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Proteste im Dannenröder Forst - Polizei holt Aktivistin von Barrikade

Homberg/Ohm (dpa) - Im Zuge der geplanten Räumung von Rettungswegen ist es im Dannenröder Forst bei Homberg/Ohm (Hessen) zu einer ersten größeren Konfrontation zwischen Polizei und Waldbesetzern gekommen. Bei dem Versuch der Polizei, ein Gestell aus Baumstämmen abzubauen, seilte sich am Mittwoch eine Aktivistin darauf ab. Sie verharrte unter dem Applaus von Dutzenden Mitstreitern über Stunden auf einer kleinen Sitzfläche, bis sie von Spezialeinsatzkräften heruntergeholt wurde. Auch zwei Festnahmen gab es. Für den Ausbau der Autobahn 49 soll ein Teil des Dannenröder Forstes gerodet werden.

Ziel der geplanten Räumungen am Mittwoch war es, Barrikaden von den Rettungs- und Zufahrtswegen zu entfernen. Eine Räumung der Baumhäuser, in denen sich die Aktivisten eingerichtet haben, war hingegen nicht geplant. Die beiden Festgenommenen hätten versucht, an ein Kranfahrzeug zu gelangen, sagte ein Polizeisprecher. Auch Gegenstände seien auf den Waldweg geworfen worden, um die Reifen von Einsatzfahrzeugen zum Platzen zu bringen.

Mit den Protestaktionen stemmen sich die Umwelt- und Klimaschützer gegen die für Oktober erwarteten Rodungen. Der geplante Teilabschnitt der Autobahn führt von Stadtallendorf nach Gemünden (Felda). Vorgesehen ist, dass dafür etwa 64 Hektar Wald gefällt werden, davon 27 Hektar im Dannenröder Forst. Bereits in den vergangenen Tagen hatte es deshalb mehrere Protestaktionen gegeben.

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