Reports / Meinungen / Interviews

Krieg zerstört Leben – auch in Friedenszeiten

Krieg zerstört Leben – auch in Friedenszeiten

Krieg vernichtet nicht nur Leben, sondern auch die langfristige Lebensgrundlage vieler Menschen vor Ort. Wim Zwijnenburg von der NGO Pax untersucht die Umweltrisiken vergangener und bestehender Konflikte.

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Freitag, 15. Februar 2019

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Deutsch­land darf Luft­rein­hal­te­ge­setz aufweichen, deutsche Mee­res­schutz­zo­nen sind wir­kungs­los und ein schwarzer Panther

Liebe Leserinnen und Leser, 

in der Regel gelten Prominente ja als Trendsetter: Sie leben vor, was mit Verzögerung auch den Weg in den Mainstream findet – zumindest soweit sich die breite Masse diesen Lebensstil leisten kann. Beim Umweltschutz verhält es sich gefühlt andersherum. Hier war Otto Normal lange Jahre weiter als Hollywood (von einigen Ausnahmen einmal abgesehen). Das scheint sich nun zu ändern, wie zwei Meldungen aus dieser Woche zeigen: So gab Indiana Jones-Darsteller Harrison Ford auf dem World Government Summit den Kämpfer für Klimaschutz und gegen Erderwärmungsskeptiker Donald Trump (mehr beim Guardian). Und Schauspielkollege Bradley Cooper durfte sich kurz vor den Oscars schon einmal über einen ähnlich klingenden Preis freuen: den „Oscat“, eine Auszeichnung der Tierschutzorganisation Peta (nachzulesen bei Spiegel Online).

All jene, die sich seit jeher für die Umwelt einsetzen und dafür bisher keine Trophäe bekommen haben, seien an dieser Stelle zu Siegern der Herzen erklärt. Schließlich haben sie vorgemacht, wie’s geht – und ihnen ist es zu verdanken, dass es immer mehr Botschafter für die richtige und wichtige Sache gibt. 

Mit diesen salbungsvollen Worten verabschieden wir uns ins Wochenende. Am Montag sind wir mit frischen Umweltnews zurück. Bis dahin!

Das Team vom Navigator

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Deutschland darf Gesetz zur Luftreinhaltung aufweichen

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Kein Einspruch von der EU: Die Bundesregierung kann das Gesetz zur Luftreinhaltung ändern. Gerich­te müssen bei der Überschreitung von Grenzwerten künftig nicht mehr direkt Fahrverbote verhän­gen. Bereits im November hatte die Bundesregierung beschlossen, dass Fahrverbote in der Regel erst ab einer Belastung von 50 Mikrogramm Stickoxid pro Kubikmeter Luft verhältnismäßig sein sollen. Der europäische Grenzwert liegt bei 40 Mikrogramm. Nach dem Okay aus Brüssel soll nun möglichst bald der Bundestag zustimmen. Ungeachtet der Gesetzesänderung in Deutschland bleibt die in Euro­pa gültige Obergrenze weiterhin verbindlich – was SPD-Umweltministerin Sven­ja Schulze begrüßt: „Basis für diese Grenzwerte ist eine Empfehlung der Weltgesundheitsorganisa­tion, die übrigens in­zwi­schen darüber diskutiert, den Wert eher noch abzusenken.“ Mehr beim Deutsch­land­funk. Gestern hatten wir an dieser Stelle darüber berichtet, dass die Berechnungen, auf denen die Kritik einiger deutscher Lungenspezialisten an den geltenden Grenzwerten fußt, gravieren­de Fehler enthalten. Das räumt der federführende Arzt nun ein – die AFP hat die Meldung.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Schutzzonen in Nord- und Ostsee sind wirkungslos

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Schutzzonen sollen sowohl Nord- als auch Ostsee vor zu massiv betriebener Fischerei bewahren. Doch eine Studie aus Kiel zeigt jetzt, dass die Schutzgebiete ihren Zweck bislang weit verfehlen. „Das sind ganz gravierende Ergebnisse (...). Diese besagen, dass in diesen Schutz­gebieten sogar eine um 40 Prozent höhere Intensität an Schleppnetzfischerei stattfindet als außerhalb der Schutzgebiete“, kritisiert Grünen-Politikerin Steffi Lemke. Das Bundesumweltministe­rium räumt ein, dass die ausgewiesenen Schongebiete, die eigentlich Riffe, Sandbänke und Meeres­be­wohner schützen sollen, bislang wirkungslos sind. Die Bundesregierung hofft nun auf eine neue Regelung auf EU-Ebene – die Grünen kritisieren allerdings, dass Deutschland bereits bei der Aushand­lung der bestehenden Schutzgebiete zu viele Kompromisse mit seinen Nachbarn eingegangen sei. Die Tagesschau berichtet.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Bundesamt für Naturschutz fordert naturverträgliche Energiewende

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Naturschutz und Energiewende gelten oft als nicht vereinbar. Dass das nicht so sein muss, ist das Ergebnis eines Berichts, den das Bundesamt für Naturschutz (BfN) veröffentlicht hat (hier zum Origi­nal). „Eine wichtige Rolle spielen dabei ein effizienter Umgang mit der Fläche und die Berücksichti­gung der jeweiligen landschaftlichen Gegebenheiten“, sagt Beate Jessel, Präsidentin des BfN. So be­lässt es das Amt nicht dabei, darauf hinzuweisen, dass die Verbreitung von Wind- und Fotovoltaik­anlagen nicht nur das Landschaftsbild verändere, sondern auch Risiken für bestimmte Arten mit sich bringe. Es gibt zugleich Empfehlungen, wie möglichst wenig Wälder und Grünland geopfert werden müssen. Geht es nach dem BfN, sollen erneuerbare Energien verstärkt im Innenraum der Städte und auf bereits versiegelten Flächen erzeugt werden. Das Amt spricht sich auch für mehr Mieterstrom aus. Eine Zusammenfassung des Berichts bietet klimareporter°.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Die Turteltauben sind stark gefährdet

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Liebevoll schnäbelnde und turtelnde Täubchen gelten als Sinnbild der Liebe und sind gerade zum zurückliegenden Valentinstag ein beliebtes Kartenmotiv. Turteltauben gibt es tatsächlich – allerdings ist ihre Lage alles andere als rosig, wie BR24 meldet: In Deutschland hat der Bestand der Streptopelia turtur demnach um zwei Drittel abgenommen. Der fliegende Liebesbote findet sich inzwischen als stark gefähr­dete Art auf der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland wieder. Seit 2015 wird die einst weitverbrei­tete Turteltaube zudem auf der weltweiten Roten Liste geführt – sie landete direkt in der Kategorie „gefährdet“, die Vorwarnstufe überflog sie. UN-Experten zufolge macht den Tieren vor allem der Verlust an Brut- und Lebensräumen zu schaffen. Außerhalb Deutschlands werden sie zudem gejagt. Dem NABU zufolge werden in der Europäischen Union jährlich etwa 1,5 Millionen Turteltauben geschossen.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Sind Bio-Tampons wirklich besser als konventionelle?

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Immer häufiger stößt man auf Werbung für Bio-Tampons. Die bestehen, so zumindest das Versprechen der Hersteller, rein aus Bio-Baumwolle, die unter ökologischen und fairen sozialen Bedingungen angebaut und verarbeitet wurde. Im Gegensatz zur herkömmlichen Variante, die üblicherweise aus Zellwolle, Viskose und/oder Baumwolle besteht und von einer synthetischen Schicht ummantelt ist. Bei einem Test des Magazins Ökotest im Jahr 2007 waren alle 16 getesteten Tampons mit Chemikalien belastet. Doch wie sieht es heute aus? Bento ist der Frage nachgegangen, welche Gesundheits- und Umweltvorteile Bio-Tampons tatsächlich bieten.

Bericht, 4 Minuten Lesezeit

Fotos am Freitag: Die Rückkehr des schwarzen Panthers

Einem Team von Biologen sind in Kenia seltene Aufnahmen eines schwarzen Leoparden geglückt. Damit belegen sie, dass die Tiere auch in Afrika noch leben. Die letzte wissenschaftlich bestätigte Sichtung eines afrikanischen schwarzen Panthers gelang 1909 in Äthiopien.

Schwarze Leoparden werden auch schwarze Panther genannt. Es handelt sich nicht um eine eigene Art, sondern um Leoparden, deren Fell durch einen Gendefekt eine dunkle Pigmentierung aufweist. Bei geeigneten Lichtverhältnissen ist noch das typische gefleckte Muster der Leoparden zu erkennen. Die spektakulären Aufnahmen dokumentiert die SZ.

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15.Feb 2019

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Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen sehr persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal sind einige Verluste zu vermelden.

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11.Feb 2019

Vieh­trans­por­te: Wie weit reicht das Recht der Tiere?

Viehtransporte: Wie weit reicht das Recht der Tiere?

Eine bayerische Amtsveterinärin stoppt den Transport einer trächtigen Kuh ins 5000 Kilometer entfernte Usbekistan. Andere Landkreise schließen sich dem Viehexport-Stopp an. Der Fall könnte weitreichende Folgen haben.

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13.Feb 2019

So grün ist der rote Teppich

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Die Berlinale gilt als besonders politisches Filmfestival und nimmt Umweltschutz ernst – sowohl auf wie auch vor der Leinwand. Dennoch haben viele der im aktuellen Programm laufenden Filmen eine explizit positive Botschaft, das große Thema ist nicht Dystopie, sondern Hoffnung.

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08.Feb 2019

Atom­ener­gie – sicher, preiswert, kli­ma­freund­lich?

Laufwellen, Flüssigsalz und Kugelhaufen: Als Klimaretter untauglich // Unsere Leseempfehlungen zum Wochenende

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen sehr persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal geht es um die Eignung von Atomkraftwerken als Klimaretter

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