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Das weltweite Leiden, Töten und Sterben muss ein Ende haben. Wie Frieden statt Krieg möglich ist und was wir Menschen dafür tun können.

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Montag, 17. Dezember 2018

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Der Navigator steuert Sie täglich durch die relevantesten Meldungen und besten Geschichten zum Thema Umwelt.

Kli­ma­gip­fel endet mit Regelbuch für Paris-Abkommen, deutsche Brennstäbe für Brasilien und ver­meint­li­ches Bio-Spielzeug

Liebe Leserinnen und Leser,

seit 1977 kürt die Gesellschaft für deutsche Sprache regelmäßig das „Wort des Jahres“. In diesen vier Jahrzehnten kam es noch nicht häufig vor, dass es ein Begriff mit explizitem Umweltbezug ganz nach vorne schaffte. Da war 1984 das „Umweltauto“ (gemeint sind Fahrzeuge, die einen besonders niedrigeren Verbrauch haben), und 2007 dann die „Klimakatastrophe“. Nun ist die Liste um einen Terminus reicher: Denn „Heißzeit“ ist das „Wort des Jahres“ 2018. Das ist insofern bemerkenswert, als dass die Gewinnerbegriffe „das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben eines Jahres sprachlich in besonderer Weise bestimmt haben“ müssen. Dass „Heißzeit“ gewonnen hat, bedeutet also nicht nur, dass wir alle ordentlich geschwitzt haben in diesem Sommer – sondern auch, dass wir uns über das Thema Erderwärmung unterhalten haben. Und sei es unbewusst. Das macht Hoffnung, dass das, was am Wochenende auf dem Weltklimagipfel beschlossen wurde, die gebührende gesellschaftliche Aufmerksamkeit bekommt.

Wir haben im Montags-Navigator jede Menge Lesetipps zu den Beschlüssen von Kattowitz. Außerdem geht es um das deutsche Atomprogramm mit Brasilien, den bisher größten Fund illegalen Elfenbeins in der Geschichte Kambodschas und den (vermeintlichen) Bio-Boom beim Spielzeug.

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Weltklimagipfel beschließt Regelbuch zur Umsetzung des Pariser Abkommens

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Künftig regeln die 133 Seiten von Kattowitz, wie der Klimaschutz weltweit aussehen soll. Schöne Ziele reichen nicht mehr – von 2024 an muss jeder Staat genau darlegen, was er machen will. Das wiederum muss er den anderen Nationen berichten, und zwar gemäß einem detaillierten Regelwerk. Das soll sicherstellen, dass eine Tonne Treibhausgas in Peru genauso gemessen wird wie in Pakistan oder Polen. Eine Kommission kann zudem einschreiten, wenn Staaten nicht liefern, was sie versprechen. Die Regeln gelten grundsätzlich für alle. Auch große Schwellenländer wie China müssen von nun an ihre Zahlen offenbaren – lediglich Entwicklungsländer können Ausnahmen für sich geltend machen. Alle fünf Jahre machen die Staaten zudem eine Bestandsaufnahme: Hier müssen sie Soll und Haben offenlegen. Der Druck der Staatengemeinschaft, so die Idee, soll die Säumigen dazu bringen, sich mehr anzustrengen. UN-Generalsekretär Guterres sprach dem Deutschlandfunk zufolge von einem soliden Ergebnis. Nötig sei aber weiterhin mehr Ehrgeiz beim Klimaschutz. Umweltverbände zeigten sich dagegen enttäuscht und bezeichneten die Beschlüsse als unzureichend. Eine Analyse der Ergebnisse bietet die SZ, einen Überblick über sämtliche Beschlüsse hat ZDF-heute und einen Kommentar zum Kattowitz-Regelbuch finden Sie bei der Tagesschau.

Bericht, 4 Minuten Lesezeit
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Deutschland wird Brasilien auch unter Bolsonaro mit Brennstäben beliefern

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Deutschland steigt zwar aus der Atomkraft aus – beliefert aber weiterhin andere Länder mit angereichertem Uran. Jetzt hat die Bundesregierung verkündet, dass sie ihr Atomprogramm mit Brasilien auch unter dem rechten Präsidenten Jair Bolsonaro fortsetzen will. „Weder aus außenpolitischer, noch aus energiepolitischer Sicht besteht eine Notwendigkeit, das Abkommen zu kündigen oder zu novellieren“, heißt es in einer Antwort von Wirtschafts-Staatssekretär Ulrich Nußbaum an die Grünen-Fraktion – n-tv berichtet. Seit 2011 wurden demnach trotz des deutschen Atomausstiegs-Beschlusses mehr als 173 Tonnen angereichertes Uranhexafluorid und Brennstäbe mit insgesamt zehn Tonnen Uran nach Brasilien geliefert. „Daheim aussteigen, aber eine Atomkraft-freundliche Außenpolitik betreiben – selbst bei einem rechtsextremen, rassistischen Präsidenten“, kritisiert die Vorsitzende des Umweltausschusses im Bundestag, Sylvia Kotting-Uhl. Die Regierung mache sich damit unglaubwürdig und schade der globalen Energiewende, so die Grünen-Politikerin.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Kambodscha beschlagnahmt historischen Elfenbeinfund

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In Kambodscha haben Behörden den bisher größten Fund illegalen Elfenbeins in der Geschichte des Landes vermeldet. 1.026 Elefantenstoßzähne mit einem Gewicht von mehr als 3,2 Tonnen seien im Hafen der Hauptstadt Phnom Penh beschlagnahmt worden, sagte der Leiter der Zollbehörde. Demnach wurden die Stoßzähne in einem verlassenen Container gefunden. Der bislang unbekannte Eigentümer hatte die Ladung nicht abgeholt. Das Elfenbein soll aus Mosambik stammen. Hohe Nachfrage aus China und Vietnam hat das Wachstum des illegalen Handels mit Tierprodukten in Kambodscha in den vergangenen Jahren befeuert. Laxe Strafverfolgung und Korruption machen das Land für Schmuggler attraktiv. Jedes Jahr werden etwa 44.000 Elefanten getötet – der Handel mit Stoßzähnen ist ein Multimilliardengeschäft. Die Meldung und weitere Hintergründe gibt es bei Spiegel Online.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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„Heißzeit“ ist Wort des Jahres

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Das Wort des Jahres soll widerspiegeln, welche Begriffe das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben sprachlich in besonderer Weise bestimmt haben. Für 2018 hat die Gesellschaft für deutsche Sprache die „Heißzeit“ zum Wort des Jahres gekürt. Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass der Begriff nicht nur den extremen Sommer beschreibe, sondern sich auch auf den Klimawandel beziehe. Die Meldung zum Thema hat Zeit Online – eine humorige Auseinandersetzung mit dem Gewinnerwort gibt es bei der FAZ. Ein kleiner Anreißer: „Im englischsprachigen Original, einer PNAS-Veröffentlichung der Potsdamer Truppe um den Klimapapst Hans Joachim Schellnhuber, heißt die Heißzeit übrigens nicht etwa ‚Hot Times‘ oder ‚Hot Period‘, gewissermaßen als geophysikalisches Superlativ zur Warmzeit oder Zwischenwarmzeit, in der wir zur Zeit leben, vielmehr ist von der ‚Hothouse Earth‘ die Rede – vom Supertreibhaus Erde. Supertreibhaus hätte sicher nicht viele Chancen im Sprachwettbewerb gehabt. Plumpe Wortbildungen haben es traditionell schwerer.“

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Wie Spielzeughersteller vom Bio-Boom profitieren wollen

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Die Spielwarenindustrie entdeckt zunehmend das Thema Nachhaltigkeit für sich, wie Focus Online/dpa berichtet. Das äußert sich sowohl in den Materialien, die die Produzenten zur Herstellung nutzen, als auch in den Spielewelten, die sie entwerfen. So hat Playmobil inzwischen einen Bio-Supermarkt im Angebot – und der dänische Lego-Konzern will künftig verstärkt auf Verpackungen und Bauelemente aus pflanzlichen Kunststoffen setzen. Was aus Marketinggründen Sinn machen mag, stößt bei Umweltverbänden allerdings auf harsche Kritik. Lego setzt bei den neuen Bausteinen eigenen Angaben zufolge auf sogenanntes pflanzliches Polyethylen, das aus Zuckerrohr gewonnen wird. Umweltexperten kritisieren, dass für den Anbau große Flächen nötig seien, auf denen besser Nahrungsmittel angebaut werden könnten. Außerdem sei ein Kunststoff, nur weil er aus einer organisch nachwachsenden Rohstoffquelle gewonnen werde, nicht automatisch biologisch abbaubar.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit

Menschen am Montag: Ryan Zinke, Trumps in Ungnade gefallener Anti-Umweltminister

Als der US-Präsident den Republikaner aus Montana im März 2017 zum Innenminister machte, war Zinkes Arbeitsauftrag klar: Er sollte Trumps Anti-Umweltpolitik vorantreiben, Regularien zum Schutz von Natur und Umwelt zurückfahren oder ganz kippen. Doch Zinke machte bald mit anderen Dingen Schlagzeilen – zuletzt liefen gleich mehrere Untersuchungen wegen potenziell unethischen Verhaltens im Amt gegen ihn. Es ging um geschäftliche Deals, Reisen und politische Entscheidungen.

 

Jetzt hat Trump verkündet, dass Zinke zum Ende des Jahres seinen Posten aufgibt – wohl auf Druck des Weißen Hauses. Die New York Times blickt zurück auf die Eskapaden eines Mannes, der von sich gerne behauptete, Geologe zu sein, und als Innenminister vor allem fossile Brennstoffe förderte. Zinkes Nachfolger haben wir Ihnen an dieser Stelle im Übrigen schon vorgestellt: Ex-Öl-Lobbyist David Bernhardt.

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Reports / Meinungen / Interviews

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14.Dez 2018

Ab­schieds­tour, Teil I

Abschiedstour, Teil I // Unsere Leseempfehlungen zum Wochenende

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen sehr persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal schaut sie ohne Zorn zurück. 

COP24
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11.Dez 2018

Kein Kli­ma­vor­rei­ter in Sicht

Kein Klimavorreiter in Sicht

Die erste Woche der Klimakonferenz verlief schleppend, vor allem der einstige Vorreiter Deutschland enttäuschte die Staatengemeinschaft. Jetzt läuft in Katowice die entscheidende Phase. Und ausgerechnet zwei deutsche Wissenschaftler rechnen vor, wie die Klimaziele ökonomisch verträglich zu erreichen wären.

Klimawandel
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13.Dez 2018

Neun Milliarden Dollar Wald­brand­schä­den – und die USA mauern beim Kli­ma­schutz

Neun Milliarden Dollar Waldbrandschäden – und die USA mauern beim Klimaschutz

2018 war das Jahr der extremen Waldbrände. Erst Griechenland, kurz darauf Schweden und zuletzt Kalifornien – dort haben die tödlichen Feuer mindestens neun Milliarden Dollar Schäden verursacht, melden US-Versicherer. Müssen wir mit immer mehr Waldbränden solcher Ausmaße rechnen?

Bundeswehr-Werbung
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04.Dez 2018

„Krieg ist kein Spiel!“

„Krieg ist kein Spiel!“

Werbung auf Youtube, Instagram und Snapchat, Auftritte auf Spielemessen und in Schulen – die Bundeswehr versucht, ihr Image bei Schülern und Jugendlichen zu pimpen und wirbt immer mehr Minderjährige als Nachwuchs an. „Mach, dass du wegkommst!“, warnt deshalb das Greenpeace Magazin in seiner Werbesatire „Keine Anzeige“ in Anlehnung an den markigen Originalslogan.

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