Reports / Meinungen / Interviews

Sie wollten doch nur spielen

Sie wollten doch nur spielen

JUBILÄUMSRÜCKBLICK: Redakteurin Andrea Hösch weinte mit der Mutter von drei Kindern, die von einer Killermine getötet wurden. Daraufhin entwickelte das Greenpeace Magazin eine sehr erfolgreiche Spendenaktion zur Minenräumung in Bosnien. 

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Das Green­peace Magazin hat
Ge­burts­tag!

Jubiläumsspezial der 150 Ausgaben – Macherinnen und Macher erzählen persönliche Geschichten aus 25 Jahren

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Montag, 10. Dezember 2018

Daily Navigator

Der Navigator steuert Sie täglich durch die relevantesten Meldungen und besten Geschichten zum Thema Umwelt.

Bun­des­wei­te Streiks bei der Bahn, SPD-Mi­nis­te­ri­um will Deutsche Um­welt­hil­fe weiter fördern und Jesus-Geckos

Liebe Leserinnen und Leser,

dass der Klimawandel längst Realität ist, müssen wir Ihnen natürlich nicht erzählen. Ein aktuelles Beispiel aus Kalifornien zeigt einmal mehr eindrücklich, wie akut der Handlungsbedarf ist: In dem US-Westküstenstaat ist die Population der Monarchfalter seit den 1980er Jahren um erschreckende 97 Prozent zurückgegangen. Lediglich etwa 30.000 der leuchtend orangefarbenen Schmetterlinge soll es dort noch geben. 

Angesichts solcher Zahlen sollte man meinen, dass die Zeit für Wortklaubereien vorbei ist. Die Verhandlungswirklichkeit in Kattowitz sieht leider anders aus. Beim Klimagipfel plädierten am Wochenende Ölländer und Skeptiker dafür, die wissenschaftlichen Fakten zum Klimawandel lediglich zur Kenntnis zu nehmen – anstatt einen entsprechenden Bericht zu begrüßen. Der Streit eskalierte derart, dass am Ende beschlossen wurde, das Thema auf die nächste Konferenz zu verschieben. Bleibt zu hoffen, dass sich das in Zukunft nicht noch rächt.

Auf unserer eigenen Seite werfen wir den Blick zurück. Es geht um drei Kinder, die in Sarajevo von einer Killermine getötet wurden – und eine sehr erfolgreiche Spendenaktion des Greenpeace Magazins zur Minenräumung in Bosnien. 

Wir wünschen einen guten Start in die neue Woche. Morgen mehr. Bis dahin!

Das Team vom Navigator

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Bahn wird bundesweit bestreikt

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Am Montag wird es in ganz Deutschland zu Zugverspätungen und Zugausfällen kommen – Zeit Online berichtet. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat bundesweite Warnstreiks angekündigt; Reisende und Pendler müssen am Montagmorgen von 5 bis 9 Uhr mit Einschränkungen rechnen. Ein EVG-Sprecher sagte, der Ausstand werde sowohl S-Bahnen, den Regional- und Fernverkehr sowie die Güterbahn betreffen. Die Auswirkungen würden sich weit in den Tag hineinziehen. Auf der Website der Bahn können Fahrgäste einsehen, welche Züge vom Streik betroffen sind. Parallel ist mit dem zweiten Advent der neue Fahrplan der Deutschen Bahn in Kraft getreten – mit zwei Neuerungen: mehr Züge, aber auch mehr Kosten. Im Fernverkehr werden Fahrscheine zum vollen Preis (Flexpreis) im Durchschnitt 1,9 Prozent teurer. Für Streckenzeitkarten sowie die Bahncard 100 sind in Zukunft im Schnitt 2,9 Prozent mehr zu zahlen. Die Preise für die Bahncard 25 und Bahncard 50 verändern sich nicht. Alle Infos dazu bei der Tagesschau.

Bericht, 4 Minuten Lesezeit
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Zwischenbilanz der Klimakonferenz: Hitzige Debatte über Bericht des Klimarats

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Die 24. UN-Klimakonferenz im polnischen Kattowitz steht vor einer zähen und entscheidenden Woche. Zur Halbzeit galt es am Wochenende bereits als Fortschritt, dass ein Rückschritt verhindert wurde. Ein Vorgeschmack auf die zweite Woche war die Debatte über den Bericht des UN-Klimarats IPCC zu 1,5 Grad. Die Delegierten redeten sich am Samstag fast drei Stunden lang um zwei Wörter die Köpfe heiß: Solle die Konferenz den Bericht nun „begrüßen“ oder doch nur „zur Kenntnis nehmen“ ? Der Report war 2015 von der Konferenz in Auftrag gegeben worden und mahnt etwa, die CO2-Emissionen müssten für das 1,5-Grad-Ziel bis 2030 praktisch halbiert werden. Diese Warnung wollten Saudi-Arabien, die USA, Russland und Kuwait nur „zur Kenntnis nehmen“, die anderen Staaten aber wehrten sich dagegen. Das Ergebnis: keine Einigung; das Thema wurde auf die nächste Konferenz vertagt. Über die schwierigen Verhandlungen – zurückliegende und kommende – informiert die taz.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Umweltministerin Schulze fördert Umwelthilfe weiter

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Die CDU will der Deutschen Umwelthilfe die Geldquelle austrocknen – wir haben darüber berichtet. Doch jetzt schiebt der Koalitionspartner SPD dem Vorhaben einen Riegel vor. „Die CDU kann das fordern, aber nichts in die Wege leiten“, sagte der Sprecher von Umweltministerin Svenja Schulze der FAZ. „Das entscheiden ausschließlich die Finanzbehörden.“ Das Ministerium wolle die Förderung der Deutschen Umwelthilfe nicht streichen: „Wir werden wie immer die Fördermittel projektbezogen anschauen und wie in der Vergangenheit bewilligen.“ Die Deutsche Umwelthilfe hatte gerichtlich Fahrverbote für Dieselfahrzeuge in mehreren Städten erstritten. Sie steht in der Kritik, weil sie sich auch durch umfangreiche Abmahnungen finanziert. Jüngst hatten sich Unterstützer wie Toyota, Daimler und Krombacher zurückgezogen. Grünen-Chefin Annalena Baerbock kritisierte die CDU jetzt scharf. Die „unliebsamen Fahrverbote“ würden von Gerichten verhängt, „weil sich die Regierung – namentlich die Union – weigert, politisch zu handeln“.

Bericht, 1 Minute Lesezeit
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Geckos können übers Wasser gehen – obwohl sie eigentlich zu schwer dafür sind

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Eigentlich wollte Adrian Jusufi nur Urlaub machen. Doch die Neugier des Forschers war geweckt, als er in Singapur zufällig filmte, wie ein Gecko in atemberaubender Geschwindigkeit über das Wasser lief. Zurück in Stuttgart am Max-Planck-Institut zeigte Jusufi seinen Kollegen das Video – und ein neues Forschungsprojekt war geboren. Denn dass Geckos auf dem Wasser laufen können, war bisher nicht bekannt. Laborversuche mit Saumschwanz-Hausgeckos ergaben, wie die Tiere so schnell über das Wasser laufen können: Sie schlagen mit ihren Füßen auf die Wasserober­fläche und treiben ihre Körper durch seitliche Wellenbewegungen voran, heißt es in einer im Fachmagazin Current Biology veröffentlichten Studie. Die Forscher betonen, dass die Fähigkeit bei Tieren in der Größe eines Geckos nicht ohne Weiteres erklärbar ist. Denn Geckos sind eigentlich zu schwer, um allein die Oberflächenspannung des Wassers zu nutzen – und nicht kräftig genug, um sich mit ihren Beinen allein über dem Wasser zu halten. Die ganze Geschichte hat Spiegel Online.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Moderne Fahrradleuchten: Meine ist heller, meine ist greller

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In der Epoche der Felgendynamos kam es vor, dass man im Winter in der Dunkelheit beinahe mit Radlern zusammenstieß – weil sie kein Licht hatten und als finstere Phantome durch die Ge­gend rollten. Der Dynamo raubte Kraft, weil er den Rollwiderstand erhöhte. Lag Schnee, rutschte das Ding ständig durch. Heute haben fast alle Radler Nabendynamos oder Stecklichter mit Akku, und die Hersteller überbieten einander in einer Art Lumen-Wettrüsten. Leider ist die Neigung der Lampen sehr oft zu hoch eingestellt, sodass sich im Winter der Heimweg in kurze Phasen des Blindflugs verwandelt. Die Situation ist absurd: Immer seltener trifft man, zum Glück, auf Radler ohne Beleuch­tung und sieht trotzdem immer häufiger gar nichts. Über das Problem schreibt – mit einem kleinen Augenzwinkern – die SZ.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit

Menschen am Montag: Jochen Flasbarth, Umwelt-Staatssekretär – mit internationalen Ambitionen

Nach Klaus Töpfer und Achim Steiner könnte erneut ein Deutscher Chef des UN-Umweltprogramms UNEP werden. Das Bundeskabinett hat einer Kandidatur des langjährigen Staatssekretärs im Umweltministerium, Jochen Flasbarth, zugestimmt. Flasbarth soll Nachfolger des Norwegers Erik Solheim werden – dieser war wegen einer Reisekosten-Affäre zurückgetreten. 

Über die Neubesetzung des Postens wollen die UN bis Frühjahr 2019 entscheiden. Flasbarth hatte sich bereits 2016 auf die prestigeträchtige Stelle beworben, unterlag damals aber Solheim. Der 56-Jährige gilt als treibende Kraft für einen stärkeren Klima- und Umweltschutz in Deutschland und ist Kopf hinter zahlreichen Vorstößen des Ministeriums – so zum Beispiel Überlegungen zu einer CO2-Abgabe etwa auf Benzin oder Heizöl. Mehr zur Personalie bei n-tv.

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Reports / Meinungen / Interviews

Bundeswehr-Werbung
/
04.Dez 2018

„Krieg ist kein Spiel!“

„Krieg ist kein Spiel!“

Werbung auf Youtube, Instagram und Snapchat, Auftritte auf Spielemessen und in Schulen – die Bundeswehr versucht, ihr Image bei Schülern und Jugendlichen zu pimpen und wirbt immer mehr Minderjährige als Nachwuchs an. „Mach, dass du wegkommst!“, warnt deshalb das Greenpeace Magazin in seiner Werbesatire „Keine Anzeige“ in Anlehnung an den markigen Originalslogan.

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30.Nov 2018

Eine Schippe drauflegen: Kli­ma­gip­fel im Koh­le­re­vier

Eine Schippe drauflegen: Klimagipfel im Kohlerevier // Unsere Leseempfehlungen zum Wochenende

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen sehr persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal muss sie dazu erst mal den Smog rund um den Tagungsort des Klimagipfels durchdringen.

Neue Ausgabe
/
Dezember 2018

Frieden!

Frieden!

Das weltweite Leiden, Töten und Sterben muss ein Ende haben. Wie Frieden statt Krieg möglich ist und was wir Menschen dafür tun können.

Klimagespräche
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30.Nov 2018

Mee­res­for­sche­rin Antje Boetius: „Es ist nie zu spät“

Meeresforscherin Antje Boetius: „Es ist nie zu spät“

Am Montag beginnt die 24. Weltklimakonferenz, die Regeln zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens festzurren soll. Es wird höchste Zeit: Die Treibhausgasemissionen sind so hoch wie nie. Wir sprachen mit Antje Boetius, der Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung, über die Dringlichkeit zu handeln

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Scha­fe­ka­len­der 2019

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Seit Juni auf dem Markt, jetzt endlich überall auf dem Tisch: Die Brassica oleracea convar. capitata var. rubra ist ein Kraut mit Kolorit

Greenpeace Magazin - Saison: À la Saison – Wundersame Weinbeere

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Die Tafeltrauben hängen zu hoch? Egal. Trinken Sie Wein! So wie Jesus. Oder Baudelaire. Oder alle anderen. Wo wir da hinkommen? In die künstlichen Paradiese.

Geht doch!

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sie kaum wahr – die artenreichste
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Appell gegen
Plas­tik­müll

Ein Greenpeace Magazin Kalender rüttelt auf – Plädoyer für einen achtsamen Umgang mit unseren Ressourcen

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