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Maas gegen Kampfeinsatz der Bundeswehr in der Sahelzone

Berlin/N'Djamena (dpa) - Die Bundesregierung lehnt einen Kampfeinsatz der Bundeswehr gegen islamistische Terroristen in der afrikanischen Sahelzone weiter ab. Außenminister Heiko Maas verwies am Dienstag nach Beratungen mit Staatschefs aus der Region und Frankreich darauf hin, dass die Bundeswehr bereits an einer Ausbildungsmission und an einem UN-Blauhelmeinsatz zur Stabilisierung Malis beteiligt ist. «Das ist eine erhebliche Kraftanstrengung, das ist ein gefährlicher Einsatz», betonte er. Dieses Engagement wolle man auch weiterentwickeln. «Aber wir beabsichtigen im Moment nicht, uns an anderen Missionen zusätzlich zu beteiligen.»

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte die europäischen Partner zuvor zum Kampf gegen den islamistischen Terror im Sahelgebiet aufgerufen. In der riesigen Region, die sich südlich der Sahara vom Atlantischen Ozean bis zum Roten Meer erstreckt, sind zahlreiche Terrorgruppen aktiv. Die frühere Kolonialmacht Frankreich hat rund 5100 Soldaten dort stationiert, die im Rahmen der Mission «Barkhane» die Terroristen aktiv bekämpfen - unterstützt von der europäischen Eingreiftruppe «Takuba».

Deutschland ist an dem Kampfeinsatz nicht beteiligt, sondern bildet stattdessen mit rund 100 Soldaten malische Streitkräfte aus und beteiligt sich mit fast 1000 weiteren Soldaten an der UN-Truppe Minusma, die zur Stabilisierung des Landes beitragen soll. Nur in Afghanistan sind noch mehr deutsche Soldaten stationiert. Paris pocht schon länger auf eine gerechte Lastenteilung im Anti-Terror-Kampf in er Sahel-Zone. Seit Beginn des Einsatzes starben 57 französische Soldaten.

Deutschland gehe es insbesondere darum, auch die zivilen Bemühungen zur Stabilisierung der Sahel-Länder zu verstärken, betonte Maas. Der SPD-Politiker betonte auch, wie wichtig das Engagement in der Region auch für die Sicherheit in Europa sei, auch wenn es derzeit keine Hinweise «auf konkrete Gefährdungslagen», also etwa auf Anschläge von Terrorgruppen aus der Region in Europa gebe.

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