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Botsuana will Dutzende Lizenzen für Elefanten-Jagd versteigern

Gaborone (dpa) - Für die umstrittene Jagd auf Elefanten will Botsuanas Regierung am kommenden Freitag Dutzende Lizenzen erteilen. «Ja, wir werden eine weitere Jagd-Auktion abhalten», bestätigte Duncan Senyatso, der Direktor der Nationalpark-Behörde, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Für die Lizenz zum Abschuss von insgesamt 83 Dickhäutern können sich nationale und internationale Jäger bewerben - der Erlös soll dem Tierschutz zugute kommen.

Der südafrikanische Binnenstaat hat weltweit einen der größten Elefantenbestände. Als er 2019 sein Elefantenjagdverbot aufhob, löste er damit international Empörung bei Tierschützern aus. Sie blieben diesmal laut Senyatso aus. In Botsuana war 2020 der Abschuss von 287 Dickhäutern genehmigt worden.

Der Chef des nationalen Verbands für Wildtier-Produkte, Isaac Theophilus, wies daraufhin, dass der hohe Bestand Elefanten in Botsuana nicht zur gefährdeten Tierart mache. Die Jagd stelle vielmehr ein Instrument zur Bestandsregulierung dar.

Botsuana hat in Afrika eigentlich einen guten Ruf in Sachen Natur- und Tierschutz. Während die Zahl der Elefanten in vielen Regionen Afrikas zurückgeht, ist sie in dem Binnenstaat laut offiziellen Angaben von etwa 50 000 im Jahr 1991 auf gut 130 000 Tiere gestiegen - das entspricht fast einem Drittel des Elefanten-Bestands Afrikas.

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