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Bericht: Drei Verletzte nach Schüssen auf Boot vor Rhodos

Istanbul/Athen (dpa) - Vor der griechischen Insel Rhodos ist laut Informationen der türkischen Küstenwache ein Privatboot beschossen worden. Die Insassen, zwei Türken sowie ein Syrer, seien verletzt worden, einer von ihnen schwer, hieß es in einer Mitteilung vom Dienstag.

Die türkische Küstenwache habe den Hinweis erhalten, griechische Einsatzkräfte hätten die Schüsse abgefeuert. Als türkische Boote den Ort erreichten, seien jedoch keine griechischen Einsatzkräfte vor Ort gewesen. Der Vorfall soll sich am frühen Dienstagmorgen zugetragen haben. Das beschossene Boot sei gesunken.

Die griechische Küstenwache teilte ihrerseits mit, eine Yacht habe sich in der Nacht zum Dienstag verdächtig und ohne Lichter vor Rhodos bewegt. Trotz eines Aufrufs anzuhalten habe der Kapitän versucht zu entkommen und dabei auch versucht ein Patrouillenboot der griechischen Küstenwache zu rammen. Es seien Schüsse seitens der griechischen Küstenwache abgefeuert worden, um die Yacht zu stoppen. Diese habe aber die türkischen Hoheitsgewässer erreicht. Damit sei die Verfolgung eingestellt worden, teilte die Küstenwache weiter mit.

Zwei griechische Nachrichtenportale berichteten, Schleuser hätten in der Nacht zum Dienstag rund 30 Migranten aus der Türkei zur griechischen Insel Rhodos gebracht. Dabei seien Schüssen zu hören gewesen. Ob die Vorfälle zusammenhängen, war zunächst nicht klar. Ein Polizeibeamter, der namentlich nicht genannt werden wollte, sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Migranten seien festgenommen worden.

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