Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 4.18 Veganer

Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 4.18 Veganer

Was auf den Tellern landet, ist politisch. Was wir essen, wirkt sich darauf aus, wie unsere Landschaften aussehen, wie es der Artenvielfalt und dem Klima ergeht – und natürlich uns selbst. Und: Es ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die besten Karten im Poker um den nachhaltigsten Speiseplan haben, so heißt es, die Veganer auf der Hand. Höchste Zeit also, sich die reine Pflanzenküche genauer anzusehen. Ein Essen Spezial über Veganismus.

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Donnerstag, 21. Juni 2018

Daily Navigator: Klimaflüchtlinge, neue EU-Ziele bei Energieeffizienz und gerechter Kohleausstieg

heute geht es im Navigator vor allem um frische Ideen und neue Lösungsansätze: So blicken wir zum Beispiel nach Kanada, wo erstmals in einer Industrienation Cannabis legalisiert wird. Wir schauen auf die gerechte Gestaltung des Kohleausstiegs und wir blicken auf eine EU-Einigung zum Thema Palmöl, die auch wichtige Handelspartner besänftigen soll.

Auf unserer eigenen Webseite geht es um unsere Magazin-Rubrik „Keine Anzeige”. Dieses Mal haben wir eine Werbung der Sparkassen mit einem neuen Text versehen: „Pass auf, dass dein Geld sauber bleibt!“

Wir geben uns Mühe, auch sauber zu bleiben und sind morgen zurück. Bis dahin.

Das Team vom Navigator

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Ideen für Klimaflüchtlinge

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Gestern war Weltflüchtlingstag, 2001 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen. Die Deutsche Welle hat deswegen mit dem Forscher Rüdiger Glaser über die geschätzt rund 140 Millionen Klimaflüchtlinge bis zum Jahr 2040 gesprochen. Er erklärt in dem Interview, dass striktere Klimaziele helfen könnten, die Auswirkungen des Klimawandels abzumildern und so diese Zahl zu senken. Sinnvoll sei beispielsweise auch der Umbau von Wäldern hin zu einer komplexeren Struktur mit mehr Biodiversität und ein gemäßigterer Konsum westlicher Gesellschaften. 

Interview, 4 Minuten Lesezeit
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EU will ein Drittel mehr Energieeffizienz bis 2030

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Vom wachsenden Anteil Ökostrom haben wir bereits berichtet. Und auch beim Thema Energieeffizienz hat sich die Europäische Union nun auf Ziele bis zum Jahr 2030 geeinigt: Sie soll bis dahin um 32,5 Prozent höher ausfallen, als wenn die EU-Staaten keine neuen Maßnahmen ergreifen würden. Die Zielmarke sei ein Kompromiss, berichten die klimareporter°. Der Ministerrat hatte 30 Prozent verlangt, und auch Deutschland hatte für ein eher konservatives Ziel argumentiert. Das Parlament hatte 35 Prozent gefordert.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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EU findet Kompromiss im Palmölstreit

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Und noch ein Nachtrag zu den EU-Zielen zu erneuerbaren Energien: Darin wurde auch die Verbannung von Palmöl aus Biokraftstoffen beschlossen, allerdings erst von 2030 an vollständig. Bis dahin wird also die Nutzung schrittweise runtergefahren, was vor allem die Exporteure Malaysia und Indonesien freuen dürfte. Sie hatten einen entschiedeneren Ausstieg befürchtet, erläutert die Deutsche Welle.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Kanada legalisiert Cannabis

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Kanada erlaubt als erste westliche Industrienation Konsum, Besitz und Produktion von Marihuana. Sobald das neue Gesetz Mitte Oktober in Kraft tritt, können sich Kanadier zu Hause damit Cannabis-Pflanzen ziehen, aus denen dann Marihuana gewonnen wird. Sie dürfen es rauchen und stets bei sich tragen, erläutert die FAZ. Der Verkauf an Minderjährige bleibt aber verboten.

Kurzbericht, 2 Minuten Lesezeit
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Wie der Ausstieg aus Kohle gerecht gestaltet werden kann

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Wenn es um Betroffene des Klimawandels geht, denken wir häufig an Menschen in Entwicklungsländern und Arme. Die taz aber argumentiert, dass es auch in westlichen Gesellschaften Verlierer geben wird. Beispielsweise gelte es, Lösungen für diejenigen zu finden, die vom Aus für die Braunkohle betroffen sind. Nur so könne letztlich Akzeptanz für Klimaschutz und den Kampf gegen den Klimawandel geschaffen werden.

Kommentar, 2 Minuten Lesezeit

Denkzettel am Donnerstag: Kinderfrei fürs Klima

Was können wir persönlich tun, um den Klimawandel zu verlangsamen? Keine ganz leichte Frage, aber einige Briten haben eine radikale Antwort gefunden. Sie verzichten bewusst auf Kinder.

Der Guardian porträtiert Briten wie Gwynn Mackellen, die sich im Alter von 26 Jahren aus Klimagründen für eine Sterilisation entschieden hat. Der Artikel erklärt einige Motive der sogenannten „Antinatalisten”, einer philosophischen Bewegung, die daran glaubt, dass es unrecht ist, Menschen in unsere Welt zu bringen, die leiden oder Leid auslösen.

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Nachrichten

Satire
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14.Jun 2018

Sparkassen-Werbung: Wo bleibt meine Kohle?

Sparkassen-Werbung: Wo bleibt meine Kohle?
Die Sparkassen haben ein gutes Image. Sie unterstützen die regionale Wirtschaft und haben nette Berater. Doch wer sein Geld dorthin trägt, muss das Kleingedruckte genau lesen – sonst werden mit den Ersparnissen Kriegsgeräte und Kohlekraftwerke finanziert. Das Greenpeace Magazin hat deshalb eine aktuelle Werbeanzeige mit einem neuen Text versehen: „Pass auf, dass dein Geld sauber bleibt!“
Neue Ausgabe
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14.Jun 2018

Ich ess' Blumen: Eine Ausgabe über die Sehnsucht nach der richtigen Ernährung

Ich ess' Blumen: Eine Ausgabe über die Sehnsucht nach der richtigen Ernährung
Was auf den Tellern landet, ist politisch. Was wir essen, wirkt sich darauf aus, wie unsere Landschaften aussehen, wie es der Artenvielfalt und dem Klima ergeht – und natürlich uns selbst. Und: Es ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die besten Karten im Poker um den nachhaltigsten Speiseplan haben, so heißt es, die Veganer. Höchste Zeit also, sich die reine Pflanzenküche genauer anzusehen. Ein Essen Spezial über Veganismus.
In eigener Sache
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14.Jun 2018

Michael Pauli: Brief an die Leser

Michael Pauli: Brief an die Leser
Michael Pauli stellt sich als vorläufiger Chefredakteur und Geschäftsführer des Greenpeace Magazins vor. Er versichert, dass die journalistische und thematische Unabhängigkeit des Magazins erhalten bleibe.
Triennale der Photographie Hamburg
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13.Jun 2018

Kunst macht Politik, auch Um­welt­po­li­tik – so wie die Triennale-Aus­stel­lun­gen Enter und Escape

Kunst macht Politik, auch Umweltpolitik – so wie die Triennale-Ausstellungen Enter und Escape
Auf der „Triennale der Photographie Hamburg“ ist Ökologie eines der zentralen Themen. Wir zeigen an ausgewählten Werken der Einführungsausstellung „Enter“ und des Umweltschwerpunkts „Escape“, wie sich Fragen zu Natur und Nachhaltigkeit künstlerisch verarbeiten lassen. Die beiden Ausstellungen sind noch bis zum 17. Juni in Hamburg zu sehen.
Klimaschutz
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01.Jun 2018

Wie hundert Berliner Haushalte das Klima schützen

Wie hundert Berliner Haushalte das Klima schützen
Berlin hat beschlossen, bis 2050 klimaneutral zu werden. Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung testet in der Hauptstadt, was die Bürger dazu beitragen können. Nach 150 Tagen zeigt sich: es ist gar nicht so schwer, seine CO2-Bilanz zu verbessern – wenn man Flugreisen meidet.

Berlin hat beschlossen, bis 2050 klimaneutral zu werden. Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung testet in der Hauptstadt, was die Bürger dazu beitragen können. Nach 150 Tagen zeigt sich: es ist gar nicht so schwer, seine CO2-Bilanz zu verbessern – wenn man Flugreisen meidet.​

Alexander Obst, 52 Jahre alt, Projektmanager in einer Unternehmensberatung, verheiratet, ein Sohn, wohnhaft in einem 103 Quadratmeter großen Reihenhaus in Berlin, ist ganz zufrieden mit der Bilanz seiner Familie. Angefangen mit einem Haushaltsaufkommen von 27 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr hat die Familie nach den ersten 150 Tagen bereits mehr als ein Drittel der Emissionen eingespart. „Wir sind im Durchschnitt ganz gut“, sagt Obst, „wir sehen aber auch, wo unsere Achillesferse liegt.“ Hochgerechnet auf das ganze Jahr liege der Verbrauch momentan bei 16,7 Tonnen – wenn es nicht diesen einen ungeplanten Ausrutscher gegeben hätte, der die gesamte Bilanz verhagelt hat.

Im Energiewendegesetz von 2016 hat der Berliner Senat festgelegt, dass das Land Berlin bis zum Jahr 2050 klimaneutral werden soll. Die energiebedingten Kohlendioxidemissionen sollen bis dahin um mindestens 85 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 reduziert werden. Wie kann das erreicht werden? Und wie kann die Bevölkerung ihren Beitrag leisten?

Letzteres herauszufinden ist das Anliegen einer Untersuchung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Die Wissenschaftler wollen zeigen, dass es unter heutigen Lebens- und Marktbedingungen möglich ist, deutlich klimafreundlicher zu leben als bisher. Die durchschnittliche Last eines jeden Deutschen liegt derzeit bei rund elf Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. Ziel des Experimentes ist es, die CO2-Emissionen von hundert teilnehmenden Haushalten innerhalb eines Jahres um vierzig Prozent zu senken.

Im Elektrobereich spart die Familie etwa eine Tonne CO2 ein 

Obst, seine Frau und sein siebzehnjähriger Sohn sind Probanden in diesem Experiment. Ein Jahr lang geben sie jede Woche Daten in eine Online-Maske ein: Welche Fahrten haben sie mit welchem Fortbewegungsmittel unternommen? Welche Lebensmittel haben sie gekauft – bio, regional oder konventionell erzeugte? Wieviel Fleisch haben sie gegessen, wieviel Strom von welchem Anbieter verbraucht? Und so weiter. Eine Stunde dauert das jedes Mal. Dann werden alle Daten in CO2-Emissionen umgerechnet.

Während des ganzen Jahres werden die Probanden, die sich alle freiwillig gemeldet haben, von Wissenschaftlern des PIK begleitet, bekommen kostenlose Beratungen und Möglichkeiten aufgezeigt, wie sich die Bilanz verbessern ließe. Zu Beginn kam ein Energieeinsparberater des BUND zu den Obsts nach Hause. Sie besorgten daraufhin neue Leuchtmittel, stellten die Heizung besser ein und kauften sogar einen neuen Kühlschrank. Im Elektrobereich sparte die Familie durch all die Maßnahmen 25 Prozent oder etwa eine Tonne CO2 ein. Alexander isst seit Beginn des Jahres weniger Fleisch, seine Frau ist schon Vegetarierin, nur der Sohn will nicht auf Fleisch verzichten. Auch das Auto bleibt öfter stehen. „Durch die ständige Selbstüberprüfung wird einem schnell bewusst, was eigentlich den größten Einfluss hat“, sagt Obst – und ist wieder bei der Achillesferse der Familie: den Reisen.

Obsts Sohn hat an einem Schüleraustausch teilgenommen. Ziel: Neuseeland. „Da können wir machen, was wir wollen, die vierzig Prozent Reduktion sind damit nicht mehr möglich“, sagt Obst. Mit 11,6 Tonnen tauchen Hin- und Rückflug in der Bilanz auf, etwa so viel also wie der Durchschnittsdeutsche im Jahr an Treibhausgasen verursacht. Auch im Sommer will die Familie in den Urlaub fliegen. Obst lässt sich dennoch nicht entmutigen. Er nimmt viel mit aus dem Experiment, und so viel fliegt die Familie ja nicht in jedem Jahr. „Wir haben uns für den Rest des Jahres vorgenommen, möglichst wenig Sünden zu begehen“, sagt er. Im Frühjahr reiste die Familie deshalb mit dem Zug in Schweiz statt zu fliegen, obwohl es teurer war und länger dauerte.

Das Ziel, im Schnitt vierzig Prozent Emissionen einzusparen, wird wahrscheinlich verfehlt

„Die meisten der Probanden gehören schon zu den engagierteren Menschen, die sich bereits mit dem Klimawandel auseinandergesetzt haben“, sagt Fritz Reusswig, Projektkoordinator beim PIK. Deshalb lag der Emissionsdurchschnitt bei den Probanden schon zu Beginn deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. „Je niedriger die Pro-Kopf-Emissionen sind, desto schwieriger wird es, nochmal vierzig Prozent einzusparen“, sagt Reusswig. Das Ziel werde wahrscheinlich verfehlt. Das sei aber kein Problem, schließlich sei das Projekt in Berlin nur der Auftakt. Es soll auf andere Städte und auch auf ländliche Regionen ausgeweitet und übertragen werden. Das wäre wichtig, um repräsentativere Ergebnisse zu bekommen und um mehr darüber zu erfahren, wie die Bürger mithelfen können die Klimaziele einzuhalten – und was sie bereit sind zu tun. „Es zeichnet sich ab, dass die Probanden durchaus ihre Gewohnheiten ändern“, sagt Reusswig. „Basierend auf unseren Erkenntnissen wollen wir schließlich Politikempfehlungen ableiten, wie unser aller Leben klimafreundlicher werden kann“, sagt Reusswig.

Die Obsts wären gerne weiter dabei, sollte das Projekt in Berlin verlängert werden. Im nächsten Jahr, das überlegen sie gerade, schaffen sie vielleicht ihr Auto ab. „Jeder Einzelne hat Verantwortung“, sagt Alexander Obst, „jeder kann in vielen Bereichen etwas tun. Aber allein die Maßnahmen von Einzelnen reichen nicht aus.“

Bastian Henrichs

Aufmacherbild: picture alliance/chromorange

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