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Lettland verlängert Corona-Notstand und beschränkt Einreise

Riga (dpa) - Lettlands Regierung hat den wegen der Coronavirus-Pandemie verhängten Notstand um zwei weitere Monate verlängert. Das Kabinett in Riga beschloss am Freitag, den bereits im November ausgerufenen Ausnahmezustand in dem baltischen EU-Land bis zum 6. April forzusetzen. Regierungschef Krisjanis Karins begründete den Schritt damit, dass die Corona-Situation in Lettland weiterhin ernst sei und es in den Krankenhäusern eine Krisenlage gebe.

Lettland verschärft zudem seine Einreiseregeln: Aus Bedenken vor mutierten Coronavirus-Varianten dürfen von 11. Februar an für zwei Wochen nur noch Menschen ins Land, die einen triftigen Einreisegrund sowie einen negativen Corona-Test vorweisen können. Ganz ausgesetzt wird der Passagierverkehr mit Großbritannien, Irland und Portugal.

Weiter wurden Änderungen an den geltenden Corona-Beschränkungen verabschiedet: Von Montag an dürfen in dem baltischen EU-Land wieder diejenigen Geschäfte aufmachen, deren Sortiment zu mindestens 70 Prozent aus Lebensmitteln oder aus Hygieneprodukten besteht. Auch Buchhandlungen dürfen wieder öffnen. Für den Einzelhandel gelten dabei strengere Regeln: So müssen nun in Geschäften für jeden Kunden 25 Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen.

Lettland mit seinen knapp 1,9 Millionen Einwohnern kämpft seit dem Herbst mit einer steigenden Zahl an Neuinfektionen. Angesichts der starken Zunahme hatte die Regierung im Dezember die Beschränkungen verschärft und das öffentliche Leben zurückgefahren - die meisten Geschäfte in Lettland sind seitdem dicht. Darüber regte sich in der Bevölkerung zuletzt vermehrt Unmut.

Karins zeigte Verständnis für die Corona-Müdigkeit der Gesellschaft. «Für uns alle ist diese Zeit schwierig. Wir alle möchten so schnell wie möglich einfach zum normalen Alltag zurückkehren», sagte er. Doch das Virus nehme darauf keine Rücksicht und breite sich weiter aus, wenn die Menschen nicht weiter vorsichtig blieben.

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