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Das Problem mit den Problembären

Das Problem mit den Problembären

Mehr als zehn Jahre ist es her, dass ein Braunbär die Grenze nach Deutschland überquert hat. Seither wappnet sich vor allem der Süden der Republik für Nachzügler, denn dass der sogenannte Ursus arctos zurückkehrt, gilt als sehr wahrscheinlich.

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Donnerstag, 21. März 2019

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US-Gericht sieht Krebs­ge­fahr durch Glyphosat, ame­ri­ka­ni­sches Obst und Gemüse stark belastet und Streit um den Kin­der­tel­ler

Liebe Leserinnen und Leser, 

möglicherweise sind Sie heute Morgen mit einem Lächeln wach geworden und dachten: „Endlich Frühlingsanfang!“ Das ist grundsätzlich richtig – allerdings hätten Sie auch gestern schon mit diesem guten Gefühl ins Bett gehen können. Denn tatsächlich war der astronomische Frühlingsbeginn in diesem Jahr bereits am 20. März um 22:58 Uhr. Den Frühlingsanfang am 21. März wird es zukünftig gar nicht mehr geben, weil dieser immer weiter Richtung 19. März wandert. Das erste Mal wird er im Jahr 2044 auf dieses Datum fallen. Mit dem Klimawandel hat das allerdings nichts zu tun, sondern mit der Sonne. Wer sich für eine genaue Erklärung interessiert, kann diese bei ZDF-heute nachlesen. 

Uns geht es um etwas anderes: Es wird früher Frühling, juchhu! Und allen, die nun einwenden, dass ein Kalenderdatum noch nichts über das tatsächliche Wetter aussagt, sei an dieser Stelle mitgegeben: Wer den Frühlingsanfang weniger als meteorologisches und mehr als psychologisches Konzept sieht, lebt beschwingter.

In diesem Sinne: Schnuppern Sie heute ein bisschen Frühlingsluft! Wir holen Sie morgen wieder am Computer oder Smartphone ab. Bis dahin!

Das Team vom Navigator

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Musterverfahren: US-Gericht macht Glyphosat für Krebserkrankung mitverantwortlich

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Nach Einschätzung eines Bundesgerichts in San Francisco hat das Monsanto-Pestizid Glyphosat zur Krebserkrankung eines Mannes beigetragen – Monsanto gehört seit 2018 dem deut­schen Chemie­kon­zern Bayer. Edwin Hardeman hatte Glyphosat, in den USA als Round-up bekannt, jahrzehntelang auf seinem Grundstück angewendet. 2015 wurde bei ihm ein Non-Hodgkin-Lymphom diagnostiziert. In einem anderen US-Verfahren war einem Mann bereits Schadenersatz zugesprochen worden, allerdings prozessiert Bayer in diesem Fall weiter. Der laufende Prozess ist zweigeteilt: Die Anwälte des Klägers mussten die Geschworenen zunächst davon überzeugen, dass Glyphosat ein wesentlicher Faktor für die Krebserkrankung war. Im zweiten Teil können sie nun Schadenersatz fordern. Das Ergebnis gilt als richtungsweisend. Die Meldung hat die taz/AP – eine Analyse, was die jüngste Entscheidung für das Krebsrisiko von Glyphosat bedeutet, lesen Sie bei Spiegel Online.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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70 Prozent des in Amerika verkauften Obst und Gemüses mit Pestiziden belastet

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Selbst nachdem die frischen Waren gewaschen wurden, ließen sich der Environmental Working Group zufolge noch Rückstände von Pflanzenschutzmitteln feststellen. Die US-Umweltorganisation stützt sich dabei auf Daten des Landwirtschaftsministeriums. Zu den am stärksten belasteten Obst- und Gemüsesorten gehören demnach Erdbeeren, Spinat und Grünkohl. Bei 92 Prozent des geteste­ten Grünkohls wurden Rückstände von zwei oder mehr Pestiziden gefunden – in der Spitze enthielt konventionell hergestellter Grünkohl bis zu 18 verschiedene Herbizide. „Kale“ ist in den USA äußerst beliebt und wird beispielsweise bei der Zubereitung von Salaten und Shakes verwendet. Die wenigsten Rückstände wurden bei Avocado, Mais und Ananas gefunden. Mehr zum Thema beim Guardian.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Klimakabinett unter Vorsitz von Umweltministerin Schulze eingesetzt

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Aufgabe des Kabinettsausschusses ist es, Gesetzesvorlagen zu erarbeiten, mit denen Deutschland seine Klimaziele für 2030 und 2050 einhalten kann. SPD-Umweltministerin Svenja Schulze soll das Klimakabinett als „beauftragte Vorsitzende“ leiten, wie klimareporter° meldet. Die linke Opposition glaubt indes nicht, dass das neue Gremium Deutschland in der Klimapolitik voranbringt. Die Union sperre sich gegen „jede Form von verbindlichem Klimaschutz“, kritisierte Lorenz Gösta Beutin, Energie- und Klimapolitiker der Linksfraktion – auch ein neuer Arbeitskreis werde „keine Abkehr von der Lobbypolitik herbeizaubern“. Der deutsche Kulturbereich ist da schon weiter: Die Goldene Kamera lobt nach einem Bericht der BILD-Zeitung in diesem Jahr erstmals einen Sonderpreis für Klimaschutz aus – die Auszeichnung geht an die Schwedin Greta Thunberg.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Post zieht E-Transporter nach Bränden aus dem Verkehr

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Nach Bränden bei zwei Elektro-Lieferwagen vom Typ Streetscooter hat die Post zeitweise etwa 460 der selbst produzierten Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen – die Tagesschau berichtet. Auslöser der Brände seien offenbar fehlerhafte Verschweißungen im Bereich der Batterien gewesen, sagte ein Sprecher der Post. Bei den Vorfällen im vergangenen November waren keine Menschen zu Schaden gekommen, es wurden allerdings Sendungen zerstört. Bisher hätten die Überprüfungen keine weiteren Mängel ergeben, hieß es von Unternehmensseite – die ersten überprüften Fahrzeuge seien schon wieder auf den Straßen unterwegs. Noch in diesem Jahr will die Post die Zahl der Elektrofahr­zeuge von 9.000 auf 15.000 erhöhen.

Bericht, 1 Minute Lesezeit
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Sind Laserdrucker Feinstaubschleudern?

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Staub wirbeln alle Drucker und Kopierer auf. Papierstaub nämlich, aus Staubpartikeln, die beim Transport des Papiers durch die Mechanik entstehen. Nicht schön, aber auch nicht sonderlich gefährlich. Anders liegen die Dinge beim Farbstaub, dem Toner, mit dem Lasergeräte drucken. Der hat es in sich – und belastet die Lunge ähnlich stark wie Ultrafeinstaub von Verbrennungsmotoren. Der MDR hat bei Experten nachgefragt, wie konkret die Gefahr beispielsweise im Büro nun tatsächlich ist. Ergebnis: Laserdrucker sind mittlerweile so konzipiert, dass im Normalbetrieb kein Risiko besteht. Vorsicht ist allerdings bei einem Papierstau und beim Wechseln der Tonerkartusche angebracht. In vielen Betrieben wird der Austausch deshalb von Fachpersonal vorgenommen.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit

Denkzettel am Donnerstag: Kinderteller sollen gesünder werden – muss das sein?

Keine Fischstäbchen mit Pommes mehr, kein Schnitzel mit Ketchup: Julia Klöckner, Ministerin für Ernährung, fordert besseres Restaurantessen für Kinder.

Zeit Online hat zwei Redakteure gefragt, was sie von dieser Einmischung beim Auswärtsessen halten. Johannes Schneider findet: Wer ausgerechnet den Restaurantbesuch mit irgendwelchen ambitionier­ten Ernährungsplänen überfrachtet, verkennt seine fragile Bedeutung im familiären Kontext. Kollegin Carmen Böker hält dagegen: Muss Fischfilet wirklich in Fischchenform gepresst werden, um seinen Ursprung zu verschleiern und zugleich optisch nachzuahmen?

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Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 2.19 Tierrechte

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Tiere denken, wissen und fühlen. Brauchen sie deshalb auch mehr Rechte? Ein Heft über das widersprüchliche Verhältnis von Mensch und Tier und was sich jetzt ändern muss.

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Reports / Meinungen / Interviews

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15.Mär 2019

Wie gut, dass es Europa gibt!

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Mehr als 12.000 Wissenschaftler aus dem deutschsprachigen Raum haben sich mit den Schülern solidarisiert, die jeden Freitag fürs Klima auf die Straße gehen. Wir haben mit der Aktivistin Luisa Neubauer darüber gesprochen, warum Streik als Protestform notwendig ist. 

Geoengineering
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15.Mär 2019

Spiel mit dem Wetter bleibt ohne Regeln

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Die UN-Umweltkonferenz in Nairobi, auf der auch über eine Resolution der Schweiz zu Geoengineering beraten wurde, hätte eine Basis für den Umgang mit der risikoreichen Technologie bilden können. Doch vor allem klimaschädliche Länder haben sie abgeblockt.

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