Do, 2018-09-20 12:00Seoul (dpa)

Kim wünscht Besuch von Pompeo in Nordkorea und Gipfel mit Trump

Seoul (dpa) - Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un wünscht einen baldigen Besuch von US-Außenminister Mike Pompeo in Pjöngjang und einen neuen Gipfel mit US-Präsident Donald Trump. Das berichtete Südkoreas Präsident Moon Jae In am Donnerstag nach der Rückkehr vom Korea-Gipfel aus Nordkorea vor der Presse in Seoul. Bei ihren dreitägigen Gesprächen habe Kim immer wieder seine Bereitschaft zur atomaren Abrüstung bekräftigt.

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Do, 2018-09-20 12:00Berlin (dpa)

Solarstrom-Erzeuger steuern Rekord an

Berlin (dpa) - Bei der Solarstrom-Produktion in Deutschland bahnt sich ein Rekord an. Bereits Ende September dürfte die Erzeugung das Niveau des gesamten Jahres 2017 erreichen. Dies schätzt der Bundesverband Solarwirtschaft. Man erwarte, dass das Wetter bis zum Monatsende weiter viele sonnige Abschnitte biete, sagte ein Sprecher am Donnerstag in Berlin. In diesem Fall dürften schon nach drei Quartalen etwa 40 Milliarden Kilowattstunden Strom aus der Sonnenenergie stammen.

Die Solarkraft ist neben Windkraft, Biogas, Wasserkraft und Geothermie eine Säule der Energiewende. Verbandschef Carsten Körnig erklärte mit Blick auf die absehbare Rekord-Strommenge, es habe zuletzt eine «spürbar anziehende Photovoltaik-Nachfrage» gegeben.

Weil es in früheren Jahren - angetrieben auch durch staatliche Förderung - zu einem überhitzten Boom gekommen war, legte die Politik gedeckelte Ausbauziele sowie die Ausschreibung möglichst günstiger neuer Projekte in Auktionen fest. Körnig mahnte trotz der guten Produktionswerte daher: «Nach Erfolgen bei der Kostensenkung ist jetzt der Zeitpunkt für eine politische Neubewertung und eine deutliche Beschleunigung des Solartechnik-Ausbaus gekommen.»

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft rechnete zuletzt damit, dass Solarstrom für die Verbraucher billiger werden könnte. Ein Grund dafür sei das Auslaufen der EU-Schutzzölle auf chinesische Photovoltaik-Anlagen.

Die europäische Solarbranche hatte sich lange gegen günstige, importierte Technik aus China gewehrt. Mittlerweile sanken aber auch für heimische Hersteller die Produktionskosten. Viele Firmen können allerdings nicht mehr gewinnbringend wirtschaften. Deutschlands einst größter Solarzellen-Hersteller Solarworld stellte die Produktion ein.

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Do, 2018-09-20 11:49Prag (dpa)

Tschechische Senatoren fordern Aufnahme von Kriegswaisen

Prag (dpa) - Knapp drei Dutzend tschechische Senatoren haben die Regierung aufgefordert, 50 syrische Kriegswaisen aufzunehmen und damit ein Zeichen der Menschlichkeit zu setzen. «Diese Kinder sind keine normalen Migranten - sie sind ohne eigenes Verschulden in diese tragische Lage geraten», heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Schreiben an Regierungschef Andrej Babis. Zahlreiche tschechische Familien hätten sich bereiterklärt, Kinder aus griechischen Flüchtlingslagern bei sich aufzunehmen.

Zu den Unterzeichnern zählen unter anderem der Sozialdemokrat Jiri Dienstbier, der Sohn des 2011 verstorbenen früheren Außenministers gleichen Namens, Ex-Innenminister Frantisek Bublan und der ehemalige Rektor der Prager Karls-Universität, Vaclav Hampl. Der Senat ist die obere Kammer des tschechischen Parlaments.

Zuvor hatte Ministerpräsident Babis von der populistischen Partei ANO erklärt, keinen einzigen Flüchtling aufnehmen zu wollen. «Wir haben auch bei uns Waisenkinder, die wir auf ihr Leben vorbereiten müssen», hatte er in einem Interview zu der Initiative einer konservativen Oppositionspolitikerin gesagt.

Ein Sprecher von Präsident Milos Zeman hatte der Opposition vorgeworfen, unschuldige Waisenkinder «zum Rammbock» zu machen. Die europäische Flüchtlingspolitik dürfte auch ein Thema beim aktuellen Besuch des Staatsoberhaupts in Deutschland sein. Am Freitag wird der 73-Jährige in Berlin von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfangen.

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Do, 2018-09-20 11:41Meppen (dpa)

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Moorbrandes

Meppen (dpa) - Wegen des Moorbrandes auf einem Übungsgelände der Bundeswehr beim niedersächsischen Meppen hat die Staatsanwaltschaft Osnabrück ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannt eingeleitet. «Da kommen Branddelikte in Betracht, insbesondere die Brandstiftung und möglicherweise auch Umweltdelikte, wenn besonders geschützte Gebiete wie Naturschutzgebiete betroffen sind», sagte Sprecher Alexander Retemeyer am Donnerstag.

Seine Behörde werde Kontakt zur Bundeswehr aufnehmen, um sich einen Überblick über die Hintergründe des Feuers zu verschaffen. Retemeyer zufolge hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgrund der Medienberichterstattung eingeleitet. «Es sollen auch Strafanzeigen unterwegs sein, die haben wir noch nicht gesehen», sagte der Sprecher. Da die Staatsanwaltschaft nicht gegen Firmen oder Institutionen ermitteln könne, richte sich das Verfahren zunächst gegen unbekannt. Über die Ermittlungen hatte zuvor der NDR berichtet.

Der Brand wurde durch Raketentests Anfang September ausgelöst und hat sich inzwischen auf eine Fläche von mehr als 1000 Fußballfeldern ausgedehnt. Einer Bundeswehrsprecherin zufolge ist die Lage inzwischen unter Kontrolle. Am Donnerstagvormittag waren mehr als 1000 Einsatzkräfte vor Ort, um den Brand zu löschen.

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Do, 2018-09-20 11:26Hamburg (dpa)

Immer weniger Privatpleiten - Niedrigster Stand seit 2004

Hamburg (dpa) - Private Insolvenzen werden in Deutschland immer seltener. Im ersten Halbjahr mussten nach Angaben der Wirtschaftsauskunftei Crifbürgel 42 846 Verbraucher den Gang zum Insolvenzgericht antreten. Das waren 5,1 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres und so wenige wie zuletzt im Jahr 2004, teilte Crifbürgel am Donnerstag in Hamburg mit. Für 2019 sei mit weiter sinkenden Zahlen zu rechnen, sagte Geschäftsführer Christian Bock.

Demnach gingen die Fallzahlen im Vergleich zu 2010 um mehr als 38 Prozent zurück. Damals hatten die Privatpleiten einen Rekordstand erreicht. «Die Privatpersonen in Deutschland profitieren weiterhin von der guten Beschäftigungs- und Einkommensentwicklung», sagte Bock.

Überschuldete Verbraucher stehen vor allem bei Banken, Versandhändlern, Versicherungen, Behörden, Vermietern, Energieversorgern und Telefongesellschaften in der Kreide - durchschnittlich mit rund 31 000 Euro. Wichtigster Auslöser für eine Überschuldung mit anschließender Insolvenz ist Arbeitslosigkeit und die damit verbundene Einkommensverschlechterung.

Das lässt sich laut der Wirtschaftsauskunftei auch am Nord-Süd-Gefälle der Privatinsolvenzen ablesen. Die meisten Insolvenzen gibt es demnach mit 78 je 100 000 Einwohner in Bremen, die wenigsten in Bayern und Baden-Württemberg mit jeweils 38 Insolvenzen je 100 000 Einwohner. Bremen hat mit 9,8 Prozent im August die höchste Arbeitslosenquote, in Bayern und Baden-Württemberg ist sie am niedrigsten.

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Do, 2018-09-20 11:26Pjöngjang/Washington (dpa)

USA fordern atomare Abrüstung Nordkoreas bis 2021

Die USA setzen Nordkorea eine Frist zur atomaren Abrüstung: Januar 2021. Nach dem Korea-Gipfel sind Gespräche in New York und Wien geplant. Kommt es zu einem neuen Treffen zwischen Kim und Trump?

Pjöngjang/Washington (dpa) - Die neuen Abrüstungsangebote Nordkoreas auf dem Korea-Gipfel bringen auch den Dialog des Landes mit den USA wieder in Gang. US-Außenminister Mike Pompeo lud seinen Kollegen Ri Yong Ho aus Nordkorea zu einem Treffen nächste Woche am Rande der UN-Vollversammlung in New York ein. Auch sind weitere Gespräche hoher Beamter in Wien geplant. Pompeo setzte eine Frist: Den USA gehe es um eine rasche atomare Abrüstung, die bis Januar 2021 abgeschlossen sein solle, so wie es Machthaber Kim Jong Un selbst zugesagt habe. Dann läuft die Amtszeit von US-Präsident Donald Trump ab.

Nach einem gemeinsamen Besuch auf dem als heilig verehrten Vulkan Paektu beendeten Kim und Südkoreas Präsident am Donnerstag ihren dritten Gipfel in diesem Jahr. Moon Jae In flog nach Seoul zurück. Vorher hatte ihm Kim zwei Tonnen Pilze als Geschenk an den Süden geschickt. Bei der Ladung handle es sich um Matsutake oder Kiefernpilz, der dem europäischen Krokodilritterling ähnlich ist. Die Pilze sollen zum Erntedankfest Chusok in den nächsten Tagen an Mitglieder von Familien verteilt werden, die durch den Korea-Krieg (1950-53) auseinandergerissen wurden.  

Der Besuch auf dem höchsten Berg der koreanischen Halbinsel mit dem Kratersee war ungewöhnlich und überraschend von Kim vorgeschlagen worden. Der Vulkan hat für die Koreaner große mythische Bedeutung. Er gilt als Geburtsplatz von Tangun - der Legende nach der Gründer des ersten koreanischen Königreiches vor mehr als 4000 Jahren.

Der südkoreanische Präsident und seine Gattin füllten sogar eine Plastikflasche mit Wasser des Sees, um es mit nach Hause zu nehmen. Nur wenige Südkoreaner haben den 2700 Meter hohen Vulkan an der chinesischen Grenze bisher von der nordkoreanischen Seite besucht - meist für wissenschaftliche Zwecke. Im stalinistisch geprägten Nordkorea gilt der Berg auch als Symbol der Herrscherfamilie.

Am Vortag hatte Kim in der Gipfel-Erklärung angeboten, seine wichtigste Atomanlage Yongbyon abzubauen, wenn die USA Entgegenkommen zeigten. Auch will der Machthaber seine große Testanlage für Raketenantriebe in Sohae an der Westküste und die dortige Startrampe unter Aufsicht von «Experten betreffender Länder» weiter abbauen. Kim Jong Un bekräftigte seine grundsätzliche Bereitschaft zur Abrüstung, ließ aber weiter offen, wann und wie sein Atomwaffen- und Raketenarsenal konkret abgebaut werden kann.

In Washington beschrieb Außenminister Pompeo den Gipfel als «erfolgreich». Die USA seien bereit, auf Basis dieser «wichtigen» Zusagen sofort wieder Verhandlungen mit Nordkorea aufzunehmen. Neben dem Außenministertreffen in New York wurden Vertreter Nordkoreas zu Gesprächen mit dem Sonderbeauftragten Stephen Biegun nach Wien eingeladen. Moon wird US-Präsident Donald Trump am Montag am Rande des UN-Treffens in New York persönlich über die Ergebnisse seines dritten Gipfels in diesem Jahr mit Kim unterrichten.

Als Entgegenkommen der USA fordert Nordkorea nach südkoreanischen Angaben eine gemeinsame Erklärung über das formelle Ende des Korea-Kriegs (1950-53) und andere Zugeständnisse. Wenn Nordkorea von «korrespondierenden Maßnahmen» spreche, beziehe sich das wohl auch auf eine solche Erklärung, sagte Südkoreas Atomunterhändler Lee Do Hoon. «Es gibt Dinge, die Nordkorea erwartet.» Nordkorea fordert auch ein Ende der internationalen Sanktionen.

Die koreanische Halbinsel ist völkerrechtlich noch im Kriegszustand, weil zwischen den einstigen Gegnern nur ein Waffenstillstand vereinbart wurde - kein Friedensvertrag. Die USA hatten damals die UN-Truppen an der Seite Südkoreas angeführt. Schon bei ihrem ersten Gipfel im April hatten sich Kim und Moon darauf geeinigt, mit den USA oder zu viert mit China, das an Nordkoreas Seite gekämpft hatte, eine Erklärung zum Kriegsende anzustreben.

Südkoreas Atomunterhändler äußerte sich zuversichtlich, dass es - wie von Kim vorgeschlagen - jetzt zu einem zweiten Gipfel zwischen Trump und Nordkoreas Machthaber kommt. Beide waren im Juni in Singapur zu einem historischen Gipfel zusammengetroffen. Experten hielten es für sehr wahrscheinlich, dass es noch vor den Kongresswahlen in den USA im November ein neues Treffen geben werde. Trump könne damit dem «negativen Nachrichtenzyklus entkommen», sagte Woo Jung Yeop, Direktor für strategische Studien am Sejong Institut.

Ein «großes Tauschgeschäft mit Kim» könne ihm viel Unterstützung bei den Wählern bringen, sagte auch Harry Kazianis von der US-Denkfabrik Center of National Interest, der «zu hundert Prozent» mit einem zweiten Gipfel rechnet. Die Experten gingen auch davon aus, dass Südkoreas Präsident von seiner Begegnung mit Kim weitere konkrete Ergebnisse zu seinen Gesprächen am Montag mit Trump mitnehmen werde, die noch nicht veröffentlicht worden seien.

Die Experten gehen aber davon aus, dass die atomare Abrüstung Nordkoreas keineswegs bis 2021 erreicht werden könne, sondern ein «jahrzehntelanger» Prozess werde. «Selbst wenn wir eine Vereinbarung haben, wird es schwierig sein, diese umzusetzen», sagte Experte Woo.

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Do, 2018-09-20 11:21Wolfsburg (dpa)

Erste Freigaben für neues Abgas-Prüfverfahren bei Volkswagen

Wolfsburg (dpa) - Volkswagen ist drei Wochen nach der Einführung des neuen Abgas-Prüfverfahrens WLTP bei den Freigaben für seine Modelle einen wichtigen Schritt weiter. Inzwischen könnten für alle 14 Baureihen der Marke VW-Pkw bestimmte Motor-Getriebe-Varianten bestellt werden, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Darunter seien auch der Golf und der kleine Stadtgeländewagen Tiguan.

Im Online-Konfigurator würden die Freigaben für diese Modelle erst mit der Umstellung auf das neue Modelljahr 2019 sichtbar, hieß es in Wolfsburg. Für die Baureihen Up, Polo, Passat, Arteon und Touareg sei dies dagegen schon geschehen. Zuvor hatte das Portal «Kfz-Betrieb» darüber berichtet.

Gegen Jahresende sollten dann die Freigaben für alle Varianten vorliegen, sagte ein VW-Sprecher. Allerdings könne unabhängig von den vorliegenden Freigaben weiterhin die überwiegende Mehrzahl der Modellvarianten bestellt werden. Stichtag für die Zertifizierung nach dem Abgas-Prüfzyklus WLTP war der 1. September.

WLTP steht für «Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure». Der neue europaweite Standard ist ein Messverfahren, das für realistischere Werte bei den Schadstoff-Emissionen sowie beim Verbrauch sorgen soll. Die Untersuchungen sind gründlicher als im bisherigen Verfahren NEFZ. Vor allem die Kernmarke von VW hadert mit dem Prüfverfahren, weil Hunderte Getriebe-Motor-Kombinationen neu zugelassen werden müssen.

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Do, 2018-09-20 11:17Pjöngjang (dpa)

Südkoreas Präsident reist nach Korea-Gipfel zurück

Pjöngjang (dpa) - Nach einem gemeinsamen Ausflug zum höchsten Berg auf der koreanischen Halbinsel haben Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und Südkoreas Präsident Moon Jae In ihr drittes Gipfeltreffen beendet. Moon sei nach dem Besuch des von den Koreanern als heilig verehrten Bergs Paektu an der Grenze zu China wieder auf dem Rückflug nach Seoul, sagte ein Sprecher des Präsidenten am Donnerstag. Der Gipfel hatte am Dienstag in Pjöngjang begonnen. 

Kim hatte vor dem Rückflug Moons zwei Tonnen Pilze als Geschenk an das Nachbarland geschickt. Bei der Ladung handle es sich um Matsutake oder Kiefernpilz, der dem europäischen Krokodilritterling ähnlich ist. Die Pilze sollen vor dem Erntedankfest Chusok in den nächsten Tagen an Mitglieder von Familien verteilt werden, die durch den Korea-Krieg (1950-53) auseinandergerissen wurden.  

Beim dreitägigen Treffen in Pjöngjang hatte Kim neue Abrüstungsangebote im Streit um das Atomwaffenprogramm des Landes gemacht. In der gemeinsamen Gipfel-Erklärung bot er an, die  wichtige Atomanlage Yongbyon abzubauen, wenn die USA Entgegenkommen zeigen. Auch will Kim eine Raketenstartanlage an der Westküste unter Aufsicht von ausländischer Experten komplett demontieren. 

Kim bekräftigte seine grundsätzliche Bereitschaft zur Abrüstung, ließ aber weiter offen, wann und wie sein Atomwaffen- und Raketenarsenal konkret abgebaut werden kann. Am Montag will Moon US-Präsident Donald Trump in New York persönlich über die Gipfel-Ergebnisse unterrichten. 

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Do, 2018-09-20 11:00Sydney (dpa)

Gespickte Erdbeeren - Supermarkt verkauft keine Nähnadeln mehr

Sydney (dpa) - Nach mehr als 100 Berichten von Nadeln in Obst hat ein australischer Supermarkt Konsequenzen gezogen. «Wir haben die Vorsichtsmaßnahme getroffen, Nähnadeln vorübergehend aus unseren Läden zu entfernen», teilte ein Sprecher von Woolworth am Donnerstag mit. «Die Sicherheit unserer Kunden ist unsere höchste Priorität.»

Die Nadeln waren in der vergangenen Woche zum ersten Mal in Erdbeeren des Supermarktes im ganzen Land gefunden worden. Die Erdbeeren stammten von einem Hof in Queensland. Seitdem wurden Nadeln in Erdbeeren, Bananen und Äpfeln gefunden. Behörden befürchteten, die Berichte hätten auch Nachahmungstäter inspiriert. Mindestens ein Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht, nachdem er eine Erdbeere mit Nadel darin gegessen hatte. Die Regierung empfahl, Obst vor dem Verzehr klein zu schneiden.

Am Mittwoch hatte der australische Premierminister Scott Morrison angekündigt, die Strafen für die Manipulation von Lebensmitteln deutlich zu erhöhen, wie der Sender ABC berichtete. Demnach wurde die Höchststrafe für sogenannte «Essens-Terroristen» von 10 auf 15 Jahre angehoben. Zahlreiche Regierungen der Bundesstaaten hatten Belohnungen von 100 000 australischen Dollar (umgerechnet mehr als 62 000 Euro) für Informationen zur Ergreifung der Täter ausgesetzt.

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Do, 2018-09-20 10:48Köln (dpa)

«Kind+Jugend» gestartet - Sicherheit und Digitalisierung im Fokus

Die «Kind+Jugend» wächst und wächst. In diesem Jahr rückt die internationale Messe neben der Sicherheit der Kleinsten auch die digitalen Helfer in den Mittelpunkt. Ein Kinderwagen mit Elektromotor gehört zu den Neuheiten.

Köln (dpa) - Die weltgrößte Messe für Baby-und Kinderausstattung «Kind+Jugend» ist am Donnerstag mit Neuheiten bei Kinderwagen, Autositzen, Spielzeug und Möbeln an den Start gegangen. Im Fokus der rund 1250 Aussteller aus 53 Ländern - ein erneuter Rekord - stehen die Themen Sicherheit und zunehmend auch digitale Helfer und Vernetzung.

Als Weltneuheit wird ein «intelligenter eKinderwagen» präsentiert, bei dem zwei lautlose Elektromotoren das Schieben bergauf unterstützen oder auch automatisch abbremsen. Das System lässt sich über eine App steuern, die sich via Bluetooth mit dem Kinderwagen verbindet.

Bis Sonntag wird auch ein mit Sensoren ausgestatteter Autositz gezeigt, der mit dem Mobiltelefon verbunden ist und Alarm auslösen kann. Rund ums Babybettchen spielen «smarte Helfer» ebenfalls eine wachsende Rolle. Neu zu sehen laut Koelnmesse: Ein magnetisch an der Kleidung befestigtes Minigerät, das Atembewegungen und Geräusche misst und Veränderungen der Schlafposition erkennt.

Auch beim Kauf von Kindermöbeln sind Sicherheitsaspekte oft entscheidend, viele Hersteller werben laut Möbelindustrie-Verband mit Prüfsiegeln. Nach Branchenangaben sind viele Eltern bereit, für Sicherheit tief in den Geldbeutel zu greifen.

2017 stiegen die Ausgaben für Kinder bis drei Jahre laut Handelsverband Spielwaren um zwei Prozent auf gut 2,5 Milliarden Euro. Werden bundesweit alle Ausgaben für Kinder bis 14 Jahre mit eingerechnet, stieg der Gesamtmarkt laut BDKH sogar auf 7,3 Milliarden Euro. Beim Umsatz profitiert die Branche auch von hohen Geburtenzahlen der vergangenen Jahre.

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Do, 2018-09-20 10:35Salzburg (dpa)

Luxemburgs Premier über Migranten: Reden nicht über Teppiche

Salzburg (dpa) - Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel warnt im Dauerstreit um die EU-Migrationspolitik vor einer Entmenschlichung der Debatte. «Wir sind nicht auf einem Markt. Wir reden über Menschen, nicht über Teppiche oder Waren», sagte Bettel am Donnerstag beim EU-Gipfel in Salzburg. Am Vorabend hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihre Kollegen unter anderem darüber diskutiert, ob EU-Länder, die keine Flüchtlinge aufnehmen wollen, andere - etwa finanzielle - Beiträge zur Migrationspolitik leisten könnten.

Bettel sah im festgefahrenen Streit um die Zuwanderung in die EU zumindest etwas Fortschritt. «Ich habe das Gefühl, dass wir langsam, sehr langsam sogar, weiterkommen.» Am Mittwochabend sei die Atmosphäre besser gewesen als in den vergangenen Wochen und Monaten. Die Debatte um eine verpflichtende Verteilung von Flüchtlingen auf alle 28 EU-Staaten lähmt die Gemeinschaft seit Jahren.

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Do, 2018-09-20 10:30Leverkusen (dpa)

Glyphosat-Prozess gegen Bayer in den USA verschiebt sich

Leverkusen (dpa) - Nach einer juristischen Niederlage in den USA muss sich der Agrarchemie-Konzern Bayer erst 2019 vor Gericht weiteren Vorwürfen zum Unkrautvernichter Glyphosat stellen. Ein für den 22. Oktober geplanter Prozess in St. Louis sei auf Februar vertagt worden, sagte ein Bayer-Sprecher am Donnerstag in Leverkusen. Zuvor hatte die «Wirtschaftswoche» darüber berichtet. Hintergrund ist der Zeitschrift zufolge die Bündelung mehrerer Einzelverfahren.

Im August hatte ein Geschworenengericht in San Francisco einem unheilbar an Krebs erkrankten Mann Schadenersatz in Höhe von umgerechnet rund 250 Millionen Euro zugesprochen. Bayer hält das Urteil für falsch und hat Rechtsmittel eingelegt. Insgesamt muss sich der Leverkusener Konzern in den USA rund 8700 Glyphosat-Klagen stellen - der juristische Ballast stammt aus der Übernahme des US-Konzerns Monsanto, der voll auf Glyphosat setzt.

Kläger, Umweltschützer, Kleinbauern und verschiedene Wissenschaftler halten die Chemikalie für gefährlich für die Natur und die Gesundheit. Die Weltgesundheitsorganisation stufte Glyphosat 2015 als ein «wahrscheinliches humanes Karzinogen» ein, also als mutmaßlich krebserregend. Bayer hingegen verweist auf Studien, denen zufolge die Anwendung von Glyphosat sicher sei.

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Do, 2018-09-20 10:25Mainz (dpa)

SPD will im Europa-Wahlkampf «Europe-Stores» in Innenstädten

Mainz (dpa) - Die SPD will im Europa-Wahlkampf ein ungewöhnliches Instrument einsetzen: Läden in den Städten als Anlaufstelle. «Wir werden in den Innenstädten in der heißen Wahlkampfphase «Europe-Stores» eröffnen», sagte SPD-Wahlkampfmanager Michael Rüter in Mainz. «Wichtig ist die Nähe zu den Menschen und ihren wirklichen Themen. Dafür wollen wir Läden anmieten für die letzten vier Wochen vor dem Wahltermin und dabei zum Beispiel Leerstand nutzen.» Bisher sind laut Rüter 27 «Europe-Stores» geplant. Die Europawahl steht in Deutschland am 26. Mai 2019 an - zeitgleich mit der Bremer Bürgerschaftswahl und Kommunalwahlen in mehreren Ländern.

Die SPD will nach Angaben des Wahlkampfmanagers in der Europawahl-Kampagne auf die Themen Freiheit, Demokratie und sozialer Zusammenhalt setzen. «Bei der Bundestagswahl standen Themen im Vordergrund, die nicht die wirklichen Fragen der Menschen beantwortet haben», sagte Rüter. «In Europa geht es um mehr als nur Migration und Flüchtlingspolitik, es geht um die Zukunftsängste der Menschen.» Die SPD wolle auch verstärkt im Internet diskutieren. «Massiven Angriffen von außen, Beschimpfungen, Halbwahrheiten oder Falschaussagen werden wir konsequent mit juristischen Mitteln begegnen.»

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Do, 2018-09-20 10:13Pjöngjang/Washington (dpa)

USA fordern atomare Abrüstung Nordkoreas bis 2021

Die USA setzen Nordkorea eine Frist zur atomaren Abrüstung: Januar 2021. Nach dem Korea-Gipfel sind Gespräche in New York und Wien geplant. Kommt es zu einem neuen Treffen zwischen Kim und Trump?

Pjöngjang/Washington (dpa) - Die neuen Abrüstungsangebote Nordkoreas auf dem Korea-Gipfel bringen auch den Dialog des Landes mit den USA wieder in Gang. US-Außenminister Mike Pompeo lud seinen Kollegen Ri Yong Ho aus Nordkorea zu einem Treffen nächste Woche am Rande der UN-Vollversammlung in New York ein. Auch sind weitere Gespräche hoher Beamter in Wien geplant. Pompeo setzte eine Frist: Den USA gehe es um eine rasche atomare Abrüstung, die bis Januar 2021 abgeschlossen sein solle, so wie es Machthaber Kim Jong Un selbst zugesagt habe. Dann läuft die Amtszeit von US-Präsident Donald Trump ab.

Nach einem gemeinsamen Besuch auf dem als heilig verehrten Vulkan Paektu beendeten Kim und Südkoreas Präsident am Donnerstag ihren dritten Gipfel in diesem Jahr. Moon Jae In flog nach Seoul zurück. Vorher hatte ihm Kim zwei Tonnen Pilze als Geschenk an den Süden geschickt. Die Ladung Edel-Reizker soll zum Erntedankfest Chusok in den nächsten Tagen an Mitglieder von Familien verteilt werden, die durch den Korea-Krieg (1950-53) auseinandergerissen wurden.  

Der Besuch auf dem höchsten Berg der koreanischen Halbinsel mit dem Kratersee war ungewöhnlich und überraschend von Kim vorgeschlagen worden. Der Vulkan hat für die Koreaner große mythische Bedeutung. Er gilt als Geburtsplatz von Tangun - der Legende nach der Gründer des ersten koreanischen Königreiches vor mehr als 4000 Jahren.

Der südkoreanische Präsident und seine Gattin füllten sogar eine Plastikflasche mit Wasser des Sees, um es mit nach Hause zu nehmen. Nur wenige Südkoreaner haben den 2700 Meter hohen Vulkan an der chinesischen Grenze bisher von der nordkoreanischen Seite besucht - meist für wissenschaftliche Zwecke. Im stalinistisch geprägten Nordkorea gilt der Berg auch als Symbol der Herrscherfamilie.

Am Vortag hatte Kim in der Gipfel-Erklärung angeboten, seine wichtigste Atomanlage Yongbyon abzubauen, wenn die USA Entgegenkommen zeigten. Auch will der Machthaber seine große Testanlage für Raketenantriebe in Sohae an der Westküste und die dortige Startrampe unter Aufsicht von «Experten betreffender Länder» weiter abbauen. Kim Jong Un bekräftigte seine grundsätzliche Bereitschaft zur Abrüstung, ließ aber weiter offen, wann und wie sein Atomwaffen- und Raketenarsenal konkret abgebaut werden kann.

In Washington beschrieb Außenminister Pompeo den Gipfel als «erfolgreich». Die USA seien bereit, auf Basis dieser «wichtigen» Zusagen sofort wieder Verhandlungen mit Nordkorea aufzunehmen. Neben dem Außenministertreffen in New York wurden Vertreter Nordkoreas zu Gesprächen mit dem Sonderbeauftragten Stephen Biegun nach Wien eingeladen. Moon wird US-Präsident Donald Trump am Montag am Rande des UN-Treffens in New York persönlich über die Ergebnisse seines dritten Gipfels in diesem Jahr mit Kim unterrichten.

Als Entgegenkommen der USA fordert Nordkorea nach südkoreanischen Angaben eine gemeinsame Erklärung über das formelle Ende des Korea-Kriegs (1950-53) und andere Zugeständnisse. Wenn Nordkorea von «korrespondierenden Maßnahmen» spreche, beziehe sich das wohl auch auf eine solche Erklärung, sagte Südkoreas Atomunterhändler Lee Do Hoon. «Es gibt Dinge, die Nordkorea erwartet.» Nordkorea fordert auch ein Ende der internationalen Sanktionen.

Die koreanische Halbinsel ist völkerrechtlich noch im Kriegszustand, weil zwischen den einstigen Gegnern nur ein Waffenstillstand vereinbart wurde - kein Friedensvertrag. Die USA hatten damals die UN-Truppen an der Seite Südkoreas angeführt. Schon bei ihrem ersten Gipfel im April hatten sich Kim und Moon darauf geeinigt, mit den USA oder zu viert mit China, das an Nordkoreas Seite gekämpft hatte, eine Erklärung zum Kriegsende anzustreben.

Südkoreas Atomunterhändler äußerte sich zuversichtlich, dass es - wie von Kim vorgeschlagen - jetzt zu einem zweiten Gipfel zwischen Trump und Nordkoreas Machthaber kommt. Beide waren im Juni in Singapur zu einem historischen Gipfel zusammengetroffen. Experten hielten es für sehr wahrscheinlich, dass es noch vor den Kongresswahlen in den USA im November ein neues Treffen geben werde. Trump könne damit dem «negativen Nachrichtenzyklus entkommen», sagte Woo Jung Yeop, Direktor für strategische Studien am Sejong Institut.

Ein «großes Tauschgeschäft mit Kim» könne ihm viel Unterstützung bei den Wählern bringen, sagte auch Harry Kazianis von der US-Denkfabrik Center of National Interest, der «zu hundert Prozent» mit einem zweiten Gipfel rechnet. Die Experten gingen auch davon aus, dass Südkoreas Präsident von seiner Begegnung mit Kim weitere konkrete Ergebnisse zu seinen Gesprächen am Montag mit Trump mitnehmen werde, die noch nicht veröffentlicht worden seien.

Die Experten gehen aber davon aus, dass die atomare Abrüstung Nordkoreas keineswegs bis 2021 erreicht werden könne, sondern ein «jahrzehntelanger» Prozess werde. «Selbst wenn wir eine Vereinbarung haben, wird es schwierig sein, diese umzusetzen», sagte Experte Woo.

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Do, 2018-09-20 10:11Belgrad (dpa)

EU-Grenzschützer im Kampf gegen illegale Migration nach Serbien

Belgrad (dpa) - Die europäische Grenzschutzagentur Frontex wird auch die Grenzen Serbiens zu seinen Nachbarländern gegen illegale Migration schützen. Ein entsprechendes Abkommen werde am Donnerstag in Belgrad unterschrieben, kündigte EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos in der serbischen Zeitung «Blic» an. Die Frontex-Polizisten hätten die Aufgabe, die serbische Polizei bei der Verhinderung illegaler Einwanderung zu unterstützen. Ähnliche Abmachungen seien bereits mit Albanien und Mazedonien unterzeichnet worden. Mit Bosnien-Herzegowina und Montenegro liefen ebenso Verhandlungen.

Vor drei Jahren waren über die sogenannte Balkanroute rund eine Million Migranten nach Westeuropa und vor allem nach Österreich und Deutschland gekommen. Obwohl diese Transitroute durch Zäune und stärkere Bewachung geschlossen wurde, kommen immer noch Tausende Menschen illegal über die grünen Grenzen. In Serbien sitzen rund 4000 Menschen fest, im benachbarten Bosnien sind es über 3000. Sie versuchen, mit Hilfe von Schleppern illegal weiter nach Westeuropa zu gelangen.

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