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Kaputt, und nun? Die neue Reparatur-Kultur spart Geld und Ressourcen

Kaputt, und nun? Die neue Reparatur-Kultur spart Geld und Ressourcen

Von der Waschmaschine bis zum Smartphone – viele unserer Alltagsgegenstände gehen schnell kaputt und werden noch schneller ausgetauscht. Die „Right to Repair“-Bewegung setzt diesem Trend etwas entgegen: Know-How und Lobbyismus für eine neue Reparatur-Kultur.

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Mittwoch, 11. Dezember 2019

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Deutsch­land beim Kli­ma­schutz-Index im Mittelfeld, Berlin beschließt „Kli­ma­not­la­ge“ und Radwege auf Au­to­bahn­brü­cken

Liebe Leserinnen und Leser,

das Leben schreibt nicht nur die schönsten Geschichten, sondern manchmal auch die mit der bra­chials­ten Ironie. Da beschreitet Tesla als einziger Autobauer weltweit den Weg hin zur Elektromobili­tät konsequent und kompromisslos (zugegeben: nicht ganz uneigennützig) – und was passiert? Es hol­­pert gewaltig, und das nicht nur im übertragenen Sinne. Bereits bei der Präsentation des „Cyber­trucks“ ruckelte es jüngst: Als Chefdesigner Franz von Holzhausen zur Demonstration des bruchsiche­ren Panzerglases eine Eisenkugel gegen die Scheibe des Prototyps warf, splitterte diese. Für den jüngs­ten Stolperstein sorgte nun Firmenchef Elon Musk höchstselbst: Bei einer Tour mit dem futuris­tischen Gefährt in Los Angeles übersah er offenbar beim Abbiegen einen Verkehrskegel – und über­rollte die „Bodenwelle“ einfach. Ein bisschen optimistisch stimmt einen das Video – zu sehen bei Spie­gel Online – dann aber doch: Denn augenscheinlich nimmt der „Cybertruck“ keinen Schaden, sondern gleitet geräuschlos davon. Bleibt zu hoffen, dass es sich mit der Verkehrswende demnächst ähnlich verhält. 

Damit brausen wir ohne weitere Umwege in den Mittwoch. Bis morgen!

Das Team vom Navigator 

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Deutschland landet im Klimaschutz-Index nur im Mittelfeld

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Die ersten drei Plätze bleiben frei – so ist es fast schon Tradition im „Klimaschutz-Index“, der von Germanwatch und dem NewClimate Institute auf der Weltklimakonferenz vorgestellt wurde. Denn wirklich „sehr gut“ schneidet beim Klimaschutz nach Ansicht der Autoren immer noch kein einziges der 57 Länder mit dem größten Treibhausgas-Ausstoß der Welt ab. Aber immerhin: „Der neue Klima­schutz-Index zeigt Anzeichen für eine globale Wende bei den Emissionen“, sagt Ursula Hagen von Germanwatch. „Aktuell verzeichnet mehr als die Hälfte der großen Emittenten einen sinkenden CO2-Ausstoß.“ An der Spitze der Liste der ambitioniertesten Länder steht zum dritten Mal in Folge Schwe­den, gefolgt von Dänemark und Marokko. Deutschland konnte sich zwar um vier Plätze verbessern, bleibt aber mit Rang 23 weiter im Mittelfeld. Beim Ausstoß von Treibhausgasen und Energieverbrauch pro Kopf gab es schlechte Noten, für die Klimapolitik nur mäßige. Mehr bei ZDF-heute.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Berlin beschließt als erstes Bundesland „Klimanotlage“

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Der Berliner Senat hat für die Hauptstadt die „Klimanotlage“ erklärt – rbb24 berichtet. „Wir haben fest­­gehalten, dass wir über unsere bisherigen Ziele, den CO2-Ausstoß um 85 Prozent zu senken ge­messen an 1990, hinausgehen wollen“, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller, SPD. Im Senatsbeschluss findet sich jedoch keine konkrete Prozentzahl. Umweltsenatorin Regine Gün­ther von den Grünen wollte den Wert auf mindestens 95 Prozent „noch vor 2050“ verschärfen – konnte sich damit aber in der rot-rot-grünen Regierungskoalition nicht durchsetzen. Berlin folgt mit seiner Entscheidung zahlreichen Kommunen weltweit, darunter etwa 50 in Deutschland, die bereits einen „Klimanotstand“ erklärt hatten. Der Berliner Senat lehnt den Begriff allerdings ab, da dieser mit der Notstandsgesetzgebung in der Weimarer Republik und dem Entzug demokratischer Rechte ver­bun­den werde, erklärte Müller. Auch interessant: Zeit Online zeigt, wie sich die Temperatur in Ihrer Gemeinde in den vergangenen 137 Jahren entwickelt hat.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Verantwortliche in Flint wussten von Risiko durch giftiges Wasser

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Das Management des Wasserwerks in der US-Stadt Flint wusste lange vor der offiziellen Warnung von der Gefahr durch Blei im Leitungswasser. Das belegen einem Guardian-Bericht zufolge interne E-Mails. Demnach tauschten sich Verantwortliche beim international agierenden Konzern Veolia und ein Vertragspartner der Stadt bereits im Februar 2015 darüber aus, ob es eine Empfeh­lung geben müsste, die Wasserversorgung über eine alternative Quelle zu beziehen. Einige leitende Angestellte sprachen sich demnach dafür aus, weil bekannt war, dass über die Rohre der Stadt gifti­ges Blei ins Trinkwasser gelangen könnte. Veolia machte die Bedenken allerdings nie öffentlich – wohl weil das Unternehmen zu diesem Zeitpunkt andere lukrative Deals mit Flint verhandelte. Eine offizielle Warnung durch die Stadt wurde erst im September 2015 herausgegeben.

Bericht, 6 Minuten Lesezeit
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Scheuer will Radwege auf Autobahnbrücken ermöglichen

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Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer will Radverkehr auf Brücken von Autobahnen und Bundes­stra­ßen ermöglichen. Das geht aus einer Kabinettsvorlage Scheuers zur Änderung des Bundesfern­stra­ßengesetzes hervor, wie das RedaktionsNetzwerk Deutschland meldet. Demnach sollen Betriebs­wege auf Brücken künftig in einer Breite angelegt werden können, „die eine Benutzung durch den öffentlichen Radverkehr gewährleistet“. Die Pläne zielen vor allem auf Brücken über Flüsse und Kanä­le. Der CSU-Politiker erhofft sich dadurch eine erhebliche Stärkung des Radverkehrs. Laut Gesetz­ent­wurf des Bundesverkehrsministeriums ist ohnehin vorgesehen, dass bis 2030 etwa 32 Brücken mit einer Länge von mindestens 300 Metern über Flüsse und Kanäle erneuert werden. Von der Neurege­lung könnten so „circa drei Brückenbauwerke jährlich“ betroffen sein.

Bericht, 1 Minute Lesezeit
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Monsanto-Mutter Bayer will bis 2030 klimaneutral werden

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Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer will bis zum Jahr 2030 zum CO2-neutralen Unterneh­men werden. Das kündigte der Vorstandsvorsitzende Werner Baumann in einem Gastbeitrag im Han­delsblatt an. Um die Emissionen von jährlich derzeit etwa vier Millionen Tonnen Kohlendioxid einzu­sparen, will Bayer vor allem in Energieeffizienz und grünen Strom investieren. Verbleibende Emissio­nen werde man so kompensieren, dass „Biodiversität erhalten bleibt und neue Einkommensquellen für Landwirte entstehen“. Bayer sieht sich seit der Übernahme des US-Saatgutherstellers Monsanto starker Kritik von Umweltschutzorganisationen und Investoren ausgesetzt. Ein Grund war auch die schlagartig schlechtere Klimabilanz nach dem erstmaligen Einbezug der Monsanto-Geschäfte im vergangenen Jahr. Eine Zusammenfassung der Pläne bietet das Handelsblatt hier.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit

Meinung am Mittwoch: Es braucht starke Regeln für „Klimaneutralität“

Was „neutral“ ist, kann dem Klima ja nicht schaden. Oder doch?

Der Handel mit Emissionszertifikaten kann dazu führen, dass sich reiche Länder freikaufen, warnt SZ-Redakteur Michael Bauchmüller.

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Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 1.20 2030

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Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen ist der Plan für eine bessere Welt. Aber wie stehen die Chancen, dass wir ihn tatsächlich einhalten? Und was muss dafür dringend geschehen? Antworten auf diese und viele weitere Fragen rund um die Themen Natur und Umweltschutz gibt die neue Ausgabe des Greenpeace Magazins

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06.Dez 2019

Kon­dens­strei­fen der Di­gi­ta­li­sie­rung

Kondensstreifen der Digitalisierung

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal schaut sie mit Staunen auf die Auswirkungen der digitalen auf die analoge Welt

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29.Nov 2019

Agenda 2030 – der Plan für eine bessere Welt

Agenda 2030 – der Plan für eine bessere Welt

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal hat sie das neue Greenpeace Magazin durchgeblättert – die erste Ausgabe des kommenden Jahrzehnts.

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03.Dez 2019

Endlich Be­tei­li­gung? Wie die Jugend in Madrid mit­ver­han­delt

Endlich Beteiligung? Wie die Jugend in Madrid mitverhandelt

Am Montag begann die 25. UN-Weltklimakonferenz („COP25“) in Madrid, heute diskutieren Jung und Alt auf dem „Young and Future Generations Day“ miteinander. Aber bedeutet das auch echte Beteiligung? Der 28-jährige Klimaaktivist Paul Mutuku aus Kenia erzählt im Interview, wie sich die Jugend auf der Konferenz Gehör verschafft

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Zehn Jahre Zeit, das Richtige zu tun. Der Plan für eine bessere Welt – in der neuesten Ausgabe des Greenpeace Magazins

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