Reports / Meinungen / Interviews

Tanz mit Walen

Tanz mit Walen

Umweltwissenschaften und Club-Musik klingen erstmal wie ein Gegensatzpaar. Dass sie sich wunderbar vereinen lassen, beweist die Musikerin Jayda G mit ihrem Debütalbum „Significant Changes“, das heute erscheint.

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Freitag, 22. März 2019

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Der Navigator steuert Sie täglich durch die relevantesten Meldungen und besten Geschichten zum Thema Umwelt.

EU-Kommission verbannt Palmöl aus dem Tank, Aldi schafft Plas­tik­ver­pa­ckun­gen für Gurken ab und Goldmohn

Liebe Leserinnen und Leser, 

Timing ist alles – diese moderne Weisheit passt in vielen Lebensbereichen. Besonders häufig hört man sie aber im geschäftlichen Kontext. Ein Konzern, der in jüngerer Vergangenheit kein glückliches Händchen für den richtigen Zeitpunkt hat, ist RWE. Ausgerechnet zum gestrigen Internationalen Tag des Waldes gab es aus der Firmenzentrale mal wieder eine Aussage zum Hambacher Forst: Dessen Erhalt wird, glaubt man dem Energieunternehmen, richtig teuer. Konkret lautet die maximal unkonkrete Prognose von RWE-Vorstand Lars Kulik wie folgt: „Ich geh‘ mal davon aus, dass wir in die Milliarden reinkommen.“ 

Als Begründung nannte Kulik der Aachener Zeitung zufolge aufwendige Neuplanungen. Das ist wiederum äußert schwammig – aber wie in dieser Woche schon einmal erwähnt: Beim Thema Geld bekommt man die Leute. Das weiß wohl auch Kulik. Und schob noch diesen Satz nach: „Am Ende kommt die Frage, was kostet das denn mehr, und dann muss man die Entscheidung fällen: Ist es denn überhaupt richtig, den Hambacher Forst stehen zu lassen?“ 

Für dieses Wochenende sind im Übrigen einmal mehr Proteste gegen RWE in der Region geplant – es geht um die geplante Umsiedelung von Dörfern am Tagebau Garzweiler. 

Damit geben wir uns selbst das Stichwort zum rechtzeitigen Schlussmachen. Natürlich nur für diese Woche. Montag sind wir zurück. Bis dahin!

Das Team vom Navigator

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Aus für Palmöl im Tank – aber nur langsam

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Einst wurde Palmöl als Diesel-Beimischung eingeführt, um den Sprit klimafreundlicher zu machen. Tatsächlich bewirkt der Zusatz des vermeintlichen „Bio-Kraftstoffs“ das Gegenteil. Laut einer Studie des europäischen Dachverbands „Transport & Environment“ ist Palmöl dreimal so klimaschädlich wie normaler Diesel. Produziert wird es vor allem in Indonesien, Malaysia und Kolumbien. Die EU-Kommission hat nun die Konsequenzen gezogen und entschieden, dass der Einsatz von Palmöl auf dem aktuellen Niveau eingefroren und von 2023 bis 2030 schrittweise wieder auf null heruntergefahren werden muss (hier zum Beschluss). Der Schritt war überfällig, allerdings gibt es noch ein Schlupfloch: So wird Palmöl von Plantagen, die kleiner als fünf Hektar sind oder auf bisher „ungenutztem Gelände“ angelegt wurden, weiterhin zugelassen. Kritiker befürchten, dass Großunternehmen damit die Einfuhrbeschränkung durch Umdeklarierung ihrer Ware unterlaufen könnten. Hintergründe dazu gibt es bei klimareporter°.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Aldi schafft Plastikfolien für Salatgurken ab

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Die Gurke besteht zu 96 Prozent aus Wasser – Stöße oder Hitze können ihr schnell etwas anhaben. Zum Glück hat sie eine Haut, die sie davor schützt. Beziehungsweise: gleich zwei. Denn Super­märkte und Discounter spendieren der Gurke für gewöhnlich eine zweite Haut. Eine aus Plastik. Bei Aldi soll damit nun Schluss sein: Der Konzern will ab April auf die Plastikfolien verzichten. Der Konzern hofft, so etwa 120 Tonnen Kunststoff im Jahr einzusparen. Obwohl Umweltschützer vehement für die Ab­schaffung der Plastikmäntel kämpfen, wollen einige Konzerne noch immer nicht darauf verzichten. Vielen Verbrauchern erscheint es absurd, einem Lebensmittel, das durch seine natürliche Haut be­reits geschützt wird, eine zweite zu verpassen. Verpackungsexperten verteidigen den Gurken­schlauch jedoch vehement: Im Schnitt halte eine verpackte Gurke demnach drei Tage länger als eine unverpackte. Eine Lösung für das Problem lautet: Regionalität. Mehr zum Thema bei der SZ.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Mobilität: Flixbus kooperiert künftig mit Uber

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Die Fernbusplattform Flixbus und der Ridesharing-Dienst Uber wollen in Deutschland koope­rie­ren. Ziel sei es, die sogenannte erste und letzte Meile von oder zur Fernbus-Haltestelle anzubinden. Der Service werde ab sofort in den Städten Berlin, München, Frankfurt und Düsseldorf angeboten, teilte Flixbus mit. Eine solche Zusammenarbeit gibt es bereits seit 2018 in Frankreich. Auch Flixtrain-Rei­sen­de können in Berlin, Frankfurt und Düsseldorf direkt mit Uber bis vor die eigene Haustür fahren oder sich von dort abholen und zum Bahnhof bringen lassen. Die Zusammenarbeit ist auch eine Antwort auf neue Konkurrenz: Vor wenigen Wochen hatte die größte europäische Mitfahrzen­trale Blablacar bekannt gegeben, ins Fernbusgeschäft einzusteigen. Die Meldung hat das Handelsblatt.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Waldbauern fürchten Borkenkäferplage – und bitten um Hilfe

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Sie sind klein, aber sehr schädlich: Borkenkäfer brauchen nur wenige Wochen, um eine Jahrzehnte alte Fichte zu töten. Schon 2018 vernichteten die Insekten Millionen Kubikmeter Holz. Nach dem trockenen und heißen Sommer drohen auch in diesem Jahr wieder enorme Schäden. Denn ohne ausreichend Regen können Fichten kein Harz produzieren – das natürliche Insektizid der Bäume. Die Konsequenz: Abermilliarden Borkenkäfer in deutschen Wäldern. Für Waldbauern hat das wirtschaft­liche Folgen. Derzeit fühlen sie sich jedoch von der Politik alleingelassen: „Verschiedene Unter­nehmen, wenn sie kurz davor sind, pleite zu gehen, kriegen jede Menge Geld bereitgestellt. Und die Forstwirtschaft, die extrem viel für die Allgemeinheit tut, und zwar für lau, wird im Augenblick nicht ernst genommen“, kritisiert Waldbesitzer Maximilian Graf von Nesselrode im Deutschlandfunk.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Warum Greta Thunberg „Atomlobbyismus“ vorgeworfen wird

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Am Wochenende hatte die 16 Jahre alte Klimaaktivistin aus Schweden in einem Facebook-Beitrag gefordert, die Debatte um die Atomkraft endlich zu beenden. Andere Themen seien viel dringlicher. Die Schülerin begründete dies mit Verweis auf den Weltklimarat IPCC, wonach Kernenergie dabei helfen könne, eine kohlenstofffreie Energielösung zu erarbeiten. Dies betreffe insbesondere Länder und Regionen, die keinen oder nur erschwerten Zugang zu erneuerbaren Energien hätten. Obwohl Thunberg in ihrem Post auch schrieb, dass sie persönlich Atomenergie für „viel zu gefährlich, zu teuer sowie zu zeitaufwendig“ halte, sorgten ihre Aussagen für Aufruhr. Unter anderem wurde ihr „Atom­lobbyismus“ vorgehalten. Aufgrund der zahlreichen Reaktionen überarbeitete die Klimaschützerin ihren Text noch einmal – und wirft nun ihrerseits ihren Kritikern „Rosinenpickerei“ vor. Die ganze Geschich­te hat die FAZ.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit

Fotos am Freitag: Eine Blütenpracht, die bis ins All strahlt

Erinnern Sie sich noch an unsere Meldung vom Montag zum „Flowergeddon“ in Borrego Springs? Zum Wochenabschluss zeigen wir Ihnen Bilder einer Blütenpracht ganz in der Nähe: im Walker Canyon, ebenfalls in Südkalifornien gelegen, blüht gerade der Goldmohn.

Die orangefarbenen Blüten verwandeln die sonst karge Landschaft – und sind sogar bis ins All zu sehen. Spiegel Online zeigt die Aufnahmen der – im wahrsten Sinne des Wortes – Flower Power.

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Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 2.19 Tierrechte

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