Sa, 2019-05-25 11:30
Valletta/Rom (dpa)

Mehr als 200 Migranten im Mittelmeer gerettet

Valletta/Rom (dpa) - Das maltesische Militär hat 216 Migranten im Mittelmeer gerettet. Die Menschen seien in der Nacht in maltesischen Gewässern in Seenot geraten, hieß es am Samstag in einer Erklärung. Am Samstagmorgen gingen die Migranten auf Malta an Land. An Bord der zwei Schlauchboote waren mindestens eine Schwangere und mehrere Minderjährige. Zum Zustand der Geretteten wurde zunächst nichts bekannt.

Die Ankunft der Migranten fiel mit der Europawahl auf Malta zusammen. In dem Inselstaat hatten zwei rechte Randparteien mit dem Versprechen Wahlkampf gemacht, ihr Äußerstes zu geben, um die Zahl ankommender Migranten einzudämmen.

In den vergangenen zwei Tagen seien wegen des guten Wetters wieder mehr Migranten von Libyen, Tunesien und Algerien abgefahren, erklärte das Militär. Auch auf den italienischen Inseln Sizilien, Sardinien und Lampedusa seien Migranten angekommen.

Eine Bestätigung vom italienischen Innenministerium gab es dafür zunächst nicht. Innenminister Matteo Salvini hatte am Freitag lediglich erklärt, mehr als 200 Migranten seien von der libyschen Küstenwache gerettet worden. Die Nachrichtenagentur Ansa berichtete, am Freitag hätten 57 Migranten Lampedusa direkt per Boot erreicht.