Reports / Meinungen / Interviews

Das Problem mit den Problembären

Das Problem mit den Problembären

Mehr als zehn Jahre ist es her, dass ein Braunbär die Grenze nach Deutschland überquert hat. Seither wappnet sich vor allem der Süden der Republik für Nachzügler, denn dass der sogenannte Ursus arctos zurückkehrt, gilt als sehr wahrscheinlich.

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Dienstag, 19. März 2019

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Risiko von Starkregen wird un­ter­schätzt, ein toter Wal hat 40 Kilo Plas­tik­tü­ten im Bauch und die Angst vor 5G

Liebe Leserinnen und Leser, 

Klischees sollte man ja grundsätzlich eher kritisch gegenüberstehen. Manchmal allerdings bewahrhei­ten sie sich auch. Wie die Rheinische Post jüngst berichtete, ist Düsseldorf die deutsche SUV-Haupt­stadt. Die Quote der Geländelimousinen liegt in der Stadt mit dem Luxusimage bei knapp zehn Pro­zent. Nun ist Düsseldorf bekanntermaßen eher flach und die innerstädtische Straßensituation durch­aus komfortabel. Es darf also angenommen werden, dass es vor allem darum geht, die Einkaufstüten von der Kö im City-Panzer sicher nach Hause zu transportieren. Um das Klischee noch ein bisschen weiter zu strapazieren: Auf den Plätzen zwei und drei folgen das nicht minder wohlhabende Mün­chen (Klischee: check) und Mülheim an der Ruhr. Hier erschöpft sich das Vorurteil dann auch schon wieder. Zur Ehrenrettung Düsseldorfs sei an dieser Stelle noch erwähnt: In einem Greenpeace-Ranking deutscher Städte mit dem höchsten Fahrradanteil am Stadtverkehr schaffte es die Stadt am Rhein immerhin in die Top Ten. Die Liste umfasste allerdings auch nur 14 Städte. 

Wir machen unser Rad jetzt fit für den Frühling – und sind morgen mit Kettenöl an den Fingern zurück. Bis dahin!

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Risiko von Starkregen in Deutschland unterschätzt

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Deutschland ist vom Klimawandel nicht so stark betroffen wie andere Regionen der Welt – doch Me­teo­rologen warnen jetzt: Die zunehmende Gefahr von Starkregen wird in Teilen der Bundesrepublik bislang deutlich unterschätzt. Die Auswertung von Radardaten zeige, dass bei der Risikobewertung in einigen Regionen von einer neuen Gefährdungslage ausgegangen werden müsse, teilte die Deutsche Meteorologische Gesellschaft zum Start einer Fachtagung mit. Betroffen seien insbesondere Teile von Nord- und Ostdeutschland. Dies sei auch wegen begrenzter Kapazitäten zur Siedlungsent­wässerung bedeutsam, warnen die Meteorologen. Langfristig stehe zu erwarten, dass es häufiger zu Starkregen wie Dürrephasen kommen werde. Zwar soll die jährliche Niederschlags­menge etwa gleich bleiben, allerdings könnte sich die Verteilung ändern. Das hieße: mehr heftige lokale Un­wetter, die Zerstörungen anrichten können. Eine ausführliche Meldung gibt es bei Spiegel Online.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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ADAC: Diesel-Nachrüstungen wirksam – mit einer Einschränkung

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Die ersten Nachrüstsysteme für Diesel-Fahrzeuge dürften nach Ansicht des ADAC im Herbst auf den Markt kommen. Untersuchungen des Autofahrerklubs zufolge sind die Hardware-Lösungen in der Lage, den Stickoxid-Ausstoß der Autos dauerhaft um bis zu 80 Prozent zu senken. Im Langzeit-Alltagstest über 50.000 Kilometer zeigten sich allerdings noch einige Konstruktionsschwächen – und vor allem ein entscheidendes Manko: Wenn es draußen kühler wird, reicht auch die Nachrüstung nicht aus, um die von der Bundesregierung vorgegebenen Grenzwerte einzuhalten. Dazu müssten die Autohersteller selbst ihren Teil beitragen. Sie seien jetzt in der Pflicht, heißt es aus dem Klub. Mehr zum Thema bei ZDF-heute/dpa.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Angeschwemmter Wal hat 40 Kilo Plastik im Bauch

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Das Jungtier sei an einem „Magenschock“ gestorben, teilten Meeresbiologen aus Davao City auf der zweitgrößten philippinischen Insel Mindanao mit. Die Wissenschaftler waren nach eigener Aussage selbst schockiert, als sie bei der Autopsie des Cuvier-Schnabelwals die grausame Todesursache fest­stellten. Der Meeressäuger habe allein 16 Reissäcke im Magen gehabt, schreiben sie auf Facebook. „Dieser Wal hatte das meiste Plastik in sich, das wir je bei einem Wal gefun­den haben.“ Von den in den vergangenen zehn Jahren untersuchten toten Delfinen und Walen seien 57 an Plastik und anderem Müll verendet. Die Forscher appellierten an die Regierung, entschieden gegen jene vorzugehen, „die die Wasserwege und Ozeane weiterhin als Müllkippen betrachten“. Hintergründe hat der Guardian.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Wie die Grünen bei der Europawahl ihre Erfolgsserie fortsetzen wollen

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Bei der anstehenden Europawahl hoffen die Grünen auf einen neuen Tri­umph. Sie wollen ihr bisher bestes Ergebnis bei einer Europawahl (12,1 Prozent im Jahr 2009) noch übertreffen. Auf den Wahlplakaten setzen sie mit Klimaschutz und Artensterben vor allem auf klassi­sche Themen, wie Zeit Online analysiert. Einen weiteren Schwerpunkt legt die Partei – und das ist eher ungewöhnlich – auf eine gemeinsame europäische Sicherheitspolitik und ein europäisches Grenzkontrollregime. Auf die von der neuen CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer an diesem Wochenende losgetretene Debatte über den Schengenraum reagieren die Grünen erwar­tungs­gemäß mit Abscheu. Geschäftsführer Michael Kellner reklamierte gleich das Erbe Helmut Kohls für seine Partei: Die Grünen verteidigten mit den offenen Grenzen auch seinen politischen Nachlass.

Bericht, 5 Minuten Lesezeit
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Der ferngesteuerte Acker ist gut für die Umwelt

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Berührungsängste mit der digitalen Technik? Nicht bei den Landwirten – viele nutzen bereits Soft­ware zum Betriebsmanagement oder Kameradrohnen, die bei der Identifikation von Problemzonen auf den Äckern helfen. „Landwirte, die regelmäßig mit ihren Treckern auf den Feldern unterwegs sind, wird es in Zukunft kaum noch geben“, prognostiziert ein Agrarexperte. Das Berufsbild der Bauern verändert sich radikal: Sie werden in Zukunft vor allem als Technikversteher, Datenbändiger und für strategische Zielvorgaben gebraucht. Das mag unromantisch klingen, ist aber gut für die Umwelt, wie die SZ schreibt. Denn die digitale Technik kann helfen, Pestizide, Dünger, Wasser und schwere Landmaschinen einzusparen.

Bericht, 4 Minuten Lesezeit

Debatte am Dienstag: Ist 5G gefährlich?

An diesem Dienstag beginnt in Deutschland die Versteigerung der 5G-Lizenzen. Gemeint ist damit die fünfte Generation der Mobilfunk-Technik. Während die Mobilfunk-Anbieter die neuen Datenge­schwin­dig­keiten anpreisen, stehen viele Menschen der neuen Technologie kritisch gegenüber. Die Angst vor Elektrosmog geht um.

In zahlreichen Youtube-Videos wird vor einer „Gefahr für unsere körperliche Unversehrtheit“ gewarnt. Die Umweltschutzorganisation BUND will den Ausbau der Netze stoppen, bis endgültig geklärt ist, ob Mobilfunkstrahlung die Gesundheit gefährdet. Beim Bundesamt für Strahlenschutz kann man die Aufregung dagegen nicht nachvollziehen. Der Deutschlandfunk dokumentiert den Stand der Debatte.

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Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 2.19 Tierrechte

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Tiere denken, wissen und fühlen. Brauchen sie deshalb auch mehr Rechte? Ein Heft über das widersprüchliche Verhältnis von Mensch und Tier und was sich jetzt ändern muss.

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Reports / Meinungen / Interviews

Newsletter
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15.Mär 2019

Wie gut, dass es Europa gibt!

Es lebe Europa! // Unsere Leseempfehlungen zum Wochenende

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen sehr persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal freut sie sich über die EU.

Klimawandel
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12.Mär 2019

„Wir brauchen eine gewisse Ra­di­ka­li­tät im Protest"

„Wir brauchen eine gewisse Radikalität im Protest"

Mehr als 12.000 Wissenschaftler aus dem deutschsprachigen Raum haben sich mit den Schülern solidarisiert, die jeden Freitag fürs Klima auf die Straße gehen. Wir haben mit der Aktivistin Luisa Neubauer darüber gesprochen, warum Streik als Protestform notwendig ist. 

Geoengineering
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15.Mär 2019

Spiel mit dem Wetter bleibt ohne Regeln

Spiel mit dem Wetter bleibt ohne Regeln

Die UN-Umweltkonferenz in Nairobi, auf der auch über eine Resolution der Schweiz zu Geoengineering beraten wurde, hätte eine Basis für den Umgang mit der risikoreichen Technologie bilden können. Doch vor allem klimaschädliche Länder haben sie abgeblockt.

Tierrechte
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04.Mär 2019

Zu Tode geliebt: Wie Haustiere unter ihrer Ver­mensch­li­chung leiden

Zu Tode geliebt: Wie Haustiere unter ihrer Vermenschlichung leiden

Immer mehr Menschen übertreiben mit der Liebe zu ihrem Tier, manche der Schützlinge dienen gar als Kind- oder Partnerersatz. Der Tierpathologe Achim Gruber sieht diese Entwicklung mit Sorge – und warnt vor menschenähnlichen Zuchtmerkmalen, die die Tiere quälen.

Mehr davon? Schauen Sie in unserem Nachrichten-Archiv vorbei.
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Bestes für Bello

Welches Fleisch sollte ins Tierfutter? Das fragen wir im aktuellen Heft und haben uns angesehen, was bei Hund, Katze & Co. auf dem Teller landet

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So geht
Ver­ant­wor­tung

Zum Beispiel nur von dem leben, was die Natur uns gibt – wie diese beiden Selbstversorger im Portrait

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Hinter der Front

Die Fotografin Claire Thomas portraitiert in ihren Aufnahmen die Grausamkeit des Krieges. Während der Schlacht um Mossul war sie in der Stadt

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