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Pro Asyl fordert Luftbrücke für Migranten aus Moria

Berlin (dpa) - Pro Asyl verlangt nach dem Großbrand im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos eine Luftbrücke nach Deutschland und in andere europäische Länder. Jetzt müssten die gleichen Maßnahmen ergriffen werden, «wie wenn sich über 10 000 europäische Touristinnen und Touristen in akuter Gefahr befänden», erklärte die Organisation am Donnerstag in Berlin. Zudem müssten Unterbringungsmöglichkeiten geschaffen, die Versorgung mit Essen und Wasser sichergestellt und medizinisches Personal eingeflogen werden.

Pro Asyl begrüßte Vorschläge, einen Teil der obdachlos gewordenen Migranten in Deutschland aufzunehmen. Das sei aber nicht ausreichend. Vielmehr müsse eine Lösung für alle etwa 12 500 Schutzsuchenden gefunden werden. Durch das Feuer in der Nacht zum Mittwoch wurde das Lager, das eigentlich nur auf 2800 Bewohner ausgelegt war, weitgehend zerstört. Die griechischen Behörden gehen von Brandstiftung aus.

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