Mobilität

Europa auf dem Sprung: eine Woche Zukunfts-Mobilität

Für sieben Tage legen sich Städte und Gemeinden in Europa ins Zeug, um zu zeigen, wie man Verkehr alternativ gestalten kann: Neben kreativen Aktionen für eine Umnutzung des öffentlichen Raums geht es dabei vor allem um Werbung fürs Radfahren, für Elektromobilität und digitale Verkehrsvernetzung.

Wackersdorf-Film
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19.Sep 2018

„Wie eine grie­chi­sche Tragödie“

„Wie eine griechische Tragödie“

In der Oberpfalz spielten sich in den Achtzigerjahren bürgerkriegsähnliche Szenen ab: Die Proteste am Bauzaun der geplanten atomaren Wiederaufarbeitungsanlage in Wackersdorf veränderten die Bundesrepublik. Nun startet der Spielfilm „Wackersdorf“ in den Kinos, der die Geschichte des Widerstands aus Sicht eines Landrats erzählt. Im Interview mit dem Greenpeace Magazin spricht Regisseur Oliver Haffner darüber, warum es heute so schwer ist, Menschen zum Protest zu mobilisieren.

Interview mit Thomas Kuczynski
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14.Sep 2018

„Marx beschrieb die zer­stö­re­ri­sche Kraft des Kapitals – für Mensch und Natur“

„Marx beschrieb die zerstörerische Kraft des Kapitals – für Mensch und Natur“

Ein Marx-Jahr geht zu Ende. Am 5. Mai dieses Jahres hätte Karl Marx seinen 200. Geburtstag gefeiert, am 14. September vor einem Jahr ist sein Hauptwerk „Das Kapital“ 150 Jahre alt geworden. Marx-Experte Thomas Kuczynski zieht ein Resümee des Hypes und erklärt, warum wir Marx‘ Ideen brauchen, um die ökologische Krise unseres Planeten zu bekämpfen.

Mehr davon? Schauen Sie in unserem Nachrichten-Archiv vorbei.
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Ihr Fleisch und
sein Gemüse

Eine Köchin, die Biofleisch produziert. Ein Veganer, der Fertigprodukte verkauft. Zwei Leute, ein Ziel: die Menschen besser zu ernähren. Über den richtigen Weg streiten Sarah Wiener und Jan Bredack

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Um­welt­zer­stö­rung
in der Kunst

Das Kunstfestival „Triennale der Photographie Hamburg“ greift die zentralen Fragen unserer Zeit auf: Wann ist die Belastungsgrenze für Natur und Gesellschaft erreicht? Was müssen wir ändern?

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À la Saison

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Wundersame Weinbeere

Die Tafeltrauben hängen zu hoch? Egal. Trinken Sie Wein! So wie Jesus. Oder Baudelaire. Oder alle anderen. Wo wir da hinkommen? In die künstlichen Paradiese.

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Im Märchenwald nervt sie kleine Menschen und andere Zwerge. Im echten Leben aber hat sie Superkräfte, die sogar essbar sind. Auf, auf und davon!

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Von Asterix bis '68 probt diese Rote die Revolte – und hat ein saftiges Geheimnis. Welches? Merken Sie sich erstmal die Parole der Saison: Erdbeerfelder für immer!

Das Monster
im Meer

Wie U-Boote mit Nuklearwaffen den
Westen Schottlands prägen

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Geht doch!

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Deutschland: Aldi Süd nimmt Ausbeuter-Erdbeere aus dem Regal

Greenpeace Magazin - Geht doch: Zurück für die Zukunft

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Bayern: Gelungenes Comeback der Wildkatze

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Großbritannien: Queen Elisabeth geht mit gutem Beispiel voran