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Greenpeace Magazin Ausgabe 2.06

Teflon-Gefahr

Es gilt als die schlüpfrigste Substanz der Welt: Teflon. Jetzt steht Dupont, der Hersteller der Anti-Haft-Beschichtung, in der Kritik. Teflon, das in Pfannen, aber auch in Pizzakartons und Goretex steckt, soll bei sehr hohen Temperaturen giftige Dämpfe aus fluorierten Verbindungen freisetzen. In den USA haben mindestens 14 Personen den Chemiekonzern verklagt, weil Dupont Erkenntnisse über Gesundheitsrisiken zurückgehalten habe. Die amerikanische Gesundheitsbehörde EPA stuft einzelne Teflon-Ingredienzien wie Perfluoroktansäure (PFOA) als „wahrscheinlich krebserregend“ ein. Dupont weist alle Anschuldigungen zurück, soll nach Medienberichten aber bereits 15 Milliarden Dollar zur Schadensregulierung beiseitegelegt haben. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung rät, Teflonpfannen nicht länger als drei Minuten leer auf einer heißen Platte zu lassen. Dann würden Dämpfe mit Polytetrafluorethylen (PTFE) freigesetzt, die bei Ratten Lungenschäden verursachen können. Bei normalem Gebrauch und solange nichts anbrenne, bestehe dagegen keine Gefahr.
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