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Miraculix, bitte umgehend in Berlin melden!

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Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal wünscht sie sich grüne Zauberkräfte.

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Freitag, 17. Januar 2020

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Mehr als 1.500 Asbest-Tote im Jahr 2018, Microsoft will eigenen CO2-Fußabdruck „beseitigen“ und die besten Un­ter­was­ser­fo­tos

Liebe Leserinnen und Leser,

Fossilienfunde legen nahe, dass sie schon vor 100 bis 200 Millionen Jahren auf der Erde wuchsen: Wollemien, Urzeit-Bäume, die ein bisschen an riesige Farne erinnern. Lange galten die Bäume als ausgestorben, 1994 wurden sie in einem Nationalpark im australischen Bundesstaat New South Wales wiederentdeckt – der Park heißt heute deshalb Wollemi-Nationalpark. Durch die verheeren­den Buschfeuer in Down Under drohte den Wollemis jüngst abermals die Zerstörung. Doch nun gibt es Spie­gel Online zufolge gute Nachrichten: Spezialkräften ist es demnach gelungen, den seltenen Baumbe­stand zu schützen. Einige Wollemien seien verkohlt, wohl zwei verbrannt. Aber der Bestand von 200 Bäumen sei noch da, sagte Matt Kean, Umweltminister von New South Wales. Die Wollemien hätten die Dinosaurier überlebt, so Kean. Jetzt sehe es so aus, als hätten sie dank der Feuerwehrleute auch die aktuellen Brände überstanden.

Wo genau die Urzeit-Riesen stehen, wissen im Übrigen nur wenige Menschen. Zum Schutz der Bäu­me.

Mit dieser grünen Anekdote verabschieden wir Sie ins Wochenende. Ab Montag sind wir zurück – bis dahin!

Das Team vom Navigator

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Mehr als 1.500 berufsbedingte Asbest-Tote im Jahr 2018

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Im Jahr 2018 sind aufgrund früherer Kontaminierung mit Asbest im Berufsleben 1.571 Men­schen verstorben. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung zählte außerdem 9.891 neue Ver­dachtsfälle auf Asbesterkrankungen. Auch 27 Jahre nach dem Asbestverbot bleiben die Fallzahlen der Berufsge­nossen­­schaf­ten damit gleichbleibend hoch. Viele Betroffene vergiften sich als Arbeiter auf Bau­stellen. Potenzielle Gefahrenquellen gibt es vor allem in Altgebäuden, die zwischen 1950 und 1993 – dem Jahr des Asbestverbotes – errichtet wurden. In einem Viertel aller Wohnimmobilien in Deutsch­land soll der Stoff verbaut sein. Die EU-Kommission hat das Ziel, die Mitgliedsstaaten bis 2032 asbest­frei zu bekommen. Als erster Mitgliedsstaat hat Polen ein eigenes Zehn-Milliarden-Euro-Programm zur Be­sei­tigung aufge­legt. In Deutschland gibt es kein „spezifisches Förderprogramm“ für die Asbest­sa­nie­rung. Hintergrün­de bei der Tagesschau.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Was der neue Kohlekompromiss beinhaltet

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Das erste Braunkohlekraftwerk soll noch in diesem Jahr, am 31. Dezember, abgeschaltet werden. Bis Ende 2022 werden es dem Stilllegungsplan zufolge acht Blöcke sein, alle liegen im Rheinland. Sie ge­hö­ren zu den ältesten Kraftwerken in Deutschland, mithin auch zu den dreckigsten. Das ist ein Detail des Kohleausstiegsdeals zwischen Bund und Ländern. Billig ist der Kompromiss nicht: Mehr als 40 Milliar­den werden im Zuge des Ausstiegs verteilt. Die SZ hat Antworten auf die wichtigsten Fragen. Einen Kommentar bietet Klimareporter°: Der Ausstiegspfad der Bundesregierung verläuft nicht wie in der Kohlekommission vereinbart kontinuierlich, sondern gedrängt in den 2030er Jahren, schreibt Joa­chim Wille. Damit wiederholt die Regierung den Fehler vom Atomausstieg und verschiebt die Ener­gie­wende teuer in die Zukunft.

Fragen und Antworten, 4 Minuten Lesezeit
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Microsoft will eigenen CO2-Fußabdruck bis 2050 „beseitigen“

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Die großen US-Technikkonzerne überbieten sich gegenseitig in ihren Klimaschutz-Ambitionen. Micro­soft hat am Donnerstag nicht nur einen negativen Kohlendioxid-Fußabdruck bis 2030 angekündigt. Bis 2050 will man sogar „den gesamten Kohlenstoff aus der Atmosphäre entfernen, den das Unter­neh­men seit seiner Gründung im Jahr 1975 entweder direkt oder durch seinen Stromverbrauch emi­ttiert hat“, wird Microsoft-Präsident Brad Smith in einer Pressemitteilung zitiert. In einem begleiten­den Blogpost führt Microsoft die dazu notwendigen Schritte näher aus, die auch den CO2-Ausstoß der gesamten Liefer- und Wertschöpfungskette betreffen sollen. „Während die Welt CO2-Neutralität erreichen muss, sollten diejenigen von uns, die schneller vorangehen können, dies auch tun“, sagte Smith demnach weiter. Eine Zusammenfassung bietet Spiegel Online.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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„Rechtfertigender Notstand“ – Freispruch für Klimaaktivisten in der Schweiz 

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Das Bezirksgericht in Renens, Kanton Waadt, hat zwölf Klimaaktivisten überraschend freigesprochen. Sie hatten im November 2018 eine Filiale der Schweizer Großbank Credit Suisse (CS) in Lausanne ge­stürmt und dort in Sportkleidung begonnen, Tennis zu spielen. Eine Anspielung auf Tennisstar Roger Federer, mit dessen sauberem Image die Bank wirbt – obwohl sie nach Angaben der Aktivisten eine klimaschädliche Investitionspolitik betreibe. Die Lausanner Staatsanwaltschaft hatte die Aktivisten nach einer Anzeige der Credit Suisse wegen Hausfriedensbruchs und Widerstands gegen die Polizei zu Geldstrafen verurteilt. Mit der Unterstützung eines Anwaltskollektivs fochten die Aktivisten das Urteil an – und siegten. Der Richter befand, dass sie aus einem „rechtfertigenden Notstand“ heraus gehandelt hätten. Die ganze Geschichte hat die SZ.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Youtube: 21 Millionen Klicks für Leugner des Klimawandels

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Pro Monat nutzen zwei Milliarden Menschen Youtube. Der Kampf gegen Falschinformationen ist für Youtube und seinen Mutterkonzern Alphabet (zu dem auch Google gehört) deshalb seit Jahren ein beherrschendes Thema – auch beim Klimawandel. Mit überschaubarem Erfolg, wie die Ergebnisse einer Studie der Kampagnenorganisation Avaaz zeigen. Durch seinen Empfehlungs-Algorithmus lenke Youtube Millionen Nutzer weltweit zu Videos von Klimaleugnern, schreiben die Autoren. 16 Prozent der Top-100-Videos, die vom Algorithmus basierend auf dem Suchbegriff „Erderwärmung“ empfoh­len wurde, enthielten Avaaz zufolge in hohem Maße Fehlinformationen über den Klimawandel. Für verwandte Videos mit dem Suchbegriff „Klimawandel“ waren es acht Prozent. Die gefundenen Vide­os hatten insgesamt bereits 21,1 Millionen Zuschauer. Mehr beim Tagesspiegel.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit

Fotos am Freitag: Die besten Unterwasserfotos des vergangenen Jahres

Gesamtsieger des achten „Ocean Art Underwater Photo Contests“ ist dieses Mal ein Krabben­fresser. Das ist keine Beleidigung, sondern der Name der einzigen Robbenart, die sich von Tieren des Plank­tons ernährt.

 

Fotografiert hat den Krabbenfresser Greg Lecoeur bei einem Tauchgang unter dem Eis der antarkti­schen Halbinsel. Seine beeindruckende Aufnahme und weitere Gewinnerbilder dokumentiert ze.tt.

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Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 1.20 2030

Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 1.20 2030

 

Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen ist der Plan für eine bessere Welt. Aber wie stehen die Chancen, dass wir ihn tatsächlich einhalten? Und was muss dafür dringend geschehen? Antworten auf diese und viele weitere Fragen rund um die Themen Natur und Umweltschutz gibt die neue Ausgabe des Greenpeace Magazins

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Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal getrübt von dicken Rauchschwaden und viel verbalem Qualm um wenig

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