Reports / Meinungen / Interviews

Vorreiter Tübingen: eine Steuer gegen Müll-to-Go

Vorreiter Tübingen: eine Steuer gegen Müll-to-Go

Als bundesweit erste Kommune hat die Stadt Tübingen eine Steuer auf Einwegverpackungen beschlossen. Es gibt viele Kritiker, aber auch brennende Befürworter. Die Frage lautet: Kann die Abgabe die Müllflut wirklich eindämmen?

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Dienstag, 25. Februar 2020

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Feuer vernichten 20 Prozent der aus­tra­li­schen Wälder, Sturm sorgt für Windstrom-Rekord und ein schwit­zen­der Eisbär

Liebe Leserinnen und Leser,

Boris Palmer ist nicht unumstritten, selbst in der eigenen Partei. Aber der grüne Oberbürger­meis­ter im baden-württembergischen Tübingen gehört ohne Zweifel auch zu den umtrie­bigsten Politikern der Republik. Jetzt wagt der grüne Vorkämpfer einmal mehr den Allein­gang: Als erste Kommune Deutschlands hat Tübingen Ende Januar eine Verpackungssteuer erlassen. Vom kommenden Jahr an werden Einwegverpackungen und Einweggeschirr in der malerischen Studentenstadt am Neckar mit jeweils 1,50 Euro pro „Mahlzeit“ besteuert. Zahlen müssen diese Abgabe die Händler, die Take-away-Gerichte und Kaffee in nicht wiederverwendbaren Verpackungen verkaufen. Einzelheiten dazu lesen Sie auf unserer eigenen Seite – und wir beantworten die Frage, wo in der ganzen Sache eigentlich der Bund steht. 

Ohne Wegzoll schicken wir Sie an dieser Stelle in unseren Nachrichtenblock. Frische grüne Themen gibt es morgen – bis dahin!

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Mehr als 20 Prozent der australischen Wälder bei Buschfeuern vernichtet

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Es ist eine Zerstörung von wohl nie da gewesenem Ausmaß: Die verheerenden Buschbrände in Aus­tra­lien haben einer neuen Studie zufolge 21 Prozent der Waldflächen vernich­tet, Tas­ma­nien nicht eingerechnet. Dieser Wert sei höher als irgendwo sonst auf der Welt in den ver­gangenen 20 Jahren, schreiben die Wissenschaftler in einer Sonderedition der Fachzeit­schrift Nature Climate Change. Im Durchschnitt würden in einer Waldbrandsaison vier bis fünf Prozent der Forstflächen vernichtet – und die Saison in Australien sei noch nicht zu En­de. In einem anderen Aufsatz der Ausgabe geht es um die Frage, inwieweit die Feuer dem menschenge­machten Klimawandel zuzuschreiben sind. Den Autoren zufolge gibt es daran „keinen Zwei­fel“ – und mehr noch: Sollten die Emissionen weiter ungebremst steigen, warnen sie, wäre eine Feuersaison wie die aktuelle im Jahr 2040 Normalität und müsste bis zum 2060 als „außergewöhnlich kühl“ eingestuft werden. Einen Überblick gibt der Guardian.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Sturm „Yulia“ bläst Windstrom zu neuem Rekord

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Sturmtief „Yulia“ ist neue Rekordhalterin bei der Windstromproduktion: Am vergangenen Samstag wurde mit 46,2 Gigawatt in der Spitze so viel Windstrom in das deutsche Stromnetz eingespeist wie nie zuvor. Erreicht wurde dieser Wert zwischen 20.30 Uhr und 20.45 Uhr, wie der Energiekonzern E.ON mit Berufung auf die Bundesnetzagentur berichtet. Der bishe­rige Rekord stammte vom 15. März 2019 – damals waren es in der Spitze laut Bundesnetz­agen­tur etwa 45,5 Gigawatt Windstrom. Zum Vergleich: Im Jahr 2018 wurden dem Fraun­hofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEE) zufolge im Schnitt 18 Gigawatt Windstrom ins Netz eingespeist. Die Meldung hat Spiegel Online/dpa.

Bericht, 1 Minute Lesezeit
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Der Colorado River trocknet aus

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Der Colorado River ist mit mehr als 2.300 Kilometern Länge der größte Fluss im Südwesten Nordamerikas. Er versorgt mehr als 40 Millionen Menschen mit Wasser. Doch in Zeiten des Klimawandels droht der Strom mehr und mehr auszu­trocknen. Wissenschaftlern zufolge ist der Rückgang des Wassers vor allem darauf zurück­zuführen, dass die Schneedecken der Region schrumpfen und früher schmelzen – wegen des Klimawandels. Im Vergleich zum vergangenen Jahrhundert sei der Durchfluss des Colorado River bereits um 20 Prozent zurückgegangen, schreiben sie im Fachblatt Science. Als Durchfluss wird das Wasservolumen je Sekunde bezeichnet. Wenn keinerlei Klimaschutzmaßnahmen erfolgten, werde sich der Pegel des Flusses bis 2050 um 19 bis 31 Prozent senken, so die Forscher. Mehr beim RND.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Kletterer zündet Notdurft an – und löst Waldbrand aus

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Beim Versuch, seine Ausscheidungen zu verbrennen, hat ein Kletterer aus Bayern in Öster­reich einen Waldbrand ausgelöst, wie die Welt meldet. Das Entzünden der Fäkalien habe sich in dem ausgetrock­neten Waldgebiet und auf beinahe strohartigem Boden als „fataler Feh­ler“ erwiesen, erklärte demnach die Füssener Polizei. Bei aufkommendem Wind habe sich das Feuer schnell auf einer Fläche von 50 mal 60 Metern ausgebreitet.  Feuerwehren aus beiden Län­dern seien mit den Löscharbeiten beschäftigt gewesen. In dem unwegsamen Gelände habe Spezialgerät eingesetzt werden müssen, außerdem seien ein Hubschrauber aus Österreich sowie einer aus Deutschland angefordert worden. Erst nach Stunden sei der Brand gelöscht gewesen. Ob der Mann die Kosten tragen muss, teilten die Behörden nicht mit.

Bericht, 1 Minute Lesezeit
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Ein Kinderbuch über den Klimawandel

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„Vom kleinen Eisbären, dem es zu warm geworden ist“ heißt ein neues Buch für Kinder ab fünf Jahren. Der Titel ist Programm: Auf 36 Seiten geht es um den Klima­wandel. An­hand der Geschichte vom kleinen Eisbären vermittelt Autorin Christina Hagn, wie Treib­haus­gase in die Atmosphäre gelangen und was man selbst tun kann, um sie zu redu­zieren. So kann der Eisbär nicht mehr Schneefußball spielen, weil das Eis nicht mehr ­friert. Als Mama Eisbär ihm erklärt, dass es immer später kalt wird, weil die Lebewesen auf der ganzen Welt zu viel warme Luft machen, schreibt er den anderen Tieren Briefe. Koala, Hase und Tiger haben daraufhin zahlreiche Ideen, was sie gegen die warme Luft tun können. Fazit der taz: ganz schön pädagogisch, aber super als Vorlesegeschichte.

Rezension, 2 Minuten Lesezeit

Debatte am Dienstag: Kein Sonntagsfahrverbot für E-LKW?

Bald beginnt Tesla mit der Produktion eines Elektro-Lastwagens. Der soll nach Wunsch des US-Herstellers auch sonntags auf deutschen Straßen fahren dürfen.

Das zuständige Ministerium zeigt sich offen – mehr bei Spiegel Online.

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Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 2.20 Polarfieber

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21.Feb 2020

Po­lar­fie­ber – Die Arktis taut rasant

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Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal blättert sie für Sie die neue Ausgabe des Greenpeace Magazins durch.

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Amazon-Werbung: Prahlen mit dem (Betriebs)klima

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Arzneimittel gehören nicht in die Umwelt. Trotzdem finden sich in Gewässern immer mehr Spuren von Antibiotika, Blutdrucksenkern und Hormonpräparaten. Auch unser Trinkwasser ist betroffen. Was muss jetzt passieren?

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