Reports / Meinungen / Interviews

„Ich wünsche mir eine sinnliche Revolution“

„Ich wünsche mir eine sinnliche Revolution“

Die deutsche „Hippie-Metal“-Gruppe Selig wurde in den Neunzigerjahren mit Herzschmerzliedern wie „Ohne dich" berühmt. Nun singt die Band Liebeslieder für den Planeten Erde. Ein Gespräch mit dem Front-Sänger Jan Plewka (49) über Salami zum Frühstück, die Ökosünden der Musikindustrie und die neue Zusammenarbeit mit Greenpeace.


 

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Freitag, 29. Mai 2020

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2019 wurden 750 Groß­wild­jagd-Trophäen eingeführt, Datteln IV geht am Samstag ans Netz und Fotos der Welt­selbst­zer­stö­rung

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn der Staat Unternehmen finanziell hilft, handelt er dabei nicht immer vorausschauend. Das zeigt sich hierzulande bei der Diskussion um die Rettung der Lufthansa und eine Kauf­prä­mie für die Autobranche. Ein besonders drastisches Beispiel nicht nachhaltigen Regie­rungs­handels lässt sich aktuell auch beim Blick über die Grenze beobachten: Wie die dpa berichtet, will Tschechien den Bau eines neuen Kernreaktors mit einem Staatskredit för­dern. Es wird erwartet, dass die Anlage etwa sechs Milliarden Euro kosten wird, 70 Pro­zent sollen über einen günstigen Kredit finanziert werden. Anders als Deutschland setzt Tsche­chien weiter auf die Atomkraft. Ihr Anteil am Strommix soll bis 2040 sogar auf mehr als die Hälfte ansteigen.

Damit sind wir eigentlich schon mittendrin in unserem Newsblog: Denn dort zeigt sich, dass auch bei uns Energieirrsinn herrscht – Stichwort: Datteln IV.

Wir haben dank Pfingsten nun drei Tage, um uns abzuregen. Am Dienstag sind wir zurück, cool as a cucumber, versprochen!

Das Team vom Navigator

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2019 haben Deutsche 750 Großwildjagd-Trophäen eingeführt

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Anlegen für den finalen Schuss: Auf YouTube präsentieren Großwildjäger begeistert, wie sie Giraffen, Elefanten oder Löwen erlegen. Tausende Deutsche machen jedes Jahr beispielswei­se in afrikanischen Ländern Jagd auf Wildtiere und bringen ihre geschossenen Trophäen mit nach Hause – ganz legal. Allein im vergangenen Jahr wurden nach Recher­chen von Frontal21 etwa 750 Trophäen aus der ganzen Welt nach Deutschland eingeführt, darunter erlegte Nas­hörner, Elefanten, Eisbären, Löwen und Leoparden. Tierschutzorganisationen fordern von der Bundesregierung, den Import der Tier-Trophäen zu verbieten – die Auslandsjäger ent­geg­nen, die geregelte Trophäen-Jagd schütze die Tiere vor Wilderern und sei ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die afrikanischen Länder. Reporter vor Ort in Namibia konnten das so allerdings nicht bestätigen. Mehr bei ZDF-heute.

Video, 11 Minuten Laufzeit
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Erneut Waldbrände im Norden Russlands

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Waldbrände in den nördlichsten Regionen der Erde sind keine Seltenheit – doch so häufig wie in den vergangenen Jahren brannte es in der Arktis selten. Kaum ist der arktische Som­mer in Sichtweite, lodern Forschern zufolge wahrscheinlich schon wieder Wald- und Flächen­brände. Satellitenbilder deuten darauf hin, dass sich nach den schlimmen Bränden vom ver­gan­genen Sommer erneut erste Feuer entzündet haben. Das teilten Wissenschaftler des Co­per­nicus Atmosphere Monitoring Service (CAMS) mit. Die Feuer ereignen sich der Auswer­tung zufolge vor allem in Sibirien: „Dort brennen die Tundra und andere nicht eisbedeckte Flächen“, so ein Sprecher. Ob es sich wirklich um große Flächenbrände handelt, müsse je­doch noch durch Messungen am Boden bestätigt werden. Die Meldung hat Spiegel Online.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Datteln IV geht bereits am Samstag ans Netz

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Trotz massiver Kritik von Klimaschützern und jahrzehntelanger Klagen von Umweltverbän­den will der Energiekonzern Uniper sein Steinkohlekraftwerk Datteln im nördlichen Ruhr­gebiet schon am Samstag in den Regelbetrieb nehmen. Das bestätigte ein Sprecher der taz. Bisher war stets vom Sommer die Rede gewesen. Aus Sicht des Unternehmens liegt der Termin dennoch „in dem von uns mehrfach kommunizierten Zeitrahmen“. Berechnungen zufolge dürfte der Steinkohleblock mit einer Leistung von 1.050 Megawatt während seiner Laufzeit 40 Millionen Tonnen des Klimakillers Kohlen­dio­xid zusätzlich ausstoßen.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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UN-Klimakonferenz auf November 2021 verschoben

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Anfang der Woche hatte die britische Regierung einen Brief an alle Unterzeichnerstaaten des Weltklimarats geschickt: Darin schlägt sie vor, das Treffen auf den November 2021 zu verschieben. Am Donnerstagabend stimmten die 195 Staaten nun über den Vorschlag ab und bestätigten den Termin, wie der Spiegel aus Verhandlungskreisen erfuhr. Damit findet die nächste reguläre UN-Klimakonferenz vom 1. bis 12. November 2021 in Glasgow statt. Dort sollen die letzten Streitpunkte des Weltklimavertrags ausgeräumt werden. Wichtigster Programmpunkt: Bis dahin müssen die 195 Länder ihre Klimapläne nachbessern. Widerstand gegen den Termin hatte es im Vorfeld von afrikanischen Staaten gegeben, da 2021 eigentlich Afrika als Austragungskontinent an der Reihe ist. Nun wird die COP27 in Afrika erst im Jahr 2022 stattfinden – damit verschieben sich womöglich auch alle weiteren Konferenzen um ein Jahr. 

2 Minuten Lesezeit
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Studie: Immer mehr Großstädter wandern ins Umland ab

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Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern verlieren zunehmend Einwohner an die umlie­gen­den Kreise. Mittlerweile wandern mehr Städter ins Umland ab, als von dort in die Metropo­len ziehen. Das besagt eine Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BIB) – die Tagesschau berichtet. Gründe für die Stadtflucht seien die steigenden Immobilienpreise in den Großstädten und das knappe Angebot an Wohnraum. In angrenzenden Landkreisen lock­ten hingegen niedrige Bauzinsen und gute Verkehrsanbindungen. Ein Ende des Wachs­tums der Großstädte ist den Statistikern zufolge aber nicht in Sicht: Vor allem junge Men­schen und Migranten aus dem Ausland zieht es in die Metropolen.

Bericht, 1 Minute Lesezeit

Fotos am Freitag: Dokumentar der Weltselbstzerstörung

Peter Beard fotografierte Models und Wildtiere; seine Bilder zeigen Alltägliches neben der Katastrophe.

Ein Bildband versammelt jetzt Fotos, Collagen und Tagebuchseiten des Künstlers, der im Februar starb. Auszüge bei Spiegel Online.

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Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 3.20 Die Zukunft des Autos

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Reports / Meinungen / Interviews

Aktivismus
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25.Mai 2020

Digitaler Protest: Hashtags statt Megafon

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Wegen der Coronakrise wandern Umweltaktivisten aus aller Welt von der Straße ins Netz. Wie verändert der digitale Protest die grüne Bewegung?

Naturschutz
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06.Mai 2020

Um­welt­zer­stö­rung im Schatten des Virus

Umweltzerstörung im Schatten des Virus

Das Corona-Virus hält die Welt in Atem. Und während die Öffentlichkeit mit der Pandemie beschäftigt ist, vergreift man sich vielerorts unbemerkt an der Umwelt

Plage
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18.Mai 2020

Heu­schre­cken in Ostafrika: der Kampf gegen die Schwärme

Heuschrecken in Ostafrika: der Kampf gegen die Schwärme

Während der Pandemie wütet die größte Heuschreckenplage Ostafrikas seit 25 Jahren. Die betroffenen Länder bekämpfen sie mit Pestiziden – und gefährden damit die Gesundheit der Bevölkerung

Verkehr
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05.Mai 2020

Überall neue Radwege – kann das bitte so bleiben?

Überall neue Radwege – kann das bitte so bleiben?

Die Corona-Krise befeuert die Debatte, wie öffentlicher Raum genutzt werden soll. Vielerorts wird Platz gemacht für Fahrradfahrer und Fußgänger. Kommt mit der Pandemie die Verkehrswende?

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Platz da!

Warum ist sich auf den Straßen
jede selbst die Nächste!
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Ge­heim­nis­se aus eisigen Tiefen

Was Forscher in Eishöhlen am Ende der Welt herausfinden: ein Bericht aus unserer Arktis-Ausgabe

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Er ist ein junges Gemüse und gedeiht ohne Sonne. Das ist kein Grund, Cichorium intypus varietas foliosum als Kellerkind zu behandeln. Wer aus dem Spross nur Salat macht, hat nix in der Rübe. Unser Gemüse der Saison im Porträt

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Mensch, warum strebst du stets nach mehr? Um deinen Lebensraum zu erhalten, musst du lernen, die Füße hochzulegen